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CtertteWAe 3rthing, Mardvra «. g.. Ssmiabend, den 5. M8n 193b
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Einzug der Eckauloielertruvve, die den Namen »Mar und Moritz-Bübne" führt, tn Berlin.
Die kleine Sckauspielertrupve, die den Namen »Mar und Moritz- Bühne" iübrt, ist nun in Berlin eingetrosfen, um hier in den Tagen, in denen der 100. Geburtstag Wilhelm Buicks gefeiert wird, den Schulkindern die lustigen Streiche des bösen Bubenvaares Mar und Moritz" vorzuiübren. Die Schauspieler benutzen eigens für sie gebaute Automobile, in denen sie ihre Dekorationen und Kostüme mit sich führen.
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trotzdem fragten «He die vielen Verwundeten, die nicht mehr zurück können, in diesen kleinen Unterstand, er ist die einzige noch heile Deckung hier im Grabenstück. Einen kurzen Augenblick suche ich mich verschnaufend auf den Treppenstufen des Stolleneingangs zu halte«. Ein sicher. widerlicher Dunst schlägt herauf, Freund und Feind liegt unten eng zusammen. Die Toten. Leicht- und Schwer- verwundeten. Und dazwischen mit aufge- rissen em Unterleib, aber noch bei vollem Be- wutztsein, ein deutscher Pionier. Immer wieder drückt er unter dem Rock die ausauellen-
immer wieder Gegenangriff.
dem gröblichen Artillcrie-Fe_____ ... ______
schmerzen. Und dabei die wahnsinnige Nervenspannung. Kein Plätzchen im niedrigen Gra- " " ' ‘»mal behackt wird.
Aus Deutschlands grober Zeit
Die Geschichte eines Studenten-Regiments
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Aber wie im Irrsinn sehen wir die Franzosen durch den dichten Pulverrauch gegen unseren Graben springen und der feurige Del- strahl spritzt kurz vor unserer niedrigen Grabendeckung. Längst hatten wir die Gräben vorwärts zum Franzmann abgeriegelt und über die Brustwehr empfangen wir ihn mit dichtem £>anbgranatenfcuer. Dicht auf dicht krocht und platzt es in seinen Reihen und auch JBiIerc Artillerie wütet schrecklich dazwischen, zwischen Rauch. Blitz . . Rufen . . . Stöh.
Sofort beginnen wir, den zvsammenge- schossen en Graben, der absolut keine Deckung L({jr bietet, wieder verteidigungsfähig aus- yiheben. Unsere Artillerie schießt unaufhör- ssch. Da schassen wir mit Bärenkräften. Und hinter uns aus dem verqualmten Gelände kommen Träger- und Pioniertrupps, mit Hindernis und Schanzzeug beladen. Wir ton» «en's gebrauchen.
Ich renne mit Gräfe die neue Linie a6. Ueberall ist erreicht, was befohlen war. Bei allen Leuten herrscht freudige Zuversicht. Als ,ch wieder nach rechts zurückkomme. rennt Böhm los, mit Meldung zum K.T.K.
Rückwärts, aus den von uns überrannten Gräben, werden noch fortwährend Gefangene herausgeholt und im Eiltempo sausen sie los in Richtung Ripont. In größter Eile schaffen enr an dem gewonnen Graben.
Allmählich setzt jetzt auch die französische Artillerie immer stärker ein. Mit verdoppeltem Eifer schaffen wir. Immer wieder kommen. trotz des Feuers, Trägertrupps ju uns mit Material und Hindernis. Mer mit dem besser liegenden Artillerie-Feuer mehren sich auch bet uns die Verluste. Nirgends haben wir Deckung, wo wir unsere Verwundeten imterbringen können. Die Trägertrupps nehmen mit zurück, was sie nur eben schleppen ßnnen. Aber es sind zu viele. Die (Befallenen legen wir hinter die niedrige Graben- heckung. Wir haben sonst keinen Platz. Zu helfen ist ihnen nicht mehr. Der Graben ist noch zu eng, als daß wir sie darin liegen las-
, |en können. Wir wissen auch, der Segenan- grift bleibt nicht aus.
Ich stiere immer wieder zum Feind hinüber: weiß noch nicht, wo er sitzt und sich wieder festgesetzt hat. Wer am Sang, bis hinunter «r Schlucht, sehe ich die vielen, vielen Toten Hegen; — wie blaue Veilchen, auf schmutzig- grauem Erdboden. Kein Mensch kann dort hin. Alles liegt unter Artillerie-Feuer. Gerade eine halbe Stunde waren wir Herren
S-g 9 kes neuen Grabens. Da greift ganz über- ' laschend und trotz des anhaltenden, dicht siegenden Artillerie-Feuers, ein französischer starker Sturmtrupp von rechts her mit Handgranaten und auch mit Flammenwerfern unsere neue Linie an. Dir fordern sofort Sperrfeuer und mit rasender Wut stürzt sich unsere Artillerie auf die Gegend bei 4- 91/92.
Stund um die Kett
Ausgerechnet Persien...
3n Dens haben bie Diplomaten ge-- sprochen: »Abrüstung!" und nochmals: »Abrüstung!" And dann haben sie die Arbeit den »Ausschüssen" überlassen . . .
Die Pause bis zum Wiederbeginn nutzen — selbstverständlich die Völker! SS wird --weitergerüstet! Englische Kanonen- sabriken sind voll beschäftigt. Schneider- Creusot liefert nach Japan und Ehina. And Persien — ausgerechnet! — fegt sich eine Kriegsflotte zu!
Qüuf italienischen Werften in Neapel und Palermo find dieser Tage vier große Kanonenboote für persische Rechnung aus Kiel gelegt worden. Zwei weitere Hoch- seebvote modernsten Typs werden folgen. And in Dens tagen die Ausschüsse--
.Hingerabdrstcke" für Nennhunde.
Windhundtemren sind beliebt, besonders in England und Australien (auch in Deutschland hat man sie managen wollen, beim" Publikum aber wenig Gegenliebe gefunden). DaS Heble daran sind nur die Schiebungen, die zuweilen vvrkom- tmen. Da wird z.B. ein ganz großer »Renner" schwarz angemalt und unter einem anderen, völlig unbekannten Rainen gestartet. Die Dummen sind bann die Wetter!
Gas soll jetzt aufhören. Don jedem Rennhund sollen in Australien »Finger- abdrücke", richttger: Pfotenabdrücke genommen werden. And vor jedem Rennen wird an Hand dieser Abdrücke kontrolliert, ob und wer Schiebungen beabsichtigt!
Das Fräulein Bräutigam.
lIn einem Dörfchen in der Eifel hatte sich vor Jahren em junger, hübscher Mann als Damenschneider niedergelassen, der sich grotzen Zulaufs erfreute. And dieser junge Mann verliebte sich in die Tochter eines Bauern, was eine Der- tvbung zur Folge hatte.
Kürzlich sollte die Hochyeit stattfinden. Das Brautkleid — von dem Bräutigam selbst gefertigt — lag schon bereit Der Glückliche aber verschwand und war nicht mehr zu finden.
Hetzt ist das Geheimnis gelüftet worden: der Damenschneider war kein Schneider, sondern eine Schneiderin! And nur Idem Drängen der Braut hatte er nach- gegeben und tn die Verlobung eingewittigt. Da sich niemand geschädigt fühlt ist eine Anzeige unterblieben ...
Karneval — «in schlechtes Geschäft!
Die karnevalistischen Gesellschaften tn Köln veröffentlichen dieser Tage die K a r - neva l«-Btlanz. Sie sieht sehr trübe aus:
Die Einnahmen aus der Suftbarkeits- steuer betragen nur 35 000 RM„ das ist ein Zeh nie l der Summe von 1928! Die KarnevalS-Dülle sind ebenfalls längst nicht mehr so zahlreich wie früher (1932: 266 gegen 1242 im Jahre 1928). And auch bie Zahl der karnevalisttschen Sitzungen ist von 495 im Jahre 1928 zurückgegangen auf 203.
Karneval — ein schlechtes Geschäft!. Auch ein Zeichen der Zeit ...
— Will Helm.
den Därme fn bie Wunde zurück. Farbe hat er feine mehr im Gesicht. Er ist nicht transportfähig und wird den Morgen nicht mehr erleben. —
Alles was ich an Zigaretten habe, verteile ich, an Freund wie an Feind. Ueber uns im Erdreich schlagen dumpf donnernd, die Granaten: weit und ängstlich aufgerissen stieren die Augen immer wieder nach dem Eingang des Stollens, immer ermattend, daß ein Einschlag das kleine Loch zuwirft. Dann wäre das Entsetzen voll. Immer rufen die Verwundeten nach den Sanitätern, aber es
»ehr Verluste. Dav Feuer sitzt zu gut Freund liegt bei Feind, tot und verwundet, llederall die kleinen Blutlachen .... Und über uns lacht die Sonne an dem blauen Frühlingshimmel....
Längst sind die Flieger Über uns und aus bet Luft prasselt jetzt auch noch dichtes Maschinengewehr-Feuer auf die Stürmer auf dem Berg. Wir können uns nicht decken, reisten bas Gewehr hoch und schieben in die Lust gegen die Flugzeuge. Erreichen aber nichts. Es gibt Verluste über Verluste....
Die Zeit will und will nicht vorwärts sehen: die Uhr steht sttll . . .
Nachmittags verdichtet sich nochmal wieder bas Artillerie-Feuer und hinterher ftünen wieder die blauen Sturmreihen des Feindes gegen uns. Rasend schlägt wieder unser Ar- lillerie- und Maschinengewehr-Feuer in die offen an rennen ben Reihen. Kaum zu glauben, dah Menschennerven das ertragen. Aber nirgends erreicht die Sturmwelle unteren Graben. Und wieder bleiben im wüsten Vorfeld to viele blaue Leichen liegen. Die ein» Wagenden Granaten werfen sie bald hier bin. bald dort hin ... .
Langsam sinkt der Tag in den Abend. Ruhe ßibf’s immer noch nicht. Ununterbrochen geht bet Feuerkampf. Sehnsüchtig warten wir auf bie Dunkelheit . . . Als endlich die Nacht bereinbricht. kommen wieder die Trägertrupps mb zurück nehmen sie die vielen. oLIen Verwundeten mit: versuchen auch rückwärts uns, <ws dem Feld die toten Kameraden zu bergen, Weppen sie auf Bahren und Zeltbahnen, halb tragend, bald schleifend Aber den Boden, ben Sang hinunter — und über allem geht Unvermindert der dröhnende Feuerreigen.
Mit Handgranaten vettucht der Franz- fliann in der Rächt immer wieder bei uns ein« Ebringen. Es gelingt nirgends.
Langsam verdichtet sich vor unferm flachen jmnben ein notdürftiges Drahthindernis. Die Trägertrupps tun ihre Pflicht und hetzen wieher durch das rasende Feuer zurück, neues Material zu holen.
Es will nicht ruhig werden.
^2etzt liegt die Dunkelheit über uns der Mond kömmt mit halber Scheibe herauf, ^mmer wieder wird versucht, die Toten und verwundeten zurück zu schaffen, trotz des ^haltenden und dichten Attilleriefeuers.
, 3n unserem Grabenstück liegt ein kleiner französischer Stollen, schon baufällig und nur W einem Eingang. Es ist ein Spiel mit dem Leben, dahinein zu gehen: der nächste Treffer *ann den Eingang schon verschütten. Aber
s. »Mausige Bilder....
®tb Feuer. Schreien . . .
wn . . . ein gröbliches Verderben
B-2.J immer wieder Gegenangriff. ?*’"
sind nicht Hände genug, all' die armen Kerle schnell fortzuschaffen.
Die Nacht nimmt unruhig ihren Lauf. Immer wieder entstehen in dem langen neuen Graben Handgranatenkämpfe. Hüben und drüben kämpft die Artillerie in dichten Feuer- Überfällen. Der Franzmann lässt nicht nach. Er will und will den Graben und damit die Höhe wieder haben. Aber bei jedem Versuch [dhlägt ihm immer wieder unser gutliegendes Artillerie- und öanbgranatenfeuer entgegen.
Ruhe gibt es in der endlos langsam schleichenden Nackt nicht. Mies steht an der Brustwehr und stiett unverwandt in das matt und silbern vom Mond beschienene Votteld. In den Stunden des abflauenben Feuers holen wir uns aus dem vielen umherliegenden Gepäck all die vielen schönen Sachen, vor allem Schokolade und Weihbrot....
So sehr wir uns gestern di» Dunkelheit wünschten, jetzt warten wir auf den Tag. An Schlaf denken wir nicht und können wir nicht denken. Längst haben wir erkannt, dah $e- rede hier im rechten Abschnitt des Angrifts- streifens das Feuer besonders dicht liegt + 93/120 «ar die Hölle. Immer wieder und immer wieder prasselte hier alles aufeinander. Als es endlich Tag wird, sehen wir, dah auch der Feind nicht mühig geblieben ist. Ueberall in den Gräben vor uns hat er frische Erde ausgeworfen. Links, »eit rückwärts m den Schluchten, sehen wir fortwährend Leute an rüden. Gespannt und voll Erwartung stehen wir unverdrossen an der Brustwehr. — Träge schleichen die Stunden bin. Immer wieder folgen Feuerüberfälle. In den niedrigen Gräben kann man sich nicht aufrecht bewegen. Der Feind schiebt fofort auf jede einzelne Bewegung, die er erspäht.
Nachmittag 5 Uhr 30 wird plötzlich das feindliche Attillettefeuer so entsetzlich stark und dicht, dah sich kein Mensch mehr in dem niedrigen Graben halten kann. Immer wieder sitzen Volltreffer in der flachen Grabenmulde, die schwache Deckung ist längst zusammen g». schossen. Nur kriechend, meist noch über freie Stücke, ist eine Bewegung möglich. Schutz gegen Granaten und wchravnellfplitter bietet nun nichts mehr. Wer noch nicht verwundet ist, sucht in dem einzigen kleinen Unterstand, der schon von Verwundeten und Toten überfüllt ist. Schutz. Dicht zusammengepfercht steht und liegt alles übereinander. Die Verwundeten schreien auf. Aber immer wieder kommt ein gehetzter Posten angelaufen und bringt und zwängt hinein. Drinnen schreien und stöhnen die Verwundeten. Kein Mensch kann helfen. Auf dem Berg geht die wahre Hölle nieber. So dicht war bas Attill-riefeuer bisher kaum. Es gibt feine Lücke. 3eber Meter Boben hat seinen Einschlag: alles bewegt sich, bas Erdreich wandert, der ganze Berg bebt. Und wie zum Hohn entlädt sich über uns in dem urgewaltigen Bersten und Dröhnen em starkes Gewitter. Durch die dichten grauen, beizenden Pulver-Rauchwolken, peitsast der Blitz, kracht und zittert der Donner, Hagel, Schnee und Regen »raffeln auf bie zerwühlte roanbernbe Erde, auf Freunb unb Feind, Tote, Verwundete und Sterbenbe.
Reifer stenographischer Weltrekord. — 520 Silben eines 18jiihrigea.
Wir wir vom Reichskurzschriftverein ht Achim (Hannover) erfahren, gelang es anläßlich eines Wettschreibens im dortigen Verein dem 18jährigen Adolf K a r - nau in einem Dreiminuten» biktat eine Geschwindigkeit von 520 Silben in der Minute zu erzielen. Dik- tiert wurde von dem Lehrer, während bie Arbeit unter Aussicht des Vereinsvor- fitzenben geprüft wurde. Diese Leistung stellt zweifellos einen neuen Weltrekord tn der Kurzschrift bar.
Der fertgenagelte Scheintote.
Im Herzen bes rauben serbischen Gebirges liegt der Heine Ort Bretton. Dort ereignete sich kürzlich em schauerlicher Vorfall. In dieser abgelegenen Gebirgsgegend ist mt Volle der Aberglaube verbreitet, dah die Menschen nach dem Tode im Sarge ferne Ruhe finden unb eine Zeitlang als Vampire auf der Erde ihr Unwesen treiben müssen. Nach dem Dollsglauben kann, diese „Seelenwanderung" nur dann verhindert werden, wenn der Tote im Sarge festgenagelt wird. Vor einigen Tagen starb nun tn Breklan ent Landwirt, der einige Wochen vorher ferne Tochter an ben Landarbeiter Stoianowitsch verheiratet unb das junge Paar in fein Haus ausgenommen hatte. Nach dem Tobe des Schwiegervaters nahm es der Schwiegersohn auf sich, die Leich: im Sarge festzunageln. Er besorgte sich in der Schmiede einen genügend langen Nagel. 3n dem Augenblick aber, als der Nagel in den anscheinend leb- loten Körper eindrang, ertönte aus dem Sarge ein furchtbarer Schrei: der Schwiegervater wat nur scheintot. Der Nageh oer ihm in die Brust bineinget rieben worden wat, hatte ihn tödlich verletzt.
Aus dem Donnern und Granatenkrachen hören wir hin unb roieber bie lauten unb heiseren Schreie bet im Vorfeld liegenden Verwundeten. Niemand kann helfen: machtlos erwarten tötr bas Unabänberliche. Aus ber flachen Grabenrinne fliegt bas Regen wasser in unseren Stollen. Wir können'» nicht änbern; wir finb an bas Erbloch gebannt. Schatt horchen unsere Ohren nach brausten, ob in bem Krachen unb Dröhnen nicht ein Nachlassen zu spüren ist. Auf bet Stollentreppe kauern wir sprungbereit.
Es ist 7 Uhr geworben. Eine gute halbe Stunde schon geht dieser wahnsinnige Feuerkampf: wir warten unb warten. 7 Uhr 30 legt sich bas feindliche Attilleriefeuer plötzlich rückwärts. Wir hören die Einschläge nicht mehr über uns. Sofort sind wir mobil. Mit Armen voll Handgranaten stürzen wir aus dem Stollen und im selben Moment krachen unb bersten ganz kurz vor unseren Löchern bie ersten feindlichen Handgranaten. Hinge- kniet in Granatlöchern liegen wir unb werfen, was bas Zeug hält. Eine eiserne Ruhe hat uns aefaht. Jetzt, wo die Artillerie anderes Ziel hat, stehen wir wieder. Handgranate um Handgranate fliegt gegen die aus ber Dunkelheit gegen uns anrennenben Reihen unb hoch steigen unsere rot-grünen Leuchtkugeln. Als wenn unsere Attillerie mir darauf gewartet hätte, kommt unser Sperrfeuer angefegt, mit einer Wut, mit einer Wucht, als stände der leibhaftige Teufel selber an den Rohren. Grästttch schlägt des blitzende Entsetzen in die durcheinander gekommenen Sturmreiben. Und hinterher fliegen immer wieder, dicht auf dicht, unsere Handgranaten. (Eine wilde Lust erfaßt uns. Fast möchten wir raus aus unseren Löchern und hinterher. Unsere Handgranaten krepieren uns viel zu B. Da rennt alles durch das wilde Arftt- >5euer wieder zurück, wirft sich lang hin, springt wieder auf unb hinter her fliegen immer unsere Handgranaten. Da fassen auch unsere Maschinengewehre dazwischen. Und wie ber Sturmwinb peitscht und friht es durch bie blauen Haufen, immer wieder torkeln unb überschlagen sich die blauen Gestalten. Auf allen Vieren kttechen und rollen bie Franzmänner zurück: aber viele, viele bleiben wieder im Borgelände liegen, unb unsere Granaten spritzen dazwischen auf ... . ’JBütenb wirft sich nochmal bie französische Artillerie gegen unfern Berg, lange, lange Minuten. Nichts ist zu hören, nur bi es eine urgcroaltige Krachen. Bersten unb Dröhnen. 3n allen Fugen zittert ber Berg. Hoch, in bichten Fontänen fliegen Erbbrocken, Eisen unb alles was das Feld bedeckt. Da kommen wiederum hinter der oorwätts rasenden Feuerwalze fttnblicke Sturmhaufen. Wieder steigen unsere rotgrünen Leuchtkugeln und aus allen Rohren kommt bas krachende, feurige Verderben an« gerast. Und auch die vielen Maschinengewehre haben grauenhafte Wirkung.... Bis auch dieser Spul wieder verschwunden....
Mählich und mählich ebbt bas Feuer ab amb bie Dunkelheit lagert über all bem Grauen auf bem Berg. , ,.
.. (Schlich folgt.)
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