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Gründe hierfür werden zunächst die ten Rückflüsse englischer Kapitalien dem Ausland angeführt, aber auch

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ländische Kapitalien suchen in verstärktem Mähe Anlage am englischen Markt. Man führt ferner an, dah die vorzeitige Rück­zahlung des gröhten Teils des 80 Millio- »en-Pfund-Kredites, der erst im Septem« der fällig war. die Stärke der englischen Finanzlage zeigt, und dah hierdurch das Ketttauen des Auslandes i« Englands Währung erneut gefestigt wurde. Die heutige auherordentlich starke Aufwärts- tewegung des Pfundes soll aber, wie aus London berichtet wird, auch darauf zurück» zuführen sein, dah die Bank von England heute keine Jnterventionskäufe in Dollars »nd französischen Franken vorgenommcn hat. Die Schwäche des französischen Fran­ken dem Pfund gegenüber ist jedenfalls ein Zeichen dafür, dah umfangreiche eng­lische Kapitalien heute aus Paris abge­zogen worden sind. Das englische Pfund hat seinen Stand von Ende November wieder erreicht und stellte sich heute auf 3.61 gegen den Dollar, nachdem es gestern noch 3.53 notiert hatte; es hat also in einem Tage 8 Dollareeitts aufhole« kön­nen. Gegen die Reichsmark notierte das Pfund 15.15, also 27 Rpfg. höher als gestern, gegen den französischen Franken zog es auf 92.56 nach gestern 90.15 an.

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Berlin, 8. März. Beretts ,n den letzten Tagen zeigte das englische Pfund eine bemerkenswert feste Haltung und konnte fast täglich an Boden gewinnen. Diese langsam ansteigende Bewegung des Pfundes ging aber heute in eine ausge-

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Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberhefsen

Anzeiger der amtliche« Bekanntmachungen für Stadt «nd Kreis Marburg,

Marburger Zageßanzetger

Nr. 58 sr.Mrg.

Marburg a.8ahn

Der Anzekgenprel« beträgt für den 11 gespatt. SeilemniUimetee 0.08 ®<® Familienanzeigen bet Barzahl. 0.07 GM., amtl. u. an<- värrige Anz. 0.10 GM Sog. tleine Anzeigen nach Gpeztaltarif.Srund- schrist: Solonel. Bei schwtertg.Gatz, sowie bei Platzvorschrift 50°/o Auf­schlag. Gammei an,eigen 100'/, Autlchlaq Reklanu-Millim. 0.40 GM. Grundschrift - Petit. Zeder Rabatt gilt al« Barrabatt Ziel 5 Tage. Offerten-Geb-Hrr 25Pfg. bei Zustellung der Annebote einschL, Porto.60 GM. Belege werden berechnet. LrtLüuuarort Marburg.

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.Oberbessische Zeitung' er» -cheini sechsmal wöchentlich. Be- ,ug«ptei« monatLt Marburg 2.02 EM- auoschl. Zustellungogebübr, unsren Agenturen 1,93 GM. «zügl. Zustestellungsgedlchr. durch

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Die Donau-Zollunion

Ein Beispiel der Gesundung

Frankreich trauert um Briand

Aristide Briand auf dem Totenbett.

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_____lärte, dah er am Sonnabend vor den diplomatischen Vertretern des /Auslandes und vor dem Volke von Paris bet dem nationalen Leichenbegängnis, das die Re­gierung Briand zu bereiten beschlossen habe, in seiner Eigenschaft als Minister­präsident und auf Drund der 30jährigen Freundschaft, die ihn mit dem Verstorbe­nen verbanden, ein Bild von dessen Per­sönlichkeit und Wirkung entwerfen werde. Heute könne er nur an die Lücke denken.

Mach dem Kammerpräsidenten hielt Mt- sterpräsident Tardieu einen Nachruf.

die Re st bestände vom Auslande erhaltener Regierungskredite abzu­decken.

Am Montag habe dieser Devisenbetrag sich noch ganz wesentlich erhöht. Dieser Besitz werde es England ermöglichen, sich in größerem Umfang als bisher auf eine Aufbaupolitik in Europa einzu- stellen, was vielleicht zu einem Wende­punkt der Weltkrise führen könne.

die Briand hinterlasse. Tardieu nannte Briand einen der größten Parlamentarier der französischen Geschichte. Auf dem Ge­biete der inneren und auswärtigen Politik, fuhr der Redner fort, hat Briand als Re­gierungsmitglied und als Regierungschef ständig seinen Elaüben an die Tugenden der freien Aussprache und der reiflich überlegten Abkommen bewahrt. Die gro- hen Verhandlungen, an denen er während eines Dierteljahrhunderts so aktiv be- teiKgt war, konnten nicht mit Leidenschaft und Voreingenommenheit gelöst werden. Briand hat stets versucht, nur die Vernunft und das humane Verstehen dabei walten zu lassen. Dadurch war er und wird er bleiben ein Beispiel für die, die die Nation zur Leitung und Kontrolle ihrer Geschicke sich freigevÄhkt hat. Möge Driands Ideal unserem notwendigen Kämpfen als be­schwichtigendes Element, das den Frieden bringt, bienen-

Das englische Pfund steigt

England zahlt ausländische Kredite vorzeitig zurück Handelsminister Runciman:Es geht auch ohne Goldstandard

EchodeParis spricht einige Zwei­fel über dem Erfolg der französischen Donaupläne aus. Das Blatt meint, der deutsche Vorschlag über einen Handelsver­trag mit Oesterreich auf der Grundlage von Vorzugszöllen könnte, wenn er zur Verhandlung angenommen würde, dem französischen Projekt, das eine Reihe Handelsverträge mit einfachen Vorzugs­zöllen für die Teilnehmerstaaten vorsehe, sofort die Erundlage entziehen. Denn

Paris, 8. März. 3n Kammer und Senat wurden heute zu Beginn her Sit­zungen Trauerkundgebungen für Dri- and veranstaltet. Im Senat hielt Se­natspräsident Lebrun einen Nachruf. Er erklärte u. a als langjähriger Auhen- minister und ständiger Delegierter Frank­reichs beim Völkerbund werde Briand vor der Geschichte der unermüdliche Arbeiter des Friedens bleiben, den keine Enttäu­schung zurückgehalten habe. Zweifellos habe die Wirklichkeit den Bemühungen des Verstorbenen nicht voll entsprochen. 3n feinen letzten Tagen habe er die Melan­cholie und sogar Bitterkeit enttäusch­ter Hoffnungen kennen gelernt. Aber wer könne wissen, ob nicht morgen, wenn der Geist der Gerechtigkeft und der Wahr­heft unter den Völkern wieder erwache, feine Bemühungen nicht doch ihre Früchte tragen würden?

Nach dem Nachruf des Senatspräsiden- ten nahm der stellvertretende Ministerprä­sident, Iustizminister Rehnaud, im Da­men der Regierung das Wort. Der Name Briand erklärte er, ist ein Symbol ge­wesen; das Ansehen Briands im Auslande bedeutete für Frankreich eine Macht.

3n der Kammer hielt Kammerpräsident B o u i s s o n einen Nachruf, in dem er vor allem die politische Laufbahn des Ver­storbenen schilderte. Er bezeichnete den Tod Briands als einen Verlust für das französische Parlament, für Frankreich und für Europa.

dann könnte Oesterreich feinen Nachvarn keine vollwertige Gegenleistung mehr ge­währen, außerdem würden fortan politisch» Erwägungen im Spiele sein.

Frankreich und Italien Außenpolttische Aussprache in der ftanzöstschen Kamm«.

Paris, 8. März. Die Kammer begann heute vormittag die Beratung des Budgets für auswättige Angelegenheiten mit emem warmen Nachruf des Berichterstatters Abg. Pagenon auf Aristide Briand.

3n der Aussprache über das Budget wurde von den Abgeordneten FaIcoz und P b a r » negaray das Problem der franzöl11 ch- italienischen Beziehungen ange­schnitten. Beide Redner forderten eine fran- zöslsch-italienische Aussprache zur Beseitigung der zwischen beiden Ländern vorhandenen Mißverständnisse. Der Abgeordnete Mar- negaray zählte die Punkte auf, in denen Mvr- rmngsoerfchiedenheiten zwischen Italien und Frankreich bestehen: adriatische Frage, lybische Grenze, Flottenpantät, Statut der Italiener in Tunis, Mandatsfrage und na­mentlich italienische Erpansion. Er vertrat die Ansickt, daß alle diese Fragen, sobald man sie einmal in Angttft nehme, auch eine Lösung erhalten könnten. Wenn das Deutschland Hitlers oder Hindenburgs be­drohlich werden sollte, meinte der Redner, würde Italien zweifellos wieder an Frank­reichs Seite stehen. 12 Jahre lang habe Frankreich eine Versöhnungspolitik mit Deutschland betrieben. Wenn man nur einen geringen Teil der Deutschland bewilligten Opfer Italien gebracht hätte, würde, man heute anders dastehen. Tardieu müsse er- Nären, daß Frankreich die Freundschafts­bande zu Italien wieder herzustellen suche.

Dieser Appell an den Ministerpräsidenten wurde mit starkem Beifall ausgenommen.

Ministerpräsident Tardieu ergriff hieraus das Wort zu einer Erllärung, in der er sagte: Ich schließe mich den Rednern, dis von unseren Beziehungen zu Jta'ien gesprochen haben, an, um zu erklären, daß nichts nich- tfger wäre, als über die Vergangenheit diskutieren zu wollen. Ich Bin mit der ge­samten Kammer der Ansicht, daß ein allge­meines internationales Abkommen zwischen Frankreich und Italien möglich ist.

Seit acht Tagen werden nicht nur zwischen - Frankreich und Italien, sondern auch mit anderen Mächten Verhandlungen über die Wir fhaftslage Mitteleuropas geführt. Die Herstellung des Gleichgewichts der Dinge und der Geister in Mitteleuropa ist wichtig genug, damit ein feder Opfer seiner persön­lichen Wünsche bringe. Das zu erreichende Zidl ist hoch genug, damit alle Welt seine Zustimmung gibt.

Im weiteren Verlauf der Aussprache übte der kommunistische Abgeordnete B e r t h o n lebhafte Kritik an der Verwaltung des syri- schen Mandats durch Frankreich.

Das Budget des Ministeriums des Aus- wattigen wurde hierauf verabschiedet.

Mornivg Post zu Tardieus Plan einer Donauföderation.

Zu den Tardieu'schen Plan einer wirt­schaftlichen Donauföderation schreibt der diplomatische Korrespondent derMor- ningpost": Der Grundgedanke des Donau- Zollplans Tardieus wird in London be­grüßt. Man erwartet noch nähere Einzel­heiten, aber schon jetzt habe man erkannt, daß schleunige Maßnahmen notwendig sind, um den wirtschaftlichen Zusammenbruch einiger Länder zu verhindern. England wird natürlich einer Lösung keine Hinder- nisie in den Weg legen. Es muß aller­dings darauf hinaewiesen werden, daß der Plan eine Abänderung der Meistbegün-

Der englische Hand'lsmi tster über das Steigen des Pfundes.

fk. London, 9. März. Bei einem Festessen in Erosvenor-Houfe in London hielt Handelsminister R u - Reimann eine Rede, in der er auf den verbefferten Stand des Pfundes hinwies. »Wir sind nun, so führte Runeimann aus, ..Herren der Lage. Wir find, was die Gesundung der Währung anbe- ttifft, der Welt führend vorangegangen, indem wir uns von dem Gedanken los- gesagt haben, daß man mit einem Gold- Monopol die Wohlfahrt monopolisieren kann. Die beiden großen Staaten, denen es gelungen ist, große Goldmengen aufzn- kaufen, müsien nun die Strafe dafür zah­len.

England kann ihnen zeige«, daß es sehr gut ohne Goldstandard geht.

Runeiman ging bann auf das Steigen des Pfundes am Dienstag ein und sagte, er hoffe, daß dieses nicht so schnell erfolge, da schnelle Bewegungen sehr schnell einen zerstörenden Einfluß Huben können.

DieF i n a n z i a l News" meldet zu dm Vorgängen, daß die bisherige Inter­vention der Bank von England am Diens­tag früh plötzlich eingestellt wurde. Be- t retts Ende der Vorwoche habe England genug Devisen besesien, um

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