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Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberhessen
Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.
Eine bedenkliche Demonstration
Die amerikanische Atlantikflotte in den Stillen Ozean beordert — Fast die gesamte Flotte zu Manövern konzentriert
Andauernde Kämpfe
Aufruf der D. V. P.
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' Washington, 29. Febr. Fast die gesamte amerikanische Atlantikflotte hat plötzlich den Befehl erhalte», sich in den kalifornischen Flottenstützpunkten San Pedro und Sa« Diego zu versammel«. um a« den grohe« Flottenmanöver« im Stillen Ozean teilzu- nehme«.
Diese Maßnahmen kamen selbst den höheren Marineoffizieren und dem Iln- terstaatssekretär I a h n ck e völlig unerwartet. Sie lehnten jedoch kategorisch die Unterstellung ab, daß diese Maßnahmen irgendwie mit der kritischen Lage zwischen Japan und China Zusammenhängen könnten.
2m atlantischen Ozean verbleiben jetzt ■81 insgesamt nur neun U-Boote, acht klei- —— nere Fahrzeuge und das llebungsschiff
■ü „Wyoming". ■ Die drei Schlachtschiffe ..Mexiko", „Mississippi" und „Idaho" be- s f.finden sich zurzeit zur Ausbesserung in Dock.
Infolge der Ueberführung des Eros der i amerikanischen Kriegsflotte nach dem
Stillen Ozean wird, wie ein hoher Veam- '■ ter des Marinedepartements erklärte, die größte Anzahl von amerikanischen Kriegsschiffen seit 1919 dort versammelt sein.
Offiziell wird diese Maßnahme damit begründet, daß die Kriegsschiffe der Atlantikflotte an den Manövern im Stillen Ozean teilnehmen sollen, bei denen eine । „blaue Flotte" versuchen wird, einige Punkte an der Küste des Pacific zu besetzen, was die „schwarze Flotte" vereiteln .soll.
Erneute Angriffe der Japaner.
ft. Schanghai, 1. März. 10.45 Uhr Botin. Um 8.30 Uhr vormittags gingen die japanischen Streitkräfte an der ganzen Schapeifront erneut zum Angriff über. Sie dringen allmählich im Bezirk des Hongowparkes in südlicher und westlicher Richtung vor. Die Chinese» 1erbitterten Widerstand. Auch an der K i a n g w a n f r o n t ist ein Angriff im Sange. Japanische Flugzeuge »nd Artillerie werfen unaufhörlich Bomben auf Schapei. Die japanische Division in Stärke von 12 000 Mann ist in der Aangtsemündnng gelandet worden.
Srotzfeuer in Schapei. — Anhaltender Artilleriekampf.
ft Schanghai, 1. März. Heute nacht wütete in Schapei einer der größten Brände, die dort bisher geherrscht haben. Nachdem bei Ausbrukks der Dunkelheit das Artilleriefeuer etwas nachgelasien hatte, wurde dann wieder die ganze Nacht gekämpft. Bald nach Tagesanbruch hörte der Kampf um Schanghai auf.
Militärische Vorbereitungen Rußlands im Fernen Oste».
London, 29. Febr. Wie Reuter aus Tokio meldet, hat der japanische Konsul 'n Wladiwostok seinen vorgesetzten Behörden über angebliche militärische Vorbereitungen Rußlands in der China angrenzenden Provinz U s s u r i berichtet. Danach sollen in der Nähe von Wladi- wostock beträchtliche Truppenmengen zu- minmengezogen worden sein, und in Eedanka an der Amur-Bay, sowie an der
Olga-Bay technische Derteidigungsvorbe- reitungen im Gange sein. Die Eisenbahnstrecke im Ussuri-Distrikt werde von Freiwilligen bewacht. Der Konsul meint in seinem Bericht, Rußland rechne mit Konflikten, sei es wegen des Mandfchureipro- blems oder wegen der Frage der Fischerei- Gerechtsame.
Berlin, 29. Febr. Reichsausschuß und Parteivorstand der Deutsche n Volkspartei erlassen zur Reichspräsidentenwahl folgenden Aufruf:
„Sieben Jahre steht Reichspräsident von Hindenburg an der Spitze' des Reiches. Re im sie Vaterlandsliebe und höchstes Pflichtbewuhtsein haben
Ein Bild von dem erbitterten Kleinkrieg in den Straßen Schanghais
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Japanische Scharfschützen auf dem Dach eines chinesischen Hauses.
Der Krieg in Schangbai ist ein Krieg von Straße zu Straße. von Dach zu Dach. Die mit den modernsten Kriegsmitteln ausgerüsteten Japaner vermögen gegen den erbitterten Widerstand der Chinesen nur mühselig Terrain von oft wenigen hundert Metern am Tag zu gewinnen.
Hoffnungsstrahl in Genf
Man hoffte auf den Enderfolg der Friedensbemühungen
Genf, 29. Febr. Angesichts der neuen Lage in Schanghai trat der Völkerbundsrat heute nachmittag zu einer überraschend einberufenen Vollsitzung zusammen. Der englische Außenminister Sir John Simon machte im Auftrage seiner Regierung dem Rat offiziell eine Mitteilung von den Verhandlungen, die gestern auf einem englischen Kriegsschiff in Anwesenheit des britischen Kommandanten zwischen Deslretern der chinesischen und japanischen Streitkräfte stattgefunden haben.
Die Verhandlungen hätten zu einem Ergebnis geführt uflb beide Parteien hätten sich grundsätzlich über ein Abkommen zur Einstellung der Feindseligkeiten geeinigt. Die diesbezüglichen Vorschläge seien den Regierungen in Nanking und Tokio unterbreitet worden.
Der Vorsitzende erklätte darauf, daß der Völkerbundsrat mit großer Genugtuung von den Mitteilungen des britischen Vertreters Kenntnis genommen
habe. Es sei nunmehr Aufgabe des Rates, seinerseits dazu beizutragen, daß den imgange befindlichen Besprechungen zur Wiederherstellung des Friedens ein E n d e r f 0 l a gesichert werde. Der Völkerbundsrat schlage deshalb vor, daß ii\ Schanghai sofort eine Konferenz einberufen werde, an der China und Japan sowie die Vertreter der anderen interessierten Mächte teilzunehmen hätten. Das Ziel dieser Konferenz soll: die Einstellung der Feindseligkeiten und die Wiederherstellung des Friedens in Schanghai sein.
Japaner verhaften chinesischen General in der Konzessionszone.
Wie die Agentur Judo Pacifique aus Schanghai meldet, soll der Befehlshaber der in Schapei stehenden chinesischen Division, General Wong, in der Konzessionszone im Hotel Astor, in das er sich geflüchtet hatte, von Japanern verhaftet worden fein. Dieser Zwischenfall habe unter der chinesischen Devölke-. rung lebhafte Erregung hervorgerufen.
ihn dem Rüfe der Millionen deutscher Volksgenossen, das höchste Amt zu übernehmen, folgen lassen. R i'ch t r m D1 e n st einer Partei, rreu allein seinem Gewissen hat er sein Amt gefühtt. Liebe und Verehrung des ganzen Volkes hat er sich verdient, die Achtung der Welt hat er dem deutschen Ramen erworben.
Wiederum aus höchster vaterländischer Pflicht stellt sich Hindenburg auf den Auf von Millionen der besten Deutschen aus allen Kreisen für eine Wahlperiode zur Verfügung. Für die Deutsche Dollspattei, die ihn schon 1925 mit auf den Schill) gehoben, gibt es keine ander e P a r 0 l e als die unbedingte^ Treue und Gefolgschaft. Kein besserer, kein würdigerer kann das höchste Vectra u- ensamt deSVolkes belleiden als der ruhmreiche Heerführer, den heute das ein- müttge Urteil des Volkes den Vater des Vaterlandes nennt.
Die Deutsche VolkSpattei erstrebt als Gegengewicht gegen die demokratische Parlamentsherrschaft eine Stärkung der Macht des Reichspräsidenten. Wer dem Reichspräsidenten Bedingungen für die Führung seines Amtes vorschreiben will, schwächt seine verfassungsmäßige Stellung und zieht ihn in die Niederungen des Patteikampfes hinab.
Mst den Kreisen der Aechten steht die Deutsche Dollspattei in Opposition zur gegenwärtigen Reichsregie- rung, mit den Unzähligen aber, für die Dankbarkeit, Treue und echte Vaterlandsliebe noch stärkere Begriffe sind als parteipolitische Interessen, steht sie z u m e r st e n Vorbild für die Tugenden zum Feldmarschall von Hindenburg.
Die Deutsche Volkspartei setzt ihre ganze Kraft ein, um seine Wiederwahl zu erreichen als ein Symbol der Zusammenfassung der Kräfte für die Sicherung deSs inneren mid äußeren Aufsttegs der deutschen Ratton.
Wahlaufruf der Eiferue» Front.
Berlin, 29. Febr. Die Reichskampfleitung der Eisernen Front veröffentlicht unter der Parole „Wir schlagen Hitler" einen Aufruf zur Reichspräfidentenwahl, in dem es heißt:
Alle Gliederungen der Eisernen Front gehen in diesen Kampf mit dem festen Willen, schon im ersten Wahlgang den Sieg zu erringen.
Die politische Führung der Eisernen Front hat das Ziel bestimmt: Weder ein Hitler noch ein Duesterberg darf Reichspräsident werden. Auch nicht mit Hilfe der Moskauer Gewalthaber, die mit der Kandidatur Thälmann ein Sorungbrett für Hitler stellen.
Weil Hindenburg den Eid auf die Verfassung nicht nur geschworen, sondern auch gehalten hat, weil er verfasiungsmäßig sein Amt versah, darum will man ihn vom Platze stoßen. Der Weg zu Staatsstreich und Sei« fasiungsbruch soll freigemacht werden.
Hindenburg ist nicht ein Mann der Eisernen Front. Aber Hindenburg steht gegen Hitler. Jede Stimme für Hindenburg ist ein Schlag gegen Hitler. Jede Stimme für Thälmann ist eine Stimme für Hitler. Darum entscheidet sich die Eiserne Front für Hindenburg und kämpft gegen Hitler."
Auch Betriebsauwalt Winter will Reichspräsident werden.
B e r l i n, 1. März. Rach den bisherigen Anmeldungen für die Reichspräfidentenwahl wird außer den bisher genannten Kandidaten von Hindenburg, Hitler, Thälmann und Duesterberg als fünfter der sog. Betriebsan-, walt Gustav Winter aus Großjena bei