126
MM
y
rt
rt
ein Nein
Endlich
Der deutsche Vertreter verläßt den Lustfahrtausschutz
Genf, 1. Sinti. Der Unterausschuß des
Stimmen des Auslandes
Ein notwendiger Umschwung
zendberitf
Pressestimmen
28. Drof
Die
haben. Da der französische Vertreter es mehrfach ablehnte, in seinen Entschlie'gungsentwurs die Vorbehalte der deutschen Delegation a»s
dciraus ziehen.
SenncrSlog, »tn 2. Juni 1932
8Rnr6ntott ÄMlmMer
St. 127 «r.zohrs. Marburg a. Sahn
ten Lander gestellt werden verzichtete der deutsche Delegierte aus weiter «Mitarbeit in diesem llnterausschnh und behielt sich einen Generalvorbehalt zu der französischen Resolution vor.
s 3 7 s
S Ä o s S
Redaktion von 10—11 und */,l—1 Ubt-
iliert. 50.- birn-
180.- ink
3082
'S
Die Ernennung des neuen Kabinetts.
Reichspräsident von Hindenburg hat gestern Herrn vonPapen zum Reichskanzler ernannt.
Gleichzeitig wurden folgende Mitglieder des neuen Kabinetts ernannt:
Freiherr von G a q l zum Innenminister
General von Schleicher zum Reichs- wehrminister
Dr. Warm bald zum Reichswirtfchafts- minister
Freiherr von Braun, Reg.-Präfident a.D.. zum Minister für Ernährung und Landwirtschaft und gleichzeitig zum Ost- kommisiar
Eltz von Rübenach zum Reichspost- und Berkehrsminister.
Die Ernennung der übrigen Kabinetts- Mitglieder erfolgt heute.
Äberhessische 3cituno
Bet «n)eigan>ttU betrag, ft* »en 11 gefpalt. ZeilenmNNmeter 0.08 ®=OU Famtlienan,eigen bei BaqofcL 0.07 SM.. amtL u. an* wa*ttge4dq.0.10«M. Sog. klein, Anzeige» nach SheiiaItar!f.Srun»- schrist: Solonel. Bei schvierig.Satz. sowie bet Platzdorschrift 50*U Aufschlag. — Sannnelanzeigeo 100*1« Aufschlag ReNan>.-MMK». 0.40 SM. Srundschrift, Petit, gebet Rabatt gilt al« Barrabatt. Ziel 5 Tage. Offerten-Gebühr: 25 Pfg- bet Zustellung der Angebote eiuschl. Porto —.60 SM. Belege werben berechnet. Erfüllung«»« Marburg.
libt
!S . re ndheitl* nur eil ewohf
Ire eräug* d Leb» idose -lußbs» schwe» TtiältH0* siebe' lilhaue'' Tro in®;
mit dem Kabinettssturz unterbrochene außen- und innenpolitische Gesamtwerk soll jetzt politischen Experimenten ausgesetzt werden. Weil die Parteikräfte her Opposition sich weigern, politische Verantwortung zu übernehmen, werden jetzt Zwischenlösungen angestrebt. Solche Verlegenheitslösungen sind keine „nationale Konzentration". Sie bieten auch keinerlei Bürgschaften für die Fortführung einer, äußeren und inneren Politik, wie sie bist Zeitumstände gebieterisch verlangen.
Aus solcher Überzeugung heraus lehnt die Zentrumsfraktion di« Zwischenlösung ab."
Weiter wird von der Reichsparteilei- tuna des Zentrums mitgeteilt: Ohne den persönlichen wenn auch fachlich nicht vertretbaren Motiven nahezutreten, aus denen heraus Herr von Papen sich subjektiv veranlaßt fühlte, den bekannten Schritt zu tun, stellte die Zentrumspartei fest, daß sein Entschluß im bewußten Gegensatz zur Parteileitung erfolgt ist. Die sich daraus ergebenden Folgerungen liegen ohne weiteres klar.
Ejue Erklärung der Bayerischen Volks» partei.
In der Bayerischen Volkspartei-Korrespondenz wird eine Erklärung der Bayerischen Volkpartei veröffentlicht, die sich inhaltlich Kit der Veröffentlichung des Zentrums deckt.
Flugzeuge auf Gruud ihrer Wirkfan-keit gegen die nationalen Festungen beurteilt werden soll, zusammen. Rach diesem Kriterium würde» fast sämtliche Militärflugzeuge überhaupt keine» Offensiv charakter
Die „®«rmania“ meint zwar, die Ernennung sei wenigstens insoweit zu begrüßen, als in dieser kritischen Zeit, in der selbst für einige Tage eine verantwortliche Und handlungsfähige Regierung nicht zu entbehren sei, eine gefährliche Lücke geschlossen worden sei, tritt aber im übrigen entsprechend der Haltung der Zentrumspartei dem neuen Kabinett sehr krittsch gegenüber. Wenn es gestern wahr gewesen sei, so sagt das Blatt, daß das Kabinett Brüning einer wachsenden Bolksmejnung weichen und aus ihr heraus mit neuen Männem eine neue Regierung geschaffen werden muhte, dann müsse man heute feststellen, daß die jetzt gefundene Lösung dieser Wahrest von gestern keineswegs ent-
„Die Vorgänge der letzten Tage, die zum Rücktritt des Kabinetts Brüning geführt und im Lande stärkstes Befremde« hervorgerufen haben, fanden einmütige und schärfste Verurteilung.
Unmittelbar vor zielsicher vorbereiteten internationalen Verhandlungen haben leichtfertige Intrigen verfasiungsmäßig unverantwortlicher Personen hoffnungsvolle Linien einer in großem Zusammenhang eingeleiteten Aufbaupolitik jäh unterbrochen und den wirtschaftlichen unb sozialen Existenzkampf aller Gruppen bes beutschen Volks wesentlich erschwert. Das
Desgleichen ist die Führung einer Außenpolitik gefährdet, die zu einer Wiederherstellung des Bettrauens (?) und der notwendigen internationalen Zusammenarbeit (?) führt. Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion, entschlossen, gegen alle sozialreaktionären Anschläge, gegen alle inflationistischen Erperimente und gegen alle Angriffe auf die Verfassung und die Demokratie den Kampf zu führen, steht der sich bildenden Regierung mit schärfstem Mißtrauen gegenüber und wird alle parlamentarischen Konseguenze"
nunmehr erfolgte Ernennung des Herrn von Papen zum Reichskanzler wird von den Mvrgenblättern allgemein sehr ausführlich besprochen.
a; S
■
tfen.
Anzeiger für (das frühere kurhefsifche) Oberhefsen Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg
,t« .ObetbeflW Seitung- et- Meint sechsmal wöchentlich. Be> »ugsprei« monatl. i. Marburg 2.02 ®9R. ausschl. ZustellungSgebühr, »ei unsren Agenturen 1.93 SM. przügl-ZustestellungSgebühr, durch y« Post 2.25 GM. Für etwa durch Streik, Waschtnendefekt obe, elementare Ereignisse auvfallenbe gZumment wirb tetn Ersatz geleistet. Verlag, Dr. §. -itzervch. Druck der Unib-Duchbruckeret Aoh. Aug. Koch, Markt 21/23. Aernsprechert Jir. 54 unb Ikr. 55. Postscheckkonto: Amt Frankfurt «. M. Rr. 5015. Sprechzeit
„Eorriere della Sera- zur Bildung der Reichsregierung.
^Eorriere della Sera" wendet sich gegen die AebertreLdung der Gefahren und gegen die alarmierende Auslegung, die ein Dell des Auslandes der inneren Sage Deutschlands gibt. Den anscheinend so wirr durcheinandergehenden and so düsteren Ereignissen liege durchaus eine vernünftige Entwicklnngsknie Mgrunde. Deutschland geht durch eine Kttse. die nicht für Deutschland allein außerordentlich schmerzlich sii. Aber nüt jedem Tage w«hse das Smpfmden, daß es vorwärts gche aus dem Wege zur Stabllttät. Die Demisfnm Brünings, fÄhtt das BTatt ftntt, trügt den Stempel des Willens des Reichspräsidenten dm großen und ganzen läßt sich sagen, daß eine gewisse innere Verbindung zwischen dem alten und neuen Deutschland bestehen blecht. Der wahre innere Feind Deutschlands ist der Kommw- NMniSmUS. Die FfriedenSvertrSge find keine Papierfetzen und müssen ihre geschichtliche Funktion erfüllen. Aber selbst wenn sie vollkommen sein würden, was ja nicht der Fall ist, wären sie nicht von ewigerDauer. ZSedenfallS würde ein bosiche- wisierteS Deutsthkand viel weniger enchal- ten, als ein nationalistisches.
Keine deutsche Regiervng kau« hotte ohne die Unterstütz»«« der nationalen Strömungen über nmbre Autorität eeb Stabiktät verfügen. Ei« «euer Appell au die «Shk«r, mit de» der Sie, und die Beramoorttlng der Rationalsozinlisten e«d- gülttg wird, erscheint unvermeidlich. Der Rationalsozialismus wird, wen« er erst am b*e Macht gekommen ist, ein Fakt», politischer Aussöhnung und geistiger Ein« 1 heit werden.
Auch die SPD.
Berlin, 1. Juni. Im Anschluß an die sozialdemokratische Fraktionssitzung im Reichstag am Mittwoch vormittag gab die Fraktion folgende Erklärung bekannt.
„Der Sturz der Regierung Brüning, der außerhalb des Parlaments durch unverant- wottliche Ratgeber des Reichspräsidenten her- beigefühtt worden ist, eröffnet eine außerordentlich schwere innen- und außenpolitische Kttse. Die Att der Bildung und der Zusammensetzung der ReichsrVierung ist gegen das Dolksinteresie und gibt keine Gewähr für die Aufrechterhaltung der Sozialpolitik, insbesondere der Rechte der Arbeitslosen.
Diese Erwägungen, so schließt der Artikel, zeigen, wie interessant es für uns und für alle ist, die Ereignisse in Deutschland zu beobachten, aber auch, daß es nicht angezeigt ist, sie zu dramatisieren. Ebenso abfUrd ist eS, wegen der verhältnismäßig langsamen Entwicllirng die Geduld za verlieren, wie das anscheinend bei vielen der Fall ist.
„^Information" über Herrn mm Papen.
In der „Information" schreibt Fernand be Brinon, es wäre eine neue Illusion, etwa schon jetzt $u behaupten, daß die Regierung von Papen keine Autorität haben werde, nm Deutschland auf den großen wirtschaftlichen Konferenzen zu vettreten. Bon Papen fei der Typ eines deutschen Kon- servattven: er sei von Anfang an Mttglied des deutsch-französischen Studienausfchusses gewesen und keineswegs ein Gegner Frankreichs, als den schlecht unterttchtete und m- folgedeffen übelwollende Leute ihn hinstellen wollten. Seine Haltung b$gl. der deutsch- französischen Beziehungen werde sich von der Brünings nicht unterscheiden. Er werde im Jnteresie beider Stationen eine Verständigung wünschen, natürllch zunächst zugunsten Deutschlands, das der hauptsächlich fordernde Tell sei. Er werde die völlige endgültige Streichung der Reparations^chlungen oer- fangen. Bisher habe von Papen hinsichtlich aller dieser Puntte mrfrt wie ein Kriegshetzer, Stellung genommen.
6rnf Schwerin mm Krosigk nach Berlin abgereist.
Paris, 1. Juni. Graf Schwerin von Krosigk, der seit Montag an den Verhandlungen des Finanzsachoerständigenkomitees über die Lage Oesterreichs teilgenommen hat, hat heute abend Paris verlaßen, um nach Berlin
Der Reichstag wird aufgelöst
Das Uebergangskabinett von Papens — Zentrum und SPD. in scharfer Opposition — Tritt der Reichstag noch zusammen?
Das neue Reichskabinett ist durch die gestern abend vollzogenen Ernennungen bis auf folgende Ministerien komplett. Zunächst konnte das Auswärtige Amt aus einem sehr einfachen Grunde nicht besetzt werden. Obgleich die grundsätzliche Zusage des Freiherrn von Neurath aus London bereits vorliegt, muß man natürlich seine Ankunft erst abwarten, 'ehe die Ernennung bekanntgegeben werden kann. Aus den letzten Sätzen der amtlichen Mitteilung schließt man in polittschen Kreisen, daß Dr. Eoerdeler und Dr. Joel für die Mttarbeit im neuen Kabinett nicht mehr in Frage kommen. Für das Justizministerium wird auch bereits der gegenwärttge bayettsche Justizminister Gürtler genannt, der der Deuffchnatio- nalen Volkspartei angehört. Wieweit diese Gerüchte ttchttq find, läßt sich noch nicht nachprüfen. Soweit sie sich auf Dr. Eoerdeler beziehen, kann man mit Bestimmtheit nur sagen, daß noch weiter mit ihm verhandelt werden soll, namentlich im Zusammenhang mit anderen Kombinationen. Weiter ist die Besetzung bes Finanzministeriums noch offen. Da bie Entscheibung über biese Ministerien bereits heute fallen wirb, ist die ganze Kabinettsbildung sogar schneller vonstatten gegangen, als man in maßgebenden Kreisen noch vorgestern erwartet hatte.
Der Mittwoch hstt auch Klarheit über die Einstellung bes Zentrums unb bei Bayerischen Dolkspartei zur neuen Regierung gebracht. Die Erklärung, bie bas Zentrum abends veröffentlichte und bie Versagung bes Reichspostministers Schätze! bestätigten bie Auffassung, baß beibe Parteien in strikte Opposition zmn Kabinett von Papen treten werben. Daraus ergibt sich ein parlamentarisches Bild, in bem bie Reichsregierung feine Mehrbeit bes gegenwärtigen Reichstages hat. Die Ftaktions-Artthmettker haben bemt auch bereits errechnet, baß rnnb 250 Abgeordnete — bie Rechte — für bie Regierung sei unb 320 Abgeordnete einem Mißtrauenantrag ihre Zustimmung geben würben.
Unter diesen Umständen erscheint es wehr als zweifelhaft, ob bas neue Kabinett es überhaupt noch zur Abstimmung kommen lasten wirb. Es wäre denkbar, baß bei Kanzlei gleich nach bei Regierungserklärung bas Auflösungsdekret verliest, aber ebenso möglich ist es auch, baß bei Reichstag überhaupt nicht mehr zusammen- ttiit. sondern bereits vorher eai*
gelöst wirb. Wie bie Auflösung erfolgt, bariibei wirb bie Entscheibung wohl schon in ben nächsten Tagen getroffen werben, sobaß also in bet ersten Hälfte bei nächsten Woche auch in bieser Beziehung vollkoisi- mene Klaiheit geschaffen witb.
Ohne sachliche Prüfung in Opposition!
Die Zeutiumsfiaktio bes Reichstages hat geftem nach mehrstündiger eingehender Aussprache über die politische Lage eine Mitteilung ausgegeben, in bet es u. a. heißt:
Lnstfnhttausschustes trat heute nachmittag zur
Beratung eines französischen Entschliehungs- _ _ .
entwürfe«, in den» der «»griffscharait« der t Mehrn»«, die »om Standpunkt der adgerüste
ll »