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Gegen den schweren Rechtsbruch der litauischen Regierung

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Budapest, 23. März. Im Dremnb- dreißiger-Landesausschuh erstattete heute Außenminister Dr. Walke Bericht über seine durch den Tardieu-Plan veranlaßten jüngsten Besuche in Rom, Genf und Pans. Ungarn interessiere der Plan wirtschaft­lich, derkehrspolitisch und finanziell. Die wirtschaftliche Struktur des Donaubeckens fei nicht mehr die gleiche wie vor dem Kriege, was Ungarn veranlaßt habe, auch außerhalb der Rachfolgestaaten Märkte für seine landwirtschaftlichen und industriellen Produkte zu suchen. Es sei gewiß, daß die wirlschaftlich« Zusammenarbeit der Donau­staaten für keines der wirtschaftlichen Pro­bleme Angarns eine volle Lösung bringen könne, doch ebenso stehe es außer Zweifel, daß dadurch aus mehreren Gebieten ernste Vorteile zu erzielen seien. Auf diese dürfe Angarn nicht verzichten, wenn es zur Orientierung nach anderen Märkten auch weiterhin freie Hand behält. Angarn könne auf die Entwicklungsmöglichkeiten nicht verzichten, die ihm der norditali- enische, schweizerische, französische, deutsche and polnische Markt zu bieten vermögen.

an die Anregung Tardieus mit Sympathie ausgenommen. Durch das Aufwerfen die­ser Probleme sei man offenbar in das erste Stadium zur Regelung der allgemeinen Wirtschafts- und Finanzlage, ja vielleicht einer dauernden Lösung, gelangt.

Berlin, 23. Mörz. Die ungesetzliche Auflösung des Memelländischen Landtages hat zu Protestschritten der Zutschen Re­gierung in Kowno, Rom, Paris und Lon­don geführt. In diesen Protesten wird darauf hingewiesen und zwar in Ueberein- stimmung mit dem letzten gemeinsamen Schritt der Unterzeichnermächte in Kowno,

Wahlterror im Memel-Gebiet.

Berlin, 24. März. Der Komman­dant des Memel-Gebietes hat, wie die DAZ. aus Memel meldet, der Memellän- dischen Landwirtschaftspartei die Abhal­tung von Versammlungen vorläufig ver­boten.

Die Memelländische Landwirtschafts­partei ist die größte Partei des Memel- gebietes und bildete zusammen mit der Volkspartei in asten Landtagen bisher die Mehrheit. Diesem Verbot liegt ein Zwischenfall" in einer Versammlung der Landwirtschastspartei zugrunde. 3n dieser

Tardieus Donaubund

Tie Haltung Ungarns und der Tschechoslowakei

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Der An,ekqenprek« beträgt für den 11 qespatt. 3etlenmHhmetet 0.08 GM., Familienanzetgen bei Barnrbl 0 07 GM , amtl. u an<* WLrttgeAn, 0 10 GM <5oq. ik-ne Anzeigen nach Gpeztalrarif.Grund- ftbrif t: <$olonel Bei tchwrertg.Gatz, son>te beipiahbo-fcbrtft5Oel Auf­schlag. Gam«ne>an,eigen 100°!« Auiichlaq Reklam.-Millnu 0.40 GM Grundschrift - Petit. Jeder Rabatt gilt al# Barrabatl Ziel 5 Tage Offerten-Debübr: 25 Pfg^ bei 3uiTeQunq bet Angebote elnsch«, Porto 00 GM Belege werbe» berechnet. Lrfüllungoorl Marburg.

sprach zum Memelstatut gebildet worden ist. da es als ein ausgesprochenes Kampf­direktorium gelacht war zu dem Zweck, den Memelländischen Landtag aufzulösen. Un­gesetzlich war also bereits die Bildung die­ses Direktoriums. Ungesetzlich ist ebenso die Auflösung des Landtages.

Die Unterzeichnermächte werden weiter darauf hingewiesen, daß ihre Verantwor­tung für 'die weitere Entwicklung tm k Memelgebiet fortbesteht, daß die Ange­legenheit Böttcher das Haager Gericht be- . schattigen muß und daß endlich, was nun­mehr die wichtiaste Frage ist, die Neu­wahlen zum Memelländischen Landtage vollkommen im Einklang mit dem Memell statut vor sich gehen müßen und durch irgendwelche Machenschaften das Direk­torium nicht verfälscht werden dürfe.

In Berichten aus Kowno ist bereits von einer Verordnung des Gouverneurs bie Lfede, wonach Litauern, die in Memel nicht ortsansässig sind, aber unter irgendwelchen Vorwänden während der Wahlzeit ins Memelgebiet hineingebracht werden, die Möglichkeit einer beschleunigten Ein­bürgerung verschafft werden , soll. Auch dies würde selbstverständlich einen Verstoß gegen den klaren Wortlaut und Sinn der Gesetzesbestimmungen bedeuten. Vielleicht . wird zu überlegen fein, ob nicht notfalls eine einstweilige Verfügung seitens des Haager Gerichtshofes in Anspruch genom­men werden könne. Im übrigen wird mit Bestimmtheit erwartet, daß der litauische Außenminister Zaunius seine in Genf ge­gebene Aussage nunmehr wenigstens in dem Punkte einhält, daß der Belagerungs­zustand endlich aufgehoben wird.

Neuwahlen am 4. Mai.

Die Neuwahlen zum Memellän­dischen Landtag sind nach einer am heu­tigen Mittwoch erlaßenen Verfügung des Gouverneurs auf den 4. Mai festgesetzt worden.

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politischer Konstellation vollständig er­lahmen könne. Eben darum habe die un­garische Regierung von allem Anbeginn

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Aebaktion von 1011 und

wurde ein großlitauischer Parteimann, der fortgesetzt sich in schwersten Belei­digungen von Mitgliedern der Landwirt­schaftspartei erging, von den Versammel­ten trcktz des Widerspruchs des Versamm­lungsleiters und des Parteivorsttzenden an die frische Luft'befördert.

Dieser Vorfall, an dem nur der groß­litauische Parteianhänger die Schuld trägt, ist jetzt zum Anlaß genommen wor­den, um der Memelländischen Landwirt­schaftspartei einen wichtigen Abschnitt der Zeit, die für die Vorbereitung der Neu­wahl benutzt werden muß, fortzunehmen.

Rektor Siinmat, ver von Litauen eingesetzte Präsident des Memel-Direktoriums.

Der Eindruck der ErNärunge« Benefch« ht Berlin.

Berlin, 23. März. Die Ausfüh­rungen des tschechoslowakischen Außen­ministers Benesch im Außenausschuß der Kammer über die Donaupläne Tardieus haben in politischen Kreisen Berlins ben Eindruck hinterlaßen, daß Benesch trotz grundsätzlicher Verfechtung des franzö­sischen Standpunktes doch zu klug ist, um wirtschaftliche Tatsachen völlig zu über­sehen. Seine Erklärung, daß eine wirt­schaftliche Kombination, wie in dem fran­zösischen Plan beabsichtigt, ohne Deutsch­land unmöglich sei und auch Oesterreich keine wirtschafliche Kombination eingehen könne, die die wirtschaftliche Verbindung Oesterreichs mit Deutschland löse, darf in diesem Zusammenhang unterstrichen wer­den. Die Wendung,, daß von Deutschland zunächst noch gewiße Opfer verlangt wer­den müßten, die aber in Zukunft durch ebensolche Vorteile im Rahmen eines größeren wirtschaftlichen Blockes aufge­wogen werden könnten, sollten offenbar dahin verstanden werden, daß Deutschland sich mit der sofortigen Inkraftsetzung sei­ner Präferenzabmachungen mit Donau­staaten noch etwas gedulden möchte.

Ein neuer deutscher Protest

Brutale Vergewaltigung des Deutschtums

Das Gebäude des Landtags in Memel. .

Nackdem bei memellandßche Landtag dem ohne Berücksichtigung der deutschen Mehrheit etnge- sehten Landesdirettorium das Mißtrauen ausgesprochen hat. rst der Landtag auf Anordnung des Eouverneuw Merkys aufgelöst worden. Litauen scheint also mit allen Mitteln den Widerstand der einheimischen Bevölkerung gegen die Diktatur brechen zu wollen.

Unzweifelhaft entständen Angarn seiner zentralen Lage Vorteile aus dem zunehmenden Durchgangsverkehr. Außer­ordentlich wichtig sei die mogivchst bal­dige Aufhebung der Beschränkungen in der Devisenbewirtschaftung, wovon nicht nur für die fünf Donau-Kleinstaaten, sondern für ganz Guropa eine wirtschaftliche und finanzielle Belebung erwartet werden könne. Der Minister verwies sodann auf die Gründe, die den Beginn der Verhand­lungen verzögern, so ine Einigung der Großmächte untereinander, die französi­schen und deutschen Wahlen im April, die Lausanner Reparationskonferenz im Juni, ferner die britisch- Reichskonferenz in Ot­tawa. ES sei außerordentlich wichtig, daß das Wirtschaftsproblem der Donaustaaten im Zusammenhang mit den europäischen Finanzfragen geraten sei; denn dadurch werde verbürgt, daß die für die Probleme Mittel- und Osteuropas entstandene Auf- merksamkeit der Großmächte in keinerlei

Die Vorgänge in Braunschweig

Das Reichsinnenminifterium «facht Braunschweig um Aufklärung.

Berlin, 23. März. Wie bereits ge- meldet, soll in den Ostertagen eine ge­schlossene Führertagung der Hit« lerjugend in Braunschweig stattfinden. Für den Ostersonntag abend ist eine ge« schlossene Kundgebung in der Braun« schweizer Stadthalle vorgesehen, auf der Hitler sprechen soll und zu der nurMit - g l i e d e r der Hitlerjugend und der Aatto- nalsozialisttschen Deutschen Arbeiterpartei Zutritt haben sollen.

Das Reichsinnenministerium hat mit Rücksicht auf die Verordnung über den Osterfrieden am Mittwoch vor­mittag eine telegraphische Anfrage an die braunschweigische Regierung gerichtet and um Aufklärung über die beabsichtigte Ta­gung gebeten.

Zu dem Schritt des Reichsinnen­ministers bei der braunschweigischen Regierung wegen der Ostettagung der Hit- lerjugend erklärte Innenminister Klag- g e s dem Dettreter der Telegraphen- Anion, das Reichsinnenministerlum sehe die für Ostersonntag vorgesehene Ver­sammlung als öffentlich an. Wenn das Reichsinnenministerium an dieser An­sicht festhalte, so erklärte Klagges, so werde er die Versammlung nicht z u l a s s e n. Er selbst stehe aber auf dem Standpunkt, daß die Versammlung nicht, öffentlich sei. Er könne jedoch praktisch gegen die Ansicht des Reichsinnenministers nichts tun. Es bestehe noch die Möglichkeit, die Versamm- sammlung in abgeänderter und ein­schränkender Form als geschobene Kundgebung zu veranstalten.

jgrai Zeppelin- in Pernambuco gelandet

Pernambuco, 23. März.Graf Zeppelin", ist am Mittwoch um 20 Uhr MEZ. in Pernambuco gelandet.

Anzeiger fitr (das fvnheve knvHessischej ObevHessen Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg

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