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Till Eulenspiegel m Marburg

Sei« erster Besuch am 10. Ami

Wer kennt nicht Till Eulenspiegel? Aus dem deutschen Volksbuche des sechzehnten Jahrhunderts (Erstdruck t. I. 1515), das durch llebersehunaen und Bearbeitungen in das Schrifttum aller mitteleuropäischen Län­der Eingang gefunden hat und bis zur Gegen­wart noch lebendiges Besitztum unseres Volkes rben ist, schaut uns der Schalk auch noch iirs heitere Antlitz. Wird sein Name genannt, dann erinnern wir uns an vergnügte Lesestunden unserer Kindheit, hat ein humorvoller Mensch sein Spiel mit uns getrieben, dann sprechen wir von' Eulen­spiegelei.

Es besteht darüber kein Zweifel, dah ein fahrender, von Sorgen unbeschwerter Vagant, der das Land kreuz und quer durchschweifend mit dem Bürger und Bauern, dem Hand­werker und Pfaffen, mit Höfen, Adel und Fürsten sein Spiel trieb, das lebende Urbild gewesen ist, um das das Volksbuch seine Erzäh- fangen und Streiche gruppiert hat. Will doch die Ueberlieferung mit ziemlicher Ge­nauigkeit wissen, dah er im Braunschweigischen Brren und nach abwechslungsreicher Wan- ahrt durch alle deutschen Gaue zu Mölln im Holsteinschen begraben liegt, und das Ge­dächtnis an _ den tollen Schalk ist in vielen Städten Niederdeutschlands in Denkmalen, Brunnenfiguren, ornamentalen Köpfen und Ortsbenennungen für kommende Geschlechter festgehalten worden. Sogar mit dem Kaiser hat der Schalk angebunden, hat seine Streiche oft bis auf des Messers Schneide hinaufge­trieben, seinen Kopf mehrmals schon in der Schlinge gehabt: aber immer wieder hat er es verstanden, ihn im letzten Augenblick her- auszuziehen und Lis zu neuem unvermute­ten Auftreten in's Dunkel zu verschwinden.

Wenn man über mancherlei grobe Derbhei­ten des alten Volksbuches und seiner zahlreichen Bearbeitungen hinwegsieht, die sich aus der Denkart und Ausdrucksweise mittelalterlicher Zeit erklären, so strahlt diese 'Figur eine weltanschauliche Einstellung aus, die mit dem heiteren Tell unseres Gefühlslebens verwur­zelt ist, den Humor. Was aber ist Humor? Ist er der scharre Witz oder die Schlagferttg- icit, auf eine Frage die richtige Antwort zu finden? Ist es das boshaft komische Wort, der Konttast einer Situation, der uns zum hellen Auflachen reizt? Nichts von alledem. Humor liegt tiefer, er Iaht sich schwer er­klären und beschreiben, er läht sich nur füh­len. Und sobald wir ihm in irgendwelcher

Form im Leben begegnen, schwingt der auf­nehmende Tell in unserer Seele mit. Er ist die unbeirrbare Heiterkett unserer menschlichen Grundstimmung. ist in allen Schichten des Volkes zu finden ohne Rücksicht auf Stand, Weltklughett, gelehtte Bildung oder wirt­schaftliche Lage, er ist etwas Erdgeborenes (Humor hat den gleichen Wortstamm wie das lateinische Hunms gleich Erdreich), er ist warmherziges Fühlen, ist Bildung des Herzens. Jede gradgewachsene, dem Einfluh einer verstimmenden Umgebung widerstehende, die Welt frei betrachtende Persönlichkeit hat Humor. Er ist ein Teil unserer inneren geisti­gen Freiheit und erlöst uns aus der Ver­strickung des Alltages zu einem helleren zu- friedenen Wohlgefühl.

Es ist darum kein Wunder, dah die Figur oder die Idee Till Eulenspiegels als etwas geistig Freies, im Kosmos Schwebendes, von Dichtem und Künstlern gern zur künstlerischen Behandlung gewählt worden ist. Es sei aus neuerer Zeit nur an Lienhard, de Coster, Hauptmann, Schulenburg u. a. erinnert.

Die Marburger Festspiele werden ihr diesjähriges Spielprogramm mit der Ko­mödie Till Eulmspiegel von Harry Vos- berg am 10. Juni eröffnen. Das Stück, ursprünglich für die Vorhang-Bühne des ge­schlossenen Theaters mit Aktschlüssen, Szenen­wechsel und Pausen geschrieben, ist seiner Zeit mit ungewöhnlichem Erfolg besonders in Nie­derdeutschland (Uraufführung in Hannover) gewirkt worden und nunmehr vom Dichter auf Bitte der Festspielleitung für das Spiel auf der Freilicht-Bühne eingerichtet worden, um den andersgearteten Forderungen einer solchen Auffühmng zu entsprechen. Ent­sprechend den gröberen räumlichen Aus- mahen dieser Bühne und der freien grohen Umgebung, in der sie steht, ist dabei auf die ungehinderte Entwicklung der bewegten Volks- und Studentenszenen besonders Be­dacht genommen worden.

Das Stück spielt in Marburg und hat die im alten Volksbuch aus Marburg berich­teten tollen Streiche Eulenspiegels zur Erund- lage seiner HanWna. StndMischer Ueber- mut, Mittelalterliche Gelahrsamkeit, die Zopfigkeit jener Zeit, die Gefühlswelt des Philisters, ein hochnotpeinliches altertümliches Gerichtsverfahren, Ealgennot und fröhlicher Singsang wirbeln in bunten Bildem um den lebenssicheren Schalk hemm, der mit Humor und Herzenswärme in und über diesem Trei­ben steht und es bis zum heiteren Ende führt.

Unmöglich scheint es, durch tnefe brodelnde Wassermaske, durch dieses Gewrrr von Fch jat und Widerwellen hindurchzukommen _ und doch zwingt dieseHölle" nicht ny ein einziges Boot, nein, eine ganze Flottze kommt durch. Wundervoll ist der Ausklmw mtt der Heimfahrt auf sonnenbeschieneneni Wasser. An den eindmcksvollsten Bildern tz der Hochschulring Deutscher Kajakfahrer und der Oesterreichische Kajakverband verdienstlich beteiligt. Wer diesen Fllm besucht, tmti reichlich belohnt. Im Beiprogramm sich man einen prächtigen Farbtonfilm.

Kriminal-Reporter Holm.

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Kamera. Irgendein Kriminalreporter ist auf der Hochzeitsreise und als er eben vor dem Sporthotel in den bayerischen Alpen aussteigen will, fällt der Schutz, der den Anstatt gibt, für die kleine Geschichte. Der Schub fällt aus einem Musikinstmment. m dos ein regelrechter Revolver eingebaut ist - aber das weih man anfangs natürlich nicht. Holm verschiebt die Hochzeitsreise, und stürzt sich in den neuenFall", feinjung es Frauchen hilft ihm dabei als Zofe. Man hat es ver­standen, das Publikum bis zum Schluh si Spannung zu halten, denn niemand errät, wer der Täter ist nur rnuh man die Augen zudrücken bei dieser Kriminalistik, die eben keine ist. Wenn z. B. Kriminalbeamte bei Nacht mit leuchtenden Fackeln den Mörder suchen, dann lacht man, well es zum Lachen ist. So i st auch freiwillig und unfreiwillig für Humor gesorgt. Speelmann spich dm Kriminalreporter fast friedlich und ge- mütlich, Elga Brinkk als Zofe eine kleine Krabbe und Julius Falkenstein in der Rolle des abentmerlichm Professors wirk recht komisch. sr.

Seite WirMMsmeteuimn

r. Frankfurt, 2. Ium. Nachdem e, der gesttigm Abmdbörse wieder eine leichte Befestigung eingetreten war. bröckelten in den heutigen ersten Vormlltagsstundm die Kurse wieder ab. Das Eeschäst ist noch unent­wickelt und die Spekulation ist abwattmd, zu­mal sich noch nicht übersehm läht, ob die Kauflust ber dm Bankm weller anhält. 6s sollen aber auch Verkaufsorder seitens des Publikums bei dm Banken vorliegen. Ver. stimmend wirtte auch die drohmde Reichs- tagsaustösung. Farbenindustrie 92, AltbeW 37,7538, Neubesitz 3, Salzdethfurt 158» Reichsbank 118,50, Lloyd 13,25.

r. Berlin, 2. Juni. Die Marktlage

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Haydn-Feier in der Volkshoch- schule. Auf die berells angezeigte Haydn- Feier, die heute um 20.30 Uhr m der Aula der Elisabeth schule stattfindet, wlld hierdurch nochmals empfehlmd hingewiesen. Professor StephanisEinführung in das Le­ben und Schaffm Haydn's" wlld durch zwei der schönstm Streichquartette des Meisters illustriert werdm, mtt betten uns jugendliche Marburger Künstler erfreuen wollen. Das eine derselben ist das berühmteKaiserquar- tett" (Gott erhalte, Gott beschütze Deutsch­land, Deutschland über alles).

* A. So D. O. ©eit einigen Monaten besteht innerhalb der Rationalsvziallstischen Deutschen Arbeiterpartei (ASDAP.) die Aatilmalsaziallstifche Betri^Szellen-Orga- nisatllm (Ot. ©. B. O.) Die ASBO. hat sich Mr Aufgabe gemacht, alle deutsch gesinn­ten Arbeiter und Angestellten zu erfassen, deren Interessen zu vertreten, und außer­dem in jeder Hinsicht bildend zu Witten. Am Freitag, dem 3. Juni, abends 8.30 Ahr findet im Saale der Lahnlust, Wehrdaer Weg ein Schulungsabend statt. Aeuburg spricht Wer das Pro­gramm der ASDAP. Aicher den Mit­gliedern der AGAO. können alle übrigen Parteigenossen und Parteigenossinnen der ASDAP. teklnehmen. Sympathisierende können durch Pg. eingefühtt werden.

Kreis-Kriegerverband Mar­burg. Aus gemeinnützigen und kulturellen Gründen werden die Änegeroereine des Ver­bandes aufgefordert, die Marburger Fest« spiele 1932 zu besuchen. Einzelheiten teilt die Oberhessische Zeitung mit Wenn die Ver­eine durch Bildung von Eruppenbesuchen Er- mähigungen erlangen wollen, werden sie er­sucht, sich wegen Bestellungen, Preise usw. mit dem totabtoerfe^rsamt (Fernsp. 1200 und 1236) und Verkehrsbiiro in un­mittelbare Verbindung zu setzen. Dort werden bereiiwilligst alle Auskünfte erteilt.

Tagesauzeiger.

Donnerstag, den 2. Juni.

Cafe Mattees, Rtttgasse: Ab 20 Ahr: Konzert.

Cafe Vetter, Reitgasse: Ab 20 Ahr: Efim Seidel mit seinen Iazz-Shmphonikern.

RestaurantDaub, Franksutter Str.: 20 Ahr: Konzett mit Tanzeinlagen.

Stadtteller: 20 Ahr: Kmrfllettvnzert, Maximilian von der (Sachen und seine Künstler.

Capttol, Diegenstraste: 17 und 20.15 Ahr: »Die Wasserteusellsi

Kamera, Kasernensttahe: 17 u. 20.15 Ahr: ^Krmrinalreporter Holm".

Marburger Hausfrauenverein e.V.: 20.15 Ahr in den Stadtsälen: Koch-, Ginmach-, >Drat- und Backvorführungen.

Dollshochschule .-20J30 Ahr in der Aula der Msabtthschmle: Haydn-Feier.

O. H.G.V.: 20,30 Ahr bei Freidhos, Bor­saal: Monatsverjamnckmg.

Filmfchau

Die Wasserteufel von Sieflau".

Capttol. Ein Reigm wunderschöner Bilder. Die Handlung ist einfach. Sie darf fich's erlauben. Eine kleine Liebesgeschichte und em bißchen Eifersucht. Prachtvoll am Anfang die Nordfeeaufnahmm, vom Faltboot aus gedreht. Diese Jungens nehmen es mtt der Beherrschung ihrer Boote schon mit ihren Lehrmeistern, den Eskimos, auf. Man sieht, wie der Kajakmann sein lleines, flintes Faltboot ht schwerstem Seegang über die meterhohen Wellen jongliett, wie das Boot die See emporllettett, eine Sekunde Bug und Heck frei schwebm und dann hinter item tchwarzen Wellenberge verschwindet. Hervor­ragend sind die Bilder von der Fahtt der Faltboottruppe durch die Gebllgstäler, groh- artig gelungen die Aufnahmen der Kajakfah­rer, die tollkühn mit ihren leichten Booten durch die brandende Gischt des reihenden Ge­birgsbaches ihren Weg bahnen. Unseren Paddlern wird das Herz aufgeben ber der Fahtt durch das Ennstal und den Salzarechen.

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am Produktenmarkt ist noch unverändert. Das Angebot in Brotgetterde ist unver- Sndett. Lieferungspreise für Wei­zen für Oktobersicht um 4 RM. ermäßigt, Roggen 1 RM. niedriger. Hafer ebenfalls 1 RM. niedriger gehandelt.

Schlachtvwimarkt Frankfurt a. Ä

2. Juni mittags 12 Uhr. (Vorberichü

2. «alber:

beste Mast- und Saugkälber mittlere Mast- und Saugkälber geringe Kälber

4. Schweine:

Fettschweine über 300 Psd. Lebendgewicht

vollfleisch.Schweine v. ca.240300 Pf.Lbdg. 373 vollsleisch.Schweinev.ca.200240PfLbdg. . 374t oollsteisch.Schweinev.ca.160 200 Pf.Lbdg. 36-3 fleischige Schweine r>. ca.120160Pf.Lbdg. 313 fleischige Schweine unter 120 Pfd.Ldbg.

Sauen

Auftrieb: 115 Rinder, 1055 Kälber. N Schafe, 656 Schweine. Marktverkauf: Käl­ber und Schafe mittelmäßig, Schwei« ruhig.

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Der neue Nlze-Wlizeivrandent

!Regierungsrat L. Schönh, der bis­herigeCßi^e im Kasseler Pollzeipräfl- dium, hat, wie die ^Kasseler Post" meldet, Kassel endgültig verlassen, um sich im Polizeipräsidium zu Köln die Lorbeeren zu verdienen, die ihm trotz seiner 2V-jährigen wirkungsvollen" Tätigkeit in Kassel ver­sagt blieben. An seiner Stelle zog gestern der neue Wann im Polizeipräsidium am Königstor ein, Oberregierungsrat Mer» genthaler. Im Gegensatz zu seinem nach Köln versetzten Amtsvorgänger ist Oberregierungsrat Mergenthaler int Staatsdienst groß geworden und genießt den Ruf eines befähigten Verwaltungs- Fachmannes. Oberregierungsrat Mergen­thaler ist ate gebürtiger Pfälzer bay­rischer Staatsangehöriger. Er wurde am 18. Januar 1866 in Pirmasens geboren Und gehött dem evangelischen Bekenntnis an. Am Weltkrieg nahm er aktiv als Oberleutnant der Reserve Und Patterie- fichper teil. Sett Anfang dieses Jahres wird Oberregierungsrat Mergenthaler probeweise im preußischen Staatsdienst be­schäftigt. Bor seinem Dienftantritt in Kas­sel leistete er Dienst im Polizeipräsidium Berlin. Auch seine hiesige Tätigkeit als Wachfolger Schönhs erfolgt, wie wir zu­verlässig erfahren, auftragsgemäß aus Probe, von der seine endgültkge Aeber- uahme in den preußischen Staatsdienst ab­hängig ist. Politisch sieht Oberregierungs- rot Mergenthaler der Demokratischen Par­tei (also der heutigen Staatspartei) nahe.

* Der 400000. Badegast. Gestern besuchte der 400 000. Badegast stud. med. Günther Nolte (Burschenschaft Arminia), das Hallenbad. Herr Nolte erhielt als Prämie eine Halbjahrskatte füt den Be­such des Lursabades.

Zur letzten Stadtverordneteu- kitzung ist natfeutmgen, daß bei der Ab­teilung Grundsteue r der Stadtverordnete Schneider dagegen protestiette, dah man die unbebauten Grundstücke zu dem gleichen Satz von 400 Prozent, rote bei bebauten Grundstücken, belastete. Der Durchschnitt in Preußen für bebaute Grundstücke beträgt 280 Prozent. Makbnrg überschreitet diesen Satz um 120 Prozenk. Herr Schneider ersuchte, die unbebauten Grundstücke höchstens mtt dem Durchschnittssatz von 280 Prozent bei der Not der Lage zu belasten. Ferner bemerkte er bezüglich der landwirtschaftlich und gärtnerisch genutzten Grundstücke, dah nach Artikel 1 § 1 her Preußischen Verordnung zur Senkrmg der Reallteuern vom 26. 3. 1931 diese Grund­stücke höchstens mtt 271,25 Matt belastet wer­den Dürfen.

* Bühnenbildner Mertz für die Marburger Festspiele ver­pflichtet. Für die Festspiele, die am 10. Sinti mft der Ausführung desTill Eulenspiegel" beginnen, ist mit der Aus­stattung der Bühnenbilder und Kostüm- cntiDürfe Bühnenbildner Franz Mertz, der bereits im letzten Jahre in Marburg war, betraut worden. Mertz der in Düsseldorf beheimatet ist, ist im letzten Jahre durch seine Tätigkeit an dem Berliner Staats­theater, bem Nationaltheater Berlin und durch seine Zusammenarbeit mit Heinz Hilpert, dem jetzigen Direktor der Ber­liner Volksbühne, hervorgetreten.

* Vortrag über Christentum des Grales. Am bunmenden Freitag, dem 3. Ium, 2OJ.5 Uhr, spricht der durch seine Schrift« und Aufsätze in wetteren Kreisen bekannte Rudoff Meyer-Breslau in einem öftmSichen Vortrag zum llHema:Richard Wagner als Bote des Eralschristentions". Der Vortrag fit zugleich ein Beitrag zur Frage »ach dem Verhältnis von Deutschtmn Md Ehristentilm. Der Vortrag findet auf Einladung der Ehristengememsämst, der Be­wegung für rdigiöie Erneuerung, statt. Un> oerfität. Hörsaal 12 (Eingang Reitgasse).

* MkLKtärkwuzert in den Stadt- fttlen. DaS Musikkorps des hiesigen AuSbÜdvngsbataillons unter Lettung von Obernrusikmeister Pfrieme gibt am Kettag in den Stadtsäleu wieder eines feiner be= liebten Konzerte. Für den ersten und zweiten Se3 ist ein auserlesenes vvlkstüm- Lhes Programm vorgesehen. Der dritte Dell sieht G^ellschaststanz vor, wobei zwei Kapellen spielen werden. Am aöen den Besuch zu ermöglichen, ist der Ein- rttttSpreiS recht niedrig gehakten und für Rtttttär, Studierende and Familien von drei Personen an nochmals ermäßigt. tzSirihe Jnferat.) Bei günftiyr Wrtte- tttng findet der erste Dell im Gatten statt.

, Führungen der Lolkshoch- kchole. Professor Dr. Claußen hat tzch fremü^chst berett erklätt, in den näch­stem Wochen die Hörer der Volkshochschule mindest«» viermal durch den Botani­schen Garten zu führe«. Die Teilneh­mer werden gebeten, stch bis auf weiteres an den Dienstag- und Donnerstagnach- nrittagen, beginnend am 7. Juni, nm 17.30 Uhr vor dem Botanischen Institut einzufinden. Bei Regemoetter findet die Besprechung im Hörsaale statt. Bei der zweiten Befichttgung wird eine Gebühr von 1 Matt erhoben. Am nächsten Mon­tag wird noch einmal durch eine Anzeige daran erinnert werden

vbecheMche Settimg, Marburg c. £.. Donnerstag, den 2. Juni 1932