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g OberveNische Zettuus, Marvurg a. L. Donnerstag, d«i 7. Januar 1932

Die Lage dev heimischen Wirtschaft Eesamtsitzung der Industrie- und Handelskammer Kassel

T«*r Dorfitzende, Herr Dr. Karl L. Pfeif- fer, leitete seinen Bericht über die Wirt­schaftslage damit ein, daß er auf den Aus­gangspunkt seines vorjährigen Berichts mn= wies: Ob es nämlich möglich sein würde, durch Preisabbau, verstärkte Kapitalbildung und Wiederbelebung des Vertrauens zu einer Besserung der Wirtschastsverhältnisse in dem nun beendeten Jahre 1931 zu kommen. Da­mals gab die günstige Entwicklung der Han- dellilanz Aussicht auf einen Aufstieg. Diese hat sich fortgesetzt, der Ausfuhrüberschuß von 3,644 Millionen in den ersten elf Monaten hat uns geholfen, dem Auslande gegenüber zahlungsfähig zu bleiben. . Ein Preisabbau ist in bemerkenswertem Umfange fast nur bei den ausländischen Rohstoffen elngetreten, die Löhne sind nur in bescheidenem Umfange ge­senkt worden die sozialen Ausgaben gestiegen, ebenso die Steuern. Anstelle vermehrter Ka­pitalbildung trat das Gegenteil, geradezu Kapitalvernichtung ein, und zwar aus dem Grunde, weil die dritte Voraussetzung des Aufschwungs das Vertrauen infolge der be­kannten Verhältnisse im Auslande und im In- lande vollständig verloren ging. Die Reichs­dank verlor vom 30. Mai bis 15. Juli 1,086 Millionen Gold und Devisen, zwei Fünftel ihres Bestandes, die Kreditbanken büßten in der gleichen Zeit 2 Milliarden — ein Fünftel an Kreditoren ein. Mit 5 440 000 Arbeit­suchenden im Reich ist das Wirtschaftsleben beute auf einem Tiefpunkt angelangt, wie er schlimmer kaum zu denken ist.

Die Zahl der Konkurse

hat sich im Kammerbezirk von 145 im Vor­jahre auf 230 vermehrt. Es ist notwendig, im besonderen die Verhältnisse im Kammerbezirk näher darzulegen. Be­sonders ungünstig liegen die wichtigsten Indu­striezweige der Eisen- und Maschinenindustrie. Die Produktion der Lokomotivfabrik betrug 1931 nur noch 13 v. H. ihrer Leistungsfähig­keit von den Eisenbahnwagenfabriken ist eine Fabrik Mitte Dezember vorläufig stillgelegt worden, die andere hofft man mit einer stark verringerten Arbeiterziffer bis zum Herbst durchzuhalten. Eine Maschinenfabrik hat zur­zeit noch Rusienaufträge auszuführen, eine andere in Hersfeld, bie bis vor 2 Jahren stark beschäftigt 'war, arbeitet unter Berücksichti­gung der Zeitkürzuna zu etwa 25 v. H. Sehr schlecht sind die optisch-geodätischen Werke be­schäftigt. Im Schmalkaldener Bezirk beträgt der Rückgang der Industrie mengenmäßig 15 bis 40 v. H., wertmäßig 30 bis etwa 47 v. H. Gerade in den letzten Monaten war die Ent­wickelung allgemein sehr ungünstig.

Die Basaltwerke waren, abgesehen von Schotteraufträgen der Reichsbahn, im zweiten Halbjahr schlecht beschäftigt, es fehlte an Strahenbauaufträgen; die Tonwerke lagen wenig günstiger, ein Schamottewerk wurde stillgelegt.

Infolge des Darniederliegens der Bau­tätigkeit hatten die Ziegeleien eine so geringfügige Produktion, daß sie von einem Betriebe hätte geleistet werden können. Die Immenhäuser Glasfabrik liegt schon seit Mitte 1930 still. Die Sägewerke arbeiten infolge des Preisrückganges auf dem Holzmartt nur zu etwa 20 v. H. Die Faßindustrie, ein früher sehr bedeutendes Unternehmen, in dem drei Werke zusammengeschlosien waren, hat sich wegen ständigen Absatzrückgangs zur Liqui­dation entschließen müssen.

Angesichts dieser Verhältnisse möchte man an der Möglichkeit einer wieder aufsteigenden Entwicklung des Bezirks zweifeln, wenn nicht eine größere Anzahl von anderen Bettieben günstigere Ergebnisse aufzuweisen hätte, so die Textilindustrie. Die Segeltuch­webereien hatten zwar einen erheblichen Rück­gang, mengenmäßig um 10—35 v. H., wert­mäßig (wobei aber der Rückgang der Baurn- wollpreise zu berücksichtigen aber mmerhin noch etwa drei Fünftel der Arbeiter und Ange­stellten von 1929. Die Jutefabrik hat ihre ge­samte Belegschaft weiter beschäftigen können. Die Tuchfabriken hatten nicht gleichmäßig zu tun, anscheinend ist der Auftragsrüagang" teil­weise durch die Erwartung billigerer Preise verursacht worden.

An der Texttlindusttie hat die Wirtschaft des Bezirks einen wesentlichen Rückgang, weiter aber auch an den Bergbauunter­nehmungen. Der Kaliavsatz liegt um 32 v. H. unter dem von 1928, der Minderabsatz ist in erster Linie durch Ausfuhrrückgang, weniger durch die Abnahme der deutschen Landwirtschaft verursacht worden. Die Kali­industrie ist aber im innersten Kerne gesund, zumal, da sie auch die Ausbeutung von Pettoleumvorkommen aufgenommen hat bzw. aufnehmen wird. Im Braunkohlenbergbau lagen die Bettiebsverhältnisse verschieden, ins­gesamt ist die Produktion um 22 v. H. zurück­gegangen, am meisten der Tiefbau.

Bei einer Reihe von anderen Industriezwei­gen ergaben sich gegen 1929 Rückgänge um 25—30 v. H., verschiedene Unternehmungen konnten aber die Produktion auch steigern, es gibt also noch solche, die vorwärts kommen. Den Mühlen kam bei der Versorgung mit Jnlandsweizen auf Grund des Beimahlunos- zwanges die frachtgünstigere Lage gegenüber den westlichen Mühlen teilweise zugute, die Roggenversorgung war infolge des Anbau­ruckganges ungenügend. Ungünstig war die Lage der Brauereien, die Viersteuer einfchl. der städtischen beläuft sich auf 22 3{Jt je Hektoliter bei einem Preise von etwa 40 eine Preissenkung für Bier kann also nut in Frage kommen, wenn die erheblich überspannte Viersteuer ermäßigt wird. Ver­hältnismäßig günstig schloß die Rährmittel-

industrie ab, weniger die Zuckerindustrie. In der Tabakindustrie vollzog sich nad> der durch die Zollerhöhung verursachten Vorversorgung Ende 1930 ein starkes Abfinken in den ersten Monaten, dann folgte eine Hausse in Zi­garillos, jetzt ist der Geschäftsgang nicht aus­reichend und die Arbeiterschaft zum großen Teil arbeitslos.

2m Derkehrswesen zeigte sich in Aus­wirkung der allgemeinen Verhältnisse natür­lich ein erheblicher Rückgang, besonders stark war dieser bei der Fuldaschiffahrt.

Die Wirkung der Notverordnung.

Die Reichsregierung hat ihre lange ver­mißten Beschlüsse erst spät gefaßt, mit der Notverordnung vom 6.12.31 hat sie dann aber Eingriffe in das Wirtschaftsleben vorgenom­men, die in diesem Maße nicht erwartet wor­

den waren. Während eine Rückbildung der Löhne bisher nur in geringem Umfange er­folgt war. find jetzt

Lohuferckuugen veranlaßt worden, die aus die Preisgestaltung nicht ohne Einfluß bleibe« werden.

Für die Wiederbelebung der Bautätigkeit er­scheint eine weitere Herabsetzung der Bau­arbeiterlöhne erforderlich. Hinsichtlich der Sozialversicherung hat die letzte Notterord- nung keine Aenderungen grundsätzlicher Art getroffen. Ihre Auftechterhaltung ist eine un­erläßliche Notwendigkeit, sie muß aber der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit angepaßt werden.

Von großer Bedeutung ist die Herabsetzung der Tarife der Derkehrsanstalten, Reichs­bahn und Reichspost. Bei den Bahntarifen

Die Durchbruchstelle des Kinzigdamms bei Kehl.

In allen Teilen des Reiches bat die überraschend schnelle Schneeschmelze zu Hochwasierkatastrophen von größtem Ausmaße geführt, die unabsehbaren Schaden angerichtet und an verschiednen Orten sogar Menschenleben gefordert haben. Mehrfach erlitt auch der Eisenbahnverkehr durch Damm- brüche Unterbrechungen.

werden sich im einzelnen allerdings uner­wünschte Verschiebungen ergeben, so ist zu be­fürchten, daß die Braunkohle, die nur auf kürzere Entfernung verfrachtet wird, wofür sich die Tarifsenkung weniger auswirkt von der Steinkohle zurückgedrängt werden wird. Eine Ermäßigung der Holzfrachten in die sächsischen Absatzgebiete ist dringend erforder­lich. Auch bei den Postgebühren hat man sich zu einer Senkung, die der gesamten Bevölke­rung zugute kommen wird, entschlosien.

Die Hoffnung auf eine steuerliche Ent­lastung der Wirtschaft, die wegen der Not­wendigkeit einer Kapitalbildung nament­lich auf de« Gebiete der direkten Stenern dringend erforderlich wäre, ist enttäuscht worden.

Die Erhöhung der Umsatzsteuer, die als Ersatz für die Ausfälle an direkten Steuern wohl nicht zu vermeiden war, wird leider der Preissenkung entgegenwirken und den ein­zelnen Betrieb, besonders im Groß- und Ein­zelhandel belasten; eine Pauschalierung er­scheint als ein dringendes Erfordernis. Be­grüßenswert ist die K a p i t a l f l u ch t - steuer, wobei man allerdings fragen möchte, warum sie auf die Zeit vom 31.3.31 bis Ende 1932 beschränkt worden ist. Das Erfreuliche ist die Festlegung des Abbaues der Hauszins- steuer, die hoffentlich zur Tatsache werden wird. Die Frage der Zinssenkung ist von großer allgemeiner Wichtigkeit. Eie hat ein wesentlich anderes Gesicht erhalten im Zusammenhänge mit der Devisenbewirtschaf­tung und mit der Loslösung unseres Kapital­marktes vom Weltmartte. Früher wurde die Notenbankpolitik bestimmt von dem Bestreben, Auslandsgeld heranzuziehen. Das hat sich ge­ändert, denn auf Auslandsdarlehen können wir nicht mehr rechnen und können demnach unsere Zinspolitik nach eigenem Ermessen ge­stalten. Die Diskontsenkung um 1 v. H. und die Lombardermäßigung um 2 v. H. haben die sofortige Senkung aller Banktteditzinsen um 2 v. H. zur Folge gehabt. Die Notverordnung will aber darüber hinaus eine weitere Ent­lastung durch Ermäßigung der Kreditpro­visionen schaffen, Verhandlungen darüber find int Gange. Die einschneidendste Maßnahme der Notverordnung ist die zwangsweise Senkung aller Zinsen für Hypo­theken und Obligationenanleihen. Diese Zwangskonversion ist ein einzigartiger Vorgang in der Finanzgeschichte; wie er sich aber auf die Geldinstitute auswirken wird, muß dahingestellt bleiben. Für die Schuldner nimmt man eine Ersparnis von 700 Millionen Reichsmark an, die in der Hauptsache dem Hausbefitz zugute kommen wttd Sehr erfreu» lich ist es, daß die Regierung dem Verlangen nach Devalvatton nicht nachgegeben hat. Auch der Versuch zu einer solchen würde uns in eine Krisis gestürzt haben, aus der eine Lösung kaum möglich erscheinen könnte.

Der Hauptzweck der Notterordnung war die Herabsetzung der Preise.

Bereits vorher hatten die Rohstoffe stark, die Halbstoffe in geringerem Maße nachgegeben.

Fest lagen bisher die Kartellpreise, trotz der abfinkenden Konjunktur hatten die Kartelle teilweise zu stark daran festgehalten. Die Notverordnung geht nunmehr auch gegen die gebundenen Preise vor. Eine Reihe von wesentlichen Ermäßigungen (Eisen, Kali, Kohle, Zement) sind bereits erfolgt: es fragt sich, ob die öffentlichen Betriebe, Stra­ßenbahnen ufro. folgen werden. Die Frage ist, ob der Preisabbau zu einer Neubclebung der Wirtschaft genügen wird, ob es gelingen wird, Löhne und Preise in Einklang zu bringen und ob unsere Konkurrenzfähigkeit gegenüber dem Auslande in ausreichendem Maße ge­stärkt werden wird.

Die Reichsregierung steht vor weiteren gro­ßen und wichtigen Aufgaben. Sie muß mit allem Nachdruck sich den Schwierigkeiten widersetzen, die unserer Ausfuhr vom Aus­lande gemacht werden, muß Maßnahmen glei­cher Art, wie sie andere Länder anwenden, er­greifen. Bisher hat sie in dieser Hinsicht all­zuviel Langmut gezeigt. Bei den Stille­haltungsverhandlungen muß sie vor allen Din­gen darauf bestehen, daß wir mit den für unsere Ernährung und Produktion nolwendi- gen Stoffen versorgt werden bevor wir Rück­zahlungen auf Auslandsdarlehen leisten können.

Sie muß für die Aufhebung der Repara­tionen eintreten, nachdem die Welt ein­gesehen hat, daß diese nicht nur für uns, sondern für Alle ein Unglück sind.

Aber auch für jeden Einzelnen in Industrie und Handel erwachsen ernste Aufgaben. Es ist kein Zweifel, daß zahlreiche Firmen nicht sowohl durch den Zwang der Entwicklung, als vielmehr durch die Unfähigkeit^ sich anzu­passen, zugrunde gegangen sind; sie haben un­verantwortlich große Läger gehalten, die Außenstände nicht mit dem nötigen Nachdruck eingetrieben, ihre Organisation nicht mit der erforderlichen Straffheit zusammenzufassen vermocht.

Das Jahr 1932 wird die Entscheidung brin­gen darüber, welche Unternehmungen lebens- Wig find und bleiben werden. Wer seinen Betrieb in Ordnung zu halten vermag, wird auch dieses ttittsche Jahr überstehen. Für unser Volk als Ganzes und für unsere Wirt­schaft im besonderen gilt das Wort: Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott!

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Freitag, den 8. Januar.

6.15: Wetterbericht. — Anschließend: Mor­gengymnastik. — 7.15: Konzert. — 12.05: Schallplatten-Konzert. — 13.05: Konzert. — 17.05: Konzert des Freiburger Konzett­orchesters. — 18.40: „Rechtsfragen des All­tags", Vortrag. — 19.05: „Zähne, Kiefer und Sport", Aerztevortrag. — 19.45: Deut­sche Humoristen: Wilhelm Schüssen. — 20.05: Symphonie-Konzert der Stuttgarter Phil­harmoniker. — 22.00: Schwäbische und baye­rische Volkslieder zur Laute. — 22.25: Zeit­angabe, Wetterbericht, Winterspottmeldungen. Iagesnadjrid)ten, Sportbericht. — 22.40:

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1931. Der Berichtsmonat weist mithin eine Abnahme um 191,55 Mill. Mack

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Generalleutnant von Rundstaedt.

Zum Nachfolger des ausscheidenden fehlshaber des Wehrkreiskommandos

WirWaft und stände!

Berliner Devisenbericht vom 6. Januar. Pestet.

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Warenmärkte

Getreide in 1000 Kilogr., Wehl und mittel je 100 Kilogramm.

Helsingsors 6,044—6,056, Wien 49,95 bis 50,05, Prag 12,47—12,49, Budapest 64,93 Ibis 65,07, Sofia 3,057—3,063, Holland 169,13—169,47, Oslo 77,17—77.33 Kosten- Hagen 78,12—78,28, Stockholm 80,02 bis 80,18, London 14,12—14,16, Buenos Aires

Berliner Getreidemarkt vom 6. Januar.

Wei-en 221—223, Roggen 187—189, Braugerste 153—165, Futter» und Indv- sttiegerste 148—152, Hafer 134—142, Wei­zenmehl 27—31, Roggenmehl 26^—28, Wer» zenkleie 8,75—9,00, Roggenkleie 9,00 bst 9,50 Mark.

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Die «inst Zerkef Staat!

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Gottesdienst der '«raelitischen Gemeinde.

Sonnabend, den 9. Januar.

Vorabend 16.35 Uhr: 8.30 Uhr: 16 Uhr- Ausgang 17.35 Uhr. An Wochentagen 7 Uhr: 19 Uhr.

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gegenüber einer Abnahme um 283,34 Mill. Mark im Oktober 1931 auf.

Ende November 1931 beliefen sich bie OI Sparkasseneinlagen bei den deutschen---

Sparkassen auf 9744,67 Mill Mark gegen­über 9936,22 Mill. Mark Ende Oktober wkderr

(Berlin), Generalmajor v. Stülpnagel, wurde Generalleutnant von Rundstaedt kstrha ernannt. verde:

Paris 16,52—16,56, Schweiz 80,12—82.28, Spanien 35,66—35,74, Danzig 82,02 bst 82,18, Japan 1,449—1,451.

sionen bereit.

Frankfurter Getreidemarkt vom 6. Jan.

Weizen 232,50, Roggen 217,50, Sommer­gerste für B-rauzwecke 175, Hafer 147,50 bis 155,00, Weizenmehl südd. m. Aus« tauschw. 35—36, Sondermahllmg 33,25 bis 34,25, niedenh. m. Anstauschw. 35,00 bis 35,75, Sondermahlung 33,25—34,00, Rog­genmehl (60 Proz. Ausmahlung) 30—31. Weizenkleie 8,00, Roggenkleie 8,75.

Gießener Schweinemarkt vom 6, Januar.

Der heutige Gießener Schweinemarkt war infolge der ungünstigen Witterung nur mit 153 Ferkeln beschickt. Nach gutem Handelsverlauf verblieb geringer Ueber- stand. Man bezahlte für Ferkel bis zu 6 Wochen alt 12—15 Mark, 6—8 Wochen alt 15—17 Mark, 8—13 Wochen alt 17 bis 25 Mark.

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Das Geschäft im Produktenverkehr hat Anlaß heute wieder merklich nachgelassen, wofür ten ' teilweise der Feiertag in Westdeutschland Äspitt maßgebend sein dürste. Rach den Preis­steigerungen der letzten Tage machte sich I am Weizenmarkte eine merkliche Beruht- ststsetz gnng geltend. Die Mühlen können den ge- motzgc sttegenen Rohmaterialpreisen entsprechende Mehlsorderungen nicht durchholen, so daß um hi sie beim Einkauf vorsichüger waren. In- Achm folgedessen ttat das Angebot vereinzelt Dittel etwas mehr in Erscheinung und aus burg-t Promptmarkte lauteten die Gebote 2RW. niedriger als gestern. Im handelsrecht­lichen LieserungSgeschäst Betrugen die Preisabschläge sogar bis zu 3 RM. Wer- zenmchl hat wieder ruhigeren Absatz Bei unveränderten Forderungen, von Roggen­mehl sind billigere Provinzsabrikate etwas gefragt und im Preise erhöht. Am Hafer­markte war der Konsum mit Anschaffungen vorsichttger, die Preisrückgänge am Liefe­rungsmarkte waren allerdings stärker als im Promptgeschäft. Gerste weiter schlep­pend. Für Weizen-- und Roggenexpott­scheine waren die Abgeber zu Preiskonzes-

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