Etetwtmw ««dm« e. L.. Dienst««, den 12. 3anu« 1932
Rk. 9
Abendkleider.
Grosse
(217
Marburg, den 9. Januar 1931.
einer dazu Man Ohre Der-
Rogterung zu unterstützen, denn brauche man diese Vertreter nicht.
Links: Abendkleid aus schwarzem Marocain, die Tal ist sehr kurz gehalten. Der Rock wird durch Faltenpartien belebt, mit herablallenden Volants.
Mitte: CrSpe-Georgettekleid mit f4 langem Mantel. Der Mantel ist aus fließender Seide mit neuartiger Rückenpasse und Stuartkragen aus Pelz. Die Länge des Mantels ist in gleicher Form wie die Passe. Den Abschluß der Aermebbll- den muffartige Pelzmanschetten.
Rechts: Weißes Abendkleid Cr6pe Satin mit kurzem Samtjäckchen. Den Halsabschluß des Jäckchens bildet ein Schal au« dem Material des Kleides.
Der Vorsitzende de, Krrisausschusse».
E ch w e b e l, Landrat.
§te Anwort ter RSSM.
Die hessische LandtagSfraktion der NSDAP, hat aus die bekannten Gegenforderungen des hessischen Zentrums mit einem Schreiben geantwortet, in dem eingangs darauf hingewiesen wird, dah das Nntwortschreibcn des Zentrums auf die \2 Forderungen der NSDAP, es unterlassen habe, auf die Bedingungen überhaupt auch nur einzugehen und von der bisher durch das Zentrum geübten Diffamierung der NSDAP, und ihrer Mitglieder durch eine allgemein ersichtliche Mißbilligung abzurücken. Weiter wird betont, daß dps Zentrum versucht habe, die 12 Punkte, die nach dem Wunsche der Nationalsozialisten nur als Ganzes an» zunchmen teuren, auf das Gebiet der po- Mschen Verhandlungen zu verschieben. Das Zentrum habe ferner die Forderung ausgestellt, dah, wenn schon die Befchrän- kung der letzten Regierungsspitze auf einen Staatspräsidenten nicht zu umgehen sei, diese bann parteipolitisch unabhängig sein müsse. Das hessische Wahlergebnis habe aber gezeigt, dah das hessische Volk nicht gewollt habe, dah jetzt ein Nichmational- sozialist nicht nationalsozialistische Politik mache. Die Forderung eines mchtnatio- nalsozialistischen Staatspräsidenten sei nur bann verständlich, wenn von vornherein die Absicht bestehe, keine klare Haltung zu den von der NSDAP, aufgestellten ®in- sparungSmaßnahmen einzunehmen. Das Zentrum weise in seiner Antwort auch auf die Richtlinien der Deutschen ZcntrumS- partei hin. Das Programm des ZentmmS interessiere die NSDAP, jedoch nicht, sondern nur die tatsächliche Politik des ZentmmS. 13 Jahre lang habe das Zentrum in Gemeinschaft mit der Sozialdemokratie tn Deutschland regiert, habe dabei aber nicht eine Erneuerung und Festigung der geistigen und sittlichen Volksgemeinschaft erziett, sondern eine vollständige Derlude- mng, nicht das christlich-deutsche Geisteserbe geschützt, sondern die bolschewistische Zersetzung erreicht. Die NSDAP, verstehe unter ihrem Eintteten für einepchttst» lich-nattonale Kultur- und Schulpolitik und bei ihrem Kampf gegen Schund und Schmutz
könne ihrer denn auch entbehren. Aufgabe sei vielmehr, im Gegenteil tretet der Interessen der Länder zu sein. Höchstes Lebensinteresse aber sei, zu Der-
und gegen die marxistisch-jüdische Kulturzersetzung etwas anderes, als das Zentrum bisher darunter in seinem Programm verstanden habe. Besondere Bedeutung wird dem Punkt 12 der Forderungen der NSDAP, beigemesien. Danach sei Aufgabe der Vertreter der Länder im Reichsrat nicht, die jeweilige AuhenpolitÄ
Die Rettungsarbeiten auf Karften-Zentrn«.
B e u 11) e n, 11. Jan. Die Rettungsarbeiten gehen mit unverminderter Kraft weiter. Man ist bis 8 Meter weit in bei Hauptstrecke vorgekommen, so daß es nach den Angaben bes geretteten 61 a m a nur noch 7 Dieter bis
Bekanntmachung
lAbdruck au« dem amtlichen ÄrelSNaft'
Ich mache die Herren Bürgermeister auf meine Verfügung vom 11. Februar 1911, Kreisblatt Rr. 13, aufmerksam, wonach die Gemeinden die Evrungreaister von den Ziegenbockhaltern nach Ablauf eines jeden Jahres einzufordern und mir bis zum 25. Januar vorzulegen haben.
zu den nächsten Verschütteten waren. Man hat die feste Hoffnung, noch mindestens zwei oder drei Mann bergen zu können. Bei der Äet- tungsarbeit benutzt man ein ganz modernes Horchgerät, um Klopfzeichen besser hören zu fönnnen. Man hört dann und wann leises Geräusch, als wenn Kohle beseite geschafft wird. — Nach dem schönen Erfolg vom Sonntag ist der Geist der so heldenhaft arbeitenden Vergungsmannschaft der denkbar beste.
Din»aemittellredite.
Berlin, 11. San. Der Beamten- ausjchuß des preußischen Landtages verhandelte über deutschnationale Anträge, auf Aushebung bzw. Milderung der Bestimmungen der Sparnotverordnungen, soweit sie sich gegen Beamte und Lehrer richten. Staatssekretär Schleusener vom Finanzministerium erklärte, die Notmaßnahmen gegen sie Beamtenschaft seren auch nicht für die Dauer, sondern nur f'ür bte Notzeit berechnet. Von einem Referentenentwurf über ein neues Besoldungsgesetz, das die Lage der Beamten weiter verschlechtern solle, fei ihm nichts bekannt.
Phantastischer Preissturz fjir Pferde te Ungar«.
Budapest, 11. 3an. Die Mehpreife auf dem Lande find in den letzten Wochen auf ‘einen bisher noch nie da gewesenen Diefpmrckt gesunken. Es wurde bereits berichtet, daß beisPiÄSweise die Schlachtung einer Kuh sich für den Metzger gar nicht mehr lohnt, da für das Fell allein ein besserer Preis zu erzielen ist als für das Fleisch. Eh ist daher schon mehrfach vor- gekommen, daß das Fleisch eines Schlachttieres unter die Armen koste rlloö verteilt worden ist. Aehnltch verhält es sich auch mit den Pferdepreisen. Auf dem Pfeidemarkt in GrvH-Kanizsa konnte unlängst für das schönste Pferd nicht einmal der
hindern, daß durch eine fehlerhafte und schlechte Reichspolitik nicht nur das Reich, sondern auch die Sä aber in den Strudel bes Verderbs hinabgerissen würden. Die ablehnende Haltung des hessischen Zentrums zu den Forderungen der NSDAP, und damit zu deren Regierungsübernahme finde aber vielleicht ihre letzte Unterstreichung durch die am 9. Dezember durch den Zentrumsminister Dr. Stegerwald in Münster gehaltene Rede, toorin Herr Stegerwald erklärte, daß zwischen Zentmm und Nationalsozialisten kein Paktieren möglich sei. noch weniger ein gemeinsames positives Programm. Nach dieser eindeutigen Ablehnung sowohl des hessischen cis auch des Reichszentrums erhalle die NSDAP. ihre volle Handlungsfreiheit wieder. Es liege damit beim hessischen Zentrum, ob ihm auch in Zukunft die Wahrung der Parteiinteressen wichtiger erscheine als die Wahrnehmung der Interessen des deutschen Volkes.
Unterzeichnet ist der Brief von dem Rejchstagsabgeordneten Lenz, Gauleiter der hessischen NSDAP, und Fraktionsführer tm hessischen Landtag.
Spottpreis von 60 PengS erreicht werden, ja, es ist sogar vorgekommen, daß selbst 10 P«ngö geboten wurden. 1. .s
Rassehlmde-NussteMng der 7. Grün« Woche Berlin 1932.
Anläßlich dec 7. Grünen Woche des Messeamtes der Stadt Berlin wird am 6. und 7. Februar 1932 in Safte 6 des Aus- stellunasgeländes am Kaiserdamm eme m- ternattonale Ausstellung von Hunden aller Rassen stattfinden. Der Meldeschluß rft auf den 28 .Januar festgesetzt und werden Hunde nn Atter von 9 Monaten, für deutsche Schäferhunde von 12 Monaten an, welche in das Deutsche Hundestammbuch, in dte DKH.-Zuchtbücher oder in ein anderes anerkanntes Zuchtbuch eingetragen sind, angenommen. Das Richten der Hunde erfolgt durch anerkannte Richter.
Zur Austragung gelangen Staats^, Stadt-, Große und Ehren-Preiie, sowie Geldprerse m alten Klassen. Ausstellungs- und Melde- papiere sind von der Geschäftsstelle ,,Rasse» Hunde-Ausstelkima der 7. Grünen Woche Der- lln 1932, Berkm-Tharlottenburg 9, Ausstellungshallen am Kaiserdamm" anzufordern. Nachmeldungen nach dem 28. Januar werden nicht angenommen.
Auf Grund bes § 77 der Reichsgewn.be- ordnung werden die Gebühren für bte Stet- niauna und das Ausbrennen der ^Schornsteine tm Kreise ab 15. Januar 1932 w« folgt festgesetzt:
Die Gebühren betragen:
1. Für die Reinigung eines besteigbarat Schornsteins für das 1. Stockwerk 0,20 3Mt, für jedes weitere Stockwerk 0,08 3ML Für besteigbare Schornsteine, die das Nor- malmaß von 50x50 Zentimeter Lichtwette überschreiten, außerdem für jedes Stockwerk 0,03 9UL mehr.
2. Für das Reinigen eines unbesteigbaren Schornsteines für das , 1. Stockwerk 0,16 3MC, für jedes wertere Stockwerk 0,08 3UL.
3. Für Reinigen eines zu gewerblichen Zwecken dienenden oder Zentralheizungsschornstemes die doppelten Sätze von Punkt 1 und 2.
4. Für das Ausbrermen eines unbesteigbaren Schornsteines für das 1. Stockwerk 0,32 fflr jedes weitere Stockwerk 0,16 5Mt.
5. Für das Reinigen eines Schornsteinauf- K, dessen Reinigung besondere Ansor- igen an den Schornsteinsegermerster stellt, ein Satz von 0,12 3MU
6 Muß die Reinigung des Schornsteines zu außergewöhnlicher Zeit oder auf beso-n- dere Anordnmm oder Bestellung, erfolgen, ober ist die bevorstehende bestrmmungs- Säß angemeldete Reinigung verhmdert . unmöglich gemacht worden,, so m tm Orte des Wohnsitzes des Byirksschom- steinfegermeisters zu vorstehender Tareem Zuschlag je nach Zeitaufwand zu entrichten.
7. Die Anzahl der Stockwerke im Sinne der Bestimmungen unter 1—4 berechn« sich von dem Geschoß an, m dem der Rutz aus dem Schornstein zu entfernen ist. Jede Balkenlage im Dachgeschoß gilt als em Stockwerk. Benn Fehlen der Balkenlage tft das f »genannte B.-Rundgebäll den Bakken gleich zu achten.
8 Das zum Ausbrennen des Schornsteines erforderliche Brennmaterial hat der Hauseigentümer zu stellen, anbemralls. den Schornsteinfeger für Lieferung desselben zu entschädigen.
Die Bekanntmachung vom 15. Mai 1929 wird hierdurch ausgehoben.
Marburg, den 8. Januar 1932. (189
Da Landrat.
SchwebeI.
Mchrrschau
- Geschichte der Familie Rup- per sb er g. Don Karl Justi. Verlag der Ruppersbergschen Farn l enoeieimg ng. Fsa-ik- furt a. M., städt. Archiv, 39 S, 4 Blldrr aut Kunstdruckpapier. Kurz vor Weihnachten ist dies Heine Büchlein erschienen, das für. alle an Familiengeschichte Interessierten, namentlich in unserer engeren Setmat, von Interesse ist. Es ist eine erzählende Darstellung der Familiengeschichten von den Anfan. gen in Grünberg im Beginn des 16. Jahrhunderts bis zum Tode des Supenntenbcnten Joh. Nicolaus R. in Kastel (1843). Angeschlossen sind eine Stammtafel — rott finden Verschwägerungen mit den wfarrfamthen Wehn, Preuschen, Kraft, Klingelhö! er, Krauß- köpf, Henkel, Stuhlmann, Soldan, Wettershausen, Wieber, Döpptng, Vieler, Ruetz. Breitstadt. Scktztlz (Müllenbach), ferner nut Wenderoth, Mgel (Kastel), x Kramer (Ber- gen), Dunker (Schaumburg) — und bte Ahnentafeln des Superintendenten unb ferner Gattin geb. Draumann mit zahlrerchm bekannten aber auch neuen Namen, zurückgreifend mit den Ahnen ber Clara von Löwenstein bis ins 13. Jahrhundert. Fa- milieiwelchichte ist heute eine Angelegenheit, die allgemein großes Interesse findet, m vielen Geschichts- und sonstigen Kultnrver» emen gibt es schon Abteilungen für bte Erforschungen der familiengeschrchtltchen Beziehungen. Einer der besten Kenner auf bte* fern Gebiet, namentlich in Hessen, ist Archiv- Mrettor Dr. Knetsch, ber, wie ber Verfasser mitteilt, auch für dies« Büchlein wertvolle Winke gegeben hat. Der Verfasser hat tit mühevoller Arbeit eine lückenlose Darstellung ber Familiengeschichte (die Familien Ruppers- berg und Justi sind zweimal verschwägeft) gebracht und dabei mit dem ihm eigenen Humor kulturelle Zustände früherer Jahrhunderte beleuchtet. Das Büchlein ist auch für den draußen stehenden aber interessierten Hessen mit Genuß zu lesen. Er wird viele ihm bekannte Namm wteberftnben, dem Verfasser aber muß man für die Riesenarbeit, die Sorgfalt der Durchführung und die Eleganz der Darstellung dankbar sein.
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