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86. E2

listlscher Abgeordneter erfitte» Hütten ueb die bereits von einem der Fraktion Äs Mitglied angehörenden Arzt festgestellt worden feien, werde von der Fraktion »och veröffentlicht werden.-

Die Schlägerei lot Landtag. Polizeiliche Zengenvernehnknng.

Berlin, 26. Mai. 2m Anschluß au die Schlägerei, die am 25. Mai im Preußischen Landtag stattgefunden hat, haben sich zahl­reiche Tribünenbesncher der Polizei als Zeu­gen angeboten. Der Polizeipräsident hat die Vernehmung dieser Zeugen durchführen lassen und dre Protokolle der Staatsanwaltschaft zur Verfügung gestellt.

Polen becmspruchtOstpreutzen

fl. Warschau, 27. Mai. Die Ber- enrigung der Hochschüler aus den an Ost­preußen grenzenden Bezirken veranstaltete in Warschau einen Ostpreußen- abend, auf dem u. a. der frühere pol­nische Generalkonsul in Königsberg, S r o k o w s k i, einen bemerkenswerten Vortrag über Ostpreußen hielt. Noch im Jahre 1919 habe nach Meinung Srokowsirs die Möglichkeit einer Ver­ständig r ?) zwischen Ostpreußen und Polen bestanden, was jedoch durch Deutsch­land vereitelt worden sei, da das Reich stch sehr rasch von der Niederlage zu er­heben und gleichermaßen an bie Revision der Grenzen zu denken begonnen habe. Seit dieser Zeit sei Ostpreußen Gegenstand besonderer Fürsorge des Reiches geworden, wobei es vor allen Dingen darum gehe, Ostpreußen auch unter großen Opfern bei Deutschland zu erhalten, und nachzuweisen, daß das polnisHe Pommerellen zu Deutschland gehören müsse. Darum lasse stch das Reich Ostpreußen auch heute noch viel kosten, obgleich

dieses Land ohne natürliches polnisches Hinterland wirtschaftlich nicht selbstän­dig bestehen könne, and an, drei ver­schiedenen (?) Gebietsteilen zusammen­gesetzt sei. Snfgabe de» polnischen Diplomatie sei, der Welt klar zu machen, daß Ostpreußen ebenso wie Lettland, Litauen and Finnland befreit (2t) wer­den müsse.

Die polnische OeffenMhkeit and die pol­nischen Organisationen müßten systematisch daran arbeiten, um die rückständige und vernachlässigte Masie der masurischen Be­völkerung für Polen m gewinnen. Der Vortragende machte schließlich der pol­nischen Oeffentlichkeit bittere Vorwürfe, daß sie in dieser Hinsicht vieles vernach­lässigt habe wobei er besonders darauf hinwies, daß heute in Allenstein noch keinEymnasium errichtet worden sei. Polnisches Wutgeheul über die Derstärkm« des militärisch« Schutz« in Ostpeenhm.

Di« letzten Beschlüsse bes Auhenausschns- s« des Reichstags, sowie die Ankündigung über bie Verstärkung des militärischen Schutz« in Ostpreußen hab« in Polen größte Beachtung gefunden und wie gewöhnluh in solchen Fällen die polnische Presse in größte Aufregung versetzt. Zunächst beschränken sich die polnischen Blätter darauf, die Berliner Meldungen kommentarlos zu veröffentlich«: doch aus der Aeberschrist:Die Deutschen drohen und befestigm Ostpreußen. Ern brutaler Beschluß des Auswärtigen Aus­schuss« bes Reichstags." usw. geht deutlich hervor, wie erbost man hier über diese Be­schlüsse ist. Den Beschluß b« Auswärtigen Ausschuß« bezeichnet beispielsweise das maß­gebende RegierungsblattGazeta Polska" als , Wahnvorstellung und nach Meinung der national-demokratisch«Gazeta WarcMwskcr" ist « überhaupt eine Herausforderung. ABS" erklärt, der Beschluß stMe einen Bruch d« Artikels 180 d« Vertrages von VersaN« dar, demzufolge der Bau von Be­festigung« unzulässig sei. Ueberhaupt sei« die Beschlüsse nur erfolgt, um die WÄt glaub« zu mach«, Ostpreuß« sei von Poll-n bedroht.

Nachruf für Admiral v. Hipper

Berlin, 28. Mai. Der Thef der Marine- leitung, Admiral Dr. h. c. Rae der, ver- öffentltdjt zum Tode Admirals a. D. von Hipper ein« Rachruf, in dem es heißt:

Im Weltkriege cm verantwortungsvollster Stelle stehend, hat von Hipper als Befehls. Haber der Aufklärungsstrettkräfte auf der Doggerbank und in zahlreichen Bor» flößen in die feindlichen Gewässer die Waffe erfolgreich zum Einsatz gebracht, zu deren wagemutiger Führung er wie Kaum ein anderer vorausbestimmt war. Ms Füh­rer der weit vorgeschoben« SchlaKtkreuzer und leicht« Streitkräfte auf sich selbst ge­stellt, erfocht er die in der Skagerak- schlacht einleitend« Kreuzerschlacht am 3L Mai 1916 über den weit überlegen« Gegner einen Sieg, wie er wohl einzig in der Geschichte dastehl.

Ein hervorragender Admiral, ein ausrechter deutscher Mann und treuer Kamerad ist von Sns gegangen. Ein Führer und ein Ritter!

n der Reichsmarine wird er als leuchtend« Borbild weiterleben.

Devaheim-Prozeß

Die Einkünfte Cremers

Berlin. 26. Mai. 2« Devaheim^rozeß wurde am Donnerstag der Direktor der Wirt­schaftsabteilung bes Devaheim-Konzerns, Dr. Schlunk, der auch Geschäftsführer der Ver- ficherungszenttale war, vernommen. Nach An­gab« Dr. Schlunks betrug« die Einkünfte D Eremers aus der Evangelischen Versiche- rungszeuttale 16 000 JH. Aus anderen Fon» erhielt Pastor Tremer noch ein« Bettag von 10000 Jn und auch 6000 Jl für die Anschaf­fung von zwei Autos und der« Unterhal­tung, was aus Geldern der Evangelisch« Versicherungszentrale bezahlt wurde. Um einen Skandal zu vermeiden, sei auch ein Schuldkonto D. Eremers in Höhe von 20 000 M gedeckt ward«.

Der Direktor der Wohlfahrtsabteilung beim Zenttalausschuß für Innere Mission, Pfarrer ©teinroe& erklärte, nach seiner Ansicht sei Pastor Kremer nicht berechtigt gewesen über die Eeheirnkont« zu verfügen, ohne vorher mit dem Präsidenten des Zenttalausschuffes zu sprech«, wie er auch nicht berechtigt ge­wesen sei, aus diesen Eeheimkonten ein Auto zu kauf«.

Der Angeklagtt Pfarrer Tremer erklärte auf die Frage, zu welchem Zwecke er einen sechs- oder siebensitzigen Wagen für die Fahrt von Potsdam nach Berlin benutzen müßte, die er auch im gutgeheizt« Stadtbahnwagen zu­

rückleg« könne, der große Wag« fei ihm selbst als ein gewisser Sexus erschienen und deshalb habe er sich auch ein« kleinen Wag« gekauft. Der Zeuge Dr. Libbertz hielt die An­schaffung eines Wagens für Pfarrer Tremer berechtigt, da dieser eine außerordentliche Ar­beit geleistet habe. Bon der Beeidigung bes Zeugen wurde Abstand genomm«.

Dr. Libbertz, der Geschäftsführer der Hilfs- kaffe, war mit einem Monatsgehalt von 2500 M beschäftigt und erhielt bei ferner Ent­lastung eine Abftndung in Höhe von mehreren Monatsgehältern. Außerdem übernahm die Bilfskaste noch eine Schuldenlast des Dr.

ibbertz in Höhe von 140 000 Jl.

Geheimrat Gebet der Präsident bes *a» ttalen Ausschusses für 2nnere Mission, benm» bete, daß er von den Geheimkonten erst ht den Jahren 1928 und 1929 erfahren habe und zwar durch Verdächtigungen, die geg« Pastor Tremer ausgesprochen worden seien. Er hatte Mitteilung bekommen, daß Pastor Tremer regelmäßig Unterstützungen an einige £«te vergebe. Da das ein unerträglicher Zustand gewesen sei, habe er die Vergebung der ver­schiedenen Konten und des Positionsfonds selbst übernommen, Pastor Cremer von dieser Zeit an nur die Verwaltung überlasten.

Die Verhandlung wurde auf Sonnabend vertagt.

Der Mofelkanal, das größte Reparationswerk, ist vollendet.

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Das riesige Wehr bei Uecking« («wisch« Metz und Diedenhofen). durch das das Master des Kanals siete auf die gleiche Höhe mit dem der Mosel gebracht werden kann. Die Schiffe können dadurch gleich von der Mosel in den Kanal überleben.

2m 2uüi wird der französische Staatspräsident das größte Reparationswerk, den Moselkanal, seiner Bestimmung übergeben. Die Ausführung der Arbeiten war deutschen Firmen übertragen worden, die während der 3 jährigen Bauzeit bis zu 3000 deutsche Arbeitskräfte hier beschäftigen konnten. 2m ganzen war eine Strecke von 27 km neu zu bebauen und eine solche von 8 km ausrugleichen.

o bleiben die Reformen?

Forderungen des Reichsverbandes der deutschen Industrie

Berlin, 26. Mai. Das Präsidium d« Reichsverbandes der Deutschen Industrie trat am Mittwoch unter Vor­sitz von Dr. Krupp von Bohl« Halbach zu einer Sitzung zusammen. Zunächst berichtete Dr. K a st l e über den Inhalt einer auf Grund der letzt« Berhandlungen d« Reichsoerban- d« an die Reichsregierung gerichtet« Ein­gabe, in der die Forderungen des Reichs­verband« zu bm aktuell« wirtschafte-, fi- nanz- und sozialpolitischen Fragen vorgettagen worden sind. Es müßten alle inner­wirtschaftlichen Möglichkeitenrest­los ausgenutzt roerbm.

um ein« weiter« Zerfall der deutschen Wirtschaft zu verhindern.

In der anschließenden Erörterung wur- d« die in der Eingabe vertreten« Forderun- g« einstimmig gebilligt. Es wurde allseits hervorgehob«, wie unerttägllch bei der fort* setzend« Schrumpfung des Umsatzes die Ver­waltungskosten der öffentlichen Hand ein­schließlich der sozialen Abgaben die Erzeugung belastet. Die wichtigste Aufgabe der Regierung müffe es deshalb sein, auf dem Wege über eine Regelung des Finanzausgleiches, der Ver­mal tungsreform und der Arbeitslosenfürsorge endlich einen «tscheidenden Schritt zum Ziel einer wirksamen Entlastung der Güterer­zeugung zu tun.

Die Wirtschaft leistungsfähig zu halten und das vertrau« auf die Möglichkeit efaes Aufstiegs wieder zu beleb«, müffe das Kernproblem der Wirtschaftsführung fein.

Wenn der Erzeugungsumfang aus den Stand der ersten Jahre des lausenden Jahrhunderts zurückgegang« sei, so müßten sich eben die öffentlichen Ausgaben tiefet Entwicklung anpaffen. Der Ausgleich der öff«üich« Haushalte dürfe auf kein« Fall durch n«e Steuern versucht werd«, die die Leistungsfähigkeit und die Steuerkraft aller im Erzeugungsprozeß stehend« Fakto­

ren noch mehr schwächen würde. Fe«er wurde auf die Notwendigkeit einer Sen­kung der Zinslasten hingewiesen und die Erhöhung einer Aufttagsfinanzierunug ge­fordert. Ueber

die Reform der Umsatzsteuer berichtete der Vorsitzende des Steuerausschus- ses des Reichsverbandes der Deutschen Indu- strie, Rechtsanwalt Vielhaber -Esten, an Hand der Beschlüste, die der Umsatzsteueraus­schuß am 24. Mai gefaßt hat. Der Ausfchuß steht auf dem Standpunkt, daß bei einem Steuerfatz von 2 v. H. das gegenwärtige Um* fatzsteuerfystem auf die Dauer nicht aufrecht erhalten werd« könne. Bei dem notwendigen Umbau des Systems fei die oon der Reichsregierung erwogene Pauschalierung in der Textilwirtschaft (Dollpaufchalierung auf der Stufe der Weberei mit einem Satz von rund 9,5 v. H.) abzulehnen. Die Umfatzsteuer müßte ihrem ursprünglichen Zweck «spre­chend in eine echte Verbrauchssteuer umgewandelt werden.

Deutsches Reich

D« Sturm geg«, die neuen Notverordnungen.

Berlin, 26. Mai. Gegen bie ange­kündigte neue Notverordnung rotrb bekanntlich von all« Seiten Protest erhob«. Neuerdings hat der G e werk sch afts- bund bet Angestellten gemernfam mit den übrig« Haup-tausschüssen für die Sozial­versicherung der Angestellten, Vereinigt« An- gestelltmverbände und des Reichsfachausschus­sesBehörden" im GDA. Eingab« an die Reichsregierung gerichtet, in den« unter Dar­legung der Notlage der Angestellten­schaft geg« jede wettere Notgesetzgcbung, die eine Schmälerung der Ange­stelltenbezüge zur Folge hat, schärfster Kampf angefünbigi wird.

Die Deutschnationale Dolkspar- tet bat ihr« mit dem Schreib« an dm Herrn Reichspräsidenten begonnen« Kampf

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eifctgee a*n WalSversvrechungen bet Re. QWTirwQ durch Notverordnungen jetzt verkündet werd« soSen, auch im'Land, tag aufoenomm«. 3n einem Urania» for. bett bie bentschnationale Fraktion den Land, tag axt $u beschließen, bas Staatsmrmfterrmj zu ersuchen, bet der Reichsregienmz vorstellig zu werden, daß eine weitere Senkung der Lebenshaltung <tifer BevÄkerwlgs- schuhten durch neue Steuer« nicht eintritt. Vtekmehr soll aSe Kraft dar- an gesetzt werden, die Wirtschaft in Gang zs btnig« und ÄrbeitsMöglichkeiten auf dem Wege der Durchfühttmg auch bet A rbeitsbienftpfltcht zu schaff«.

Auch die christlich-nationale« T». geteilten erheb« schärfst« Protest geget eine zusätzliche Beschäftigungsfteuer bet Verlängerung bet geltend« Krisensteuer. Ihr Vorschlag ist: Umbau der Krisensteuer durch Heranziehung aller Einkommensbezreher und Ausgleich des Steuertarifs.

Die Verlänqenmg des Rediskontkredttes.

Berlin, 26. Mai. Der Rediskonürckit der Reichsbank, der nach der seinerzeitigen Rückzahlung oon 10 o. H. noch 90 Millionen Dollar beträgt, ist bekanntlich am 4. 3um zur Rückzahlung fällig. Die BIZ ist zwar in der Maisitzung des Verwaltungs- rotes ermächtigt worden, den Strebt! für bret Monate, also bis zum 4. Septen», bet 1932 zu verlängern. Es bedarf hierzu aber noch des Einverständnisses der drei anderen Beteiligten, der Federal Reserve Bank of Newyork, der Banl von Frankreich und der Bank von England. Eine Zustimmung dieser drei Bank« liegt bisher noch nicht vor, wenn auch seinerzert berichtet ward« ist, daß die Verlängerung so gut wie gesichert fer. Diese Zustimmung hängt ab von der Entscheidung b.*5 Bankrates der Bank von Frankreich, der am 2. Juni hier­über berat« wttd. Schon in der Maisitznmg des Verwaltungsrates der BIZ hat die Bank oon Franfteich dm Wunsch geäußert, daß eine weitere Tilgung oorgmommmmü» die Verlängerung des ftredttes nur um einen Monat statt um drei Monate aus- gesprochen werd« soll. Daß die D e v i s e n - tage der Reichsbank eine weitere Rück- zahlung nicht gestattet, liegt auf der Hand, und es erhebt sich jetzt die Frager ob die Bank oon Fraittreich von ihr« Wün­sch« abfehm und der bedingungslosen Ver­längerung auf drei Monate zustimm« wttd.

Die Reichssteuern im April.

Verhängnisvoller Rückgang.

Berlin, 26. Mai. Im April 1932 betrug« (in Mill. RM.) die Einnahmm des Reiches aus dm Besitz- und Verkehrs- steuern und aus dm Zöllen und Ver­brauchsabgaben 555,8. Gegenüber dem April 1931 sind im April 1932 im ganzen 257,9 weniger aufgekommen. Die Ein­nahm« in den beidm Monat« find jedoch weg« der oerschiedmm Lagerung oon Vor­auszahlung« und der Erhöhung und Nm- einführung von Abgab« nicht ohne Breiteres vergleichbar.

Wahlbefchllifse der heffifchen Deutschnatianolen

Frankfurt a. M-, 26. Mai. Der erwei­terte Landesausschuß der Deutschnationalen Volkspartei in Hessen hat gejtern in Frank­furt die Richtlinien für die bevorstehende Landtagswahl festgelegt und die Kandidaten- liste ausgestellt. Die Liste wird von dem bis herigen Abgeordneten Amtsgerichtsrot Röhm geführt. An zweiter Stelle erscheint der Landwirt Fenschel-Oberhörgern. Eine Ein- heite liste mt den übrig« bürgerlichen Pao teien sand einstimmige Ablehnung.

Der Reichskanzler bei bet Prozession auf bett Opernplatz.

Berlin, 26. Mai. Zum ersten Male wurde in diesem Jahre in der Reichshaupt­stadt das Fronleichnamsfest in der zur Dom­kirche umgebauten St. Hedwigs-Kathedrale mit dem vollen Glanze gefeiert, der für diesen größten katholischen Feiertag in den Dom­kirchen üblich ist. So fand auch die große öffentliche Fronleichnamsprozession diesmal an dem Feiertage selbst statt, während sie sonst am folgenden Sonntag abgehalten wurde. Die öffentliche Feier in allen an­deren katholischen Kirchen Berlins ist aus den nächsten Sonntag verschoben worden. Nach einem feierlichen Pontifikalamt verließ der Bischof mit der Monstranz die Kirche. Hinter dem Baldachin mit dem Allerheiligsten gingen mit brennenden Kerzen u. a. Reichskanzler Brüning mit den Reichsministern Sta­get w a I d und Schäkel, dahinter die preußischen Minister Schmidt, Hirt- fieser und Steiger. Sodann folgten zahlreiche andere hohe Beamte und Parla­mentarier.

Eröffnung bes Ostpreutzen-Turniers.

Königsberg, 26. Mai. Das Ostpreußen- Turnier des Reichsverbandes für Zucht und Prüfung Deutschen Warmblutes und des Wehrkreises 1 begann am Donnerstag in Königsberg auf dem Rennplatz. Der erste Tag wurde ein großer Erfolg. 14 000 Men­schen fanden sich auf dem Rennplatz ein, dar­unter 3000 Schulkinder. Außer zwei Kon­kurrenzen wurden sämtliche Schaunummern vorgesührt. Leider ereignete sich auch ein sehr bedauerlicher Unglücksfall. Frau Alb­recht aus Königsberg stürzte vor Beginn bei Dressurprüfung mit dem bekannten Hengst Burchart", der aus unbekannter Ursache un­ruhig wurde. Das Pferd fiel auf die Rei­terin. Der ärztliche Befund ergab, daß gra» Albrecht die Wirbelsäule gebrochen hat.