Einzelbild herunterladen
 

e#ttr 2

veerWRfAe Zeitung. Marburg a. L. Donnerstag, den 3. Mär; 1932

Nr. 53

Dmfterbers

Der Kan-i-at -es Kampfblocks Sckwarr-weißrot

Duesterberg wurde am 19.10.1875 in Darmstadt, Hessen, als Sohn des da­maligen Oberstabsarztes Dr. Duesterberg, geboren.

Nach Besuch der Vorschule in Darmstadt und des Kaiser-Wilhelm-Eymnasiums in Hannover kam er im Frühjahr 1889 in das Kadettenhaus Potsdam. Im März 1891 erfolgte seine Versetzung zur Haupt­kadettenanstalt Er.-Lichterfclde und am 22.3.1893 sein Eintritt als charakterister-

r

igl

MKW.'

AUW

Prälat Kaas zum 13. März

Zur Präsidentenwahl

General Heye in Breslau

Breslau, 2.März. Auf Mnlaöunz des Stahlhelms sprach am Diens­tag abend imSchlesischen Hof" vor einem Kreis geladener Gäste der ehemalige Chef der Heeresleitung, Generaloberst a. D. Heye über bas ThemaWas gab bas Wehrdiktat von Versailles uns Deutschen und was ist von der Abrüstung der an­deren zu erwarten". Generaloberst Heye berichtet« einleitend über sein« Gindrück« auf seinen Reisen nach Rordamer ka und nach Mittelamerika, wo er habe feststellen können, dah sich ein gänzlicher ©tim- mung^lmfchtvang zugunsten Deutschlands bemerkbar mache. Auch in England denke man heute über Deutschland anders als tm Weltkriegs. Deutschlands einzige Feinde, deren Willen auf Knebelung und die Vernichtung Deutschlands gerichtet sei, seien heut« Frankreich, Polen und die an­deren Vasallenstaaten. Das Versailler Diktat sei erfüllt von der Rachsucht und von der Angst der Feinde, inÄesondere Frankreichs. Niemals werde Frankreich von selbst abrüsten. Darüber müsse sich jeder Deutsche klar sein. Frankreich habe in Genf den Vorschlag gemacht, eine Armee des Völkerbundes zu gründen. Hm

Völkerbund sei naturgemäß Frankreich maßgebend und französische und polnische Truppen sollten in der Hauptsache diese Völkerbundsarmee bilden, damit Frank­reich Polen und die übrigen Vasallenstaa­ten die Berechtigung erhielten, ihre Trup­pen nicht abzurüsten. Es sei zu hoffen, daß die deutsche Regierung In Genf nicht auf den Vorschlag hereinfalle, denn nie­mals würbe Deutschland die 13 (Zähre Vorsprung wieder einholen, die die übri­gen Staaten vor Uns haben. Zur Tribut- frage übergehend betonte Generaloberst Heye, Deutschland hab« sechsmal mehr be­zahlt als der ganze Wiederaufbau in Frankreich gekostet habe. Rund liy3 Mil­liarden Gold ruhten heute in den SafeS ber Dank von Frankreich während wir hungerten und die Welt vergeblich um Hilfe bäten. Mit der Kriegsschaildlüg« wolle Frankreich Uns vor der Welt ächten, um seine Raubpolitik zu legalisieren. Das Diktat von Versailles ser ein Rechtsbruch schlimmster Art. Darum fort mit Ver­sailles, fort mit Kriegsschuldlüge, die lei­der noch immer nicht amtlich zurückgewie­sen worden fei und fort mit den Sributen, die Uns bedrückten.

ter Portepee-Fähnrich in das 1. Han­seatische Infanterie-Regiment Nr. 75 in Bremen.

Nack Besuch der Kriegsschule in Metz »nd bestandenen Offiziersexamen wurde er am 18.8.1894 zum Offizier ernannt.

Lei Aufstellung des Ostasiatischen Ex­peditionskorps anläßlich der Doxerunruhen in China im Sommer 1900 kam Duester- ierg zum 3. Ostasiatischen Jnfanterie-Re- giment.

Im Jahre 1905 erfolgte seine Komman­dierung zum Großen Generalstab. 2m Herbst 1908 wurde Duesterberg mit gro­ßem Beförderungsvorteil Hauptmann und Kompaniechef im Infanterie-Regiment Nr. 131 in Mörchingen (Lothringen). Im Winter 1913/14 erfolgte sein Kommando zum Preußischen Kriegsministerium.

Bei Ausbruch des Krieges meldet sich Duesterberg sofort zur Frontverwendung, wurde in /den ersten Aygusttagen 1914 nach Lüttich gesandt, nahm an den letzten Kämpfen um Lüttich teil und wurde sei­nem Antrag genräst dem Erenadierregi- ment Nr. 89 als Bataillonskommandeur überwiesen: am 5.9.1914 wurde er zum Major befördert. Er wurde am 17.11. 1914 beim Sturm auf Ppern verwundet.

2m Frühjahr 1915 wurde Duesterberg in den Stab der 13. Infanterie-Division »ersetzt. 2m Spätherbst 1915 erhielt er den Auftrag, die gesamte Unterstützung der Verbündeten in Verbindung mit der OHL., dem Auswärtigen Amt und dem Reicksschatzamt im Kriegsministerium zu organisieren. _ 2m Frühjahr 1918 nahm er als Bevollmächtigter des Kriegsministers an den Friedensverhandlungen in Buka­rest teil und wurde in gleicher Eigenschaft zu der Waffenttillstandskommisston kom­mandiert, an deren Verhandlungen er rund sechs Monate teilnehmen mußte. Be­reits beim ersten Zusammentritt dieser Kommission hat Duesterberg Mitte Okto- ber 1918 auf das entschiedenste aeaen das Waffenstillstandsangebot mit Rücksicht auf die innen- und außenpolittschen Folgen Stellung genommen.

Am 1. Oktober 1919 begann et in Halle a. d. Saale seine neue Tätigkeit als Lan- desgeschäftsführer der Deutfchnationalen Volkspartei im Wahlkreise Halle-Merse­burg. Schon im Dezember 1919 wurde er Mitglied der Stahlhelm-Ortsgruppe Halle. 2m Frühjahr 1923 wurde Duesterberg als Führer des Etahlhelmgaues Halle ge­wählt.

Es ist dem Stahlhelmgau Halle und der Führung Duesterbergs zu verdanken, wenn im Jahre 1923 der schwierige Regie­rungsbezirk Halle-Merseburg ohne Reichs­wehr, nur mit schwacher, noch nicht ge­festigter Schupo, ruhig blieb.

2m Herbst 1924 legte Duesterberg sein Amt als Parteigeschäftsführer nieder und ist seit jener Zeit ausschließlich Führer des inzwischen zum Landesverband Mittel­deutschland entwickelten Stahlhelmgaues Halle und ferner Vorsitzender der Ver­einigten Vaterländischen^ Verbände des Bezirks Halle a. 6.

Der sammelnden, stets das Einigende betonenden Tätigkeit Duesterbergs ist es tn erster Linie zu danken, daß in dem früher fo roten Mitteldeutschland bei allen Wahlgängen seit 1919. aber auch bei der Reichspräsidentenwahl, die natto- "alen und völkischen Kräfte erfolgreich abschneiden bezw. eingesetzt werden konnten

Berlin, 2. März. Unter den Heber« muffenEs geht um alles der Führer des Zentrums ruft zum Kampf um das gute Schicksal Deutschlands" veröffentlicht die Germania" über zwei Seiten eine Rede, die Prälat K a a s am Montag in einet Vertreterversammlung der Berliner Zen­trumspartei gehalten Hatz und in der er zu der großen Enftcheidung des 13. März, ihrer geschichtlichen Bedeutung und ihrer Vorge­schichte Stellung nahm. Danach setzte sich der Führer des Zentrums zunächst mit der Stel­lungnahme der Partei im Jahre 1925 im Vergleich zu heute auseinander. Damals habe Hindenburg in dem Bewußtsein vieler noch nicht als der Staatsmann dagestanden, als der et heute vor der deut'chen Oeffent- lichleit stehe. Auch sei es die Gegenseite ge­wesen, die damals durch die nachträgliche Aufstellung Hindenburgs das Zentrum zu einem Kampf zwang, dem es aus Treue zu dem eigenen Kandidaten nicht ausiyeschen konnte. 3m Gegensatz zu den damaligen Forderungen des Zentrums hätten aber die» jenijen ,di: heute gegen Hindenburg feien, im­mer und immer nur stur auf Trennung spe­kuliert und nicht auf Sammhmg. Kaas nennt den Weg der letzten zwölf Jahre einen Kreuz- weg. aber keinen Irrweg. Diejenigen, die heute den Massen klarmachen wollten, daß es ein Irrweg war, sollten einmal sagen, wo wir beute ständen, wenn bei den hatten außenpolitischen Entscheidungen sich nicht

Leute gefunden hätten, die den Mut zur Realistik hatten und die Politik der Geduld der Politik des (Experiments vorzogen.

Kaas verteidigte die Politll Brünings weiter gegen die tm Reichstag gegen sie er­hobenen Vorwütte und geht dann auf die Vorgeschichte der Kandidatur Hindenburgs ein. Wir haben niemals daran gedacht, dem Reichspräsidenten vor ober nach der Wahl eine koaliiionspoliti'che tznpothese aufzuzwin­gen. Der höchste Repräsentant des Reiches soll frei sein vor der Wahl, in der Wahl und nach der Wahl, aber auch wir muffen frei sein. Darum kann ich cs nur als eine Ver­irrung bezeichnen, wenn von der Gegenseite ber Versuch gemacht würbe, als Bebingung ihrer Unterstützung bes Reichspräsidenten den Rücktritt Brünings zu fordern. Heber die Harzburger Front äußette sich Kaas wie folgt: Wenn die zahlenmäßig stärkste Gruppe ber unterbef'en bereits ht Kündigung begrif­fenen Front Nickis anberes beabsichtigt, als zunächst einmal Mitläufer zu bekommen, um nachher gegen bie eigenen Weggenossen nicht nur bas Mehrheits-, sonbern auch bas Ee- waltpnmig spielen zu lassen, und ben Staat parteipolitisch zu beschlagnahmen, dann muß Hugenberg, muß Duesterberg willen, ob und wie sie sich mit derartigen Methoden abftn» ben. Wir Zentrumsleute haben Zeit, zu watten, bis sich zeigt, baß bet Weg dieser Leute nichts aufwärts, sondern abwärts führt.

Unsaubere Mittel

Hamburg, 2. März. Das .Ham­burger Echo ber Woche", das tm Ver- lag des sozialdemokratischen .Hamburger Echo" erscheint, hatte durch Plakate einen Artikel Kamerad Hitler" angekündigt, in dem Hitler wenig rühmenswerte Dinge über seine Felddiensttätigkeit nachgesagt und ihm Drücke­bergerei vorgeworfen wurde.

Hitler erroirfte Steegen die Veröffentlichung eine einstweilige Verfügung. Der Redakteur Heinrich Braue und der Verlag Auer u. Eo. erhoben dagegen Einspruch, über den am Mitt­woch vor der Zivilkammer II des Landgerichts verhandelt wurde. Rechtsanwalt Dr. -Engel als Vertreter Hitlers unterbreitete dem Ge­richt zahreiche eidesstattliche Erklärungen von früheren Generälen, Kommandeuren und Frontkameraben, in denen Hitlers soldattsche Tüchtigkeit bestätigt wird. Gegenüber dem Vorwurf der Fahnenflucht legte der Ver­teidiger eine amtliche Bestätigung vor wo­nach Hitler am 5. Februar 1914 in Salzburg zum Waffen- und Hilfsdienst als untauglich und zu schwach befunden wurde und der Be­schluß auf Waffenunfähigkeit gefällt wurde. Hitler hielt sich dann in München auf und richtete bei Kriegsausbruch ein Gesuch an den König von Bayern, der ihm den Eintritt in das bayerische Heer gestattete. Selbst der in dem Artikel genannte Echle- Huber den Hitler als Meldegänger über­gangen haben soll und der heute 53 Jahre 6 o- jialift und 35 Jahre Gewerkschaf t- ler ist, bestätigte, daß Hitler sich als tapferer Soldat verhalten und daß er, Echlehuber, nie etwas an Hitler beobachtet habe, was an Drückebergerei grenze.

(Eine Entscheidung über die Beschwerde ge­gen die etnstweiliae Verfügung wird in etwa einer Woche gefällt werden.

Sch»«« volttische Schlägerei. Sech- Sch»«-, 15 Leichtverletzte.

Gladbeck, 2. März. Die NSDAP, hatte für heute nach Gladbeck-Zweckek eine Versammlung emberufen, zu der auch Andersdenkende Einlaß begehrten. Etwa 40 Nationalsozialist en hatten aber bie Saal­tür geschlossen. Gegen 15.15 Hhr ließ sich bie Menge außerhalb des Saales nicht mehr halten und drängte gegen bie Tür, die nun geöffnet wurde. Es entstand em wüstes Durcheinander. Don draußen fiele« Schüsse und wurden 6ternte

in den Saal geworfen. Sechs Per- sonen erhielten schwere und 15 leichte Ver­letzungen. . Die Verletzten, die verschiedenen Organisationen angehören, würben bem Kran- kenhause zugeführt. Die Polizei stellte bie Ruhe und Ordnung bald wieder her und be­schlagnahmte verschiedene Pistolen, Totschlä­ger und ein Rehgeweih, bas als Waffe ge­bient hatte. Mehrere Personen wurden fest­genommen.

Kommunistischer Heberfall auf National­sozialisten. Ein Tot«.

Königsberg, 2. März. In flamten* walde bei Königsberg überfielen einige hun­dert Kommunisten eine Gruppe National­sozialisten, bie ht Begleitung von Landjägern von einer Versammlung heim kehrten. Die Frau eines Kommunisten wurde durch einen Kopfschuß getötet. Zwei weitere Personen wurden schwer, eine größere Anzahl Natio­nalsozialisten leicht verletzt. Das Heberfall­kommando nahm acht Kommunisten fest.

Ein Hindenbnrgausschuß für Sachsen.

Dresden. 2. März. Aus Vertretern der Konservativen Volkspartei, der Christlich­nationalen Bauernpartei der Wirtschafts­partei, der Deutschen Dolkspartei, des Christ- ttchsoztalen Volksdienstes, ber Volksnationalen Reichsoereinigung, der Deutschen Staatspartei und des Zentrums hat sich hier ein Organi­sationsausschuß für die Hindenburgwahl in Sachsen gebildet.

Landooll-Partei beteiligt sich * keinem Brüning-Block.

,®erHn, 3. März. Entgegen den Nach­richten, wonach Bestrebungen im Gange seien, vom Zentrum bis zur Landoolk-Pattei einen sogenannten Brüning-Block für kommende Wahlen zu bilden, teilt bie Reichspatteilej- tung bes Deutschen Lanbvolkes tChristlich- nationale Bauern- und Landoolk-Pattei) mit baß bet Deut chen Lanbooltpattei solche Be­strebungen nicht befaimt geworben sinb. Die Lanboolk-Partei wird getreu ihrer bisher eingenommenen Haltung auch in Zukunft ihre Ziele »n absoluter Unabhängigkeit und Selbst» standigkert »erfolgen.

Hitler in Stettin.

Stettin^ 3. März. In den Messehallen sprach <un Mittwoch abend Adolf Hitler, von

der etwa 12 000 Menschen zählenden Mengx stürmisch begrüßt.

Hitler zog in seiner Rede Vergleiche zwi­schen dem Deutschland von früher und den, Deutschland von heute. Zentrum und Sozial­demokratie hätten bisher die Geschicke unsere? Volkes bestimmt. Sie hätten versagt würden zur Verantwortung gezogen werden Die Sozialdemokraten hätten im Sabre lSzz den Repräsententen des deutschen Volke- idr* biß gesprochen und abgesetzt.Wir werde, mit demselben Recht die Schuldigen absehen.« Deutschlands Rot sei zum größten Teil' auf das Konto der Sozialdemokratie zu setzen. De, künftige Reichspräsident soll- nicht Hüter der Verfassung sein, sondern Führer und Ver­teidiger ber Ehre des deutschen Volkes. Die Nationalsozialisten wollten das deutsche Voll vor allem zuerst zum Deutschtum erziehen Dann erst kämen die wirtschaftlichen Interesses

so 38 Ic sa fil 61 F' INI V Ki en

Mehrheit des Wahlkreises Westfalen-Süd bleibt in der Bolkspartei.

Dortmund, 2. März. In einer Sitzung.' auf der bie größten Ortsgruppen ber Wahl­kreisorganisation Wastfalen-Süd der Deutschen Volkspartei vertreten waren, wurde festge­stellt, daß die Mehrheit des Wahlkreises ge­willt sei, geschloffen der Deutschen Volkspartei treu zu bleiben. Der Spitzenkandidat bes Wahlkreises, Reichstagsabg. Winnefeld ist gebeten worden, vorläufig ben Vorsitz tu Wahlkreis zu übernehmen.

Wetter« Austritte ans der DDP. Bett«.

Berlin, 2. März. Die beiben Vor- sitzenben der Zentrale bet Sausfrauenoereine Groß-Berlins, Frau Charlotte Mühiam-Wer- ther, M. d. R. W. R., unb Frau Hilde­gard Margis, Bezirksverordnete in Charlot- fenburg, haben am Mittwoch ihren Austritt aus der DVP. erklärt. Ein Hebertritt zs einer anderen Partei ist, wie wir erfahren, vorläufig nicht tn Aussicht genommen.

Ausland

Erne Mitteilung der Entführer de» kleinen Lindbergh.

Newyork (Newjersey), 2. März Auf einer an Oberst Lindbergh gerichte­ten Postkarte wurde Lindbergh in Druck- buchstaben mitgeteilt, daß sein Kind ge­sund und wohlbehalten sei. Lindbergh werde noch besondere Anweisungen erhol ten, nach denen er sich zu richten habe.

50 000 Dollar Lösegeld gefordert.

Newyork, 2. März. Oberst Lind- bergh erhielt bie Mitteilung, daß für sein Kind 50 000 Dollar Lösegeld gefor­dert werden. Die Eltern de» Kinde» sinh bereit, dies, Zahlung zu leiste«.

ur di, tic eil 6,r

Ri mc boi btt Fi

fin ar

' 38! ©e 6,1 Ä? hei fin das Pa fin Ab Pr uii Fi' P' ist der auf Pr

au«

ner 16C ne

Der Staat New Jersey hat eine Beloh­nung von 10 000 Dollar für die Ergrei­fung der Räuber ausgesetzt.

me De zur tut

mit dem Generalstaatsanwalt über die Entführuug de» Kindes Lindbergh» bera­te«.

Präsident Hoover hat in Washingto» tift

Di«

In Niles (Ohio) wurde der jungt Sohn eine» reichen Unternehmers na­mens James de Jute auf dem Wege zur Schule von Unbekannten in einem Kraft» wagen entführt.

Die Belohnung zurückgezogen.

Newyork, 2. März. Der Gouver­neur bes Staates New-Jersey hat nach einem Telephongespräch mit dem Obersten Lindbergh die ausgesetzte Belohnung von 10 000 Dollar für die Ergreifung der Ent­führer des Sohnes Lindberghs zurückgezo­gen.

ber bae Nv

5 feit ner bra 27! föii best

3

o

Eine französische Ortschaft niedergebrannt.

ft Paris, 3. März. Ein folgenschweres Großfeuer brach in ber vergangenen Nacht in enter kleinen, etwa 22 Häuser umfassenden Ortschaft in ber Nähe von Reims aus. Noch ehe bie Feuerwehren aus ben bewach' barten Orten zur Stelle waren, hatte ber Wind bie Flammen, die ursprünglich in einem Viehstall ihren Ausgang genommen hatten, auf bie benachbarten Häuser übergeweht, so baß in kurzer Zeit bas ganze Dorf ein einziges Flammenmeer bilbete. Der Bewohner bemächtigte sich einer Panik. Frauen unb Kinber, bie sich nicht rasch ge­nug in Sicherheit bringen komuen, suchten Zuflucht in einem großen Backofen, bet mitten im One zur allgemeinen Benutzung erbaut war, unb ben sie erst wieder ver­ließen, als bas ganze Dorf nur noch einen Aschenhaufen bilbete. Das gesamte lebende und tote Inventar würbe ein Raub bet men. Der Sach chaden beläuft sich auf meh­rere Millionen Franken unb über 60 Perso­nen sind obdachlos geworden. [V

ein zwe ges' t>n< 'st Sch

(5 daß frei bie den

Durchbrechung der Prohibitton.

Washington, 1. März. Der Gou­verneur des amerikanischen Gliedstaates Rhode Island hat ein Gesetz unterzeich­net, durch bas der Vertrieb von breipro5 zentigem Bier im Staate Rhode Is'and erlaubt wird. Der gegen die Bundesver- fasiung verstoßende Schritt des Gouver­neurs hat in Washington großes Aufsehen erregt.