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Nr. 124______________________________________CTtrttmWe Jewma. Marburg «. L. Montag, dm 30. Mai 1932__________

Bis zum Weißbluten...

SOS.-Rufe des Hessen-Waldeckijchen-Städtetages -DieMarburger Festspiele dürfen nicht zerschlagen werden"

In Bad Orb fand jetzt die Mitgliederver­sammlung des Hessen-Waldeckischen Städtetages statt, in der eindeutig die Tragödie der Eemeindefinanzen herausgrstellt wurde.

Oberbürgermeister Dr. Stadler als Dor- sitzender begrüßte u. a. den Regierungspräsi­denten Dr. Friedensburg und den Kommunal- rejerenten der Kasseler Regierung, Reg -Rat Dr. Heinrichs. Sein Dortrag befaßte sich mit der Not der Städte. Er führte aus, daß auch bei den Städten in Hessen und Waldeck die Grenze des Möglichen nunmehr erreicht fei. Mit Drosselungen beim Etat und Abstrichen allein könne die Lage nicht gemeistert werden. Die Verwüstung der städtischen Fi- nanzen geht so weit, daß in Großstädten wie in kleineren Gemeinden vielerorts trotz aller Anstrengungen der Zinsendienst nicht mehr geleistet werden kann. Es ist ein beson­ders charakteristisches Zeichen der vorgeschrit­tenen Auflösung der kommunalen Finanzwirb- schaft. daß der preußische Innenminister die Gewährung von Staatsbeihilfen an Gemein­den. die noch rückständige Zins- und Tilgungs­raten bezahlen können, abgelehnt hat. Bei Fortbestand dieser Lage wird in kurzem auch die Zahlung der Gehalter, Löhne und Unter­stützungen in größerem Umfange in Frage ge­stellt sein. Mit allem Nachdruck müsse »er­langt werden, daß die Verteilung der neuen, verstärkten Reichshilfe nach einem neuen, auf der Grundlage der Zahl der Wohlfahrts­erwerbslosen und der Steuerkraft der Ge­meinden aufgestellten gerechten Verteilungs­schlüssel vorgenommen wird, dessen Festsetzung im engen Benehmen mit den kommunalen Spitzenverbänden erfolgen muß.

Weitere elementare Forderungen seien die Beschäftigung der arbeitsfreu- rigen Jugend und der Ausbau des freiwilligen Arbeitsdienstes.

Regierungspräsident Dr. Friedensburg machte mit erstaunlicher Offenheit das Ein­geständnis, daß

Reichs- und Staatsrcgierung die unge­heure Arbeit, die in den Gemeinden ge­leistet werde, nicht genügend würdigte». Man könne sich des Eindrucks nicht erwehren, daß bei der verantwortlichen Reichsstellen die Sorge um die kommunalen Finanzen stark abgerutscht zu sein scheint" gegenüber anderen politischen Fragen. Sehr deutlich war der Borwurf, der in der Bemerkung steckte, daß einfach nicht zu verstehen sei, daß man anschei­nend den innersten Kern unserer Verwaltung nicht richtig erkenne. Auch der Regierungs­präsident konnte im Blick auf die Zukunft nur in dunklen Tönen malen. Die gegenwärtige Regelung der Erwerbslosenfrage be­zeichnete Dr. Friedensburg als völlig unzu­länglich. Sehr bitter wirke die Ungerechtrg- keit. die in der Ungleichmäßig leit der Verteilung der Wohlfahrtserwerbslosen- koften liege. Die Reichsregierung müsse end­lich aus ihrer niederdrückend wirkenden Gleichmütigkeit heraustreteen. Sie dürfe nicht einfach nur immer mit den Achseln zucken, wenn die einzelnen Städte um Hilfe rufen.

Die Frage nach einem praktischen Ausweg aus dem Elend der Kommunen beantwortete der Regierungspräsident damir, daß er in erster Linie den kommunalen Körperschaften ans Herz legte, unter keinen Umständen Be­schlüsse zu fassen, die finanziell nicht fundiert sind. Falsch verstandenes Popularitätsbedürf­nis (der Parteien) könne großes Unheil an- richten. Trotz alledem dürfe man in Fragen der Kulturpolitik nicht den Mut verlieren, so seien

die Lösungen der Kasseler Theater-Ange­legenheit und die der Marburger Fest­spiele ja begrüße«.

Colche Werte dürsten in der gegenwärtige» Panikstimmung nicht zerschlagen werden, da dann die Wirkung für lange Zeit nicht rück­gängig zu machen sei.

Weniger erbaulich war für die Steuerzahler die Mahnung an die Leiter der kommunalen Verwaltungen, die Steuerguellen nach Mög­lichkeit alle andschöpstn, do nur so der Reichsregierung wirksam gezeigt werden könne, wie es in Wirklichkeil aussähe.

Ein sehr eindrucksvolles Referat über

die Fiuauzuot der Gemeiudeu hielt der Präsident des Reichsstädtebundes Haeckel: Hunderte von Gemeinden würden war noch durch staatliche Almosen aus dem »usgleichsfonds davor bewahrt, die Zahlung von Gehältern, Löhnen und Wohlfahrtsunter- siiitzungen einzustellen. Auch die neue Notver- ?rbnung werde das Siechtum der Eemeinde- nnanzen nur verlängern ohne wirkliche Ge- simdung zu schaffen. Folgende

Eutschließuug wurde einstimmig angenommen: .»Die im Hessen-WaldeckischenStädtetag ver- ^nigten Städte, ohne Rücksicht auf ihre Größe wud darauf, ob kreisfrei oder kreisangehörig, Wien sich in ihrer jetzigen Not von Reich und «taat verlassen. Dre durch die gewaltige Ar- °Eslofigkeit allein verursachten, zum Teil ^urch falsche Maßnahmen vermehrten Für- wrgelasten sind von den Kommunen nicht ver- Mldet. Für sie müßte das Reich als die ^lnheit des deutschen Volkes aufkommen und vUlstehen. Sie werden immer mehr bis zum Weißbluten den Kommunen aufgebürdet, da- ll"t Reich und Staat sich finanziell entlasten.

Schwierigkeiten müssen dazu führen, *6 das Vertrauen zum Staat immer wehr

ins Winken gerät und unabsehbare Gefahren für die gesamte Volksgemeinschaft herausbe­schwören.

Der Hessen-Waldeckischc Städtetag sieht eine Besserung und Hilfe nur in einer einheitlichen und straffen Zusammenfassung der gesamten Arbeitslosenfürsorge, durch die die Kommunen ganz wesentlich entlastet werden. Er warnt im Namen seiner Mitgliedsstädte vor irgendwelchen weiteren finanziellen Be­

lastungen der Kommunen durch Reich und Staat und fordert nachdrücklichst und unver­züglich durchgreifende wirksame Maß­nahmen, die den in vielen Städten bereits eingetretenen finanziellen Verfall beseitigen und wieder geordnete Gemeindefinanzen her- beiführen. Der bisherige Weg muß zum Zu­sammenbruch führen. Für die sich daraus er­gebenden Folgerungen tragen Reich und Staat allein die Verantwortung."

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Zur Mittagsstunde zeigte der Wetter­gott nicht gerade sein freundlichstes Ge­sicht, doch bald zerteilten sich die drohen­den dunklen Wolkenzüge, stehen die Sonne durchblicken, die dann zu Beginn des Kon­zertes den Zuschcmerraum und die von Lorbeerbäumen umsäumte Freilichtbühne in ein Helles Licht tauchte. Bunte Fahnen flatterten von den Spitzbogen der Bühne.

Das Konzert, dessen Zustandekommen wir in erster Linie dem Magistrat Unserer Stadt zu verdanken haben, durste sich eines sehr guten Besuchs schon za Anfang erfreuen. Der über die Hälfte besetzte Zuschauerraum füllte sich vollends, als man den Eintritt ollen Lustwandelnden, die an sich außerhalb der Umzäunung ein buntes Bild abgaben, freigab.

Die Ausstellung der vereinigten Musik­korps des 15. Infanterie-Regiments (Gie­ßen, Eisenach Kassel und Marburg), das Bläserorchester nach Instrumenten abge­teilt, machte einen imposanten Eindruck. Die Disziplin des Tonkörpers war muster­gültig, ganz in der Hand seines Leiters, des Heeresmusikinspizienten H. Schmidt- Berlin. Seine markante Erscheinung, seine im Temperament bis ins kleinste durch­dachte Ausdeutungsweise rep räsentierten den sicheren Leiter großer Orchesterkörper. Die Musiker folgten ihrem Dirigenten auf den kleinsten Wink, und es war ihnen allen darum zu tun, zu zeigen, was Militärnmsik zu leisten vermag. Zu den Ausführungen sei besonders betont, daß es nicht die leich­teste Aufgabe ist, einen Streichkörper durch Holzbläser so zu ersetzen, daß der musi­kalische Ausdruck im ganzen bewahrt bleibt und b« so sorgfältiger Tongebung, wie sie sich hier auswirkte, die Hörer zufrieden stellte. Der Dirigent beherrschte alle Borlagen ohne vor ihm liegende Partitur in ollen Teilen lückenlos, ein Zeichen auhevgewöhn- licher Musikalität; Gruppe für Gruppe reagierte auf seinen Fingerzeig in Einsatz und Tongebung. Die Farbenmischung der Blech- und Holzbläser dynamisch in Schach und Grenzen zu halten, sie jäh gemeinsam vvlltönig ausklingen, sich steigern Und ver­mindern zu lassen, gelang ihm "und seinen Musikern bei ganz geringen Schwan­kungen ausgezeichnet.

Zum Auftakt kam die Hymne «nid Sri* umphmarsch aus der OperAida" (von Verdi), in deren Ausführungen die Ani- fonopattien der Trompeten, im besonderen

der Aida-Fanfaren, trefflich gelangen. In derEgmont"-Ouvertüre offenbarte sich bei den Einsätzen der wechselnden Horn- und Holzbläserparften deren musikalische Sicher­heft. Aufs Eindrucksvollste waren dre me­lodiösen Abschnitte aus der Fantasie der OperTiefland" herausgearbeitet, wobei dem Klarinettensolist für den sauber ge­blasenen Hirtenruf besonderes Lob gebührt. Auch der mit Kastagnetten begleitete spa­nische Tanz war charakteristisch illustriert.

In der Ungarischen Rhapsodie Ar. 6 (Liszt) kam das in eine Ezardas verwobene Ländlermotiv sehr gefällig zur Geltung. Die Wiedergabe von Wotansabschied und Feuerzauber ans derWalküre" (Rich Wagner) bot rhythmisch wie dynamisch be­sonders auch in den den Holzbläsern vorbe­haltenen Begleitfiguren, Schwierigkeiten. Sie wurde aufs Beste überbrückt und zu einer Gesanftwirkung emporgetragen, die der einsetzende Beifall vollauf würdigte. Eine Fantasie über vier deutsche Volks­lieder, von H Schmidt, dem Dirigenten, bewiesen dessen feinen Geschmack in der Auswahl der Lieder, di« das Gepräge einer sinnvoll komponierten Festonvertüve trugen, deren Rachschaffung auch hier dem gesamten Tonkörper ein gutes Zeugnis ausstellte.

Auf ihrem eigensten Gebiete, den ver­schiedenen Präsenttermärschen und im Großen Zapfenstreich waren die Musiker ganz auf der Höhe. Zum Schluß ertönte das Deutschlandlied, bei dem sich alle An­wesenden im Gefühle vaterländischer Ge­sinnung von den Plätzen erhoben. Der Dirigent erntete seinen Musikern gro­ßen Beifall.

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Das Konzert wurde VekrmttDch «uh durch den Rundfunk übertragen. Die Aebertragung war einwandfrei, hat aber zweifellos dem Besuch des Konzertes Ab- tvag getan. Wan wird also wenn man auch in Zukunft das Konzert beibehalten will die FrageAebertragUny durch Rundfunk" sehr kritisch behandeln müssen, wenn auch der Wert der Propagande, der mft einer solchen Tlebertragung verbunden kst, keinesfalls unterschätzt werden soll. Sichern sollte man sich aber auf jeden Fall, daß nicht wie es geschehen ist, das Kon­zert am selben Tag e noch in Gießen wiederholt wird.

Aem-enwerbung in Hessen und Waldeck

Verwaltungsbericht des Verkehrsverbandes

Dem Verwaltungsbericht des Ver­kehrsverbandes fit Hessen und Waldeck, den Stadtverkehrsdirek­tor Dr. Rehorn auf der Jahreshaupt­versammlung in Bad Orb erstatten wird, entnehmen wir folgende Einzelhei­ten: Auch der Verkehrsverband hat im Jahre 1931 schwer mit der wirtschaftlichen Lage zu ringen gehabt. Voraussetzung für eine umfassende Gebietswerbung war die Erhaltung des Mitgliederbestandes, der mft 85 Stadt- und Landgemeinden, 21 Kreisausschüssen, 13 Verkehrsvereinen, 7 Wander- und Gebirgsvereinen und 49 Kurverwaltungen, Wirtschaftsverbände« und Einzelpersonen gehalten werden konnte. Die Verbandsfinauzen find als gesuud zu bezeichnen. Die Bilanz des Ge­schäftsjahres 1931/32 schließt mft einem Kasseiweftand von 3822 X mft 23 768X in Einnahme und Ausgabe ab. 90 Pro­zent des EHamtetats konnte für reine Werbungszwecke verwendet werden, wäh­rend 10 Prozent für Verwaltungskosten verbraucht wurden.

Die Werbematzuahmen erstreck­te« fich in erster Linie auf die Verteftung von 85 000 Gebirgswerbeschrif­ten in deutscher, holländischer, englischer und schwedischer Sprache. Ferner wurde Presse-, Rundfunk- und Wintersportpro­paganda durchgeführt. Eine große Ver- kehrsaussteüung in Essen und eine Pla­

katwerbung mft dem Haustein förderten die Werbung. Diese Propaganda führte dazu, daß die Fremdenverkehrs- ziffer im letzten Jahr fast gehalten werden konnte. Unter den schlechten Wäh- rsngsverhältuissen kitt der Ausländerver­kehr ganz erheblich. Im allgemeinen zeigte fich eine große Sparsamkeit der Reisen­den, da in erster Linie Privatpenfionen und Einzelzimmer vermietet wurden. Auch der Wanderverkehr hat aus diesem Grunde stark zugenommen. Der Verband hat das 1930 begonnene 2900 Kilometer umfas­sende Durchgangswanderstreckennetz mft Unterstützung der Regierung, der wmnru- nalen und privaten Waldbefitzeroerbände wetter gefördert.

Reben dem Werbefaltblatt, das für den Wandersport im Hessenlande wftbt, wurde ein großer Wanderfüh­rer nunmehr im Entwurf fertiggestellt. Der neugegründete klimatologisch-hygie­nische Ausschuß hat unter Leitung von Uni- «ftfität^irofessor Dr. Pfannenstiel mit der Durchführung seines Arbeitspro­grammes begonnen. In allen Kurorten des Verbandsgebietes sollen kleine Wetter­beobachtungsstellen eingerichtet werden. Die Mittel hierfür find bis jetzt in Kassel, Marburg und Arolsen zur Verfügung gestellt worden. Die Kurorte haben, ab­gesehen von hygienisch-chemischen Unter­suchungen des Trink- und Badewassers,

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Begutachtungen der Lust, des Sobens, der klimatischen Verhältnisse und der Lebens­mittel durch das hygienisch« Institut der Universität Marburg w» nehmen zu lassen.

Da die Reichsbahn grundsätzlich Rku- leistungen ablehnte, konnte der Fahrplan­ausschuß keine Neuerungen durchführen. Einige wichtige Werbemaßnahmen, so die Herausgabe eines westdeutschen Hotelpau­schalkursbuches und, in enger Fühlung­nahme mit der Arbetts-Eemeinschast west­deutscher MER.-Reisebüros, die Einrich­tung von Fachschulkursen und zentralen Prospektverteilungsstellen, wurden durch- gefühtt. Der Verband hat den Antrag gestellt, die Weserpropaganda zu einer Weser-Main-Propaganda auszubauen.

Aus »er llmgegen»

Kreis Marvurg

s Simtshausen, 28. Mai. Der Was* serleitungsba» der hiesigen Gemeinde hat gute Fortschritte gemacht. Nachdem zu­nächst mit den Ausschachtungsarbeiten am Bornrain begonnen wurde, war man in den letzten Wochen mft dem Legen der Haupt- leitungsrohre beschäftigt. Die gesamten Rohre wurden von dem Gußcohrverband Köln durch bk Buderuswerke Wetzlar geliefert. Sie find bereits auf einen Waggon am Bahnhof in Simtshausen mraefahren worden. Mft der Quellenfassung konnte noch nicht begonnen werden, da das nötige Material hierzu noch fehlt. Gegenwärtig ist em Teil bet Arbeiter mit den einzelnen Hausanschlüssen beschäftigt. Ein anderer Teil der Arbeiter findet bei der Anlage des Hochbehälters am Bornrain Be­schäftigung. Da die gesamten Arbeiten durch hiesige Einwohner ausgeführt werden, wftd manchem Familienvater und Jugendlichen Gelegenheit geboten, für einige Monate Ar­beit und Brot zu finden. Auch wurden säuft" liche Wohlfahrtserwerbslose der hiesigen Ge­meinde bei dem Dau beschäftigt und dadurch für die Gemeindekasse eine wesenttiche Ent­lastung herbeigeführt. Die gesamten Arbeiten werden voraussichtlich vor August kaum be­endet sein.

Treisbach, 30. Mai. Die vorgestrige Mitteilung über die Verpachtung der Gemeindejagd trifft nicht zu. Die Jagd ist noch mcht verpachtet. Von Dr. Krauzmüller in Eölbe ist überhaupt kein Gebot auf die Gesamtjagd abgegeben worden.

Argenstein, 30. Mai. Das Bundes- sänaerfest des SängerbundesHeimat­land , der Vereine im Gebiet der Lahn und Salzböde umfaßt, wird dieses Jahr am Sonn­tag, dem 10. Juli, in Argenstein stattfinden. Es wird eingeleitet durch ein Wertungssingen am Vormittag hn Saale der Gastwirtschaft Wagner. Näheres folgt später im Anzeigen- teil.

mw? sikMMMN

Der Kreishaushaltsetat ist ausgeglichen.

Ziege» Hai», 29. Mai. In der vor- oestrigen Sitzung des Kreistages des Kreises Ziegenhain legte Landrat von Steinrück bea Haushaltsetat fift 1932 vor, der eine Ein­nahme mtb Ausgabe von je 681650 X vor- steht. Er schließt ohne Defizit ad, eine Erscheinung, die in nur wenigen Landkreisen des Regierungsbezirks Kassel zn verzeichne« ist. Das Vermögen des Kreises ist auf 1091 962 X berechnet, die Schulden find mft 515130 X angegeben. Die Ausgaben für allgemeine Verwaltung und Poltzeiverwal- tung wurden um 13000 X ran 80 550 X aaf 67 35® X gekürzt. Bei dem Bau- und Ver­kehrswesen betrögt die Kürzung 56 Prozent von 175250 X auf 83 300 X. Für Fchwalur- talmelioratioueu »ud Regulierungen find 22000 X vorgesehen. Reu eingestellt wurden 11000 X für Arbeitsbeschaffung. Die Wohl­fahrtspflege erfordert einen Zuschuß von 13000 X gegen das Vorjahr 165 300 X find vorgesehen, doch ist es fraglich, ob dieser Be­trag ausreicht. Die Einnahmen zeigen Wer- all einen starken Ausfall.

Ziegenhain, 30. Mai. Am 25, und 26. Juni wird unser Sänaerchor sein 100- jähriges Besteben feiern. Aus diesem Anlaß hat der Verein die Verleihung der goldenen Zelterplakette beanttagt.

Das Franlsurtn Mis-Mgranuu

Dienstag., ix» 31. Mai.

6.00: Wetterbericht. Anschließend: Mor­gengymnastik. 7.00: Schallplefttenkonzert. 7.30: Brmmenkonzert der Kurkapelle Bad Pyrmont. 12.00: Eröffnungsfeier der 38. Wanderausstellung der deutschen Lcmbwirt- schaftsgeseklschaft. 13.00: Mittagskongert. 15.20: Hansfrcmen-Nachmittcrg. 17.00: Nachmittagskonzert. 18.25:Zum Ge­dächtnis Eoariste Ealois", Vorttag. 18.50:Rundfunk in aller Wett", Vorttag. 19.30: Zum Skagerak-Tag. 20.00: Kantate auf den Tod Haydns. 20.30: Kleider machen Leute", Hörspiel. 21.40: Nachrichten. 21.50: Aus Loudon: Die Meistersinger von Nürnberg.

Verlag Dr. C. Hitzeroth. Hauptschristletter und verantwortlich für Po­litik und Feuilleton: Dr. Ernst Scheller- für Kommunalpolitik, Provinz und Lokal« Lothar Schneider, sämtlich in Mardm»,