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Die

Wahlkampf in Hessen

eine

Reichspräsidenten

dauerte

ftnfviertel Stunden. Wie in der

Stelle verlautet

Die neue Notverordnung

Reichspräsidenten der verbindlichen

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den dem f-st amt«

Der Herr Reichspräsident empfing gestern in Gegenwart des Reichskanzlers i, Paper, den bayerischen Ministerprä­sidenten Dr. Held, den württembergischen Staatspräsidenten Dr. Bolz und den badischen Staatspräsidenten Dr. Schmitt zu einer eingehenden gemeinsamen Be­sprechung der politischen Lage. Di« Aus­sprache berührte das Verhältnis des Reichs zu den Ländern, den Finanzaus-

Von einer Berliner »eiter:

Der Empfang beim vollzog sich natürlich in

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ttet Slnzetgr«r>«<- bettdgi ffc Oen 11 gespall. SdlenmiUtaetet 0.08 ®9R gamilienanjetgat tei Sarzahl. 0.07 GW^ amtL u. an* wSrttgeAn». 0.10 SM. Sog. Heine Anzeigen nach Speztalt-rif.Brund- schrift:Solonel. Bei chwierig-Sotz. sowie bei Platzborschttft 50°/. A»f- schlag. Sammelanjeiger 100*1» «nfschlag R-klann-Milliin. 0.40 «M. Srunvschrist i Pellt. Zeder Rabatt gilt al« Barrabatt Ziel 5 Sage. Sfferten-Gebühr: 25 Pfg^ bei Zustellung der Angebote einschl. Potte - .60 GM. Belege werben berechnet. Erfüllungsort Marburg.

zleich. die Wirtschaftspolitik und Reihe von innerpolitischen Frage», Die gestrig« Besprechung zwischen Thefs der süddeutschen Länder und

Montag, tenl3.3untl932

Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberhessen

Snjetger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.

Äbechessssche Zeitung

Am nächsten Mittwoch sollen nach In­formationen von gutunterrichteter Seite die Regierungsverhandlungen in Preu­ßen zwischen Nationalsozialisten und Zentrum durch Landtagspräsivent Kerrl eingeleitet werden. Die Nationalsozia­listen sind, wie wir hören, im Falle des Scheiterns fest zur Auflösung des Land­tages entfchloflen.

Arn Sonntag setzte der Wahlkampf in Hes­sen mit aller Macht «in. Zahlreiche pro­minent« Führer der einzelnen Parteien ha­ben sich zur Verfügung gestellt und an ver­schiedenen Plätzen des Hessen! an des ge­sprochen. In der nun kommenden Woche vor dem Wahltag finden bis in die klemsten Ort« Versammlungen statt.

für die Zeit vorn 1. Juli 1932 bis 31. März 1933. Ihr sollen alle Lohn- undGehaltsempfänger unterliegen mit Ausnahme der Lehrlinge und eines ge­wissen Personenkreises, der Arbeitsentgelt für nur vorübergehende Dienstleistungen und für geringfügige Beschäftigungen im Sinne der Sozialversicherungsgesetze be­zieht. Die Abgabe solle bei einem Ar- beitslohn bis zu 1500 RM. jährlich 1 > 2 Prozent betragen. Bei einem Arbeitslohn von 15003600 RM. 2»/» Prozent, Ein­künfte über 3600 AM. jährlich werden un­ter Fortfall der Krisenlvhnsteuer mit 53/4 Prozent belastet. Die großen Lohnbezieher, die bisher 5 Prozent Krisenlohnsteuer zahl­ten, sollen zu 6-/2 Prozent Beschäftigten­abgabe herangezogen werden.

Die Beamten, die der Krisenlohn­steuer bisher nicht unterlagen, sollen künf­tig iy2 Prozent Beschäftigtenab­gabe bezahlen. Derjenige Personenkreis, dessen Einkommen nicht aus Arbeitslohn besteht, soll noch zu einer weiteren Rate der Krisenveranlagtensteuer herangezogen weiden.

Zu diesen Einnahmen komme auch noch eine Wiedereinführung der Salz st euer vom 1. Juli 1932 bis 31. März 1933 (Eirtrag 40 Millionen RM.) und eine" Beseitigung der Freigrenze von 5000 RM. bei der Erhebung der Um­satz st e u e r.

Form, die bei einer Aussprache mit dem Reichspräsidenten selbstverständlich ist. Mas die Ländervertreter vorzutragen hatten, wurde trotzdem mit allein Freimut gesagt. Aber in Kreisen, die den Reichs- ktellen nahe stehen, scheint man doch den Eindruck zu haben, daß die Minister- und Etaatspräsidenten mit dem Bewußtsein ber Gewißheit abfahren, daß der Reichs­kanzler nicht daran denkt, irgendwelche Dkaßnahmen zu ergreifen, die geeignet ünd, die Interessen der Länder zu beein­trächtigen und zu schädigen. Die Vertreter der süddeutschen Länder können also das Eefühl mitnehmen, daß ihr Berliner Aufenthalt nicht umsonst war. Die Be­ziehungen zwischen Reich und Ländern toben durch die Aussprachen der beiden atzten Tage wieder eine Basis bekommen, totf der sich die zukünftige Entwicklung aufbauen läßt. Das ist auch dann erfreu« uh, wenn es, wie anzunehmen ist, nicht Ölungen sein sollte, in einer so umstritte­nen Frage wie der der Aufhebung °es S. A.-Verbots eine restlose Übereinstimmung herbeizuführen. Diese Dinge sind ja auch weniger unter dem Ee- !ichtswinkel Reich und Länder als unter der parlamentarisch-parteipolitischen Lagerung zu sehen. Das Wesentliche ^eibt, daß in den Beziehungen zwischen ^eich und Ländern die außerordentliche Schärfe abgemildert worden ist, die sie ait dem Wechsel in der Reichsregierung itznächst angenommen hatten.

zung Oesterreichs angeht, so soll sich der ftanzösische Ministerpräsident be­reit erklärt haben, daß Frankreich den größten Teil der von Oesterreich bean­spruchten Hilfe etwa 170 bis 200 Mil­lionen Schilling übernimmt und gleich­zeitig den von der Bank von England an die österreichische Landesbank geleisteten Vorschuß als den englischen Anteil an die­ser Stützungsaktion anerkennt.

DerMatin" glaubt zu misten, daß der englische Ministerpräsi­dent gelegentlich einer Unterredung des öfteren die Absicht geäußert habe, Deutsch­land zur Unterzeichnung einer Erklärung aufzufordern, in der sowohl die friedliche Absicht gegenüber Polen, wie auch die Unantastbarkeit des Korri­dors (!) zum Ausdruck kommen solle. Diese Erklärung betrachte man engli­scherseits als Gegenleistung für ge- wiste Reparationserleichterungen, deren Annahme England in Lausanne betreiben werd«.

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liebet das Ergebnis der englisch-fran­zösischen Besprechungen sind nur magere Informationen in die Oeffentlichkeit ge­drungen. Es scheint sich jedoch zu be­stätigen, daß man englischerseits dazu neigt, den französischen Stand­punkt anzuerkennen, der be­kanntlich aus eine einfache Ver­längerung des Moratoriums hinausläuft, ohne in irgend einer Weife die Ansprüche Frankreichs zu berühren.

Der außenpolitische Berichterstatter des Echo de Paris", P e r tinax, ist je­doch der Auffassung, daß Frankreich nicht auf dem Nettosaldo der Reparationszah­lungen bestehen werde, wenn sich Ame­rika bereit erklärt, auf die interalliierten Schulden zu verzichten. In der Ab­rüstungsfrage scheint H e r r i 01 sich mit dem Vorschlag längerer Rüstungs- ferien einverstanden erklärt zu haben. Man spricht außerdem von einer Herab­setzung der französischen Rüstungsaus­gaben um 5 oder 10 vom Hundert. Was schließlich die ftanzösische Unter st üt-

Wozu eine Konferenz?

Neue Verlängerung des Moratoriums und neue Bedingungen

! täten Mitteilung bereits gesagt wird, s »ahm auch Reichskanzler v. Popen an lern Empfang teil, außerdem Staats­sekretär Meißner. Scho» aus der ver- hSltnismäßiq langen Dauer der Bespre­chung ergibt sich, daß in der Tat alle wich- tigc» und aktuelle» Probleme behandelt wurden, namentlich die, die sich auf das Verhältnis zwischen Reich und Länder beziehen.

\ In wohl unterrichteten Kreisen glaubt man als Ergebnis der Aussprache eine weitere Entspannung der Beziehungen zwischen den Ländern und dem Reich sehen zu können, die bereits am Sonnabend durch die Verhandlungen in der Reichs­kanzlei eingeleitet wurde.

Adolf Hitler in Worms.

Dor einer vieltausendköpfigen Zuhörer­schaft ergriff Adolf Hitler am Sonn- tagnachmittag in einer großen Kundgebung der NSDAP, im Wormser Stadion das Wort. An den gleichen großen geschicht- lichm Dimensionen, so fühtte er aus, wie der Zusammenbruch erfolgte, muffe sich der Auf­bau der deutschen Nation vollziehet, der nur erfolgen könne, wenn die notwendigen Vor­aussetzungen für den Wiederaufstieg gegeben seien. Wenn man auf die vergangene» 13. Jahre zurückblicke, so müsse man sagen, daß entweder die Ideen falsch waren, oder di- Führer Menschen von ungenügendem Format gewesen seien. Alles, was sie getan und un­ternommen hätten, set zum Unheil ausge­schlagen.

In de» zwei Jahren Brüning-Regie- rimg habe sich ater auch nicht «in« Vor­aussage erfüllt, btt von dieser Regierung angelfinbigt worden war.

Es genüge nicht, daß man eine Sache me­chanisch in Angriff nehme, sondern das Ent­scheidende set tmtere Einstellung, der zuver­sichtliche Glaube an die Idee >_nb ihr schließ­licher Erfolg. Zu den beiden Faktoren Glück und Unglück gehöre die innere Tüchtigkeit des Menschen, seine eigene Zuversicht und sein Glaube, die ihm Selbstvertrauen geben. Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei habe seit den ersten Tagen ihres Bestehens diese innere Zuversicht gehabt, so daß von ihr Millionen Menschen ergriffen worden seien. Das sei, was jeder - einzelne Mensch, das ganze Volk, im Herzen tragen müsse. Die Nation müsse ihr ganzes Handeln von einer Idee besttmmt wissen und müsse alles Tren­nende ausschalten, was die tragende geistige Kraft verbrauchen würde. Solange durch das alte Deutschland die Regelung der Grundlagen gegeben war, waren rott groß als Staat; als aber durch die proble­matischen Gegensätze der Zwiespalt auf- gerissen wurde, verloren sich diese Kräfte.

Erft bie junge Bewegung ter NSDAP. . late «s bewirkt, daß sich Deutschland nicht nur äußerlich eint«, sondern sofort auch innerlich an Kraft gewann.

Hitler zeigte bann auf, rote zwischen So­zialismus und Nationalismus die Brücke ge­schlagen werden müsse. Es sei undenkbar, daß in einem Voll zwei Seelen in einer Brust lebten. Jrn Kampf der beiden Ideen müsse Deutschland langsam zerfleischt wer­den, denn mit einem Volk, das sich selbst zer­fleische, könne man keinen politischen Er­folg erzielen. Ein Unglück sei es, wenn eine Idee die andere niederrrngen würde. Darum habe 1918 bie Bewegung den Entschluß ge­faßt, dafür zu kämpfen, daß alle Schichten und Stände zusammengefaßt würden und daß alle von dem Gedanken durchdrungen würden, zu erlernten, wie wichtig der eine für den anderen ist. In dieser Erkenntnis müsse die Millionen-Armee der deutschen Ar­beiter und Bauern zusammengeschweißt wer­den.

Wesentlich sei dabei, daß sich drutschr Menschen aus allen Konfessionen, allen deutschen Stämmen und Ländern ;u- sannnenfinden, um aus allen wieder den Deutschen zu machen.

Die nationalsozialistische Bewegung habe wie­der iselbJtDertrauen gegeben, und es fei an einen Wiederaufstieg nicht zu denken, wenn dieser nicht die Kraft der nationalsozialisti­schen Bewegung trage. Die Bewegung küm­mere sich um nichts anderes als um das Ziel, daß sie erringen werde, auch wenn man sie noch so zu unterdrücken versuche. Die Män­ner, die unterdrückt, verboten und aufgelöst hätten, seien verschwunden, aber die Bewe­gung stehe noch. In den Ländern, in denen Nationalsozialisten regierten, hätte sich die Stimmenzahl verdreifacht, und wenn das Schicksal auch in Hessen , der nafionalsozialisfi-

pie .Oberhessische Zeitung" er- scheint sechsmal wöchentlich. $5e> jirgspreis monatl.i. Marburg 2.02 GM ausschl. Zustellungsgebühr, bei unsren Agenturen 1,93 GM. zuzügl. ZusiestellungSgebühr, durch tzie Post 2.25 GM Mir etwa wttch Streik, Maschinendefekt oder elementare Ereignisse -u«faklend» Kümmern wird kein Ersatz ge­leistet Verlag. Dr. §. Hitzeroth. Druck »er Univ-Duchdruckerei Job- Aug. Koch, Markt 21/23. Fernsprecher: Rr. 54 und Sir. 55. Postscheckkonto; Amt Frankfurt e. W. Rr. 5015. Sprechzeit ter Redaktion von 1011 «mb

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DieFranksurter Ze ttung" will aus dem Inhalt bet bevorstehenden Not­verordnungen der Reichsregierung fol­gende Einzelheiten erfahren haben, die wir mtt allem Vorbehalt wieder­geben:

3n der ArbeitSlofenderfiche- rung soll eine Gesamtersparnis von 520 Millionen RM. durch eine Senkung der Leistungen erreicht werden, und zwar sol­len bei der Arbeitslosenunterstützung die Sähe durchschnittlich um 23 Prozent gesenkt werden; außerdem werde die Hilfsbedürftigkeitsprüfung statt bisher nach 20 künftig schon nach sechs Wochen statt­finden. Dadurch erhoffe man eine Ein- fparung von 188 Millionen RM.

3» der Kris en Unterstützung sol­len die Anlerstützungsleistungen durch­schnittlich um 10 Prozent gesenkt und eine unbeschränkte HilfSbedürfitgkeits- prüfung eingefühtt werden. Die Gesamt­ersparnis hieraus wird auf 184 Mill. RM. errechnet. Zn der Wohl fahrtS- erwerbslosen - Unterstützung sollen die Unterstützungen um durchschnittlich 15 Pro­zent gesenkt werden, was eine Ersparnis von 148 Mill. RM. bedeute.

Da aber auch diese Ersparnis noch nicht genüge, um den Etat auszugleichen, plane die Reichsregierung eine allgemeine Abaabe zur Arbeitslosenhilfe

Vor wichtigen Entscheidungen

neue Woche bringt: Notverordnungen des Reiches, Regierungsverhandlungen in Preußen, Lausanner Konferenz

Der Vorstoß Süddeutschlands