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mungen zum Memel-Statut, die im all­gemeinen dem litauischen Standpunkt Rechnung tragen sollen, bereits zuge­stimmt hätten. Zaunius soll es in Eens gelungen sein, die Signatarmächte von der Notwendigkeit zu überzeugen, daß dieser Stein des Anstotzes durch den Erlaß der Ausführungsbestimmungen beseitigt werde.

und die Strumpffabrikanten aus Sach­sen nach England, um ihre Industrie hi-r aufzubauen. Unstimmigkeiten im Kabinett gebe es nicht. Wohl aber habe die Re- giechtng Schwierigkeiten, gleichzeitig nach Eem. nach Lausanne und nach Ottawa­erstklassige Vertreter zu entsenden. Das Parlament müsie seine Arbeiten beschleu­nigen, sodatz den Ministerien für diese Konferenzen die Hände möglichst sei seien.

Mellon reist am U April nach London.

fk. Washington, 16. März. Im Weihen Hause wurde gestern abend zu Ehren des neuen Botschafters in London, Andrew Mellon, ein offizielles Fest­essen gegeben. Mellon gedenkt am 1. April nach England abzureisen.

Morvvmr TageSaMiser

(Ein Arbeitsbeschaffungsprogramm des Reichs- wirt'chaftsrates.

Berlin, 15. Mürz. Der Zentralaus- schuh des vorläufigen Reichswirtschaftsrates hat mit Zustimmung der Reichsregierung, aber aus eigener Initiative, das Problem der Arbeitsbeschaffung eingehend erörtert. Die Beratungen haben ihren Abschluß mit der

sk. London, 16. März. 3n einer konservativen Massenversammlung in I l - f o r d wies Baldwin auf die bisherigen Leistungen der nationalen Regierung hin. Es bleibe. fedoch noch viel zu tun übrig, und vor dem Ablauf von weiteren 4 Jah­ren fei nicht an die Ausschreibung von Neuwahlen zu denken. Er betonte, dass Englands Staatshaushalt ausge­glichen sei und erwähnte die nach sei­ner Ansicht günstigen Einflüsse der Zölle auf die Entwicklung des Handels, sodaß heute niemand mehr frage, ob eine Zoll­politik gut oder schlecht sei. Wie früher die Webkunst von den Flamen nach England verpflanzt worden sei, so kämen heute die Spielwarenfabrikanten aus N ü r n b e r g, die Parfümeriefabrikanten aus Paris

; Während die Deutschen wählen...

I Tardieu treibt seinen Plan eines Donaubundes vorwärts Er versucht, Deutschland und Italien zu gewinnen

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Mittwoch.

NO 16. S*? 1932

.Od-rd-ssis-dt 3-itmtg' er- MifA sechsmal wöchentlich. Be- ^«prei« monatl.i. Marburg 2.02 gjjj ausschl. Zustellungsgebübr. jet unsren Agenturen 1.93 DM. Uizügl. Zustestellungsgebübr. durch Post 2.25 DM Kür etwa Streik. Maschtnendefekt oder tltatfliMte Ereignisse ansiallrnbe jammern wird kein Ersan ge- ^<1. Verlag, Dr. 5 Hitzrrvch.

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Herriot über Frankreichs Finanz- und Außenpolitik.

fk. Paris, 16. März. Auf einer Sitzung der radikalen Bezirksleitung in Paris, hielt Herriot gestern abend eine Rede über die Finanz- und Auhenpolitik. Ohne Hilfe der Radikalen Partei, so er­klärte er u. a., wäre die Finanzreform in Frankreich nicht durchgeführt worden. Er kritisierte dann scharf die Finanzpoli­tik der Regierung und die Unterstützung, die sie verschiedenen Unternehmungen habe angedeihen lassen. Frankreich habe Ungarn 343 Millionen Franken ge­liehen, es sei zweifellos, datz diefe Waf­fen dafür kauften. Die Regierung habe alle zur Verfügung stehenden Gelder aus- gegeben. Man habe somit ein Defizit von 78 Milliarden Franken. Die dafür verantwortlichen Männer wür­den gehen müssen, sobald die Linke die Regierung übernommen haben werde..

Auf die Außenpolitik übergehend kam Herriot dann auch auf seine R u h r p o l i- tik des Jahres 1924 zu sprechen. Fach habe ihm erklären lassen:Wenn Eie morgen die Ruhr räumen, haben Sie Frankreich einen großen Dienst erwiesen, die Truppen, die dort stehen, sind in Ge­fahr." Die französifchen Nationalisten, so fuhr Herriot fort, hätten den Dawesplan zerrissen und den Poungplan ausgearbei­tet, der nichts eingebracht habe. Herriot sprach zum Schluß aus, daß die kommen­den Kammerwahlen eine Linksmehrheit ergeben möchten.

Französische Anleihe für Ungarn

Kritik Herriots - Defizit von 78 Milliarden Franken

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fl. Paris, 16. März. Die Genfer Sonderberichterstatter der großen Pariser Blätter berichten übereinstimmend über die Bemühungen des französischen Mi­nisterpräsidenten, den Plan für die Schaf­fung eines Donaubundes einen Schritt «eiter zu bringen und durch die Eewin- mtng Deutschlands und Italiens rbie Möglichkeit für eine Konferenz der interessierten Staaten zu schaffen. All­gemein unterstreicht man in diesem Zu- Dmmenhang die Haltung der beiden letzt­genannten Mächte, die die Absichten Tar- Meus besonders erschwere. Pertinax zeigt 'sich im ..Echo de Paris" aber dennoch optimistisch und stellt fest, daß trotz der besonderen Schwierigkeiten, die der Ver- 'wirklichung des Planes entgeqenständen, .schließlich mit einem erfolgreichen Aus- rgang der Bemühungen Tardieus gerechnet in 1 «erden könne.

Englands nationale Regierung

Ter Staatshaushalt ausgeglichen - Die Zollpolitik

- England sei ganz und gar für die französischen Plane gewonnen.

. und habe gerade in diesem Zusammenhang derartig verständnisvolle Absichten an \ den Tag gelegt wie man sie seit langem ; von einer englischen Regierung nicht mehr : gewohnt gewesen sei. Aber auch Italien r «erbe sich voraussichtlich über kurz ober klang für den Plan gewinnen lassen. Nur ^Deutschland mache besondere Schwie- s »gleiten. Wenn die Reichsregierung sich Lim Augenblick von dem Eedankengang fleiten lasse, datz der französische Plan ihre : Anschlußabsichten vereitele, so müsse man i doch annehmen, dass sie sich darüber Hat sei, datz ein Zusammenbruch der Donau-

: staaten für sie besonders schwere Folgen haben würde. Ohne dieses Land sei an die p Verwirklichung des Staatenbundes nicht i zu denken.

Der auhenpolittsche Berichterstatter des f Llattes glaubt außerdem zu wissen, daß [$a r b i eu unter Umständen seine für Donnerstag beabsichttgte Rückreise nach Vatts verschiebt und noch bis Sonntag in Genf bleibt. Demgegenüber steht aller­dings die Auffassung des Genfer Sonder- ' brrichterftatters desJournal s", der aus gut unterrichteten Kreisen erfahren haben will, datz die Konferenz bereits vor dem 19. März in die Osterferien geht. Außerdem fei es sehr wohl möglich, daß diese Pause, die ursprünglich bis zum 4. April vorgesehen sei, nunmehr bis zum 11 April ausgedehnt werde.

DerP e t i t P a r i s i e n" ist der Auf­fassung, datz die Bemühungen Tardieus während der letzten Tage den französischen Plan nicht sonderlich gefördert hätten. Man warte immer noch auf die Teilnahme Deutschlands und Italiens an den Ver­handlungen, um die ersten Schwierigkeiten lu überwinden.

litauischen Ausführungsbestimmungen zum Memel-Statut.

Kowno, 15. März. Aus zuverlässiger Quelle verlautet, datz die litauischen Aus- siihrungsbestimmungen zum Memel-Sta- «t vom Staatsrat bereits dem litauischen Ministerkabinett zugeleitet worden seien. Demnächst dürfte daher die Inkraftsetzung folgen. Von litauischer Seite wird be­hauptet, daß die litauische Regierung hin- stchtlich der für das Memel-Gebiet ein­schneidenden Ausführungsbestimmungen ttne enge Fühlung mit den Signatarmäch- ten der Memel-Autonomie unterhält. Man behauptet, hier ferner, daß die Sigpatar- «üchte den litauischen Ausführungsbesttm-.

Aufstellung eines Rahmenprogramms gefun« den, bas der vorläufige Reichswirtscha,tsrat als Gutachten der Reichsregierung zur Der- ftigung stellt. Er hat keinen Zweifel daran, daß die Finanzierung zunächst jedenfalls nur unter Mitwirkung und Hilfsstellung der Reichsbank möglich ist. Das Programm um- llßt Arbeiten auf den Gebieten der Reichs­bahn, Reichspost, des Straßennetzes. des Hoch­wasserschutzes, der landwittschaftlichen Me­liorationen und der Milchwirtschaft.sowie der Hausreparaturen und empfiehlt die Förde­rung der kommunalen Arboitslosenfürsorge unter bestimmten Bedingungen. Das Gut­achten wirb nach der Drucklegung auch der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Das sozialdemokratische Arbeitsbeschaffvngs- programm.

Berlin» 15. Mär;. Der Wohnungsaus- schuß des Reichstages beschäftigte sich mit dem sozialdemokratischen Initiativgesetzentwurf über Arbeitsbeschaffung und Förderung des Kleinwohnungsbaues mit Hilfe öffentncher Mittel. 2n erster Linie sollen die Rückflüsse aus den Hauszinssteuerhypotheken zur Vertu- gung gestellt werden, ferner die Ertrage der Reichslluch ist euer und schließlich das Ergebnis einer Reichsanleihe für Arbeitsbeschaffung.

Ein Vertreter des Reichsarbe'tsminister'ums erllätte, die Regierung erörtere jede Möglich­keit. um von der rein unterstützenden zur produktiven Arbeitslosenhilfe zu kommen. Aber der Wohnungsbau stelle nur em Teil­gebiet dar, man könne nicht alle überhPipt M beschaffenden Mittel in ihm allein festlegen. Der Reichswittschaftsrat bnate im Augen­blick ganz umfassend die Mögllchkclten der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit auf allen in Betracht kommenden Gebieten. Man solle daher das Gutachten des Reichswirtschafts- rats ab warten.

Trotzdem beschloß der Ausschuß mit Mehr­heit in die sachliche Beratung einzutreten, und Abg. Lipinski (Soz.s begründete aus­führlich den sozialdemokrati'ch'N Gesetzentwurf. Dann vertagte sich der Ausschuß.

Die stärkste Partei

Rom, 14. März. 3n den Berichten über den Verlauf des Wahlsonntags in Deutsch­land betont die faschistische Presse einstimmig die Ruhe und Ordnung, mit der die wa« stimmung vor sich gegangen ist. und bemerkt, wie verschwindend wenig Zwischenfalle am Wahltage zu verzeichnen gewesen seien.

Die Stimmenzahl für Hitler bilde ein ge­waltiges Ganzes, eine einzige kampfstarke Partei als Bejahung des guten Gewissens und energ scheu Willens. Die Millionen der für Hindenburg abgegebenen Stimmen seien die einer zusammengewürfelten Menge, die Mil­lionen Stimmen für Hitler dagegen die einer wohlgeordneten Heerschar.

DasLavoro Fa scistg" ettlatt, bte Hitler-Partei habe sich bet der. Wahl als gestärkte und festgefügteste politische Partei Deutschlands erwiesen, die allen Widerstanden und Schwierigkeiten zum Trotz sich prächtig behauptet habe.

Im halbamtlichenEtornale b/3ta = lia" fpridjt Gajda von einer doppelten Be­deutung des Wahlergebnisses, das sowohl, als eine Kundgebung der politischen Kräfte, die rn Deutschland einander gegenuberstanden als auch im allgemeinen als bebeuJames Zeug ms der politischen Bewegungen Europas in der heutigen kritischen Wirtschaftslage zu wer­ten sei Die Wahlen des 13. Marz gipfelten in tinem Triumph für Mer, da er sich . nur out seine eigene Partei gestutzt zur Wahi gestellt habe. Ferner zeige das Ergebnis den Niedergang der Sozialdemokratie, da sie kein eigenes Programm habe, sondern in den bürgerlichen Parteien aufgegangen sek. Eäjda schlußfolgert, die Wahl hätte bewiesen, datz m Harten gefunden Völkern noch nationale Gefühle vorhanden seien, die eine Gegenwehr gegen die Wirtschaftslage und gegen politische Schwierigkeiten aller Ätt gelten.

Die süddeutschen Mahlen

München, 15. März. Württemberg, Preußen und Bayern sind übereingekom­men, die Landtagswahlen am gleichen Tage abzuhalten. Da der Ständige Aus­schuß des Preußischen Landtages gestern beschlossen hat. die Wahlen in Preußen am 24. April sllTitsinden zu lassen, dürften auch die Wahlen in Württemberg und Bayern auf den gleichen Tag festgesetzt werden. Die formelle Entscheidung wird im Ministerrat fallen.

Die preußische Wabkaesitzänderung verfassungsmäßig.

Leipzig, 15. März. Der Staatsgerichts- hof für das Deutsche Reich verkündete heute abend in dem Verfassungsstreit der deutsch- nationalen Landtagsfraktion gegen das Land Preußen wegen Feststellung der Derfassungs- mtbrigfeit der preußischen Verordnungen vom 12. 9. 1931 folgende Teilentscheidung:

Der Anttag, die Verordnung des preußi­schen Staatsministeriums zur Aenderung des Wahlgesetzes vom 12. 9. 1931 für verfas­sungswidrig zu erklären, wird zurückgewiesen.

Die Verhandlungen über die weiteren An- träge werden ausgesetzt.

Heraufsetzung des Wahlalters in Preußen?

Berlin, 15. März. 3m Preußischen Landtag hatte die Fraktion der Wirtschafts­partei im Dezember 1930 einen Gesetzentwurf vorgelegt, der das Wahlalter von 20 auf 25 Jahre heraussetzen will. Die Wirtschafts- partei hat jetzt diesen Antrag wieder ausge­nommen und wünscht, daß er am Mittwoch mit auf die Tagesordnung der Landtags- 1. litzung gesetzt wird.

Anzeiger für (das frühere knrheffische) Oderheffen

Anzeiger der amtliche« Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.

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