Einzelbild herunterladen
 

9

Stil, 4

«jbettHfTiW Zeitung, Marburg e. L.. Dumierstsg, den 10. Mär; 1932

Nr. 59

K

OffenSSßche Kun-sebuns für Durfterheeg

mei

versammelten.

Dr. 6.

T

!«!U

Geschäftliche Mitteilungen.

T

btt:

, 46-2

bte

- dien »on Da­

zu wünschen gewesen wäre, nächst der deurschnauoxale

veii 8or berr Zwe ;- Dl!' tlflc Shir ergä tune

®tu Han imr

5

Ml

tion Aff

T Rot vir- sch HS ai*' tnid San enb Quh säst Har wir? and sch-l

Auftrieb: 115 Rinder^ 1060 Kälber, 1I Schafe, 674 Schweine. Marktverlauft- Kalbqt yth Schafe ruhig, Schweine rege.

2, RUbee:

beste Welfe und 6<mnKt>et mutiert Waffe unb SeugtiUber geringe ÄMbei

gic oen Ob! M eto tr5 der <5dT eeä -ei!

40-»

41-2

Der Kampsblock Schwär».Weih-Rot veranstaltete gestern abend hn großen Stadt- faol eine öffentliche Kundgebung zur Re-chepr. si denten wähl, der »wen der beiden ausgezeichneten Reden ein vollbesetzter Saal

5r>: (-Xe­on; $ai $TC mit sche

-r deu'schnaiioxale Landtaarabae- ordnete Rüffe, der on die subelnde De- aeisterung erinnerte, mit der vor 7 Jahren das nationale Deutschland den Sieger von Tannenberg auf den Schild erhoben hatte. Heute gelte es, ein Dolk^ericht abruhalten über das November»«ustem, das sei der wahre Sinn der Präsidentenwahl am kommenden Sonntag. Mit diesem System verbinde sich die Erinnerung an alle Schmach, Knechtschaft, politische Ohnmacht .Zerstörung der Wir schäft. Arbrilslosiak i* und Verzweif­lung. Dm 9. November 1913 sollte die Fährt ins Glück, das Leben in Schönheit und Würde

land brauche einen Führer, einen Retter, bar «ns aus Rot nnb verzmeifiuna herausftlhr«. Der Redner »ab b,mi einen Lebensabrih des Kandidaten Duesterberg, der ein Bor- dkkd des taxieren Soldaten unb klugen Poli­tikers fei, der an den Verhandlungen in B» karest, Brest-Litomfi und Spa teUgenommen habe. Als Stahtchchmftlhrer habe er Hervor­ragendes ae! eiltet, fei beliebt bei seinen Ka­meraden, sei ein wahrer sozialer Fürsorger and Arbeitsvermittler. Deutschland könne nur durch die zuiammengebalkte Kraft des nationalistischen Diklons gerettet werden. Die Harzdurger Front besiehe auch weiter noch. Er dürfe nicht zuaelafien werden, dah bte besten nationalen Kräfte bei der kommenden Regierimqsbilbumg ausgeschlossen bleibe«. Ad »ff Hrtter habe den osrwärtstreibenden Rationalismus geschaffen, seinem Strebe« müsse geholfen «erden, er dürfe durch oer- fassungsmähigr Hemmungen nicht von seiner großen Aufgabe getrennt werden. Der Kamvf könne nur in gemeinsamer Front ge­wonnen werden. Bei der uugeheu- ren Gefahr, die der Kommunismus im­mer noch bedeute, dürfe das Steuer des Reiches nicht entern Manne überlassen werden, der das Leben schon hinter sich habe. Vs müsse Abrechnung gehalteit wer­den mit diesem System unb mit der jüdi­schen Pfevdo-Demokratie. Hm De schichte machen zu können, brauchten wir die Besten. Darum sei die Losung: Duester­berg! Der Redner schlotz:Töir wollen Kürnpfer sein an jeder Stelle zu jeder Zeit. Heraus aus der Schmach, heraus aus den Ketten, hinein in die Sonne der Frechest".

-Leide Rede» wurden mit stürmisehem Beifall ausgenommen. G« schloß sich dann die Vorführung eines Films Dom Stahl­helm-Tag in München an, worauf sich die Stahlhelmer zu einem Pflichtabenb

Abrechnung gehalten »erben mit al en de­nen, die Ruhnie'ser dieses Systems »arm. Öntbenburg »erbe mihdraucht ak Schirm derer, die heute Schutz brauchten. Gerade die alten Soldaten hätten die Pflicht, Hm- benbnrg aus diesem Retz der Gefangenschaft zu befreie«. DieEherne Front" bet SPD. mache Aufmärsche, finge Lieber bet Roten Internationale tmb stimme für S'ntbenburg. In Kassel spreche beute Philipp Scheide- mann für Shtbenbur«! Das Organ der SPD., derSJorwärts , habe während des Krieges getrieben, em deutscher Sieg entspreche nicht den Wimfik^n der SPD. Em anderes Blatt der SPD. schreibe heute, wenn es dem Sozialdemokraten schwer faste. Hindenburg zu wählen, so solle er erst einen Schnaps trinken. Dieses Settern müsse jer» trümmert werden und ein anständiges neues an seine Stelle gesetzt werden. Heute herrsche der Geist Strefemanns in der Außen­politik, Dreiischeid in der Innenpolitik. Das deutsche Volk müsse die Wahrheit erfahren. Der SPD. verdankten wir die Arbeitslosig­keit, die Notverordnungen, das Uniform- Verbot, Verordnungen, die Hindenburg un­terschrieben habe. Die Stahlhelm er trügen die Uniform, weil fie mühten, dah der mm« tärische Geist unter dem heutigen System ver­loren gehe. Man müsse immer wieder an den Doungplan erinnern, der damals als Er- I folg gepnesen sei. 750 MLlionen Steuer. * ersparnis und die Ankurbelung der Witt- schaft habe man versprochen. Der Redner erinnerte dann an bas «Schicksal der Zoll­union, an das MemeNand, an die polnischen Uedergrfffe, an die Abrüstungskonferenz, die Tributkonferem und das Treiben des Völker­bundes in Genf. Hindenburg sei leider dem heutigen System verfallen. Er sei ein Ge­fangener und ein Opfer seiner Berater ge­worden, genau wie Kaiser Wilhelm II. Wer wolle, dah die heutigen Zustände anhislten, der wähle Hindenburg. Der schwarz-weih- rote Kampfblock wühle ihn nicht. Deutsch-

Mir MrMltztkmMmgm

r. Berlin, 10. März. Die Ilmsatz­tätigkeit in Brotgetreide war sehr gering Das Preisniveau ist hier unoeränbed. Hafer und Gerste find bei erhöhten Prei­sen gut gehalten. Der Konsum verhäü sich abwartend. Die Lieferungspreise N stetig. Weizen Vz Mk. gedrückt. Hafer uni Roggen gehalten.

Frankfurt, 10. Mürz. Zu Begin« der heutigen Börse machte sich eher Wieds eine Zurückhaltung bemerkbar, da keine Orders Vorlagen und die Spekulation in* folge der politischen Unsicherheit stärkst« Zurückhaltung begegnet. Degen die leicht erhaltene Abenbbörs« traten heute Kurs­rückgänge von 1 Drogent ein. Di« Hal» tung der deutschen Wett« im Ausland blieben ohne Ginfluh.

SM«MviÄMmkt SrmMt o. Ä

10. März mittags 12 Uhr. (LorberitÜ

;tett!etro«in* über ?60ttfb, U«b«nbge»)t oenflei<h.6<t;»«ine ».ea.140nooyr.Ublg. Beafi«ijd>.6dnu*tn«».ra.lOO140iyf.Vt>Sg. wan*il*.6d)ewiM e.ciLiao800 Vf.Xibbfl. fleiimia« Sdnvtlne ».ce.110-160V .Ubbg. . ficiltbige Lchmitne unter 130 VfKiabg.

Gauen _

Interesse finden. Es empfiehlt sich, Karten möglichst heute im Vorverkauf, b^süfen.

beginnen. Das Himmelreich in der Form des Zukunftsstartes frOfe dem deutschen Arbeiter heschieden sein. Aber es ging in brausender Fahrt ins Elend und Unglück. Furchtbare Marksteine kennzeichneten den Weg. Zunächst D e r s a i l l e s. Darunter stehe:Die Hand muh verdorren, die diesen Frieden unter­zeichnet". Scheidemann hat recht be­halten, wenn auch seine Hand nicht Der­bent ist. Driand, der heute auf dem Totenbette liegt, hat ein gerüttees Mah Schuld an dem darauf folgenden Unglück. Das Londoner Ultimatum: Der Reichskanzler Wirth glaubte um jeden Preis Erfüllungspolitik treiben zu müssen. H u g e n - berg wies damals zum ersten Mal auf die drohende Inflation hin. Man nannte ihn leinen wirtschaftlichen Landesverräter. Aber Lugenberg behielt recht: Die Inflation kam, die Franzosen besetzten das Ruhrgebiet. Dawesplan und Doungplan. Wie­der hat Hugenberg nut Hitler den Kampf gegen den Dounaptan organifiert. Der Sieg blieb versagt und alles traf schlimmer ein als man gedacht hatte. Die Juden behaupte­ten. die deutsche Krise sei nur ein Teil der Weltkrise. Sie verschwiegen, dah Deutsch- land seit 1918 noch nicht aus der Krise her- ausgekommen ist. während die sogenannte Weltkrise erst 1928 von Amerika ausgegangen ist. 3m vorigen Jahr wurden 25 000 be­triebe in Deutschland geschlossen. Wir haben 50 Milliarden Reichsschulden, 10 Milliarden kurzfristige Kredite, Über 6 Millionen Ar­beitslose. Darum der ungeheure Steuer- druck, die entsetzliche Zinsnot, der Verlust der Absatzgebiete. Das ist die wirtschaftliche Bilanz dieses Systems. Run soll am kommen­den Sonntag Richttag abgehalten werden. Nochmals: Vor 7 Jahren haben die Deutsch- bewuhten mit jubelnder Begeisterung Hinden- bürg gewählt in dem Glauben, dah er Deutschland von der Not des November- Systems erreten würde. Das wäre möglich gewes-n. Man braucht nur an die nationale Dot Helfferichs zu erinnern, aus dessen UGitonalem Geld dann allerdings ein inter­nationales Geld gemacht wurde, wobei die Mark zu hoch stabllifiett wurde. Der Arzt cus Ostgalizien kam. der von den Rnanzen nichts verstand. Ein Zwischensxi-l: Der deutschnationale Finanzmmister v. Schlie- den trieb Sparpolitik, fitzte die Steuerreform durch und sammelte einen 500-MiNionen- Fond für die laufenden Bedürfnisse an. Die Weisen von Zion haben unter dem Demo­kraten R e > n h o l s in wenigen Monaten die- Ten Fond verbraucht. Nun kam die An- keihe-Polltik. die deutsche Wittschaff wurde abhängig vom internationalen Kapital. Der 13. Juli 1931 hat die Folgen dieser Politik gezeigt. Nun sind wir am Ende der Kraft Keine Notverordnung kann uns wiedergeben, was in 13 Jahren verdorben wurde. Sollen wir matten, bis alles zum Teufel geht? Deutschland muh jetzt die Weiche auf die na- honale Linie herumrcihen. Das ist der Sinn der Wahl! Darum, so ettlätte bet Redner, geben wir Hindenburg am Sonn- lag nicht die Stimme. Er bleibt für uns der Sieger von Tannenberg, der Retter im Knege, vor dem wir uns ht Ehrfurcht neigen. Doch unr müssen die Person von der Sache ttennen. Der Kampfblock Schwaw-Weih-Rot Jabe sich auf den Kandidaten D u e|t er« ®,e r.® Steinigt. Man könne im Zweifel sein. »6 in diesem Fall der Grundsatz Molttes: "K^knnt marschieren, vereint schlagen!" richtig ist- Aber es r-{ ju hoffen, dah er zum Stege führt. Duesterberg sei ein Soldat unb Politiker von Format. Der Redner ,wandte sich dann schaff gegen die Ausfüh­rungen Dr. Kalles, der wohl sehr ver­ärgert darüber fei. dah die DVP. wackele. Nach ihm sei Sugenberg der böse Geist, der olles gemacht hat. der gepfiffen hat, während die anderen tanzten. Herr Dr. Kalle möge obwarten, was der kommende Sonntag bringe, auch für die Dolkrpattei. Er er­innerte dann an die unerhörten Angriffe des lüd'schenVorwärts", der 1925 Hinden- bürg mit dem Mallenmörder Haar- mann in Parall-le gestellt habe. DasB e r° I*.ner Tageblatt" habe damals Hinden- ourg denKafasttovbenvrnsidenfen" ge­nannt. DieBerliner Dolkszei- t u n g ' schrieb, Hindenburg beschäftige fich meistens mit dem Putzen feiner Orden. Das uxiren Dreckseelen, die Hindenburg mit der D-effchsmd-r bea-b-itet haben. Wir daven bte (Pjre der Nation zu ner- tetoioen und eine befere Zuffmft poruberei-

£,c £aT i't ernst, der Kampf ist schwer. Aber . fo lch'oh der R?drer,wenn wir uns mtt dem Geist der deutschen Geschichte

mit dem G-llt der christlichen Religion effüllen, dann werden wir siegen."

Als zweiter Redner sprach Herr Oberst- leutnant von Buch, der betonte, dah die Wurzel unserer Kraft unsere große Dcr- gangenbeit sei. Die heutigen Machthaber batten für sie wenig Verständnis. z^sfi

..Die -eutfche Frau nM -er NattonalfoMLsrm «

Die hiestge Frauengruz tsr Deutsch >t Volkspartei hielt zestrrn e enb int kleinen Stadtsaal eine öffentlidje Vrrsamm- lung ab, in der Fran Assessor Dr. Schwarz­haupt - Frankfurt a. M. über das Thema Die deutsche Frau und der Natio­nalsozialismus" sprach.

Frl. Studienrat Froehlich wies einlei­tend darauf hin, bat es Pflicht der Frau sei, bei der kommenden Reichspröstdentenpahl ihre Rechte zu verteidigen.. Sie erklärte, das na­tionalsozialistische Programm sehe vor, dah die Frau nicht mehr Staatsbürgerin ist, es lei denn, dah fie Mutter ist, und dah fie aus dem Berufsleben ausscheiden müsse. Dolsl keine Frau wolle aber heute mehr auf ihr Wahlrecht verzichten und auf die Betätigung besonders im Leben der Kommune.

Frau Assessor Dr. Schwar^baupt er­innerte in ihrem Vortrag zunächst an die Entwicklung der Frauenbewegung, die in den letzten Jahren nicht allein unter der liberalen Staatsverfassung besonders begünstigt worden fei, sondern auch durch die Arbeit der Frauen­verbände und durch die Tätigkeit der Frauen in den verschiedensten Berufen. Wenn heute ein groher Teil unserer Volksgenossen gegen jede Frauenbewegung sei, so liege dies vor allem daran, dah besonders die junge Genera­tion ohne Arbeit ist und darum die Frau aus dem Berufsleben verdrängen wolle. Der grähte Gegner der Frauenbewegung fei der Rattonall^sialismus. der in seinem Programm eine Staatsbürgerin und eine Staatsangehö­rige unterscheide. Letztere befitze kein Wahl- recht und sei von jedem öffentlichen Amt aus- geschlossen. Der Nationalsozialismus lehne auch die Wahl einer Frau in die Gemeinde­parlamente ab. Ein öffentliches Amt dürfe hier nur noch die Staatsbürgerin bekleiden, d. h. nur die Frau, die Mutter ist. Das be­deute prattisch, dah es keine weibliche Be­amtinnen mehr gibt, weder in den Schulen, noch in den Wohlfahrt sämtern. bei den Justiz­behörden, in den Ministerien ufw. Dürfe man auch nicht damit rechnen, dah dieses Programm restlos durchgefiihrt wirb, so werde aber z. B. eine Lehrerin zum mindesten nicht mehr Be. amtin fein. Bei dieser Einstellung zur Frauen­bewegung gehe Hitler von der Voraussetzung aus, dah die Frau in den Lebensraum des Mannes eingedrungen ist und ihn immer mehr aus dem Berufsleben verdrängt. Diese These fei aber zu widerlegen, denn die Frau sei vor ollem durch die Rationalisierung der Hauswirtschaft gezwungen worden, im Be­rufsleben Beschäftigung und Verdienst zu suchen. Auch dürfe man nicht vergessen, dah auch wieder umgekehrt ein groher Teil von Arbeiten, die früher lediglich von Frauen aus- geführt wurden, jetzt von Männern übernom­men worden seien. Weiter bleibe die Frage offen, was aus dem Frauenüberschuh von 2 Millionen werden und was man der Frau als Ersatz bieten soll bei Aufgabe ihres Berufes. Was die Frauenbildung anbelangt, so lebe das nationalsozialistische Programm zunächst eine Grundschule vor bis zum 14 Lebensjahr. Vorgesehen fei dann der vierjährige Besuch einer Frauenschule, in der das junge Mädchen vor allem auf die Aufgaben einer Hausfrau und Mutter vorbereitet werden soll; nebenbei soll auch die Möglichkeit bestehen, Fremd­sprachen zu erlernen. Dieses Schulprogramm bedeute einen Rückschritt um fast 100 Jahre, denn wohl fein junges Mädchen habe nach dieser Ausbildung die Fähigkeiten und das Interesse zum Studium. Und wenn der Ra« tionalfozialismus schliehlich in Aussicht stelle, HsH tzjellung der verheirateten Stau au per­

uno öunnt: unu xtua tyt vuiiu va *- Lautsprecher sagen, was und wie fie koche soff.Beauemer", meint fie,kann mal es schon nicht mehr haben. Kvchgehilfrnnm |a«T die einem nicht einmal hn Wege stehen.' -* Um so dankbarer ist sie den Ratschlägen M beiden klugen Hausfrauen. Auch sie spart ohne sich einzuschränken: das heiht, auch fit verwendet immer und zu allem die naht hafte, so leicht verdauliche und so übermd schmackhafte Sanella-Margaffne.

bessern, so vermisse man auch hier positive Vorschläge. Allzu stark werde die Bewertung nach leiblicher Mutterschaft betont. Das be­deute eine Herabwürdigung der Frau, die darirm gerade heute der Idee des Individua­lismus treu bleiben müsse.

Frl. Studienrat Froehlich forderte in ihrem Schlußwort auf, bei der Reichspräfiden- tenwahl Hindenburg die Stimme zu ge- ö-n, dem Sieger von Tannenberg. Niemals habe Hindenburg das Vertrauen getäuscht, das man bei seiner Wahl auf ihn gefitzt habe. Niemals habe er fein gegebenes Wort ge­brochen. So wäre es beschämend, wenn man der Welt das Schauspiel bieten würde,, diesen Mann, der in einer Zeit größter Not treu zu seinem Volke gestanden hat, nicht wieder zu wählen.

Die Ausführunsen beider Rednerinnen wurden mit lebhaftem Beifall aufgenommen.

* Polizeiliches. Festgenommen würbe ein Mann von auswärts, der sich im Hauptbahnhof der Sachbeschädigung, Beleidigung und des Hausfriedensbruches schuldig gemacht hatte. Ferner wurde ein junger Mann festgenommen, der in der letzten Rächt auf dem Marktplatz fortge­setzt groben Unfug verübt hatte.

* Schweinemarkt. 2kufgetrieben waren 350 Schweine, darunter 4 Läufer. Dle Preise waren wie folgte: 6 Wochen alte, da« Stück 1315 RM.. 68 Wochen alte, da« Stück 1518 «M., 813 Wochen alte, das Stück 1823 RM., Säufer je nach Qualitüt 2540 AM. Der Handel war gut

* Reformierte Gemeinde. Die Berteilung der Gemeindeblätter de» Süd­bezirke, findet Freitag, 20 Uhr, im Pfarr­haus statt. Die Ausgabe für den Nord- bqirk findet ebenfalls morgen, aber be­reits um 17 Uhr im Pfarrhaus statt.

* Die Reichswehr kommt wie­der. Das Bataillon trifft am 12. März 1932, um 17.31 Uhr, nach beendetem Aufenthalt auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf wieder in Marburg ein.

* Sportzug nach Winterberg? Aus Winterbera wird eine Schneehöhe von 48 Zentimeter und 9 Grad Kälte ge» meltzet. Aller Voraussicht nach, wird Sonntag wieder ein Sonderzug nach Win­terberg fahren. Falls er führt, müssen sich die Teilnehmer morgen eine« Stimmschein besorgen.

* Oeffentliche Wahlkundge­bung der NSDAP. Morgen Freitag, den 11. März, abend 8% Uhr, findet in den Stadtsälen die einzige öffentliche wahlkundgebung der NSDAP statt, liebet da» Thema:Nun aber Schluß! Hitler an die Macht!" werden sprechen: Hane Joachim Etovesandt, der als Redner in Marburg kein Unbe­kannter mehr ist und Rechtsanwalt Dr. Roland Fr e i s l e r, Kassel. Dr. Freis- l e r ist einer der bekanntesten naional- sozialistischrn Strafverteidiger, der in vie- len polittschen Prozessen in Deutschland verteidigte. Gr ist Führer de, national- s^ialistischen deutschen Juristenbundes in Preußen und Stadtverordneker seit 1924 in Kassel. Dr. F r e i c l e r ist auch schon hier in Marburg als hinreißender Redner bMmtt. Dje BrrjaMuffusig düffte großes

):( Em Erlebnis in der Küche ist cs fi so manche Hausfrau, wenn sie vorm Heck steht, und Sanne und Ella ihr durck da -?.Dm

Mehrere Eltern. Es ist unter allen Ha ständen zu verurteilen, dah eine Lehrerin W jeder Gelegenheit versucht, während des Unta richts Politik zu treiben. Ob sie sich dabei gt gen Hindenburg, Hitler oder einen ander« Kandidaten wendet, spielt keine Rolle. Soii dem sie sollte fich als Erzieherin der 3uoeni in vorbildlicher Weise befleißigen, ohne RA ficht auf ihre ganz persönliche Einstellung be

Vorschriften, daß Politik aus dem Unterridi "r semzubleiben hat. Geltung zu verschaffe« S Wir möchten zur Zeit aus naheliegend« Gründen von der Ausnahme Ihrer Eins« La­bungen absehen, obwohl die angeführten Fäl«-E mitAufklärung" wenig zu tun haben.

Kamera. Siegfried Arvo, ein Liel fing der Kinobesucher hat mit feine« neuesten Tonlustfpiel6ix ausgcko« ter Junge" einen großen Schlager y die Leinwand gebracht. Als bewährte Lustfpickdarsteller hat er irner »über x, folge zu verzeichnen, so auch bei dem 8n liegende« Ftlm. Er ist in allen Siwajf» nen Herr der Lage. Die DekanntschÄ mit einem Mädel auf dem RummelM die u«gewollte Derheiratuna. das Leb« in der Sommerfrische und die sich d«Wj etgebexben Ginzelheiten sind dazu any ta«, die Zuschauer ständig in der angt nehmsten Stimmung zu halten. Tej, Spiel wird unterstützt durch die bekannt« Lustspieldarsteller Julius Falkenfteiz Pau! Westermeier, Albert Paulig, Kr, Huszor-Pusiy und Hermann Picha. Alle in allem: der Film ist etn Lustspiel, tjj man es sich nicht schöner denken !c ;n., Im Beiprogramm wird die Herstella^ des Papiers sehr schön gezeigt.

Tagesanzeiger.

Donnerstag, den 10. März. BergnSgungsanzffser.

Schloß -- Cafe Marburg: Ab 20 llhx Tanzabend.

Gafö Mattees, Aeitgasse: 20 Uhr: Konzesi Safe Detter, Aeitgasse: 20 Uhr: Konzert Stadtkeller: 20 Uhr: Konzert.

Capitol, Biegenstrahe: 17 und 20.15 Uhr Der Sprung in« MchtS".

Kamera. Kasernenstr.: 17 und 20.15 Uhr Sin ausgekochter Zunge".

Seriamsrtxxgex, Verträge, sportliche Beraxftaltxugen ufw.

Ste^nwegfäle, 20.30 Uhr: Oeffentt. 3eo« trumSversammlung.

Briefkasten der Schriftleitung.

WeMHimmel SBetbemaji , 38»

CtaQmafc M mittlere Masslämmer, öftere Welfe b<mm«I tmb eet fiendete Scheie 34-" fteiidtigee 6*efoi«h 10-H

«etinfl fl«wäb*tw »chatvtey

4. SchwetNe: