Nr. 80
DberbentWe Zeitung, Marburg a. g.. Mittwoch, den 6. April 1932
Sette 4
MntMt «unifltbung für Kintcnburg
Evangelische Kirche von Hesse« und Rassau?
!
denn es handelt sich zunächst nur wn die Vorarbeiten von Unterausschüssen, die erst noch von dem GesanttauSfchoch nach gründlicher Durchberatung verabschied det werden müssen. Finden der Entwurf der Verfassung und der vorläufige Voranschlag bzw. das Gutachten für die etwa neu Zu bildende Kirche die Zustimmung des Gesamtcmsfchusfes, so geht erst dieses Ergebnis an die beteiligten Ki r - chenregierungen bzw. die beteiligten Landeskirchentage, die dann das weitere Wort zu sprechen haben. ES muß ferner darauf hingewiesen werden, daß noch wichtige Verhandlungen mit den beiden beteiligten Staaten Preußen und Hessen zu führen sind, wobei noch wichtige grundsätzliche Fragen und ferner einschlägige rechtliche und finanzielle Fragen von zum Teil entscheidender VedeuMng gelöst werden müssen. Daraus läßt sich erkennen, daß die Frage der etwa künftig zu bildenden „Kirche von Hessen und Nassau" noch nicht so unmittelbar vor der Lösung steht. Schließlich sei noch bemerkt, daß es noch dahinsteht, üb der allerdings in dem vorläufigen Verfassungsentwurf vorgesehene Sitz der Kirchenregierung in Marburg die Zustimmung des Ge- samtausfchusfes bzw. der beteiligten Kirchenregierungen und Kirchenparlamente finden wird.
6ottesbie*fL
Donnerstag, den 7. April.
Etisabethhaus. 20 Uhr: BDelftundr Poftinspektor Kappner.
stehe der Führer der aufstrebenden nationalsozialistischen Bewegung. Der Redner erklärte, er wolle Hitler nicht Unrecht tun, es sei möglich, daß Hitler ein grober Staatsmann sei. Es könne aber mich sein, daß er versage. Die Sache sei nicht sicher und solid genug. Jedenfalls dürfe er nicht im ersten Anlauf die höchste Wurde des Reiches beanspruchen. Wenn nach den Preußenwahlen die NSDAP, zur Verantwortung gezwungen sei, würde es sich erweisen, ob sie Deutschland cmer neuen Zukunft entgegen führe. Am kommenden Sonntag löste man nicht sagen, daß es auf emzelne
Stimmen nicht ankomme. Das Bild vom 13. März müsse bestätigt werden Er, der Redner, wolle nichts mit, der Taktik der Parteien zu tun haben, die sich iefet aus mancherlei Gründen an Hindenburg herandrang- ten. Mit diesen Parteien gebe es nach bem Wahltag vom 10. April noch manches Hühnchen zu rupfen. Umso fester aber muise man am kommenden Sonntag zusammenstehen, um den Mann zu wählen, der der Würde des Reichspräsidentenamtes allem würdig sei: Hindenburg. Die Versammlung dantte dem Redner mit lebhaftem Belfast. Dr. S.
Von zuständiger Seite wird uns folgendes mstgeteilt: Es ist an sich richtig daß die Verhandlungen zwecks Herbeiführung einer grvßhesfischen Kirche auch im vergangenen Winter weitergeführt worden sind. Verschiedene Sitzungen der sei- nerzeit gebildeten Unterausschüsse für Verfassung und Finanzen fanden in den letzten Monaten in Marburg statt. So hat der Unterausschuß für Verfassung versucht, einen VerfassungSentwurf für eine künftige „Kirche von Hessen und Nassau" aus den verschiedenen Verfassungen der beteiligten Kirchen zusammenzustellen. Nls oberste Kirchenbehörde ist im VerfasfungS- entwurf ein einheitliches Landeskirchenamt vorgeschen. Auch sind eine Reihe von grundsätzlichen und besonders wichtige Fragen einer Art Kirchenregierung übertragen. Es hat ferner der Unterausschuß für Finanzen nach eingehender Prüfung der finanziellen Vechältnisfe der einzelnen Kirchen und ihrer Haushalte die Aufftel- lung eines vorläufigen Haushalts für das neue Kirchengebilde unternommen und hat sich auch damtt befaßt, ein Gutachten über die finanzielle Seite der Frage der Kirchendereinigung zu erstatten. Beide Arbeiten sind in letzter Zeit durch die genannten Unterausschüsse zu Ende geführt worden. Damit ist aber die neue Kirche noch nicht gebildet,
In einer öffentlichen Kundgebung für Hindenburg sprach gestem abend im Capitol der Pfarrer an der Paulskirche in Frankfurt a. M., Prof. Veidt. Er führte, nach einem Schallvlattenvortrag der Rede Hindenburgs, etwa folgendes aus: Der nächste Sonntag solle vollendm, was der 13. Marz begonnen habe. Denn obwohl ine Entscheidung eindeutig gewesen sei, habe sie zur Wahl nicht ausgereicht. Roch niemals habe fick das deutsche Voll in einer solchen Maste <m der Wahl beteiligt. 3m gigantischen Ringen zwischen Hindenburg und Hitler sei Hitler unterlegen, obwohl von den Nationalsozialisten der Sieg Hitlers mit Bestimmtheit vorausgesagt worden sei. Es se, wahrscheinlich gut für die wertvoste Kraft dieser Bewegung, daß das Ziel noch nicht erreicht wurde, da Hitler das, was zwar nicht «r selbst, aber seine Agitatoren versprochen hätten, nicht hätte halten können. Unb Jn werde man sagen können, daß der 13. März einen Wendepunkt zu einer ruhigeren und sachlicheren Polittk bedeute. Die Nuge Berechnung des „überklugen" Herrn Hugenberg habe sich als unrichtig erwiesen, sie habe nur die klare Entscheidung im ersten Wahlgang verhindert. Weiter sei lehrreich am Wahlergebnis, daß selbst Mitglieder der KPD. Ge- dankengängen der politischen Vernunft zugänglich gewesen seien. Ihre Stimmen wiesen einen glatten Rückgang auf. All das sei zurückzuführen mit die Ruhe, die von Hin- denourg ausgehe. Das deutsche Volk solle froh sein, in dem Parteigezänk diese eine Person zu besitzen, die über den Parteien stehe. Namentlich bei der Präsidentenwahl dürfe man nicht nach unstareii Stimmungen und aus Senttmentalität entscheiden. Der Präsident besitze Vollmachten von ungeheurer Bedeutung. Er sei der oberste Befehlshaber der deutschen Wehrmacht, er ernenne und entlasse Beamte, er schließe Verträge ab und besitze die Möglichkeit der Regierungsbildung. Gerade aus dem letzten ©runbe, solle man daher nur einen Kandidaten wählen, den man kenne. Das Leben Hindenburgs liege, wie er selbst gesagt habe, star vor uns. Er sei ein Offizier bester alter Tradition, der sich in langer Friedensarbeit bewährt habe und in der schwersten Zeit des Krieges der Retter in der Not gewesen sei. Der Redner erinnerte an drei Zeitpunkte, in denen er sich persönlich besonders eng mit Hindenburg verbunden gefühlt habe. Einmal im Jahre 1916, als Hindenburg nach dem Scheitern der Angriffe auf Verdun den Oberbefehl an der Westfront übernommen Babe. Da seien Ruhe und Vertrauen bei den Truppen wieder eingekehrt. Zum zweiten Mal bann im November 1918 beim Zusamm-nbruck, als Hindenburg die Armee nach Deutschland zurückge- fübrt habe, um das deutsche Voll vor dem völligen Ruin und dem Chaos zu bewahren. Und schließlich bei der Volkswahl des Reichspräsidenten im Jahre 1925. Der Wahlkampf habe damals für keinen der sieben Kandidaten zu einer Entscheidung geführt. Da habe sich Hindenburg zur Wahl gestellt. Die Entscheidung des deutschen Volkes sei ein Bekenntnis der Nation zu ihrem besseren Selbst gewesen, seit diesem Tage konnte der deutsche Name wieder mit Ehren genannt weilden. Hindenburg habe doch nur diejenigen enttäuscht, die ein politisches Abenteuer planten, diejenigen, die geglaubt hätten, er werde es vielleicht mit dem Eid aut die Verfassung nicht so genau nehmen. Vielleicht auch noch diejenigen, die geglaubt hätten, daß von ihm außer bem Widerruf der Kriegsschuldlüge auch eine ^Befreiung von Versailles erwartet werden müsse. Aber man dürfe nicht vergessen, daß Frankreich ein starker und verschlagener Gegner sei, und der Weg zur Befreiung steil und schwer fein werde. Man könne doch wenigstens anerkennen, daß es unter Hindenburg gelungen sei, das Volk vor bem Bürgerkrieg zu bewahren. Er habe minbestens das getan, was unter den obwaltenden Umständen möglich war. Er habe die Knegsschuldlüge mit aller Deutlichkeit zerrissen, und man müsse den Stirn« mungsumschwung während der letzten 7 Jahre zugeben. Das Ausland wisse jetzt, daß Frankreich der wahre Störenfned sei, es gehe eine Einheit der Gesinnung von Rom über Berlin und London nach Amerika. Immer wieder habe Hindenburg daraus hinge- tniefen, daß Einheit im Inneren die Grundlage für jede Befreiungspolitik sei. Er habe 7 Jahre lang, wie Ernst Moritz Arndt einmal von sich gesagt habe, „wie ein gutes altes deutsches Gewissen" vor der Nation gestanden. Es sei gewiß kein Zufall, daß der Blick immer wieder bann auf Hindenburg fiel, wenn die Not am größten war, und daß bann sofort Ruhe und Vettrauen wiedergekehrt seien. Wenn Hinbenburg den Youngplan unterzeichnet habe, so solle man doch die üble Lage nicht vergessen, in der Deutschland sich damals befand. Nach dem Sturm auf die deutsche Währung stellte sich heraus, auf wie schwachen Füßm die deutsche Währung damals stand. Außerdem sei der Volksentscheid oorausgegangen. bei dem sich nur 5,8 Millionen für die Ablehnung entschieden hätten. Schließlich habe Hindenburg mit der Annahme, daß der Youngplan in sich selbst zu- sarnmenbrechen werde. Recht behalten. Auch bei den Notverordnungen dürfe man nicht vergessen, rn welchem Zeitpunkt sie erlassen wurden. Das Weiterbeftehen der deutschen Zahlungsfähigkeit sei von größter Bedeutung. Und ferner habe Hindenburg ht der Innenpolitik erreicht, daß das Weimarer System überwunden wurde, denn nicht mehr wie früher gebe es bas Herausstellen von „Erpo- nenten eines Systems". Große Männer leien so selten, daß das deutsche Voll sich in bet Stunde der Not auf diesen größten Mann bäiuaen sollt». Hwdeubuyg uwgeuÄei
Das neue Schuljahr
Mit dem heutigen Tage hat bekanntlich bas neue Schuljahr begonnen. In die einzelnen Schulen wurden ausgenommen.
Gymnasium Philippinum. 26 Schüler in die Sexta.
Oberrealschule und Realgymnasium: 74 Schüler in die Sexten.
Oberlyzeum: 64 Schülerinnen in die Sexta, 12 in die übrigen Klassen.
Rordschule: 72Knaben, 65Mädchen. Südschule: 74, Knaben, 64 Mädchen. Katholische Schule: 16 Knaben, 17 Mädchen.
Hilfsschule: 7 Knaben, 4 Mädchen. Ockershausen: 12 Knaben, 15 Mädchen. _________
* Oberrealschule und Realgymnasium. Wir wir erfahren, wurden der hiesigen Oberrealschule und dem Realgymnasium seitens des Provinzialschulkollegiums 14 Studienreferendare zur Ausbildung überwiesen.
• 60. Stiftungsfest. Die Fkei-> schergesellen-Bruberschast in Marburg feiert am 30. April und 1. Mai ihr 60. Stiftungsfest. Die Festrede hält Stadtv. Otto Vrednvw--Berlin. Am Sonntag, dem 1. Mai, ab 14 Uhr findet dann im Hause Freidhof eine VezirkStagung statt.
• Aus der Reichswehr. Mit Wirkung vom 1. April 1932 ab wurden befördert: Major Behschnitt vom Infanterieregiment 15 zum Oberstleutnant und Oberstleutnant Kienitz, ftommmtbeirr des Infanterieregiments 15, zum Oberst.
* Bekämpfung von Bieneu - krankhetten. Auf Grund der Polizeiverordnung des Herrn Regierungspräsidenten vom 23. Juni 1928 findet in der Zeit vom 11. April bis zum 30. April 1932 eine Besichtigung der Bienenstände im Kreise zur Feststellung von etwaigen Bienenkrankhetten und zur Beratung der Imker durch Sachverständige statt. Die Polizeiorgane des Kreises Marburg werden hiermit angewiesen, die mit einem Ausweis der hiesigen Behörde versehenen imkerlichen ^chverständigen bei ihrer ehrenamtlichen Tättgkeit zu unterstützen. Es wird besonder» daraus hingewiesen, daß auch nicht mehr im Betriebe befindliche Bienenstände bei der Befichttgung berückfichttgt werden, und daß bei leerstehenden Bienenbaute« Fluglöcher und sonstige Oejjrumge» geMotze» jein sollt«.
Letzle «irlwakttwewimgea
Berlin. 5. April. Die Marktlage f® Bnlandsbrotgetreide zeigt auch weiter ringe Umsätze bei Seinem Angebot, p* Lieferungspreise für Weizen und Roggen Iv» unoeränbert. Hafer sowohl für Steferungs* nie Promptmarkt Vs Mark höher.
r. Frankfurt, 6. April. Die 2» benz an bet Frankfutter Getreidebörse zeit sich stetig: die Preise für InlandbrotgettH sind gut behauptet. Die Angebote sind st» knapp. Von den Mühlen besteht auch n# geringe Nachfrage. Das Mehlgeschäft zev bisher kerne Besserung. Futtermittel st» wett« M-
„Der Dettelstu-ent"
Gastspiel des Stadttheaters Hamborn.
Man braucht nur herzhaft in den Schatz bet alten Wiener Operetten hineinzugreifen — und der Erfolg ist ba. Das Haus war gestern ausneriauft und bas Hamborner Stabttheater hart sich rühmen, mit bet volkstümlichsten Operette Millöckers „Der Bettelstubent" hier in Marburg einen vollen Erfolg erzielt zu haben. Der alte Schlager vom Kuß auf die Schulter ober vom gesetzten Fall besitzt noch immer mehr Zugkraft wie die tett- llche und musikalische Blöbigkeit jo vieler modernen Schlageroperetten. Gewiß enthält auch der „Bettelstubent" eine Menge Unmöglichkeiten und unzeitgemäße Betrachtungen, wirtt in unserem Zeitalter ber Charakter der Laura eigen unb ber Herr Gouverneur allzu wenig ritterlich, aber man soll nun einmal an Cperettenteiten nicht zu sehr brehen unb beul «In — Musik unb Spiel reißen alles heraus.
Die Aufführung war iorgfältig vorbereitet, auch bie Ausstattung — an ben Marburger Bühnenverhältnissen gemessen — gebt egen unb wirkungsvoll.
Die Titelrolle war bei Hans Schröck stimmlich unb schauspielerisch in guten Händen, dagegen war sein Sekretär (K ö n t g s f ei b) ein Versager. Seine Stimmittel reichten nicht aus, außerbem fehlte ihm bie Beweglichkeit im Spiel. Sein „Kamerad" war allzu pathettsch, man glaubte wirklich nicht an ihn. Dagegen wurde ber Gouverneur von Krakau von Herrn Otto Kraatz vottrefflich, gesungen unb mit ber erfrischenden Bärbeißigkeit gespielt, bie hier am Platze ist. Ern treuer Helfer war ihm Anny Sperg als Komet,. Gräfin Nowalska (Nuschi Wiesner, 7* ar in Typ unb Leistung recht gut, ebenso wie'ihre Töchter Ti l l y K a n l m a n n unb Lucy Aden, von denen erstere ftimrn- llch wohl am meisten erfreuen konnte. Letztere spielte wieder besonders flott und frisch. Der sächselnde Enterich Adolf Wresners war em drolliger Kerl. Alle übrigen Spieler waren mit Stngabe auf ihren Plätzen ein» schließlich des Chors, der reckst gute Damen- Itrmmen hören liefe. Auch bie Regie Theo Bachen Heimers unb die musikalische L«ttmg Wilhelm Bachenheimers verdienen Anerkennung.
Somit war die gestrige Aufführung für die Hamborner ein Erfolg. Das Publikum kargte nicht mit Beifall. f~?•
* »usschankverbot »o» Bräunt, wein am 10. April. Ebenso rote beim ersten Wahlgang bet Reichspräsidentenwahl bat der Reichsminifter des Innern den autzer- preutzischen Landesregierungen zur Erwägung anheimaestellt, sich dem Vorgehen des preußischen Ministers des Innern anzuschließen und, soweit es nicht schon geschehen ist, aus Anlaß des zweiten Wahlganges ben Ausschank von Branntwein und den Kleinhandel mit Tnnk- branntwein für Sonntag, den 10. April 1932 bis zur Polizeistunde zu verbieten. Das East- stättengesetz vom 28. Avril 1930 gibt ben obersten Landesbehörden die Ermächtigung zu
\ eine» solch« Borgos-
Tagesanzeiger.
Mittwoch, den 6. Llprrk. Vergnügungsanzeiger.
(Safe Mattees, Reitgajfe: Ab 16 u. 20 Ahr: Konzert. __
Cafe Vetter, Neitgasfe: Ab 20 Ahr: Eft« Seidel mit seinen Zazz-Shmph onikern.
Stadtteller: 20 Ahr: Künstlettonzett. Eapitol, Biegenstrahe: 17 und 20.15 Ahr:
.Wo die Wolga fließt . . .-
Kamera. Kafernenftr.: 17 und 20.15 Ahr: „Lügen auf Rügen".
Bersammlungen, Vorträge, sportlich« Veranstaltungen usw.
Stahlhelm: 19.30 Ahr: Führerbesprechwig im Dheater-Eafe: 20.30 Ahr: Pflicht, abertb im kleinen Stadtsaal.
Donnerstag, den 7. April.
Marburger Hausfrauenverein e.V.: .15% Uhr: Besichtigung de« Sanatoriums „©öntnctibTicT.
Svtel und Sport
Fußball.
Jugendopferlag.
Michelbach-Sterzhausen — Goßsttden^Sarnav 7:1 (3:0). ___
Pünktlich 3 Uhr gab der Schirr den DoR frei. Es entwickelte sich sofort auf beiden Seiten ein flottes Spiel. Mlchelbach-^erz- < bauten stellte bie spielstärkere Mannschaft, gegen bie Sarnau-Goßfelden trotz allen Eifers nicht aufkommm hrnnte. In ben ersten Spielrninuten konnte Michelbach-Sterzhausen durch ben Halblinken m Führung gehen. Du Leistungm des Halblinkm sind besonders ber- vorzuheben, konnte derselbe doch allem 3 Treffer auf sein Konto buchen. Auch d« Läuferreihe zeigte ein vorzügliches Aufbau, spiel, wobei insbesondere die Leistungm Des Mittelläufers anerkannt roerben müssen.. Sarnau-Goßfelden hatte seine Hauptstärke m der Verteidigung. Alles in allem em Spiel, bet dem die zahlreich erschienenen Zuschauer voll und ganz auf ihre Kosten kämm. Schm Müller-Caldem leitete korrekt._____________
Das Frankfurt« Radio-Programm. Donnerstag, dm 7. April.
6 00: Wetterbericht. — Anschließend: Morgengymnastik. - 7.00: Schallplatten-Kmizett. — 12.00: Konzert des Bayerischen Rund- fimkorchesters. — 13.00: SchallplatteN-Kon- »tt — 15.30: Stunde ber Jugend. — 17.00: Unterhaltungs-Konzert. — 1825: Zeittragen. — 18.45: Europäische Gespräche: „Teutschstlanb — Ungarn". — 1930: „Mw sikalische Grundbegriffe — Ihr Wesen und ihre Bedeutung", Vorttag. — 20.00: Konzert des Frankfurter Rundfunkorchesters. — 21.00: Länderguerschnitte: „Italien. — 22.30: Zeitangabe, Wetterbericht, Tagesnachrichten, Sportbericht. — 22.45: Tanzmusik.
Stadt. Bekanntmachung
Der Herr Preußische Minister des, 3nnm hat durch Verordnung vom 30. Marz 1932, veröffentlicht in der Preutz. Gesetzsammlung vom 1. April 1932 Nr. 21, den Ausschank pon Branntwein und den Kleinhandel mit Trink- ■ branntroein am Sonntag, dem 10. und Sonntag, dem 24. April 1932 bi, zur Polizeistunde verboten.
Zuwiderhandlungen werden gemäß § 29 Ziff. 8 des Eaststättengesetzes mit Hast und mit Geldstrafe bis zu 150 SJK oder mit einer dieser Strafen bestraft.
Marburg, den 5. April 1932. (1971
Der Oberbürgermeister al» Ortspolizeibehörde
3. $.: Voß.
Auf Grund der Polizeiverordnung des Hern Regierungspräsidenten vom 23. 7. 1928 in bet Fällung der Polizeiverordnung vom 3. 9. 1936 findet tn der Zeit vom 11. bis 30. April 193! eine Besichtigung aller Bienenstände im Stadtkreis Marburg a. d. Lahn zur Feststellung von etwaigen Krankheiten uro zur Beratung der Imker durch Sachverstäm dige statt. Die Polizeibeamten find angewiesen, die mit einem Ausweis bei hiesigen Polizeibehörde versehenen imkerlichen Sachvei- standigen bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit zu unterstützen. Es wird besonders darauf hi»> gewiesen, daß auch nicht mehr im Bettieb befindliche Bienenstände besichtigt werden um bei leerstehenden Bienenbauten Fluglöcher unb sonstige Deffnungen bienenbicht geschlossen sein sollen.
Marburg, den 4. April 1932. (197!
Der Ober bürge rme ister als Ortspolizeibehörbe
I. $.: Voß.