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Endlich

Der deutsche Vertreter verläßt den Lustfahrtausschutz

Genf, 1. Sinti. Der Unterausschuß des

Stimmen des Auslandes

Ein notwendiger Umschwung

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Pressestimmen

28. Drof

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haben. Da der französische Vertreter es mehr­fach ablehnte, in seinen Entschlie'gungsentwurs die Vorbehalte der deutschen Delegation a»

dciraus ziehen.

SenncrSlog, »tn 2. Juni 1932

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St. 127 «r.zohrs. Marburg a. Sahn

ten Lander gestellt werden verzichtete der deutsche Delegierte aus wei­ter «Mitarbeit in diesem llnterausschnh und behielt sich einen Generalvorbehalt zu der französischen Resolution vor.

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Redaktion von 1011 und */,l1 Ubt-

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Die Ernennung des neuen Kabinetts.

Reichspräsident von Hindenburg hat gestern Herrn vonPapen zum Reichs­kanzler ernannt.

Gleichzeitig wurden folgende Mitglieder des neuen Kabinetts ernannt:

Freiherr von G a q l zum Innenminister

General von Schleicher zum Reichs- wehrminister

Dr. Warm bald zum Reichswirtfchafts- minister

Freiherr von Braun, Reg.-Präfident a.D.. zum Minister für Ernährung und Landwirtschaft und gleichzeitig zum Ost- kommisiar

Eltz von Rübenach zum Reichspost- und Berkehrsminister.

Die Ernennung der übrigen Kabinetts- Mitglieder erfolgt heute.

Äberhessische 3cituno

Bet «n)eigan>ttU betrag, ft* »en 11 gefpalt. ZeilenmNNmeter 0.08 ®=OU Famtlienan,eigen bei BaqofcL 0.07 SM.. amtL u. an* wa*ttge4dq.0.10«M. Sog. klein, Anzeige» nach SheiiaItar!f.Srun»- schrist: Solonel. Bei schvierig.Satz. sowie bet Platzdorschrift 50*U Auf­schlag. Sannnelanzeigeo 100*1« Aufschlag ReNan>.-MMK». 0.40 SM. Srundschrift, Petit, gebet Rabatt gilt al« Barrabatt. Ziel 5 Tage. Offerten-Gebühr: 25 Pfg- bet Zustellung der Angebote eiuschl. Porto.60 SM. Belege werben berechnet. Erfüllung«»« Marburg.

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mit dem Kabinettssturz unterbrochene außen- und innenpolitische Gesamtwerk soll jetzt politischen Experimenten ausge­setzt werden. Weil die Parteikräfte her Opposition sich weigern, politische Verant­wortung zu übernehmen, werden jetzt Zwischenlösungen angestrebt. Solche Ver­legenheitslösungen sind keinenationale Konzentration". Sie bieten auch keiner­lei Bürgschaften für die Fortführung einer, äußeren und inneren Politik, wie sie bist Zeitumstände gebieterisch verlangen.

Aus solcher Überzeugung heraus lehnt die Zentrumsfraktion di« Zwischen­lösung ab."

Weiter wird von der Reichsparteilei- tuna des Zentrums mitgeteilt: Ohne den persönlichen wenn auch fachlich nicht ver­tretbaren Motiven nahezutreten, aus denen heraus Herr von Papen sich subjek­tiv veranlaßt fühlte, den bekannten Schritt zu tun, stellte die Zentrumspartei fest, daß sein Entschluß im bewußten Gegensatz zur Parteileitung erfolgt ist. Die sich daraus ergebenden Folgerungen liegen ohne weiteres klar.

Ejue Erklärung der Bayerischen Volks» partei.

In der Bayerischen Volkspartei-Korre­spondenz wird eine Erklärung der Bayeri­schen Volkpartei veröffentlicht, die sich in­haltlich Kit der Veröffentlichung des Zen­trums deckt.

Flugzeuge auf Gruud ihrer Wirkfan-keit gegen die nationalen Festungen beurteilt werden soll, zusammen. Rach diesem Kriterium wür­de» fast sämtliche Militärflugzeuge über­haupt keine» Offensiv charakter

Die®«rmania meint zwar, die Ernennung sei wenigstens insoweit zu be­grüßen, als in dieser kritischen Zeit, in der selbst für einige Tage eine verantwortliche Und handlungsfähige Regierung nicht zu entbehren sei, eine gefährliche Lücke ge­schlossen worden sei, tritt aber im übrigen entsprechend der Haltung der Zentrums­partei dem neuen Kabinett sehr krittsch gegenüber. Wenn es gestern wahr gewesen sei, so sagt das Blatt, daß das Kabinett Brüning einer wachsenden Bolksmejnung weichen und aus ihr heraus mit neuen Männem eine neue Regierung geschaffen werden muhte, dann müsse man heute fest­stellen, daß die jetzt gefundene Lösung die­ser Wahrest von gestern keineswegs ent-

Die Vorgänge der letzten Tage, die zum Rücktritt des Kabinetts Brüning geführt und im Lande stärkstes Befremde« hervor­gerufen haben, fanden einmütige und schärfste Verurteilung.

Unmittelbar vor zielsicher vorbereiteten internationalen Verhandlungen haben leichtfertige Intrigen verfasiungsmäßig unverantwortlicher Personen hoffnungs­volle Linien einer in großem Zusammen­hang eingeleiteten Aufbaupolitik jäh unterbrochen und den wirtschaftlichen unb sozialen Existenzkampf aller Gruppen bes beutschen Volks wesentlich erschwert. Das

Desgleichen ist die Führung einer Außen­politik gefährdet, die zu einer Wiederher­stellung des Bettrauens (?) und der not­wendigen internationalen Zusammenarbeit (?) führt. Die sozialdemokratische Reichstags­fraktion, entschlossen, gegen alle sozialreaktio­nären Anschläge, gegen alle inflationistischen Erperimente und gegen alle Angriffe auf die Verfassung und die Demokratie den Kampf zu führen, steht der sich bildenden Regierung mit schärfstem Mißtrauen gegenüber und wird alle parlamentarischen Konseguenze"

nunmehr erfolgte Ernennung des Herrn von Papen zum Reichskanzler wird von den Mvrgenblättern allgemein sehr ausführlich besprochen.

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tfen.

Anzeiger für (das frühere kurhefsifche) Oberhefsen Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg

,t« .ObetbeflW Seitung- et- Meint sechsmal wöchentlich. Be> »ugsprei« monatl. i. Marburg 2.02 ®9R. ausschl. ZustellungSgebühr, »ei unsren Agenturen 1.93 SM. przügl-ZustestellungSgebühr, durch y« Post 2.25 GM. Für etwa durch Streik, Waschtnendefekt obe, elementare Ereignisse auvfallenbe gZumment wirb tetn Ersatz ge­leistet. Verlag, Dr. §. -itzervch. Druck der Unib-Duchbruckeret Aoh. Aug. Koch, Markt 21/23. Aernsprechert Jir. 54 unb Ikr. 55. Postscheckkonto: Amt Frankfurt «. M. Rr. 5015. Sprechzeit

Eorriere della Sera- zur Bildung der Reichsregierung.

^Eorriere della Sera" wendet sich gegen die AebertreLdung der Gefahren und gegen die alarmierende Auslegung, die ein Dell des Auslandes der inneren Sage Deutschlands gibt. Den anscheinend so wirr durcheinandergehenden and so düste­ren Ereignissen liege durchaus eine ver­nünftige Entwicklnngsknie Mgrunde. Deutschland geht durch eine Kttse. die nicht für Deutschland allein außerordentlich schmerzlich sii. Aber nüt jedem Tage w«hse das Smpfmden, daß es vorwärts gche aus dem Wege zur Stabllttät. Die Demisfnm Brünings, fÄhtt das BTatt ftntt, trügt den Stempel des Willens des Reichs­präsidenten dm großen und ganzen läßt sich sagen, daß eine gewisse innere Ver­bindung zwischen dem alten und neuen Deutschland bestehen blecht. Der wahre innere Feind Deutschlands ist der Kommw- NMniSmUS. Die FfriedenSvertrSge find keine Papierfetzen und müssen ihre ge­schichtliche Funktion erfüllen. Aber selbst wenn sie vollkommen sein würden, was ja nicht der Fall ist, wären sie nicht von ewigerDauer. ZSedenfallS würde ein bosiche- wisierteS Deutsthkand viel weniger enchal- ten, als ein nationalistisches.

Keine deutsche Regiervng kau« hotte ohne die Unterstütz»«« der nationalen Strömungen über nmbre Autorität eeb Stabiktät verfügen. Ei« «euer Appell au die «Shk«r, mit de» der Sie, und die Beramoorttlng der Rationalsozinlisten e«d- gülttg wird, erscheint unvermeidlich. Der Rationalsozialismus wird, wen« er erst am b*e Macht gekommen ist, ein Fakt», politischer Aussöhnung und geistiger Ein« 1 heit werden.

Auch die SPD.

Berlin, 1. Juni. Im Anschluß an die sozialdemokratische Fraktionssitzung im Reichs­tag am Mittwoch vormittag gab die Fraktion folgende Erklärung bekannt.

Der Sturz der Regierung Brüning, der außerhalb des Parlaments durch unverant- wottliche Ratgeber des Reichspräsidenten her- beigefühtt worden ist, eröffnet eine außer­ordentlich schwere innen- und außenpolitische Kttse. Die Att der Bildung und der Zu­sammensetzung der ReichsrVierung ist gegen das Dolksinteresie und gibt keine Gewähr für die Aufrechterhaltung der Sozialpolitik, insbesondere der Rechte der Arbeitslosen.

Diese Erwägungen, so schließt der Ar­tikel, zeigen, wie interessant es für uns und für alle ist, die Ereignisse in Deutsch­land zu beobachten, aber auch, daß es nicht angezeigt ist, sie zu dramatisieren. Ebenso abfUrd ist eS, wegen der verhältnismäßig langsamen Entwicllirng die Geduld za ver­lieren, wie das anscheinend bei vielen der Fall ist.

^Information" über Herrn mm Papen.

In derInformation" schreibt Fer­nand be Brinon, es wäre eine neue Illusion, etwa schon jetzt $u behaupten, daß die Regierung von Papen keine Autorität haben werde, nm Deutschland auf den großen wirtschaftlichen Konferenzen zu vettreten. Bon Papen fei der Typ eines deutschen Kon- servattven: er sei von Anfang an Mttglied des deutsch-französischen Studienausfchusses gewesen und keineswegs ein Gegner Frank­reichs, als den schlecht unterttchtete und m- folgedeffen übelwollende Leute ihn hinstellen wollten. Seine Haltung b$gl. der deutsch- französischen Beziehungen werde sich von der Brünings nicht unterscheiden. Er werde im Jnteresie beider Stationen eine Verständi­gung wünschen, natürllch zunächst zugunsten Deutschlands, das der hauptsächlich fordernde Tell sei. Er werde die völlige endgültige Streichung der Reparations^chlungen oer- fangen. Bisher habe von Papen hinsichtlich aller dieser Puntte mrfrt wie ein Kriegshetzer, Stellung genommen.

6rnf Schwerin mm Krosigk nach Berlin abgereist.

Paris, 1. Juni. Graf Schwerin von Kro­sigk, der seit Montag an den Verhandlungen des Finanzsachoerständigenkomitees über die Lage Oesterreichs teilgenommen hat, hat heute abend Paris verlaßen, um nach Berlin

Der Reichstag wird aufgelöst

Das Uebergangskabinett von Papens Zentrum und SPD. in scharfer Opposition Tritt der Reichstag noch zusammen?

Das neue Reichskabinett ist durch die gestern abend vollzogenen Ernennungen bis auf folgende Ministerien komplett. Zu­nächst konnte das Auswärtige Amt aus einem sehr einfachen Grunde nicht be­setzt werden. Obgleich die grundsätzliche Zusage des Freiherrn von Neurath aus London bereits vorliegt, muß man natürlich seine Ankunft erst abwarten, 'ehe die Ernennung bekanntgegeben werden kann. Aus den letzten Sätzen der amtlichen Mitteilung schließt man in polittschen Kreisen, daß Dr. Eoerdeler und Dr. Joel für die Mttarbeit im neuen Kabi­nett nicht mehr in Frage kommen. Für das Justizministerium wird auch bereits der gegenwärttge bayettsche Justizminister Gürtler genannt, der der Deuffchnatio- nalen Volkspartei angehört. Wieweit diese Gerüchte ttchttq find, läßt sich noch nicht nachprüfen. Soweit sie sich auf Dr. Eoerdeler beziehen, kann man mit Bestimmtheit nur sagen, daß noch weiter mit ihm verhandelt werden soll, nament­lich im Zusammenhang mit anderen Kombinationen. Weiter ist die Besetzung bes Finanzministeriums noch offen. Da bie Entscheibung über biese Ministerien bereits heute fallen wirb, ist die ganze Kabinettsbildung sogar schnel­ler vonstatten gegangen, als man in maß­gebenden Kreisen noch vorgestern erwar­tet hatte.

Der Mittwoch hstt auch Klarheit über die Einstellung bes Zentrums unb bei Bayerischen Dolkspartei zur neuen Regie­rung gebracht. Die Erklärung, bie bas Zentrum abends veröffentlichte und bie Versagung bes Reichspostministers Schätze! bestätigten bie Auffassung, baß beibe Par­teien in strikte Opposition zmn Kabinett von Papen treten werben. Daraus ergibt sich ein parlamentarisches Bild, in bem bie Reichsregierung feine Mehrbeit bes gegenwärtigen Reichstages hat. Die Ftaktions-Artthmettker haben bemt auch bereits errechnet, baß rnnb 250 Abgeordnete bie Rechte für bie Re­gierung sei unb 320 Abgeordnete einem Mißtrauenantrag ihre Zustimmung geben würben.

Unter diesen Umständen erscheint es wehr als zweifelhaft, ob bas neue Kabi­nett es überhaupt noch zur Abstim­mung kommen lasten wirb. Es wäre denkbar, baß bei Kanzlei gleich nach bei Regierungserklärung bas Auflösungs­dekret verliest, aber ebenso möglich ist es auch, baß bei Reichstag über­haupt nicht mehr zusammen- ttiit. sondern bereits vorher eai*

gelöst wirb. Wie bie Auflösung erfolgt, bariibei wirb bie Entscheibung wohl schon in ben nächsten Tagen getroffen werben, sobaß also in bet ersten Hälfte bei nächsten Woche auch in bieser Beziehung vollkoisi- mene Klaiheit geschaffen witb.

Ohne sachliche Prüfung in Opposition!

Die Zeutiumsfiaktio bes Reichstages hat geftem nach mehrstündiger eingehender Aus­sprache über die politische Lage eine Mit­teilung ausgegeben, in bet es u. a. heißt:

Lnstfnhttausschustes trat heute nachmittag zur

Beratung eines französischen Entschliehungs- _ _ .

entwürfe«, in den» der «»griffscharait« der t Mehrn»«, die »om Standpunkt der adgerüste­

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