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Ausland

Havas über die englisch-amerikamschen Verhandlungen.

Paris, 26. Wai. Den vielen ®e* rüchten und falschen Schlußfolgerungen, die von einem Teil der französischen Presse an die amerikanisch-englischen Verhandlungen über die Zinszahlungen für die auf ^^an^ des choovermororiums gestundete Annui- tüt geknüpft worden waren, scheint man von maßgebender französischer Seite end- gch entgegentreten zu wollen. Havas gibt heute abend eine Erklärung cms. in ba es heißt:

Das Abkommen, das zwischen England unb den Vereinigten Staaten abgeschlossen worden ist ein ähnliches Abkommen ist kürzlich der französischen Regierung zttr Prüfung unterbreitet worden bezieht «ch auf die Schuldenannuität. de» tat Bezahlung durch das Inkrafttreten des HooverinovatvrrumS verzögert worden war. Auf der Londoner Konferenz vom August 1931 war vereinbart worden, daß per für diese Annuität fällige Betrag aus zehn gleiche Zahreszahlungen verteilt und ab 1. 3nß 1933 einschließlich eines Zinssatzes von 3 Prozent gezahlt werden solle. Auf Grund eines Beschlusses des amerikanischen Kongresses, durch den die Erhöhung des Zinssatzes auf 4 Prozent verlangt wurde, war ein Zusatzabkommen zu der auf der Londoner Konferenz ge­troffenen Vereinbarung notwendig gewor­den. Dieses Zusatzabkommen wird den tzchukdnerländern der Vereinigten Staaten anb insbesondere Frankreich zur Zrstim» rmmg unterbreitet. Ohne die Zukunft zu präjudizieren, ist wahrscheinlich daß auch die französische Regierung dieses Abkom­men ratifizieren wirb.

Sökenmaschmm-Än schlag gegen den Dampfer George Phllippart".

st. Paris, 27. Mai. DasJournal" $6t eine Darstellung einer Marseiller Ze» tang wieder, wonach bei der Zollunterfuchung in Port Said seiner Zeit hinter dem für den DampferGeorge Philippart" bestimmten Gepäck eine Höllenmaschine gefunden worden sei. Das -Journal" fügt allerdings hinzu, daß man in dem Büro der Reederei von einer solchen Entdeckung nichts weih.

KranzöKsches Flugzeug mit zwei Hebet» übenden derGeorge Philippart" vermißt.

st. Paris, 27. Mai. In Marinekreisen ist man wegen des Schicksals zweier Passagiere des DampfersGeorge Philippart", die in Port Said ein französisches Flugzeug be­stiegen, um über Italien nach Frankreich zu- rückzukehren, sehr besorgt, denn kein italleni- scher Flugplatz hat das Passieren dieses Flug­zeuges gemeldet.

Nugzeugzufammeostotz in der Lust. 1 Toter.

Shorehaman-Sea (Sussex), 26. Mai. 3n 3600 Fuß Höhe stießen heute zwei britische Pompseinsitzer zusammen und stürzten ab. Der Insasse bee einen Flugzeuges konnte sich durch Fallschirmabsprunug retten, der zweite Flieger wurde unter seinem Flugzeug tot her- «ngezogen. Er war in seinen Fallschirm Der- wichelt, den er anscheinend nicht rechtzeitig atm dem Flugzeug hatte loslösen können. Die obgeftürgten Flugzeuge gehören einer der fd'neHften Typen der Welt an. In diesem llahre ist dies bereit« der 13. Todesfall in der kritischen Luststreilmacht.

Frankreichs rasender Reporter

unter Den Demngiutnett yaycytexen des französischen OzeandampfersGeorge Philippat" befand sich der bekannte Jour­nalist Albert Londres, der König der französischen Reisereporter. Bei sei­ner Berichterstattung setzte sich Londres stets das Ziel, immer und überall der Erste zu sein. Er war derrasende Figaro" der ftanzöfischen Presse. Albert Londres begann seine Laufbahn als klei­ner Mitarbeiter einer wenig bekannten Pariser Zeitung. Eines Tages kam er auf den Gedanken, einen Bericht über die Pariser Irrenhäuser zu schreiben. Er besuchte die Irrenhäuser der ftanzöfischen Hauptstadt, und was er dabei zu sehen be­kam, gab ihm Stoff über eine Artikel­serie, die allgemeines Aufsehen erregte. Er gab fich die Mühe, alle Irrenhäuser Frankreichs aufzusuchen, um die Behand­lung der Jnsafien zu schildern. Jeder Ar­tikel Londres war eine flammende Au­flage gegen die Aerzte und gegen die bürokratische Verwaltung der Anstalten, ht denen die armen Irren der Willkür und der Rücksichtslosigkeit der Vorgesetzten hilflos ausgeliefert seien. Einflußreiche Kreise versuchten ihn. zum Schweigen zu bringen. Londres ließ sich aber nicht ein­schüchtern und setzte seinen Feldzug fort, bis die andere Seite fich für besiegt er- Närte. Die Folge war, daß Londres an eine der ersten Stellen unter den franzö- schen Reportern heranrückte. Plötzlich ver­schwand er aus Paris.

DerPetit Parisi en", die Zei­tung mit einer Auflage von 1% Mil­

lionen Exemplaren, gab ihm den Auftrag, die Verhältnisse in der franzö' fischen Fremdenlegion zu schfl- dern. Londres bereiste Algerien, Marokko und Tunis. Seine mutigen und glänzend geschriebenen Berichte versetzte die Zen­tralstelle in Hellen Zorn. Londres er­zählte von den Qualen der Legionäre in den Disziplinarabteilungen, von der un­menschlichen Behandlung der Legionäre, die fich ein fleines Der- qehen zu Schulden kommen ließen, von brutalen Urteilen der Kriegsgerichte. Die Militärbehörde dementierte und drohte. Londres sollte mft seinen Berichten sofort aufhören oder fich wegen Verleumdung verantworten. Das Ende war, daß zahl­reiche hohe Militärs aus der Verwaltung der Fremdenlegion verschwinden mußten. Londres dritte große Reportage über den Mädchenhandel, die gleichfalls als Artikelserie imPetit Parisen" unter dem TitelDer Weg nach Buenos Aires" ver­öffentlicht wurde, gestaltete fich zu einer Sensaffon ersten Ranges. Als die japa­nischen Bombenflugzeuge ihr vernichtendes Werk über die Chinesenstadt von Schang­hai begannen, war Albert Londres zur Stelle. Seine Artikel über das brennende Tschapei gehörten zu den besten Seiten der Kriegsreportage. Nach der Unter­zeichnung des Waffensstllstandes in Schanghai begab sich Londres an Bord desGeorge Philippar", um nach Frank­reich zurüchmfahren. Er fand einen Tod, der genau so abenteuerlich war, wie sein Leben.

Gründung einer nationalsozialistischen Partei in Rumänien.

Bukarest 26. Mai. Unter der Führung des SenatorsTatarescu, der bisher der Regierungspartei angebörte. hat fich eine na­tionalsozialistische Partei Rumäniens gebil­det. Rach dem Programm der Partei gilt ihr Kampf sowohl dem Sozialismus wie dem Bolschewismus, Es wird erflärt, daß die nationalsozialistische Partei Rumäniens we­der mit dem italienischen Faschismus noch mit der Partei Adolf Hitlers zu verwechseln sei. Sie bilde eine vollkommen unabhängige po­litische Organisation. Mit dieser neuen Partei gibt es in Rumänien nunmehr drei rechts­radikale Parteien mit ähnlichen Tendenzen: Die Nationalsozialisten, die Liga für Vertei­digung des Christentums und die Eiserne Garde.

«DerieT

Skandalöse Einzelheiten des amerikanische« Kinderhandels.

Bor kurzem erfuhr die englische Oeffenilich- feit, daß ein reger Handel mit un­ehelichen und Waisenkindern in England betrieben wird. 3tn Auftrage einer amerikanischen Gesellschaft, die kinderlose amerikanische Eltern mit Adoptivkindern aus England versorgt, bereisen weibliche Agenten das Land uns suchen armen Müttern die Kin­der abzukaufen. Nun stellte es sich aber her­aus, daß der Handel mit englischen Kindern unheimliche Formen angenommen hat. Die

Angelegenheit scheint zu einem öffentlichen Skandal auszuwachsen. Die von den ameri­kanischen Adoptiveltern häufig gestellte For­derung, daß die in Frage kommenden Kinder eine gute Abstammung aufweisen müßen, führte zu zahlreichen Schwindeleien. _ Um die amerikanischen Auftraggeber zu befriedigen, werden die Taufscheine der Kinder in Eng­land gefälscht. Abgesehen davon konnte die englische Polizei feststellen, daß die weiblichen Agenten des öfteren als Geburtshelferinnen auftreten. Durch Zeitungsinserate setzen sie sich mit Mädchen und unverheirateten Frauen in Verbindung, die die Geburt eines Kindes erwarten, versprechen den armen und oft ver­zweifelten Müttern kostenlose Hilfe bei der Niederkunft und stellen dabei die Bedingung, daß das zu erwartende Kind ihnen in Pflege gegeben wird, damit es nach einigen Monaten an reiche amerikanische Adoptiveltern beför- ixnf werden kann. Das Gewissen der unehe­lichen Mütter wird durch den Hinweis darauf beruhigt, daß es dem Kinde in Amerika viel bester ergehen würde. Es gelang der Lon­doner Polizei, eine Vermittlerin zu fasten, die im Laufe Des letzten Monats achtzehn solcher Kinder übernommen hatte. Sie waren alle für Amerika bestimmt. Während der Polizei­razzia wurde bald festgestellt, daß die Kinder durch Anwendung von sehr starken Schlaf­mitteln eingeschläfert worden waren, damit die Nachbarschaft nicht auf diese illegaleKin­derpension" aufmerksam werde. Die medi­zinische Untersuchung ergab, daß die Gesund­heit der Kinder infolge der schlechten Behand­lung und der häufigen Anwendung von Schlafmitteln erheblich gelitten hatte.

Sin Sagen fährt vorbei

Skizze von Paulrichard Hensel.

Sie rechneten nach, und das Ergebnis war kläglich.

Das kleine Pensionshaus hatte schon im ver- gangenen Jahre nicht viel eingebracht. Die Reiselust war gesunken, und wer unterwegs »ar, hatte nicht viel Geld auszugeben. Jetzt staub wieder das Frühjahr bevor es konnte bester werden, gewiß aber es gab *1 instand zu setzen, und die Rot drückt »ttfo mehr, je schwächer die Hoffnung ist.

»Am besten ist es schon", sagte Marie, die Nnge Frau,wir verkaufen und siedeln nach der Stadt über. Hier verkümmert man ja doch nur. Bon den paar Wandervögeln, die stier einkehren, können wir nicht leben."

Martin Stanitz antwortete nicht. Er wußte, ®os sich hinter diesen Worten verbarg. Vi:!- ieicht hatte sich Marie das alles anders ge- itodjt, als er sie heiratete. Sie war noch jung, ^beuslustig. Jetzt wurde es ihr eintönig in diesem kleinen Haus an der Landstraße. Die Stabt lockte. Das Leben schien ihr doch leich­ter.

Und das bedrückte ihn. Auch er hatte ost "tat jungen Wanderern nachgesehen, die unbe- Jtammert von Ort zu Ort zogen und nach Mer Auffastung die Welt kennen lernten, «der das hatte chn weniger neidisch gemacht der Gedanke: Sie leben so einfach aber * halten zusammen.

»Wir wollen es noch einmal versuchen", feste er.

Die Frau hob nur wortlos die Schultern. 8ud) Kraftwagen aus der Stadt hielten *tan und wann vor dem Hause, während die ^fasten einen Imbiß nahmen und für einige ®tanben in der Umgebung umherstreiften. Nicht lag zwischen Buchenwaldungen ein See, viele Reisende anlockte und meist nur die mar, weshalb mau in Stauch' Haus

abstieg. Eines Tages bog wieder eine blaue Limousine auf die kleine Grasfläche neben dem Garten, die zum Parken diente. Der Be­sitzer des Wagens bestellte für sich und seine Begleiterin, ein junges, etwa achtzehnjähriges Mädchen, Mittagesten und eine Flasche Rot­wein. Während Marie den Tisch deckte, be­wunderte sie heimlich die bertftgten Hände und das elegante Kleid der hübschen Dame.

Ist's weit zum See?" fragte der Vast.

Äaum fünf Minuten. Sie können gleich durch den Garten gehen."

.Danke! Mso, Inge, schnell gegessen?"

Als sie fort waren, sah Marie nachdenklich auf den Wagen, der draußen wartete. Ob sie es nicht auch hätte so gut haben können? Vielleicht hatte sie eine Dummheit gemacht. Hübsch war sie, und viel hübscher wäre sie noch, wenn sie die hundert Dinge besäße, die zu einer Frau gehören und die andere Frauen haben. Dieses junge Mädel hatte es gut Das brauchte sich um nichts zu sorgen, hatte einen Mann, den es liebte, einen Wa­gen, mit dem es sorglos in die Welt fuhr, war nicht gebunden Marie empfand nicht die eigene Ungerechtigkeit, als sich in ihre Ge­danken ein leiser Groll gegen diese Fremde mischte, die es gut hatte, während sie selbst sich sorgen mutzte.

Was die Leute nur an dieser Gegend fin­den!" sagte sie zu ihrem Manne.Die kom­men doch mit ihren Wagen m ganz andere Länder!"

Wenn nur viele kämen, dachte Stanitz und schwieg.

Drei Stunden später kam das fremde Paar zurück. Sie tranken im Garten Kaffee, bann ging der Mann zu feinem Wagen und sprach mit Stanitz über den Weg. Eine Welle später erst sah Marie, wie das Mädchen in dem klei­nen Blumengarten nachdenklich zwischen den Sträuchern und Beeten stand. Halb verwun- beti, halb neugierig kam Starte näh«.

Es ist wunderschön bei 3tjnen, sagte das Mädchen, und das klang gar nicht so vor­nehm, wie die äutzere Erscheinung vermuten lieh.

Oh", sagte Marie und sah sich ringum, für die Dauer ist es wohl doch zu ein­tönig ..."

Ich weiß nicht. Dieser Wald, der stille See es ist so ruhig hier. Vielleicht empfin­den Sie das weniger als ich, weil Sie hier zu Haufe sind."

Sie haben doch die Möglichkeit, viel Schö­neres zu sehen. Aber bleiben Sie doch!" Der Geschäftsmann regte sich in ihr.Wir haben sehr schöne Zimmer, und ich glaube, mtt dem Esten waren Sie zuftieden ..."

Da sah das Mädchen zur Seite und et- widerte leise:Ich habe nicht allein über mich zu bestimmen. Wenn ich auch sage, ich möchte hier ausruhen es ist nur ein Wunsch." Marie sah lange das Mädchen an. Und da war es, als verstünden sich in diesen wenigen Minuten die beiden Frauen. Die eine lebte in Sorglosigkeit und Luxus und Unfrei­heit fuhr in den weichen Polstern eines Wagens durch die Welt und bezahlte da­mit, datz sie sich selbst nicht mehr gehörte und hätte gern ausgeruht: und daneben stand eine Frau, die dies alles hatte, das Zuhause, die Ruhe, die Sicherheit des Besitzes und des geliebten Mannes und hatte das bis jetzt nicht gesehen.

Es klang etwas heiser, als Marte zu dem Mädchen sagte:Ich will Ihnen ein paar Blumen mitgeben."

Am Abend wunderte sich Stanitz, daß sich seine Frau noch so lange zu schaffen machte.

Müde darf man nicht fein", gab sie ihm lachend zur Antwort,wenn im Hause Ord­nung herrschen soll. Und morgen kümmerst du dich um den Garten! Es soll doch alles wieder grünen und blühen, nicht wahr?"

Der Mann nickte. Er verstand.

Dam» stand er aus und küßte die Frau, .

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®k Preßbnrger Rechtsanwalt erhielt JW gruben Bries:Herr Rechtsanwalt! Bereite« Ste 80 000 Kronen vor di« ein Mann, der fich answeisen wird, übernimmt Falls Sie das Geld nickt geben, erleidet ihr einziger Sohn Lac« das gleiche Schicksal wie das Lindbergh-Vaby...!" Unterschrieben war der Brief: jDie schwarze Hand!" Da das Schrei­ben auf dem Nachtkästchen beim Bett des acht­jährigen Sohnes de-- Rechtsanioaltes, Laczi, gefunden wurde, erschraken die Eltern und der Vater wollte sofort Anzeige bei der Poli­zei erstatten. Vorher aber nahm er noch das Kindermädchen vor, da er annehmen mußte, daß dieses oder ein geheimer Freund von ihr den Drohbrief geschrieben habe. Das Kinder- fräulein brach in Tränen aus und erklärte, sie liebe den kleinen Laczi so, daß sie selbst lieber sterben würde, als »hm etwas anzutun. Schließlich sprach sie nach Ueberprüfung des ungelenk geschriebenen Briefes die Vermutung aus, datz die Schrift von Laczi selbst stamme. Der aufgeweckte Knabe wurde nun von seinem Vater einem strengen Verhör unterzogen und gestand, bas Schreiben selbst verfaßt zu haben, um die Eltern und bas Kinderfräulein zu er­schrecken. Den Text hatte der Kleine aus einer Zeitung abgeschrieben.

Eine Hochstaplerin als Führerin einer Betrügerbande.

Die Brüxer Kriminalpolizei hat einen gu­ten Fang gemacht. In einer Milchhalle wollte ein Mann einen Hundertkronenschein wechseln und nahm dann samt dem Kleingeld auch seine Hundertkronennote wieder mit. Die Ver­käuferin erstattete Anzeige. Kurz darauf ver­suchte er dasselbe Manöver ht einem Tabak- geschäst, wurde aber von der Polizei gefaßt Dort wurde in ihm der Wjährige Sattler­gehilfe Hejkal festgestellt, der schließlich gestand, datz er zwei Komplizen habe, die ht einem Gasthaus seien. Die Kriminalpolizei verhaftete dort den 22jährigen Maschinisten Kral und die 26jährige Hochstaplerin Vlasta Voleska aus Prag. Es stellte sich hftaus, daß letztere mit den beiden Bur­schen auf Reisen ging, um ht verschiedenen Prooinzstädten Betrügereien zu verüben. Sie finanzierte diese Beutezüge und stellte das er­forderliche Mietauto von Prag aus bei. Das Auto fand man nicht mehr vor, da der offen­bar zur Bande gehörende Kraftfahrer weo- gefahren war, als er merkte, daß die Sache brenzlich wurde. Die Voleska kritisierte in scharfen Worten die Ungeschicklichkeit ihrer Komplizen und erklärte, sie werdenie wieder mit ungeschulten Leuten arbeiten".

Sich selbst gekreuzigt

Ein schauerliches Ende hat der 71jährige Josef Hermann, ein Sonderling, gefunden, der in dem tschechischen Dorfe Brlotz im Saunet Kreis in einer unterirdi chen Wohnung lebte. Dieser Tage stieg aus se ner Wohnung Rauch auf. Als man herbeieilte und die verbarri­kadierten Eingänge freilegte, fand man Her­mann an einem aus rohen Brettern ge­zimmerten Kreuz vor der Tür hängen. Sein Kopf befand sich in einer Schlinge, die an der Spitze des Kreuzes befestigt war. In den Ohren und in der Nase waren Ringe befestigt Am Haffe hing eine Korallenschnur. Die Sippen waren mit Nägeln durchbohrt, die Hände mit Etticken ans Kreuz gebunden, die Füße mit Nägeln durchstochen. Der Tote trug Frauen kleidet.

Kurze Aerrnel volksschulwidrig.

In Neutra (Slowakei) hat der Vorsitzende des Ortsschulrates der dortigen israelitischen Volksschule die Verordnung erlassen, daß Schülerinnen Kleider mit kurzen Aermeln nicht tragen dürfen. Die Verordnung bezieht sich auf dasselbe Verbot in der Neutraer Klostetschule. Dazu bemerkt dasPrager Tagblatt":Ob Iud, ober Christ, ob Musel­mann eine sinnlosereVerordnung" hat eine Schulbehörde schon lange nicht erlassen. Will man die Kinder auf diese Weise selbstän­dig zu der Frage veranlassen, warum es denn unanständig fein soll, kurze Bermel zu tra­gen? Die Eltern haben vernünftigerweise gegen diese mittelalterliche Vorschrift Be­schwerde erhoben."

Spiekeroog mtd Antritte als Ferrenziele für Jugend höherer Schule«.

Für die Zeit vom 10. dis 30. Zull 6.3. veranstaltet das Landesjugendpfarramt zwei Ferienfahrten, auf die hiermit hkw- gewiesen sei. Die Schüler fahren zu einem dreiwöchigen Ferienlager auf der Rord- seeinsel Spiekeroog, welches Landes» jugendpfarrer Lic. Schäfer und Frau fei­ten werden, während sich die Schülerinnen auf der Kniebishöhe mitten im Schwarz­wald zu einer ebensolchen Feriengemetn- schaft unter Führung von Pfarrer Lic. Dr. Neubauer und Frau sammeln werden. Die Kosten für die Teilnahme belaufen sich für Hin- und Rückfahrt, Unterkunft und Ver­pflegung sowie einschließlich eines Betra­ges für besondere Ausgaben auf 90 RM. Die bisherigen Feriengemeinschaften führ­ten 1930 in das Ostseebad Zngst und 1931 nach Spiekeroog. Zn beiden Fällen war die Beteiligung recht gut und die Freude Über die schönen Fenenwochen außer­ordentlich groß. Anfragen bzw. Anmel­dungen zu den diesjährigen Fahrten, deren Durchführung als gesichert gelten kann, wolle man an das LandesjugendpfarraMt, Kassel, Kölnische Straße 33, 1 (Sei. 3395) richten.

Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird feine Gewähr übernommen.