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Sltinr Tricks für -en Saus-alt

Unsere vielgeplagten Hausfrauen haben cr, heute besonders schwer und man sollte ihnen die Arbeit nach Möglichkeit er­leichtern. Industrie und Technik haben flUf diesem Gebiet viel geleistet: vom Staubsauger bis zur elektrischen Backuhr, die prompt weckt, wenn der Kuchen gar ist, aber es gibt daneben unzählige kleine Behelfe, die die tägliche Hausarbeit er­leichtern und vergnüglicher machen.

Zum Beispiel: Sie ärgern sich über den Salzstreuer, weil das Salz darin oft feucht wird und dann schlecht streut; rin paar Reiskörner hinein, und der Schaden ist behoben. Oder, es gefällt Ihnen nicht, wenn im Sommer die Fliegen in Ihre Küche kommen; einige Tomatenpflanzen ins Fenster gestellt, wir- kep hier Wunder?

Eine Radel fädelt man leichter ein, wenn man sie in ein Stück weißes Papier sticht; die Oeffnung ist dann besser zu sehen. — Eine angeschnittene Citrone HW fich länger, wenn man die Schnitt­fläche auf ein halb mit Essig gefülltes Glas legt. — Glas kann man mit der Schere schneiden, wenn man Glas und Schere unter Wasier hält. — Reue Strümpfe und Socken legt man vor Gebrauch zwei Stunden in warmes Wasier und läßt sie dann trocknen; sie hal­ten bedeutend länger.

Es könnten noch viel solcher billigen Ratschläge aufgezählt werden. Für Blu­menliebhaber sei hier nur noch erwähnt, daß Zimmerpflanzen von Erdflöhen ver­schont bleiben, wenn man ein paar Streichhölzer mit dem Kopf in den Blumentopf steckt. — Wer seine Blumen während einer längeren Abwesenheit nicht verdursten lassen'will, hat hiergegen «in einfaches Mittel: Er nehme fich ein schmales Baumwollgewebe, stecke es in den Blumentopf und das andere Ende in einen mit Wasier gefüllten Topf der etwas höher stehen muß. Handelt er so. dann kann er beruhigt in den Urlaub fahren. Bei seiner Rückkehr werden ihn seine Blumen in alter Frische erfreuen.

Man sieht, es gibt mancherlei Tricks für Küche und Haushalt, di« fast garnichts kosten und doch sehr nützlich find.

etenognrv-tsckes

Großer Erfolg der Marburger Stenographen in Kasiel.

Bor der Industrie- und Handelskam­mer in Kasiel bestanden folgende Mitglie­der des hiesigen Reichskurzschriftvereins „Gabelsberger" am 13. und 16. April die Gefchäfts-Stenographenprüfung:

260 Silben: Gertrud Herrmann,

240 Silben: Hans Korn, Adolf Ahrens,

220 Silben: Dorothea Weichelt,

180 Silben: Maria Schlömer, Erich Lucker, Walter Post, Else Buchheim,

160 Silben: Anneliese Bierwirth, Lie- sel Holzknecht, Mathilde Stiel, Maria Lucas, ,

150 Silben: Else Luft, Tilli Heus«, Gretel Muth, Käthe Tschinkel, Erna Heckeroth, Margarethe Klee. Margarethe Grölz, Lenk Rudolf, Ehr. Lehmann, Walter Elemen, Heinrich Merle, Willi Außtermühle, Karl Rickolaus.

* Gepäckaufgabe auch auf der Fahrt. Während es bis fetzt nur zulässig »oi, daß das vom Reisenden mitgenommene Gepäck vor Abfahrt des Zuges bei der Gepäck­abfertigung aufzugeben, ist es jetzt in Aus- nahmefällen dem Reisenden möglich, das Gepäck auch im Zuge im Packwagen gegen eine Sondergebichr von 20 Pfennigen aufzugeben. Der Reisende erhält eine Emp­fangsbescheinigung, die den Aufdruck „unab- gcfertigt" trägt. Er muß dann bei Ankunft auf der Endstation die Kosten für die Fracht und die üblichen Rebengebühren entrichten. Ohne Zweifel bedeutet das. z. B. in solchen Fällen, in denen der Zug sehr überfüllt ist, eine große Erleichterung für den Reisenden. Das gleiche gilt für ein etwaiges zu spätes Eintreffen am Abfahrtsbahnhof.

_________vberhefsisch« Zeitung, Marburg L.. Donnerstag, den 21. April 1932_________

JekausWMll Her MrheWeu Zeitung

Sie erinnern fich gewiß unserer Anzei­gen in den vergangenen Wochen, die unter dem Kennwort „Für den Leser vom Land" jeden Tag im redaktionellen Teil unserer Zeitung veröffentlicht wurden. Dies« An­zeigen sollten dem Landmann klarmachen, daß und warum es nicht zweckmäßig sei, die Zeitung im Sommer abzubestellen. Wir konnten eine ganze Reihe stichhaltiger Gründe anführen, die für die Beibehal­tung der Zeitung auch in diesen Monaten sprachen. Um zu sehen, welche Beachtung und welchen Erfolg unsere Aufklärungs­arbeit in dieser Richtung beim Leser vom Land fand, veranstalten wir heute

ein Preisausschreiben

mit folgender Frage:

„Welche Gründe sollten den Landwirt veranlasien, seine Zeitung im Sommer heiznbehalten?-

Die Antwort auf diese Frage kann in Form einer einfachen Zusammenstellung der Gründe, noch bester aber in einem kurzen Brief gegeben werden. Maß­gebend für die Preiszuteilung find die Stichhaltigkeit und die über­zeugende Form der Antwort und die Begründung der ein­zelnen Punkte.

Für die besten Antworten setzen wir 4 Hauptpreise im Werte von je 15, 30, 20 und 10 Mark aus. Als Trostpreise außerdem eine große Anzqhl — minde­stens 80 je nach Beteiligung — Frei­abonnements unserer Zeitung für 2 bezw. 1 Monat.

Es sollen also diejenigen unserer Leser vom Land, die sich mit unseren Gründen für die Beibehaltung der Zeitung im Som­mer beschäftigt haben und ihre Ansicht in einer guten Antwort zusammenfasten, Ge- legenhtit haben, nun auch praktisch (und

kostenlos) die Annehmlichkeiten der Zei­tung im Sommer kennenzulernen. Das ist das Ziel unseres Preisausschreibens: Die bisherigen „Saison-Abbesteller" mögen fich mit der Zeitung im Sommer befreun­den und erkennen, was die Zeitung dem Mann vom Land auch im Sommer unent­behrlich macht.

Teilnahmeberechtigt ist also nur die Bevölkerung außerhalb Mar­burgs, unabhängig davon, ob sie zur Zeit die „Oberhessische Zeitung" bezieht oder nicht. Jedoch bitten wir Richt- Abonnenten, auf ihren Einsendungen den Vermerk zu machen: „Ich bin z. Zt. kein Abonnent".

Einsendungen müsten auf einer Karte oder in einem verschlossenen Briefumschlag eingeschickt werden, unbedingt aber fol­gende Anfchrift tragen:

„Oberbesfische Zeitung-

Marburg

Betr. Preisausschreiben.

Sämtliche Einsendungen müsten bis spätestens zum 1. Mai 1932 in un­serem Besitz sein. Spätere Lösungen können nicht mehr berücksichtigt werden. Die Beurteilung der Zuschriften erfolgt durch ein Preisgericht, dem zwei Herren aus Kreisen der Landwirtschaft und zwei Herren vom Verlag der „Oberbessischen Zeitung" angehören. Die Bekanntgabe der Preisträger erfolgt in der Woche vom 8. bis 14^ Mai. Die Veröffentlichung der besten Antworten behält sich der Verlag vor. Alle Einsendungen gehen in,den Be­sitz des Verlages über. Die Entscheidung des Preisgerichtes ist endgültig und nicht anfechtbar' Und nun bitten wir um recht zahlreiche Beteiligung und wünschen allen Teilnehmern viel Glück.

Verlag und Schriftleitung der „Oberhesfischen Zeitung-.

Aus ter Amyegenö

An -ie Lan-bevölkerung!

Landmann, bleib bei deiner Zeitung?

Auch im Sommer. Gewiß, mancher Landwirt bestellt sie dann ab. Aber diese haben noch nicht versucht, ob es nicht auch anders geht, ja besser geht. Ob es nicht angenehmer ist, nützlicher für den eigenen Betrieb, wenn die Zeitung im Haus bleibt. Schließlich braucht der Landmann ja gerade bei harter körper­licher Arbeit etwas geistige Ablenkung, Anre­gung. um frisch zu bleiben, lebendig zu blei­ben, auf dem Laufenden zu bleiben. Daran sollte er denken. Für wenig Geld erhält er das alles im Sommer durch ferne Zeitung.

KrrlS Marvmg

t. Goßfelden, 20. April. Hier werden $ur Zeit 20—30 Arbeitslose wieder Beschäf­tigung finden. Es sind zwei Sp ortvlätze herzurichten, wofür eine beachtliche Summe öffentlicher Mittel zur Verfügung stehen. Ein Fußballplatz wird inmitten der Tannen out dem Scheid angelegt und der Spielplatz der Turner in der Lache wegen Flutgefahr er­höht, um trockenen Boden auch in nasten Zelten zu haben.

Bracht, 20. April. Hier fand eine Ver­sammlung der Eisernen Front statt, die von den Ortseinwohnern stark besucht war. Der Redner, der angeblich über das Thema „Für ein freies Preußen" sprechen wollte, gmg sofort nach Eröffnung der Ver» sammlung in schärfster Weife gegen tue NSDAP, vor, doch die Zuhörer waren nicht von der Eisernen Front und verließen bis auf etwa 6 Mann unter stürmischen Heil-Rufen den Saal.

Amönau, 20. April. Die 6. P. D. hielt hier am vergangenen Sonnabend im Saale der Gastwirtschaft Althaus eine Wahlver­sammlung ab. Der Redner des Abends er­ging fich in längeren Ausführungen über die Kriegsschuldlüge, die Folgen des Krieges und glaubte, mit seinen Ideen und Gedankengän- I gen die Zuhörer überzeugt zu haben. Er hatte jedoch nicht mit der Diskussion gerechnet, in

der der Nationalsozialist Wiegand seine Aus­führungen klipp und klar widerlegte. Das Einzige, was der sozialdemokratische, Redner erwidern konnte, war „das glaube ich nicht oder das ist nicht wahr". Die Versammlung endete jedenfalls mit eifern vollen Erfolg der N. S. D. Ä. P.

Niederwalgern, 20. April. Auch hier iTirib eine Versammlung der DVP. statt, in welcher Herr Kaufmann Hornberger die Siuc der DVP. darlegte. "In mühevoller Oppc-Titionsarbeit habe die DVP. seit 7 Jähren in Preußen sich stets für die 3n- keressen des Mittesttandes eingesetzt. Recht und Gerechtigkeit sind die Richtlinien der DVP. Solange Menschen den Wert der Persönlichkeit schätzen, wird auch die DVP. als Hort nationaler und liberaler Gesinnung in der Politik bes Bürgertums unentbehrlich sein.

Dreihausen, 20. April. Der G e- sangverein „Eintracht", Dreihausen, Mit­glied des Deutschen Sängerbundes, feiert am 30. April b. 3s. sein 50jähriges Bestehen, und zwar durch einen Konzertabend. Zum Vortrag gelangen Mannerchöre, Gemischte Ehöre und Musikchöre. Auch ist es dem Verein gelungen, die Sängerin Fräulein Engelhardt aus Marburg für den 3u- blläumsabend zu verpflichten.

h. Fronhausen, 20. April. 3n einer Versammlung der DÄP. sprach am Dienstagabend ein Dolkswirtschaftler, Herr O'tte aus Gießen. Seine Ausführungen behandelten die Ursache unserer wirtschaft­lichen Not und die Möglichkeiten ihrer Be­hebung. Eine Besserung in Preußen könne nicht von einer Partei allein kommen, son­dern nur auf dem Wege der bündnismäßigen Gemeinsamkeit aller bürgerlichen Parteien.

Äirthhnhi

r Rauschenberg, 19. April. Durch den Provmzial-Inspektor der Freiwilligen Sanitätskolonnen vom Roten Kreuz, Ober­stabsarzt Dr. Krause in Kassel, fand die Prüfung des werten Ausbildungslehrgangs der hiesigen Sanitätskolonne am Sonntag

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auf dem Schloßberg statt. Zu der Prüfung war auch der Bezirlskolonncnsüurcr Kuhn aus Marburg erschienen. Die theoretische Prüfung ergab, daß die «anrtätsmänner und Helferinnen mit Erfolg bemüht waren, sich gute Kenntnisse als Erslhelfer anzueignen. Eine kleinere Hebung ergab die Bewährung der Sanitätsleute in ihrer praktischen Arbeit. Am Schluß der Hebung gab der Provm- zialinipetteur seiner Befriedigung über die Leistungen der Kolonne Ausdruck. Er er­mahnte auch zu weiterer treuer Arbeit im Dienst des Roten Kreuzes. Stadtverord­neter Graeber betonte als Vertretr der Stadt die Bedeutung der Arbeit der Samtätskolon- nen im Dienste der Allgemeinheit. Auch er rief zu weiterer reger Mitarbeit auf. Be­sonderer Dank gebührt dem Vorsitzenden und Kolonnenarzt Dr. med. Henkel, der in den Wintermonaten die theoretische und praktische Ausbildung der Helfer und Helferinnen ge- iertet hat.

r Rauschenberg, 19. April. Für die Deutschnationale Volk spart«! sprach am Sonntag hier Bürgermeister a.D. W o lff aus Marburg. In klaren, sachlichen Ausführungen übte er an vielen Maßnah­men der Regierung Ktitik. — Für die Deutsche Volkspartei entwickelte gestern abend an Stelle des verhinderten Redners, des Listenkandidaten Iusttzrechnungsreoisors Bee- res-Frankfurt a. M., Herr Schulz- Mainz das Parteiprogramm. Landwirt Christian Wißner sprach in der Debatte für die Rationalsozialisten. Die Kommunistische Par- Partei hat für Mittwoch, die NSDAP, für Sonnabend eine Wahlversammlung ange­kündigt.

KnlS Sftßenhatn

a. Trei) sa, 20. April. Lehrer W i l h. Peter und Frau, geb. Böttcher, begehen am 21. April die Feier ihrer silbernen Hochzett. Da Peter seit Jahren Vorsitzender des Be- zirksoereins Treysa ist und die hiesige Sani­tätskolonne unter seiner zielbewußten Leitung einen ungeahnten Aufschwung genommen hat, so dürfte es dem beliebten Jubelpaare zu sei­nem Ehrentage an allerlei Aufmerksamkeiten 'nicht fehlen.

i)«s SronMtr toiMrogtamm

Freitag, bei 22. April.

6.00: Wetterbericht. — Anschließend: Mor­gengymnastik. — 7.00: Schallplatten-Konzert. — 11.30: „Sanne und Ella, die vorbildlichen Hausfrauen, plaudern im Rundfunk". — 12.00: Blasmusik. — 13.00: Konzert. — 15.20: Erziehung und Bildung. — 17.00: Vesper-Konzert. —18.25: „Französische Men­schen", Vortrag. — 18.50: „Kinder, die ewig erkältet sind", Äerztevortrag. — 19.30: Un­terhaltungs-Konzert des Philharmonischen Orchesters Karlsruhe. — 20.30: 3m Fluge um die Welt: „Chile, Peru und Bolivien". — 21.30: Neue deutsche Instrumental- und Vokalmusik. — 22.30: Zeitangabe, Wetter­bericht, Tagesnachrichten, Sportbericht. — 22.45: Konzert.

Wetterbeobachtungen 20.21. April

Höchste Temperatur am 20. April 9,8 Celsius iedrigste Temperatur letzte Nacht 2,9 Celsius

Zeit

Barometerst. reduziert auf N N

Tempe­ratur

Relative Luft- feu<^tig»

20.4. 2 Uhr nachm.

759.1 mm

7.6 Teil.

55*1.

20. 4. 9 Uhr nachm.

759.3 mm

6.8 Teil.

68*1.

21 4. 7 Uhr norm.

759,7 mm

5,0 Teil.

76 *1.

PHOTO-B

ÖHLER - BRILLEN-BÖHLER

Marburg/Lahn

Wettergasi« SO Bahnhofstr. I

Fernruf 248 Wetterbericht.

Unser Gebiet liegt an der Westseite eines schwachen, sich von Spanien nach Finnland iu erstreckenden Hochdruckrückens und gleichzeitig an der Vorderseite eines über Großbritannien liegenden Tiefdruckgebiets. Da letzteres eben­falls keine stärkere Entwicklung zeigt, macht sich auf unser Gebiet wechselweise der Ein­fluß tiefen ober hohen Luftdrucks geltend, ohne daß jedoch dieser oder jener die Vorherr­schaft erringen kann.

Aussichten für Freitag: Bei südwestlichen Winden veränderliche Bewölkung, ziemlich mild und Neigung zu vereinzelten Regen­fällen.

1^08^247 wertvolle E«pte/Für jede Hausten ' "TIA KOCHBUCH

^Tdeusch«. S«n«r> jeden Freitag vormittag Sanne und kNH plaudern to

N C2. BURGSTR. 24