Marburg a. LM
firnes“ führt in einem Leitartikel
Die neue Partei der Mitte
und Dementis
Kombinationen
Wenn frage
Große französische Flottenmanöver im Mittelmeer
ff. Paris, 14. Juni. Im Mittelmeer finden an der tunefifch-algrefchen Küste augenblicklich große französische Flottenmanöver statt, die bis zum 17. Juni dauern werden. Zwei französische Geschwader von insgesamt 45 Einheiten nehmen an diesen Manöver» teil, zu denen später auch noch das ganze Küsten-Verteidigungswesen hinzugezogen werden sollen. In der französischen Presie betont man, datz diese Manöver gegenüber derjenigen der italienischen Flotte im kommenden August verschwindend klein sei«. >
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Men Parteien geben an ihre Orgairisatto» iren und Parteimitglieder die Empfehlung, sich für die neue Partei sinzjusetzen. Erst, wenn die neue Partei bei den WÄhlen einige Erfolge aufzuweisen hat. werden sich die Men Parteien auflösen. Der Parteiführer soll auch erst morgen abend benimmt werden. Wan spricht zjurzett von
SimStag, Wtl.zmiilM
Die ^Oberhesstsche Zeitung, et- t&tint sechsmal wöchentlich. Se- g«prei« menatt t. M-rkmrg 2.02 gflt. -n-schl. ZustelUmg-gebübt. tei unsren Agenturen 1,93 SM.
Berlin. 13. Juni. Die Einladungen Mr Dridchungsversammlung der neuen Bürgerpartei sind ergangen für Dienstag,
^etttttete «teignfffe ««fallende Auunnern wird kein SrsnH ge* löstet, «erlag. Dr. §. Hitzerv«h. der Untv-Dnchdrnckerei Ang. Äoch. Äkarkt 81/28.
Fernsprecher: Rr. 54 und Skr. 56. ^dsischeckkonto: Amt Frankfurt
c Geste lösen wolle, s» ; fein und fichaufalle sdehnen. Da die
gen (Leipzig), Botschafter a.D. Dr. Solf und Ehrenpräsident der Handwerks- und Gewervekammer Plate. •** *' -
Für die Neugründung kommen nur noch in Frage die bisherigen Wttglieder der Bolkspartei, der Wirtschaftspartei, der ' Dolkskonsewativen und der Schlange-Flügel des Landvolks. Der Weber-Flügel der Staatspartei, der ursprünglich auch mitmachen wollte, hat unter der Einwirkung von Dietrich seine Zusage wieder zurückgezogen. Die Form der neuen Gründung
daß es so weitherzig und großzügig wie nur eben möglich handeln wolle. Die Möglich- kett einer endgültigen Lösung liege jedoch in Händen der deutschen und amerikanischen Wählerschaft.
London auf dem Standpunkt, datz die endgültige «Regelung, wenn nicht sofort herbeigeführt, doch wenigstens der Welt in Aussicht gestellt werden müsse.
Englische Blatter
zum Stand dir Abrüstungsarbeiten.
Die Ankunft Macdonalds und Neuraths in Eens konzentriert das Jnteresie der Blätter auf die Abrüstungsfrage. Die Presie erhofft einen gemeinsamen Schritt vorwärts. Perschiedene Blät-
in der Festhalle zu stellen. Das Thema solle lauten: „Tue Erfolge des Marxismus in Hessen." Die Hälfte der Eintrittskarten solle an Anhänger des Anni- sters abgegeben werden, und ihm selbst werde die Redezeft zugebilligt, die er selber wünsche. Auf der Bühne dürfe so viel Schutzpolizei untergebracht werden, wie der Minister für notwendig erachte.
Berlin, 13. Juni. Die Rationalliberale Korrespondenz teilt u. a. mit: „Alles was über angebliche Verhandlungen mit anderen Parteien über Wahlbündnisse usw. bisher in manchen Blättern zu lesen war, ist zum größten Teil unrichtig. Die Deutsche Dolkspartei wird erst in der Sitzung des Zentralvorstandes ihre Haltung zu den kommenden Wahlen festlegen. Diese Sitzung wird voraussichtlich am Sonntag, dem 19. d. Mts., statt- finden."
Dr. Brüning Spitzenkandidat der hessischen Zentrumspartei.
Mainz, 13. Juni. Der Landesausschutz der hessischen Zentrumspartei nominierte zur kommenden Reichstagswahl als Spitzenkandidaten für den Wahlkreis 33 den ftüheren Reichskanzler Dr. Brüning. Die befben nächsten Kandidaten sind Dr. Bockius, Rechtsanwalt, und Oberregierungsrat Knoll, denen noch weitere 12 folgen. Der Landesausschutz sandte eine Entschließung an den Reichspräsidenten, in der er an den Reichsprä-
ter melden aus Genf, zuverlässige» Informationen zufolge, würden der französische und der britische Premierminister einen 10jährigen Rüstungsstill- st a nd vorschlagen. Einwande würden jedoch von Deutschland und Italien erwattet.
Der Genfer Korrespondent der „Morning Post" betont ebenfalls, daß die deutsche Regierung auf eine endgültige aIlse, ttge Rüstungsverminderung bis auf den deutschen Stand dringt und sich nicht mit der Stabilisierung der Rüstungen
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Anzeiger dee amtliche« Beknnntmnchnnge« für Stadt und Kreis Marburg.
Staatsmänner bietet eine Gelegenheit, um der Konferenz einen neuen Impuls M geben. Die Frage, die sie $u beantworten haben, ist sehr einfach: Sind die anderen Regierungen der Welt bereit, auf ihre eigenen Länder ganz oder teilweise bfe Rüstungsbeschränkungen anzuwenden, die den besiegten Ländern nach dem Kriege
müsse sie allgemein Schulden au: Amerikaner jedoch erst Ende dieses Jahres an die Wahlurne schreiten, bleibe für Europa nur die einzige Möglichkeit, das Moratorium 61s dahin zu verlängern und es gleichzeitig so ausdrück- llch wie möglich jn gestalten. Diese Aufgabe könne in Lausanne in höchstens zehn Tagen bewältigt werden. Frankreich werde in Lausanne noch einmal darauf Hinweisen,
Die linksgerichtete „DolontS" besaßt sich noch einmal mit den Fragen der Abrüstung und der Reparationen und erklätt, daß man die Sicherheit nicht vor die Abrüstung setzen dürfe. Andererseits dürfe man aber auch nicht den Standpunft vettreten, daß die Abrüstung die Sicherheft nach sich ziehen werden. Eng verbünden mft der Abrüstung sei hingegen die Schiedsgerichtsbarkeit. Wenn sie zunächst auch eine juristische Frage sei, so hänge sie doch auch wesentlich von der
schiffe und Geschütze, der Tanks, Unterseeboote und Flugzeuge unter den herrschenden Verhältnissen nicht möglich und vielleicht nicht einmal wünschenswert sei, vertritt aber die Auffassung, daß manches in Richtung qualitative Abrüstung getan wer' den könne.
Der deutsche Standpunkt ist entsprechend-? der Regierungserklärung des Kabinetts von Popen völlig eindeutig festgelegt in seinen Forderungen noch Wiederherstellung der vollen Gleichberechtigung Deutschlands, der Schaffung der politischen Freiheit und der wirtschaftlichen Wiedergesundung der Welt. Für uns ist selbstverständlich das vordringlichste Problem die Regelung der Reparationsfrage, daneben wird sich die Konferenz
von Lausanne aber auch mft den Fragen der interalliierten Schulden zu beschäftigen haben und mit dem Gesamtproblem der Weltwirtschaftskrise, in das diese beiden Fragenkomplexe hineingreisen. Man kann nach der Auffassung politischer Kreise irgend eine Losung dieser ganzen Frage nur bann als definitiv bezeichnen, wenn sie wirklich zu einer umfassenden Gesundung der Weltwirffchaft beiträgt. Unter diesem Gesichtswinkel betrachtet können Zwischenlösungen irgendwelcher Art nicht als Mittel zur Wiedergesun- dung angesehen werden.
.Daily Telegraph" zur Unterredung Macdonald-Herriot.
Daily Telegraph" beschäftigt sich eingehend mit den Besprechungen zwischen Macdonald und H er r io t und stellt fest, daß ein grundsätzlicher Unterschied die beiderseitigen Auffassungen über die Regelung der Reparations- und Stbenfrage nicht mehr bestehe, bestehe nicht mehr auf seinen en, baß ber gesamte Bettag der Reparationen feine eigenen Schuldenzahlungen Lbersteigen müsse. Man sei sich vielmehr in beiden Ländern klar darüber, daß nur eine allgemeine Streichung als wirkliche Lösung zu betrachten sei Soweit noch Gegensätze beständen, bezögen sie sich aus die Frage, wie und wann am besten eine solche Lösung zu erreichen sei. Während man w Paris lediglich das Moratorium bis Nun Jahresende verlängere und im übrigen den Ausfall der amerikanischen «cchlen abwarten wolle, si-he man in
Von der NSDAP, ht Hessen.
Darmstadt, 12. Juni. Der Gauleiter der NSDAP, in Hessen, Reichstags- abgeorbneter Lenz, erläßt einen Aufruf an bie hessischen Nationalsozialisten, in bem er eiserne Disziplin unb unbeugsamen Kampfeswillen fordert, um das Ergebnis der Hessenwahlen am 19. Ium für die NSDAP, zu einem Sieg zu gestalten. Keiner dürfe sich durch die Methoden des Gegners provozieren und zu Handlungen hinreißen lassen, die geeignet wären, die Partei vor der Oeffent- lichueit in Nachteil zu bringen. Der Aufruf schließt: „Der Sieg ist nicht mehr fern. Wann unsere Fahnen über Hessen flattern, entscheidet sich cm der Kraft und Energie, die ber einzelne Parteigenosse in biesem Kampfe auswendet."
Der Kreisleiter der NSDAP. Darmstadt, Otto Heß, forbert den Innenminister Leuschner in einem offenen Brief
wie sich der neue Reichstag verhalten werde. Gerade hier beständen Ungewißheiten, die ftn Augenblick die Organisierung einer Schiedsgerichtsbarkeit der Sicherherr und damit der Abrüstung unmöglch machten. Man müßte abwarten, bis das deutsche Volk gesprochen habe. Bis dahftr könne mau doch zum mindesten da« Rüstungswettbewerb aufhalte«.
fibenten unb an bie Reichsregierung das Ersuchen richtet, neben Reichswehr und Polizei keinerlei private oder parteige- bunbene Weltorganisationen zuzulassen, ebenso das bestehende Uniform- und Waffenverbot beizubehalten, evtl, noch zu
Mainz, 13. Juni. Auf dem Sportplatz am Fort fand heute abend eine große Kundgebung der NSDAP, statt. Ms erster Redner sprach Bromberger-Nürnberg, der m seinen Ausführungen besonders gegen das Zentrum polemisiette. Nach ihm ergriff Prinz August Wilhelm von Preußen das ÜB ort. Don der Menge mit Begeisterung begrüßt sprach dann Adolf Stil er, der nach einem historischen Rückblick aus die Geschichte seiner Patter betonte, es gelte, den internationalen Marrisrnus und den bürgerlichen Nationalismus auszusöhnen. Es gebe keinen Nationalismus, der nicht letzten Endes in den Sozialismus münde, und es gebe keinen Sozialismus, der sich nicht zuletzt von der Klasse loslöse und aufgehe im Dienste der Nation. Der Nationalsozialismus habe sich zum Ziele gesetzt: em großes, starkes Deutschland, ein Sott der Freiheit und. damit des Nechtes, ein Staat der Macht, der Größe und der ©tärte und zugleich der sozialen Gerechtrgkeft. Dieser Kamps sei jetzt in em entscheidendes Stadium getreten.
Genf, 13. Juni. Der englische Pre- mierminister Macdonald, der britische Außenminister Sfr John Simon bet französische Ministerpräsident Her- riot, der französische Kriegsminister Paul Boncourt und der Direktor ber Dölkerbundsabteilung am Quai d'Orsay Massigli sind heute abend in Sens eingetroffen.
Herriot und Macdonald beabsichtigen am Mittwoch nach Lausanne wei- i terzusahren. Mittwoch abend ist eine erste Besprechung der sechs einladenden Machte der Lausanner Konferenz Englands, Frankreichs, Deutschlands, Italiens, Belgiens und Japans vorgesehen, in der bas Arbeitsprogramm der Konferenz beraten werden soll. Man nimmt sicher an, daß Macdonald zum Präsidenten gewählt werden wird. Bisher sind : 500 Pressevertreter zur Konferenz angemeldet.
Eine Zwischenlösung bringt keine Gesundung.
In den Erörterungen der englischen Wb französischen Presse über die bevorstehende Lausanner Konferenz, die im .wesentlichen einen stark optimistischen Charakter tragen, sieht man in Berliner politischen Kreisen eine beabsichtigte Stimmungsmache; es wäre verfehlt, daraus voreilige Schlüsse über die englffche und französische Haltung zu ziehen.
Das Vorspiel für Lausanne
Englisch-französische Kompromitzwünsche-Zehnjährige Rüstungspause auf dem gegenwärtigen Stand-Der Wechsel aufAmerika
Jarres.
In einem Teil der sammenhang nrit den die Bildung einer bürgerlichen Sxrmmel- pärtei der Mitte n. a. mich der Name des Leipziger Oberbürgermeisters Dr. Dverde- ler rod? vor wenigen Tagen die ©in* beziehmng seiner Person in die Erörterung über eine neue Partei auf das Grrtschie- denbste äbgelehnt.
wird im Zu über
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