Nr. 92 —- Mrdmsrr SlMeiwag
Em schlechter Sommer?
Trauerbotschaft: Es ist wahrscheinlich, die Vulkanausbrüche in Südamerika Europa einen schlechten Sommer brin- -£n werden. Der feine vulkanische staub, der aus den Kratern bis weit in die Stratosphäre geschleudert worden ist, Hindert in großen Kurven mit einer Eeickwindigkeit von 100—200 Km. nach Europa hin. Hier schafft er nicht nur schöne farbige Dämmerungserscheinunandern absorbiert auch einen Teil der Sonnenstrahlen. Man hat, nach dem Krakatau-Ausbruch im Jahre 1912 sowie nach der Katmai-Katastrophe im Jahre 1912 sowie nach der Katmai-Kata- whe im Jahre 1913 dieselben Erscheinungen beobachtet: Es gab keinen richtigen Sommer.
Zur Landtagswahl.
In der heutigen Nummer veröffentlicht der Magistrat die Stimmbezirke zur Preu- ßenwahl am kommenden Sonntag. Der Stadtbezirk ist, wie bei früheren Wahlen, wieder in 14 Wahlbezirke eingeteilt einschließlich der Krankenanstalten. Die Mahlzeit dauert dieses Mal nur bis 5 Uhr nachmittags. Wahlscheine für auswärts können nur bis Freitag, den 22. ds Ms., ausgestellt werden.
* Zur Hitler-Versammlung. Wir verweisen noch einmal ausdrücklich auf die Stadt. Bekanntmachung in der gestrigen Nummer betr. Regelung des Verkehrs bei der heutigen N. S. D. A. P.-Ver- sammlung auf der Bürgerwiese.
* Polizeiliches. Bei einem Einbruch wurden hier gestern Briefmarken entwendet. — Bei einem zweiten Einbruch gelang es, die Täter festzunehmen.
* Ein« Erwerbslofenversamm- I u ?. g, die von der K. P. D. einberufen worden war, fand gestern nachmittag in der Turnhalle am Varsüßertor statt. Sie war schwach besucht und nahm einen ruhigen Verlauf.
* Von der Universität. Herr Dr. D ö p p hielt Sonnabend, den 16. April, im Hörsaal des botanischen Instituts seine öffentliche Antrittsvorlesung über das Thema „Einige Fälle von Vererbung bei 'Pflanzen außerhalb des Gültigkeitsbereichs der Mendelschen Gesetze".
* Neue Sonntagskarten-Ver- bindungen. Vom Mittwoch, dem 4. Mai 1932 ab, d. h. vor Himmelfahrt werden Sonntagsfahrkarten für dis 3. Wagenklaffe eingeführt von Marburg (Lahn) nach Gemünden (Wohra) über Kirchhain.
* Afrikanisches Volkstum und Mission. Ueber dieses Thema sprach am Sonntag im großen Saal des Phi- lippshauses Herr Missionar D. Johans- f e n. Der Veranstalter des Abends war der Christliche Verein junger Männer, der seinen großen Freundeskreis zu diesem Vortrag im Rahmen eines Familienabends eingeladen hatte. Der überfüllte Saal ließ erkennen, daß für dieses Thema starkes Interesse vorhanden ist in einer Zeit, in der augenscheinlich die Volker der ganzen Welt ihr Volkstum auf den Schild erheben. Zu dem Vortrag wurden farbige Lichtbilder gezeigt, welche sehr Plastisch den Hörern afrikanisches Volkstum vor Augen stellten. Bemerkenswert ist bei dem afrikanischen Volkstum das stark ausgeprägte Zusam- mengchörigkeitsbewußtsem und das „Sich-füreinander-verantwortlich - wissen innerhalb des Sippen- und Volksverbandes, wie Redner das in über 30jähriger persönlicher Berührung mit Afrikanern ’it beobachten Gelegenheit hatte. Es ist erstaunlich, in welcher Weise im afrikanischen Volkstum die Mission Anknüpfungspunkte für das Evangelium vorfindet, und wie daran deutlich wird, daß für jedes Volkstum erst das Evangelium die wahre Erfüllung bringt. Herr Missionar D. Johanssen führte weiter aus, daß heute der Afrikaner nach Europa blickt und ihn die sttlle Frage bewegt: „Europa, was bringst du uns? Nur den oberflächlichen Firnis deiner Zivilisation, oder bringst du uns das Heilmittel deines Glaubens?" Zur wetteren Ausgestaltung des Abends trug dankenswerterweise das in Marburg bereits bestens bekannte Streichquartett unter Leitung des Herrn Dein bei, mLlche» zu diesem Abend aus etwa Doppelstärke erweitert war. — Der Posaunenchor des Christi. Vereins Junger Männer brachte einige Vortragsstücke zu Gehör. Durch das reichliche Programm mußte leider der Vorttag des Herrn D. Iohanssen etwas gekürzt werden, aber doch schied eine dankbare Zuhörermenge $u vorgerückter Zeit mit lebendigen Eindrücken von dem Wirken der Bethelmission in Afrika.
^derhessischr Zettnng. Marburg «. L., Mittwoch, den 20. April 1932
„Dee Teufel von LenSerscheiö"
Dav Gegenstück zue Schwarzen Maske"
Vor dem Frankfurter Jugendgericht wurde gegen 2 frühere Schüler eines Frank- surterhumanistischenGnmnasjums verhandelt, denen zweiundzwanzig schwere Em- bruchsdiebstähle in Schulen zur Last gelegt werden. Der angerichtete Schaden wurde von den Jungen selbst mit 10 000 RM. angenom- mer. Das Gericht erkannte auf eine Ge-
längnisstrafe von je anderthalb Jahren. In Lenderscheid im Kreile Ziegenhain, wo bekanntlich vor einiger Zeit eine wahre Brandseuche herrschte, wurde bei dem Brand einer Scheune ein junger Mensch von ber Polizei festgenommen, der pich Photographien von der Brandstelle machte. Die Haussuchung ergab, daß man es mit dem landwirtschaftlichen Eleven Wilhelm Jüngel aus Frankfurt a. M. zu tun hatte. Für die von der Polizei vermutete Täterschast an dem Brande ergab sich kein Indiz, dafür stellte sich aber heraus, daß der junge Mensch für zahlreiche Diebstähle in Frage kam, die er zusammen mit einem früheren Schullameraden verübt hatte. Beide wohnten in Patterrewohnungen. Die (Eltern sind ordentliche Leute, die ein Auge auf ihre Jungen haben. Nachts brachen die beiden durch die Fenster aus: kein Mensch ahnte etwas von ihrem Doppelleben. Sie öffneten mit Nachschlüsseln die Bibliothek- und Laboratoriumsräume der eigenen Anstalt und machten dasselbe in einer Unzahl von anderen hiesigen Anstalten und Vorottschulen. Gestohlen wurden Mikroflope, SchallAatten, Radioapparate, zufällig aufbewahtter Schmuck und Bargeld in den Lehrerzimmern und Amts- räumen der Direktoren. Wilhelm Jüngel wurde in Lenderscheid als „Eleve'' auf ein Gut gebracht. Die Jungen tauschten Briefe aus, die sie in einem Cafö hinterlegen tieben. Jeden Sonnabend kam der Wilhelm nach Frankfurt. Und dann ging es an die Arbeit. „Man muß doch eine vernünftige Deschäfti- gung haben, sonst ver... man ja vor Langeweile", seufzte der Komplize, mit dem man es als kaufmännischen Lehrling versucht hatte. „Wir werden Hühner mit Jndianerbogen schietzeu..." kündigte Wilhelm für das nächste Mal in seinem Brief an. Und dann kam ein Brief, der selbst den Arzt an der geistigen Gesundheit des jungen Mannes zweifeln läßt. Da hieb es u. a.: „Wir werden bald den Höhepuntt erreicht haben... Frankfurt soll noch mehr staunen als hisher. In zwei Jahren ist die Hölle los- gelassen. Dann muß der Teufel in sein Revier zurückkehren. Unser nächster Coup muß zehnmal so grob sein wie das letzte Mal! Auf freudiges Wiedersehen, mit der Pistole in der Hand!" Die Mutter des Schreibers versuchte in einem letzten Wort, für ihren
Jungen um Mitleid zu bitten. Alle anderen Kinder sind hochwertige Menschen geworden, ein Bruder ist Theologe. Nur der eine war immer in sich gelehrt, in letzter Zett be- fengen, wie „besessen", als ob er von einer fremden Macht geleitet würde. Der Arzt zuckte die Schultern, heute ist er verantwortlich. Nach zehn Monaten soll die Strafe ausgesetzt werden. Darm will das Gericht wetter sehen.
Bon der Anklage de« Fahrlässigen Meineides freigesprochen.
Am gestrigen Tage hielt das Schöffengericht eine Sitzung ab, um gegen einen Mann aus Marburg zu verhandeln, der sich des fahrlässigen Meineides schuldig gemacht haben sollte. Der Anklage lag ein Privatprozetz zu Grunde, den ein Marburger Geschäftsmann gegen einen Hausbesitzer geführt haste, und der zu llngunsten des Ge- schäftsmannes ausgegangen war. In diesem Prozeß war der Angeschuldigte als Zeuge vernommen worden. Er beschwor, dab er dem Geschäftsmann 30 Mark angeboten habe, dieser habe aber die Annahme verweigett. Weiter, will er gesagt haben, „alles geht auf meine Rechnung". In dieser Aussage soll der Angeschuldigte fahrlässig die Unwahrheit gesagt haben. Bei seiner Vernehmung bestreitet er die Beschuldigung der Unwahrheit und sagte, das, was er beschworen habe, entspreche den Tatsachen. Auf einem anderen Standpunkt steht der Geschäftsmann und sein Schwiegersohn. Sie bestteiten getm entschieden, daß ihnen der Angeschuldigte Geld angeboten, oder gesagt hätte, alles ging auf seine Rechnung. Der Hausbesitzer und seine Tochter bestätigen demgegenüber, dab die An- gaben des Angeschuldigten der Wahrheit entsprechen. Es stand somit Eid gegen Eid. Der Staatsanwalt war der Ansicht, daß auf dieser Grundlage nichts festzustellen sei und beantragte den Angellagten mangels an Beweisen freizusprechen. Dem Antrag des Detteidi» gers, dem Angeklagten die entstandenen Kosten von der Staatskasse zu ersetzen, wurde von dem Vertreter der Anklage widersprochen. Das Gericht sprach den Angellagten mangels Beweise frei, lehnte aber die Kostenersetzung ab.
Während der Verhandlung hatte der Staatsanwalt über das Benehmen des Angellagten vor Gericht Einspruch erhoben. Am Schluß fühlte sich der beisitzende Richter veranlaßt, gegen das Verhalten des Angellagten Beschwerde einzulegen. Das Gericht beschloß noch einmal von einer Bestrafung wegen ungebührlichen Verhaltens vor Gericht Abstayd zu nehmen und empfahl ihm, so schnell wie möglich den Gerichtssaal zu verlassen. —n.
FUmschav
„Der Herr Fimnrzdirettor.''
Capitol. Es ist im Leben nur ein Schritt von der Freude zum Schmerz, vom Ernst zur Komik, vom Lächeln zur Trane — vom Hauptkassterer zum Finanzdirektor. Täglich tut das Leben unbewußt solche Schritte. Aber der Kunst ist es vorbehalten, den inneren Vorgang fühlbar ru machen. Dies lebenswahre Spiel auf der Grenze der Ertt«- mität, dies tragikomische Pathos einer widerspruchsvoll leidenden Subalternseele, die noch etwas von höherer Berufung verspütt, ist der Bereich des Künstlers Max Adalbert, der zu unseren feinsten, persönlichsten Komikern gehört. „Das Ekel" war sein Vorspiel, „Der Herr Finanzdirektor" ist sein MeisterstüL
Ihm hat fein Bühnenautor Friedmann- Frederich diese, Filmluftspiel auf den Leib geschrieben. Mit liebevoller Borge um die tieferen Möglichkeiten. Aus einer Bürokraten- Karikatur, aus einem Amts- und Haustyrannen macht Adalbert einen Menschen, mit dem man fühlt, indem man über ihn lacht. Damit ist das Niveau dieses verfilmten Büh- nenlustspiels der amüsanten Situattonen in einer gut charatterifierten Kleinbürgerkomik beträchtlich gehoben. Das Publikum war «erfreut über den Film, und der Bei- lt besonders der hervorragenden Schau- spielerkunft Max Adalberts.
Im Beiprogramm sah man etwas Neues, eine verfilmte Bühnenschau aus dem Lariete .Mntergatten Berlin".
* Für Grundstückseigentümer und Pächter. Dom Magistrat — öt euere Steilung — wird uns geschrieben: Gs wird auf die amtliche Bebanntmachrmg des Magistrats vom 6. April 1932 in der „Oberhessischen Zeitung" hingewiesen, wonach Mim Zweck« der AeuaufsteÄmg des Verzeichnisse« der llntem^met landwirtschaftlicher und forstwirtschaftlicher betriebe die hierzu erforderlichen Angaben von den GrundstückSeigeittümem urtb Pächtern, welche solche Betriebe (auch Kleingärten und Pachtländer) unterhalten, dem städttschen Steueramt bis zum 16. April 1932 zu machen waren. Tine Anzahl Grundstückseigentümer und Pächter hat die geforderte Anzeige bis jetzt nicht gemacht. Die Säumigen weichen ersucht, beim städtischen Steueramt die erforderlichen Angaben mündlich oder schriftlich nunmehr unverzüglich zu machen, andernfalls die Abschätzung d«S Betriebes vom SektionSvorstand vorgenommen werben wird. E« wird darauf hingewiesen, baß «S im eigensten Interesse der Grundstückseigentümer und Pächter liegt, die erfordere
llchen Angaben Xu machen. Aach § 996 der A.D.O. sind die Unternehmer verpflichtet chie geforderte Auskunft gu erteilen.
* „Genialität und Geisteskrankheit". In dieser Woche spricht Lic. Robett Goebel auf Einladung der Bewegung für religiöse Erneuerung (Ehristenaemeinschaft) in einem öffentlichen Vortrag zum Thema: „Der Mensch zwischen Genialität und Geisteskrankheit". Es wird dabei eine Reihe von Echicksalswegen besprochen werden, so z. B. di« Enttoicklurw Hölderlins, das Schicksal Nietzsches und ähnliches. Es sollen weiterhin die Fra- 8en erläutert werden: war ist Insoira- on?; Das Genie in vor- und Nachchrist, licher Zeit; Genie und Ehristentum. Der Vorttag findet statt: Freitag, den 22. April, 20.15 Uhr. Universität (Eingang Rettgasse), Hörsaal 12.
* Petri Heil! Am Bonn tag, dem 17. dr. Mts., fand im Restaurant Weber (Lahnlust) die diesjährige Quartalsversammlung statt. Es war dem Vorfitzenden, Herrn K a h l- höfer, vergönnt, eint noch nie so zahlreiche Versammlung von Mitgliedern des Fischereiklubs begrüßen zu können, ein Beweis, daß ein gesunder Geist unter den Jüngern Petris herrscht. Von den 24 angerneldeten Sportfreunden konnten diesmal nur 8 aufgenommen werden. Die anderen mußten fich auf später vertrösten. •
* Personalien. Lehrer Kornmann in Michelbach (Kreis Marburg) wurde in den Ruhestand versetzt.
* Das Fest der silbernen Hoch- re 11 feiern morgen Herr Teiegraphen-Assistent Heinrich Alt haus und Frau.
Tagesanzeiger.
Mittwoch, den 20. April.
®<tf6 Markee«, Aeitgass«: Ab 16 u. 20 Ahr: Konzert.
«af» Detter, Aeitgasfe: Ab 20 Ahr: Gfirn Seidel mit seinen Iazz-Shmphonikern.
Stadtsäle, Stadtkeller und 2heater-Caft: Ab 15 Ahr: Konzert.
Taft Spangenberg, Dahichofstr.: 20 Ahr: 2cheinischer Abend.
Tapttol, Biegenstraße: 17 und 20.15 Ahr: »Der Herr Finanzdirektor".
Kamera, Kasernenstrahe: 17 u. 20.15 Ahr: »Rasputin".
DationalsoziÄistifche Deutsche Arbeiter- Pattei: 20.30 Ahr: auf der Bürgerwiese: Adolf-Litler-Derfammlung.
Seite 5
Ebsdorf, 19. April. Das Fest der silbernen Hochzeit begingen heute der Landwirt Kaivae» S e i b e ri und Frau Ma- riß, geb. Peil.
Wochenmarftpreise.
Butter Pfd. 110-120
Eier Stck. 6
Gr. Handkäse „ 15—20
Handkäschen „ 5
Käsemstte Ptd. 25
Kochkäse „ 50
Kartoffeln Ztr.
Kartoffeln Pfd. 5—8
Blattgemüse,.
Wirsing „
15—25
Weißkohl „
12—15
Karotten „
12-15
Rotkohl „
15—20
Spinat „
Mohrrüben „
20-25
12-15
Zwiebeln „
15—20
Grüne Bohnen
—
Rosenkohl Pfd.
.30-35
Sprossenkohl,,
15
Schwarzwurzel
25-35
Grünkohl
15—20
Rote Rüben „
10-15
Pilze
——
Tomaten „
<50—70
Birnen „
—
Zwetschen „ Weintrauben,,
—
Pflaumen „ —
Preißelb. „ —
Aepfel . 10—15
Kürbis . —
Erbs. i. Schot.. —
Radieschen BdL 15—20
Sellerie , 15—35
Endivien Stck. 20—25 Blumenkohl , 30—80
Grüner Salat „ 30—35 , Oberkohlrabi „ —
Salatgurken „ 60
Einmachgurken —
Rettich Stck. 10—15 Knoblauch „ 5—10
Lauch „ 10—15
Meerettich Pfd. 50—60 Gänse Pfd. — Hähnchen „ 90—100 Hühner „ 60-80 Enten „100—120 Reh
Rebhflhner „ — _ Tauben Stck. 50—80
Zieg.-lammPtd. 30—40 Feldsalat d.S. 15 Brunnenkr. „ 15
Leute WlrtMMMldunMN 20. rne stimmuna an der Frankfutter Getreidebörse ist fest. Gs herrscht für Weizen etwa« Nachfrage bei sehr knappen Angeboten. Roggen ist etwa« vernachlässigt. Futter- getreide ist stetig, Futtermittel sehr fest. Da« Mehlgeschäft ist weiter sehr ruhig.
r Frankfurt, 20. April. Nachdem bereits der Abendschlutz mehr stimmung^ als kursmätzig schwächer taxierte, zeigt auch der heutige Vormittag-verkehr eher eine schwächere Tendenz, zumal auch die Nur- yorker Börse matte Haltung zeigte. Ge- schäft konnte fich bisher nicht entwickeln, da die Spekulation bei den geringen Nachfragen und Orders des Publikums vor den Wahlen fich zurückhätt. An Kursen werden genannt: Mtbesitz 377 Z. G. Farben 8514. Ealzdethfurt 142, Rerchsbank lOV/a Hapag 14. A.E.G.25.
r. Berlin , 20. AprS. Die Tendenz für Weizen ist ruhrg, für Roggen stetig. Set kleinen Angeboten kommt es kaum zu Ab- Müssen. Die Lieferungspreise für Merzen sind bis zu 0,50 M. unter gestrigem Schluß, für Roggen völlig unverändett. Effektiv- wäre in beiden Brotgetreiden stetig und un- verändett. Safer bet ruhiger Tendenz bis 0,50 M. medria«.
MaKwteWmrN Frankfurt o. R.
20. Avril mittags 12 Uhr. lBorbericht)
2. «axier:
beite Mast» ueb SaugkW« mittlere Mast- anb Saugkälb«, geringe Kälber
40—44
35-29
30-34
SfaRlihmner anb jüngere
Masthämm«! Weidemaft „ 30-32
Etallmast „ —
mittlere Mastlämmer, ältere Mast- hämmel und gut genährt» Schafe „ 24—29
fleischiger Schafott- » ~~
gering genährter Schafvieh „
17-39
38-38
34-38
4. Schwei«»: „ ,
Fettschwein.überävoPfd.Lebttwaewtcht vollfleisch.Schwelnev.caL40-M0Pf.Lbdg. vollflei!ch.S»w«ln« e.ca.200—240 PfLdbg. aollfl.isch.Echwetn« v. c<Ll60-200 Pf.Lbbg. fleißige Schwein« v.ca. 120-1 MPfLbdg. fleischige Schwein« nut« 120 Pfd.Übbg.
6ou«n
Auftrieb: 104 Amder, 1004 Kälber, 105 Schafe, 493 Schweine. Marktverkauf: Kälber und Schafe mittelmäßig. Schwein«
schleppend.
Wetterbeobachtungen 18.19. Ipril
Höchste Temperatur am 18. April
6,3 TeMus
iebtigfte Temperatur letzte Nacht
0.7 Celsius |
Barometertt.
Temve»
Relative Luft-
Zeit
reduziert auf N N
«tut
V
18.4. 2 Uhr nadjm.
757.4 an
5.7 Teil.
86 ‘U
18. 4. 9 U6r
7584 mm
4,8Tell.
91*1.
nachm.
19 4. 7 Uhr
758,1 mm
2.7 Tels.
81'1.
norm.
PHOTO-B
OHLER - BRILLEN'BÖHLER
Marburg/Lahn
»eftetflaffe 30 Bahuhofitr. S
Fernruf 248 Wetterbericht.
lieber Mitteleuropa herrscht bei ziemlich gleichmäßigem Luftdruck ruhiges, wenn auch meist bewölktes Wetter. Zu Niederichlag kommt es nur noch vereinzelt an den Gebirgsrändern. Demgegenüber entwickelt sich weltlich von uns bei England wieder em Wirbel Der dort beobachtete starke Barometerfall wird voraussichtlich am Mittwoch mir um er Gebiet übergreifen, wobei bann eine allmählich auffrischende westliche Luftströmung sich durchsetzt.
Witterungsaussichten für Donnerstag: Nach vorübergehender Trübung im ganzen etwas freundlicheres, aber noch nicht beständiges Wetter.