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ObcrdeMstde Zettnng. Marburg e. ff.. Mittwoch, den 10. Februar 1932

SUle für die VebinMni

Die Fleischerrmmng Marburg hat m dan­kenswerter Werse beschlossen, für die Monate Februar und März 1932 den hilfsbedürftigen Einwohnern der Stadt Marburg einen Nachlab von 5 ftnf pro Pfund Fleisch oder Wurst waren einzu- räumen. Die daraufhin vom Wohlfahrts­amt angefertigten Lebensmittelscheme gelcm- oen in diesen Tagen zur Ausgabe. Es ent­fällt auf den Haushalt einer Familie bis zu 4 Köpfen je 1 Lebenrmittelschein pro Woche. Gröbere Familien erhalten 2 Lebensmiltel­fcheine. Mit der Bäcker in nung find gleichfalls Bcrhandlrmgen angetnüpft worden wegen Gewährung eines Preisnachlasses auf Brot für die hilfsbedürftigen Einwohner. Die Entschließung der Bäckerinnung steht noch aus.

Marburger Stadtzritung

Aschermittwoch

Aschermittwoch ist's heute. Früher ein Feiertag in vielen Gegenden unseres Vater­landes, wo der buntgcschürzte Fasching durch die Ctraben trollte, ein Tag der Einkehr nach ausgelassenem Vergnügen und grobem Katzenjammer. Das war früher so, als man den Aschermittwoch eben nur als Faschings- schlubtag kannte. Heute hat man sich eher an solche Dinge gewöhnt, denn Aschermittwoch rst allzu häufig im Jahr geworden. Ein Tag wie jeder andere nur dab in der Strabengcsse am frühen Morgen noch Flitter liegt

Der Karneval auf den Sttaben war bei uns wie nicht anders zu erwarten war still. Nur die Buben nutzten die Pritsche- Freiheit und sohlten sich und anderen das Leder voll. Die Groben zogen sich in die Lokale zurück undmachten in Stimmung", die auch erreicht wurde, wo noch Geld vor­handen war, aber die rechte Fröhlichkeit war es nicht.

Drauhen auf den Straben stand das Barometer inzwischen auf Sturm. Das Wet­ter war plötzlich umgeschlaqen, ein scharfer Nord-Ost rüttelte an den Dächern und das Thermometer sank auf 13 Grad unter Null. Der Wechsel kam nach den schönen Tagen etwas überraschend und so zog sich jeder, der draußen nichts zu suchen hatte, in die warme Stube prrück.

* Der heutige Wochenmarkt litt unter dem kalten Wetter. Es wehte eine betartig scharfe Luft, daß die Verkäu­fer wirklich kein leichtes Amt hatten und auch die Käufer auf dem Markte nicht län­ger verweilten als unbedingt nötig war. Also ein schlechtes Geschäft.

* Morgen wieder Eisbahn. Wie uns mitgeteilt wird, soll die Eisbahn am Biegen morgen eröffnet werden.

* Der Verein ehemaliger Jäger und Schützen hatte seine Mitglieder und Gäste zu seinem diesjährigen Wintervergnü­gen, das alsHessische Kirmes" ge­feiert wurde, am Samstag abend in die Stobt« säle eingeladen. Der große Stadtsaal war in einen regelrechten Kirmesplatz umgewandelt worden. In der Mitte ein großer Tanzplatz, auf dem sich hessische Bauernmädchen und -burschen in den verschiedenen malerischen Trachten des Hesienlandes nach frohen alten Kirmesweisen, die die Kapelle Pauli muster-

dienst sind rund 10 Prozent Deutsche und 90 Prozent Tschechen angestellt. Bei der Tabakregie werden in tschechischen Städten mit Tabakfabriken überhaupt nur Tschechen angestellt, dagegen smd in deutschen Städten mit Tabakfabrikm 70 Prozent aller neu aufzunehmenden Tschechen und nur 30 Prozent Deutsche. Bei den staat­lichen Kohlenschächten ist das Verhältnis der Tschechen zu den Deutschen 1:10. Heber die geradezu empörenden Verhältnisse bei der Eisenbahn hat der deutsche sozialdemo­kratische Abgeordnete Pohl folgende Zah­len belanntgegeben: Von 600 Oberbeamten im Eisenbahnministerium sind zwei Deut­sche, unter 109 Oberbeamten in den Staatsbahndirettionen befindet sich kein Deutscher. Von 37 Abteilungsoorständen sind drei Deutsche, von 411 Gruppen­leitern 18 Deutsche, von den 122 Vorstän­den der Bahnerhaltungssektionen ist kein einziger ein Deutscher, von 111 stellvertre­tenden Vorständen sind 17 Deutsche, un­ter 37 Heizhausvorständen ist kein Deut­scher, von 1375 Stationsvorsiänden sind nur 48 Deutsche, während die Zahl der Deutschen unter 72 Kassenrevisoren vier beträgt. Diese Beispiele ließen sich be­liebig vermehren."

Von 223 Schulen haben fast ockle we­niger als 10 Kinder'). Das erforderliche Lehrpersonal übertraf an Zahl manchmal die vorhandenen Schullinder. In einem Fall wurden für 5 Kinder, von denen 2 aus

) Das hier gebrachte Material stammt von dem deutschen Abgeordneten Hodina und findet sich in Nr. 251, 254 und 273 der deutschen Landvost (Organ des Bundes der Landwirte). Er hat es bei der Beratung des Kultusetars im Ausschuß und im Par­lament gebracht. Da ihm die Einsicht in dre dienstlichen Statistiken nicht gestattet war und da es den Schulbehörden und Lehrern bet Strafe untersagt war, Auskunft zu geben, so mußte er mühevolle private Erhebungen anstellen. Er belegt alle seine Behauptungen mit Orts« und Personennamen und beruft sich auf authentische Schriftstücke. Auch von anderer, absolut zuverlässiger Sette sind mir die von Hodina gebrachten Tatsachen <ris unanfechtbar bezeichnet worden.

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Am Sonntag, dem 14. Februar d. Z, nachmittags 13 Ahr findet rm Restaurant Becker, Marburg, Reitgasse 12, der dies­jährige Dezirksturntag des l. Be­zirks des Dumgaues Hessen statt. Aus der reichhaltigen Tagesordnung ist folgen­des zu entnehmen: Genehmigung der Jah­resberichte. Wahl der Rechnungsprüfer für 1932 und 1933, Festsetzung der Bezirks­umlage für 1932, RechnungSablage für 1931 und Entlastung, Vorschlag für 1932, Anträge. Wahlen für die ausscheidenden BezirkSvorstairdSmttglieder: 1. Bezirksver­treter, Bezirksschriftführer, Bezirkskassie­rer; Bezirksturnausschuh: Dezirksmänner- turfttoart, BezirkSvolksturnwart, Bezirks- kinderturnwart, Bezirksspielwart, Bezirks- tumtoart für Geistesturnen. Dann folgt die Dahl des Ortes und Festlegung der Zett für das Wintergerätetvetturnen für Turner, DezirkSwaldlauf, 18. Bezirksturn­fest 1933, Dezirksturngang.

An demselben Tag findet vormittags 9.30 Ahr im Turnergarten eine Be­zirks vorturn er stunde für Durn- warte und Vorturner statt.

AuS dem Jahresbericht des 1. Bezirks- Vertreters Dr. Drücke (Kirchhain) geht hervor, daß auch an den Turnvereinen die Schwere des vergangenen Jahres nicht ohne Spuren zu hinterlassen vorüberge­gangen ist. Trotzdem wurde in dem Bezirk echte turnerische Arbeit geleistet. Der Be­richt geht dann auf das Bezirksturnen in Neustadt ein, um dann auch den Vereinen den Dank abzustatten, die das Frühjahrs­gerätewetturnen, den Waldlauf und die Herbsttvanderung übernommen hatten. Weiter beschäftigt sich der Bericht mit der Aufwärtsbewegung des Handballspieles und kritisiert darin die unschönen Begleit­erscheinungen, die im kommenden Zahve auf jeden Fall unterbleiben müssen. Zum Schluß dankt der Bericht allen, die dazu beigetragen haben, daß auch die deutsche

Turnsache im 1. Bezirk weitere Fort­schritte gemacht hat.

Aus dem Bericht des Bezttksoberturnwatts A. Heöerlein (Marburg) ist hewor- zuheben, daß ein besonderes Gewicht auf die LürSbildung der Turnwatte und Vor­turner gelegt wurde. Die fünf abgehal­tenen Dezirtevotturnerftunden waren von insgesamt 281 Durnwarten und Vortur­nern besucht. Das Winter-Gerätewettur- nen hatte im vergangenen Jahre nicht den Besuch aufzuweisen, als in den voran­gegangenen Jahren, aber dagegen waren die Leistungen auf einer höheren Stufe. Am Frühjahrswaldlauf in Marbach nah­men 67 Turner teil, während sich am Be- zirkS-Wetturnen in Neustadt 414 Turner und Turnerinnen beteiligten. An der Be- zittswanderung nach Weifenbach im August v. I. beteiligten sich 250 Turner und Tur­nerinnen. Besondere Befriedigung löst die Zusammenarbett mit den behördlichen Verwaltungsstellen und Privaten aus. Zn engster Fühlungnahme steht die BezirkS- leituirg mit dem Landrat des Kreises Mar­burg. Rücksprachen über Reichsjugend- wetttämpfe, Beschäftigung fugendlicher Er­werbsloser u.a. gaben hierzu die beste Gelegenhett. Cs wäre wünschenswett, daß sich diese Fühlungnahme auch auf oie Kreise Kirchhain und Biedenkopf erstreckt. Auch dieser Bericht schließt mit einem Dank an alle Mitarbeiter.

Es folgt nun der Bericht des Bezirks- spielwattes, der von Otto DomSktz er­stattet wird, weil der seitherige Bezirks­spielwatt H. Köhler sein Amt im Laufe «des Jahres niedergelegt hat. An den Spielen beteiligten sich 34 Mannschaften. Meister der A-Klasse wurde der Turnver­ein Kirchhain. Zn der B-Klasse wurden die Gmppen-Desten festgestellt. Zn der Gruppe 1 blieb Turnverein Wittelsberg, in .Gruppe 2 Turnverein Niederwalgern und in Gruppe 3 Turnverein Detter.

haft roiebergugeben verstand, drehten. Das ganze Bild war reizvoll, echt und lebenswabr. Durch launige Ansprachen und Vorträge, die alle im Dialekt gehalten wurden, griff bald eine sehr fröhliche Stimmung bei allen Teil­nehmern Platz, die bis zum Morgen anhielt. Der Verein, der es überhaupt versteht, Feste zu feiern, kann es sich als ein Verdienst an­rechnen, daß er gerade feinen Gästen einmal ein paar wirklich heitere Stunden bereitet fiat, die sie die Schwere der Zeit vergessen ießen. Wir dürfen den Sinn und den Willen für echten Humor und wirkliche Fröhlichkeit auch jetzt nicht verlieren, sonst tragen wir die Bürde der Zeit, die wir jetzt durchleben, nur noch viel schwerer, werden dadurch mutloser, ohne etwas damit bessern zu können.

Zahres-Hauptverfammiung des Kaufmännischen Vereins. Am 3. Februar 1932 fand im Hotel zum Ritter die Zahres-Hauptversammlung des Kaufmännischen Vereins statt. Der 1. Vorsitzende gab zu Eingang einen um­fassenden Wrttschaftsbericht über das ab­

national-gemischten Ehen stamntten und 3 aus einem Nachbarort ausgeborgt waren, em Lehrer, eine Gewerbelehrerin und em Kate- chtt bestellt. Es ist vorgekommen, daß für die 5 Kinder eines tschechischen Briefträgers, von denen 3 schulpftichtig waren, mehr Lehr­personen zur Verfügung standen, als Kinder vorhanden waren. Der Personenaufwand erforberte 20 200 Kronen, also für das Kind 4240 Kronen. Äehnlich steht es mit den Kindergärten. In einem armen deutschen Walddors wurde für bas Kind eines tschechi­schen Gendarmen em Kmdergatten eingerich­tet. Für einen deutschen versagte man die Mittel, obwohl die deutschen Frauen schwer irn Walde und auf dem dürren Acker arbei­ten müssen und wenig Zeit für ihre Kinder haben, während sich die Obliegenheiten der ©enbarmenfrau in der Führung des kleinen Haushaltes erschöpfen. Man will den Deut­schen zeigen, wie vorteilhaft es ist, sich zum Tschechentum zu bekennen. Auch hofft man, deutsche Kinder für den tschechischen Kinder­garten zu gewinnen und die widerstandslosen Seelen dem Deutschtum zu entfremben. In vielen Fällen ist bie Zahl der Schulkinder so gering, daß man von Privatunterricht durch staatliche Lehrttäfte auf Staatskosten sprechen kann. Während die Unterhal­tungskosten für die gewöhnlichen Volks- und Bürgerschulen von den Gemeinden getragen werden, unterhält die Minorttätsschulen der Staat (§ 5 des Gesetzes vom 9. April 1920). Für das gesamte Minberheitsschul- wesen sind vom Staat (unter Dr. Derer) für jedes Jahr 28 Millionen Kronen aus­geworfen. Dieftr staatliche Tschechisierungs- fonds, den auch bie beutschen Steuerzahler zu ihrem Teil aufbringen müssen, kommt ben Tschechen im Verhältnis 1374:23 zugute. Mit der Einrichtung von beutschen Schulen fit man sehr. zurückhaltend. 3m Sultschiner Ländchen sind 1256 deutsche Kinder ohne ebene deutiche Schulen. Sie müssen, um ihre Muttersprache zu erlernen, privatim unter­richtet werden. Das Gelb bazu wirb durch Selbstbesteuerung aufgebracht. Hundetten von tschechischen Kindergärten stehen nur ganz wenige deutche gegenüber. Alle Bemühun­gen staatliche Mittel für solche zu erhalten, fanden taube Ohren.

(Schluß folgt.)

gelaufene Geschäftsjahr, während der 1. Schriftführer den Zahresbericht erstattete, aus bem in anschaulicher Weise hervor­ging, welche Fülle von Arbeit das Zahr 1931 dem Vorstand gebracht hat. Die Vorstandswahl ergab mit einer Aus­nahme Wiederwahl des geschästsführen- den und des erweftetten Vorstandes. Zm Laufe der Abwicklung der Tagesordnung wurde ganz besonders erwähnt, welche außerordenttiche Belastung die Erhö­hung der Umsatzsteuer den Ein­zelnen gebracht hat. Sie steht in gar kei­nem Verhältnis zu den durch die letzte Notverordnung verfügten Erleichterungen. Ebenso sind auch die Belastungen des einzelnen durch die Derufsschulbei­träge wesentlich höher als ftüher. Als der Kaufmännische Verein noch Träger der Schule war, zahlte nur der Schul­beitrag, dessen Lehtting die Schule be­suchte, heute werden die Beiträge auf jeden Geschäftsinhaber umgelegt ganz gleich, ob er Lehrlinge hält oder nicht. Auch die Marktfrage, die seitens der Po­lizeiverwaltung eine andere Regelung er­fahren soll, nahm einen breiten Raum der Verhandlungen ein. Der Besuch der Ver­sammlung war ein guter, ein Zeichen da­für, daß die Mttglieder den Arbeiten des Vereins nut regstem Znteresse folgen.

Der Verein ehern. Landwirt-- schaftsschüler hält am kommenden Sonnabend, ben 13. Febr. b. Mts. seine biesjährige Generalversammlung bei Freibhof ab (Näh. Inserat).

Zur dritten Veranstaltung des Musikwissenschaftlichen Semi­nars Am 11 Februar, 20.30 Uhr, werben drei Sonaten für Cembalo unb Violine von 3ob. Seb. Vach zu Gehör gebracht. Die Künst­lerinnen bringen ihr eigenes Cembalo mit. Es ist eine Arbeit ber Firma Pleyei in Paris, die als erste bereits Erbe bes letzten Jahr­hunderts mit Cembaloneubauten rühmlichst hervortrat. Es sei hiermit nachdrücklich auf diesen Abend htngewiesen. Er dürfte schon darum besondere Beachtung verdienen, weil die Bach-Sonaten in originaler Klanggestalt vorgeführt werden. Mitglieder des Konzert- oereins erhalten Ermäßigung.

* Vorträge Dr. Rittelmeyer. Wie angekündigt, findet der erste Vortrag von Dr. Friedrich Rittelmeyer am Don­nerstag, dem 11. Februar, 20 Uhr 15, Landgrafenhaus, Horsaal 6 statt. Das Thema lautet:Der Deutsche zwischen Rußland unb Ame­rika". Am Freitag unb Sonnabenb spricht Dr. Rittelmeyer zu bem Thema: Selbsterziehung und Cchicksalsmeisterung" unddie Menschenweihehandlung als Mit­telpunkt des Lebens". Universität, Hör- saal 10, jeweils 20 Uhr 15.

* A r b e i t s j u b i 1 ä um. Morgen feiert unser Mitbürger, Herr Heinrich M u s ch, Wehrdaerweg 16 sein 25jähriges Arbeitsjubiläum bei der hiesigen Kolo­nialgroßhandlung C. Baudorff.

Tagesanzeiger.

Mittwoch, den 10. Februar.

Vergüngungsanzeiger.

Cafä ©pangenberg, Bahnhofstr.: 20 Uhr: Konzert.

Safe Markees, Reitgasse: Ab 16 u. 20 Ahr: Konzert.

Eafe Detter, Reftgasse: 20 Uhr: Konzert.

Stadtteller: 20 Uhr: Konzert.

Capitol, Biegenstratze: 17 und 20.15 Ahr: , »Der brave Sünder".

Kamera, Kasernenstr.: 17.30 u. 20.15 Ahr: Der Leidensweg einer Frau".

Versammlungen, Vorträge, sportliche Veranstaltungen usw.

Volkshochschule: 15 Uhr, im Kunstinstittlt: Besichtigung der Sammlungen unter Führung von Direftor Dr. Kippenberger. 17.30 Ahr, in der Südschule: Schulrat GeDner:Fragen der Geopolitik". -Fer­ner 20.15 Ahr in der Aula der Ober« reaftchule: 12. Volksunterhaltungsabend mit Vorträgen der Marburger Studie­renden Arsula Batt und Rolf Borgs aas ihren Dichtungen.

NSDAP.: 20 Ahr in den Stadtsälen: Oeffentl. Versammlung, Reichstagsabg. Pg. Dr. Loepelmann, Berlin, Thema: Nie wieder Krieg? Der Freiheit entgegen.

BundKönigin Luise", OttSgr. Marburg: 20 Ahr im Hotel Freidhof: Monats- Pflichtversamnllung; Dottrag Fräulein Grotefend.

Gottesdienst.

Mittwoch, den 10. Februar.

Reformierte Gemeinde. 20.30 Uhr: Liturgische Gemeindebeichtfeier, Pfr. Dr. Ritter.

Donnerstag, den 11. Februar.

St.-Elisabethhaus. 20.15 Uhr: Bi- helstunbe, Pfr. Dr. Geller.

Ockershausen. 20 Uhr: Bibelstimde, Pfr. Bork.

Selbständige ev.-luth. Gemeinde, Michaels-Kapelle. 20 Uhr: Passionsgot- tesdienst.

Sfflittihmatn aus bem Mrkrem

Von deutschnationaler Seite schreibt man uns: Wir können den Bubenhänben, bie unseren Plakatanschlag mit ber Einlabung zur Versammlung bes Geheimrats Quaatz besudelt haben, am Enbe nur ban­ken, da bie Versammlung nun erst recht stark besucht sein wirb. Die national emroanbfreie Persönlichkeit dieses rastlosen Vorkämpfers unserer Sache ist über solche Angriffe erha­ben. Ist doch Geheimrat Quaatz einer bet kenntnisreichsten Männer bes Reichstags! Wenn seine Angreffer nur entfernt so ver­läßliche Deutsche wären, dann stände viele- besser!

Letzte Meldungen

Attentat auf Dr. Schäfer.

st. Z w i ck a n, 10. Febr. In der Nacht zum 10. Februar hat ein Unbekannter auf de« aus den Vorgängen in Hessen bekann­ten früheren Nationalsozialisten Dr. Schäfer einen Anschlag verübt. Dr. Schäfer hat am Dienstag abend in Wer­dau gesprochen. Er hat dann in Zwickau eine Wirtschaft aufgesucht. Nach y22 Uhr befand er sich auf dem Weg« zu feinem Hotel. Al» er über den Rathenauplatz ging, fiel plötzlich ein Schuß, der ihn am rechte« Arm verletzte. Dr. Schäfer ist fo schwer verletzt, daß et in das Zwickauer Krankenstift gebracht werden mutzte. Don dem Täter ist nichts bekannt. Dr. Schäfer sollte heute abend in einer Bersammlunx in Zwickau sprechen.

Im Streite erstochen.

Wie wir kurz vor Redaktionsschluß hö­ren, hat sich heute nacht in Obereisen­hausen (Kreis Biedenkopf) eine schwere Schlägerei ereignet. Bei diesem Streit wurde ein Mann erstochen und zwei weitere ourch Dauchstiche schwer verletzt. Sie wur­den der Marburger Klinik zugeführt. Das Amtsgericht Biedenkopf und ein Vettre- ter der Staatsanwaltschaft Marburg be­finden sich am Tatort. Die gerichtliche Leichenöffnung zur Feststellung der Todes­ursache findet im Laufe des heutigen Nach­mittags statt. Der Täter wurde verhaftet.

Mtt

r. Frankfurt, 10. Febr. Der Pro­duktenmarkt verkehrt in ruhiger Haltung. Das Angebot hat sich hier nicht verstärft. Die Spekulation bewahrt eine große Zu- rückhalÄing. Das Mehlgeschäft ist nicht groß.

T. Berkin, 10. Febr. Der Produkt en- martt verkehrt in sehr stiller Haltung. Das Angebot in Weizen ist etwas stärker gewor­ben, andererseits ist bie Nachfrage stetig unb die Forderungen iinb schwer in Einklang zu bringen. Weizen ist unverändert unb Rog­gen hört man 0,50 M. höher. Hafer un­verändert

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