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Auch ein SM -er ZeitvrrWtMe

Der beliebte „Marburger Akade­mische Adrehkalendrr', der seit Jah­ren von der N. G. EtwerLschen Universitäts- Buchhandlung herausgegeben wurde, i|t für 1932 nicht erschienen. Da auch das künstle­rische Jahrbuch „Hessenkunst", von dem bereits 24 Jahrgänge vorliegen, für 1932 ebenfalls ausgefallen ist, teilt uns die N. G EKoert'sche Verlagsbuchhandlung auf unsere Rückfrage mit, baß die Sparmaßnahmen der Regierung besonders auf dem Gebiete der Kulturetats dem Buchhandel gegenüber sich geradezu katastrophal auswirken, so baß die­ser seKst gezwungen ist, zu den äußersten Sparmaßnahmen und dem Abbau jeder nut möglichen Geschäftsunkosten zu schreiten. Die Folge davon ist naturgemäß eine geringere Beschäftigung der buck,gewerblichen Betriebe und damit die Gefahr weiterer Arbeits­losigkeit. Einer recht schematischen Preis­senkungsaktion, die neben erheblichen Lager­

entwertungen, also wirtschaftlichen Schäden, eine noch viel größere Verwirrung sowohl in den buchhändlerrschen Betrieben, wie beim Publikum anzurichten geeignet ist, steht an? dererseits die Erhöhung der Umsatzsteuer ge­genüber, die für den Sortimentsbuchhandel untragbar ist, da er auf den Verkauf zu be­stimmt festgesetzten Preisen bei einem immer bescheidneren Nutzen angewiesen ist. Man sieht also auch hier, daß die Notverordnung bet einem kutturell so wichtigen Wirtschafts­zweig voraussichtlich nicht zu einer Gesundung, sondern zu einer schweren Gefährdung dreser Betriebe führen wird. Wenn als notwendige Folge werter die Produktion wissenschaftlicher Werke aufhört, ist er* * Wen Endes die deut­sche Wissenschaft, die durch die schematischen Eingriffe in ein so kompliziertes Gefüge, wie es bei deutsche Buchhandel ist, mit betroffen werden muß.

Der «qffhäuserbund für den Wehr­gedanken und Deutschlands Recht auf Sicherheit.

Der Deutsche Reichskriegerbund „Kyff- häufer", der mit seinen, in etwa 30 000 Vereinen zusammengeschiossenen drei Millionen Mitgliedern seit einem halben Jahre in einem bisher sehr erfolgreich verlaufenen Provagandafeldzug zur diesjährigen Abrüstungskonferenz steht, veranstaltet im Rahmen einer Reichs­gründungsfeier am 17. Januar 1932, mittags 11.30 Uhr, im Berliner Sportpalast eine große Kundgebung, in deren Mittelpunkt eine Ansprache sei­nes ersten Bundespräsidenten General d. Art. a. D. von Horn stehen wird. Eine große Zahl führender Persönlichkei­ten des neuen und alten peeres haben ihre Teilnahme als Ehrengäste dieser Veranstaltung bereits zugesagt. Ueber 500 Kriegervereinsfahnen werden ihren feierlichen Einmarsch halten. Den musi­kalischen Teil führen em Massenchor von 600 Sängern und das verstärkte Berliner Philharmonische Orchester aus.

* Das Feuerlöschwesen auf dem Lande. Vom Landratsamt wird uns gemeldet: Nach dem 2. Absatz des § 2 der Polizeiverordnung vom 1. September 1906 und des § der Ordnungen zur Re­gelung Les Feuerlöschwesens muß alljähr­lich tm Januar die Einreihung der dien st pflichtig gewordenen Personen in die Pflichtfeuer­wehr erfolgen. Die Bürgermeister wer­den gebeten, mit den Ortsbrandmeistern ;unb den Zugführern der Pflichtfeuer­wehren diese Einreihung alsbald vorneh­men und danach ein Verzeichnis der vor­handenen Feuerwehrmannschaften nach folgendem Muster aufstellen. 1. Lfde. Nr. 2. Vor- und Zuname, 3. Stand oder Ge­werbe, 4. Alter, 5. Angabe der Stellung in der Wehr, 6. Grund des Ausscheidens aus der Wehr, 7. Angabe der im Besitz des Feuerwehrmannes befindlichen Aus­rüstungsstücke und Abzeichen. Die für eine Ortschaft gebildete Feuerwehr ist einzuteilen in aj Steigermannschaft, b) Spritzenmannschaft, c) Ordnungsmann­schaft. Zu den Steigern, von denen auf jede Spritze mindestens 6 Mann zu rech­nen sind, sind vorzugsweise Turner und Bauhandwerker zu verwenden. Dieses Verzeichnis, dem als Anhang noch ein Verzeichnis der zur Beförderung von Feuerlöschgeräten' und Mannschaften ver­pflichteten Eespannhalter beizufügen ist, muß in einem Aktendeckel aufbewahrt und bei allen Hebungen dem leitenden Brand­meister vorgelegt werden.

• Dolkstrauertag 1932. Der Ausschuß für die Festsetzung eines trauertages hat in seiner letzten Sitzung einstimmig beschlossen, den DolkStrauertag in Deutschland und den deutschen Aus- landsgemeinden zum Andenken an die im Weltkrieg Gefallenen auch im (Zähre 1932 am 5. Sonntag vor Ostern „Reminiszere", also am 21. Februar, in Weicher Weise wie in den Vorjahren zu feiern. 3n der Sitzung ist auch Wer «« Absicht der preußischen Regierung, den Toten­sonntag für Preußen zum VoMStrauertag zu bestimmen, diskutiert worden. ES ist dabei nicht eine Stimme für den Toten­sonntag laut geworden. Sämtliche Ver­treter sprachen sich einstimmig für den Sonntag Demimszere aus.

* Weihnachtsgeschäfe ent­lastet Stellen markt nicht! Rach Mitteilungen der Kaufmännischen Stel­lenvermittlung des Deutschnattonalen Handlungsgehilfen-Verbandes hat das Weihnachtsgeschäft keine erwähnenswerte Entlastung des kaufmännischen Stellen- marttes gebracht. 3m ganzen Reich find Weihnachtsaushilfen nur in beschränktem Umfange eingestellt worden, von den Kaufhäuser» wurden wie in den ver­gangene» Jahren verheiratete Frauen, die früher als Verkäuferinnen bort tätig waren, kurzfristig, oftmals sogar nur stun­denweise, eingestellt. Männliche Verkauss-

®ann werden ite Tarife der Städtischen Werke gesenkt?

Man schreibt uns:

3m Rahmen der Preissenkungsaktion der Reichsregierung ist den Kommunen dringend empfohlen worden, den Tarif der städttschen Werke baldigst zu senken. Auchdie Stadt Marburg wird um diese Frage nicht herumkommen, denn auch in Marburg sind die Gehälter und Löhne um 10 Prozent und mehr gesenkt, sind die Koh­len billiger geworden. Gewiß wird jeder anerkennen, daß die Stadt auf die Erträge der stabt. Werke, die nun einmal die melkende Kuh der Kommune sind, angewiesen ist, zu­mal die Zahl der Wohlsahttserwerbslosen weiter steigen wird. Aber auf der anderen Seite darf man doch nicht vergessen, daß die Werke selbst erhebliche Ersparnisse durch die Senkung der Kohlenpreise und durch die am 1. Januar bindend gewordenen Lohnsaikun- E erzielen, nachdem die Gehaltssenkungen

n nicht unbettächtllche Ersparnisse ge­bracht haben. Auf den Kopf des einzelnen Verbrauchers wird die Senkung zwar nicht viel ausmachm, aber jeder einzelne hat jetzt mit Pfennigen zu rechnen. Gerecht wäre es auch, wenn man die Tarife lediglich nach Meng en verbrauch Raffelt und die Grundgebühren endlich fallen läßt. Das Volk soll zur Sparsamkeit erzogen werden, hier ein gutes Mittel dazu. Die Bevölkerung bringt täglich aufs neue Opfer, daher muß sie auch erwarten, daß die Kommune mitgeht bei der Preissenkungsaktion. Also warum noch zögern? Andere Städte geh« bereits vor­an. E. R.

kräste fanden nur selten eine Aushrlfs- stellung. Ungünstig wurde der Stellen­markt durch erneute Sttllegungen und Zahlungseinstellungen in Industtte und Handel beeinflußt. Die Lage auf dem kaufmännischen Stellenmarkt wird gekenn­zeichnet durch die für die Kaufmännische Stellenvermittlung des Deutschnationalen Handlungsgehilfen-Verbandes errechnete Andrangsziffer: 89,3 Bewerber auf eine neugemeldete offene Stelle im Dezember 1931, gegenüber 85,5 im November 1931 und 39,6 im Dezember 1930.

* Die Wahlen bei der Indu­strie und Handelskammer Kas­sel für das Präsidium, den Einzelhan­delsausschutz und den Verkehrsausschutz hatten im wesentlichen das gleiche Ergeb­nis wie im Vorjahre. Zum Vorsitzenden wurde Herr Dr. h. c. Karl L. Pfeiffer, zum stellvertretenden Vorsitzenden Herr Konsul Reichhardt wiedergewählt. In den Einzelhandelsausschuh wurden neu gewählt die Herren Paul Pistor i. Fa. Ludwig Wilhelm Pistor, Schmalkalden, und Paul Lange i. Fa. Paul Lange, Kas­sel. — Der Haushaltsplan der Kammer für 1931/32 der in Einnahme und Ausgabe mit je 108 500 JC abfchlietzt, wurde angenommen.

• Anstalten Hephata. Man schreibt uns: Wenn in diesen Tagen der Sammelbote von Hephata an unsere Türe klopft, dann kommt er nicht allein. Durch ihn bitten die Hunderte von Elenden und Armen, welche Hephata versorgt und pflegt: vergeßt uns nicht und verlaßt uns nicht in diesen schweren Ta­gen! Sollten sie umsonst bitten? Jetzt muß sich zeigen, ob die Treue, die bisher viele in Marburg den Anstalten Hephata gehalten haben, indem sie immer wieder eine Gabe für sie übrig hatten, sich auch in diesen Notzeiten bewährt. Jetzt bekommt die Gabe, die viel­leicht früher aus dem lleberfluß, jedenfalls ohne eigene Entbehrung gegeben werden konnte, den Wert echten Opfers. Sie darf nicht fehlen, denn Hephata hat sie heute mehr denn je nötig. Wie überall, so wächst auch dort die Not, und die Zahl derer, die Hilfe suchen, wirb nicht kleiner, sonbern täglich größer. Wir ha­ben ben Todestag bet heiligen Elisabeth fest­lich begangen. Möge es eine schöne Frucht bieses Feierns Jein, baß wir in ihrem Geiste ben Aermsten schenken unb bannt ihr schweres Los lindern helfen.

Gottesdienst.

Donnerstag, den 7. Januar.

Ockershausen. 20 Uhr: BibMuude, Mr. Bork.

Sekt« 4 .

Marburger Stadtzritimg

Mei-Wt-er und MetsverzeichrMe

Wie der Amtliche Preußische Presse­dienst einem gemeinsamen Runderlah des Ministers für Handel und Gewerbe und des Innenministers an alle Polizeibehör­den entnimmt, ersuchen die beiden Minister im Einvernehmen mit dem LandwittschastS- minister, der Durchführung der Verordnung des Reichskommissars für Preisüber­wachung über Preisschilder und Preisver­zeichnisse vom 17. Dezember 1931 be­sondere Aufmerksamkeit zuzvwen-- den. Im Falle eines Zutorderhandelns gegen die Vorschriften der genannten Ver­ordnung werden di« Polizeibehörden ange­wiesen, im Wege der polizeilichen Ver­fügung unter Androhung der im Polizei- vertoallungSgesetz vom 1. Ium 1931 auf» geführten Zwangsmittel für die Durch­führung Sorg« zu tragen. Dem ReichS- kormnissar für Preisüberwachung ist durch die Hand des Regierungspräsidenten Be­richt zu erstatten, wenn infolge hartnäckiger und böswilliger ZuloidechanrMng gegen die Vorschriften der Verordnung di« Un­tersagung der Fortführung von Betrieben oder die Schließung von BetriebS- und Geschäftsräumen angezeigt erscheint.

Sammrmürkte

tm Reg.-Bez. Kassel.

Am 7. in Fulba Rind« und in Kassel Schlachtvieh; am 8. in He.-Oldendorf Rind und Schweine; am 9. in Hanau Fer­kel und Wochenmarkt: am 11. in Kassel Schlachtvieh und in Rinteln Rind, Pferde und Schweine; am 12. in Kirchhain Rind und Schweine und in Poppenhausen Kram; am 13. in Hanau Wochenmarkt; in Kasiel Pferde, in Wächtersbach Rind und in Wetter Kram; am 14. in Kassel Schlachtvieh; am 16. in Hanau Ferkel- und Wochenmarkt; am 18. in Hilders Kram und Schweine und in Kasiel Schlachtvieh; am 19. in Hünfeld Schweine; am 20. in Hanau Vieh- und Wochen­markt; in Kasiel Zuchtschweine und in Sontra Kram, Rind nd Schweine; am 21. in Kassel Schlachtvieh und in Tann Kram unb Schweine; am 23. in Hanau Ferkel- unb Wochenmarkt; am 25. in Kasiel Schlachtvieh; am 26. in Kirchhain unb Obernkirchen Rinb unb Schweine; am 27. in Hanau Wochenmarkt und in Ziegen­hain Kram; am 28. in Burghaun Schweine, in Fulda Rind und in Kasiel Schlachtvieh; am 30. in Hanau Ferkel- und Wochen markt.

* Eine stürmische Rächt. In der Macht von gestern auf heut« gingen bei stürmischem Wetter tote bei größere Regen­massen über unsere Gegend nieder. Das Hochwasser der Lahn ist wieder ge­stiegen. Größer« Schäden entstanden nicht, auch die Lichtleitung blieb in Takt.

* Unfall. Im Stadtwalbe zu Batten­berg ereignete sich beim Holzfällen ein be» bäuerlicher Unglücksfall. Der Holzhauer H. Dornseif würbe beim Fällen eines Baumes von einem biden Ast getroffen unb zu Bo- ben geschlagen. Er trug schwere Verletzun­gen an ber Schulter, am Dein unb am Knie bavon unb mußte nach Anlegung eines Not- oerbanbes m eine Marburger Klinik über» geführt werben.

'Die Sammlung für die Winter­hilfe erfolgt durch die Reichswehr am Frei­tag, 8. Januar 1932, in folgenden Straßen: Friebrich-Siebert-Weg, Weinberg, Wilhelm- Roserstraße, Am Schlag, Hainweg, Auf bem Schloß, Behringwsg, Rotergraben, Sauers­gäßchen, Renthofstraße, Gartenweg, Lecker­gäßchen, Markt, Marktgasie, Hirschberg, Schuhmarkt, Metzgergasse, Lahntor, Unter­gasse, Hof stabt, Langgasse, Augustinergasse, Am Plan, Aulgasse, Krebsgasse, Barfüßer- straße, Barfüßertor, Kugelgasse, Nikolaisttaße, Luth. Kirchhof, Sybelstrcrße, Lutherstraße, Sanbweg, Rotenberg, Ealoinstraße, Ockers- Häuser Allee, Labichtalsgaste, Taubenweg, Ziegelstraße, Am grünen Hang, Stadtteil Ockershausen. Die Sammlung beginnt je­weils vormittags um ’/slO Uhr.

* Kohlenverbtlligung für bi« hilfsbedürftige Bevölkerung. Zu dem gestrigen Artikel muß nachgetragen werden, daß jeder Bedürftige monatlich zwei Zentner verbilligte Kohlen erhallen kann. Der Preis liegt pro Zentner 15 Pfg. (nicht 30 Pfg.) unter dem Tages­preis. Der in dem gestrigen Artikel er­rechnete Preis von 30 Pfg. güt also für die beiden Zentner.

* Wechsel in der Intendantur des Eruppenkommandos. Erst im Herbst 1931 wurde als Nachfolger des Intendanten beim Gruppenkommando 2, des Wirklichen Geheimen Kriegsrats Bartholdy, Herr Haak nach Kasiel versetzt. Inzwischen wurde vom Reichswehr-Mini­sterium eine abermalige Neubesetzung die­ser Stelle des obersten Heeresbeamten tm Bereich der Gruppe 2 verfügt: Mit Wir­kung vom 15. Januar ab wird Intendant Haak in gleicher Eigenschaft zum Wehr­kreis IV nach Dresden versetzt Sein Nachfolger in Kasiel wird Intendant Piesting, bisher als Intendant beim Wehrkreit IV, tätig.

OdetttelsisAe Zeit«,«, Marburg a. L., Donnerstag, den 7. Januar 1932

Nr. 5

27-41

4. Bdfwehte:

40-*

bauen

chen Ausmaß gebesiert. Hafer gleichsald fest und im Preise 1 Mk. höher.

Auftrieb: 151 Rinder, 811 Kälber, 31? Schafe unb 410 Schweine. — Marktoerlaiu- jRäbex und Schafe rege; Schweine fäteppe*

Tagesanzeiger.

Donnerstag, den 7. Januar.

Schloß-Cafe Marburg: Ab 20 Ahr Ganz-Abend.

Cafe Markees, Reitgasse: 20 Ahr: Konzeit Cafe Vetter, Reitgasse: 20 Uhr: Konzert Stadttheater: 20 Ahr, Stadtfäl«: „War, guerita: 3“, Lustspiel in 3 Akten.

Stadtkeller: Ab 20 Ahr: Großes Bockbier, fest unter Mitwirkung von Charlotir Schütze und Tom Gruszka.

Capitol. Biegenstrahe: 17 und 20.15 Ahr „Eine Ballnacht".

Kamera, Kasernenstt.: 17 und 20.15 Ahi j^Ich bleib' bei Dir bis morgen früh'

Liedertafel Warburg: 20.30 Ahr: Sing stunde.

ftettlAaeine über 300 $fb. Lebendgewicht vollkleiich.Schweine o. c e.240—300 XÜ.Vbbg. vollfteijch. Schweine v.ca200—240P.Lbdg. vollkleiich.Schweinev.ca.l60— 200 P.Lbdg. fleischig« »chweine v.ca.120—ISOPs.Lbdg. Keti&ige Schwein« unter 120 Psd-Lddg.

Mit SlrWttottMmgen

r. Frankfurt. 7. Ian. 3m heutige« Dorinittagsverkehr herrscht« an der Börm weiterhin eine feste Stimmung. Die Karst lagen durchweg über den gestern abend get nannten. Vor allem regte der feste Ver lauf der Reuyorker Börse an. Im Bov dergvund standen gan zbesonderS deutsch Bonds, die im Verlauf 8 Prozent ge» Itoannen. Die allgemeine politische & ftiation wird heute etwas gönfäger be urteilt. Weiteres Interesse bestand f& Pfandbriefe und Industrieobligattonen.

r. Berlin, 7. Jan. Die Tendenz al Inlandsbrotgetreidemarkt ist fest. Ti Nachfrage hat sich gebeffett. Die Liest rungspreise für Weizen und Roggen la» ten 1 Mk. höher. Effektivware im gl«*

L ««16er: _

hefte Mast- unb Saugkälber mittlere Mast- und Saugkälber geringe Kälber

** EHastl'ämmer und jüngere

Masttzämmel Wttdeinap

Stallmast mittlere Mastlämmer, älter» Mast- HSmmel und gut genährt» Schaf» fleischiges Schasvieh gering genährtes Schasvieh

Schießsport

Peeisverteilvn« in der Marburger Schütz» gesell schäft.

Die Schütze na esellschaft Mai, bürg 1897 e. V. hielt ihre diesjährig, Weihnachtsfeier am 1. Januar 32 im Kur, Haus Marbach ab. Theateraufführur, gen. Gesang und Tanz lösten einander ab uni ließen für einige Stunden die täglichen Sou gen vergessen. Auch der Weilmachtsmani erschien unb bebachte diejenigen Schühenbrtz. der, die sich im Laufe des Jahres befoubets hervorgetan hatten, mit lustigen Versen uch Geschenken.

Verbunben mit ber Weihnachtsfeier m® die Preisoerteilung für das Preis^ Wanberpreis- unb Kettenschießen. Die Königskette errang jum 3. Male setz 1927 ber Schützenbruber Fritz Vertrag der Wanderpreis für Kleinkaliber wurde von, 1. Vorsitzenden, Schützenbruder Ernst Grov? erschossen. An Preisen erhielten: (3 Schuh. 175 Meter, 20er Ringscheibe): 1. Menz (58 Ringe), 2. Schmikowskn (56 Ringe), 3. BowlS (55 Ringe). 4. Kraus (55 Ringe), 5. Glock (54), 6. Gropp (54), 7. Haas (53), 8. Bettram II, 9. Bettram I mit je 52 Ringen, 10, Raufenhaus, 11. Schebb mit j, 51 Ringen. Es folgen: Mildebranbt, Müller, Meusch unb Errleben. — Den gestiftet« Ehrenpreis für das Pistolenschießen erhiel Schützenbruder Kraus (55 Ringe mit ?

SchlachtMnmrkt Frankfurt tu«.

7. Januar mittags 12 Uhr. (Vorbericbk

Stadt. Dekanntmachun,

Behandlung oufgefunbeitet Luftballons mi wissenschaftlichen Apparat«.

Zur Sicherung der Luftfahrt unb zu wis senschaftlichen Zwecken werben von meteorod gischen Instituten im Deutschen Reich rni Ballons unb Drachen Instrumente aufgt lassen, welche bie Temperatur unb anbei Wetterelemente selbsttätig auf zeichnen. D Finber solcher Ballons ober Drachen m , Registrierinstrumenten werben ersucht, bie a ben Ballons angebrachten Anweisungen nau zu befolgen. In biesen Anweisungen stets bie Drahtanschrift ober ber F bes in Frage kommenden Instituts ent ten. Dem Finber werden bie Unkosten bie Benachrichtigung erstattet. Bei richtiges Behandlung ber Instrumente, die genau gegeben wirb, erhält ber Finder außer eine Belohnung. Die Ball07», Drachen die mttgefühtten Apparate sind Staatseix tum. Böswillige Beschädigung ober ( wenbung wirb strafrechtlich verfolgt.

Marburg, ben 5. Januar 1932. (9

Der Oberbürgermeister als Ortspoi-izeibehörk

I. V. Voß.