" Nr. 6
Oberhessische Zeitung, Marburg a. L.. Freitag, den 8. I-muar 1932
5,6 Millionen Arbeitslose
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Die Arbettsmarkttage im Reich.
Berlin, 7. Jan. Nach dem Bericht Reichsanstalt für ixe Zeit vom 16. bis Dezember 1931 bot der Arbeitsmarkt Ende des Jahres 1931 das Bild einer haltenden tiefen Depression. Innerhalb
Deutsches Reich
Teilstteik Lei Ullstein.
sich dem Streik nicht angeschloffen.
Der „Staatssekretär des Kaisers von
allgemeinen Entwicklung steigt di« iahresreit- liche Linie der Arbeitslosigkeit weiter an, deren Höhepunkt erfahrungsgemäß erst gegen Ende Februar zu erwarten ist. Die Zahl der Arbeitslosen betrug am 31. Dezember rund 5 666 000, d. h. um etwa 316 000 mehr als Mitte des Monats. Im Vorjahre wurde am Jahresschlutz — nach einer Zunahme im gleichen Zeitraum um rund 407 000 — eine Arbeitslosenzahl von rund 4 384 000 erreicht.
Die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger betrug am 31. Dezember in der Arbeitslosenversicherung rund 1642 000, in der Kttsen- fürsorg« rund 1506 000. Bon der Eesamt- zunahme um rund 214 000 entfielen »und 154 000 auf die Arbeitslosenversicherung, und 60000 auf die Krisenfürsorge.
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Aus bet Praris der Reichskommissarr.
Berlin, 7. Jan. Da die Verordnung über den Preisaushang in einzelnen Fällen teils mißverstanden, teils nicht sorgfältig durchgeführt worden ist, wird, rote verlautet, der Reichskommissar für Preisüberwachung für Abhilfe Sorge tragen. Der Reichskommissar hält es für unzulässig, daß mit den Preisverzeichnissen Reklameanzeigen verbunden werden. Gegen Finnen, die unwahre Preisangaben machen, wird mit allen Mitteln oorgegangen werden.
Gegenwärtig wird geprüft, ob bei Mar- lenarti'keln die Preissenkung durch Lieferung einer größeren Menge zu dem bisherigen Preis ersetzt werden darf. Der Preiskommissar wird, wie man annimmt, wahrscheinlich dahin entscheiden, daß auf alle Fälle eine Preissenkung erfolgen muß.
Hierzu teilt der Verlag mit, daß. obuui innerhalb des Vuchdruckgewerbes eine taris liche Vereinbarung über die Lohnherabsetzuq auf Grund der Notverordnung erfolgt ist, Hilfsarbeiter in seinem Betriebe unter km» munistischem Einfluß heute ftüh die Ultimata Forderung gestellt hätten von dem Lohnst bau Abstand zu nehmen, widrigenfalls sie bi Arbeit nicht aufnehmen würden. Die g»
Falzerei haben sich der Streikbewegung ange schloffen. Bisher haben etwa 150—200 Per sonen die Arbeit niedergelegt.
der 31. am ander
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Marburger Stadttheater
„Marguerite: 3."
Zu beweisen, daß auch der kleinste deutsche Lustspielschreiber von der provinziellen Lustspiel-Tradition über Wasser gehalten wird, baju ist das 2 Stunden dauernde Stück von F r ttz Sch wies ert IV- Stunden zu lang. Etwas anderes zu beweisen, irgend eine Gesetzmäßigkeit oder etwas Erfülltes, ohne das dock auch eine Posse nicht wirken kann, dazu ist das Stück zu seicht. 3e mehr sich das Theater vom Leben entfernt, werden die Einfälle der Autoren farbloser, die Konstruktionen der Zufälle peinlicher und unglaubhafter. Es gibt zu „Marguerite: 3" eine kleine Einführung und ein Schlußwort, eine Art Kommentar, aber, so nett er vorgetragen wurde, sein Sinn ist recht albern und nicht geeignet, die nun schon wiederholt gestellte Frage, warum wir solche Stücke über uns ergehen lassen müssen, zu beantworten. Eine junge Dame, verlobt, wenige Tage vor der Hochzeit, will die „Ehebruchskomplere" vorwegnehmen. Sie bändelt mit drei nicht sehr gefährlichen Junggesellen an, denen sie, seltsamer 'Weise, jahrelang unentdeckt „vis ä ois" gegenüber gewohnt hat. Es gibt dreimal den Auftakt zu einer Art Budenzauber, rett, Austern, Spargelspitzen, alles an einem
Wie verlautet, scheint der DizÄönig diese« Vorschlag nicht abgeneigt gegenüber^, stehen.
äße, folg Ero hat »ac
Städte in Not
Dortmund, 7. Jan. Die Stadt Dortmund hat an den preußischen^ Minister des Innern und an eine Reihe weiterer staats- und Reichsbehörden eine, Eingabe gerichtet, in bet nach einem Rückblick auf die Entwicklung seit 1925 und besonders aufdie Auswir- kungen der Eingemeindungen dargelegt wird, daß die Aufwendungen für He Wohl- fabrtsvflege von 5,41 Mark je Kopf der Bevölkerung im Jahre 1927 auf 38,42 Mark je Kopf der Bevölkerung im Jahre 1931 gestiegen sind, das Rechnungsjahr 1931 werde trotz weiterer Einschränkungen der Ausgaben, trotz Ausschöpfung aller nahmemöglichkeiten und trotz der Reichs- und Staatszuschüffe einen Haushalts-rlehl-
Die Stillhalte-Verhandlunger
London rechnet mit einer Einigung
Bomben-Attentat auf den Kaiser von Japan
Tokio, 8. Jan. Auf den Kaiser von Japan wurde auf seiner Rückfahrt von einer militärischen Parade eine Bombe geworfen. Die Bombe platzte neben einem Wagen, der hinter dem des Kaisers fuhr. Es wurde niemand verletzt. Der Täter, ein Koreaner, wnrde verhaftet; er hatte «och eine zweite Bombe in der Tasche.
„Waffenstillstand- in Indien?
Bombay, 7.Ian. Der Bi-Ekönig von Indien hat verschiedene indische Führer der Gemäßigten und der Liberalen zu Un* terredungen eingeladen. Er zeigt damit nach den ersten scharfen Maßnahmen, die den Angehorsamkeitsfeldzug im Keime unterdrücken sollten, die Absicht, nach Möglichkeit eine Art Waffenstillstand herbeizuführen. In Delhi fand am Donnerstag eine Zusammenkunft des Bize- königS mit dem gemäßigten Führer Sa pru statt. Sapru hat die Einberufung einer indischen Konferenz am Runden Tisch angeregt, an der die Führer aller Parteien teilnehmen sollen.
betrag von rund 18 Million«, Mark bringen. Wenn die Stadt nicht ball ausreichende Hilfe erhalte, so werde sie dem, nächst nicht mehr in der Lage sein die Unterstützungen. Löhne Ufa voll auszuzahlen. Im Januar werb das gesamte Steueraufkommen allein vq den Wohlfahrtslasten aufgezehrt werden.
Auch Dresden * Schwierigkeiten.
Dresden. 7. Jan. Nachdem die Stab Dortinund als erste deutsche Großstadt bi Zahlungen der Tilgungs- und Zinsbetrag aut ihre Darlehensschulden ab 1. 3anuai nicht mehr zahlen kann, ist nunmehr auch b« Stadt Dresden nicht in der Lage, bi Januarzinsen auf die kurzfristigen Inland; schulden bereitzustellen.
Berlin, 7. Jan. Bei Ullstein ist die Tagesschicht der Rotationshilfsarbeit« wegen des auf Grund bet Rotverordnuq durchgeführten Lohnabbaues in bei Streik getreten. Die Hilfsarbeiter bt
Unterbrechung der Konferenz von Lausanne?
Zur Vermeidung eines Provisoriums — Die Forderungen Englands
Abend, mit viel räumlichen und zeitlichen Schwierigkeiten, mit garkeinem Kontakt und der unerwarteten Erklärung: Prophylare. Danach dürfen die Junggesellen auf atmen — und das Publikum auch.
Der Einfall stammt im Grunde von Shaw oder Bourdet, wächst auf einer Umkehrung normaler bürgerlicher Vorstellungen. Das schwache Geschlecht — das sind heute nicht mehr die Frauen, sondern die Männer. Sie sind der stärkeren Vitalität der Frauen nicht mehr gewachsen, sie sind immer noch sympathisch. aber etwas reichlich dumm. Man kann die ganze Terminologie des früheren Umgangs mit Frauen heute auf fieanroenben: es stimmt fast immer. Meint der Dichter. Im übrigen bleibt abzuwarten, ob diese Art Prophylare allen Bruch aus der Welt schafft. Bei den Männern soll sie nicht immer gewirkt haben. Immerhin ist sie hier, mit vertauschten Rollen, das, was man einen Einfall nennt. Kein sehr tiefer, kein sehr ergiebiger, kein sehr wahrscheinlicher, aber, witzig und schwungvoll demonstriert, hätte er eine Stunde tragen können. Aber nun wird die Idee vom Dichter ausgewalzt und ausge- guetscht, bis sie nichts mehr hergibt. Und dann wird ein Lustspiel leicht plump und etwas peinlich, zumal wenn der Witz des Autors nicht ausreicht, die Schlagkraft der Dialoge zu beleben.
ff. London, 8. Jan. Die optimistische Stimmung an der Börse, die sich in der Kurssteigerung der deutschen Anleihen ausdruckte, wird von den „Financial News" damit begründet daß die Stillhalteverhandlungen in wenigen Tagen zu einer Einigung führen würden.
Die bisherigen Schwierigkeiten feien dadurch eingetreten, daß die Amerikaner Wechsel verlangt hätten, die ohne weiteres durch die Federal-Reservebank diskontiert werden konnten. Erklärlicherweise habe sich der Widerstand bei deutschen Banken gegen eine so selbstsüchtige Politik der Gläubiger gewandt. Niemand erwarte mehr als eine zeitweilige Regelung der Privatschulden für die nächste Zukunft. Eine Fundierung der Schulden komme zur Zeit nicht mehr in Frage, sodaß höchstens die Verlängerung des Stillhalteabkommens um ein Jahr offen bleibt. Die endgültigen Beschlüsse würden von dem Ergebnis der Tributregelung abhängig fein.
„Daily § er alb“ bemerkt bagegen, daß zu einem Optimismus noch kein Grund vorliege, da sich die Lage noch nicht grundlegend geändert habe, soweit Amerika in Frage komme.
Anmut und Gescheitheit entfalten. 3 o dj* Sauet spielte den Ludwig recht nett, üd* zeugend blasiert und behäbig, mir zuwem ein wenig monoton, so daß die guten PE boxe, die er zu sagen hat, mitunter verM ten. Hans Paetsch war für den ®t benben Generaldirektor zu verträumt « still, zu sehr „guter Junge", wenn er auch ° solcher wohl gefallen konnte. Eine ,S°! Leistung bot. wie immer, Karl Brucks Lorenz. Er spielt markant, mit bioieftiW Schärfe, und reißt seine Rolle bei aller mit immer über das bloß Schwankhafte fl* aus. Sehr ansprechend war das Spiel °° Wolfgang Kühne als Jean, klug diskret, mit die beste Leistung des Abcn-
Wenn das Publikum im allgemeinen r» aufmerksam dem Spiel folgte und bis F Schluß beifallsfreudig blieb, so sehen ® darin die verdiente Anerkennung für hingebende, auch wirkungsvolle Spiel £ von uns hochgeschätzten Ensembles.
auch den Zuschauern dürfte es kaum entgeV daß em wenig Heiterkeit auszulösen .«• die Aufgabe unseres Theaters ist. Wir w gern über dieses und jenes Zugeständnis ° die „Zeit" und den Geschmack hinweg, ne“ uns manchmal über einen blühenden und fl» witzigen Unsinn. Aber auch der Unsinn m eine Grenze haben. Welch seltsamer «J schmack hat unseren Marburger Spiels" erobert! Dr. 'a* |
Das nächste Bolksurteil.
Die Semeiudewahlen in Lippe.
Die Wahlkampagne des neuen Jahres 1932 hebt mit einer Wahl in einem der kleinsten deutschen Länder an. Am kommenden Sonntag wählt man im Freistatt Lippe zu den Gemeinde- und Kreistagvertretungen. An sich mag die Entscheidung des kleinen Landes politisch unbedeutend sein. In Deutschland hat man sich aber im letzten Jahre daran gewöhnt, auch die Wahlen in kleinsten Gebietsteilen als Stimmungsbarometer zu betrachten. Der Wahlkampf in Lippe hat schärfste Formen angenommen. Die großen Massen- parteien, Nationalsozialisten und Sozialdemokraten, halten zahlreiche Versammlungen ab. Nach schwäbischem Vorbild einigten sich in Lippe die Parteien der ehemaligen bürgerlichen Mitte — Dolkspartei, Staatspartei, Wirtschaftspartei, Volksnationale Reichsvereinigung — auf eine gemeinsame Liste. Die Deutschnationalen und die Christlich- Sozialen gehen mit eigenen Listen in den Wahlkampf. Auch in Lippe haben die Parteien ihre besten Männer in den Wahlkampf geschickt. Ein kleiner Auftakt für die Äeichspräsidenten- wahlen und die Wahle« zum Preußischen Landtag.
langen.
Gut unterrichtete Kreise so berichtet die .Financial News", halten die folgende Lösung für möglich: Die Lausanner Konferenz wird sich für einen zweijährigen Zahlungsaufschub entscheiden, der sich an de« Aoungplan hält und bei dem die ungeschützten Zahlungen Deutschlands gegen Erstattung von Eisenbähnbonds zurückgeliehen werden. Die Konferenz werde sich dann bis Juni vertagen und in bei Zwischenzeit mit bei Ausarbeitung eines Planes befassen, der sich an die Darlegung des Baseler Berichtes halten werde. Im Juni soll dann die Konferenz zu einer endgültigen Lösung kommen, die von der Regelung der Kriegsschuldenzahlungen in Amerika abhängig gemacht werde, wobei man z sich der Hoffnung hingebe, daß eine geeignete europäische Front eine Veränderung der amerikanischen Haltung mit sich bringen werde. Frankreich werde durch diese Lösung zunächst zufrieden gestellt sein, während Deutschland erst einmal sechs Monate weiter über den Berg geholfen sei.
Herriot gegen die Streichung der Tribute.
Im „Petit Parisien" gibt der ehemalige Ministerpräsident Herriot einen Ileberblick über die internationale Lage. Seine Ausführungen werden in gewiffer Hinsicht als eine Antwort auf die Forderungen der radikalen Depesche de Toulouse" ausgelegt, die bekanntlich die Aufgabe der Tribute durch Frankreich forderte. Herriot wendet sich gegen die Forderung und stellt sich auf den Standpunkt der französischen Regierung. Er fordert ein zeitlich begrenztes Moratorium, das die Wiederaufnahme der Tributzahlungen durch Deutschland gewährleiste.
Die Regie rettete, was zu retten war, indem sie sich auf die Ausmalung der Einzel- szenen warf, lunb das kam diesen zweifellos zugute. Sie verlegte zudem das MiliAi in das in mancher Beziehung anregende Mar- burgische und sparte dabei nicht mit Situa- tionsMtzen, die dankbar Quittiert wurden. Damit hat sie ihre Ausgabe ebenso gut wie der Bühnenbildner erfüllt. Die größten Möglichkeiten der Darstelluns bietet die Rolle der Dame; es wäre eine umfassende Aufgabe für einen sehr gefeierten Bühnenstern. Edith Berger war ihr nicht ganz gewachsen. Schauspielerisch darstellen, wie verschieden ein und dieselbe Frau drei Männern erscheint, das heißt doch nicht, bei dem einen „Pproßt!" sagen und bei dem anderen lispeln, um dem Dritten gegenüber getrost normal auftreten zu können. Diese Flucht in Aeußerlichkeiten mag sehr unterhaltsam sein, aber sie mißdeutet völlig den sehr wichtigen Begriff des Scheinens, über den bei Schopenhauer einiges von Bedeutung zu lesen ist. Edith Berger hat bisher Talent genug bewiesen, um die Rolle anders anfassen zu können, der ein bißchen kluge Sachlichkeit, doch nicht ohne die Anmut einer großen Dame, ein bißchen Dreistigkeit und Beschwingheit, doch nicht ohne echtes Gefühl, em wenig Herz, doch nicht ohne jede Ironie mannigfachste Rei-e verleihen könnten. Gestern verdarb sie sich viel und konnte, nur selten ihre charakteristische trocken-beschwingte
Berlin, 7. Fan. Zn Berliner politischen Kreisen hält man es auf Grund der letzten diplomatischen Verhau,dlungen für nicht unwahrscheinlich, daß eine Unterbrechung der Konferenz m Lausanne erfolgen wird. Die Konferenz würde dann zu einem spätere« Zeitpunkt fortgesetzt werben.
In Berliner politischen Kreisen betont man. baß Deutschland alles Interesse daran habe, baß eine eetbgültig e Lösung der Tributfrage erzielt werbe. Da zur Zeit jedoch die Aussichten für eine Einigung mit den Alliierten nicht besonders stünden und ein Provisorium höchst unerwünscht wäre, scheine es nicht ausgeschlossen, daß die Reichsregierung einem Provisorium eine Unterbrechung der geplanten Tributkonferenz vorziehe. Im übrigen lasse das Hoovermoratorium Deutschland ja bis MM Juli Zeit. Auch müßten die Alliierten erst Klarheit darüber gewinnen, wie künftig ihre Schuldenzahlung en gegenüber den Amerikanern geregelt würden.
Englische Ansichten über die Tribut- konferenz.
Wie der diplomatische Korrespondent des „Daily Telegraph" meldet, hat das englische Kabinett den Vorschlag ungünstig ausgenommen, wonach die Lausanner Konferenz eine Entscheidung bis zu einem Zeit- runkt nach den französischen Waben hinausschieben soll. Auch der Plan eines „elastischen Moratoriums", deffen Ausdehnung jeweils von der Entscheidung der B. 2. Z. ab- hängen solle, habe keine Gegenliebe gefunden. Diese Pläne berücksichtigen nicht, was Europa und besonders Deutschland gegenwärtig vor allem brauchten: Ein gewiffes Maß von sofortiger Berücksichtigung, da? die Wiederbelebung des Vertrauens und des Kredites einleiten kann. Das lasse sich nur durch fest- umriffene Erleichterungsmaßnahmen bewirken, die sofort anwendbar seien und sich über eine Reihe von Jahren erstrecken müßten. Dementsprechend habe der Ministerpräsident davon Abstand genommen, sich auf Einzelheiten der von England in Lausanne zu verfolgenden Politik festzulegen, sondern habe Sir Frederic Leith Roß nur angewiesen, die Verhandlungen fortzusetzen, um zu einem vorläufigen technischen Abkommen zu ge-
im
------ —itgt werkschaftstreuen Arbeiter des Betriebes, di jtg{ die Mehrheit der Belegschaft darstellen, hab« bte
wesentlich näher gekommen. Die dramatische Unterordnung, so sagt „RewEhro- n i c [ e“, bedeutet die letzte Phase eines langen Kampfes um' die Rettung Deutschlands. Friede und Wohlfahrt Europas würden von seinem Erfolg abhängen. Dr. Brüning verdiene Unterstützung. 2luS diesem und einer Reihe von anderen Gründen fordert die Zeitung eine energische Initiative Englands und der Frage der Tribute der Kriegsschulden, der Währung, der Zolltarife und des internationalen Handels.
Abessinien-.
Berlin, 7. San. Sn einer Baick I filiale Antwerpens wollten vorgester W wie der Lokal-Anzeiger aus Brüssel me *ie bet, zwei Männer, ein Weiher und « •*“ Neger, einen Reisescheck in Höhe von 10 m Pfund Sterling einlösen. Da den N Ech, amten der Scheck verdächtig vorkam, rieft L..l. sie die Polizei herbei, die aber bei ihre« jcha Erscheinen nur noch den Neger vorsanl Der Weihe war unter Drohungen 9 flüchtet. Der Neger erklärte bet seine j£m
Festnahme, er sei der „Staatssekretär de nen
Kaisers von Abessinien". Seine Angai stellte sich aber als glatter Schwind' heraus Bei einer Leibesvisitation wurde 740 gefälschte Reiseschecks über je 1« Pfund bei ihm gefunden. Er hatte » reits 23 Automobile und 900 Uniform« erworben, die nach einem Mittelmeo Hafen verschifft werden sollten. Rachtia lich konnte festgestellt werden, 8aH d< flüchtige Komplize des Negers ein enz Uscher Seemann ist, der zuletzt als Po« ticr in Amsterdam tätig war.