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Genf, 2. Febr. Die für heute nach­mittag dringlich einberufene Ratstagung, die durch die Anwesenheit des französischen Kriegsministers T a r d i e u, des britischen Ministers für die Dominions Thomas und des italienischen Außenministers E r a n d i das Gepräge einer großen poli- ,tischen Aktion erhielt, brachte die Mittei- Üung über eine energische enAisch-ameri-- ftanische Intervention im japanisch-chinest- sschen Konflikt. Tardieu teilte als Rats- wräsident zunächst mit, daß die gegenwär­tige Sitzung auf Antrag der britischen Delegation einberufen worden sei, und er- ।teilte sofort Thomas das Wort. Dieser »verlas eine Erklärung, in der ausgeführt

2 Uhr mit schweren japanischen Marine­geschützen das Feuer auf die chinesischen Stellungen nordöstlich des Bahnhofs von Tschapei eröffnet wurde. Die Chinesen hatten nur mit einem Minenwerfer das Feuer erwidern können, so daß es einigen Hunderten japanischer Marinesoldaten ein Leichtes war, zum Angriff überzugehen.

Die japanischen Streitkräfte in Schang­hai sind nahezu 5000 Mann stark.

Ein neuer Drand in Tschapei.

habt haben.

Angriff der Japaner auf die Wufungforts.

Die britische Regierung ist der Ansicht, ' ldaß es unmöglich ist, die gegenwärtige M Lage in Ostasien andauern zu lassen. Es ereignen sich dort Dinge, die bis auf den Namen einen Kriegszustand darstellen. iDie Völkerbundssatzung, der Kelloggpakt und der Neunmächtevertrag müssen allen 1 Kredit in der Welt verlieren, wenn dieser f Zustand andauert. Die Vereinigten Staaten haben von Anfang an erfreu­licherweise dieselbe Auffassung über die | Lage gezeigt. Leider haben alle bisherigen Bemühungen zur Besierung der Lage sich I als fruchtlos erwiesen.

3m Einvernehmen mit der Regierung der Vereinigten Staaten hat sich die britische Regierung nunmehr entschlos­sen, den gegenwärtigen bedauerlichen Zu­stand der Dinge zu einem Ende zu bringen und sie hofft, daß andere Staaten sich diesem Vorgehen anschließen werden. Die beiden Regierungen haben sowohl in Nanking als auch in Tokio das fvr- gneHe Ersuchen übermittelt, alle Ge­waltakte und alle Vorbereitungen für Feindfeligkeiten einzuftellen. Sie haben die Zurückziehung der Truppen in Schanghai und die Errichtung einer neutralen Zone und sofortige Auf­nahme von Verhandlungen zur Regelung der Streitpunkte im Geiste des Kellogg- paktes und der Entschließung des Völker­bundsrates vom 9. Dezember gefordert.

Thomas gab anschließend den Wortlaut der heute nachmittag im englischen Unterlaufe zur Verlesung gelangen­den Regierungserklärung über den ostasi­atischen Konflikt bekannt.

Frankreich und Italien machen mit.

Die Ratssitzung nahm schließlich den Eharakter einer politischen Demon­stration der europäischen Groß­mächte zum japanisch-chinesi­schen Konflikt an, denn nach der Er­klärung Thomas teilte Tardieu mit, daß die französische Regierung auf Grund der Mitteilungen der englischen Regierung un­verzüglich chre diplomatischen Vertreter in Tokio und Nanking beauftragt habe, in gleichem Sinne vorstellig zu werden. Die französischen Flottenstrei't- kräfte seien nach Schanghai unter­wegs.

Der italienische Außenminister G r a n d i erklärte: Auch die italienische Regierung sei im Sinne der englischen Demarche in Tokio und Nanking vorstellig geworden.

Der deutsche Vertreter, Gesandter von Weizsäcker, teilte dann mit, daß er seiner Regierung unverzüglich die Erklä­rungen der Vertreter Englands, Frank­reichs und Italiens übermitteln werde, da­mit die deutsche Regierung auch ihrerseits in den beiden Hauptstädten im glei­chen Sinne vorstellig werden könne.

Amerikanische Staatsangehörige verlassen Nanking.

fk. Washington, 3. Febr. (Reuters Das Marinedepartement teilt mit, das 36 amerikanische Staatsangehörige im In- teresie ihrer Sicherheit Ranking verlaßen haben.

Die Beschießung von Nanking ein Mißver­ständnis.

Nanking, 2. Febr. Die Beschießung von Nanking gestern abend soll auf ein Mißverständnis zurückzuführen sein. Nach einer amtlichen Mitteilung waren einige japanische Matrosen an Land gegangen, um Lebensmittel einzukaufen. Sie wurden von einer chinesischen Patrouille beschallen, weil sie auf Anruf nicht antworteten. Die Matrosen meldeten auf ihrem Schiff, daß chinesischen Truppen "griffen. Der

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^Dbetbtfftfdx Settung* et- scheint fed>«mal wSchcntlich. De- ,«g«prei« mottatl L Marburg 2.02 ®® auOschl 3ustellung«gebühr. hei unsren Agenturen 1,93 GM. zuzügt. Zustestellungsgebübr. durch die Post 2.25 GM Für etwa durch Streik. Maschine-defekt oder elementare Ereignisse auffallende Rummern wird kein Ersatz ge­leistet. Verlag, Dr. 5. Httzeroch, ®turf der Untv-Buchdrnckerei Job Ang. Koch. Mark, 21/23. Fernsprecher: Rr.54 --d Rr.53. Postscheckkonto; Am« Frankfurt «. M. Rr. 5015. Sprechzeit le* Redaktion een *011 «tb

V.11 Udr.

Heute früh herrschte an der Tschapei- Front Ruhe: nur vereinzelte Schüsse von Scharfschützen waren vernehmbar. Im Nordwesten von Tschapei ist ein neuer Brand ausgebrochen. Bei den gestrigen Gefechten isi ein Japaner getötet und zwei sind verwundet worden.. Die Chinesen dagegen sollen mehrere Tote M

Befehlshaber der Flotte war im Zweifel, ob die Meldung richtig sei, befahl aber Ge- schützfeuer. Es wurden einige Granaten in die Luft abgefeuert, um zu sehen, ob die chinesischen Forts auf das Feuer antworten würden. Da diese aber schwiegen, stellten die Japaner das Feuer wieder ein.

Ein neuer Befehlshaber bet japanischen Flotte vot Schanghai.

fk. Tokio, 3. Febr. Das Marinemini­sterium teilt die Bildung einer dritten ja- panischen Flotte unter dem Oberkommando von Konteradmiral Nomura, den bis­herigen Befehlshaber der Marinestatton von Yokosuka, mit. Dem Kommando der neuen Flotte werden alle japanischen Flöt- tenteile in den chinesischen Gewässern bei Schanghai und südlich von Schanghai un- terstehen. Bisher bestanden nur zwei ja- panische Flotten und verschiedene Kriegs­formationen.

Die Ernennung Nomuras ist gleich­bedeutend mit der Entsetzung des bis­herigen japanischen Befehlshabers in

Schanghai, Admiral S ch i o s a w a.

Die Nachricht von der Entsetzung Schio- sawas durch Konteradmiral Nomura ist in der internationalen Niederlassung günstig ausgenommen worden. Die Maßnahme wird als ein bedeutsamer Schritt der japa­nischen Regierung zu einer gütlichen Bei­legung des SchanghaierZwischenfalls" aufgefaßt.

Deutscher Appell an China und Japan

Die Reichsregierung hat, wie dieVos- sische Zeitung" berichtet, an die Regierun- gen in Tokio und Nanking Tele­gramme gesandt, die besagen, daß Deutsch­land sich im Jnteresie der Wiederherstel­lung friedlicher Zustände den Protesten der übrigen Ratsmächte anschließt. Es er­sucht darum, daß die Kriegsvorbereitun­gen und alle feindlichen Aktionen sofort eingestellt und daß insbesondere die japa­nischen Truppen aus Schanghai zurückge­zogen werden. Die chinesische und die ja­panische Regierung sollten sofort zur Rege­lung ihrer Streitfragen Verhandlungen aufnehmen.

Das Blatt schreibt zu diesem schritt der deutschen Regierung, die Teilnahme der Reichsregierung an der englischen Vermitt­lungsaktton int Ostasiatischen Konflikt nt gestern abend in einer Sitzung der Chefs der Ministerien beschloßen worden, nach­dem Deutschlands Vertreter im Rat, Ge­sandter Freiherr von Weizsäcker, die deutsche Zustimmung schon auf der Nach­mittagssitzung in Genf angekllndigt hatte. Für eine diplomatische Intervention tn Tokio und Nanking muß die Reichsregie­rung eine andere Form wählen als die Staaten, die, wie England oder Frankreich, Niederlasiungen in China haben ober, wie Italien, besondere Exterritorialrechte tn den chinesischen Hafenstädten besitzen. In- folgedesien hat die Reichsregierung ihrs diplomatische Aktion als Mitglied des Völ. kerbundsrates streng nachden Satzun­gen des Völkerbundes unternom-

DemLokal-Anzeiger" zufolge soll der deutsche Schritt m der Form er­folgt sein, daß die deutschen Vertreter in Tokio und Nanking noch in der Nacht vom Dienstag zum Mittwoch angewiettn wor­den seien, die betreffenden Regierungen darauf hinzuweisen daß die deutsche Re­gierung im Jnteresie friedlicher Zustände sich dem Schritt der übrigen Ratsmächte anschließe.

Der chinesische Gesandte 'S e n be­schränkte sich auf die Mitteilung, daß er seiner Regierung über die Verhandlungen des Vvlkerb'undsrates Bericht erstatten würde.

Der japanische Botschafter Sato be­grübe (!) das Vorgehen der englischen Regierung. Angesichts des außerordent­lichen Ernstes der Lage habe die japanische Regierung ihrerseits gebeten, unverzüglich außerordentliche Maßnahmen zu ergreifen. Das Vorgehen der japanischen Truppen set ausschließlich (!) auf Angttffe von fetten Chinas und den fottgesetzten Bruch aller Vereinbarungen durch die chinesische Regierung zurückzuführen.

Allgemeine Heiterkeit erregte es, als der japanische Botschafter beantragte, unverzüglich die Ursachen der chinesi­schen Angriffe auf die japanischen

Truppen zu untersuchen.

Der japanische Botschafter gab sodann eine von den bishettgen Veröffentlichungen völlig abweichende Schilderung der Bom­bardierung von Nanking und erklätte, daß hierfür lediglich die Angttffe von chinesi­scher Sette verantwortlich zu machen seien.

Der japanische Botschafter teilte sodann mit, daß die japanische Regierung einen englischen Vorschlag auf Schaffung einer neutralen Zone annehme.

Die Verhandlung wurde von Tardieu mit der Mitteilung geschlossen, der Völ­kerbundsrat werde von neuem zusanrmen- itreten, sobald der Bericht des Unter» fuckmngsausschufses vorliege, der in den nächsten Tagen zu erwarten sei.

Neue Angriffe -

fk. Schanghai, S. Febr. Heute vor­mittag hat in Schanghai ein schwerer Artilleriekamps zwischen Chinesen und Japanern begonnen.

Der brittsche 10 000-Tonnen-Kreuzer Verwi ck" hat hier ein Bataillon bri­tischer Infanterie gelandet.

Heber den neuen japanischen Angriff . auf Schanghai berichtet Reuter, daß gegen

Die japanischen Streitkräfte haben 11.30 Uhr vormittags östlicher Zeit, Lande und zu Wasier, einen Angriff auf die Wufungforts begonnen. Sechs japanische Zerstörer bombardierten die Forts, um die Landung der japanischen Truppen zu decken.

Ein französischer Panzerkreuzer im Hafen von-Schanghai. wo die Vereinigten Staaten und die euroväischen Mächte Flottenstreitkräftezum Schutz derNiederlaflungender Fremden zufammenzieben

Protest gegen Japan

Die Sitzung des Völkerdundsrats England verlangt Einstellung der Feindseligkeiten in China

Anzeiger* für (das frühere kurhessische) Oberhessen

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.

SbechMsche = Zeitung