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Overhesfische Zeitung. Mar»«« «. L. Dienstag, bea 7. Ami 1932
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Die Ausführungen wurden mit Dank nab Freude ausgenommen. Den Schluß des harmonisch verlaufenen Nachmittags bildete di« Gratisverlosung von schönem Xounefeldteeporzellan und Melittafiltern
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zur Bereitung von Kaffee. — Gaben zur Pfund- , und Zentnersammlung werden noch weiterhin erbeten.
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79. DeteMertenoersarmnluug des Kreis- Kriogerverbandes Kirchhai«.
I f. Kirchhain, 5. Juni. Die heute in I der Zeit von 1 bis 5 Uhr tagende Dersamm- I tag war von 126 Kameraden besucht und | fand im Saale des BahnhofshotÄs Zipfel I statt. Der Vorsitzende. Oberstleutnant a. D. I Frhr. Schenck $x Schwerusberg-
■I Burg, eröffnete die Verhandlungen mit I einer Ansprache, in der er die innere und I äußere Rot unseres Voiles zeigte, aber auch I den Wen WBen befmtbcte, oH bi^et Röte I Herr zu werden. Der von dem Schriftführer, I HoupÜehrer Fior, oorgetrogene Dechand- tays bericht über bee letzte Tagung vom 31.
I Januar d. 3s. fand aSseitige Zustmrmung. Der Kassenführer, Ho HI-Kirchhain, erstattete den Kofsenbericht, weicher zwar der
I aSgememm wirtschaftlichen Loge entsprechend I aber demwch ofe günfttg bezeichnet werden I kann. Aus dem Geschäftsbericht seien I folgende Zahlen mchgeteSt: Der Verband
lohde-Ausstelluug im Kunstinsti- tut statt. In liebenswürdigem Entgegenkommen hat sich Herr Dr. Kippenberger bereit erklärt, die Führung zu übernehmen. Die umfangreiche Ausstellung der Werke Wbelohdes. der vielen «och in persönlicher Erinnerung and unvergeßlich ist, dürfte regstem Interesse begegnen.
meist« wurden durch den Vorsitzende« überreicht. Auf dem Gebiete der Kpffhäuser- Jugendgrnppen steht «ns«. Verband mit 10 Gruppen au erster Ste®e in unserem Regierungsbezirk. Der Kreisleiter, Kam. Kkehm- Salsdorf konnte einen erfreulichen Rückblick geben und zeigte die Autzaben der nächsten Zukunft: Steltag einer Staffel zum Stafet- tenlauf nach Dortmund zu» Reichskriegertag unb Wettkämpfe « RiederKe« am 4. Sep-
Rarbursrr SauZfraornverein C.L.
Am Dienstag, dem 23. Mai, fand bei Fröhlich im Gasthof „Stadt Straßburg" ein Hausfrauennachmittag des Marburger Hausfrauenvereins e. V. (Reichsverband) statt, zu dem die Firma Ronnefeldt den vorzüglichen Tee gratis gestiftet hatte. Frau Krück erstattete als Delegierte Bericht über die Wetzlarer Tagung. Frau Strecker legte Rechenschaft ab über die Arbeit und Leistung des Vereins in der Winterhilfe. Die schon seit 2 Jahren bestehende Pfund- und Zentnersammlung wurde im Winter ganz in den Dienst der allgemeinen Wohlfahrtspflege gestellt. Die Mitglieder des Vereins haben in aufopfernder Weise allmonatlich ihre Pfunde gegeben. Besonders sei ehrend der so außerordentlichen Freigebigkeit von Frau Fabrikant Niederehe gedacht. Herr Schmidt am Wehr hatte die Werbeplakate für die Pfund- und Zentnersammlung für die Geschäfte gänzlicb kostenlos mit seinen Schülern hergestellt. Besonderer Dank wurde der Kaufmannschaft ausgesprochen für die große Unterstützung, die durch das Aushängen der Sammellisten in den Läden während des Winters und auch jetzt weiterhin zum Besten der Bedürftigen durch- geführt wird. Die Gaben wurden, wenn nötig, in eigens beschafften neuen Tüten eingefüllt. damit die Lebensmittel sauber in die Hände der Empfänger kamen. Von dem Ausstellungserlös des Vereins konnten 600 Zentner Briketts gekauft und ver- terlt werden. Weihnachten wurden 52 Kleinrentnerinnen durch besondere Weihnachtsgaben eine Weihnachtsfreude bereitet. Für Kinder, die im Luisabad bestrahlt würben, stellten 9 Mitglieder des Vereins Mittagstische zur Verfügung. Der Verein trug Sorge für die Ausgestaltung der Verpflegung im Anschluß an die Bestrahlung zur weiteren Stärkung der Kinder. Mitglieder des Vereins waren in allen Zweigen der Winterhilfe in solcher Aufopferung tätig, daß es dem Verein zur hohen Ehre gerercht. Durch die Pfund- und Ztr.- Sammlung des Vereins wurden der Win- terhrffe zugeführt: Obst 164 Ztr., Gemüse 169 Ztr., Kartoffeln 250 Ztr.. Kohle und
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teSnehm« 1914/18, 21 KriegÄeSnehmer aus früheren Kriegen, hierunter 114 anerkannte Kriegsbeschädigte. 3n 18 Verein«, die sämtlich eigene Schiebstände haben, wird eifrig dem Schietzsport gehuldigt. Die Vereine tofittea int abgekrnfenat Jahre 917 Mark Uuterftützukw an bedürftige Kameraden, Witwen und Waisenkinder. Für TeSnahme an dem ReichÄriegertag « Dortnnta wurde eifrig geworben. Den Bericht über den Ab-
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und Wokdeck am 7. «Mb 8. Mal in Hersfeid erstattete Kam. Flor. Stadtförster Otto- Ratftadt aks Leiter des Fechtwesens gab einen lleberöück flbet die feit 1926 getestete Sammeltätigkeit, die den Betrag txwt 1000
Holz 706Ztr., Erbsen 832 Pfd., Bohnen 615 Pfd., Linsen 306 Pfd., Reis 619 Pfd., Mehl 332 Pfd., Rudeln 60 Pfd., Hafer 241 Pfd., Graupen 32 Pfd. Eries 45 Pfd., Zucker 104 Pfd., Dörrobst 120 Pfd., Fett 383 Pfd., Tee, Kakao 122 Pfd. Kaffee 76 Pfd., Milch 1292 Liter, Fleisch, Wurst 40 Pfd.. Fisch 50 Pfd., Honig. Gelee 27 Pfd., Seifeiqmlver 270 Pfd., Käse 255 Stück., Brot 148 Laib.
Verlag Dr. C. Hitzeroth. Hauptschrfftleiter und verantwortlich für Politik und Feuilleton: Dr. Ernst Scheller; für Kommunalpolitik, Provinz und Lokal«! Lothar Schneider, sämtlichmMarb«a.
Radfahrer vom Motorradler überrannt.
Gießen, 6. Juni. Der 19 Jahre alte Otto Kraft aus Wissmar (Kreis Wetzlar) wurde gestern abend, als er hier eine vielbefahrene Straße auf seinem Fahrrad bergab fuhr, von hinten von einem Motorradler überrannt und vom Rade auf die Straße geschleudert. Der junge Mensch blieb bewußtlos liegen und mußte mit einem Schädelbruch der chirurgischen Klinik zugeführt werden. Der Motorradler fuhr ohne Rückfichtnahme auf sein Opfer kaltblütig davon und konnte bis jetzt noch nicht feftgestellt werden.
Motorrad gestohlen «ad ans der Macht schwer verunglückt.
Schotten, 6. Juni. Auf der Landstraße Schotten-Nidda zwischen Schotten und Rairod rannte gestern nachmittag ein von Schotten kommendes, mtt zwei Leuten aus Büdingen besetztes Motorrad auf ein in Richtung Schotten fahrendes Auto aus Hechtsheim bei Mainz auf. Während das Auto nur leicht beschädigt wurde, ging das Motorrad vollständig in Trümmer. Der Autolenker, ein Arzt ans Hechtsheim, blieb unverletzt, dagegen «litten die Motorrad!« schwere Verletzungen und mußten nach hi« in das Krankenhaus erbracht werden; dem einen d« Motorradler wird ein Bein abgenommen w«den müssen. Erst etwa 2 Stunden nach dem Unglücksfall stellte stch heraus, daß die beiden Motorradi« ans Büdingen das Motorradin Schotten aus d« Scheune eines Gafshausgrundstückes gestohlen hatten und sich mft der Maschine auf der Flucht befanden.
Sechstagerennen.
Frankfurt a. M. 5. Juni. Als Anfangs Februar in bet Fefthalle das Sechstagerennen stch abwickelte, kam man hru- t« einen Eintrittskartenschwindel und bei ein« Nachprüfung stellte sich heraus, daß unt« den abgegebenen Kartenabschnitten sich solche mtt gleichen Kou- trollnummeru befanden, der untrüglichste Beweis, daß hi« etwas nicht in Ordnung war. Es wurde ermittelt, daß in der Druckerei, die die Karten herstellte, sich der Schriftsetzex d« den Satz entworfen hatte, etwa 400 Karten aneignete.
Er war mit einem Straßenwätter bekannt, d« stch au den Kartenverkauf machte. Er fteltte sich in der Nähe der Festhalle auf, bot Passanten Katten an und hatte dabei immer nur wenige im
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Kreis Mardvrg
I Wehrshausen, 6. Juni. Große Hei- I ierfert erregte hi« ein Vorkommnis, das sich I am Hellen Sonntagnachmittag, gegen 3 Uhr, I dicht vor unserem Otte «eignete. Kommt I da ent jung« Mann des Weges und hört, datz sich im Kornfeld etwas bewegt. In der
I Meinung, es handle sich vielleicht um einen I Hund oder eine Katze, »«sucht « mit einem I Steinwurf der Sache auf den Grund zu I gehen. Plötzlich fühlt « einen heimtückisch I aus dem Hint«halt geführten Stotz und sieht nun zugleich, datz ein Rehbock eiligst wieder im Feld das Weite sucht. Nun entdeckt der
I Aermste auch, datz d« jedenfalls einmal ver- nnmbetc Bock ihm mit seinem Gehörn in unmittelbar« Nähe des zum Sitzen nötigen Hinterteils die Sonntagsnachmittagsspazier- gangrhose total aufgettssen hatte. ,,W« den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen." Dies Sprichwott bewahrheitet sich hi« wied« einmal.
x Kreis Kirchhain
Lchverarbeitsgemeiuschast. — Besucht die Marburg« Festspiel«.
I Kirchhain, 7. Juni. Am 4. d. Mts. fand hn Hotel Mosebach die Tagung der L. A. E. statt. Durch die gleichzertige Anwesenheit des Herrn Landrats Beaucamp und des H«rn Schulrats Dr. Clotzner- Marburg «hiett die Beratmrg einen besonderen Eharatt«. da hindurch Gelegenheit zur Erötterung wichtig« dienstlich« Angelegenheiten in mündlicher Rücksprache gegeben war, die auch in ausgiebigster Weise ausgenutzt wurde. Die Verhandlungen betrafen z. B. die diesjährigen Bezirkstage für die Reichsjugendwettkämpfe, die Beschaffung von Lehrmitteln und die Geldnot d« Gemeinden, die Bekämpfung der Tuberkulose, die Ausbildung weiblich« Jugendlich« in künst- l«isch« Stickarbeit für hessische Trachten usw. Danach «hielt He« Lehrer Burg- Hardt-Momberg das Wott zu seinem Bor - frag: Die Problematik bes Lehrplans, I Test II: Die Bildung im allgemeinen und in tfottt Bedeutung für die Schule. Die Weiterführung d« Gedankengänge des Redn«s übernahm He« Schulrat Dr. Clötzner- Marburg. — Im geschäftlichen Teil nahm I die Lehrerschaft mit besonderem Bedauern Kenntnis von dem Umstand, datz He« Ober- regienmgsrat Kelln er das Dezernat für die Schulen des Kreises Kirchhain abgegeben habe. He« Obe«egierungsrat Kellner ist bei der Lehrerschaft des Kreises sehr beliebt, sein Scheiden wird von ihr schmerzlich empfunden. — Der Besuch der Marbur- I ger Festspiele, d« durch die Vetteilung der vom Marburg« Verkehrsamt üb«sandten Plakate und W«beblätter angeregt wurde, soll durch die Lehr«schaft in den Gemein- I den und Schulen empfohlen werden und I wurde vom Herrn Schulrat Dr. (Höfen« I warm befürwortet. — Am 11. und 12. Juni I findet eine heimatkundliche Wanderung durch I den Kellerwall» statt. — Das Preutzische Statistische Landesamt hat für ferne Feststellungen Erhebungsbogen ausgeschickt, welche I zu beschleunigt« Ausfertigung herumg«eicht I wurden. — Die nächste Tagung findet am 8. I Juli in der Schule in Kirchhain, vormittags 9 Uhr. in Form ein« Ganztagung und hn Verein mit den Junglehrern statt. He« I Schulrat Dr. (Höfen« wird eine dreistündige Musteriettilm üb« die Gefahren des Alkohols halten.
, temb«. Uns« Vertrag mit d« Allianz, d« I uns jährlich rund 2500 Matt abwirft, wurde nachdrücklichst empfohlen. Kam. Först« G e y g e r-^Schweinsberg berichtete eingehend üb« den Schietzspott. In diesem Jahre soll ein allgemeines V«bands-Preisschietzen mit Wehrmannsbüchsen und ein solches mit Kleinkaliberbüchsen stattfinden. Um 5 Uhr konnte d« Vorsitzende die Verhandlungen mit dem Dank an alle Teilnehmer für ihr Erscheinen und treues Aushalten schließen.
Mann btt Sanitätskolonne.
r. Rauschenberg, 5. Juni. Schrille Pfiffe durchschwirtten den frühen Sonntagmorgen: Alarm d« Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz. Am Marmplatz ist die Kolonne schnell versammelt. Auf d« Sttatze Sindnsfeld—Rauschenberg hat sich ein Kraftwagenunfall «eignet. Vi« Personen sind dabei verletzt worden, einige trugen schwere Verletzungen davon. Das wat der Grundgedanke der Hebung, die unerwartet vom Bezittskolo-nnenbeirats-Mitglied Hill- berg« in Marburg in Verbindung mit einer Radfahrergruppe d« Sanitätskolonne Marburg angesetzt war. Die notwendigen Geräte sind rasch ausgegeben, und mit Kraftwagen, Kraft- und Fah«ädern ist die Kolonne in kurzer Zeit fast vollzählig an d« Unfallstelle eingetroffen. Dort beginnt die eigentliche Arbeit. Notverbände sind anzu- legen. Die schweren Verletzungen oerl'angen sorgfältige Arbeit, die zugleich schnell o«- richtet w«den mutz. An den Abtransport zum Verbandsplatz schliefet sich die Kritik des Kolonnenarztes Dr. med. Henkel, hier. Ko- lonnenbeiratsmftglied HKlberger ergänzte dessen Ausführungen vom Eesichtspunft des Organisationsleiters. Die Schlagfertigkeit d« Kolonne wurde hervorgehoben. Reben d« Verwertung theoretisch« Kenntnisse in praktischer Arbeit bot die Hebung wertvolle Anregungen zu fortschreitend« Tätigkeit hn Dienst des Roten Kreuzes, dessen Seifhmgen allgemeine Unterstützung zum Besten des Volksganzen o«dienen.
r. Rauschenberg, 5. Juni. Am Dienstagabend findet eine öffentliche Sitzung der Stadtverordneten statt. Auf der Tagesordnung steht die Beratung des Voranschlages.
-o- Aus dem Ohmtal, 7. Juni. Durch das Regenwetter der letzten Tage sind Ohm, Wohra und Klein «heblich gestiegen. Alle Gräben sind bordvoll. Es wäre zu wünschen, wenn bald ttockenes Wett« eintreten würde, beim das Gras ist reff zum Schnitt. D« teils heftige Regen hat dem
• National-Sozialistische Be- trtebszelle« - Organisation
Öt. 6. B. O.) Man schreibt uns: Am Freitag, dem 10. Juni, abend 8V. Uhr, hübet rn den SteinwegsSleu eine ö ff e n f liche Versammlung statt. Pg. Eisenbahu- wttenarbeiter Stock-Kassel spricht über das Thema „Der gewerkschaftliche und politische Kampf des deutschen Arbeiters". Pg. Stock -st als Letter der Nationalsozialistischen Betriebsgruppe „Deuffche Reichsbahn" ht allen gewertschastlichen und politischen Fragen unterrichtet. Diese Versammlung ttird mithin jeden Arbeiter und Angestellten interessieren.
. * Bisher 25386 Beschäftigte L® freiwilligen Arbeitsdienst, ^ach den neuesten stattstischen Erchebungen Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung and Arbeitslosenversicherung über die Beschäftigung von ArbettsdienstwMigen im Freiwilligen Arbeitsdienst wurden am 31. März 1932 25 386 Beschäftgte gezählt, und toar 8394 Beschäftigte aus der Arbeits- wsenunterstützung. 8004 Beschäftigte aus
Krisenunterstützung und 8988, die *nte Haupt-Unterstützung empfangen. Von Pf8 Beschäftigten im freiwilligen Arbetts- kanst standen 13 333 im Alter von 21 Jah- und darunter. Bei Maßnahmen zur Hebung der Volksgesundheit wurden 8471, Arbeiten der Vodenverbesserung 3352, 7? Arbeiten, die der Verkehrsverbesserung häuten 3302 und in der Winterhilfe 1182
Besitz. Waren die Karten abgesetzt, dann eilte er zu dem in der Nähe stehenden Schriftsetzer und holte sich von diesem neue Karten. Es wurden an den Renntagen für rund 225 Mark Karten abgesetzt, hiervon bekam der Straßenwärter 75 Mk. und von dem Rest bezahlte der Schriftsetzer seine Mieffchuld. In die Affäre rottrbe noch ein Buchbinder der Druckerei verwik- kett. Dieser ebenfalls bisher unbescholtene Mann hatte einige Karten entnommen und verschenkt ober war selbst damit xn den Rennen gegangen. Das Kleine Schöffengericht verurteilte den Sriftsetzer wegen Diebstahls, Urkundenfälschung und Betrugs zu einem Monat Gefängnis, den Straß enwärter wegen Betrugs und Hehlerei ebenfalls zu einem Monat und den Buchbinder wegen Betrugs zu einer Woche Gefängnis. Den Angeklagten wurde dreijährige Bewährungsfrist gegeben.
Autodiebe mit der Wstyile in bet Hand.
Frankfurt a. M., 6. Juni. Der AutodiÄstahl hat in letzter Zeit nriebet stark überhand genommen, doch ist es bisher noch nicht vorgekommen daß Autodiebe bei ihrer Feststellung stch mit der Waffe zur Wehr setzten. Meistens werden die Wagen gestohlen, zur Schwarzfahrt benutzt und dann irgendwo herrenlos ftehengelaffen. Als aber gestern auf dem Rathenauplatz ein Auto- befitzer seinen gestohlenen Wagen sah und die Burschen festnehmen wollte, zogen biefe Pistolen und bedrohten den Eigentümer. Darauf gaben sie Vollgas und verschwanden. Am Abend konnte der Wagen herrenlos in der Schwanthalerfträße aufge- suuden werden.
300 000 Besucher der DLG.-Ausstellnug.
Mannheim, 6. Juni. Am letzten Ausstellungstag haben wiederum 80 000 Besucher die Ausstellung passiert. Insgesamt wurden 300 000 Besucher an den sechs Ausstellungstagen gezählt. Das schlechte Wetter der letzten Tage beeinttächttgte den Besuch ein wenig, doch ist die Ausstellungsleitung mit dem außerordentlich starken Zustrom aus ganz Süddeutschland sehr zufrieden. Mannheim ist damit an die neunte Stelle innerhalb der bisherigen DLG.-Ausstellung gerückt.
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Roggen «Wnbe« SchadSn ptgefügt. «- kenthalben sieht man große Flächen wie hm- gemäht liegen.
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k Röddenau, 6. Juni. Am Freitag nachmittag und Samstag morgen gingen nt hiesiger Gegend derartig schw«e Eewitte«egen nteb«, daß ein großer Teil des Roggens glatt auf dem Boden liegt. Es regnete zeitweise so stark, daß die Straßengräben kaum die Wassermasien faßen konnten. D« Schaden ist teilweise sehr beträchtlich.
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Abnahme-Prüfung und Gründung der Frei». Sanitätskolonne des Amts Satten berg.
Battenberg. 6. Juni. Nachdem die im August v. I. vorläufig gegründete Freiwillige Sanitätskolonne ihren Lehrgang unter der trefflichen Leitung des Herrn Dr. med. Mnk- 1« in Battenberg beendet hatte, fand am Sonntag, dem 29. Mai, die Abnahme-Prüfung durch den Kreisarzt Henn Medizinaltat Dr. Mehl«, Biedenkopf, statt, die in allen Teilen mit der Note Zehr gut“ »«lief. Um 6 Uhr abends fand anschließend an die Abnahme auf Linds Terrasse die eigentliche Gründung d« Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz Amt Battenberg statt. Als Kolonnen- arzt wurde Dr. Winkler einstimmig gewählt, als Vorfitzend« He« Karl Lind Battenberg, als Kolonnenführer Herr Otto Seip, Battenberg, als Stellvertreter He« F«dinand Zisiel, Holzhausen, als Zengwart He« Karl Beck«, Battenb«g, als Schriftführer H«r Heinrich Jakobi, Battenberg, als Veifitz« He« Heinr. Fallenberger Frohnhausen und He« Stribt«, Battenfeld. Nach der Eründungsvttsammluug fand noch ein gemütliches Zusammensein statt.
0 Bellnhausen, 6. Juni. Den 83 Geburtstag beging der Landwirt Happel.' Der alte Herr «freut sich noch ein« guten Ge- sundheit.
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Dillenburger Finauzeu.
0 Dellend urg. 6. Juni. Der neue Etat der Stadt Dillenburg liegt nun den Stadtverordneten zur Beschlußfassung vor. Der Etat schließt ab in Einnahme mit 1253 650 M und in Ausgabe mit 1315 450 M, ergibt also einen ungedeckten Fehlbetrag von 61 800 JL Die vermehrten Wohlfahrtslasten auf d« einen Seite und die Mind«eingänge an Steuern erbrachten diesen Fehlbetrag. Die Steuersätze sind in der alten Höhe von 1931 geblieben. Die Stadt erhebt die dreifache Bürg«steu«.