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Oberheflische Zeitung. Marburg «. L. Sonnabend, den 9. Januar 1832
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Wetterbeobachtungen am 8./9. Jan.
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bestanden, datz ich mich bei der Ankunft in Genua unter den Schutz eines Schiffs- offiziers stellen sollte."
„Taten Sie das, Miß Trane?"
„Der Dampfer hatte unterwegs Maschinendefekt. Es war niemand von der Mannschaft abkömmlich. Der Kapitän entschuldigte sich bei mir und riet mir. sofort nach der Landung am Kai ein Auto zu nehmen und ins Hotel Colon zu fair ren."
„Was geschah, als Sie den Dampfer verließen?
In Dorothys Augen stieg der Ausdruck einer wilden Angst, sie blickte hilfesuchend zu Jenkins hinüber.
Der Detektiv hob die Hand. „Ich glaube es zu wißen", sagte er ernst. „Eine Frau trat an Sie heran mit einem Gruß von mir. Sie benahm sich so sicher und gewandt, datz Sie keine Zweifel hatten, die Dame sei von mir beauftragt, Sie zu empfangen. War es nicht so. Miß Crane?"
Sie nickte schweigend und senkte den Kopf.
„Wollen Sie mir nicht erklären . . .?" Der Polizeipräfekt blickte fragend zu dem Detektiv hinüber.
„Es gehört zu der Taktik dieser Leute, es überrascht mich nicht. Aber wie war es nur möglich, Miß Dorothy, datz Sie dieser Fremden ohne weiteres folgten, nachdem Sie doch schon durch die Umstände sozusagen gewarnt waren?"
Eine dunkle Röte übergoh Dorothys Wangen. „Ihr Dorwurf ist berechtigt, Mr Jenkins", sagte sie mit verhaltener Stimme „aber Sie werden mich und meine Handlungsweise verstehen, wenn ich Ihnen sage, mit welchen Mitteln man mich gefügig machte." Aufsteigende Tränen erstickten ihre Stimme. „Jene Frau sagte mir, datz Sie meinen Vater gefunden hätten, datz Sie jetzt bei ihm seien. Ich sollte nicht ins Hotel Colon gehen, sondern —“
Jenkins trat auf Dorothy zu und drückte ihr die Hand. „Das entschuldigt alles, Miß Dorothy. Bitte, erzählen Sie weiter." ^(Fortsetzung folgt)
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(Nachdruck verboten.)
Anruf in der Nacht
Roman von Paul Rosenhayn f.
Vertrieb' Carl Duncker Verlag Berlin W. 62.
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Baby -Artikel
Das „Ablesen vom Munde"
die beste Hilfe für Schwerhörige
Von Schwerbörigenlehrer L R. Kentner-Mardurg
PHOTO-BÖHLER - BRILLEN-BÖHLER
Marburg/Lahn
Witterungsaussichten für Sonntag: Nachts leichter Frost, zeitweise aufheiternd, trocken.
Ein Veamrer trat herein, blieb an der Tür stehen und machte eine Meldung. Der Präfekt nickte und gab dem Manne einen Wink. Seine Geste war von einer großartigen Erhabenheit: so und nicht anders mußten einst die glorreichen Dogen der stolzen Republik Genua ihre Trabanten entlassen haben.
Doktor Zafari strich den weißen Spitzbort mit einer langsamen Bewegung jei- uer wohlgepflegten Rechten. „Wir müs- ifn Ihnen sehr dankbar sein, Mr. Jen- pns“, nahm er mit einer leisen, aber scharf akzentuierten Stimme das Wort, ^sie haben durch Ihr schnelles, energisches Zupacken der Polizei zu einem sehr guten sang verholfen."
„Es ist doch nur zum kleinsten Teil mein verdienst, Herr Präfekt," erwiderte der Detektiv, „ohne Ihre liebenswürdige Bereitwilligkeit mir Ihre vortreffliche»
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verbürgt ebenfalls den erstrebten Erfolg.
Vor allem lasse sich der Schwerhörige, der es zu einer gewissen Fertigkeit im „Ablesen gebracht hat, nicht zur Etnsamkett verleiten. Der Mensch gebraucht den Verkehr; er ist ein geselliges Wesen. Vor allem teile er anderen immer mündlich seine Gedanken mit, dann werden sie ihm auch, gerne wieder dienen mit dem Besten, was sie haben. 3n Hingabe und Anteilnahme besteht der geistige Austausch, erwächst fruchtbringende Freundschaft. Wo aber jemand zurückhaltend von den S inigen sich isoliert, sich versagt, wo man e.was von ihm erwartet, da gilt Goethes Wort:
„Mann mit zugeknöpften Taschen
Dir tut niemand was zulieb:
Hand wird nur von Hand gewaschen, Wenn du nehmen willst, so gib!"
Es ist eine bekannte Tatsache: wer ein guter Schwimmer werden will, legt den Gürtel möglichst bald ab. Wer sich die Aneignung einer erfreulichen Absehfertig leit zum Ziel seht, der gebraucht seinen Hörapparat nur in Notfällen. Er strebe also ohne Krücken energisch dem Ziel zu. Wenn ihm auch in Gottes schöner Welt gar manches verschlossen bleibt, was das Ohr erfreut und damit das Herz erhebt, so lebt er nun doch auf, nachdem fein Auge zu schauen und dadurch verstehen gelernt hat. Wie froh ist er, nicht mehr aus einen auffälligen, un- beguemen und bei aller Kostspieligkeit so oft reparaturbedürftigen und dabei so unzureichenden Hörapparat angewiesen zu bleiben!
Mler Anfang ist schwer und „ohne Fleiß kein Preis", auch bei der Erlernung des „Ablesens". Doch wer frisch ans Werk geht und mit ganzer Kraft und ungeteilten Sinnendem bedeutungsvollen Ziele zustrebt, dessen Kräfte wachsen, und zwar in ungeahntem Matze und vor allem wird sich fördernd das Interesse der Umgebung gar bald einstellen. Das Ziel ist der Mühe wert!
Die Zahl der Menschen, die schwerhörig sind, ist grbzer a!s man gewöhnlich annimmt: denn wir kennen meist nur die allerschlimm- [tc;t Fälle von Schwerhörigkeit in unserer Umgebung. Diel, viel größer ist die Zahl derer, die ciumeber ihr Hebel selbst nicht recht erkennen oder durch größte Anstrengung und Aufmerksamkeit zu verdecken suchen. Es soll eben „keiner etwas davon merken", damit Einfluß und berufliches Fortkommen darunter nicht zu leiden haben. Sie wollen es nicht gestehen, daß ihre Hörfähigkeit abgenommen bat. Wieder andere werden durch Verzehnfachung ihrer geistigen Konzentrationskraft nervenkrank: sie versäumen es, eine rechtzeitige Hilfe am rechten Ort zu suchen.
Wer selbst keine Angehörige oder Bekannte hat, die unter Schwerhörigkeit leiden, der ahnt kaum, was dieses Gebrechen für die davon Betroffenen bedeutet. Wieviel Entbehrungen an geistiger Anregung und Freude ist diesen auferlegt! Schwer gehemmt ist ihr Gedankenaustausch in Familie und Bekanntenkreis. Die Wucht des gesprochenen Wortes in Predigt und Rede dringt nicht zu ihnen. Die Mutter vermißt das muntere Geplauder ihrer Lieblinge, und der fubilierende Gesang der Vögel dringt nicht in ihr sonst so fein- inniges Gemüt. Das Reich der Töne ist >anz oder zum Teil verschlossen. Bedarf ein olcher nicht neben den Sorgen, Mühen und Enttäuschungen dieses Lebens eines Gegengewichtes, das ihm hin und wieder neue Straft und Freude zu treuer Pflichterfüllung verleiht? Kommen aber zu diesen Entbehrungen noch Mißtrauen und Versttmmungen infolge fataler Mißverständnisse, ungerechte Beurteilung und dadurch Hintansetzung im beruflichen Fortkommen, so oeffällt der Arme meist einer traurigen Vereinsamung und damit schwerem Leid. Gar zu wemg heben# das in der Regel der „Hörende", viel zu wenig! Ungeduldig, oft rücksichtslos erweist er sich gar zu ost gegen Gehörleidende, well ihm der Verkehr mit ihnen gar zu mühsam erscheint. Dankbarkeit für den vollen Besitz seiner Sinne sollte ihn eigentlich zum wohlmeinenden Freund des Schwerhörigen machen. Vor allem erheischen menschliches Fühlen und beiderseitiges Interesse, daß der mündliche Verkehr mit dem Schwerhörigen wieder ermöglicht wird, bamit wieder Sonnenschein bei ihm einkehrt And damit Zutrauen zur Umgebung, Selbstvertrauen und Lebensmut.
Die sichere Weg dazu ist die Erlernung des „Ablesens" vom Munde, zumal man ja nicht die Gewähr hat, daß die noch vorhandenen ®e« Hörreste überhaupt erhalten Bleiben. Er ist noch garnicht zu lange bekannt,
amten zur Verfügung zu stellen, hätte ich ja nichts auszurichten vermocht."
Der Polizeipräfett verbeugte sich mit vollkommener Grandezza. ,Ich glaube nicht mehr als meine Pflicht getan zu haben. Gewiß, unsere Genueser Polizei ist vorzüglich organifiett," der Tonfall seiner Stimme hob sich in gespreizter Selbgefäl- ligkeit, „aber es ist fast unmöglich, in einer so großen Hafenstadt, in diesem Reservoir aller möglichen Verbrechertypen, alle Schlupfwinkeljm kennen oder auch nur zu beobachten. Wir find eben sehr oft auf das Spiel des Zufalls angewiesen."
Jenkins nickte zustimmend.
Doktor Zafari legte die Hände auf den Rücken und ging mit stolzer Miene im Zimmer auf und nieder.
Der Detektiv schwieg erwartungsvoll.
Die Ruhe wurde erdrückend, von fern klang das geschäftige Leben des Vormittags durch die hohen Fenster. Der Lärm des Straßenverkehrs brandete in kleinen, kaum hörbaren Geräuschen in das Zimmer herein.
Plötzlich blieb der Präfekt vor Jenttns stehen. „Wie geht es der Signora — Miß Krane?"
„Gut. Sie wartet draußen im Vorzimmer auf ihre Vernehmung."
„Wird sie sich kräftig genug fühlen, dem Verhör der Verhafteten zu folgen?"
„Gewiß."
Der Präfekt drückte auf die Klingel. „Ich lasie Miß Dorothy Crane bitten," befahl er dem eintretenden Beamten.
Durch die sich öffnende Tür ttat Doro- thy.
Doktor Zafari ging ihr mit schnellen Schritten entgegen und führte sie mit einer fast väterlich anmutenden Sorgfalt nach dem breiten Sessel vor dem Schreib- tisch.
Dorothy begrüßte mit einem schwachen Lächeln den Detektiv, der ihr aufmnternd zunickte.
Der Polizeipräfekt nahm seinen Platz hinter bem 33Mi _ 9T?t£>
Crane," sagte er, die Worte stark betonend, „die Vorgänge der letzten Nacht sind so seltsam und zugleich so ineinander verschachtelt, datzich, um ein einigermaßen Rares Bild von dem Verbrechen zu bekommen, alle Einzelheiten hören mutz. Wollen Sie die Güte haben, mir Ihre Erlebnisie zu schildern?"
Dorothy stützte leicht den Kopf in die Hand, sie schloß einen Augenblick lang die Augen, als suchte sie in ihrer Erinnerung. ,/Dürfte ich Sie bitten, Herr Präfekt, die erforderlichen Fragen an mich zu stellen? Es wird mir bann leichter sein, mich wieder an alles zu erinnern." Ihre Stimme klang müde und teilnahmslos; die dunkelumschattenden Augen lagen tief in dem blassen schmalen Gesicht.
„Sie find, wenn ich recht unterrichtet bin, mit dem Dampfer „Siromboli" hier angekommen?"
„Ja. Mr. Jenttns fordette mich durch ein drahtloses Telegramm nach Palermo auf, den ersten fälligen Dampfer nach Genua zu nehmen und ihn im Hotel Colon zu ermatten."
^Diese Reise ging glatt vonstatten? Ich meine, es ereigneten sich keinerlei Zwischenfälle während der Fahrt?"
„Nein. Aber es fiel mir auf, datz man sich in besonders eifriger Weife um mich bemühte." ,
„Wie ist das zu verstehen?"
Jenttns kam Dorothys Antwort zuvor. „Ich hatte durch ein zweites Telegramm den Kapitän des „Stromboli" gebeten, Miß Crane unter seinen besonderen Schutz zu nehmen."
„Aus welchem Grunde, Mr. Jenkins?" „Ich hatte begründete Ursache, anzunehmen, daß man einen Anschlag auf Miß Crane plane."
„Die Fahrt verlief also ohne irgendeinen Zwischenfall, nicht wahr, Miß Crane?"
Sie nickte. „Ja, ich hatte überhaupt nicht gemerkt, daß mir irgendeine Gefahr häito h»» 6-apitän nicht darauf
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hat aber schon vielen Hundetten die Tür zu einem sonnigeren Dasein geöffnet. Ruhen wir daher nicht, bis unsere Schwerhörigen ihn restlos beschreiten, und stehen wir ihnen bann auch helfend und mitfühlend jur Seite!
Einem großen Teil der Schwerhörigen (Otosklerottker oder Labyrinthschwerhörige) gegenüber ist der Ohrenarzt in einer gewissen Verlegenheit, da man noch bis auf den heutigen Tag keine Behandlungsmethode kennt, die eine auch nur einigermaßen sichere Aussicht auf Erfolg bei diesem Leiden hat. Möchten daher alle Schwerhörige dem Rate des Ohrenarztes, der die Grenzen feiner Kunst festgestellt hat, unverzüglich folgen, wenn er ihnen empfiehlt, „ablesen" zu lernen! Manche Schwerhörige sehen unbewußt vom Munde ab und finden dadurch eine wesentliche Unterstützung im Vettehr. Durch methodische Einübung kann jedoch eine weit bessere Absehfähigkeit erzielt werden. „Absehen" heißt beobachten und zwar denkend die ganze Tätigkeit und Gemütsstimmung des vor uns Stehenden beobachten,— sich genau bewußt werden, was jede einzelne Sprachbeweguns sa gen will. Mehr oder weniger gut kann jedermann das „Ablesen" erlernen, wenn ihn die gegebenen Verhältnisse dauernd dazu zwingen. Was Arbeiterinnen im betäubenden Lärm einer Weberei mit der Zeit lernen, muß anderen Menschen unter günstigeren Umständen auch möglich sein.
Es ist eine erwiesene Tatsache, daß Frauen und Kinder bedeutend leichter ablesen als Männer. Bei den ersteren, die bekanntlich häufiger an Otosklerose leiden, mag eine größere Kombinationsfähigk-it und eine gewisse Gewöhnung an bas Beobachten von Aeußerlichkeiten überhaupt eine Rolle spielen. Kinder erlernen bie Sprache von vorneherein nicht nur mit dem Gehör allein, wie wir aus ber Entwicklung ber Kindersprache wissen, und bequemen sich daher viel leichter bazu, beu Gesichtssinn zum Verstehen berf eiben zu benutzen. Hinzu kommt noch, baß bei ihnen die Sprache noch nicht zu einem so festen Symbol geworden ist wie bei den Erwachsenen, was sich auch in ihrer leichten Anpassung an frembe Sprachen funbgibt. Schließlich steht aus noheliegenben Grünben bie Geschicklichkeit im „Ablesen" zu den Hörresten in um- gekehttem Verhältnis.
Eine generelle Prognose über den Erfolg int Ableseunterricht läßt sich unmöglich stellen. Eine Heine Minorität wird es in dteser Kunst niemals zu etwas bringen, weil die sämtlichen Voraussetzungen fehlen. Aber die große Masse der Schwerhöngen kommt selbst
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Weits des 50. Lebensjahres gewöhnlich so weit, daß sie wenigstens, ihre Umgebung verstehen kann, ganz abgesehen davon, baß fte bas „Ablesen" in Verbindung mit den durch bas Ohr aufgenommenen Bruchstücken einer Rede wesentlich fördert.
Der Absehunterricht braucht viel Anerkennung feines Strebens. Die Aufgabe, bie er sich gestellt hat, erheischt ernste und bauernde Arbeit und darum auch freudige Anteilnahme, Geduld, Aufmunterung und,Unterstützung durch die Angehörigen. Liegt es doch nicht zuletzt auch un Interesse der Letzteren, daß der bisher so mühsame Verkehr mit dem Schwerhörigen erleichtert wird. Mit ber Förderung im „Ablesen" erweisen wir den Schwerhörigen den besten Dienst, den wir ihnen tun können.
Der Erfolg der Absehübungen ist ober auch abhängig von den Eigenschaften des Absehschülers. Die wichtigsten Vorbedingungen sind: Energie. Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit, ferner gutes Sehvermögen samt Beobachtungsgabe, normales Gedächtnis und eine Auffassungsgabe, die neben der visuellen Arbeit ein schnelles Erfassen und Schließen mögllch macht, also schnelles Komblmeren.
Dor allem kehre der „Ablesende" immer ber Lichtquelle ($. B. Fenster) den Rücken. Dmm wird in den meisten Fällen der Mund des Gegenüber belichtet sein. Will der „Hörende noch weiter Rücksicht nehmen, so spreche er nicht zu schnell, jedoch gleichmäßig und ZU- sanunenhängenb, auch nicht abwätts sondern geradeaus, bamit sein Mund gut beleucht e t i ft. Man trete dem Schwerhörigen auch nicht zu nahe, sonst geht die Uebersicht über das Minenspiel verloren. Ferner mute ihm nicht zu, im Dämmerlicht „abzulesen'.
Als Beispiel dafür, wie weit es jemand in ber Technik des „Ablesens" bringen kann, sei der taubstumme Taubstummenlehrer Haber- maß, weiland erster Lehrer an der Taub- stummen-Anstalt Berlin erwähnt, der dem Gespräche seiner Umgebung wie ein „Hörende? folgte und erst bei eintretender Dunkelheit versagte. Mit nicht geringem Erstaunen erfuhren dann Fremde, daß der Herr überhaupt nicht hörte, also völlig taub war.
Da die Augen für den „Absehschüler" die wichtigste Sinnespfvrfe geworden sind, so muß er ihnen die größte Sorgfalt zuwenden. Er muß sie schonen lernen als seinen größten Schatz. Jede Ueberanstrengung ist zu vermeiden. Und auch bei geringfügigen Erkrankungen suche er den Rat des Augenarztes nach. Bei geschwächter Sehkraft ist beizeiten ein vom Augenarzt verschriebenes und gut zugepaßtes Glas unerläßlich. Gutes Sehen
Der Polizeipräfekt von Genua erhob sich ürtz seinem Sesiel. Er stand in aufrechter Haltung, die Arme gekreuzt, die dunklen h ft glänzenden Augen unverwandt auf das schal Eesicht Joe Jenttns gerichtet, der in lässi- ger Haltung vor dem großen Schreibtisch saß. Das Zimmer des Polizeigewaltigen von Genua war mit allen Dingen des letzten Komforts ausgeftatttet, alles wies darauf hin, daß der Commendatore dot- tore Ermete Zafari ein Mann von kulti- vienem Geschmack war. Aber die seltsame Architektur des Raumes, mit den hohen spitzgiebeligen Fenstern, die fast auf den Boden reichten, dem schweren getäfelten Plafond ließ irgendwie Erinnerungen aujkommen an Inquisition, unterirdische Zellen und Ftrr-^nkammern.
Zeit
Barometerst. reduziert auf N N
Temperatur
Relative Luftfeuchtigkeit
8.1. 2Uhr nachm.
8.1. 9 Uhr nackm.
9.1. 7Ubr norm.
748,6 mw
752,3 mm
758,2 mm
6.1 Teil.
3.0 Teil.
-0,1 Gell.
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981.
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