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1 Hugenberg in Essen

I Essen, 1. März. Hier sprach Dr. Hu gen- rote System mutz Men. . 11 ' . . w «. . u. cn-ztxs.__*___ TtttiAA ItoAon rfPHT ntP Kai

Zu Verhandlungen bereit

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Amerika konzentriert seine gesamte Flotte

Lindberghs Kind geraubt

leitet worden zu sein. Fii sage hat der Offizier 500 D, Schiff ist in Wirklichkeit

Wirklichkeit im Sturm unter-

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Nische Regierung ihre ganzen schwer schädigenden Maßnahmen so verschärft, daß heute nur noch von einem regelrechten Wirtschaftskrieg Polens gegen Danzig ge­sprochen werden könne.

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Nr. 52 «r.Mrs. MsrdWg a.Latn

Der Anzeigenpreis beträgt für den 11 gespalt. Zetlenmillinieter 0.08 GM., Familienanzeigen bei Barzabl 0.07 GM., amtl. u. an#» värligeAnz 0 10 GM <5oq. kleine Anzeigen na-bGvezialtarif.Grund- schrtfl: ckolonet. Bei schwieriq.Sah» sowie beipiaaeorftbrift 5O°/o Auf­schlag. Gamme>an,eigen 100°/» Aukichlaq Reklam.-Millinr 0.40 GM. Drunbschiift: Petit. Jeder Rabatt qlli als Barrabalt Ziel 5 Tage. Offertes-Gebühr: 25 Pfg^ bet Zustellung ber Angebote etnschL Porto.60 GM. Beleqe werde» berechnet. Erfüllungsort Warburg.

berg über die bevorstehende Präsidenten­wahl. Er legte dar, weshalb die .DNVP. keinen eigenen Parteikandidaten aufgestellt habe. Maßgebend sei letzten Endes das Ziel von Harzburg: das verderbliche fchwarz-

Richt vom deutschen 17-Boot versenkt, sonder» im Stur« gesunken.

........ ........Wie heute die Di'nge"liegen stellt die Kandidatur Hinden- burgs einen Versuch des schwarz-roten Systems dar für die Aufrechterhaltung eben dieses Systems mit dem Namen Hindenburg systemfeindliche nationale Stim­men einzufangen. Deshalb kämpfen wir diesmal bei aller Verehrung für den Sie­ger von Tannenberg gegen die Kandidatur Hindenburgs. Die Präsidentenwahl wirkt heute in der Richtung, daß die an sich klaren Fronten verwischt werden. Die Preutzenwahl wird und mutz sie wieder Herstellen.

Die chinesische Front durchbrochen

Die 19. Armee von den Japanem geschlagen - Die chinesischen Truppen ziehen sich zurück - Tasang genommen

MiUwd», He 2.5816« 1932

.Oderhessische Zeitung» er- rtfint sechsmal wrchenlltch. Be- ^prets menatLL Marburg 2.02

ausschl. Zustellungsgebühr, Mi unsren Agenturen 1.93 GM. ^,ügl. Zusiestellungsgebühr. durch y, Post 2-25 SM Für etwa

Streik. Maschinendefekivder oiewenlare Lrrignisie ausfallend« Kummern wird kein Stfae ge» WfttL Verlag, Dr. §. Kiyeroth. d^uck 6« Untv-Buchdruckerei geb. Ang. Koch, Mark« 21/23. »ernsprecher: Ott. 54 und Ott. 5& Postscheckkonto: Amt Frankfurt

Ott. 5015. - Sprech,ett «t Redaktion von 1011 und

»kl1 Uhr.

ff. Newyork, 2. März. Der nenn Monate alt« Sohn des Obersten Lind» bergh ist gestern abend geraubt wor­den. Näheres ist noch nicht bekannt. Lind, bergh benachrichtete die Polizei, die sofort darch Radio all« Polizeistationen des Landes alarmierte.

Zum Raub des kleinen Sohnes Lind­berghs wird noch gemeldet: Das Kind war zur gewohnten Zeit um 19.30 Uhr zu Bett gebracht worden. Als dann jemand um 22 Uhr nach ihm sah, waresausdem Schlafzimmer verschwunden. Wie die oder der Räuber es fettig ge­bracht haben, unbemerkt zu entkommen, ist noch nicht klar. Der Raub erfolgte in der neuen Wohnung des berühmten Flie­gers in dem Hügelland von Haperwell (New Jersey). Das Haus liegt weit ent­fernt von den Verkehrftratzen. An der Vorderseite dehnt sich endloses Land aus, an seine Rückseite grenzen dichte Wälder.

gegangen.

von der Hamburger Bierftreikfront.

Hamburg, 1. März. Die Erotz-Ham- burger Bierstreikleituna sandte ein Tele­gramm an den deutschen Eastwirteverband nach Berlin, in dem der Rücktritt des Prä­sidenten und M. d. R. Koester gefordert wird.

Dem Vernehmen nach ist es zu einigen Un­stimmigkeiten innerhalb der, verschiedenen Streikleitungen gekommen, da ein Teil wenig­stens auf Grund der Erklärungen der Reichs­regierung den Boykott abzubrechen wünscht.

Newyork, 1. März. Bei der Verhand­lung der kanadischen Schiffahrtskommission im Hotel Pensylvania" ergab sich, datz der Kapi­tän des SchoonersEypsum Queen für die angebliche Versenkung seines Schiffes durch ein deutsches 17-Boot an der irischen Küste am 31. Juli 1915 71 000 Dollar als Entschädigung eingesteckt habe. Der zweite Offizier gab £1, datz er einen Meineid geleistet habe. Er behauptete, durch einen Reeder und desien An­walt, einen kanadischen Senator, dazu ver­leitet worden zu sein. Für die falsche Aus­sage hat der Offizier 500 Dollar erhalten. Das

Der Preutzenwahl gilt unser Hauptstotz.

Der Versuch des schwarz-roten Systems, sie mit der Präsidentenwahl in den Hintergrund zu drängen, wird mißlingen.

Im Mai 1932 wird vielleicht für Millionen eine Entwicklung verständlich sein, die sie selbst miterlebt haben, ohne ihre Bedeutung zu er­kennen. Es kam die Not, das wußten die Sozialdemokraten, die diese Not verschuldeten, so gut wie ich. Demgegenüber war unser Standpunkt: Es hätte keine sogenannte bür­gerliche Regierung geben dürfen, ohne daß gleichzeitig ~1. dte Verantwortung der Sozial­demokratie vor allem Volke festgenagelt und « zu dem Zwecke 2. der Reichstag gegen bie Sozialdemokratie aufgelöst sowie 3. die eini­gende Parole deutschen Freiheitskampfes allem vorangestellt wurde.Bürgerliche Parteien­gaben sich unter dem Einfluß des Zentrums zum Gegenteil her. Sie waren damit ver­loren. Vor dem Urteil der Geschichte war di« Brüning'sche Politik nur alsZentrums- Solitik" begreiflich, für Deutschland aber ein lnglück und für die Mitläufer dieser Politik tötendes Eist. Darum mußte ihre Gutheißung, wenn sie schon einmal erfolgen sollte, der Hauptschuldigen des Youngplanes, der Sozial­demokratie, aufgebürdet werden. Bis zur Reichstagsauflösung sträubte sich die Sozial­demokratie diese Aufgabe zu übernehmen, und wollte sie' den Deutschnationalen zuschieben. Durch die Wahl vom 14. September 1930 wurde sie dazu gezwungen.

Sie hat jede Notverordnung genehmigt.

Sie hat sich damit in ihrer ganzen abschrecken­den Nacktheit, Unwahrhaftigkeit und Schuld- beladenheit vor das deutsche Volk gestellt.

Die unmittelbarste Gefahr ist abgewendst. Wir würden ihr heute alle erliegen bis weit über die deutschen Grenzen hinaus, wenn ich damals im Frühjahr und Sommer 1930 getan hätte, was die meisten vor mir ver­langten: Unterstützung dpr Brüning'schen! Politik.

Datz aber die Gefahr auf längere SV auch heute noch nicht überwunden ist, geht zu Lasten des Zentrums und feiner Bundesgenosien.

Der Reichskanzler hat im Reichstage die alte Unwahrheit der offiziösen Zeitungen unter- strichen: Die Deutschnationalen hätten es im Sommer 1930 in der Hand gehabt, die Macht zu erobern. Ich habe wiederholt öffentlich dar- gelegt, datz der Reichskanzler der DNVP. gegenüber niemals auch nur einen Versuch gemacht hat, sein Kabinett nach rechts zu orientieren oder zu erweitern. Er hat mir dies auch in einer persönlichen Unterhaltung zugeben müsien. Er hat aber vor allem, auch niemals den Versuch gemacht, seine Politik im Sinne der Rechten umzustellen. W-nn er die Sozialdemokraten und den Parlamentarismus versetzt hat. so hat er es unter dem von uns herbeigeführten hydraulischen Druck getan. Wenn er die Macht des Reichspräsidenten ge­steigert hat, so wirkte sich darin der Zwang unserer Politik aus.

Wenn er sich gegen uns hinter die Person des Reichspräsidenten flüchten mutz, so ist die» für die hinter ihm stehenden Parteien nur ein Schachzug in dem Spiele, das wir ihnen aufgezwungen haben.

Wenn er schließlich von Verhandlungen spricht, die ,,an den Forderungen einer Gruppe ge­scheitert seien, die letzten Endes daraus bin« ausüejen, ihr den gesamten Staatsapparat

Anzeiger für (das frühere kurhefsische) Oberhessen

Anzeiger ber amtlichen Bekanntmachnngen für Stadt und Kreis Marburg.

Tasang von den Japanern besetzt.

fk.Schanghai.2. $lär$. 11.37 Uhr norm. Die japanischen Truppen find in Tasang eingerückt.

Die chinesischen Stellungen bei Kiangwan geräumt.

ff. Schanghai, 2. März. 9.45 Uhr »orm. Einer javanischen Meldung zu­folge haben die chinesischen Truppen ihre Stellungen an der Kiangwanfront geräumt. Während der Nacht wurde unter dem Schutze der Dunkelheit ein all­gemeiner Rückzüa durchaefübrt, offenbar, ohne datz es auf javanischer Seite bemerkt wurde. Als die japanischen Trupnen bei Tagesanbruch ihren allaemeinen Anariff besannen, trafen sie auf keinen Mder- Hand. Sie rückten darauf gegen Tasang vor.

- Japan meldet Erfolge bei Schanghai.

Das javanische Hanntquartier teilt mit, daß d'e javanischen Truvpen bei Taianq

Kilometer an Boden gewonnen bät- Mn. Mehrere chinesische S^ellun^en seien genommen morden. Durch dsi> Besetzung einer wichtigen chinesischen Stellung in ^Schgpei sei die chinesische Front zwilchen Kianaman und Schgyei durchbrochen wor­den. Die jgngni'chen Verluste am Diens­tag werden für sehr hoch gehabten.

Japan bezeichnet die Ratsvorschläge als annehmbar.

Rack britischen Meldungen aus Tokio hgt sich die japanische Regierung entschie­den. die (genfer Vorschläge für die Ein­berufung einer Vermittlungskonferenz in Schanghai für annehmbar zu er­klären. Autzenminister I o l ch i l a w a teilte mit. datz die von dem Präsidenten des Völkerbundsrates gemachten Vor­schläge nicht mit der javanischen Valitik in Widerlnruch standen. Die javanischen Ver­treter in Genf sind von der Entlcheidung der japanischen Regierung unterrichtet worden.

Frühere Meldungen aus Tokio besagten, datz die Japaner, die an Bord des eng­lischen FlaggschiffesKent" zwilchen den chinesischen und japanischen Vertretern erörterten Vorschläge als unannehm­bar betrachteten, da sie hie gleichzeitige Zurückziehung der chinesischen und japa- «ilchen Trunven vorfehen.

PolensWirtslba^tskrieg gegen Danzig,

Danzig, 1. Marz. Die Danzig-pol­nischen Kontingentverhandlungen, die am 20. Januar begonnen hatten, find am Montag wegen unannehmbarer poli­tischer Forderungen Polens ergebnis­los abgebrochen worden.

Wie von amtlicher Danziger Stelle hierzu u. a. mitgeteilt wird, hat sich die Danziger Abordnung bis zum äutzersten bemüht, den polnischen Wünschen nach Möglichkeit Rechnung zu tragen. Das Ent­gegenkommen Danzigs ist von Polen da­mit beantwortet worden, datz es ganz un­annehmbare Forderungen stellte, durch die die wenigen Rechte, die Danzig nach dem Wortlaut der Verträge besitzt, noch ver­mindert oder aufgehoben würden. Wäh­rend bet Verhandlungen habe die pol­

Die amerikanischen Schlachtschiffe in Marschformation.

3m Kreis: Admiral Sbosield. der Oberbefeblsbaber der amerikanischen Flotte.

Die USA baten fast ihre gesamte atlantische Flotte nach dem pazisischen Ozean entsandt, wo sie sich mit der pazisischen Flotte an der kalifornischen Küste versammelt. Diese Konzentration w.rd ofsiziell als Flottenmanöver bezeichnet, in politischen Kreisen ledoch zugegeben, das damit eine deutliche Drohung an die Adresse Japans beabsichtigt wird.