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Oderhe^che Zkttnna, Marburg a. L. Sonnabend, den 16. Januar 1932
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ERGEBNISSE - der Standard -30- Tagefahrt auf dem Nürburgring vom 15. Oktober bis 14. November 1931 GRUPPEN - DURCHSCHNITTSWERTE:
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tsefliege, die Heuschrecken?
Indien und der indische Archipel sind in igen Gegenden
heimgesucht von Affenhorde«, ie wohlorganisiert ganze Gemeinden rfalten. die Felder plündern, in Abwesen- it der Bewohner auch ins Dorf dringen, feichtgebauten Hütten demolieren, Vorräte räubern, beschmutzen oder wegschleppen und die Eingehorenen eine Plage bedeuten t weniger schlimm als die Pest. Von em Führer geleitet, durch ausge- dte Wächter gewarnt, durchziehen e Herden von Affen die unwegsamen älder Borneos, Celebes, Javas, Hinter- diens zum Schrecken der Menschen.
Welche Geldausgaben verursachen nicht ein die Heuschrecken mit ihren alles Wüste machenden Wanderzügen! 45 illionen Drachmen mutz allein ein kleiner taat wie Griechenland jährlich aufbringen, gegen diese gewaltige Armee anzukämpfen. ei ist noch nicht einmal Aussicht vor- den, daß durch die zahllosen Eegenmaß- lhmen eine Vernichtung der Landplage eracht wird; die Vorkehrungen mit all ihren tosten bringen es nur gerade zuwege, dah der schaden im nächsten Jahr nicht noch schlimmer
Lide durch den Menschen am hinderndsten «n den Weg. Diel gefährlichere Feinde waren ind sind noch die Armeen de? Insekten, Horden von Affen, unsichtbare Heere der Kikroben. Sie vernichten nicht nur einzelne Menschenleben, sie zerstören ganze Gemeinden, die Ernte, Gebäude und lebensnot- dige technische Einrichtungen. Die Löwen, lche den Bau der llgandabahn auf Mote unterbrachen, wurden schließlich vertrie- . Wer aber vertreibt die Termiten, die
lacht. ’1( zerstören jeden Holzgegenstand, der zur un6 khausung der Menschen gehört, sie dringen bie > leine Speisekammer ein und zernagen seine ’ . , ueider. Ihre haushohen Baue, die so hart nb, als ob sie aus Beton hergestellt wären, > er- ,d wohlverwahrte Festungen.^ Wehe dem, de? tt ihnen zu nahe kommt.
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®f den Feind, treiben ihn mit ätzender »iure in die Flucht, während hinter ihnen
sofort die „Arbeiter' mit Mörtel den zerstörten Bau wieder instand setzen.
Unendlich ist die Zahl der Insekten und Mikroben, die auf Kosten des Menschen gedeiht und sich ausbreitet. Allein in Deutschland beziffert man den Schaden dieser winzigen Armeen auf zwei Milliarden Mark, wir leben kümmerlich von dem, was uns die Parafr'ten übriglassen. Da tummeln sich kostbare junge Rassepferde auf der Weide — eines von ihnen beleidigt unversehens eine H o r n i s s e. Im Umsehen erscheint der ganze Stamm des angegriffenen Insektes herbei, stürzt sich auf das Pferd — es stirbt an den Stichen einiger hundert kleiner Insekten. Da entstehen plötzlich Schäden an Bleirohren, an Kabeln. Der Verkehr liegt still, es dauert Tage, bis der Schaden aufgeklärt wird. — Dermestes p er uvia - nus richtete ihn an, ein Käfer, der mit seiner Familie unerhört gefräßig in kargen Zeiten auch von Blei sich ernährt. Da landet ein Schiff an fremder Küste, Ratten verlassen es, wandern in ein Land, das ihnen alle Möglichkeiten zum Gedeihen bietet.
In wenig«, Jahren zählen sie nach Millionen,
die geplagten Einwohner können sich kaum vor ihrer Gier retten, sie lassen Mungos schicken, ebenso scharfe Rattenfänger wie unsere Hauskatzen, und bald sehen sie, daß man den Teufel mit Belzebub ausgetrieben hat. denn die Mungos vernichteten die (Selege der Vögel und es entstand eine unerhörte Moskitoplage.
SttmiW vom Tage
Hindenburgs lebhafteres Interesse an den Tagesfragen.
Dortmund, 15. Ian. Im West- fälisch-Mederrheinischen Institut für Zeitungsforschung sprach Oberregierungs- rat Dr. Heide von.der Presseabteilung der Reichsregierung über „Pressepolittt im neuen Deutschland".
Dr. Heide wies auf die grundlegende Aenderung in der Auffassung der Regierungsstellen hin, die die Presse nunmehr als selbständigen, gleichberechtigten Faktor betrachte, streifte hierauf die Schaffung und die Arbeitsweise der Pr^feabtrilung des Auswärtigen Amtes und kam schließlich auf die Unterrichtung des Reichspräsidenten durch den Chef der Pressabteilung
zu sprechen. Diese Information sei so umfassend wie kaum eine zweite auf der Welt. Es verdiene hervorgehoben zu werden, dah Reichspräsident von Hindenburg trotz seines hohen (Alters eine Reihe maßgebender Zeitungen selbst gründlich studiere und während des Dortrages des Reichspressechefs von verblüffender Sachkenntnis zeugende Fragen zu stellen pflege. Die ihm vorgelegten Zeitungsausschnitte seien häufig mit zahlreichen Randbemerkungen versehen, die beweisen, wie sehr der Reichspräsident den Pressefragen seine Aufmerksamkeit zuwende.
Eine mysteriöse Angelegenheit.
Wien. 15. Ian. Rach Meldung einer hiesigen Korrespondenz wurden heute in Graz mehrere Personen dem Landesgericht eingeliefert, die unter dem Verdacht stehen, an den Vorbereitungen ga einem Anschlag auf Innenminister 'Winkler, der am Sonntag erfolgen sollte, beteiligt gewesen zu sein. Rur dadurch, daß der Minister nicht, wie ursprünglich geplant, Sonntag nach Graz fuhr, kam der Anschlag nicht zur Ausführung.
Eine weitere Meldung besagt: Auf Grund einer Anzeige von nationalsozialistischer Seite wurde in Graz der deutsche arbeitslose Kellner A r l a p wegen der Aeußerung, er wolle den Innenminister Winkler niederschießen. verhaftet. Er erklärte, er habe sich mit den Aationalsozialisten nur einen Scherz erlaubt. Arlap und zwei andere Arbeitslose wurden ins Landesgericht eingeliefert.
Stabt. Bekanntmachung
IV. Nachtrag
zum Ortsstatut zum Schutze der Stadt Marburg gegen Beruustaltung vo« 5. Januar, 24. Mai und 29. Mai 191L
Rach Zustimmung der Stadtverordneten- Versammlung wird hiermit auf Grund des § 13 der Städteordnung für die Provinz Hessen-Nassau vom 4. August 1897 und des Gesetzes gegen die Verunstaltung von Ortschaften und iandschaftlich hervorragenden Gegenden
vom 15. Juli 1907 nachstehender Nachtrag zu obigem Ortsftatut erlassen.
§ 1.
Ebene Dächer find im Bereich der Gemarkung Marburg verboten. .
Die Neigung aller Dächer muß mindestens 30° sein.
§ 2
Dieser Nachtrag tritt mit dem Tage seiner Verkündigung in Kraft.
Marburg, den 29. Oktober 1931. (281
Der Magistrat.
I.B.: Hilmer.
StadtsSrsterei Marburg.
Mittwoch, den 20. Januar 1932, 10 Uhr, kommen in der Wirtschaft „Zur Lahnlust• Wehrdaer Weg, aus dem Forstort Wannkops zum Verkauf:
Eichen: 2 St. 2/3 0,84 fm, 12 rm Rollen u,5 und 2,2 m lang, 46 rm Scheit und Knüppel, 14 rm Reis I.
Buchen: 33 rm Scheit und Knüppel, 14o rm Reis III.
Fichten: 288 Stangen II. und III., 150 IV.—V.
43 rm Stangenreis. .
Kiefer: 1 St. 3a 0,48 fm, 50 rm Scheit und Knüppel, eventl. aus dem Forstort Heide Kiefer Scheit und Knüppel nach Vorrat und Nachfrage.
-,-n Termin kann bezahlt werden. (283 Marburg, den 14. Januar 1932.
Der Magistrat.
3.21.: Strack.
Marburger Wochenmarkt vom 16 Zanuar
Butter Ptd. 100
Eier Stck. 11
Gr. Handkäse „ 17—20
Handkäschen,, 5
Käsematte Pld. 25—80
Kochkäse „ 50
Kartoffeln Ztr.
Kartoffeln Pfd. 4—5
Blattgemüse „
Wirsing „ Weißkohl »
Karotten „
Rotkohl „
Spinat „ Mohn üben „
Zwiebeln „ Grüne Bohnen Rosenkohl Ptd. Sprossenkohl,, Schwarzwurzel Grünkohl Rote Rüben „ Pilze »
Tomaten „
Birnen
Zwetschen „ Weintrauben „
8—10 6-8 8-10
8—10
20-25 8-10 8—10
20-25
20—25 15-20 10—15
40-50 8-15
50-75
Pflaumen .
Preißelb. Aepfel Kürbis
5-10
Blumenkohl , Grüner Salat „ Oberkohlrabi „
20-30 5—10 5—10
„ 90—ICO „ 70-80 ”100-120 „ 60-75 „100-120 Stck. 50—60 Hasen Ptd. 50—60 Feldsalat d.S. 10—15 Brunnenkr. „ 10—15
Erbs. i. Schot., —
Radieschen Bdl 8—10 Sellerie , 25—30 Endivien Stck. 15—20 20—80
Saiaigurken „ Einmachgurken
Rettich Stck. 10—15
Knoblauch „ 5—15
Lauch „ 10
Meerettich Pfd 50—80
Gänse Ptd. 70—90 Hähnchen Hühner Enten Reh Rebhühner Tauben
Zur Erlangung schöner weißer Zahne und zur Beseitigung des häßlich gefärbten Zahnbelages benutzt man zweckmäßig die bekannte gute Lhlorodont- Zahnpaste. Ünter-Vorlriegspreise. Versuch überzeugt.
Wetterbeobachtungen am 15.16. Ian.
Höchste Temperatur am 16. Januar 6.4 Eeuius Niedrigste Temperatur lekte Nackt 2,1 Celsius
Zeit
Barometer»:, reduziert auf N N
Temperatur
Ne!anve Luftfeuchtigkeit
15.1. 2 Ubr nachm.
770.6 mm
61 Teil.
92 's.
15.1. 9 Uhr
773.1 mm
6 0 (Sell.
94'1.
nachm.
16.1. 7 Ubr
774.7 mm
3.6 (£eli.
97*1.
norm.
PHOTO-BÖHLER - BRILLEN-BÖHLER
Marbnrg/Lah«
Wettergasse SO Bahnhofstr. 9
Fernruf 248
Witterungsaussichten für (Sonntag: Bis auf Nebel in den Niederungen vielfach heiter und trocken, leichte Nachtfröste.
Wiittersport-Wetterbericht.
Schwarzwald: Feldberg: 0 Grad, 40 Zentimeter: oerharrjcht. — Alpen: Garmisch-Partenkirchen: — 1 Grad, 3 Zentimeter, verharscht. — Sonst keine.
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Freitag, den 22. Januar:
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Dienstag. den 19. Januar. 20 Uhr.
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Sonnabend, den 16. u. Sonntag, den 17. Januar, ab 20 Ubr in dem von Marburger Künstlern festlich geschmückten großen Festsaal
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Jeder Teilnehmer erhält eine humoristische Kopfbedeckung.
Eintritt 1.— RM.
Verstärktes Orchester.
Sonnabend, den 23. Januar:
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Montag, den 18. Januar:
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Mittwoch, den 20. Januar:
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