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Erklärung Adolf Hitlers

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Mar-urm ragrömets«

Nr. 66 67. Mrs. Marburg tuten

9tt Cntdymwt« beträgt fftt bett 11 gespalt. SdtemnitlimeUr 0.08 893?., 3«milienan»eigat bei Barzaht 0.07 DM., aaitl. u. an*» wäittgeA«, 0 10892? S»q kleine An »eigen ne* S»eztaIl-rif.Srund- f*ttft: Selonei. Sei 'chwieriq.Setz, f»»te bei Platzvorsckrtft 501., auf» s*leq. Sammeian,eigen 100*1« Äutlchlaq Reklam.-Millim 0.40 8«. Srunvschrift > Petit. Jeder Reben gilt eie BerrebeN Ziel 6 Zuge. Vlferten-Debühr: 25 Pfg^ bei Zustellung btt Anaebete einschü» Porto.60 SM Belege werben berechnet. Lrftllnngsert Murburg.

»Wt < taMtilung

SbecheMche Zettuny

Die Haussuchungen bei der N.S.D.A.P

Polizeiattion befallen Geschäftsstellen in Preußen - Die Reichsregieiung unbeteiligt - Scharfer Protest

Slatin" Sb« Eeheiminstruktionen tut die Führer der nationalsozialistischen Sturm­truppen.

3m Zusammenhang mit den vom preußi­schen Innenminister angeordneten Haussuchun­gen bei den Geschäftsstellen der NSDAP, in Preußen ist eine Veröffentlichung im gestrigenMatin" bemerkenswert, die an­gebliche Geheiminstruktionen des Münchener Hauptquartiers der NSDAP, vom 10. März an die Führer der SA. enthält. Der Tert dieser Geheiminstruktionen, der sich v i e l -

2. Die nationalsozialistische Parteileitung hat insbesondere aber auch deshalb die SA.- und SS.-Männer an, allen Wahltagen zu­sammengefaßt. um bei der gesteigerten Hetz­kampagne ihrer Gegner das wehrlose Ab­schlachten einzelner aur^der Straße gehender SA.- und SS.-Männer durch die Genossen der Partei des Herrn Ministers Severing, des Reichsbanners, der Eisernen Front und auch der 7hm wesens- und wahloerwandten Kommune zu verhindern.

Durch dies« Partei«« sind «st in bett letzten Wochen 40 meiner Kameraden, die ihnen einzeln waffenlos in die Händ« fielen, getötet worden.

Tausende wurden verletzt. Diese Maßnahme der Zukammenhaltung unserer SA.-Männer zu ihrem Schutz vor dem roten Untermenschen­tum war um so nötiger, als es bekanntlich ber Polizei des Ministers Severing sehr zum Unterschied ihr« sonstig°n aktivistischen Fin­digkeit nicht gelungen ist, auch nur einen Bruchteil dieser Verbrechen aufzuklären ob« gar der Täter Habhaft zu werden.

3. Don der geplanten Zusammenhaltung der SA.- und SS.-Männer in ihren Der- einslokalen wurde um von mir vorausge­sehenen Manövern amtlicher und nichtamt­licher Stellen beizeiten vorzubeugen in meinem Auftrag das Reichsinnen- ministerium durch meinen Stabs­chef in Kenntnis gesetzt. Stabschef Röhm

teilt« dies« b«absichtigt« Maßnahm« dem Btttret« de« Reichsstmeinnmiftermms eine Woche vorher amtlich mit. Sht Einspruch dagegen wurde nicht «hoben.

4. Die Richtigkeit dieser Maßnahmen hat sich im übrigen dadurch erwiesen, daß am letzten Wahltage den soz'aldemokratischen und kommunistischen Mordabsichten weniger Leute als sonst zum Opfer fielen und die Polizeibe­hörden von einem im ganzen Reiche wider Er­warten ruhigen Verlaus der Wahlhandlungen zu berichten wußten.

Bezüglich der anderen ins Einzelne gehen­den öffentlichen Beschuldigungen des Herrn Severing gegen die NSDAP, habe ich so­fort durchs meine Parteidienststellen Erhebun­gen vornehmen lassen. In den bisher unter­suchten Fällen hat sich bereits die völlige Haltlosigkeit der Severingschen Unter­stellungen ergeben. 3m Laufe des Freitags

Ml'ag, ttn IS Mit} 1932 PU jObtrbtfflf** Bettung* » LLflt iedwmul »bdtmlli*. Cf 1LfWret« monutLL Warburg 2.02 Lflji ou<f*l. Bufleaungeflcbflbt, J untren Agenturen t.93 DM.

Zustestellungogebüdr. durch £ Post 2.26 DM fWr etwa Mt* Streit, 9Raf*tnenbefeft oder Ifutentare Ereignisse auetaOenbe Sununem tt>tt6 fein «rsu» af ylttt Vertag, vr. 6 feieerotb.

Oer Untb-8u*bni<ferd geb. Bug. «och. Markt 21/23. ^tvlftetbet: Rr 64 und Rr. 63. ««(Iftberffonto: «*t Rrenffutf v 5R Rr 5015. - 6»re*iett w A eda ktioo een 10U e* '/U1 Ubt

fach mit dem deckt, was heute auch vom preußischen 3nnenministerium über solche Instruktionen bekanntgegeben wurde, will das Blatt von einem seiner Leser er­halten haben, der aus Deutschland zurück­gekehrt sei. Er enthält genaue Anordnungen über das von den Sturmtruppen der NSDAP, einzu'chlagende Verhalten und.dte Möglichkeiten, diese Sturmtruppen auf einen bestimmten Marschbefehl hin einzusetzen. Es sollten die öffentlichen Gebäude besetzt und von den lebenswichtigen öffentlichen Einrich­tungen Besitz ergriffen werden.

1. Die NSDAP, hat noch bei jeder bis herigen Wahl am Wahltage bezw. scho" der Nacht vorher ihre SA.- und Vertvcv leute zusammengezogen, weil diese die ge­samte Wahlarbeit in der Nacht zum Wahltage und am Wahltage selbst durchzuführen haben.

ist mit dem Abschluß unserer Feststellungen zu rechnen. Ich werde dann durch meinen Stabschef der Oeffentlichkeit den Beweis lie­fern. daß es sich bei dem Vorgehen des Herrn Severing um ein Angstmanöver handelt, das die SPD. vor der nun einmal notwendigen Abrechnung durch das deutsche Volk bei den bevorstehenden Wahlen retten soll.

Apch^ diese Aktion 'wird ebenso, in ihrem Ausgange die unbedingte Gesetzlichkeit der Nationalsozialistischen Partei und ihrer Hand­lungen erweisen, wie umgekehrt den wirklichen Hintergedanken dieses po'izeilichen Kunstgrif­fes enthüllen. Das Wahlmanöver des Herrn Severing wird seine Partei nicht vor der kommenden Niederlage retten.

ßegelitätebohimente der NSDAP.

München, 17. Mürz. Die Presse­stelle der NSDAP, erklärt jetzt, die Partei habe von allen maßgebenden Unterführern der Partei eine Erklärung Hitlers über dieabsolute Gesetzlichkeit und Legalität ber Absichten und des Dorgehens der Partei und ihrer gesamten Gliederungen unterzeichnen lassen. Diese Dokumente seien noch heute nach Berlin gesandt wor­den und würden morgen durch Hauptmann Doering dem ReichÄnnenmiirister über­reicht werden.

Di« NSDAP protestiert.

München, 17. März. Don der Pressestelle der NSDAP wird parteiamtlich mitge*eut:

Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiter­partei erklärt schon jetzt, datz fie alle nur Mög­lichen rechtlichen Maßnahme« sowie die Set» waltnngs- und Sersassungsklage ergreifen wird, nm dem unerhörten Sorgehen des preußischen Innenministerium» eutgcgenzu- kreten, bn# geeignet ist, die non der NSDAP in vorbildlicher Weise gehaltene Ruhe und Ordnung zu gefährden und künstliche Unruhe­stimmung in der Oeffentlichkeit erst bervorzn- rufen, wo fie ohne die Maßnahmen der preu­ßischen Polizei nicht vorhanden ist.

Das Berliner Presseamt ber NSDAP er­klärt u. a.:

Die Berliner Polizei hat am Donnerstag morgen mit Haussuchungen und anschließenden Beschlagnahmen größten Stils gegen die NSDAP eingesetzt. Ohne einen Grund für ihr Vorgehen anzugeben, durchwühlte und be­schlagnahmte sie größtenteils bei allen Partei­stellen in Groß-Berlin von der Gauleitung bis zu einzelnen Sektionsführungen sämtliche Karteien und Akten.

In den meisten Fällen »neben sämtliche Schriftstücke bis zum letzten beschriebenen Blatt zu« Polizeipräsidium gebracht und damit jegliche Arbeit der Geschäftsstellen unmöglich gemacht.

Der stellvertretende Gauleiter Dr. Meins- hausen, setzte sich sofort mit dem Berliner Po­lizeipräsidenten Erzesinski persönlich ins Be­nehmen, um sich über das gesetzwidrige Vor­gehen der Polizeiorgane zu beschweren. Po­lizeipräsident Erzesinski verweigerte die An­gabe der Gründe für die Aktion und stellt«

München, 17. März. Die Pressestelle bei der Reichsleitung ber Nationalsozialisti­schen Deutschen Arbeiterpartei teilt eine Er­klärung Adolf Hitlers zum Vorgehen des preußischen Innenministeriums mit, in ber es heißt:

Das preußische Innenministerium hat ben UNS schon seit längerem bekannten Plan eimes - Uebersalks auf die nationalsozialistische Be­wegung nunmehr ausgeführt. Das Haltlose, ja Absurbe dieser neuen preußischen Polizei­aktion ergibt sich allein schon aus folgenden

Feststellungen: .

lediglich Beschwerde beim preußischen Minister des Innern anheim.

Auch im Reichsinnenministerium wurde von nationalsozialistischer Seite sofort schärllter Protest gegen das verfassungswidrige Ver­halten der Berliner Polizei eingelegt und das sofortige Eingreifen des Ministers Croener gefordert.

Das Reich ist unbeteiligt.

Berlin, 17. März. Wie von zuststn- diger Reichsstelle mitgeteilt wird, ist das Reich an der polizeilichen Aktion gegen M« Nationalsozialisten in Preußen völlig unbeteiligt. Die Untersuchung ist vo» Reich weder angeregt nach angeordnet worden.

Die Durchsuchung des Braunen Sauser in Köln.

Köln, 17. März. Zu der Durchsuchung des hiesigen Braunen Hauses, die heute auf Anordnung des preußischen Innenministers erfolgte, teilt der Gauleiter der NSDAP, u. a. mit, die Polizei habe lediglich in den Räumen der SA. 40 Korrespondenzmappen beschlagnahmt, die ohne Rücksicht auf den Inhalt in Koffer gepackt und unter Beglei­tung eknes Parteimitgliedes zum Polizei­präsidium geschafft worden seien. Weiter seien die Verordnungsblätter der politischen Reichsleitung der Partei' und der SA., die jedermann zugänglich seien, beschlagnahm! worden.

Wie von der Leitung der hiesigen politv schen Polizei noch ergänzend mitgeteilt wird, wurden sämtliche beschlagnahmten Schriftstücke, ohne von der örtlichen Polizei emgesehen zu werden, roeitergelettet.

Dieselbe Durchsuchung wie in Köln muri» u. a. auch in Aachen, Düsseldorf, Frank­furt a. M. und Hamburg oorgenommm. Die Berliner Blatter zu der Haussuchung bei der NSDAP.

Die Berliner Blätter nehmen zu den Maßnahmen der Preußischen Regierung gegen die Organisationen der NSDAP. Stellung.

DieGermania" bespricht die An­gelegenheit unter der Ueberschrift®n Staat im Staate" und betont, daß das beschlagnahmte Material als absolut authentisch angesprochen werden müsse. Wir haben sozusagen die Vorstufe von Boxheim, einem Staat im Staate, der sich gegen die legale Ordnung mit allen Mit­teln organisiert."

DerVorwärts" erklärt, das vom preußischen Innenministerium der Oeffent­lichkeit vvrgelegt Material sei ^so Über­zeugend", daß der Wett stättster Legali­tätsbeteuerungen dadurchauf ein Nichts zusammen schrumpfe".

DerLokal-Anzeiger" verweist auf den Zusammenhang mit den Drr- öffentlichungen desMatin und auf die Möglichkeit, daß, da derartigeDokumente" der Polizei im allgemeinen nur durch Gpitzelarbeit in die Hände fallen können, ihr auch geschickt gefälschte Doku­mente geliefert worden seien.

DerT a g" spttcht von einer General- offensive gegen die NSDAP. Das Rech, zum begründeten Zuschlägen werde einem Minister nicht Beitritten, er trage dafür die dolle Verantwortung. Aber wahre Staatskunst müsse es vermeiden, den An- ffchein zu erwecken, als dienten die Ak­tionen nicht so sehr der Gesamtheit, als einem bestimmten, in politischer Verlegen­heit verstrickten Teil.

DieD. A. Z" schreibt: Die von Seve­ring angeordneten Haussuchungen der Nationalsozialistischen Partei müssen, so­lange nicht besseres Material beigebrach, wird, als das bisher gefundene, als reine Wahlpropaganda erscheinen, als ein Versuch, den Parteiapparal Iber Nationalsozialistischen Partei (über die Maßregeln hinaus, die bereits getrof.

Anzeiger für (bas frühere kurhessische) Oberhessen

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.

MS«rlin, 17. März. Wie wir «Uteilttn, | pben gestern in Preußen auf Anordnung de» ^eußsschen Minister» des Innern bei färnt. vchen Eefchäftsstellen und Sauleitungen der fiSDAP Haussuchungen statt, um zu prüfen, * hei diesen Stellen gesetzwidrige» Propa- Mvdamaterial oorliegt.

Eine Erklärung Severing».

t Berlin, 17. März. 2n ein« Mitteilung jts preußischen Ministers des Innern heißt es:

Die polizeilichen Feststellungen im Gesamt- Miebiet des Freistaats Preußen haben ergeben, Meß am Wahltage die sogenannten SA.-For- Müationen her m «Na'^etUchaft

R standen. Die Anordnung dies« Maßnahmen Xvar von der Münchener Befehlsstelle er» Wangen. Es kann nicht die Aufgabe ber preu» Kicken Behörden sein, sich mit dieser Befehls- f stelle über die Gründe derAlarm-Anord- | rang auseinanderzufetzen. Die vielfachen WFeststellungen der Polizei in fast allen Ee- Mkten des preußischen Ostens and Nordens »faffen keinen Zweifel darüber aufkommen, daß T elftem in den Vorbereitungen lag, die nut UTeinperament einzelner örtlicher Führer nicht Tellärt werden können. Bringe man sie mit prahlerischen Reden der NSDAP-Führer Wr der Präsidentenwahl in Verbindung dann teroinne man ben Eindruck", daß mindestens feie Gruppen und Unterführer der SA ernst- Kfte Gewaltmaßnahmen ins Auge gefaßt Nach einer Aufzählung angeblicher Putfch- ^rbereitungen in verschiedenen Kreisen heißt bann weiter:

in ben letzten Tagen ber Wahlarbeit Nationalsozialisten begangenen schweren hsftfircitungen beweisen ebenfalls bie un- Bewaffnung von weiten Kreisen bet

Partei.

MDiese Feststellungen erfahren noch eine be- nberc Beleuchtung burch Aufzeichnungen, bie Wr einigen Tagen bet Durchsuchungen in erlin gefunben stnb. Nach biesen Plänen Wurde eine Einschließung Berlins durch vor- er herausgezogene Berliner SA-Einheiten Mit Unterstützung der im weiteren Umkreise Msn Berlin in ber Provinz zusammengezo- Mnen SA Formationen vorbereitet unb sorg- fern betrieben. Auf bie gleiche Absicht beutet Wich ein Alarmbefehl ber SA Im Eausturm MPmarkSchneidemiihl hin. ber vor einigen Magen ber Polizei in bie Hänbe fiel.

6 (Ein Rundschreiben vorn Februar b.J3., des Muspekteurs der Motorstürme und Staffeln Wi NSDAP aus München gibt die Richt- nten und eine genau ausgearbeitete Karte Mi Reichs-Relais, das durch Kraftwagen und ^Motorräder von Nord- und Mitteldeutschland Mr nach München zu organisieren ist. Dieses Meichsrelais und die dafür ausgegebenen Michrlinien treten in Kraft, wenn das aus« egebene Stichwort mitgeteilt wird. Das Mtichwort hießGroßmutter gestorben. Max." m Auf dieses Stichwort hin sollten alle die «- Wstenen Kriegs- unb Alarmvorschriften in Mrait treten.

I Älle diese Vorbereitungen seien schlechthin »tbereitungen unb Rüstungen für den Bur- Wrkrieg die unter dem Vorwand, nur für Un» Machen von kommunistischer Seite zu gelten, Wicht gedeckt werden. Eidliche Versicherungen

die Legalität der nationalsozialistischen Mtganisatonen könnten die preußischen Ver- Ukialtungsbehörden nur dann respektieren, die Praxis der NSDAP mit den Eioen Wr Führer im Einklang steht. Die preußische Mrgierung fei jedenfalls nicht gesonnen, Mdenden Auges eine Armee ausrüsten zu Wisen. hie nicht nur auf eine Herabminderung Wr Stnatsautorität herausläuft, sondern auch Wu ständiges Element der Beunruhigung fein Musse.

I Die amtlichen Stellen schweigen vorläufig. JBeilin, 17. März. Son den Berliner Ulrrufisichen Dienststelle» werde» z»rzett keine Mr'irren Auskünfte »ehr über da, Ergebnis

Aktion gegen die NSDAP gegeben Wie |M:t hören, beabsichtigt der Miniit« selbst, Sichtung des beschlagnahmten Materials zufammenfassende Mitteilung zu ver-