Einzelbild herunterladen
 

r. so

1

r

Groener und das Reichsbanner

Immer langsam voran!

*voUe

AotwendiiKÄt,

mögliche Matz" verlangt.

6S

3

ilb

Y.

r -*

^ch, den Brief des Mer Bedeutung

larkts er 54(55

WWM

Am-ksreittAg

3-

einigungen keinen Schritt auf dem Wege zur Abrüstung, sondern im Gegenteil die Verabschiedung einer Truppe durch den Reichswehrminister, die unter dem Ver­dacht der Disziplinlosigkeit gestanden habe

müsse an sich sein" ein rüstung des standes.

Es läßt sich nicht leugnen, daß der Brief Hindenburgs an Groener das Reichsinnen« Ministerium in die grösste Verlegenheit gebracht hat. Die Linkspresse versucht zwar die Forderung des Reichspräsidenten nach Möglichkeit allerlei Auslegungskünste and Verdrebunaen.«1 bagatellisieren, doch kann

daß etwas geschehen muh, nicht hinweg- täuschen. Groener wird zu dem Brief dSS Reichspräsidenten irgendwie Stellung neh-

stellt und daraus die Konseguenzen ziehen muß. Offenbar sind die Gegensätze zwi­schen Groener und dem Reichspräsidenten wenn man das vorläufig auch noch abza- leugnen sucht, bereits heute sehr erheblich.

möglichst weitgehende Ab­allgemeinen Abrüstungs-

würde es auf alle Fälle

ObctlicITifdic Zeitung

Obligationen Kreugers, die bekanntlich ge­fälscht sind, auf eine Stufe stellte^ Dieser

St. 91 67.30616.

Rektors o. Mn

Der Anzeigenpreis beträgt für Den 11 gefpall. Zeiienalilluneter 0.08 SM., Familienanzetgen bei Barzahi. 0.07 GM., -mti. u. an#- värtigeAn». 0.10 GM. Sog. Nein« ' Anzeigen nach Spez ialtarif.Drund- schrtft: §olonel.Bei chwierig.Satz, t ftnvi« bei M<chv»rschr,ft 50*/, Auf- schlag. Samwelan zeigen 100*1« l Anffchlag ReNam.-Millim. 0.40 GM. Srnndschrift: Petit. Zeder Rabatt qill al« Sattaba« Ziel 5 Tage. Offertes-Gebühr: 25 Pfg., bei Znstellnng bet Angebote etnschl.

Potte.60 GM Belege werden ; berechvet.rrMlM-sort Marburg.

Deutschland-----

vorziehen, wenn die Konferenz sich einigen könnte, um ihr Ziel in einem Zuge zu er­reichen. Im anderen Falle wäre es jeden­falls notwendig, nicht nur die erste Etappe, sondern auch die folgende, sowie das Endziel festzusetzen. Doch , die Zeit­räume müßten so klein wie möglich sein, und vor allem müßte schon die erste Etappe eine beträchtliche Herabsetzung

d ir r,

*8

lins

rv

Atmlog.

Mi 19. Avril 19K

Di« .Oberhrssisch« Zeitung' er- vhtwt sech««al wöchentlich. Be- -g^rei« monatl. L Marburg 2.02 KM. auSschl. ZustellungSgebüht, Wt unsren Agenturen 1,93 GM. pqügl. ZustestellungSgebüht, durch Post 2.25 GM. Für etwa

Streik, Maschinendefektoder * men tat« Greignisse ausfallend« gtamnetn wird kein Grsatz ge­mistet. Verlag, Dr. 5. Kitzetoth, Vemk der Untv-Buchdruckerei goh. Aug. Koch, Markt 21/23. getusprecher: Rr. 54 und Rr.55. Postscheckkonto: Amt Frankfurt «,e®. Rr. 5015. Sprechzeit bet Redaktion von 1011 ** */,l1 «chr.

Die natürliche Folge

Das Ausland horcht auf Die deutschenPiivatarmeen"

müsse. Eine unbedeutende oder nur scheinbare Abrüstung, oder eine Stabilisierung der Rüstungen bei dem jetzigen Stande könnte in keiner Weise als Erfüllung der Konfe- renzaufaabe betrachtet werden. Schon die schwere Finanzkrise, unter der alle leiden, ~' ein ausreichender Eruüd

distischen Mutzen ziehen versichert man im Reichsinnenministerilum, daß die Entscheidung noch vor dem 24. April fallen werde. Offenbar will man auf ein Kompromiß hinaus, das die So­zialdemokraten nicht allzu sehr vor den Kopf stoßen, andererseits aber den Ratio- nalsozialiften den propagandistischen Wind aus den Segeln nehmen soll. Man stellt sich das anscheinend so vor, daß man zu einer moralischen Derurtellung der Bestrebungen des Reichsbanners gelangt, im übrigen aber alles beim alten laßt. Daß sich die Rechte mit einer derartigen Derlegenheitslösung nicht zufrieden geben kann, ist selbstverständlich. Ebenso ist es fraglich, ob sich der Reichspräsident mit einer solchenEntscheidung" einverstanden exflären wird. Hindenburg hat eine klare und eindeutige Stellungnahme gefordert, und die wird Groener geben müssen, ohne Rücklicht auf die ßinfe. Weigert sich der Minister, so ist es klar, daß er sich damit in einen offenen Gegensatz zu Hindenburg

Anzeiger für (das frühere kiirheffifche) Oberhessen

Anzeiger der amtliche« Bekarmtrnachrrrrgen fnr Stadt und Kreis Marburg.

Wie von maßgeblicher Stelle verlautet, ist die Veröffentlichung des Reichsmmisters Groener über seinen Standpunkt zu der Auflösung der SA. und der Beurteilung des Reichsbanners, wie wir gestern schon betont haben, keine Antwort auf den Brief des Reichspräsidenten an den Reichsmrmster. Sie ist vielmehr zeitlich vor diesem Brief ver­faßt worden. Reichsminister Groener wird das ihm übermittelte Material pflicht­gemäß und schnellstens mti größter Genauig­keit prüfen. Heber weitere Schritte kann zur Zeit noch nichts gesagt werden, da sie von dem Ergebnis der Prüfungen abhSngen.

men und die Frage, ob er das Reichs­banner auflösen will oder nicht, klipp und klar beantworten müssen.

Wenn es nach der SPD. ginge, so würde Groener der Forderung Hindenburgs ein glattes Mein entgegensetzen. Das geht schon aus der Stellungnahme des preu­ßischen Ministerpräsidenteti Braun her­vor, der am Sonntag in einer Wahlrede in Altona rund heraus erflärte, daß ein Verbot des Reichsbanners nicht in Frage käme. Außerdem hat Braun die Echtheit des gegen das Reichsbanner vorgebrach­ten Materials anzuzweifeln versucht, in­dem er das Material mit den italienischen

Genf, 18. April. Der Hauptausschutz der Abrüstungskonferenz hat heute vormittag seine Beratungen über Artikel 1 des Konventionsentwurfes fort­gesetzt und zwar durch eine Aussprache über die Frage, ob das Konferenzziel in einer einzigen Konferenz erreicht ober nach dem tschechoslowakischen Vor­schlag in Etappen verwirklicht werden soll Der Präsident Henderson erklärte, datz bei dieser Gelegenheit auch der deutsche Antrag über den Grund­satz der Rüstungsherabsetzung auf ein möglichst niedriges Niveau erörtert wer­den könne.

Als erster Redner ergriff der deutsche Vertreter.

Botschafter von Radolny das Wort, um die Forderung Deutsch- kands, einer effektiven Herab­setzung der Rüstungen auf einen mög­lichst niedrigen Stand, ausführlich zu, be­gründen. Botschafter Radolny erklärte, datz in den deutschen Vorschlägen die Methoden zu der wirksamen Erreichung dieses niedrigsten Standes aufgezeigt worden seien. Deutschland gehe davon aus, datz ein wirksamer entscheidender Schritt in der Abrüstung gemacht werden

stellt das Blatt die Behauptung auf, datz alle Welt in Genf fest davon überzeugt sei, datz man die Hitlerschen SA.-Abteilun­gen nur deshalb aufgelöst habe, weil sie mehr für einen Bürgerkrieg als für einen internationalen Streit vorbereitet gewesen

herabzusetzen, muh aber seinen Eindruck völlig verfehlen, da man ohne weiteres an- nehmen kann, daß der, Reichspräsident dem Reichsinnenminister das Material ge­gen das Reichsbanner nicht übermittelt hätte, wenn er es schon von vornherein als gefälscht angesehen haben würde.

Das Reichsinnenministerium wird daher den, Einflüsterungen der SPD. nicht ohne weiteres Folge leisten können, wenn ss sich nicht erneut den Vorwurf der Einseitigkeit und Parteilichkeit zuziehen will. Auch der Reichspräsident dürste mit einer Ableh­nung seiner Forderung nicht ohne weiteres einverstanden sein. Auf der anderen Seite aber ist es klar, datz es Groener sehr pein­lich ist, ein Verbot gegen das Reichs­banner aussprechen zu müssen, nachdem er sich in feiner bekannten Erklärung zum SA.-Verbot deratt eindeutig festgelegt hat. Um aus diesem Dilemma herauszukommen. will man offenbar Zeit gewinnen. Es wird erflärt, daß die Prüfung des Ma­terials gegen das Reichsbanner noch eine Zeitlang in Anspruch nehmen werde, und daß unter Umstanden auch die Länder ge- hört werden mühten.

Am liebsten würde man es wohl sehen, wenn die ganze Angelegenheit bis nach den Preußenwahlen vertagt werden könnte. Das hält man aber anscheinend für zu gefährlich, da die Mattonalsozialisten bei einem Offenbleiben dieser Frage aus dem SA.-Verbot zweifellos großen prvpagan-

und auf die Groener sich im K nicht mehr habe verlasien können, der französischen Presie eigenen

" " " Behauptung

Verhandlungen einstimmig folgenden Ent- schlietzungsentwurf angenommen:

Der Hauptausschutz der Abrüstungs­konferenz vertritt die Auffassung datz die Herabsetzung der Rüstungen so wie sie in dem Artikel 8 des Dölker- bundspaktes vorgesehen ist, fortschreitend durch aufeinanderfolgende Revisionen in geeigneten Zwischenräumen durchgeführt ist, nachdem die gegenwärtige Konferenz den ersten entscheidenden Abschnitt einer allgemeinen Herabsetzung der Rüstungen auf das mindest mögliche Matz verwirklicht hat."

bringen.

Botschafter Radolny erwähnte die deutsche Abrüstung als Beisviel dafür, bis zu welchem Grade man in kurzer Zeit av- riiflen könne.

Der Grundsatz der stufenweisen Herab- setzuna der Rüstungen fand, wenn auch in varsichtiaer Form, die Unterstützung des schwedischen und holländischen Autzen- miniflers, sowie der Vertreter Persiens und Japans. Auch Italien, England und Frankreich stimmten zu.

Auf Vorschlag Hendersons wurde sodann zur Behandlung des neuen tschecho­slowakischen Vorschlags ein Sonder­ausschuß einaesetzt. desien Leitung in die Hände von Benesch und Politis gelegt worden ist. Dem Ausschuß gehören 14 Staaten, darunter die sämtlichen Groß­mächte, an. Der Ausschuß trat noch am heutigen Abend zusammen.

Der Hauptausschuß tritt am Diens­tag vormittag zu einer neuen Sitzung zusammen.

Einigung im Sonderausschuß.

Genf, 18. April. Der vom Haupt­ausschutz eingesetzte Sonderausschuß, dem sämtliche Großmächte angehören, - hat am. Abend nach längeren schwierigen Eeheim-

Bukarest. 17. April. Die Nachricht über die beabsichtigte Auflösung der Reichsbannerformationen wird hier lebhaft kommentiett. Diese und die gegen die nationalsozialistischen Sturmabteilungen bereits durch^efühtten Maßnahmen dürf­ten genau das Gegenteil von dem bewir­ken, was die Reichsregierung beabsichtigt. Die Sturmabteilungen waren bisher nicht allzu bekannt und das Reichsbanner ledig­lich ein Begriff. Ihre amtliche Abstempe­lung als Privatarmee, ganz gleich zu wel­chem Zweck unternommen, hat einen un­günstigen Eindruck gemacht und die Oef- fentlichkeit aufhorchen lassen. Man betont in der Presse, daß die Reichsregierung immer die vollzogene Abrüstung nachzu­weisen versucht habe, sich jetzt aber selber Lügen strafe. Der deutschfeindliche, m französischem Fahrwasser segelnde Teil der Presse hat selbstverständlich sofott das ihm von der Reichsregierung zugeworfene StichwottPrivatarmee" aufgegriffen. Es ist zweifelhaft, ob Deutschlands Position

wurde.

Den Vogel in der Wetterfahnenpolitik der französischen Presie schießt am Mon­tag der Genfer Sonderberichterstatter des Matin" ab, dem es nachreiflicher lleberlegung" gelungen ist, die einzig wahren Hintergründe für die Auflösung der Hitlerschen SA.-Abteilungen aufzu­klären. Von der Denkschrift ausgehend, die die Reichsregierung im Zusammenhang mit der Auflösung in Genf zu unterbrei­ten beabsichtige (?) und in der zum Aus­druck komme, daß diese Handlung der Re­gierung als ein Beitrag zur Abrüstungs­konferenz gewertet werden müsse, schreibt der Berichterstarter des Blattes, daß es Aufgabe der französischen Vertreter in Genf sein werde, die wahren Gründe für die Auslösung der Stoßtrupps aufzuklären. Nachdem das Blatt monate- und jahrelang in den nationalsozialistischen Vereinigun­gen die größte Gefahr für einen mili­tärischen Streit mit Frankreich erblickte, sieht es heute in der Auflösung dieser Der-

seien. e

Englische Stimmen z» den Genfer Verhandlungen.

fl. London, 19. April. Der Genfer Korrespondent derMvrning Post" sagt. Aeuhetangen aus amerikanischen Kreisen zeigen, daß man keinen weiteren (streit wünscht, sondern ein Kompro­miß erstrebt, das allgemein Zustimmung sinden kann. Der GenferTimes*- Korrespondent bemerkt, die Allgemeine Kommission habe gestern gute Fortschritte gemacht, wozu die versöhnliche Rede Ra- dvlnhS beigetragen habe.

Besprechungen Dr. Brüning».

Genf, 18. April. Reichskanzler Dr. Brüning hatte heute abend eine längere Unterredung mit Erandr. Die Besprechung diente ebenso wie die heutige Unterredung mit Sir John Simon der ersten Fühlungnahme der Staatsmänner für die Behandlung der zur Debatte stehenden großen internationalen Fragen.

Im Laufe des Nachmittags hat der Reichskanzler Henderson einen Besuch abgestattet.

Die Besprechungen des Reichskanzlers werden morgen fortgesetzt. Der ungarische Außenminister Dr. W a l k o hat sich jur morgen bei Dr. Brüning angemeldet.

Das neueste Genfer Kompromiß

Abrüstung in Etappen" vom Sonderausschuß einstimmig angenommen Die erste praktische Entschließung

Die Abänderung des ursprünglichen tschechoslowakischen Antrages, in dem von einer allgemeinen Herabsetzung der Rü­stungen überhaupt nicht die Rede war, er­folgte auf Grund eines amerikanischen Antrages, der von deutscher Seite ange- ------

n'ommen tinb ergänzt wurde. Insbesondere ^man *id> wurden von deutscher Seite die Worte 11 entscheidenden Abschnitt" undmindest-