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Bette 6

Ober-eMt»e Zeitung, martere < L. Sonnabend, bett 12. MLrz 1932

SRatbiwettSausfraucncttcln t.B.

Der Arbeitsmarkt im Februar

I

Aus -er Anwesen-

Anschluß an diese Mitteilungen der Voriitzenden brachte der Vortrag von Fräulein Dr. Budde über

am

der deutschen Bauern und Ar-

Stäöt. Vekanrümachtmß

1420)

zu sorgen, ch bei dem

vom ein

ligung zeigte der Kandidat beiter ist.

seit am 163

Auch im Verlauf des Monats Februar ist eine Verschlechterung der Arbeitsmarkt-- lage in dem Bezirk des Arbeitsamtes

mufften.

Kaufmännische undBüro an ge­stellte: Die Lage auf dem kaufmänni­schen Stellenmarkt bleibt immer mxh sehr ungünstig. ES kamen noch Entlassungen von Kräften vor, die zur Aushilfe für die Inventurausverkäufe eingestellt waren.

Am Ende des Berichtsmonats waren 38 Unterstützungsempfänger bei Notstands­arbeiten beschäftigt.

Der Magistrat.

Voß.

Stadtförsterei Marburg.

Skutz-Hoizverkauf.

am ersten die kleinen Fehler des normalen Kindes, wie z .33. das Flunkern, abgewöhnen und ihm auch später in den Konflikten der Reifezeit zur Seite stehen Die wirtschaftlichen Nöte wird man den Kindern wohl nicht ganz

Marburg zu beobachten gewesen.

Die Zahl der Arbeitslosen stieg Ende Januar von 6 245 auf 6 408 Ende des DerichtsmonatS. also um Arbeitsuchende.

deren Metallwarenfabrik Entlassungen aus­gesprochen. Die Zahl der Arbeitsuchenden dieser Berufsgruppe wuchs auch durch Stillegung einiger Hüttenbetriebe außer­halb unseres Bezirks.

Hvlzgewerbe: Für di« Zurichtung von Eisenbahnschwellen wurden einige Zimmerleute vermittelt. KleinereBau- und Möbelschreinereien mußten wegen Auftragserledigung einige Fachkräfte ent­lassen. Ebenso kamen wieder Zugänge aus einer Stuhlfabrik.

Papierindustrie: Auch in dieser Derufsgruppe muhte eine Fabrik chren Detrieb ein schränken, wodurch eine An­zahl Fachkräfte die Arbeit einstellen mußte.

Baugewerbe:, Die Arbeiten an dem Erweiterungsbau eines staatlichen Debäu- des mußten infolge der Wirtschaftslage vorläufig eingestellt werden. Hierdurch waren die Zugänge in diesem "Beruf ziem­lich stark.

Häusliche Dienste: Mit Beginn der Semesterferien an der hiesigen Uni­versität wurde eine größere Anzahl von Hausangestellten entlassen. Es kamen mehr als 20 Mädchen in Zugang.

Lohnarbeit wechselnder Art: Der starke Frost hatte die Einstellung ver­schiedener Erdarbeiten Wegebau, Was­serlaufregulierung usw. zur Folge, so daß rund 70 Arbeiter entlassen werden

Kundgebungen abgehaltcn. Die starke Betei- id> hier, daß Adolf Hitler

Aus dem Einschlag 1932 stehen zum Vor- kmtf etwa. 700 Festmeter Fichtenstammholz, « - 1 6 a. Verkauf m gröberen und

Nemeren Mengen. Näheres bei Stadtföriter S P t e b , Marburg-Ockershauscn.

Marburg den 9. März 1932. (1421

Der Magistrat. 2. A. Strack.

tuns genommen gegen die Wahl von Hin­denburg, weil die Wahl Hindenburgs be­deutet, daß man Brüning und Braun wählt. Auch dürfte keine Zersplitterung durch eine Zählkandidatur den Sieg des National­sozialismus verhindern. Die Aufforderung des Redners, am 13. März Adolf Hit­ler, den dre schen Arbeiter und Frontsoldaten zu wählen, fand stürmh'chen Beifall. Am Nachmittag fand ein Propagandamarsch der SA. durch den Ebsdorfer Grund start. An der Spitze dieses Zuges marschierte der Mar­burger Spielmannszug. 3n Leidenhofen und Ebsdorf wurden unter freiem Himmel kurze

der Herr Möller aus Holzburg über das Thema sprach:Schluß jetzt! Alles wählt Hitler!" Die Ausführungen des Redners, die ausführlich darauf eingingen, daß Dawes­plan. Poungplan neben dem Versailler Frie­densvertrag die Urheber der Not und Ar­beitslosigkeit wären, und daß aus dieser Not der Nationalsozialismus mit seiner Parole: Gemeinnutz geht vor Eigennutz! nur die Ret­tung bringen kann, fanden stürmischen Beifall.

Dreihausen, 11. März. Gestern abend fand hier in der Turnhalle eine Wahlkund­gebung der Nationalsozialisten statt, in der Herr Stoevesandt aus Marburg über das Thema sprach:Schluß jetzt! Alles wählt Hitler!" Die Turnhalle war überfüllt und Hunderte folgten gespannt den Ausführungen des Redners, der darin erinnerte, nicht zu vergessen, was in den letzten 13 Jahren in Deutschland geschehen ist. Scharf wurde Stel- gesungen.

Verlag Dr. 6. Httzeroth.

Hauvtschrst llciter und oeranmiorth.ü tut Po­litik und Feuilleton: Dr. E r n st Scheller; für Kommunalpolitik. Provinz und Lokaler «»Idar Schnetder. sämtlichmMarburg.

Während die Zahl der in der Arbeits­losenversicherung Unterstützten von 2113 um rund 60 auf 2053 Personen gesunken ist. stieg sie in der Krisenunterstützung von 1624 um 118 auf 1742. Die arbeitsuchend gemeldete Personenzahl ist tm Verlauf des Monats Februar von 2477 um 43 auf 2520 angewachsen.

3m einzelnen wird über die wichtig­sten DerufSgruppen folgendes berichtet:

Land-und Forstwirtschaft: Zn der Landwirtschaft sind 6ie Vermittlungs­möglichkeilen infolge der Witterungsver- HSltnisse und insbesondere wegen der all­gemeinen Wirtschaftslage noch sehr ge­ring. Nur wenige Vermittlungen konnten getätigt werden. Für die bevorstehenden Frühjahrsarbeiten sind eine größere An­zahl Feldmädchen bereitgestellt.

Die Durchforstungen sind fast überall beendet. Es kamen hierdurch wieder eine große Anzahl der durch die Holzschlag­arbeiten beschäftigt gewesenenArbeuer als Arbeitsuchende in Zugang.

Industrie der Stein« Und Er­ven: Die für Abraumarbeiten kürzlich

Die Abstnnmzeiten sind wie folgt feiige» setzt:

9 bis 10.15 Ahr: Chirurgische Klinik,

10.30 bis 11.45 Uhr: Medizinische Kl» nik und

12 bis 13 Uhr: Frauenklinik.

Gewählt wird nur auf Grund von Stimm­scheinen. Diese werden gern. § 11 der RStL. im hiesigen Stadtbezirk vom Wählamt nur bis 11. d. Mts. einfchl. ausgestellt.

Marburg a. d. Lahn, den 10. März 1932.

Gemäß § 111 der Reichsstimmordnung uni des Gesetzes über die Rrichspräsidentenwah!

6. .3. 24 ist für die hiesigen Kliniken

weiterer (14.) Stimmbezirk gebildet worden.

ffrefi Marburg

Sarnau, 11. März. Hier sprach in einer Wahlversammlung der Nationalsozia­listen H'err Elmshäuscr aus Cappel über das Thema:Nun aber Schluß! Alles wählt Hitler!" Die Ausführungen des Redners schlossen mit der Parole: Am 13. März nicht Hindenburg, nicht Duesterberg oder Thäl­mann, sondern Adolf Hitler als den Führer aus der Not zur Freiheit zu wählen. Die Ausführungen des Redners fanden starken Beifall.

Warzenbach, 12. März. Am Mitt­woch fand hier in der Turnhalle eine Wahl­kundgebung der Nationalsozialisten statt, in

Kreis Kinßßain

-o- Aus dem Kreise Kirchhain, 12. März. Durch Vermittlung der Forstabteilung bei der Regierung in Kassel konnte dieser Tage ein größerer Erubenholzauftrag mit Holland getätigt werden. Durch diese erfreuliche Maß­nahme ist es möglich, eine große Zahl von Holzhauern noch längere Zeit zu beschäftigen. Auch Zahlreich- Hol^suhrl-itt- b"ben hierdurch Ausficht auf lohnenden Verdienst.

r. Ra n s ch e n b e r g. 10. Marz. Aus An­laß des 2Sjahrigen Bestehens hielt der Kir­ch e n ch o r einen Familienabend ab, der sich eines überaus guten Besuches zu erfreuen hatte. Der Gesang stand im Mittelpunkt des Abends. Die zahlreichen Chöre, deren ge­schickte Auswahl reiche Abwechslung bot, wur­den einwandfrei vorgettagen. Der Vortrag verriet gute Schulung der zahlreichen Sänger­schar deren Reihen durch Jugendliche in er­freulichem Maß verstärkt worden sind. Die Besucher gaben durch reichen Beifall ihrer Freude und ihrem Dank für die Darbietungen der Sänger unter ihrem bewährten Chorleiter, Lehrer Graeber, Ausdruck. Seine Jubelfeier benutzte der Chor, um verdiente Mitglieder zu ehren. Kreispfarrer t. R. Vogel, Anstreicher­meister Reinhard Dincon, Polizeioberwacht- meister Grün, Frl. Katharina Schmidt und Frl. Dina Wenderoth. sämtlich bitt, ferner das frühere langjährige treue Mitglied Kon­rad Ebert, jetzt in Bürgeln, wurden in An­erkennung ihrer Verdienste um den Verein zu Ehrenmitgliedern ernannt. Der rührige Dor­fitzende, Cchuhmachermeister C. SB. Kreyling, konnte den erschienenen Ehrenmitgliedern die Ehrenurkunden mit besten Glückwünschen über­mitteln. Bürgermeister Moll sprach für die Stadt, der Dorfitzenve des Turnvereins im Auftrag der Ortsvereine dem Kirchenchor zur Jubelfeier beste Glückwünsche aus. Eine bunte Dortragsfolge, in der auch der Humor bei gu­ten Leistungen aller Mitwirkenden groß« §eu terkeit auslöste, fesselte die dankbaren Zu­hörer bis zuletzt. Der Kirchenchor darf auf einen wohlgelungenen Abend zurückblicken.

,r. Rauschenberg 10. März. Die Sani- tätsMonne beteiligte sich am Sonntag an einer größeren Hebung in Treysa aus Anlaß des 25jährigen Bestehens der dortigen Ko­lonne. Am nächsten Sonntag unternimmt der letzt Lehrgang im Rahmen feiner Ausbildung

Nr. 61

r. Rauschenberg, 11. März. Die Sonntag vorgesehene Frühjuhrsversamm^ des Imkervereins Wohratal ist mit Rüchj^ auf die Reichspräsidentenwahl auf den 20. k Mts. verlegt worden. Ein früher (jJ der Storch, ist als Frühlingsbote in Eis yj Schnee eingetroffen.

Kreis Frankenverg

Rosenthal, 9. März. In einer Kund g e b u n g im überfüllten Eemeindesaal folQl über das Thema:Parole Dueftr, berg" Herr cand. jur. Wewers, Morbus Seine klaren und sachlichen Ausführung^ über die politische Entwicklung der letzie» Jahre sanden lebhafte Zustimmung. Es geh jetzt das Steuer herumzuwerfen, denn au, d« Abrüstungskonferenz und auf der Irifiuttonie renz müßte Deutscyland durch Männer nationalen Opposition vertreten sein, wen» etwas erreicht werden sollte. Deshalb geht es am kommenden Sonntag den Führer bei stärksten Wehrverbandes in der nationale; Front Duesterberg zu wählen. Aeußeri starkes Jnteresie fanden die Ausführungen de- Reduers über eine Umgestaltung der Sozial­versicherung und über die Arbeitsdienstpsl^

Kreis Zlegenlmm

- Treysa, 10. März. Aus Anlaß btt vielen Brandschäden auf den Schwalmdörfer«, hat sich unsere Ottspoltzeibehörde veranlaß gesehen, vorbeugende Maßnahmen zu treff«. Es ist bestimmt worden, daß binnen 48 Stunden alle Oeffnungen a, Scheunen und Ställen zuge maueti werden müssen, oder falls dies weg« der Witterung nicht möglich ist. durch st arlt Bretter zugemacht werden müssen, Store, Türen, Fenster und Schaltern sich während der Nachtzeit zu schließen. Die Nicht­befolgung wird mit Zwangsmaßregeln ch droht.

die Pflege des Schulkindes

allen Anwesenden einen ganz besonderen Ge­nug. Die Rednerin sand mit ihren verstäub- nisvollen, warmherzigen Ausführungen rasch den Weg zu den Mutterherzen und hielt sie auch bis zum letzten Wort in ihrem Bann. Auch die erfahrenste Mutter ist gewiß nicht ohne Anregung und Bereicherung nach Hause gegangen. Wie die Rednerin ausführte be­deutet der Eintritt in die Schule einen Ein- slyniit im Leben des Kindes. Ein Kind, das als gesunder, lebensfroher und freier Mensch aus der Schule kommt, hat alle Aussicht auch später das Leben zu meistern. Wie das Eltern­haus dem Kind auf dem Wege durch die Schule helfen kann, das hat uns Fräulein Dr. Budde klar und eindringlich auseinander-

gesetzt. Zur erfolgreichen Pflege des Schul­kindes gehört einerseits zweckmäßig« Körper­pflege, andererseits verständige Erziehung und besonders interefiant war es, nach den Aus­führungen der Rednerin zu sehen, wie diese beiden Faktoren immer wieder ineinander- greifen. Selbstverständlich muß das Kind zur Reinlichkeit erzogen werden. Wenn man da- I für sorgt, daß es mit dem Schulalter anfängt. I sich selbst zu waschen, zu kämmen, die Nägel I ?u pflegen, so bedeutet bas außerdem eine Er- I ziehung zur Selbständigkeit, die für das Kind I sehr wertvoll ist. Die Kinderkleidung ist heut- I ßutage sehr zweckmäßig, nicht zu eng, nicht zu I warm. Man muß aber vor übertriebener Ab- I Härtung warnen. Psychologisch wichtig ist es, I das Kind in seiner Kleidung nicht zu sehr von I seinen Kameraden abstechen zu lasten, um I einerseits kein Prinzeßchen heranzuzieben, an- I dererseits aber in den weniger nett Geller- I beten keine Minderwertigkeitsgefühle zu züch- I ten.Wenn der Dunge ins Hosenträgeralter I kommt, muß er eben seine Hosenträger haben." I Es ist natürlich wünschenswert, daß jedes Kind I fein Bett allein hat. Jedenfalls soll man es vermeiden, die Kinder bei den Eltern ober I Bruder und Schwester zusammen schlafen zu lasten. Forcierte Nacktkultur ist nicht erstre- I . . ... , -----

benswert, andererseits ist natürlich Prüderei !etn ballen können Sie dürfen es aber nicht zu vermeiden. I bedrucken und ihm die Lebensfreude nicht neh-

1 men. Was den Zeitpunkt des (Eintritts in die Schule anbetrifft, sieht Frl. Dr. Budde kein Bedenken darin, ein normales kräftiges Kind relativ früh einzuschulen, während fie vom Ueberspringen eines Schuljahres abrät. So­bald ber Unterschied in der Begabung zu Schwierigkeiten führt, ist es befonbers Sache der Eltern, für einen Ausgleich zu sorgen. Irgendeine Fähigkeit werden sie auch bei dem unbegabten Kinde entdecken, und die muß dann gepflegt werden, um dem Kinde Leb-ns- mut unb Selbstbewußtsein zu erhalten. Das Elternhaus sollte den Schulleistungen des .... - . . Kindes nicht übermäßigen Wert beilegen,

ouj die wenigsten I keinesfalls übersteigerten Ehrgeiz züchten. Was

. Die Ernährung des Schulkindes soll nicht von der des Erwachsenen abweichen. Nur Bohnenkaffee und Alkohol sind selbstver­ständlich zu vermeiden. Sicher hat es viele Mütter beruhigt, zu hören, daß unsere ge­wöhnliche gemischte Kost genug Ditomine ent­halt, so daß man fie nicht etwa unter Eeld- opfern künstlich damit anzureichern braucht. Mit dem appetitlosen Kind beschäftigte sich iyrL Dr. Budde eingehend. Erziehung ist hier die Hauptsache und nicht zuletzt das gute Bei- Iptel ber Erwachsenen. Die Tageseinteilung des Kindes soll so fein, daß eine Überanstren- gung vermieden wird. Für die wenigsten _ __

E?...1 8°sund, wenn sie gleich nach der 1 die Krankheiten des Schulkindes anbetrifst, mnn -tyabens. gehen. Hingegen kann so ist das Wichtigste ihre Verhütung. Die El-

unb $eIfen Lm Haushalt I tern müssen sich ihrer Veraniwortung bewußt h»trnDAt»n ':^9CIV®ren=len als Ausspannung sein und sorgen, daß ihr krankheitsverdäch- batf bem e" beI kleinen Geschwister tiges Kind nicht mehr die Schule besucht. Allzu

m,er Last werden. Die große Aengstlichkeit, besonders dem Kinde ge- MnbnU Hir e. ®t0Ber=n «ft das Der- genüber, ist natürlich auch verkehrt. Der Dor. n Wicken. Das Weg. | tragenden wurde für ihre vortrefflichen Aus.

tprnb fi.; - kuhren, daß fiihrungen reicher Beifall gezollt und der Ver-

Autorität haben, nie I ein brachte seinen besonderen Dank durch eine aber Angst einflößen. So können sie ihm auch 1 Blumenspende zum Ausdruck. Dr. W.

In der außerordentlichen Mitgliederver­sammlung des Marburger Hausfrauenoereins e. V. wurden die vom Vorstand oorgeschla- gsnen Satzungsänderungen einstiiilmig 'geneh­migt. Die Mitglieder wurden auf verschie­dene Preisvergünstigungen hingewiesen, qum Fest der Treue werden weitere Anmeldungen von langjährigen (mindestens 5 Jahre) treuen Hausangestellten noch entgegengennmmen. Ganz ausdrücklich wurde davor gewarnt, an bet Tür bei hausierenden Verkäufern zu kau­fen. Es ist sogar festgestellt worben, daß die Hausfrauen auf gefälschten Bestellscheinen mit dem Namen bekannter Persönlichkeiten zum Kauf ermuntert worden sind. Gerade in bet letzten Zeit bilden diese zahllosen Äaufange» doie, die meistens in sehr drängender Form den Hausfrauen nahe gebracht werden, eine große Belästigung für Sie Käufer und einen Schaden für die Kaufmannschaft der hiesigen Stadt. Die Vorsitzenbe, Frau Strecker, hat darum im Einverständnis mit dem kaufmän­nischen Verein die Waren durch Sachverstän­dige auf Preis, Qualität und Maße geprüft und diese Waren in den hiesigen Geaasten gemeinsam mit den Sachverständigen ver­glichen. Es stellte fich klar heraus, daß Sie Kaufenden schwer geschädigt wurden, denn dieselbe Ware war sogar im heftetet Qualität hier am Ort bedeutend billiget und in grö­ßerer Auswahl zu haben. Es muß hierbei üoch besonders beachtet werden, daß die Rei­senden meist nurganze Sortimente" abgeben, tn denen einige Lockvögel, das sind besonders billige Einzelstucke enthalten sind die aber da­durch überteuert werden, daß sie nicht einzeln gu haben sind unb nur gemeinsam mit ben andern viel zu teuren Stücken genommen wer- den müssen. Die Vorsitzende hält es für ihre Pflicht, tot Interesse ber Hausfrauenschaft und im Interesse der Kaufmannschaft der hiesigen §ladt von diesen Feststellungen weitgehend , . .

Kenntnis zu geben. Diese Feststellungen sind I eingestellten Arbeiter in ber Bafalttndn- ><?-l«Uver Prüfung von drei Sachoetstän- I ftrie mustten wegen des eingetretenen wurde 8nnn Sachverständiger Frostes wieder die Arbeit einstellen. Auch

stellt Auch Kaufmannschaft ge- I muffte die beabsichtigte Einstellung weite-

die gerne beraten, welche Zeitungen bei spe- I äuruckgestelll werden.

aietten Wünschen am geeignetsten find. Die I Metallindustri«: Eine kleine Me- hlepgen Lebensmittelfirmen die sich so freund- I tallwarenfabrik muffte infolge von Auf» der Winterhilfe gestellt ttagsrnangel ihren Betrieb fttllegen. Aus luten ber ^eb«en ine in den dem gleichen Grunde wurden in einer an-

x.t|ten Der Pfund- und Zentnersammlung ge- 1 Sshueten Spenden nach Biegenstraße 50 zu tuen unb bie Listen weiter auszuhängen, oamit die Not noch weiter gelindert werden rann.

Kreis Ntebenkvm

0 Biedenkopf, 11. März. Nach da jetzt endgültig getroffenen Entscheidungen, ins besondere des nxuen Abschlusses eines Vev träges zwischen der Schulbehörde und bet Stadt bleibt das hiesige Gymnasium als Vollanstalt erhalten. Damit sind alle Gerüchte, die von einer Auflösung der Schule wissen wollten, erledigt.

k. Battenberg, 12. März. Am oa< ganaenen Mittwochabend veranstaltete bie NSDAP, im Saale des Bahnhofshotels eine große nationale Kundgebung. Als Rednet war der Reichstagsabgeordnete Sinber aus Frankfurt gewonnen. Die Versammlung roat stark besucht, so daß ber 600 Personen fassende Saal kaum ausreichte. Vor Eröffnung ber Versammlung marschierte die SA. aus Do­denau, Reddighausen unb Hatzfeld mit der Hitlerfahne auf und nahm auf der Bühne Aufstellung. Sofort nach Eröffnung bet Versammlung nahm der Redner das Wori und legte in ganz klaren und eindrucksvolleii Worten die Ziele der NSDAP, dar und gab einen Rückblick über bie politischen Vorgänge und Fehlschläge der letzten 13 Jahre. Der 13. März sei ber Wendepunkt ber brutschen Geschichte. Der Kampf gehe nicht gegen die Person des jetzigen Reichspräsidenten von Hinbenburg, sonbern gegen bie Patteien des heutigen Systems, bie ihn 1925 bekämpft und jetzt aufgestellt hätten. Mit einem Heil aut Hitler in ben bie Versammelten einstimmten, beendete ber Redner seine erste eindrucksvolle Rede. Stürmischer, Minuten anbauern bet Beifall lohnte den Redner für seine Mühen. Da in der Pause keine Anfragen gestellt wurden nahm ber Rebner zu seiner Schlußrede das Wott und bemerkte, daß scheinbar alle Anwesenden mit seinen Ausführungen und den Richtlinien seiner Partei einverstanden seien und er hoffe, daß alle am 13. März sich entsprechend an ber Wahl Beteiligen würden. Mit einem Hoch auf das Vaterland, in das alle Versammelten stürmisch einstimmten, schloß der Redner seine eindrucksvolle unb klare Rebe. Mit großer Begeisterung wurde die erste Sttophe des Deutschlandliedes stehend