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C6trttfffl®t Btiftttig. Marburg a. L.. Donnerstag, den 18. Ftbruar 193^
Nr. 41
Deutschlands Ausfuhr-Ueberschutz um 23 Prozent gesunken!
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(Oberhessische Zeitung)
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Die Beerdigung findet Montag, den 22. Febr. 3 Uhr nachm., von der Friedhofskapelle
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Der deutsche Außenhandel öom Januar 1931 bis »um Januar 1932.
Die soeben veröffentlichten Aubenbandelsziffern zeigen einen außerordentlich starken Rückgang de» deutschen Ervorts leit Beginn des Jahres. Diese Tatiecke die ffch auf das ganze deutsche Wirtschaftsleben sehr ungünstig auswirkt, ist auf die Erhebung der Zollmauern in den meisten Ländern Europas zurück- zuführen.
uoä Nervös-Erschöpfte. Spezlalkuranstalt Holhelm im Tanns bei Frantlurt im Maio. Prospekte durch
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Diesen Film bat Kamerad Korvetten-Kapitän a D. Meufel während der *05 tägigen &apet= fahrt des zum U-Nreuzer umgebauten Schiffes int Atlantischen Ozean ausgenommen.
Snrnetten-Kapitän a. D. Meusel, der Äonv mXTÄlbenmütt6enUsÄreu3ersnHtö persönlich zugegen sein und den beateuenden Vortrag hohen.
Wir weisen untere Mitglieder beionders am diele hochintereffante Veranstaltung hin und laben zu regem Beluch ein.
Mitglieder der Äeieceroeietne und de? Marine Vereins erhalten gegen Vorwets des Vereinsabreichens Vergünstigung.
Der Vorstand de» Marinevereins gez. Schreyer
Der Vorstand de» Kreiskriegerverbandes Marburg a. V.
gez Immanuel. Oberst a. D.
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der Die Frankfurter Bausparkassen. — Di« Hälft« ast I rusammengebrochen.
evitl und Sport Studentensport schon vor 60 Jahren! Gs ist ein west verbreiteter, auch in öen Kreisen der Akademikerschaft anzutteffen- der Irrtum, daß die Pflege der Leibesübungen be: den studentischen Korpora- stonen erst um die Wende des Jahrhunderts Aufnahme gefunden hat. Schon un Jahre 1863, also vor 60 Zähren, zogen Studenten in Berlin hinaus auf den berühmten Turnplatz des Turnvaters Zahn in der Hasenheide und übten sich im Spielen, Werfen und Laufen. Sie nannten ihre Hebungen „Turnen", den Ausdruck „Sport"
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ren, insgesamt über 10 000 DundeSmst- glieder.
Auch auf dem Gebiete des Au- deins hat der ATB. bahnbrechend gewirkt. Bereits vor 50 fahren, 1881, gründete die dem ATB. angehörende 'ATB. Breslau eine noch heute in hoher Blüte stehende Ruderriege. Der erste, überhaupt in Deutschland auSge- fahrene Achter, der nur aus einer studentischen Mannschaft bestand, wurde bereits vor fast 30 Jahren (1904) von der A^,V. Arminia-Berlin, zum großen Erstaunen der ausschließlich dem Rudern widmenden Vereine, gewonnen.
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Täglich bis einschl. Sonnabend, den 20. Febrnar 1932 liegt in unserer Geschäftsstelle das
aus. Eingetretene Veränderungen können während obiger Tage in den Geschäftsstunden 8—^,6 Uhr berichtigt werden.
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Marburger Emwohnerbuchs
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Freitag, 19. Februar, 5 u.8.15 Uhr findet in der KAMERA die Vorführung des Films
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VttkeHrsdirektor Dr. Rehorn bleibt.
Aas sei, 18. Febr. Bekanntlich hatte an» ,-k'ich der vorsährigen Etatsberatung der Magistrat in Ausführung eines Mehrheits- be'ch'.ustes der Stadtverordnetenversammlung
Abbau des städtischen Derkehrsdirettors n Rehorn beschlossen und die Kündigung zu dem nächstzulässizen Termin ausgeiprochen. Gegen diese Kündigung bechritt Dr. Rehorn den Klageweg, wöbet er die Anerkennung iet- ner Beamteneigen!chafl und damit seine Iln- fünbbarteit forderte. Die Klage ist mit Rücksicht auf die ungeklärte Rechtslage nicht durch- aeiührt worden, vielmehr ist zwnchen der Stadt und Dr. Rehorn ein Vergleich geichlos. sm worden, nachdem Dr. Rehorn unter Aufgabe seiner vermeintlichen Rechtsansprüche gegenüber der Stadt und unter Aenderung der vertraglichen Bedingungen auf weitere sechs Safere im Dienst bleibt. Nach Ablauf der sechs Jahre erlischt das Vertragsverhältnis ohne weiteres. Der Magistrat hat in seiner Sitzung am Mittwoch diesem Vergleich lerne Zustimmung erteilt.
Unter Mordverdacht?
Frankfurt a. M., 16. Febr. Die grauenhafte Mordtat, die am 16. September 1930 an der 62jährigen Witwe Elisabeth Schreyer in der Maulbeerstrafee verübt wurde, harrt bis heute noch der Aufklärung. Die Witwe wurde bekanntlich tot auf dem Fufeboden ihrer Küche gefunden. Das Gesicht war mit einem Küchentuch zugedeckt, am Hals zeigten sich Würgemerkmale, die Augen waren blutunterlaufen, die Beine waren mit Kordel zusammengeschnürt und am Küchentilch angebunden. Der Mörder und sein Opfer führten nach dem Befund einen Kampf miteinander, dem die Greisin unterlag. Frau Schreyer lebte vom Zimmervermieten. Ein um'8 Uhr abends heimkehrender Mieter fand die Frau tot vor. Die Tat war zweifelsohne begangen worden, um die Frau zu berauben. Schränke und Be- hältnisse waren durchwühlt. Auf die Ergreifung des Täters wurde eine hohe Belohnung ausgesetzt, aber alle Nachforschungen verliefen resultatlos und schließlich wurde das Verfahren eingestellt. Seit August v. 5s. befindet sich hier der Schneider Mar B arisch wegen intellektueller Urkundenfälschung in Untersuchungshaft. Er behauptet bekanntlich, nicht Äarifch, sondern der weit weniger vorbestrafte Schiffer Müller aus Rheinhessen zu fein und gab m einer Straf- kammerverhandlung an, bafe sein Onkel Müller in Düsseldorf feine Geburtsurkunde besitze. Das Gericht tat dem Angeklagten den Gefallen und lädt den Onkel als Zeugen, falls der Onkel überhaupt eriitieren sollte, was noch einigermaßen fraglich erscheint. Gegen Barikch. der schon im hohen Norden des Reiches einen Mordversuch begangen hat, liegen gegenwärtig gewisse Verdachtsgründe vor, den Raubmord Schreyer auf dem Gewissen zu haben.
kannte man noch nicht. Zumeist waren Vie Teilnehmer Mitglieder des im Jahre 1860 kurz nach dem Deutschen Turnfest zu Koblenz gegründeten Akademischen Turnvereins zu Berlin. Dieser Herein, dem sich sehr bald auch Studierende der Bauakademie und des Friedrich-Wilhelm- ZnstituteS anschlossen, hatte bereits im Jahre 1873 die stattliche Zahl von 1 8 1 Mitglie d ern auf- zuweisen, eine für dama.ige Verhältnisse in der Tat erstaunlich hohe Zahl! Freilich, in sehr großem Ansehen standen diese akademischen Turner ob ihres Turnens bei ihren farbenttagenden Kommilitonen nicht. Trotzdem wußte sich der ATB. durch seine geistige Führerschaft in der Ber- liner Studentenschaft Achtung und An- erkenniung zu verschaffen und nahm sogar sehr bald eine führende Stellung ein. Und so ließen sich die Turner, an ihrer Spitze der cand. theol. Hermann, später einer der bedeutendsten Durnerführer und Professor am Askanischen Gymnasium zu Berlin, in ihrem Dun nicht beirren. MS sie später ihre turnerischen Spiele nach Schon- Holz, im Rorden von Berlin, verlegten, hatten sie einmal sehr hohen Besuch. Ts war im Jahre 1884, da wohnte der damalige Kultusminister von Dohle r den Spielen des ATV. bei, und auf diesen Besuch ist bekanntlich der berühmte „S t> i e I e r I a f)“ zurückzuführen. Auf vrund des Gesehenen äußerte sich der Minister im Abgeordnetenhause: »Zch bin entschieden der Meinung, daß ein junger Mensch.seine Kräfte üben muß; er hat die Pflicht sich selbst und seinem Baterlande gegenüber. Dies ist der Grund, weshalb ich mich der Aufgabe unterzogen habe, die Mittel zu schaffen, welche der studierenden Jugend den Betrieb des Turnens ermöglichen sollen."
Wir finden also schon vor vierzig Zähren eine amtliche Förderung der Leibes- Übungen unter den Studenten. Leider blieb bei den farbenttagenden Verbänden die Wirkung noch aus. Die Bewegung aber, die im ATB. zu Berlin ihren Ursprung hatte, griff auch auf andere Universitäten über, und int Jahre 1883, also vor fast 50 Jahren, entstand der Akademische Turnbund (ATB.), der heute mit seinen 54 Bundes- Korporationen auf fast sämtlichen Hochschulen vertteten ist und unter den sogenannten schwarzen Verbänden der Zahl nach der weitaus stärkste, nicht farbentragende wafsenstudentische Verband ist: 3 500 Aktive und 6 800 Alte Her-
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•* Kommende Gemeinde, eine tm- Abhängige religiöse Zci.schrifi Herausgeber 2. W. Sauer, 3. Jahrg., Heft 2 u. 3. (Verlag C. L. Hirschfeld. Leipzig. — Einzelpreis MI. 3.00, 2.50). Die schon öfters hier angezeigte Zeitschrift legt zwei neue Hefte vor, von denen das erste unter dem Atel. Was uns fehlt! Gedanken zum wirtschaftlichen und sozialen Umbruch bringt, die auf "fer Arbeitstagung auf der Komburg (ißurttbg.) junge Menschen von den Kommunisten bis zu den Nationalsozialisten m freier Aus- wrache zusammenführten. Eine wertvolle Abhandlung von H. Duddensteg gilt dem Frei- Herrn von Stein, in dessen Schaffen die für die Gegenwart wichtigen (Bebauten übet den („ständisch") roofelgealicberten Staat von be- fonberem Gewicht sind. Das andere Heft entwickelt unter dem Titel „Der freie Dienst sehr übe. z ugenbe Geben en zu einer rnobernen Laienseelsorge. Der Herausgeber selbst fuhrt aus, wie und warum heute ein grafe« XcU ber in wirklicher seelischer dt°t bchlnblichen Menschen nicht mehr von ber Wen Seel- sorge (dem „gebundenen Dienst) erfasst wirb — jeder weife ja wohl selbst solche 5älle, wo Menschen in Not sich'eher an einen Arzt ober irgend einen durch Werk, Leistung oder Per- sönlichkeit hervorragenden Menschen wenden als an den Seelsorguer. Nichts als Vorwurf ist dies gemeint, sondern als Feststellung em« Tatsache, mit der zu rechnen ist. und von der ausgehend nun die Linien gezogen werden die zu einem „freien Dienst fuhren tannen. Letzte Offenheit für religiöse Inhalte und Formen ist Voraussetzung. Zum Emck geht Hauer auch auf den möglichen ,Einwand ein, bafe man zu solchem freien Dienst liefe nicht organisieren könne, bafe man ihn nv-fet bewufet wollen bürfe — es ist dies der . wichtigste Einwand, der erst von der Wlr.lsth- keit wird widerlegt werden tonnen. Ich möchte glauben, bafe man sich nid) t den „freien Dienst" zum Beruf wird wählen können. Ich glaube viel eher, bafe in allen Berufen wesentliche Menschen mit offenen -lugen und redlichen Herzen diese n o t ro e n b t gr? Arbeit tun müssen und tun werben. — «. Weizsäcker vertieft bas Problem nach bet Seite ber Medizin und modernen Lebenslehre. — Gin wichtiger Beitrag oonH. Bud- densieg „Das Schicksal des Deutschen
" (Deuttolanb und der .Westen!) rundet das Heft ab. das ebenso tote das erste eine Reihe von Buchbesprechungen und e.ne Umschau enthält, aufeerbem dichterische «Beiträge, unter denen die „Zeugnisse des Glaubens , religiöfe Dichtungen aus griechischer, indischer, chinesischer und merikanischer Vorzeit hervorragen.
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Heute früh 3 Uhr entschlief sanft nach einem arbeitsreichen Leben unsere liebe treusorgende Schwester frl. Sophie Stoll im 84. Lebensjahre.
Marburg, den 18. Februar 1932.
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In tiefem Schmerz Ludwig Schmidt Katharina Schmidt
Ganz abgesehen davon hält bar Reichsauf- sichtsamt für Privatversicherung ein ziemlich großes Geschäftskapital für erforderlich, bafe die meisten kleineren Kassen nicht haben.
Operation be» Adg. Buttler.
Darmstadt, 16. Febr. Heute nachmittag ist der Abg. Buttler operiert worden. Es wurden ihm verschiedene Knochensplitter her- ausgenommen, doch konnte die Kugel noch nicht entfernt werden. Der Zustand de» Verletzten ist ernst, aber nicht schlechter wie gestern.
Der Hunsrücker Dauernpfarrer Derlei gestorben.
<5ab Kreuznach, 17. Febr. Der aus einer alten Hunsrücker Pfarrerfamilie stammende Bauernpfarrer Richard Oertel ist im 72. Lebensjahr unerwartet gestorben. Er war der Gründer des Hunsrücker Bauern- verein», den er im Jahre 1886 ms Leben rief, und m dessen Reihen er sich immer selbstlos für die kulturelle und wirtschastliche Höherentwicklung des Hunsrücker Bauernstandes einsetzte.
«uffefeenetregenbe Verhaftung.
Niederlahn st ein, 17. Febr. Gestern vormittag sind die Inhaber der Niederlahn- steiner Maschinenfabrik, Frau Hahn und ihr Sohn, sowie einige Angestellte der Firma verhaftet worden. Don einer Inhaftnahme der Frau Hahn wurde wegen Erkrankung abgesehen. Die Verhaftung der genannten Personen wurden nach den vorgestern vorgenommenen Vernehmungen und Untersuchungen durch die Wiesbadener Staatsanwaltschaft angeordnet. Es handelt sich dabei um die mit dem Konkurs der Maschinenfabrik Hahn zusammenhängenden Bilanzverschleierungen, Beseitigung von Fabrikationsunterlagen usw.
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' Frankfurt a. M„ 16. Febr. Dieser Tage ist die zweite Entscheidung des Reichs- I auffichtsarntes für Privatversicherung bekanntgegeben worden. Sie ist für den Frankfurter Bezirk weniger wichtig, da lediglich dem Baubund Fortuna, einer lelbft dem Polizeipräsidium unbekannten Bausparkasse, der | weitere Geschäftsbetrieb untersagt wurde. Interessanter ist, bafe heute bie Hälfte aller in Frankfurt und Umgebung noch gegen Enbe bes letzten Jahres beftanbenen Bausparkassen verschwunben finb. In dem Gebiet Seifen unb Hesien-Nassau ist Frankfurt des- wegen verhältnismäßig am stärksten betroffen worben, weil hier bie meisten Kaffen von ntrmensroertem Umfang waren. Von den heute noch bestehenden Baufparkaffen werden nun für bie kleineren schwere Eristenz- kämpfe kommen, ba zum kollektiven Sparen ein großer Kreis von Teilnehmern gehört.
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