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Von Prof. Dr. Walter Andersfen,

zeichnet sie als „Wetterkatzen« (Wädder Katten) und sagt „Wenn die Waddre Kut­ten flegt, blift et Wädder lang godd (Wenn die Wetterkatzen fliegen, bleibt das Wetter lange gut).

Im allgemeinen ist die Luftschicht über dem Moore im Sommer tagsüber ver­dünnt, nachts und in den ersten Morgen­stunden infolge der starken Abkühlung der Mooroberfläche verdichtet. Der wechselnden optischen Dichte entsprechend werden daher von einem Gegenstand jenseits des Morres auf dem Wege zum Beobachter in ver- schiedener Weise abgelenkt, so daß ein Ob- jekt entweder tiefet oder höher erscheint und der falsche Eindruck erweckt wird, die Mooroberfläche hätte sich gehoben oder ge­senkt, während die Erscheinung lediglich durch die verschiedene Brechung der Licht- strahlen verursacht worden ist. So kann es geschehen, daß man zu verschiedenen Tageszeiten denselben Gegenstand auf der einen Seite eines Hochmoores sehen und nicht sehen kann.

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Gerippen bedeckt. Um die Hülse der Skelette hingen noch die Ketten mit den Blechrnarken.

Einige Leute behaupteten, die Paviane seien ix der Höhle von einem Leoparden über­fallen und zerrisien worden. Wer weiß, ob 06 wahr ist ?

ihnen. Der eine Vers war zu Ende. Doch be- oor van Eyck den nächsten anstimmen konnte, fiel die Fran ein.

Da stürmt« der Holländer auf sie ein. Was zwischen den beiden gewesen, war plötzlich vergasen.

van Eyck sollte mm natürlich ein nettes Le­ben beginnen xnb seine Höhle und die Pa­viane verlassen. Am nächsten Morgen nahm er Abschied von seinen treuefteu Freunden, den Tieren. Die Affen schienen zu wissen, um was es ging; sie stöhnten und klagten, van Eyck schickte sie in die Höhle zurück. Er mutzte sich zusammen nehme«, eis er ihnen den

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legen. Schließlich faßte sich einer ein Herz und erklärte, verschiedene Paviane seien über ihre Herden hergefallen und hätten ein paar Schafe gerissen.

„Waren es wirklich diese Pavian«?" fragte van Eyck ruhig. „Es gibt noch mehrere Her­den hier in den Bergen.", Er führte die Far­mer in seine Höhle. Die Paviane folgten ihnen, knurrten dabei feindselig. Der Hol­länder beruhigte die Tiere mit einer Hand­bewegung, und dann erzählte er von seinem Leben in den Bergen, wo er die Affen ge­zähmt habe und wie et die Tiere liebe.

Zum Schluß meinte er: „Bon meinet Herde sind noch sechsundzwanzig Tiere am Leben. Schickt mir Bleckmarken her, damit ich meine Paviane kenntlich machen kann! Sie werden niemals eure Herden belästigen. Innerhalb einet Woche langten die angeforderten Blech­schildchen bei der Höhle an. van Eyck befestigte sie mit einer Kette um den Hals sämlnchet Paviane und machte ihnen dann begreiflich, daß die Marken sie vor Gefahr schützen wür­den, datz die'Tiere aber keine Schafe töten dürsten.

Von nun ab bildeten die Paviane eine Art Leibgarde für den Holländer und begleiteten ihn überall hin.

Inzwischen hatte das Ehepaar, das van Eyck die Freundschaft bewahrte, gehört, Sarahs Mann fei gestorben. Die Frau schrieb an van Eycks einstige Braut: „Komm doch her!" Und wirklich traf eines Tages ein« Frau « den Bierzigeru. doch immer noch eint Schönheit, auf der Farm des Ehepaares ein: „Ster bht ich, und ich möchte van Eyck sehen."

Am gleichen Tage noch machten sich die Drei auf den Weg zur Höhle. Sie waren drei Kilo­meter gegangen da hörte« sie, wie «ine tiefe schöne Männerstimme ein holländisches Sieb

goto mersoir lm Steer

Von Geh. Reg.-Rat

Prof. Dr. Dr. e.h. Br. Tacke-Bremen.

Luftspiegelungen, zu denen auch die manchem Wüstenwanderer verhängnisvoll werdende Fata Morgana gehört, entstehen durch Schwankungen im Lichtbrechungsver­mögen der Luft infolge ungleicher Er­wärmung und dadurch bewirkter ver­schiedener Dichte der über dem Boden la­gernden Luftschichten. Schon verhältnis­mäßig geringe Temperaturunterschiede, wenige Grade, können unter Umständen diese Erscheinungen Hervorrufen. Sie ist verschieden, je nachdem der sichtbare Ge­genstand und das Auge des Beobachters sich über oder unter der stärker erhitzten und verdünnten Luftschicht befinden und je nachdem an der Grenze der verschieden dichten Luftschichten nur eine Brechung oder eine vollständige Zurückwerfung (Reflexion) der Lichtstrahlen stattfindet. So kann es geschehen, daß, abgesehen von den Lichtstrahlen, die ohne Störung von dem Gegenstand in das Auge des Beobach­ters gelangen, er ein umgekehrtes Spiegel­bild des Gegenstandes oder neben einem solchen ein aufrechtes Spiegelbild des an sich nicht unmittelbar sichtbaren Gegenstan­des erblickt. An gewissen Meeresküsten, ebenso auf großen Sandflächen (Wüsten), wo die Bedingungen für die verschiedene Erwärmung der Lustschichten oft vorhan­den find, lasten fich daher Luftspiegelun­gen häufig beobachten. Bekannt ifLji B. daß an der Küste der fizilianischen Meer­enge bei Reggio durch Luftspiegelung etn Teil der Stadt Messina, an der englischen Küste bei Hasttngs die rund 12 Meilen entfernte französische Küste sichtbar wird. Luftspiegelungen aus dem Meere, bei denen der Gegenstand aufrecht uitb nur gehoben erscheint, werden als Kimmung bezeichnet. Sehr »ft können in der warmen Jahres­zeit merkwürdige Luftspiegelungen nament- nch auf unseren Hochmooren beobachtet werden. Die Torfmoorfchicht der Ober- stache erwärmt sich durch die Sonnen- Mstrahlung außerordentlich stark. Es find Demperaturen von über 40 Grad gemessen worden, die naturgemäß eine starke Er­wärmung und Verdünnung der Lustschicht über dem Moore und dadurch bei stiller Lust starke Luftspiegelung«, verursachen. Dem Auge erscheint die aanac Moorober­fläche als eine große Watzersläche. die bei mäßiger Luftbewegung eine rasch vor- wärtsschreitende Wellenbewegung zeigt. Der nordwestdeutsijx Mo^ckswohuer fern

Rach Feierabend

Unterhaltungs-Beilage der Oberhessischen Zeitung

ein weiger Weiter in 6ütafrita

Son Hauptmann Louis Bowler.

Hon Eyck hietz der merkwürdige Holländer, w<l ich während einet meinet Fahrten durch cgbafrita kennen lernte. Irgend ein großes lugfijrf mutzte dem hohlwangigen Mann seine gpnr aufgedrückt haben. Tatsächlich hörte ich tonn auch, van Eyck sei von seinem Mädchen ^lassen worden und habe in der Einsamkeit tiser südafrikanischen Farm Vergessen gesucht.

Der erste Eindruck, den ich von van Eyck et- Mt wat unvergeßlich. Der Mann bearbeit tete mit einer langen Ochsenpeitsche und mit geradezu teuflischer Wut den Rücken seiner Gochsen: „Das gilt dir, Sarah, und das ist dich, Heintik. Er glaubte anscheinend, stin verräterisches Mädchen und den glück­licheren Nebenbuhler vor fich zu haben.

Doch schon ein paar Minuten später wat et götlig verändert und blies auf einer kleinen Nöte träumerisch« Weisen. Die derben Sitrenfarmet wollten ihm einmal einen Streit*) spielen. Sie verbreiteten di« Nach­richt bie treulose Sarah sei reuevoll nach Süb- istika gekommen um seine Verzeihung zu stchen. Sie bestellten van Eyck in ein Farm- jees. wo Sarah auf ihn warten sollte.

Zitternd vor Erregung saß van Eyck allein « der Stube. Da ging Die Tür auf. und eine iiesvetschleierte Frau trat ein Der Holländer jfirjtc auf die Gestalt zu, nahm fie in die ferne, lüftete den Schleier und — sah ein pichendes altes Weib.

Der Schlag traf van Eyck schwer. Er stürmte m dem Hause, warf fich aufs Pferd, raste davon.

Sm nächsten Tag war er verschwunden. Er Ste in seiner Farm einen Zettel hinter­en: „Ich gehe für immer in die Berge.

habe Büchse und Flöte mitgenommen."

3n einer früher von Buschmännern bewohn­te» Höhle ließ er sich nieder. Alle Versuche da Nachbarn, ihn auf seine Farm zurückzu- fihren, waren ergebnislos, van Eyck hatte genug von den Menschen. Dafür fand er nun an den Pavianen, die seine Hohle früher W besucht hatten verständnisvollere Ge- scklschafter. Zuerst saßen sie in der Näh« herum und betrachteten ihn mißtrauisch. Dann ttbmen sic Stifter aus feiner Hand, unö ein tffe nach dem anderen führte dem Einsiedler die vierhändigen Artgenofien förmlich als neue Bekannte zu.

van Eyck begann, ihre Sprache zu verstehen. Ihr Grunzen,' Husten und Bellen war ihm bald kein Geheimnis mehr. Eines Tages kam das Leittier auf den Holländer zu, bot ihm etwas zaghaft einen Maiskolben, van Eyck nahm das Geschenk an, und seitdem erhielt er jeden Morgen von der Affenhcrde dieses Deputat.

Einst fehlte der Leitrüde, van Eyck wartete. Da sah er, wie bie Herbe langsam auf bie Höhle zukam. Eine paar Affen trugen eine «scheinend leblose Gestalt: das Leittier. Es mutzte von einem der benachbarten Farmer verwundet worden fein, van Eyck verband die Wunde, und es gelang ihm, den Alten zu heilen. Der Pavian war dem Menschen dafür st dankbar, daß er manchmal sechs Stunden lang vor der Hohle satz. nur um von van Eyck ^streichelt zu werden. Dann und wann trieb sth auch ein Weibchen vor der Höhle herum. 6s schien fich sehr für das Leittier zu intet« Geren, und eines schönen Sommermorgens stnd es fich mit einem haarigen Keinen Jun­ten ein, das es stolz van Eyck zeigte. Das Leittier kam hinzu, und seitdem waren die beiden mit ihrem Svrößling unzertrennliche Gefährten des Holländers. Auch Die anderen Paviane wurden noch znttoulicher und hockten stundenlang vor der Hohle herum, van Eyck gab jedem Tier einen besonderen Namen. Die Men schienen die geistige lleberlegenheit des Menschen ohne weiteres anzuerkennen, be­trachteten ihn als ihren Führer und gehorch- «n ihm aufs Wort.

3n den Augen zivilisierter Menschen bot Eyck jetzt einen jammervollen Anblick, «u langer wirrer Bart hing ihm auf die «nst, das Haar war lang und zerzaust, die Sugenbranen wuchsen zu dichten Büscheln, «bet seine Haut war braun und gesund, und ferne Augen blickten heller und glücklicher als fennals während er noch unter den Farmern J*ote. Dann und wann erzählte man fich unter

Suren wunderliche Neuigkeiten von van M. Die Paviane foöten wie Negerkinder ■tf dem Boden vor der Höhle hocken und fich Jtet) der bannenden Melodie der Flöt« des ^ffenbeherrschers wiegen.

Die Buren hatte« van Eyck schon immer für tt*en wunderlichen Kauz gehalten. Jetzt ■wen fie überzeugt, daß er den Verstand ganz "«loten hatte. Nut zwei seiner einsttgen pteunbe, ein Ehepaar, glaubten an ihn und äfften, daß es mit ihm noch einmal besser wurde.

Doch van Eycks friedliches Leden sollte plötzlich rauh gestört werden. Als et eines •folgens erwachte, hatten bewaffnete Farmer feme Hghle umzingelt. Acht Paviane lagen tot auf der Erde.

.Bor den feindseligen Blicken und dem wik» Stetigeren Dieses merkwürdigen Affen- »cherrschers wurden bie Eindringling« oee-

Abgtund, den man auf der Erde kannte. Inzwischen sind aber zwei noch tiefere Ab­gründe entdeckt worden. Der erste ist der Monteneroabgrund, der südlich der Queck­silberbergwerke von Jdria in dem Italien zugefallenen Teil des einstigen öster­reichischen Kronlandes Krain liegt. Er wurde am 12. September 1926 unter Füh­rung von Cesare Prez von Mitgliedern der Gesellschaft des 30. Oktobers aus Triest entdeckt. Dieser Abgrund erreicht eine Tiefe von 480 Metern. Auf feinem Grunde befindet sich ein Wasierbecken, das 20 Meter tief ist, so daß einschließlich die- ses Wasserbeckens die Eesamttiefe des Ab­grundes auf 500 Meter anwächst. Vom Juni 1925 bis zum September 1927 hat ein Höhlenforfchungsverein aus Verona unter Leitung des Hauptmanns Cabianca in 1475 Meter Höhe in den Monti Lef- fini 27 Kilometer nördlich von Verona in der sogenannten Spluga della Preta einen Abgrund entdeckt, der gar bis in 637 Me­ter Tiefe reicht und damit der bei weitem tiefste aller bisher auf der Erde bekannt gewordenen Abgründe ist. Er besteht aus 10 aufeinanderfolgenden Schächten, von denen einer 120 und ein anderer sogar 159 Meter lang ist. Auch dieser Abgrund endet mit einem kleinen See von 15 Meter Durchmesser, der von unzugänglichen Spalten eingefaßt ist. Der Abfluß dieses Eewäsiers ist ebenso wie das des oben­genannten unbekannt. Der nächste Fluß­lauf ist in die 125 Meter Höhe, also 1350 Meter unterhalb des Abgrundes dahin- fließende Effch. In dem Abgrund herrschte eine ziemlich konstante Temperatur von 5 Grad Celsius. Um bis zu feiner Sohle hinabzusteigen, hat man an mehreren Stellen Durchlässe, die nur 25—40 Zenti­meter breit waren, künstlich erweitern und von Geröll reinigen müssen. Schließ­lich wurde jetzt auch noch ein weiterer Ab­grund entdeckt, der zwar nicht ganz so tief wie die irci genannten ist, aber doch im­merhin ven oierttiefsten Abgrund der Erde darstellt. Es ist der 420 Meter tiefe Clanaabgrund. Wie der Montenero­abgrund, wurde er von 1925 bis Fe­bruar 1928 von Cesare Prez und Mit- gttedern der Gesellschaft des 30. Oktobers erforscht und Federigo-Prez-Abgrmü» be­nannt. Er liegt in 560 Meter Höhe, 12 Kilometer nördlich von Fiume, u® ent­wässert in die Reciua. — Diese vier K-- wattigen und äußerst gefährlichen gründe ähneln sowohl einander «s a«ch he» übrigen bekannten Abgründen « ihrem Bau außerordentlich. Die au Tieje ihnen am nächsten folgende« Abgründe sind der TrebiciaooaLgrund bei Srieft mit «29 Meter Tiefe, der von Chourun-Martiv mit 3M) Meter, der von Sarkotic in Montenegro mit ebenfalls 310 und der von Kacna-Jama in Istrien mit 350 Me-

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