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Cttretffitee 3dt*K«. Marburg a. L. Donnerstag, den 3. Mär; 1932

Nr. 53

Tagesanzeiger.

Donnerstag, oen 3. März. Dergnügungsan;riger.

Schloß-Cafe Marburg: 2lb 20 Ah- Rheinischer Wend, Konzert und Tanz.

Cafe Markees, Reitgasse: 20 Ahr: Konze^ Cafe Detter, Reitgasse: 20 Ahr: Konzert. Stadtkeller: 20 Ahr: Konzert.

Stadttheater: 20 Ahr, Stadtsäle:Die fünf Frankfurter".

Capitol, Diegenstraße: 17 und 20.15 Ahr: Einer Frau muß man alles verzeihen".

Kamera, Kasernenstr.: 17 und 20.15 Ahr,- Sein Scheidungsgrund".

Leriammlungen, Borträge, sportliche Veranstaltungen usw.

Dolkshochschule: 20.15 Ahr in der Süd­schule: Privatdozent Dr. Fricke:Bi­lanzen und Dilairzprobleme".

O.H.G.D.: 20.30 Ufjr bet Freidhof, Ka. sernenstr.: Lichtbildervortrag. Frl. Ecken: Streifzüge durch die Rhön im Winter".

Sunil !Md Mo9

= Die Deutsche Gesellschaft für Innen Medizin hält ihre 44. Tagung von Montay, den 11., bis Donnerstag, den 14. Apra 1932, m Wiesbaden unter dem Vorsitz von Herrn Professor Dr. Morawitz-Leipzig ab. Da am 20. April 1882 die Gründung des Kongresses für Innere Medizin erfolgte, soll am Abend des 10. April eine einfache Feier zur Erinnerung an das 50jährige Bestehen der Gesellschaft stattfinden. Das wissenschaft­liche Programm des Kongresses sieht bisher folgende Referate und Vorträge vor: Mon­tag, den 11. April (Gemeinsame Sitzung mit der Deut'chen Pharmakologischen Gesellschaft): ,,Kreis!aufwir!ungen körpereigener Stoffe". Referenten: Dale-London, Dolhard-Frank- surt a. M.

= Die Biographie über Washington. Dr. jur. Walter Reinhardt in Frankfurt a. M., geborm 31. Dezember 1887, dem für seine Biographie über George Washington der diesjährige Preis der Ralph-Bearer- Stratzburger-Stiftung zugesprochen wurde, ist durch seine Mutter ein Enkelsohn un­seres Marburger Professors Mil­be l m R o s e r. Er studierte 1907 hier m Marburg, wo er auch zum Dr. jur. pro­movierte, machte den Weltkrieg als Ober­leutnant bei der Artillerie, dann nach seiner Verwundung beim Pressedienst des Eeneral- stabes mit, kam nach dem Kriege zunächst nach Zürich, dann als Legationsrat nach Riga, , verheiratete sich mit der Tochter des Deutsch- Amerikaners, Bankbesitzers Georg Pfeiffer m Porte Allegro. Seit 1928 ist Dr. Rem- hardt deutscher Konsul in Seattle, nahezu der nördlichsten gröberen Stadt der Ver­einigten Staaten von Nordamerika am pazifi­schen Orean, die dortige Universität zählt 16 000 Studenten.

Der Regierungsbezirk Kassel im neuen Greußen-Etat Die dritte Rate für den ErveitermaSbau der Rarbmger «niversttü^Srauenklintk

Die Forstvermaltung.

Ganz katastrophal ist di« Lage der Forst- verwaltuna infolge der Verschlechterung der gesamten Wirtschaft. Der Ueberschuß dicser Verwaltung war 1931 noch mit 35,4 Mill. JK veranschlagt worden, er wird jetzt 1932 mit nur 777310 Jl !) eingesetzt. Die Einnahmen aus dem Holzverkauf brachten 1930 über 138 Mill. JK, sie wurden 1931 mit 150 Mill. JK geschätzt und stehen 1932 mit nut noch 85 Mill. Mark zu Buch. Di« Etats der beiden Forst­hochschulen in Münden und Eberswalde sind nicht im einzelnen ausgestellt. Sie erfordern zusammen einen Zuschuß von 620 370 bei 62 000 JK Einnahme. Immerhin find 158 630 JK gespart worden. In der gesamten Forst­sverwaltung sollen 138 Beamtenstellen erspart werden. 10 Oberförsterstellen werden aufgelöst, ferner 43 Försterstellen, ohne das gesagt wird, ium welche Stellen es sich handelt. D-m Etat -ist eine Uebersicht des Flächeninhalts und des Holzertraaes der Staatsforsten beigefügt, aus der zu ersehen ist, datz es im Regierungs­bezirk Kassel noch 85 Forstreviere gibt mit 208 004 Hektar Fläche mit einem Holwrtrag von 1,260 Millionen Festmetern.

Das Finanzministerium.

Der Etat des Finanzministers steht um­fangreiche Vereinfachungen bei 'den Kreiskassenverwaltungen vor. wenn auch über die in der Notverordnung vor­gesehene große Zusammenlegung oller Kassen an einem Ort noch nicht entschieden ist. 3m Rechnungsjahr wurde die staatliche Kreiskasse in Rotenburg eingezogen, ebenso in Borken. .Die Kreiskassen verwalten jetzt mit die Kas­sengeschäfte der Forsthochschule in Münden und der Fachschule für Kleineisen- und Stahl­warenindustrie in Schmalkalden. Der Per­sonaletat enthält noch 6 Planstellen aus Wal­deck für Beamte, die infolge des Anschluffes ohne Gehalt beurlaubt oder noch nicht end­gültig untergebracht stnd. Die Kosten werden nicht im Etat angegeben. Ebenso steht die frei gewordene Stelle des Vizepräsidenten bei der Regierung in Kaffel noch im Etat für 1932.

Kultusministerium.

Der preußische Elatsentwurf für das neue Rechnungsjahr ist dem Staatsrat vorgelegt. Ueber die Interessen des Regierungsbezirks Kaffe! innerhalb des Etats bringen wir heute folgende Darstellung:

Die Domaneuverwaltuns.

In der Domänenverwaltung ist ein erheb­licher Einnahmerückgang festzustellen, und zwar von 10.9 Millionen JK im Jahre 1931 auf 8,27 Millionen Die Zahl der verpachteten DorHänen ist von 754 aus 742 gefallen, die Zahl der selbstbewirtschafteten von 15 auf 22 gestiegen, auch die bäuerlichen Beispielswiri- schasten stiegen gleichfalls von 12 auf 15. Zu den selbstwirtschaftlichen Domänen ist das Ge­stüt Beberbeck hinzugekommen mit 1270 Hektar Fläche. Als bäuerliche Peispielswirtschast wird die Domäne Alteield (Regierungsbezirk Kaffel) angeführt. Als Staatsurteil aus dem Reingewinn des Bades Wildungen sind 105 000 Mark eingesetzt insgesamt stehen die Ein­nahmen aus Wildungen mit 350 000 M im Etat.

Den umfangreichsten Etat legt der Kultus­minister vor. An ihm ist der Regierungsbezirk Kaffel bekanntlich in besonderem Maße inter­essiert. Zu den einzelnen Kapiteln ist folgen­des zu bemerken:

Die Universität Marburg erhält im neuen Etat einen Staatszuichuß von 2 740 970 Mill. JK gegenüber 3.114 JKitt im Jahre 1931. Für Göttingen find 3 080 960 Mill. JK vorgesehen, gegenüber 3,590 Mill. JK tm Jahre 1931.

Ferner ist für die Universität iti Marburg eine Summe von 250 000 jK al» dritter Teilbetrag für deu Um, und Erweiterungs­bau der Frauenklinik einschließlich der inneren Einrichtung vorgesehen. Die Hochschulbücherei und Studienanstalt für blinde Studierende in Marburg erhält nur 6000 JK gegenüber 12 000 JK im Vorjahre. Für die Universität Göttingen find an einmaligen Ausgaben 10 000 JK für apparative Aus­stattung des Zoologischen Instituts, sowie 3000 JK für die Psychiatrische Klinik vor­gesehen. Die Universität in Frankfurt erhält einen einmaligen Betrag von 1,110 Mill. JK (1931 1.3 Mill. JK).

Höhere Schulen: Besonders umfang­reich find die Ausweise über die Kosten bet höheren Schulen. Die Zahl der staatlichen höheren Schulen des Bezirks ist noch immer erheblich. Außer den bisher zwei Schulen in Kaffel werden staatliche Schulen unterhalten in Arolsen (Zuschuß 45 600 JK), Totbach (72 000 JK), Hanau (70 600 JK) Fulda (105 600 JO, Hersfeld (115 300 JK), Mar­burg (76 350 Jt), Rinteln (59 200 JK), Schmalkalden (41 000 Jl). Dazu kommen die Aufbauschulen in Frankenbcrg (42 600 Jl), Fulda (43 600 JK), Homberg (35 550 JK), Ro­tenburg (39 800 JK).

Ferner unterstützt der Staat folgende nicht­staatliche Schulen: in Eschwege (21 000 Jl), Fulda O -R. (14 000 JK) Hofgeismar (25 000 Mark), Marburg O.-R. (900 JK), Melsungen (10 000 J(), Bad Wildungen (10 000 JK). In Kaffel erhalt die Oberrealschule I einen Zu­schuß von 3150 Jl. An staatlichen Schulen für die weibliche Jugend erfordert die Mal- vrda von Meysenbugschule in Kaffel an Staatsmitteln 95 760 JK, die Elisabeth- schu 1 e tu Marburg 74 700 JK, das Lyzeum in.Eschwege 20 6-U) Jl. Die nichtstaatliche Luisenschule in Hersfeld steht mit 500 JK im Etat. Die Aufbauschule in Schlüchtern wird weiter ausgebaut, sie erfordert 1932 aus Staatsmitteln 20 900 JK,

Kunstinstitute: Das Hessische Landes­museum und die Staatliche Gemäldegalerie stehen mit einem Zuschuß von 105 280 JK gegenüber 125 500 JK im Vorjahr im Etat. Die Einnahmen betragen 28 750 JK. Davon werden beim Landesmuseum an Eintritts­geldern 500 JK, bei bet Gemälbegalerie 1800 JK eingesetzt.

Landeskirchen: Die Dotationen für die Evangelischen Landeskirchen find im neuen Etat mit 4.5576 Mill. JK, d. J 1,0118 Mill. JK mehr als im Vor iaht eingesetzt. Die Evan­gelische Landeskirche Hessin-Kassel erhält da­von 239 426 Jl, die waldeckische 29 514 Jl und die Landeskirche in Frankfurt 33 204 JK.

Besonders tnterefiert uns an diesem (Etat die dritte Rate für den Erweiterungsbau der Marburger lluiversitätsFrauen- klinik. Vor kurzem brachten rott noch die Nachricht, daß der Neubau wenigstens vorübergehend hätte eingestellt werden müs­sen ein schwerer Schlag für unsere Uni­

versität und Stadt, wenn es dabei geblieben märe. Ausgeschlossen schien es bei der jetzi­gen Wirischaftsttise nicht, denn dafür liegen aus anderen Städten genügend Bewege vor. Den Bemühungen des Kurators unse­rer Universität, Herrn Geheimrat von Hülsen. und des Hochbauamts . I scheint es aber nun doch gelungen zu Jem, die amtlichen Stellen m Berlin zu bekehren, denn dafür spricht die Bewilligung der 3. Rate in Höhe von 250 000 J6. So wird also, weiter gebaut. Vielleicht wird man sich bei den gegenwärtigen Verhältnissen daran gewöhnen müssen, daß immer wieder Heine Rückschläge und Verzögerungen kommen werden. Das ist schließlich noch nicht das Schlimmste, jedenfalls werden der Bauleitung jetzt wieder Mittel zur Ver­fügung stehen, um den Bau ein gut Stück vor­wärts zu treiben. Die Wendung ist sehr er­freulich im Interesse unserer Universität und in dem der Stadt. > L

Der amtliche Wahlzette!

Den Länderregietungen ist dieser Tage ein Muster des amtlichen Wahlzettels für die Reichspräsidentenwahl zu geleitet worden. Die Kandidaten sind in der R i-iensolge Duester- berg, v. Hindenburg, Hitler, Thälmann und Winter aufgesührt. R-ichspräsldent v. Hi.i- denburg ist an zweiter Stelle aufgesührt, weil V, ebenso wie bei der Wahl 1925, seine An­nahmeerklärung mitPaul v. Hindenburg" und nicht.mito. Beneckendorst und Hinden­burg" unterzeichnet hat. Die offizielle Her­ausgabe des amtlichen Wahlzettels dürfte kurz beoorstehen.

Besorgt rechtzeitig Wahlscheine!

Wer sich am Wahltag auf Reifen befin­det, soll sich rechtzeitig durch d e Gemeinde- behörde seines Wohnortes einen Wahl­schein ausstellen lassen. Kosten entstehen nicht. Besonders wichtig ist die Aus­stellung von Wahlscheinen für das Per­sonal der Reichsbahn, der Reichspost, tote aller Derkehrsunternehnrungen, das sich am Wahltag austerhalb seines Wohnortes befindet. Gs empfiehlt sich für diese Per­sonen Aulstellung eines Wahlscheines, um bei gegebener Gelegenheit während der Reise abzusttmmen.

'Polizeiliches. In Schutzhast ge­nommen wurde in der Elisabethstraste ein Mann, der sinnlos betrunken war. Fest­genommen wurde ein Mann von auswärts, der wegen Arkundenfälschunz gesucht wurde.

Schwere Sachbeschädigung. In der letzten Rächt wurde in der Diegen- strahe der Gartenzaun untechalb des KunsfinstttufS schwer beschädigt. E-in Teil des Zaunes wurde vollständig herauS- gerifsen. auch einzelne Stangen wurden an den Spitzen eingeknickt.

* Gefunden auf derEisbahn am Biegen wurde: eine Tarnen« Armbanduhr, eine Kinderstrickmütze, ein brauner Gürtel für Damenmantel und verschiedene einzelne Kinderhandschuhe. Die Eigentümer können die Sachen Wei- denhäuserstratze 18, TI, abholen.

* Ein leichtsinniger Auto- Autofahrer. Gestern abend gegen 20 Uhr fuhr ein Automobilist aus Bracht mit seinem Personenwagen gegen die ge­schlossene Eisenbahnschranke in der Kasseler Straße. Der Anprall war so heftig, datz die Schranke zerbrach und das Auto erst vor dem zweiten Schlag­baum zum Stehen kam. In demselben Augenblick fuhr ein Personenzug ein, glücklicherweise auf dem Geleise, das der Fahrer bereits passiert hatte. Gewiß keine angenehme Situation für den Fah­rer, der zwischen Schranke und Eisenbahn eingekeilt faß'und warten muhte, bis die Gefahr vorüber war . Die Angelegenheit dürfte noch ein gerichtliches Nachspiel haben.

Einkommensteuer-Doraus­zahlung. Das Finanzamt erinnert daran, datz auf Grund der Verordnung des Herrn Reichspräsidenten vom 8. De­zember 1931 die am 10. April 1932 fällig werdende Einkommensteuervorauszah­lungsrate bereits zum 10. März 1932 zu entrichten ist. Bei unpünktlicher Zahlung werden Verzugszuschläge von 1V2 Prozent für den angefangenen halben Monat er­hoben. Das Finanzamt erinnert ferner daran, datz am 10. März 1932 auch eine Krisensteuer-Rate fällig wird.

* Marburger Stadttheater. Die heutige Aufführung des beliebten LustspielsDie fünf Frankfurter" von Karl Röhner verbirgt einen lustigen und genußreichen Abend. Es kann daher der Besuch der Vorstellung empfohlen wer­den. Trotz der ermäßigten Preise find noch gute Sitzplätze erhältlich.

* Don der Universität. Am Montag, dem 29. Februar, hielt im Patho­logischen Institut Dr. E. Rix seine An­trittsvorlesung über das ThemaGewebe­züchtung und Geschwulstforschung".

Ein 80jähriger Lehrer. Heute begeht der in Marburg in Ruhe lebende Lehrer R. Hucke in seltener körperlicher und geistiger Rüstigkeit seinen 80. Geburtstag. Herr Hucke ist ein Kind unseres Marburger Kreises. Er erblickte am 3. März 1852 zu Hachborn das Licht der Welt. Durch sein ganzes Leben ist er seiner engeren Heimat treu geblieben; sein Herz hängt mit allen Fasern der Liebe (am Lessenland. Seme Lebensarbeit war durchweg der Erziehung oberhessischer Landkinder gewidmet. Außer in Hermershausen und Curiarweimar am.ierte Herr Hucke in Niederweimar; hier hat er von 1887 bis 1921, also 34 lanae Jabre amtiert. Richt leicht i"t der Di nst in überfüllter Schul- klasse (zeitweilig weit über 100 «chüler) ge­wesen, und es ist dem alten Herrn und auch der Schuljugend ein großer Segen gcroeien, als im Jahre 1913 eine neue Schule gebaut und die Ansiellung eines zweiten Lehrers be­schlossen wurde. Durch die langen, schweren Kriegsjahre hindurch hat der alte Herr in unermüdlicher Schaffenskraft, fast immer aut sich und auf wechselnde Vertretungen ange­wiesen. den Betrieb der Schule aufrecht erhal­ten. In treuer Pflichterfüllung hielt Herr Hucke bis zum 1. April 1921 feine Schule. Dann trat er, 70 jährig, in den wohlverdien­ten Ruhestand. Möge dem. alten Lehrer- octeran auch ferner ein geruhiger, friedlicher Lebensabend beschieden fein.

MlMLllNM aus dem Wkkttrist

Kauft am Platz«'."

Alle Kaufleute huldigen dem PrinzipKauft am Platze". Dar­an ist garuicht zu zweifeln. Der gelinge Ein­sender sagt infolgedessen bewußt oder un­bewußt etwas falsches. Ladeneinrichtungen sind in den allermeisten Fällen»,. T. so­gar p a t e n 1i c r t e Herstellungrarbellen, mit denen sich gewöhnlich nur wenige Firmen in Deutschland beschäsfgen. Diese Einrichtungen kann man ganz einfach nur bei der Mein- herstellerin kaufen. Das dürfte auch der Handwerker wissen. Auch die Fachleute m Marburg können es bestätigen. Bei Neuein­richtungen von Läden werden doch aber zu den vielen sonst noch nötigen Arbeiten Mar­burger Handwerker in monatelanger Arden und Dorarbell beschäftigt, und k e i n M e n f ch denkt daran, sie zu üb er geh en. 3n allen Fällen, die b i s i n di e l etz t e n T a g e hinein und bis heute vorgekommen sind, ist das ko gehandhabt worden. Man sollte solche unsachlichen Vorwürfe, die geeignet find einen total falschen Eindruck zu erwecken, unterlagen, und sich besser vorher erkundigen.

Was ist Derop?"

Die Deutsche Vertriebsgesellschafi für Rus­sische Oelprodukte AG. schreibt uns: Die m der Ausgabe derOberhessischen Zeitung vom 22. Februar unter der llebetichnft: Was ist Derop?" in bezug auf die ,/perop (Deul'che Vertriebs-Gesellschaft für Russische Oel-Produkte AG.) gebrachten Ausfühnin- gen .entsprechen in ihrem tatsächlichen Ten nicht der Wahrheit.

Unrichtig ist es zu behaupten, daß unsere Kundenein rein sowjetrussisches Unternah­men unterstützen, das ausschließlich nach Mos­kauer Direktiven arbeitet", richtig ist vielmehr, daß die Derop eine AG. deutschen Rechts ist, die ihren Sitz m Berlin hat. Unrichtig ist, daß die Deropkommunistische Propa­ganda" betreibt, richtig ist. daß die Derop ihre Produkte nach rem kaufmännischen Ge­sichtspunkten vertreibt und jeder politischen Betätigung völlig fernsteht. Unr.chtig ist, daßdie Gesellschaft in ihrem Betrieb bei den zahlreichen Bezirksverwaltungen und bei den sogenannten Direktions-Tankstellen also nicht verpachteten, in eigener Regie be- findtichen Tankstellen kommunistische Par­teigänger als Arbeiter und Angestellte m auffälliger Weise bevorzugt", richtig ist, daß die Derop bei der Wahl ihrer Mitarbetter nach rem kaufmännischen Gesichtspunkten ent­scheidet. Tie parteipolitische Gesinnung der Arbeiter, Angesteiften und Tankstellenverwal-- ter hat auf die Einstellung oder Entlassung keinerlei Einfluß.

Statt. Bekanntmachung

Die ©ültigfeiftbauer der Genehmigung der , Schankerlaubnissteuerordnimg der Stabt t Marburg vom 27. März 1929 in der Fassung des Nachtrags vom 20. März 1930 ist vom Bezirksausschuß in Kassel durch Bescheid vom 8. Februar 1932 bis zum 31. März 1934 verlängert worden. Ter Herr Oberpräsi­dent in Kassel hat hierzu unterm 22. Fe­bruar d. Js. die Zustimmung erteilt.

Marburg, den 1. März 1932. (1209

Der Magistrat.

Voß.

Gottesdienst.

Donnerstag, den 3. März.

Reformierte Gemeinde. 20.15 Uhr: Bibelstunde in der Kreuz-Kapelle der Ref. Kirche, Pfr. Veerhoff.

Letzte WteWattSmechunsen

t. Berlin, 3. März. Der heutige Vrotge- treibemarft war ruhig, Da Angebote sehr klein und auch das Kaufintereffe äußerst minimal Die Lieferungspreise für Weizen find unvei' ändert, während man Roggen Va Jl höher hört. Effektive Ware ist ruhig. Hafer ist äußerst fest; die Preise find bis 2l4 JK höher.

r. Frankfurt, 3. März. 3m heu­tigen Vormittagsverkehr war die Tendenz sehr ruhig und abwartend, aber eher etwas zuversichtlich. Die Aussichten auf eine baldige Senkung des Diskontsatzes der Reichsbank wird verschieden beurteilt. Spezialintereffe macht sich für Urban und Schultheiß bemerkbar.

6tNß$folehmorr' FranMt n. M.

3. März mittags 12 Uhr. (Sorberttfif) 2. Härter:

hefte Matt- und Saugkälber . 35-3' mittlere SJiaft» und Saugkälber 3034

geringe Kälber>519

3. Schake:

SKaftlämmer und jüngere

Masthäinmel JPeibemaft . 2832

Stallmast

mittlere Mastlämmer, ältere Waffe

hämmel und gut genährte Schafe ,. 23-2< fleiitbiges Schafoieh

gering genährtes Schaloteh

4.<f)»etne:

jZettichweine über 3(XlPfd. Lebendgewicht vdllllestch.Schweine v. ea.240300Pt.Uddg. ., 39-W ooUfleiidi.6<hmeine o.ca.200240 W.Vbbg. 38-W voll'lei>ch.SiNweineo.ca.l80-2g0Pf.Ubdg. fleijmige Schweine D. ca. 120160 Xii.Vbbg. 343' fleiiihige Schweine unter 120 PstuULbg.

Sauen ,

Auftrieb: Rinder 136, Kälber 1003, Schafe 154, Schweine 805. Marktverlauf: Kälber And Schafs mittelmäßig; Schweine schleppend