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Frankreichs

China lehnt ab

sterpräsident teilnehmen wird^ Die Rück- «°lkerbunds°--tr°g°- einberufene nutzer-

ordentliche Vollversammlung, die zweite

in der Geschichte des Bundes, ist heute

E e n f, 3. Marz. Die von der 'chinesischen Regierung auf Gründ des Artikels 15 des

Marburger ragesamlser

Großfeuer in Zittau

Das Zittauer SLadttheater abgebrannt

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Llm-es^mmg

tag vormittag findet unter dem Vorsitz des Staatspräsidenten noch einmal ein Ministerrat statt, an dem auch der Mini-

kehr Tardieus nach Paris ist im Augen­blick noch nicht bekannt.

Anzeiger filr (das frühere kurhessische) Oberhessen

Anzeiger bet amtlichen Bekanntmachung«« für Stadt und Kreis Marburg.

to.M «7. Mrs. Aordurg a.£aim

®« Ani-kqenpiei« beträgt für den II qespalt. Zeilenmiüimeter v.08 SM., ffamilienanzeigen bei Bar,abl. 0.07 SM., amtl. u. and« värttqe An, 0 10 SM 6»q. Heine Anzeigen nach Svezialtartf.Srund- schrift: EolonrI Sei >chw<eriq.Gatz, sowie bet'Plasbo-fcfettft 50% Auf- ftblaq. Gamme>an,eigen 100°/6 Amichlaq Reklam.-Mill,m 0.40 8». Grundichrifi - Petil. Jeder RadaN gilt als Sarrabatt Ziel 5 Tage. Offerten-Sebühr: 25 Pfg^ bet ZnSeklung der Sn Gebote einsch^. ^orto.60 SM Selene werde« berechn«. Erfüllungsort Marburg.

Ausschutz

zu überweisen, dem sämtliche auf der Ab­rüstungskonferenz vertretenen Mächte an­gehören. Der Ausschuh tritt am Freitag nachmittag zu seiner ersten Beratung zu-

Karte (Europas mit der Verteilung der italienischen und französischen Jnteresien-Svhäre.

Tardieus Plan. Österreich und Ungarn zum Anschluß an die Kleine Entente zu gewinnen und damit bas alte Projekt der Donau-Konföderation zu verwirklichen, stellt einen der bedeutensten französischen Schachzüge der Nachkriegszeit dar- Einekieits wird dadurch ein Anschluß Österreichs an Deutchland ein für allemal unmöglich gemacht, andererseits wird der französische Einfluß in Sudwelleuropa, der llch deutlich gegen Italien richtet, erheblich verllärkt.

Zollunion

Vom Zuge überfahren.

Beiseförth, 3. März. Die Frau des Arbeiters Horn aus Malsfeld wurde vom D-Zug Kassel Bebra ersaht und ge­tötet. Die Verunglückte befand sich mit einer Gefährtin auf dem Wege nach Altmorschen. Um schneller zum Ziel zu kommen, wählten die Leiden Frauen die Eisenbahnlinie, die durch einen Tunnel führt, während die Landstrahe einen groben Dogen um den Berg machen mutz. Als sie die Fuldabrücke fast überschritten hatten, brauste der Mittags- D-Zug Kassel-Bebra heran. Wahrend es der einen Frau gelang, sich im lebten Augen- bsick zu retten, wurde Frau Horn von der Lokomotive ersaht und buchstäblich in zwei Hälften geteilt Ihre Begleiterin brach ohn­mächtig zusammen.

Srellas.

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4>ie .Obttbeffifcbe Zeitung" « l^etnt iecksmal wöchentlich. Be­zugspreis inonatl. L Marburg 2.02 SM ausschl. Zustellungsgebühr,

unsren Agenturen 1.93 DM. zuzügl. Zustestellungsgebübr. durch die PosI 2.25 GM Für etwa durch Streik. Maschinendefeki oder elementare Ereignisse ausfallend« Muwmern wird kein Ersan ge­leistet. Verlag, Dr. § Hitzervtb, Druck brr Univ-Suchdruckerei geb. Aug. Koch, Markt 21/23. Aernsprecher: Rr. 54 und Rr. 55. Postscheckkonto: Amt Frankfurt 1. M. 9tt. 5015. - Sprechzeit der Redaktion von 1011 unb

fk. Zittau, 4. März. Das Stadt- Theater ist heute früh zwischen 2 Uhr völ­lig ausgebrannt SämUiche Kulissen und Garderobe» us«. sind vernichtet morde«. Das ganze Bühnenhaus wurde ein Raab der Flammen. Die Entstehungsursache des Feuers ist nicht bekannt. An den Löscharbeiten beteiligte« sich 15 Feuer­wehren aus Zittau und Umgegend.

Furchtbares Unglück beim Taufe«.

Zwei Todesopfer, drei Schwerverletzte.

fk. Paris, 4. März. Durch die Un­vorsichtigkeit eines Kraftwagenbesttzers verbrannten am Donnerstag in Ri ort zwei Kinder im Alter von 7 bezw. 2 Jah­ren bei lebendigem Leibe. Beim Ausfül­len der Benzinbehälter seines Wagens hatte der Besitzer einem Nachbarn eine brennende Kerze übergeben, um Licht zu haben. Plötzlich erfolgte eine furchtbare Explosion. Die beiden Männer sowie die drei Kinder des Kaftwagenbefitzers, die um den Wagen herumstanden, glichen im 91« if-feunben S-aifein. Nachbarn

Genf, 3. März. Hebet die Verhand­lungen, die Tardieu in den letzte« Tagen mit den Berttetern der Kleine» Entente, Oesterreichs und Ungarns über eine engere wirtschaftliche Verbin­dung der Donaustaaten geführt hat, wird jetzt bekannt, datz bereits in den letzten Monaten der österreichischen Regierung von französischer Seite wiederholt zum Ausdruck gebracht worden ist eine finan­zielle Hilfe Frankreichs könne für Oester­reich nur in Frage kommen, wenn in ab­sehbarer Zeit eine engere wirtschaftliche Verständigung zwischen Oesterreich, lln- E gern und der Tschechoslowakei zustande gekommen sei. Die französischen Wünsche gehen dahin, zunächst zwischen Oesterreich, Ungarn und der Tschechoslowakei Verein­barungen auf der Grundlage von Bor- Wgszollen herzustellen, di« de» ersten Schritt für einen weiteren wirtschaftlichen Zusammenschluß dieses Blockes mit 6cn übrigen Mächten der Kleinen Entente nb Mit Polen bilden soll. Rach den franzö- . fischen Plänen ist ausdrücklich eine Be­teiligung Deutschlands an dem u'rtschastichen Zusammenschlutz dieser Staaten ausgeschlossen.

Die deutsche Erklärung an Oesterreich

Wien, 3. März. Der Bundeskanzler Dr. Luresch bat am 16. Februar wie erinnerlich an die Gesandten Deutschlands, Englands, Frankreichs und Italiens den Appell gerichtet, Oesterreich bei feinen Bemühungen zur Befse- »mg seiner wirtschaftlichen Lage zu unter­stützen. Der deutsche Gesandte Dr. Rieth hat daraufhin heute dem Bundeskanzler im Auf­trage der Reichsregierung folgende Erklärung abgegeben:

Die deutsche Regierung hat von der Er- llärung, wonach die österreichische Regierung berett ist, mit den benachbarten und allen »»deren Staaten in Verhandlungen über eine wirtschaftliche Annäherung einzutreten und auf das wirtschaftliche und finanzielle Ent- legenkommen der anderen Staaten rechnet um tter die gegenwärtige schwere Wirtschaftskrise stuwegzukommen, mit allem Berständnis für bie wirtschaftliche Rotlage Oesterreichs und atst aller Hilfsbereitschaft Kenntnis genom­men. Datz die Hilfsbereitschaft Deutschlands in der Bergangenheit nicht immer im ge­wünschten Umfang sich hat auswirken können, tag neben anderen Hemmungen vor alle« auch in den Auswirkungen des Meiftbegün- stignngssystem» begründet. Wenn die Emp- sthlnngeu des Finanzkomitees und des Seb larbuudrats und die Mitwirkung der anderen Btnateu die Möglichkeit eröffnet, Oesterreich dugestäuduisie für seine Ausfuhr, unabhängig -n den geigen der Meistbegünstigung zu *W«n, |e ist Deutschland dazu bereit Die putsch, Regierung ist zur Ausnahme als- aalöiger Verhandlungen über Art und den ttmfnng selcher Zugeständnisse bereit

bet Rückkehr Tardieus nach Genf.

. fk. Paris, 4. März. Ministerpräsident o r h t e u wird am kommenden Montag wieder nach Genf zurückkebren. Aw Mou­

chelang es schlietzlich, das Feuer zu löschen. Zwei Kinder starben kurz nach der Ein­lieferung im Krankenhaus. Der Vater, das dritte Kind und der Nachbar liegen mit schweren Brandwunden darnieder.

durch bett amtierenden Präsidenten des Bölkerbuadsrates Paul-Boncour eröffnet worden.

Alle 52 Mitgliedstaaten des Völkerbun­des find vertreten. Deutschland durch den Gesandten v. Weizsäcker. Paul Doncour wies einleitend darauf hin, daß die erste außerordentliche Vollversammlung im Jahre 1926 stattfand, um eine große euro­päische Macht, Deutschland, in den Völker­bund aufzunehmen. Unter tragischen Um­ständen trete die zweite außerordentliche Vollversammlung zusammen. Der Kano­nenschuß im Fernen Osten drohe den glei­chen Umsturz herbeizuführen, wie der Än- schlag von Serajewo. Ohne Völkerbund hätte der Streit in seiner Ausbildung und Schnelligkeit einen ganz anderen Charak­ter angenommen. Der Völkerbund habe wenigstens teilweise die Ausdehnung der Katastrophe verhindern können. Seine Aufgabe sei es jetzt mit Ernst und Nach­druck den Streit zu schlichten. Die Voll- xersammlung wählte sodann mit 45 von 47 Stimmen den belgischen Außenminister Hymans zum Präsidenten.

Eine chinesische Erklärung.

Der chinesische Gesandte Yen hat dem Ratspreäsidenten Pari Boncour eine Note übermittelt, in der sich die chinesische Re­gierung bereit erklärt, sofort einen Waf­fenstillstand auf der Grundlage der gegen­seitigen und gleichzeitigen Zurückziehung der Truppen abzuschließen. Ferner sei die chinesische Regierung bereit, an einer Kon­ferenz in Schanghai teilzunehmen, unter der Voraussetzung, daß diese Konferenz nut die Wiederherstellung des Friedens kn Schanghai behandelt. Alle Fragen müßten jedoch im Rahmen des Pätker- bundes r uf Grund der von der chinesischen Regierung gestellten Anträge behandelt werden. Die Teilnahme an dieser Kon­ferenz mache China aber von einer vor­hergehenden Vereinbarung der Remerun- gen über das Programm dieser Konferenz abhängig.

Der chinesische Gesandte richtete an He Vollversammlung folgende

vier Forderungen:

1. Die außerordentliche V"lloer><rmm- lnng mntz unverzüglich ave MSalfchkeiten einer Regelang des Konfliktes erschöpfen.

2. Die Bölkerbundsversammlung mutz Einstellung der Feindseligkeiten und Zu­rückziehung der japansichen Truppe» her­beiführen.

3. Der Bölkerbundsrat mutz feststellen, datz Japan den BLlkerbundspatt gebrochen hat

4. Die Bölkerbundsversammlung hat feierlich zu erklären, datz China in keiner Weise für die grausigen Folgen ",et Lage in Schanghai und in Mandschureigebiet verantwortlich ist.

Die Vollversammlung hat beschlosien, den gesamten Komplex der Streitfragen zwischen China und Japan einem neu ge­bildeten

Wirtschaftliche Einkreisung Deutschlands

Ein gefährlicher Vorstoß Tardieus Die Donau-Konföderation unter Ausschluß Deutschlands

X/JJ/UA Französisches Finfiussgebiet .italienisches

Geplante Donaukonföderation

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