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Rr. 30

Rußland

3u unserer Artikelreihe über Rußland er­halten wir aus der Umgegend folgende Zuschrift:

Ich bin Deutsch-Bessarabier und habe in Rußland viele Verwandte, von denen ich un­längst ganz erschütternde Nachrich­ten bekommen habe. Sie schreiben: Schickt uns bitte abgetragene Kleider und Lebens­mittel, denn es herrscht bei uns eine Not und Teuerung, von der man sich keinen Be­griff machen kann. Ein Pfund Butter (ein russisches Pfund = 400 Gramm) kostet auf dem Lande 6—8 Rubel (1 Rubel — 2,20 M.) --- 13—20 M., ein Zentner Kartoffeln kostet je nach Qualität 36—60 Rubel, ein Zentner Kraut 48—50 Rubel, ein Zentner Mehl 125—150 Rubel, ein Liter Schnaps kostet 8 Rubel, ein Liter Wem 2—5 Rubel (früher 10—15 Kopeken), ein Paar Schuhe 40—100 Rubel, ein AuziW 150—250 Ru­bel usw.

Zucker. Kaffee und Tee sind für teures Geld überhaupt nicht mehr zu kriegen. Auch an Salz und Fleisch mangelt es. Jeder Bauersmann besitzt eine Kuh und höchft«s zwei Schweine, viele auch gar keine.

Der Staat enteignet alles und bezahlt dem Landwirt für einen Zentner Weizen 3 Rubel 60 Kopeken: verlaust jedoch das Mehl zu 125—150 Rubel. Der Staat läßt dem Landwirt nur soviel, daß es weder zum Sterben noch zum Leben reicht. Wir leben fast ausschließlich von Gemüse, das wir vom Sommer her uns reserviert haben usw. Es fehlt bloß, daß wir alles aus einer - Schüssä essen. Soweit ist die Kollektivwirt­schaft.

Der Rennstall der Sklareks

Berlin, 4. Febr. 3m Vordergrund der heutigen Verhandlung des Sklarek-Prozeffes »eht die Frage, ob die Sklareks von den lOVs Millionen Mark, die die Stadtbank verloren hat, etwas beifeitegeldjafft haben. 3m einzelnen wirst die Anklage den Sklareks ungeordnete Buchführung. Vernich­tung von Geschäftsbüchern und Falschbuchun­gen zum Nachteil der Gläubiger vor, beson­ders aber

ihren großen Aufwand, «. «. ihren

Rennstall, der einen Verlust von 709 000 Mark gebracht haben soll.

Die Bankschulden wurden in die Bilanzen nicht vollständig ausgenommen. 1928 toar bei den Sklareks eine Unterbilanz von 5 Millionen vorhanden, aber auch hier wies die Bilanz einen Gewinn von 200 000 Mark auf.

Als hierbei Leo Sklarek wieder davon fprack, daß sie keine Betrüger seien und sie ihren Frauen nichts übereignet hät­ten, kam es zu einer heiteren Rede und Gegen­rede zwischen Leo Sklarek und dem Vor­sitzenden, Amtsgerichtsrat Kaeßner.

Vorsitzender: Und wem gehört Ihre Woh­nung?

Leo Sklarek (sehr kleinlaut): Die gehört allerdings meiner Frau, aber ich erinnere nur an unsere Pferde.

Vorsitzender: Von Pferden verstehe ich nichts!

Leo Sklarek: Dafür verstehen Sie um fo mehr von anderen Sachen! Herr Vorsitzender, Sie könnten doch General­direktor eines großen Konzerns sein.

Vorsitzender: Ich fühle mich hier aber toohler.

Leo Sklarek: Wenn statt unserem Bruder Mar Sie die Führung der Sklarekschen Ge­schäfte gehabt hätten, dann hätten wir jähr­lich an dem Monopolvertrag 20 Millionen verdient.

Vorsitzender: Wir sind hier nicht dazu da, um uns gegenseitig Komplimente zu sagen.

Der Vorsitzende wandte sich dann an Willi Sklarek und fragte: Wissen Sie, was Debitoren sind?

Will: Sklarek antwortet hieraus sehr stolz: Jawohl, Herr Vorsitzender, das haben Sie mir neulich erst erklärt.

Die Sitzung wurde bann auf Montag vertagt.

Strafanträge im Kursürstendamm-Prozeß.

Berlin, 4. Febr. Nach 27tägiger Ver­handlung stellte der Staatsanwalt im Kur­fürsten damm-Prozeß, der die Vorgänge am jüdischen Neujahrsfest am Kurfürstendamm verhandelt, die Strafanträge. Er beantragte gegen Gras Helldorf wegen einfachen Landfriedensbruchs in Tateinheit mit An­reizung zu Gewalttätigkeiten 2 Jahre Ee- f ä n g n t s, gegen den Stabschef Ernst 1 Jahr 6 Monate Gefängnis und gegen beide wegen öffentlicher Beleidigung je 300 Mark Geldstrafe. Gegen den Nationalsozialisten Schubert beantragte er 1 Jahr 5 Monate Gefängnis, gegen den Ingenieur Gewehr 1 Jahr Gefängnis, gegen vier weitere Ange­klagte je 9 Monate Gefängnis, gegen den Jungstahlhelmführer Brandt beantragte der Staatsanwalt 1 Jahr 6 Monate Gefäng­nis, gegen den Zeilungsfahrer Dameron» 1 Iahr und gegen den Speditionsgehilfen Schulz 1 Jahr 3 Monate Gefängnis. Die Berufung der Angeklagten beantragte er zu verwerfen.

„M II* liegt neben im Kriege gesunkenen Schissen.

ff. London, 5. Febr. Das Wrack des Unterseebootes „M II“ liegt, wie die Blät­ter melden. Seite an Seite mit einem während des Krieges gesunkenen deut­schen Unterseebootes und einer britischen ll-Bootsfalle, einem sogenann­ten Q-Boot.

«Iberhes^sche Zeitung, Marburg a. 8.. Freitag, dm 5. Februar 1932

Wirtschaft mr- Handel

Berliner Devisenbericht »em 4. Februar.

Buenos Aires 1,043—1,047, Newyork bis 4,217, Belgien 58,65—58,77, Italien bis 21,72, Paris 16,56—16,60, Schweiz bis 82,23, Spanien 33,22—33,28, Danzig bis 82,18, Japan 1,499—1,501.

Betreffs der Kirchen teilen sie mit: Die meisten Pfarrer wurden nach Sibirien ver­bannt und sind dort verhungert und elendig gestorben. Die toten Menschen werden von Frauen beerdigt. Auch Gottesdienst wird von Frauen abgehalten. Männer tun es nicht, aus Angst, sie werden nach Sibirien verbannt ober verlieren das Stimmrecht. — So sieht es in dem „gelobten Lande" aus, rote es sich unsere Roten Herren wünschen und erträumen. Gott bewahre uns davor.

Helsingfors 6,394—6,406, Wien 49,95—50,05, Prag 12,465—12,485, Budapest 56,94—57,06, Sofia 3,057—3,063, Holland 169,48—169,82, Oslo 78,92—79,08, Kopenhagen 79,92—80,08, Stockholm 81,42 —81,58, London 14,48—14,52,

21,68 82,07 82,02

BiiKrrMo

- Wirtschaftliche Kurzbriefe. Eine fabelhafte Leistung kaufmännischer und juristischer Darstellungskunst ist die „Ver­jüngungs-Ausgabe" der „Wirtschchtlichen Kurzbriefe", die im Rudolf-Lorentz-Verlag, Eharlottenburg 9, erschienen ist. Das Werk hat einen Umfang von über 2300 Seiten und enthält damit den gesamten Stofs, der m den Jahrgängen 1920 bis 1930 m den „Wirtschaftlichen Kurzbriefen" behandelt wurde. Alles Veraltete bzw. Ueberholte ist ausgeschieden. Die „WK." bringen laufend Kurzberichte über Steuer-, Verkehrswegen, Wirtschafts künde, sie behandeln alle Steuern, bringen laufend die Gesetze im Urteit, Be­richte über das Arbeitsrecht, das Versiche­rungswesen, über das Recht der Handelsge­sellschaften, kurz: sie verarbeiten all den Stoff, den jeder, der im Wirtschaftsleben steht, un­bedingt in sich aufnehmen muß. Das Ma­terial ist in 31 Gruppen unterteilt. Dte „VA." stellt nicht etwa em fest gebundenes Buch dar. Der Stoff ist vielmehr in drei Ordnern zusammengefaßt, wodurch die Mög­lichkeit gegeben ist, das Nachschlagewerk durch Zuheften der wöchentlich erscheinenden „Wirt­schaftlichen Kurzbriefe" immer auf dem lau­senden zu halten. Die Handhabung ist die denkbar einfachste. Die „WK." werden mit perforierten und gelochten Blättern geliefert. Man reifet also einfach die Blätter heraus und heftet sie unter die am Kopfe eines jeden Blattes vorgesehene Gruppe entsprechend der Seitenzahl ab. Damit schafft man sich ein Handwerkszeug, das wirklich lOOprozentrg und für den Kcuämann nicht mehr entbehrlich

Steuer und Recht

Der Schutz gegen Zwangsvollstreckung.

Zu den in der Vierten Notverordnung getroffenen Maßnahmen auf dem Ge­biete der Zwangsvollstreckung, verordnet die Reichsregierung unter dem 30. Januar 1932, folgendes:

81. Hat der Schuldner unterlassen, die einstweilige Einstellung der Zwangsver­steigerung gemäß § 5 des dritten Teiles der Verordnung vom 8. Dezember 1931, inerhalb der in den § 6, § 22, Abs. 3 Satz 1 bestimmten Fristen zu beantragen, so ist ihm auf Antrag, auch ohne daß die Vor­aussetzungen des §253 der Zivilprozeß­ordnung vorliegen, die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu gewähren. Der Antrag auf Wiedereinsetzung gemäß Ab­satz 1 ist nur bis zum 29. Februar 1932 zu­lässig. Der Gewährung der Wiederein­setzung steht nicht entgegen, daß ein An­trag gemäß §5 des dritten Teiles der Verordnung vom 8. Dezember 1931 bereits als verspätet zurückgewiesen, oder die Wie­dereinsetzung auf Grund der bisherigen Vorschriften bereits abgelehnt war.

§ 2. Ist in einem Falle der im § 1 be­zeichneten Art später, jedoch vor dem 1. März 1932, der Zuschlag erteilt worden, so kann der Schuldner die einstweilige Ein­stellung der Zwangsversteigerung noch nachträglich im Wege der Beschwerde gegen den Zuschlag beantragen. War die Frist für diese Beschwerde bei Inkrafttre­ten dieser Verordnung noch nicht abgelau­fen, so endet sie nicht vor dem 29. Februar 1932. War die Beschwerdefrist bei Jn- krastreten dieser Verordnung bereits ab­gelaufen, so kann der Schuldner bis zum 29. Februar 1932 in entsprechender An­wendung des §1 die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand beantragen.

§3. Hat der Schuldner im Falle des §22 Abs. 3 Satz 2 des dritten Teils der Verordnung vom 8. Dezember 1931 Unter­lasten, die einstweilige Einstellung der Zwangsversteigerung im Wege der Be- Hknoerde rechtzeitig zu beantragen, so kann er bis $um 29. Februar 1932 in entspre­chender Anwendung des § 1 die Wieder­einsetzung in beu vorigen Stand be­antragen.

§ 4. In den Fällen der § 2 Abs. 2, § 3 ist die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu versagen, wenn die Verkeilung des Versteigerungserlöses bereits (tätige- funben hat.

Deutsche Tuemrschast

Bezirks-Spielertag in Goßfelden.

Am vergangenen Sonntag fand in Goß­felden der diesjährige Früh! ah rs-Be­zirks -Spielertag statt: zu ihm wa­ren 36 stimmberechtigte Vertreter aus 20 Vereinen des 1. Bezirks erschienen. Für den verhinderten Bezirksspielwart begrüßte dessen Stellvertreter Domsky-Marburg die Anwe­senden, überbrachte Grüße des gleichfalls am Erscheinen verhinderten Eauspielwartes und gab sodann ausführlichen Bericht über die verflossene Spielrunde. An dieser beteiligten sich insgesamt 23 Mannschaften, die m Meister-, A-, B- und Jgd.-Klasse leweils den E ruppenbesten ermittelten. Es waren dies: In der M-Klasse: Tv. Kirchhain, m der A-Klasse: Tv. Wallau, in der in zwei Gruppen spielenden V-Klasse: To. Ober­rosphe und To. Roth und in der Jgd-Klasse: Tv. Cappel. Auf dem Bezirks-Schiedsrichter- tag in Biedenkopf im August v. 5s. wurden unter Leitung des Gan-Schiri-Obmanns 18 Schiedsrichter für Handball geprüft, so daß deren Zahl nunmehr 25 beträgt. In der sich anschließenden Aussprache fand eine Ent­schließung Annahme, die dem Eauspielaus- schufe unterbreitet werden soll. Die Wahlen hatten folgendes Ergebnis: Als Bezirksspiel- roart soll Wilhelm-Cölbe, dem am 14. d. Mts. in Marburg zusammentrelenden Be- zirksturntag vorgeschlagen werden: als Mit­glieder des Bezirksspielausschusses wurden ge­wählt: Domski) und Dillschneider - Marburg, Bastian-Fronhausen und Hermcrmi-Niederwal- gem. Um den Herbstspielertag, der im Süd­bezirk stattfinden soll, hatten sich zwei Ver­eine beworben: die Wahl des Ortes fiel auf Niederwalgern.

Gießener Schmeinernarkt vom 3. Februar.

Der heutige Schweinemarkt war mit rund 260 Ferkeln und Läuferschweinen beschickt. Nach gutem Geschäftsgang hinterließ der Markt etwas Ueberftand. Man bezahlte für Ferkel bis zu 6 Wochen alt 11—15 6—8

Wochen alt 15—18 M, 8—13 Wochen alt 18 bis 25 Jt, Läuferschweine 27—31 Jt.

Frankfurter Schlacht-iehmarkt vorn 4. Februar.

Am heutigen Nebenmarkt waren 134 Rin­der (gegen 94 am letzten Nebenmarkt), 970 (1009) Kälber, 161 (178) Schafe und 995 (880) Schweine, darunter 270 Litauer. Bezahlt wurde pro Ztr Lebendgewicht tn Jun". Kal­ber Klasse b) 35—38, c) 28—34, d) 24 27. Schafe Klasse al) 28-30, b) 22-27. Schweine Klasse b) 37—39, c) 37—39, d) 36—39, e) 32 bis 35, f) und g) nicht notiert. 3m Preisver­hältnis zum Nebenmarkt vom 28. Januar ga­ben Kälber um 1—2 M nach, Schweine blie­ben unverändert. Dagegen konnten Schafe erneut um 2 M anziehen. Marktverlauf: Kälber schleppend, Schafe rege, ausverkauft. Schweine ruhig, geräumt.

Zinsermiitzigung bei Krediten zum Absatz von Originalsaatgut.

Um den Absatz von Originalsaatgut von (betreibe für die bevorstehende <zrüh- jahrsbestellung zu heben, hat der Reichs­minister für Ernährung und Landwirtschaft Mittel zur Verbilligung des Zinssatzes für Kredite zur Verfügung gestellt Die Zinsver­billigung, die bei einem Reichsbankdlskont von 7 Prozent 3 Prozent beträgt, sinkt um die gleiche Prozentzahl wie der Reichsbankdis­kontsatz unter 7 Prozent sinkt, und ist für die Dauer von zwei mal drei Monaten vorge­sehen. Die Zinsverbilligung erfolgt bei ge­nossenschaftlichem Absatz, durch die Preußische Zentralgenossenschaftskaste, soweit Absatz durch die Originalsaatzüchter im freien Handel in Frage kommt, durch die Reichskreditgesellschaft. Die Ermäßigung wird nur für den Bezug von anerkanntem Originalfrühjahrssaatgut von Getreide einschließlich Mais und Hulsen- früchten gewährt

Warenmarkt?

Betreibe tn 1000 Kilogr., Mehl unb Futter­mittel te 100 Kilogramm.

Berliner Produktenmarkt vom 4. Februar.

Weizen 239—241, Roggen 197—199, Gerste 160—168 Hafer 138—146, Weizenmehl 29—33, Roggenmehl 27-4—29)4, Weizenkleie 9,60—10, Roggenkleie 9,60—10,

Das Geschäft im Produttenverkehr ist wie­der sehr ruhig geworden und es zeigt sich am Brot- und Futtergetreidemarkt eine merkliche Zurückhaltung der Käufer. Das Preisniveau war gegen gestern kaum geändert. Richen­roggen, der tn den Forderungen ermäßigt ist, findet weiterhin wenig Beachtung. Am Liezer- martt waren die Preise unter nur geringen Abgaben der staatlichen Gesellschaft kaum be­hauptet. Weizen ist zu wenig nachgiebigen Forderungen reichlicher offeriert, da aber der Mehlabsatz sich nicht gebessert hat, disponieren die Mühlen nur vorsichtig und haben ihre Ge­bote für prompte Ware vis zu 2 Jt ermäßigt. Der Lieferungsmarkt setzte bis 2% Jl niedri­ger ein. Für Weizenmehl lauten die Forde­rungen nicht niedriger, die die Mühlen trotz der leichteren Einkaufsmöglichkeiten über un­befriedigenden Mahllohn klagen. Roggenmehle haben kleines Bedarfsgeschäft. Hafer wird vom Konsum nach wie vor nur für den not­wendigsten Bedarf gekauft und liegt bei aus­reichendem Angebot sehr ruhig. Gerste still. Die Preise für Weizen- und Roggen-- exportscheine waren gut behauptet.

2ns FrankluM Mis-Nmaum

Sonnabend, den 6. Februar.

6.15: Wetterbericht. — Anschließend: Mor- aengnmnastik. — 7.15: Schallplatten-Konzert. — 10.20: Schulfunk. — 12.05: Kmyert. — 13.05: SchallpIatten-Ko-mert. — 15.15: Stunde der Jugend. — 17.05: Unterhak» tungs-Konzert. — 18.40: „Die 40-Stunden» Woche", Vortrag. — 19.05: Spanischer Sprachunterricht. — 19.35: „Beim Ober- roorlebauer im Kirnbachtal", em winterliches Schwarzroald-Hörbild. - 20^0: Bunter Abend. — 22.30: Zeitangabe, Wetterbericht, SportwettermeldunmTagesnachrichten, Sport» bericht. — 22.50: Tanzmusik.

Briefkasten der Schriftleitung.

Etner für Viel«. Wir werden Ihre Bitte an die zuständige Stelle weiterleiten, für eme Veröffentlichung war es zu spät.

Winterberg. Daß von Winterberg kerne Wintersportnachrichten vorliegen, ist nicht un­sere Schuld. Trotz unsrer wiederholten Mahnungen meldet, sich. Wrnterberg nicht, verständigt sogar, wie wir festgestellt haben, die offiziellen Wetterdienststellen ncht. Warum — ist uns unbekannt, ledenfalls cha- det sich der sonst so beliebte Wmtersportp atz durch diese Unterlassungssunde selbst — denn der Sportler will, wie Sie sehr.Eig ,a- gen, in Zweffelssällen auch Nachricht haben, wenn kein Schnee liegt.

Wetterbeobachtungen am 4. 5. Febr.

Höchste Temperatur am 4. Februar 6.5 Tetsiu, Niedrigste Temperatur lebte Nackt 3,5 Celsius

Tempe­ratur

Relative Luft»

Barometerst. reduziert auf N N

796,2 mm

767.9 mm

769.0 mm

90*1.

88*1.

88*1.

4.2. 2 Uhr nachm.

4. 2. 9 Ubr nackrn.

5.2. 7 Uhr vorm.

6.3 Teil.

5.8 Teil.

4,2 Celf.

Wetterbericht.

Lieber Osteuropa befindet sich ein Lies® kmlckwirbel, der sich nach Südosten ver­lagert, während das über England liegende Hochdruckgebiet sich etwas noch 21 ort» offen ausdehnten. Unser Gebiet wird noch durch bie Ausläufer des östlichen Liefdruckwtr® bels beeinflußt. Dabei kommt es meist M stärkerer Bewölkung und stellenweise au geringen Niederschlägen und nur vor® übergehend stellt sich auch Aufheiterung ein. Auch am Freitag dürfte bei mehr auf Nord drehenden Winden die Bewölkung Wieder §u rückgehen und Abkühlung ein« treten, doch Wird die Desamtwetterlage unbeständiger.

Witterungsaussichten für Sonnabend: Aach kalter Nacht mit Nachtfrost Wieder stärker bewölkt und erneut Zunehmender Einfluß der Wirbeltätigkeit.

*

Wintersport-Wetterbericht.

Schwarzwald: Feldbcrg: -3 ©rab, 20 Zentimeter, lückenhaft. — Alpen: Garmisch-Partenkirchen: — 6 Grad, 1 Zenti­meter, lückenhaft: Berchtesgaden: —3 Grad, 19 Zentimeter, Pulver chnee. — Sonst keme.

PHOTO-BÖHLER - BRILLEN-BÜHUR

Marburg/Laha

Wettergaste 30 Bahnhofstr. •

Fernruf 248

Verlag Dr. E. Hitzeroth.

5auptfd)ii?tlciter unb v:rnniworllick lüt Po­litik und Feuilleton: Dr. Ernst Scheller: für Kommunalpolitik, Provinz und Lokales Lothar Schneider, sämtlich (n Marburg.

Rittmeister von Hülsen mit dem Hengst .Harald", mit dem er durch einen Sprung von 2 Meter Hohe den Sieg im Rekordspringen davontrug.

Seit« 7

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