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Oberhessische Zeitung. Marburg <t L-. Sonnabend, den 16. Januar 1932

Nr. 13

Nr.

Sertotm auf ti6$rcltentoltflung

Wie zu erwarten war, hat die Befestigung aus unserem Brotgetreidemartl wei­tere Fortschritte gemacht. Das war beson- bers-ttei Roggen der Fall, welcher ziemlich knapp angeboten blieb. Dabei war allerdings dings die Preisgestaltung aus "ben verschie­denen Märkten wenig einheitlich. Eine wei­tere Stütze erhielt unser Brotgetreidemarkt durch die letzte Vorratserhebung des deutschen Landwirtschaftsrates. Dcmach lagen unsere Roggenbestände Mitte Dezember um etwa 1 Million Tonnen unter denen des Vor­jahres; während Wetten etwa in derselben Höhe wie im Vorjahr vorhanden ist. Ob sich diese für den Äbgeber recht günstige statistische Lage im Laufe des Wirtschafts­jahres voll auswirken wird, ist allerdings ganz davon abhängig, ob die Regierung eine etwa notwendige Einfuhr von Brotgetreide nur sehr vorsichtig und im Rahmen des dringenden Bedarfes zuläßt. Unterstützen kann die Landwirtschaft eine gesunde und auch der Devisenlage förderliche Vrotgetreidepolitik der Regierung dadurch, daß sie die Verfütterung von Roggen nach Möglichkeit ganz einstellt.

Dieses erscheint uniso erforderlicher, auch im eigenen Interesse der Landwirtschaft, als dadurch zugleich unser Futtergetreidemarkt am wirksamsten entlastet wird. Unsere Som­mergerstenbestände find noch erheb­lich größer wie im Vorjahr; diese können nur zum kleinsten Teil von den Brauereien auf­genommen werden. Zwar haben sich die Eerstenpreise im Anschluß an die Stützungs­aktion und die höhnen Brotgetreide­preis e in verschiedenen Absatzgebieten etwas befestigt. Aber durch die Emfuhrerleichte- rungen kommt soviel ausländisches Futter­getreide auf unferen Markt, daß die Erzielung einigermaßen genügender Preise auch im weiteren Verlauf des Wirtschaftsjahres doch als recht zweifelhaft bezeichnet werden muß. An Hafer haben wir noch dieselben großen Bestände wie umdieselbe Zeit des Vorjahres. Es muß als ganz ausgHchlossen bezeichnet werden, daß diese auf unserm "Jimenmarkt ab- gese't werben können. Dringender wie fe erscheint die Forderung, daß die Regierung durch einen, auch für unsere Devisenlage sehr vorteilhaften Tausch von Hafer gegen aus­ländisches Futter- und Brotgetreide diesem genügende Ausfuhrmöglichkeiten schafft.

Trotz der kleinen Zufuhren zu den SpetsekartoffelmSrkten blieben die Preise ziemlich unverändert. Die eingekeller­ten Vorräte sind noch immer genügend groß, um den sehr geringen Bedarf zu befriemgen. Auch eine kürzere Frostpenode würde unter diesen Verhältnissen kaum zu einer wesent­lichen Preisbefestigung führen. Für Fabnk- kartoffeln (9 bis 9Vs Pf. pro Stärkeprozent) ist die Nachfrage noch immer größer als das Angebot. Im übrigen hat der Absatz un­serer Kartoffelbestände bisher recht gute Fort, schritte gemacht. Das ist ebensowohl auf die rege Einkellerungstätigkeit, den erfreulichen Export, wie die starke Verfutterung durch un­sere großen Schweinebestände zurückzuführen. Es gewinnt unter diesen Umständen den An­schein, daß sich bei Absatz bei diesjährigen Kartoffelernte ohne Schwierigkeiten abspie­len wird.

Das Rauhfuttergeschäft ist ftt den letzten Wochen ziemlich still geworden; nicht zuletzt dadurch daß das zunächst rege Aus­fuhrgeschäft durch die schwankende Devisen­lage sehr erschwert wird. Andererseits sieht aber auch die Landwittschaft in den ungünsti­gen Preisen keinen Anreiz, ihr Heu zum Markt zu bringen.und verfuttert dieses lieber im eigenen Betriebe, um Barkäufe von Kraft­futtermitteln zu vermeiden. Die weitere Ent­wicklung im Rauhfuttergeschäft wird als ziem­lich unübersichtlich betrachtet. Die Gesamt­erträge an Heu sind größer gewesen wie im Vorjahr, obwohl der zweite und britte Schnitt in erheblichem Umfang verregnet ist. Stroh

Re Eilberwöve

Skizze von Ernst Otto Reidharb.

Nur wer die herzbeklemmende Einsamkeit der weit in den Ozean hinausgeschobenen letz­ten Klippen des nordwestlichen Frankreichs kennt, vermag sich ein Bild von der Me­lancholie zu machen, die hier den Hüter des Leuchtfeuers in endlosen Tagen und Rächten befällt. Darum nennen die Seeleute den Mann an dem Turmeben Wächter des Un­endlichen"

Ein Alter, der zur Fahrt nichts mehr taugt, versieht gemeinhin diesen verblödenden Dienst, von einem halbwüchsigen Fungen, der ihm die notwendigen Handreichungen leistet, bedient.

Auf Kap Tevennec war Äertoc der Alte und Redec der Junge.

Infolge der Sturzflut, die ihnen jetzt den Weg in das nächste Fischerdorf abschnitt, waren sie nun schon seit vierzehn Tagen auf' die Vorräte angewiesen, die in der Kammer lagerten . Konserven, Mineralwasser, Schiffs­zwieback. Vor allem dieser war für den Alten eine harte Nuß, denn er hatte nur noch wenige Zahnstümpfe im Munde.

Redee, der Fünfzehnjährige, sann auf Ab­hilfe. Eben trat er in das kreisrunde, fast ganz von dicken Glasscheiben gebildete Turm- gemach, in dem der Alte vor dem Feuer saß. und rief:Dem hätten wir für heute glück­lich abgeholfen, Vater fterroc!" Mit diesen Worten brachte er eine gebratene ©Uber« möoe zum Vorschein.

Dem Alten wäre um ein Haar die Ton­pfeife aus dem zahnlosen Munde gefallen. Sein Kahlschädel wackette hin und her. Keinen Bissen davon!" verwahrte sich Kerroc,

Die Abmftungskonferem fall am 2.Febr. beginnen

Was bedeutet sie für Deutschland?

Wir müssen auf ihr wiedererlangen:

Die Selbständigkeit in der Landesverteidigung

Die Sicherheit gegen Angriffe bSsmilliger Nachbarn

Die Gleichberechtigung int Kreise der Bölter

dagegen, und ganz besonders Roggenstroh, ist ziemlich knapp. Dem steht aber gegenüber, daß der weitere Bedarf der Strohverarbeiten­den Industrie bei der ganzen Wirtschaftslage nur recht gering bleiben dürfte und bte Schwierigkeiten im Devisenverkehr eine He­bung des Ausfuhrgeschäftes unwahrscheinlich machen.

Auch die Berichtswoche brachte wieder recht erhebliche Preisherabsetzungen auf dem But- termarki. Das starke In- und Auslands- angebot muß sich in einer Zeit um so emp­findlicher auf die Preise auswirken, wo die Kauflust für Butter schon durch die Jnventur- oerkäufe, Schlachtungen u|ro. besonders be­schränkt ist. Ob mit den augenblicklichen Ka­tastrophenpreisen, bei denen unsere Butter- pro duktion unmöglich bestehen kann, der tiefste Stand erreicht ist, ist bei den ganz un­übersichtlichen Auslandsmärkten und Devisen­verhältnissen kaum vorauszusagen. Dringen­der wie je rnuß die Forderung auf genügen­den Schutz der Eigenproduktion gegen die Auslandskonkurrenz erhoben werden. Aehnliches gilt für ben Eiermarkt. Auch hier gingen bie Preise erneut zurück. Zum Teil hängt bas natürlich mit bet Zu­nahme der Produktion zusammen; in höherem Maße aber noch mit ber Schleuberkonkurrenz bes Auslandes, ber unsere Produktion schutz­los preisgegeben ist, während die meisten an­deren Länder sich durch immer höhere Zoll­mauern dagegen wehren. Nur wenn hier un­verzüglich Wandel geschaffen wirb, kann das Tempo in dem allgemeinen Rückgang der Eierpreise etwas verlangsamt werden.

Die nach den vielen Festtagen übliche Ab­schwächung auf den Schlachtviehmärk­ten wurde in diesem Jahre noch durch die sehr milde Witterung verschärft. Nur. im Hammelfleischgeschäft zeigt sich nach Neujahr immer eine gewisse saisonmäßige Eeschästs- belebung. Die geringe Nachfrage machte sich besonders auf den Kälber- und Schweine­märkten drückend bemerkbar, weil hier das Angebot ziemlich groß blieb. Man rechnet auch für die nächste Zeit nicht mit einer we­sentlichen Aenderung der katasttophalen Lage auf den Schlachtoiehmärkten. Eine Besserung dürfte sich aber allmählich auf den Ferkel­märkten durchsetzen. Das hängt ebensowohl mit den saisonmäßigen Einflüsien zusammen, wie auch damit, daß die Einschränkung der Sauenhaltung sich bereits in einem Rück­gang des vorhandenen Ferkelbestandes auszu- wirken beginnt.

ein NiOMrRnß'md

** Das rote Rußland. Staat, Geist und Alltag der Bolschewist. 1115. Tausend. 300 Seiten sKnorr & Hirth, München). Preis 4,50 M, Seinen 5,90 M. Seiberts Buch Das rote Rußland" liegt jetzt, ein halbes Jahr nach seinem ersten Erscheinen in 3. Auf­lage vor. Eine englische Ausgabe ist in Vor­bereitung. Dieser Erfolg eines Rußlandbuchs, das ganz ohne Sensationshascherei geschrieben, ist wirklich verdient. Denn man darf Seiberts Buch tatsächlich als das Grundwert über

Rußland und den Bolschewismus ansprechen. Es wird, trotz mancher neuen Ereignisse auf Jahre hinaus seine Gültigkeit bewahren, je­denfalls weit über den Fünft aHresplan hin­aus. Die neue Auslage ist ergänzt, doch ,^u wesentlichen Aenderunaen gaben weder die Kritik noch der Gang der Dinge in Rußland Beranlaflung". Seibert befaßt sich nicht ein­seitig mit wirtschaftlichen oder politischen Fragen. Rein, er entrollt vor uns das Bild des ganzen neuen Rußland: der Staat der 47 Staaten, das Gesicht der Partei, das Gottes- gnadentum der Bolschewist, Staat und Fa­milie, Kampf um den Nachwuchs, Partei und Wissenschaft, Sowjet-Justiz, Presse-Monopol, die rote Wehrmacht, der Fünfjahresplan schon aus diesen paar Kapitelüberschriften mag man ersehen, daß Seibert allen Erschei­nungen des russischen Staatslebens gründlich nachgeaangen ist Mehr als vier Jahre, die er in Rußland weilte, hat er ganz dem Stu­dium des Landes gewidmet. Weite Reisen führten ihn selbst in die entlegensten Teile des großen Reichs. Seine Einstellung zum Bolschewismus ist bie: er sieht in ihm nicht eine boshafte Erfindung einer Hand voll schlechter Menschen, sondern ein Weltproblem von größter Tragweite. Seine skeptischen Ge­danken über den gegenwärtigen Zustand un­seres europäischen Kultur- und Wirtschafts­systems treten im Schlußkapitel des Buches deutlich in Erscheinung. Was ihn aber an der neuen östlichen Heilslehre am meisten abstößt und was er in seinem Werk überzeugend herausgearbeitet hat. das ist die Menschen­verachtung, die Verneinung der Persönlichkeit und der menschlichen Würbe, ber eine brei­zehnjährige bolschewistische Staatspraxis, zum Teil zwangsläufig, auf russischer Erbe den Thron errichtet hat um abstrakter Ideen unb utopischer Ziele willen. Seibert stellt nicht ben Gegensatz SozialismusKapitalismus in den Brennpunkt seines Bilbes, sonbern den Gegensatz MenschHerbentier. Er roenbet diese Formel selbst nicht an, wie er überhaupt nicht philosophiert sondern schildert. Aber ge­rade bas macht ben Wert des Buches aus, baß sein« klaren Darlegungen über alle Gebiete bes russischen Staats- und Volkslebens ben Leser selbst zwanglos zu Schlüssen führen, bie ber Bolschewismus von jebem bentenben Europäer forbett

«MÄikNlt

Sonnabend, den 16. Ianuar.

St.-Jost-Kapelke (vor Weidenhausen).

20.30 llhr: Liturg. Wochenschlußabend- segen, Dr. Kümmel.

Kreuz-Kapelke der Universitäts-Kirche. 20.30 Uhr: Abendandacht, Prof. D. Heiler.

Sonntag, den 17. Januar.

Pfarrkirche. 10 llhr: Gottesdienst, Pfr. Dr. Gell«; 11.15 Uhr: Kinder- gottesdienst, Jnsp. Krahnert; 17 llhr: Got­tesdienst, Pft. Bork.

Aber ich habe sie doch um Euretwillen erschlagen und gebraten."

Man darf diese Vögel nicht töten."

Warum denn nicht? Es sind doch Tiere wie alle andern."

Eben nicht!"

Äertoc hüllte sich wieder in tiefes Schwei­gen. Aber Redee zog fein Messer aus der Tasche und zerlegte den Vogel. Dabei schob er dem Alten die fleischigsten Stücke zu.

Und nun selber an einem Beine des Tieres kauend, ermunterte er:Probiert einmal, Vater Äertoc!

Und wirklich. Auch der Alte vermochte sich nun nicht länger z u enthalten. Schweigend leerte er die Schüssel, in der Redee die faden Bohnen mit den Fleischstücken vermengt hatte. Und als er damit zu Ende war, wie­derholte er:Man soll diese Tiere nicht töten, geschweige denn essen, Junget"

Warum soll man bcp nicht?"

Weil die Seelen der im Meer erkunkenen Seeleute in diesen Tieren wohnen, Redee."

Zuerst starrte der Junge den Alten ganz enffetzt an. Dann aber sagte er:Das ist doch Larifari, Vater Äertoc."

Da kam Leben in die Züge des Alten.

Höre, Junge!"' begann er.Weil du mei­nen Worten keinen Glauben schenkst, will ich dir die Geschichte erzählen. Die von Timm Pottje. dem Holländer, die ich noch keinem Menschen anoertraut habe. Ich bin damals ein blutjunger Fant von neunzehn' Jahren gewesen. Heute zähle ich 76, es ist also reich­lich lange her... Ich hatte mich in Amster- dam an heuern lassen, ick wat Matrose auf derPadang", einem alten Sarge, bet auf der Zuidetzee fuhr. Et versah den Passagier­dienst zwischen den Inseln, sammelte die Ton­nen mit den gesalzenen Sardellen und brachte

sie auf den Markt in die Stadt. Timm Pottje hatte Muskeln wie aus Stahl. Aber Piet Steet, der niemals mehr aus Südamerika zu­rückkam, war auch ein Hüne gewesen, der feine Zweizentnertonne ohne Hilfe glatt auf die Schulter hob . Die beiden lagen sich we­gen des blonden Irin je vom Eiland Marken in den Haaren . Es ist mit, als ob es heute gewesen wäre. Junge wir hielten Kurs auf Monnickendam. Wir waren zu dreien: Piet Vleet, Timme Pottje unb ich... Ich glaube, die Stelle, wo es geschah, könnte ich bir heute noch zeigen. Es war grauenvoll. Piet hielt Timm Pottje über den Rand des Schiffes. Wie gu Stein war ich erstarrt. Ich weiß nur noch, daß der rasende Piet mit einer Essenstange auf Timms Hände schlug mit denen der sich an der Reling festgeklam­mert hatte, datz Timm blutend in den Wel­len versank, daß ich Piet schwören mußte ketn Wort verlauten zu lassen, nachdem wir uns eine plausible Erklärung für das Verschwin­den unseres Kameraden ausgeheckt hatten. Diesen Schwur habe ich bis zur Stunde ge­halten, Redec! Aber wer Zeuge solcher Tat geworden ist, der hat allen Grund, keinen dieser Vögel zu töten ober gar von einen solchen zu essen. Unb mm habe ich es doch getan!"

Äertoc brach ab. Draußen tobte bet Sturm. Mit ber fortfcbreitenben Rächt schien sich ber Regen in eine wahre Sintflut zu oerwan- beln. Gespensterhaft tanzte bet Schein bes Leuchtfeuers durch bie Wasser der Tiefen und Höhen. Unb plötzlich! Was war bas? Das Feuer verdunkelte sich. Riesige Schatten fie­len über feinen Glanz. fterroc fchrief auf: .Heilige Jungfrau, Timm Potsse!"

Die fast fingerdicken Scheiben klirrten. Es war, als geschähe, was noch nie geschah, daß

Eltsabethkirche. 10 llhr: Gottesdienst Pfr. Waltemath; 11.15 Uhr: Kindergotz tesbienft, Pfr. Waltemath; 14 Uhr: Got­tesdienst, Pfr. Metz.

Ockershausen. 11.30 Uhr: Kind ergötz tesbienft, Mr. Bork.

Reformierte Gemeinde. 10 Uhr- Gottesdienst, Pft. Dr. Ritter, Tert: Eph 3, V. 19, Lied: 123, 162, 161; der Kin- dergottesdienst fällt aus; 11.30 Uhr (statt 17 Uhr): Militär- und ©emetnbegottes, dienst (unter Mitwirkung der Kapelle bes Ausb.-Äatls.), Pft. Veerhoff. Cap­pel. 12 Uhr: Gottesdienst, Pft. Dr. Ritt«.

Selbständige eo.-kuth. Gemeinde, Michaels-Kapelle. 17 llhr: Predigtgot- tesdrenst, Kcmd. Siebert.

Diakoniss.-MutterhausHebron" Wehrda. 10 Uhr: Gottesdienst, Pft. Köhler.

Katholische Kirche. 6.30 llhr: HIg.

Messe; 7.30 llhr: Hlg. Messe mit Predigt und gemeinsamer hl. Kommunion der Schulkinder, auch der höheren Schüler und des 3. Ordens; 9.30 Uhr: Hochamt mit Predigt; 11 Uhr: Hlg. Messe mit Pre­digt; 18 llhr: Religiöser Dorftag von P. Pieper über das Thema:Auf der Suche nach einem neuen Gott"; danach Segensandacht.

Neuapostolische Gemeinde, Heu- singerstraße 5. Gottesdienste: Sonntag 9.30 llhr; 16 llhr; Mütwoch 20.30 Uhr.

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Amtlicher Sonntagsdienst am 17. Januar:

Dr. Wolff, Bahnhofsft. 5, Fernspr. 780?

Zahnärztlicher Sonntagsdienst am 17. Januar:

Zahnarzt Dr. Ruez, Wilhelmstr. 2, Fern­sprecher 902.

Methodistengemeinde, Wörthstr. 15a. 9.30 Uhr: Gottesdienst; 11 llhr: Sonn­tagsschule; 20.15 Uhr: Gottesdienst; Don­nerstag 20.30 Uhr: Bibelstunde.

Stadtrnission, Reitgasse 5. Sonntag 8.30 Uhr: Morgenandacht; 10.30 llhr: Somttagsschule; 16 Uhr: Jungftauenbibeik- stunde; 20.30 Uhr: Evangelisation; Diens­tag 20.30 Uhr: Jungmännerstunde; Mitt­woch 20.30 Uhr: Bibekbesprechstunde für Männer; 20.30 llhr: Missionsstunde für Frauen; Freitag 20.30 Uhr: Bibel- und Gebetstunde.

Christi. Verein junger Mädchen, Phllippshaus. Sonntag 20 llhr; Mon­tag 14, 16 und 18 Uhr; Dienstag 20.15 Uhr; Donnerstag 20.15 llhr; Freitag 20 Uhr.

Christ!. Verein junger Männer Phllippshaus. Sonnabend 20.30 llhr Jungvolkbibelabend; Sonntag 10 llhr Teilnahme an den Gottesdiensten; 20.3 Uhr: Vortragsabend; Montag 17 Uhr Jrmgscharstunde; 20.30 llhr: Jungmänne kreis; Mittwoch 20.15 Uhr: Jungvo stunde in Ockershausen; Donnerstag 20.3 Uhr: Bibelstunde.

Frl. Dr. Klammer, Am Plan 3V-, Fern« J-bic sprecher 242. & °

Die Christengemeknschaft (Dewe- gung f. religiöse Erneuerung), Nikolaistr. 1. .

10 Uhr: Feier ber Menschenweihehand- n,9en

Für Mitglieder ber Allgem. Ortskrankenkasse: $pcjc

Zahnarzt Dr. Drake, Friedrichsplatz Fernsprecher 586.

(Sprechstunbe von 1011 Uhr.)

Sonntagsdienst und Wochendienft der Apotheken

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vom 16. bis 22. Januar:

Trauben-Apotheke.

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ber Sturm auch biefe zerbrach . Aber nein! Noch vernahm Redee ben Schrei bes Alten: Wirf dich auf ben Boden, Junge, die Augen.

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die Augen!" _

Dann wurde es auch um ihn finstere Nacht. 3« Das schlug und klasschte, das klaschte und (Wut: schlug. Hunderte, Tausende von Flügeln, die das Feuer von Tevennec verdunkelten. Eine a j wahre Wolke Seevögeln, die der Sturm er- nb wi

«Solba

saßt hatte und die nun in das Gemach de» er jh, Turmes fielen, die dicken Scheiben gleich >Solba einem Nichts zerbrechend. S b(

Timm Pottje!" fterroc, ber den Namen

bes Ertrinkenben noch einmal voll Schauder in die grauenvolle Nacht des Sturmes schrie, lag am Boden. Aber Redec hatte noch glück­lich eine Eisenstange erfaßt und hieb damit blindlings auf die Tiere em, die ihm rasend vor Schmerz und Tode angst das Gesicht mit ihren scharfen Schnäbeln zerhackten.

Der Junge watete im Blut. Aber die vom Ozean hereinziehende Wolke ward dichter und dichter. Tausende und Abertausende von

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Sögeln... Timm Pottje!

Erst nach vierundzwanzig Stunden legte sich der Sturm. Das Wachkommando an der ftüste hatte bemerkt, wie das Leuchsseuer auf Tevennec versagte, und sandte eie Schiss M Hilfe aus.

fterroc und Redee wurden gefunden. Der Alte, keines Wortes mehr mächtig, war er­blindet. Die spitzen Schnäbel hatten feine beiden Bugen durchstoßen, Der Junge war durch den Blutverlust vollkommen erschöpft-

So brachte man sie in's Krankenhaus Dort blieb es den Aerzten und dem Pflegr- perfonal ein ewiges Rössel, warum der sei­ner Augen beraubte Alte immer und immer wieder nach Tim Pottje schrie.

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