Sette 4
Oberhessische Zeit»««, Marburg c L., Montag. bett 20. Ium 193z
Nr. 142
Allerlei Rechtsfragen im Eisenbahnabteil
Bon Instiramimann Otto 9Revet<<Effen
Marburger SladWlung
Aktive Frembenverkehrswerbung
.Lernt Deutschland kennen!" Dieses Propadandawort der Reichsregierung hat gerade für die jetzige Urlaubszeit besondere Bedeutung. Es richtet sich an die Millionen, die mit Rucksack und schwachem Geldbeutel in unserem Lande wandern und an die Tausende, deren Vermögenslage für eine Reise ins Ausland reicht, deren Pflichtbewußtsein jedoch ein deutsches Bad vorzieht, aber auch an die Hunderte, die trotz Not und Elend unseres Volkes ein unwürdiges Leben in St. Moritz und an der Riviera führen, als häßliche Beispiele unsolidarischer Haltung.
Auf der Tagung der westdeutschen Verkehrsverbände sprach Beigeordneter Dr. Benecke vom Deutschen Städtetag über das Thema: „Mehr aktive Fremdenverkehrspolitik". Er begrüßte es, daß Reichsreaierung, Reichspost und Reichsbahn seit Jahren besonderes Augenmerk auf die Werbung richten. Hier ist ein guter Anfang gemacht. Die deutsche Organisation der Fremdenverkehrswerbung ist zweckmäßig und einfach. Die Voraussetzungen und Hilfsmittel der Werbung jedoch können verbessert werden. Die Preispolitik vieler Bäder und Hotels läßt noch zu wünschen übrig.
Voraussetzung für eine aktive Fremden- verkehrswerbuna ist ein schönes und a e - sundes Reiseland und eine zweckmäßige Organisation. Millionen reiselustiger Aus- länoer und Hunderttausende von Deutschen wissen nicht, wie schön und sehenswert Deutschland ist. Sie anzuregen, unser Land zu durchreisen und kennenzulernen, ist Aufgabe der Werbung. Möglichkeiten hierzu gibt es ja unendlich viel. Film und Rundfunk werden in ständig größerem Ausmaß benutzt. Auch die deutsche Presse hat sich wirkungsvoll in den Dienst der Fremdenwerbung gestellt.
Der Vortragende wies darauf hin, daß die Kulturpflege noch nicht genügend in den J Dienst der Fremdenwerbung gestellt sei. Theater, Konzerte und Museen könnten stärker benutzt werden. Allerdings müsse bei den Theatern die Preispolitik geändert werden. Leere Theater nützen weder der Kultur noch der Der- kehrspropaganda. Zu begrüßen ist auch, daß die Reichszentrale für Heimatdienst rhre Organe der Verkehrswerbung zur Verfügung gestellt hat.
Erauls haben auf ihrer Ferienfahrt ein unangenehmes Erlebnis: Auf einer Station kommt ein Mann in das Abteil der offenbar stark angetrunken ist. Er singt immerzu, redet alle Mitreisenden mit „Du" an, klettert auf die Sitzbänke und bei einem starken Ruck des Zuges setzt er sich Frau Graul auf den Schoß. Das ist aber ihrem Manne doch zu stark. Er ruft die Hilfe des Schaffners. Dieser weist den lästigen East aus dem Abteil, uud als er nicht folgen will, bei der nächsten Haltestelle auch aus dem Zuge. Denn Personen, welche die vorgeschriebene Ordnung nicht beachten, sich den Anordnungen der Bahnbeamten nicht fügen oder durch grobe Verletzung des Anstandes den Mitreisenden lästig fallen, können von der Beförderung ausgeschlossen werden. Auf Erstattung des Fahrpreises haben sie keinen Anspruch.
Die nächste Statton ist ein größerer Kreuzungspunkt, an dem Erauls umsteigen müssen. Aber infolge der großen Verspätung ist der Anschlußzug schon fort. Der nächste Zug fährt erst vier Stunden später. Doch nein ... ein Blick in den Fahrplan zeigt Herrn Eraul, daß ein O-Zug, der jedoch nur 1. und 2. Klaffe führt, schon nach 40 Minuten abgeht. Auf seine Vorstellung beim Fahrdienstleiter erhält Herr Eraul die Bescheinigung, diesen Zug und und in ihm die höhere' Magenklaffe benutzen zu dürfen, da im Falle'der Versäumung des Anschluffes durch Verspätung des Zuges der Reise berechtigt ist, ohne Preiszuschlag den nächsten dem Personenverkehr dienenden Zug zu benutzen, der auf der gleichen (nötigenfalls sogar auch auf einer anderen) Strecke am schnellsten den Bestimmungsbahnhof erreicht.
In dem Anschlußzug kommen Erauls in ein Abteil, in welchem sich nicht nur zwei ältere Damen, sondern auch ein Hund befindet. Es ist zwar nur ein kleines Hündchen, das — falls die Mitreisenden einver
standen sind — nicht in das Hundeabteil bracht, zumal es sich auf dem Schoß der einen Dame sehr artig benimmt. Aber heftig begehrt es auf, als die Damen in den Speisewagen gehen wollen und den Hund allein kaffen. Um sein Gebell zum Schweigen zu bringen, nehmen die Damen ihn mit. kehren aber bald zurück, da das Mitnehmen von Hunden in den Speisewagen (ebenso wie in den Schlafwagen) streng verboten ist.
Endlich find Erauls am Ziel ihrer Reise angelangt. Herr Graul ruft einen Gepäckträger, dem er das Handgepäck übergibt. Frau Eraul hat heimlich Sorge, ihre guten Sachen dem fremden Manne zu überlaffen, aber ihr Mann belehrt sie, daß die Eisenbahnverwaltung für Hand- und Reisegepäck, das der Reisende den von der Eisenbahn bestellten, an den Dienstabzeichen erkennbaren Ge- päckträgern übergibt, genau so haftet wie für das Gepäck, das beim Gepäckschalter aufgegeben ist.
Als Erauls dann am Gepäckschalter ihren großen Reisekoffer abfordern wollen, entdecken sie, daß sie den Gepäckschein verloren haben. Trotz allen Suchens ist er nicht zu finden, er muß im Zuge bei der Fahrkartenrevision zur Erde gefallen sein. Glücklicherweise können sie sich über ihre Empfangsberechtigung durch den Reisepaß, der mit der im Koffer liegenden Adreffe genau übereinstimmt sowie durch ins Einzelne gehende Angaben über den Inhalt des Koffers ausweisen. Trotzdem wird ihnen der Koffer aber erst ausgehändigt, nachdem Herr Eraul einen dem Werte des Gepäcks entsprechenden Betrag als Sicherheit bei der Easenbahnkaffe hinterlegt hat. Diese Sicherheit erhält er jedoch nach zwei Wochen zurück, da Reisegepäck spätestens innerhalb dieser Frist abgeholt werden muß und die Haftung der Bahn nach Ablauf der Frist erlischt.
Dle Tagung -er RelAsverelnlguirg Deutscher Sausfrauen
Dte Arbeitstagung der Landesoereinigun- gen Westfalen und Hessen-Nassau beginnt am Mittwoch, dem 22. Juni, abends 8.15 Uhr, un Cafe Markees mit dem Vorttage des Prwatdozenten Dr. R. Fricke: „Die ge- gemvättige Lage der deutschen Wittschast". Der Redner, der durch seine feffelnden Bor- träge in der Volkshochschule hinreichend bekannt ist, hat sich zu einer Aussprache nach dem Vottrag bereit erklätt. Mitglieder haben zu diesem Vottrag freien Eintritt, Nicht- mttglieder zahlen 30 Pf. Am Donnerstag, dem 23., nimmt die Arbeitstagung bereits um 10 Uhr im Ottenberg-Hotel mit der Beratung über Dereinsangelegenheiten ihren Anfang. , Um 11.30 Uhr hält Frau Voß- Z > e tz einen Vottrag über Veremstechnik und um 1230 Uhr spricht Herr Pfarrer Dr. Ä arl Bernhard Ritter über „die serueU-e Gefährdung, der Jugend". An beide Dotträge schließt sich eine Aussprache an. Am Nachmittag ist für die auswärtigen Gäste eme Besichtigung der Lungenheilstätte „Soimenbllck" geplant. Die weiteren Vor- ttäge finden ebenfalls im Kurhotel Ottenberg statt, und zwar spricht abends 6.15 Uhr Herr Dr. Wagner über „die Bedeutung der Preisabbau-Aktion" (mit Aussprache) und nach dem gemeinsamen Abendessen um 8.15 Uhr Herr Eö 1tkg über „die Hausfrau imd die deutschen Kolonien". Der letzte Vottrag ist mit Lichtbildern. Zu den Vor- mrttagsoottrSgen werden nur unsere Mitglieder zugelassen. Teilnehmerkarten bei Frau (£pa Zahn, Friedrichsplatz 9, und bei Frau Marie Baum, Zwischcnhausen 20. Zu den anderen Votträgen sind alle herzlich eingeladen, die an den Veranstaltungen Interesse haben.
* Polizeiliches. An einer hiesigen Parkstelle wurden aus einem Auto 16 einzelne Musterschuhe gestohlen. Ein Teil der Schuhe, die auf der Sohle das Wort „Chasalla" tragen, wurde bereits wieder gefunden. Anscheinend wußte der Dieb mit den verschiedenen Schuhen nichts anzusangen.
* Unfälle. Bei Cölbe ereignete sich am Sonnabend ein Unfall, indem ein Personenwagen gegen die Brücke fuhr. Die beiden Insassen wurden glücklicherweise nur leicht verletzt. — Am Sonnabend rutschte ein Mann von der Ketzerbach auf der Treppe des Ortenberg- stegs so unglücklich aus, daß er mtt erheblichen Kopfverletzungen in die Chirurgische Klinik eingehefett werden mutzte.
* Zielfahrt nach Eschwege. Am 10. Juli veranstaltet der Allgemeine Deutsche Automobil-Club, Gau 3b Hessen-Nassau, seine Plakettenzielfahrt nach E s ch w e g e. In dem Programm ist n. a. die Besichtigung des Dietemanns- »vd Heimatmuseums und der Besuch des Jöhanuisfestes vorgesehen. — Für den 31. Juli ist ein Eau-Picknick-Treffen auf öem Schloßberg in Jesberg geplant.
-.Leuaa-Geuzln
Der Ruf, daß wir Deutsche nach Möglichkeit nur deutsche Erzeugnisse kaufen sollen, um die Einfuhr auf das Notwendigste einzuschränken, gilt auch für den Vettiebsstoff. So war es besonders für die Automobilisten intereffant. einmal Näheres über das Leuna-Benzin zu hören, über das gestern im Capitol Dipl.-Ingenieur Beutner einen Lichtbildervortrag hielt. Der Redner wies zunächst darauf hin, daß heute noch immer für etwa 261 Millionen Mark Erdölprodukte eingeführt werden, es also durchaus in unserem volkswirtschaftlichen Interesse liegt, hier eigene Erzeugnisse auf den Markt zu bringen und Deutschland weniger abhängig zu machen vorn Pezug ausländischer Produkte. Eins der bekannten Beispiele ist die Industrie künstlich hergestellter Stickstoff-Düngemittel, die uns vom Chilisalpeter frei machen und gleichzeitig die deutsche Landwirtschaft zur Ernährung der rapide gestiegenen Bevölkerung befähigt. An gleicher Stelle, von der das wichtigste Verfahren zur Bindung des Leuchtstickstoffes, das Haber-Bosch-Verfahren der I. (5. Farbenindustrie A.-G., seinen Ausgang nahm, wurde die synthetische Herstellung von Benzin gefunden und ausgearbeitet. So wird jetzt in den Betrieben der Leunawerke, dem großen Stickstoffwerk der I. E. Farbenindustrie, ausschließlich aus einheimischen Rohmaterialien, und zwar aus Braunkohle, Teer und deutschem Erdöl das Leuna-Benzin hergestellt, von dem heute schon dem Verbrauch in Deutschland rund 100 000 Tonnen zugeführt werden. Die Leuna-Werke, während des Krieges bei Merseburg erbaut, sind — wie die schönen Lichtbilder in anschaulicher Weise zeigten — eine Anlage von geradezu riesigen Dimensionen, in der tausende deutscher Arbeiter und Angestellte ihr Brot finden.
Dipl.-Ingenieur Beutner schilderte dann noch im einzelnen die Eigenschaften und Vorzüge des deutschen Betriebsstoffes und schloß mit dem Wunsch, daß sich immer mehr die Erkenntnis durchsetzen möge, daß man als Deutscher den heimischen Erzeugnissen unbe- dingt den Vorzug geben soll. s—r.
Heute Spielpause — morgen 20.30 Uhr „Sommernachtstraum".
Die Festspielleitung weift darauf hin, daß heute Spielpause ist, morgen abend 20.30 Uhr wird wieder der „Sommernachtstraum" gespielt. Der Besuch der Premiere am Sonnabend war bekanntlich recht gut, während die Spiele am Sonntag unter der kühlen Witterung zu leiden hatten. Der angekündigte Sonderzug aus Frankfurt blieb — wie nicht anders zu erwarten war, aus, da der Termin zu kurz angesetzt war.
• Deutsch-Evangelischer 5rauen« bund. Unsere Mitglieder können, wie in den anderen Jahren, Gutscheine für die Festspiele abholen Orleansstr. 11 pari., norm 11—1 und nachm. 4—5 Uhr.
* Pers onalien. Kassen-Sekretär Höhmann ist ton Marburg nach Franken- berg versetzt worden.
Aus der Studentenschaft
Gegen Studien- und Berufsnot.
In Anbetracht der großen Notlage eines großen Teiles der Studierenden der Philippsuniversität brachte die N a t i 0 - nalsozialistische Fraktion der Kammer der Allgemeinen M a r b u r - gerStudentenschaft folgenden Antrag ein:
„Im gleichen Matze, wie sich die wirtschaftliche Lage unseres Volkes verschlechtert, verringern sich auch die Mittel, die den Studierenden unserer Pyilipps- universität für ihr Studium zur Verfügung stehen. Dazu steht im krassen Widerspruch, daß die in den vergangenen Semestern seffr erheblich erhöhten Studiengebühren immer noch nicht wieder gesenkt sind. Die Allgemeine Marburger Studentenschaft wendet sich sofort an das preußische Kultusministerium, den preußischen Landtag, die Fraktionen des preußischen Landtages, Rektor und Senat unserer Philippsuniversität und fordert unter Hinweis auf die große Notlage Herabsetzung der Studiengebühren mindestens auf den Standvorder letzten Erhöhung. Die Allgemeine' M^zburger Studentenschaft wendet sich an Rektor und Senat mit der Bitte, zu prüfen, ob sich nicht eine Senkung der Gebühr^ für die Benutzung der Seminare ermöglichen läßt."
Ferner stellte die Nationalsozialistische Fraktion folgenden Anttag: „Die Allgemeine Marburger Studentenschaft errichtet sofott ein Referat für Akade- miker-Selbsthilfe." Die Aufgabe dieses Referates ist es, sich mit allen Stellen in Verbindung zu setzen, die bereit sind, daran mitzuarbeiten, daß die Studierenden nach Abschluß ihres Studiums auch Verwendung für chr Können finden. Gemeinsam mit diesen Stellen sollen dann Vorschläge zur Beseitigung der Berufsnot der Akademiker ausgearbeitet werden.
Die beiden Anträge der Nationalsozialistischen Fraktion wurden von der Kammer der Allgemeinen Marburger Studentenschaft einstimmig angenommen.
* Wichtig für Rentenempfänger. Durch die Notverordnung vom 14. Juni 1932 werden mit Wirkung ooml. Juli an monatlich gekürzt die Invalidenrenten (I, K A) um 6 3L#, die Witwen- uni) Witwer- renten (W, WK) um 5 "SUt und die Waisenrenten (0) um 4 R^ für jede Waise eines Stammes. Die Empfangsscheine für Juli müssen bereits auf den gekürzten Betrag lauten. Die einzelnen Rentenempfänger werden nicht besonders benachrichtigt. Die Kürzung der Unfallrenten wird von den BeiHchernngsträgern durchgejühtt.
FUmfchau
Ein Lied, ein Knß, ein Mädel.
Kamera. Man hat hier sozusage, einen Schallplattenfilm gedreht, b. t). bq Thema „Schallplatte" kehrt immer der in den verschiedensten Variationen Hier wird sie verkauft, da antfgenommn und anderswo liefert sie Stoff zu aUerhan» Verwicklungen zwischen Liebenden. D, Fllmplatte wird bald abgelaufen sein, aßy einmal hört man sie ganz gern, zumal Besetzung ganz ausgezeichnet ist. Da Gustav Fröhlich als frisch-fröhliche! Lausbub, Fritz Grünbaum kaum , übertreffen in der Rolle des Prokurist Und Martha Eggerth von ftischq mädchenhafter Art. Man freut sich an dy, Film und lacht, besonders über die xe® schen Ginfälle in den Schlußszenen be Filmes.
Tagesanzeiger.
Montag, den 2 0. Juni 1932.
Vergnügungsanzeiger.
Cafe Markees, Reügasse: M 20 Uhr Konzett.
Cafe Vetter, Reitgasse: Ab 20 Uhr: Eft, Seidel mit seinen Iazz-Shmphoniken Restaurant Daub, Frankfurter Str.: 20 M Konzett mit Tanzeinlagen.
Stadtteller: 20 Uhr: Künstlerkonzert.
Capitol. Bicgenstraße: 17 und 20.15 Lhi „Ein bißchen Liebe für dich".
Kamera, Kasernenstraße: 17 u. 20.15 Ah, „Ein Lied, ein Kuß. ein Mädel." Versammlungen, Vorträge, sportliche
Veranstaltungen usw.
Museum der Universität: 10—13 und 1! bis 17 Uhr: Ubbelohde-Gedächtnis-Au« stellung.
Dienstag, den 21. 3uni.
Volkshochschule: 17.30 Uhr: 1. Führen durch das Kunstinstitut: Die Ubbelohd« Sammlung.
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Letzte MMMmeMmen
Frankfurt, 20. Juni. Zu Vegi» der neuen Woche war an der Börse em statte Zurückhaltung zu beobachten. D« Grundstimmung ist aber eher freundlich j bezeichnen. Die Spekulation wartet di Haltung der Kundschaft ab. Die Festigkei der Reichsmatt und ebenfalls die fest ■ Tendenz der Reuhotter Scnnabendbörs geben eine Anregung. Auch die Mellum von der Uebernahme eines Paketes Gelsen kirchen durch das Reich regte an. Mu hörte Farbenindustrie 191V?—192, Gelse» kirchen 43'A—44.
r. Frankfurt, 20. Juni. Die Grund stimmung am Produktenmarkt ist schww cher geworden. Am Effektenmarkt sind d« Sonnabendforderungen nicht 'durchs setzen. Hafer und Gerste ruhig. Die L« ferungspreise für Weizen liegen 1 Mar niedriger und Roggen ist in gleichen- maße abgeschwächt.
r. Berlin, 20. Juni. Der Produkten mattt zeigte heute ein unentwickeltes schäft. Käufer und Händler übten einestarli Zurückhaltung. Vom Reich sind Anordmw gen für die neue Ernte noch nicht erfolgt Das Mehlgeschüft ist stockend und schleppend Für Hafer zeigte der Konsum eine gerrngi Nachfrage.
SMaMMmatt! Frankfurt a. N.
20. Juni mittags 12 Ubr (VorberW 1. Rinder:
Ochsen, nollfleiidjige ausgeinäsiele Ztr. t'bl höchsten Schlachtwerts jüngere Mt. 33—t ältere „ sonstige vollfleischige jüngere 25-3 Bullen, jüngere, vollfleischige
höchsten Schlächtwerts . .. 29-»
sonstige vollfleischige od.ausgemästete „ 25—’ fleischige " „ —
gering genährte . —
Kühe, jüngere, vollfleischige t
höchsten Schlanstwerts „ 25—»
sonstige voll fleischige ol>.ausgemästete „ 22—3
fleischige _ 17—3
gering genährte —
Färsen (Kalbinnen, Sungrinber) vollsleischige, ausgemäslete „
höchsten Schlachtwerts . „ 33—»
vollsleischige . . „ 29-J
fleischige . „ 25-»
2. Reiber:
beste Mast- und Saugkälber „ 34—j mittlere Mast- unb Saugkälber „ 21—• geringe Kälber . 21—1
4. Schwei«:
Fetts»weine über 300 Pfd. Lebendgewicht „ —
vollfleisch.Schweine v. ca.240—300 Pf.Lbdg. .. 43-4 oollfleisch-Schweine o.ca.200—240 PsLbdg. ,. 43-< vollsteisch.Schweine v. ca.160—200 Ps.Lbdg. . 42-* fleischige Schweine v.ca.120—160 Pi.Lbbg. .. 38—* fleischige Schweine unter 120 Psb.Ldbg. " i Sauen —
Auftrieb: 1467 Rinder, darunter 361 Ochsen, 148 Bullen, 498 Kühe, 432 Fär'S ferner 712 Kälber, 48 Schafe und 421* Schweine. — Marktverlauf: Rinder W* iam; Kälber und Schafe schleppend: Schweb mittelmäßig.
Schön^wetßeZähnj schon nach einmaligem Putzen mit her herrlich erfrii9*j schmeckenden „Chlorodont-Zohnpasie", schreibt uns 9
Raucher. Tube 60 Ps. und 80 Pf. Versuch überzeugt