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CTerikmf* Bettung. Marburg e. L„ Txmnerstog. tat 7. 3«mar 193fc
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Chinas Bollwerk gegen -ie Barbaren!
Wan-li-tschang-tscheng. die „große, chinesische Mauer"
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3n dem japanisch-chinesischen Konflikt bat bie Gefährdung ber „weiten Wan d", bie auch heute noch fo etwas wie ein chinesisches National- heiligtunt ist, unerhörtes Aufsehen in ganz China erregt.
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fit bie 2450 km lange chinesische Maner
Aelter als bie christliche Zeitrechnung, hat ben Gnmbstein zu biesem gigantischen Be- sestigungswerk ber Kaiser Schi-huang-tt gelegt, um Chinas seßhafte, Jahrtausende alte Kultur zu bewahren vor ben Einfällen räube- ritoer Nomaden. Es beginnt fübwestlich von Sou-tschou in Kansu und zieht sch — zweimal ben Huang-Ho überschreitend — in nord- zstlicher Rchtung hin bis zum Golf von Liau-tung, wo es in ber besonderen starken Befestigung bei Schan-hai-kuan endet.
Im Jahre 221 vor Christi Geburt etwa nmrbe der Grundstein zu diesem ungeheuren Wall gelegt. Mehr als 2000 Jahre ftcht er jetzt, zum größten TeÄ ausgezeichnet erhalten (obwohl im Westen und Süden als Baumaterial nur gestampfte Erde verwandt mürbe) und heute noch nicht ganz ohne strategische Bedeutung. 2000 Jahre chinesischer Geschichte hat dieses Bollwerk ge= scheu, das das „Reich ber Mitte" abschlotz gegen die Ueberfälle seiner Nachbarn. Freud mtb Leid sind an ihm vorübergezogen, uner- hörte Erfindungen wurden gemacht in seinem Schatten und Schutz, unendliche Not ist heremgebrochen über China und bie Chinesen --bie Mauer aber steht! Fast 16
Meter hoch, am Fuhe acht und an ber Krone fünf Meter stark, ragt sie heute noch hoch imb wuchtig über bas Land, krönen heute noch bie starken Wachtürme mit den stark befestigten Toren bie Hügel.
Nicht nur Zeichen wehrhaften Geistes bes alten, längst versunkenen China ist diese Mauer (bie chinesisch Wan-li-tschang-tscheng, mongolisch 3agan Kenne ober „weiße Wanb" heißt), sondern auch Wahrzeichen uralter Kultur, von der heute — nach mehr als 2000 Jahren noch — das berühmte Tor von Kü-jung-kuan mtt seinen vielsprachigen Inschriften zeugt.
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von Paris bis Moska«
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Dreißig Jahre lang haben hunderttausend Menschen Stein auf Stein getürmt, drei- hunderttausond Kubikmeter Sand und Gestein bewegt, bis sie vollendet war. Aus ihrem Material könnte man — so errechneten bekannte Chinaforscher — 120 Cheops-Pyramiden erbauen. Der grundlegende Unter»
rasoei Nachwelt die Größe und die Macht eines - rthi tyrannischen Selbstherrschers zu künden, für ■’ ben nicht nur bei Lebzeiten, sondern nach
c ““ ‘feinem Tode noch Gold, Silber, Geschmeide tungs imb edles Gestein in unbeschränkten Maßen
rt ha zur Verfügung stand, während ber Sklave
uropc und Nilbauer darbte und hungerte. Diese
ilitijj dagegen ist nicht Künderin bes Namens eines t W -Einzelnen (ber Kaiser Schi-huang-ti ist auch r aai ™ 66ma heute fast völlig vergessen), sonbern ’ <?<. sie ist ein gigantischer Beweis für staats- 1 "Fr männische Voraussicht und Fürsorge, um ein ganzes, riesiges Volk, das bisher immer und b< immer wieder schwer zu leiden hatte, durch rüftul die Ueberfälle der asiatischen Nomaden, die mit scheelen Augen auf bie Seßhaftigkeit, den blühenden Handel und den wachsenden Wohlstand im Reich der Mitte blickten.
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Indien.
Son Elisabeth Ikbal Ali Schah, dem bekannten Reisenden.
Fern in Delhi hatte ich von ben Schlangenessern und ihren Menschenopfern gehört. Oest- «ch Suez läßt man sich dergleichen erzählen, achtet aber nicht weiter darauf und derbringt ben Tag weiter mit Cocktails, Bridge und «kandalgeschichten. Aber dieses Mal war es etwas anderes. Nach Monaten mit 40 Grad tm Schatten trug ich Verlangen nach ber Pihle bet Dschungeln. Drei Tage lang auf Maultierrücken durchgeschüttelt — bann befand ich mich im Hause eines Bekannten, pon dem ich nach vielen wohlgemeirtten Ratschlägen unb Warnungen schließlich ein Pferd Und mancherlei Anweisungen übet ben wei- teren Weg bekam. Mein Diener Lal Ram mH äußerst schwarz. Er glaubte sich schon "Mer dem Messer eines Priesters, unb ich vermochte i hn nur mit Mühe zu beruhigen. .Auf Bergponies mit dem sicheren Schritt ber Ziege machten wir uns auf ben Weg. •miet Tage lang ging es auf Dschungel- bfaben dahin, ständig bergan und durch bich- pts Unterholz bas uns rote eine Mauer um- 'chloß. Wir waren in frembem Lande, durch *ote undutchbringliche Wand von ber Außenwelt, von Lonbon und Delhi gettennt. La 'tarn gab auf meine Fragen nur unwillige antworten. „Diese Menschen machen Men- Aenopfer", meinte er. „Weiter weiß ich Ms. Nur wenige haben sie dabei beobachtet und sind mit heiler Haut davon ge- “mmen."
tSoroeit ich aus ihm herausbringen konnte, Jubelte es sich bei ben Schlangenessern um m>e Art Totengräber, welche bie Leichen •bötet verzehrten. Aber ich ließ mich nicht
Und noch ein anderes macht die große Mauer fo bedeutungsvoll und interessant: anfangend in Bezirken, die, unter europäischem Einfluß stehend, stark in europäischem Sinne entwickelt wurden, durchschneidet sie Gebiete, die noch fast unerforscht unb kulturell auf einem Standpunkt stehen geblie- ben sind, wie man ihn vor 1000 unb mehr Jahren schon fanb. Hier, am Hope und am Oberlauf des Huang-ho bietet der arme Kuli immer noch feine Söhne zum Kauf an, bie
in bie Sklaverei gehen müssen, well er selbst sie nicht ernähren kann. Hier bient immer noch ein Brett als Pflug, ist bie billigste Arbeitskraft die Frau und ber entrechtete Kuli.
Aber selbst er wird Haß und Angst emp- ftnben, wenn er hört, daß japanische Truppen jetzt vorrücken an die „weiße Wand", bie ihm und Millionen lebendiger Beweis einstiger Größe unb Macht fernes Volkes ist!
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„Sie weihe Wand"
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Eine neunzehnjährige Fürstin erhünst sich
Aus Paris wirb gemeldet: Das er- I schütternde Ende eines ganzen Fürstenge- schlechts erregt in ben hiesigen Emigranten- • kreisen bas größte Aufsehen. Nach einer Nachricht, bie soeben aus ber rumänischen Stadt Iassy eingetroffen ist, hat sich die 19- jährige russische Fürstin Tamara Turkow im Dorf Trestina bei Iassy erhängt. Man fand das junge und außergewöhnlich schöne Mädchen bereits tot vor. Ihr Selbstmord bedeutet den letzten Att ber Tragödie, die das Ende eines der reichsten Fürstenhäuser des zaristischen Rußlands herbeigeführt hat.
Fürst Turkow war nach dem Ausbruch der Revolution aus Kiew geflüchtet und hatte sich in Ttesttna niedergelassen. Dort lebte die Familie vom Verkauf bet geretteten Juwelen, bis sie schließlich durch Not gezwungen wurde, ben Sohn Wladimir, einen 19jährigen jungen Mann, nach Paris zu schicken, damtt et sich dort einen Verdienst suche. Wladimir Turkow bekam eine be- 'scheidene Anstellung als Verkäufer, verlor aber dann seine Stellung. Dieser Umstand und eine unglückliche Liebe waren die Ur
sache, daß Fürst Wladimir Turkow sich eines Tages erschoß.
Es war ein feftsames Spiel bes Zufalls, das in derselben Nacht auch ber alle Fürst Turkow im rumänischen Dörfchen starb. Die Fürstin vergiftete sich tags barauf aus Gram über ben Tod ihres Mannes neben bei Leiche des Gatten. So blieb Tamara allein noch von ber fürstlichen Familie am Leben: sie hatte vom Selbstmord ihres Bruders in Paris noch keine Ahnung.
Anfang Dezember richtete sie an 8jren Bruder nach Paris einen Brief, in dem sie ihn bat, daß er zum Weihnachtsfest zu ihr nach Rumänien kommen möge. Statt bes Bruders kam aber nur ein Paket an, bas die Habseligkeiten des jungen Selbstmörbers enthielt. Ein Freund des Verstorbenen schickte bie Sachen der Schwester zurück und teilte ihr gleichzeitig in einem beigefügten Brief ben Tob ihres Bruders mit. Die Nachricht von dem traurigen Ende ihres geliebten Bruders erschütterte die junge Fürstin so sehr, daß sie ihrem Leben freiwillig ein Ende machte.
abschrecken. Ich hatte La Ram zehn Rupien gegeben, bie er beim Spiel vermutlich ver- breifacht hatte. Nun wollte ich etwas für mein Geld haben und ber Sache auf den Grund gehen.
„Aber bie Schlangenesser brauchen für ihre Opferlampen Oel, bas sie aus ben Schädeln von Fremben gewinnen", machte Lal Ram mich aufmerllam. Doch selbst bieje wenig erfreuliche Vorstellung vermochte mich nicht ab* ruschrecken. Tiefer ging es in das Bergland hinein: plötzlich gähnte ein Abgrund zu meinen Füßen. Dicht bewaldet fiel er 150 Meter tief steil ab. Ein leichter Nebel verschleierte seine Geheimnisse.
„Dies ist bas Schlangental", flüsterte Lal Ram mir zu, unb ich fühlte einen warnenden Schauer. „Die Memsahib möge auf "bie Schlangen achten, die es hier in Massen gibt."
Und in der Tat, beim Hinabklettern sahen wir ein Dutzend oder mehr der ekelhaften Repttle. Mit unwilligem Zischen glitten sie in das Unterholz. Wir tauchten in bie grüne Tiefe hinab, als Lal Ram, der voranging. mir durch einen Wink Schweigen gebot. Zwischen den Bäumen sah ich ehre Lichtung mit dreieckigen Hütten. Nahe der Siedlung waren bie Baumstämme mit einem eigenartigen, unheilverkündenden Rot bestrichen. Es sah aus rote Blut. Ich stand den Schlangenessern gegenüber, ahnte aber nicht, roas mir noch bevorstand. Zwanzig fast nackte Männer saßen um Töpfe, die über Holzfeuern kochten. Kaum erblickten sie uns, als fie auch schon aufsprangen. Es sah aus, als wollten sie ein scheußliches Geheimnis verbergen.
„Vorwärts. La Ram! Sage ihnen, daß sie nichts zu fürchten haben!"
Zitternd gehorchte er. Inzwischen schritt ich zwischen dm Hütten' hindurch und stieß aut Sin en roh behauenen steinernen Opfer
altar. Zur Seite stand ein Priester mit einem blanken Messer in der Hand. Die Klinge gleißte unheilverkündend tm Licht der untergehenden Sonne, aber mein Blick war gefesselt durch bas, roas auf dem Altar lag: ein junges, mitleiberregenb mageres Mädchen, mit Blumen geschmückt und mit Opferöl gesalbt. Die Augen suchten die meinigen; es waren schwarze Augen wie die eines im Todeskampf liegenden Tieres. Das Mädchen lag gebunden, für die Klinge bereit, die das junge Leben in blutigem Strome dahinfließen lassen sollte. Rund um uns hatten sich die Schlangenesser versammelt: sie fiüiterten unter emanber, währenb Lal Ram mit zitternden Lippen „seinen Vers aufsagte". Es war ein spannender Augenblick. Der Tob drohte dem unglücklichm Opfer, vielleicht auch uns.
„Memsahib", Hang Lal Rams Stimme, „das ist so Brauch hier." Seine Hand wies auf das sein Schicksal erroartenbe Opfer. „Ihre Mutter ist gestorbm. Daher hat man sie auf ben Altar gelegt, in bie Sonne, damit sie dm Blick des Schlangengottes von ihrer Mutter ablenft, bie gerade jetzt ben steilen Berg zum Paradies hmanklimmt."
Zu jeder anderm Zeit hätte ich „Blödsinn!" gesagt, aber der Zauber des im Urwald oerborgenen Ortes bedrückte mich eigenartig.
„Frage sie", sagte ich. „ob ich das Mädel, das ja keine Mutter mehr hat, als Dienerin mitnehmm kann."
Lal Ram übersetzte meine Worte. Unwillige Rufe rourben laut. Eine lebhafte Erörterung setzte ein. Der Priester lief mit lebhaft ge- schwungmen Armen hin und her, die Stammesältesten zogm sich zu einer „Dor- standssitzung" zurück. Jnzroischm wartete ich. Lal Ram zitterte, ht traurigem Gedenken an Schnaps und Reis in dm Basaren Delhis. Dann kam die Entscheidung.
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Gertrud Lange f
Man schreibt uns: Die Begründerin und 1. Vorsitzende des Reichsbundes Technischer Assistentinnen (V. T. A.), Frau Gertrud Lange, ist am 1. Januar 1932 nach langem, schwerem Leiden in Berlin entschlafen. Mit ihr ist eine tatkräftige, unermüdliche Vorkämpferin für bie berufstechnichen, sozialen und wtttschaftllchen Interessen berufstätiger Frauen dahingegäugen. Der Reichsbund Technischer Assisten- tinnen, der von ihr 1923 unter dem Namen V. T. A. (Verband Technischer Assiitmtinnen) begründet wurde, hat sich unter ihrer ziel- bewußten Leitung außerordentlich entwickelt und umfaßt heute 21 Landesgruppen und 62 Ortsgruppen im Deutschen Reich und Oesterreich. In idealer Weise vereinigte Frau Gertrud Lange ihre rastlose Arbeit für ihre Mitmenschen mit ihren Aufgaben als liebevolle Gattin und treusorgende Mutter. Sie war die Gattin des Berliner »tadtkäm- rnerers a. D. Dr. Lange.
Julius Rosenwald f.
Newyork, 6. Jan. Der amerikanische Philantrop Julius Rosenwald, der vor einigen Tagen an einem Herzleiden schwer erkrankte, ist im Alter von 69 Jahren gestorben.
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-- Gedächtnisfeier für Alfred Wegen«. Im Plenarsitzungssaal des ehemaligen Her- rmhauses, Berlin, Leipziger Sttaße 3, findet am Sonnabmd, dem 9. Januar 1932, abends 7 Uhr pünktlich, eine Gedächtnisfeier für Alfred Wegener und Begrüßung der Heimgekehrten Grönland-Erpedttion statt, veranstaltet von der Notgemeinschast der Deutschen Wissmschaft und der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin.
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x Der planmäßige außerordentliche Pro- fessor für Rechtsenzyklopädie und Rechtsmethodologie .sowie für römisches Zivilrecht an der Münchener Universität Hoftal Dr. Erwin ® rueb er ist auf sein Ansuchen vom 1. April 1932 an von der Ver- pflufjtung zur Abhaltung von Vorlesungen unter Anerkennung seiner langjährigen vorzüglichen Dienstleistung befreit worben.
VesorgM in der Ma Sntimna
Im Anschluß an die Einsturzkatastrophe in der vatikanischen Bibliothek und an eine darauf bezügliche Erklärung bes Ersten Bibliothekars im „Osseroatore Romano" leben wieder die (Erörterungen über die Sicherheit der vatikanischen Gebäude überhaupt auf. Man hat nämlich schon seit Dielen Jahrzehnten Grund zu der Annahme, daß der Grund und Boden, auf bau die Vatikanstadt steht, sehr sch lech - ter Baugrund ist. Jahrhunderte hindurch hat man gegen ständig neu auftretende Risse, u. a. m der Peterskuppel imb in ber Sirtinischen Kapelle mit Ausbesserungen unb Sicherungsarbetten gekämpft. Die Kapelle bes beutschen Friedhofes ist seit geraumer Zeit im Hinblick auf bie durch ben schlechten Untergrund verursachte Bau- fäSigiett gesperrt und auch aus der neuesten Baugeschichte der Vattkanstadt Hegen entsprechende beunruhigende Einzelheiten vor. Man erörtert die Bildung einer geologischen Untersuchungskommission, die die Unter* grunboerhältnisse in bezug auf bas Auftreten von Triebsanben unb Moornestern klären sollen.
™ Erkäfazng&i oarf
„Wir fürchten, der Schlangengott meint es nicht gut mit diesem Mädchen", sagte ber Sprecher. „Wir wissen sehr wohl, daß « zuweilm bie Gestalt weißer Frauen amummt. Vielleicht braucht die Mutter keine Hilfe auf dem Wege zum Paradiese. Wir mochten auch keine Ungelegmheiten haben. Du kannst bas Mädchen mit Dir nehmen."
„Sa Ram", befahl ich wurbevoll. .„sorge dafür, daß bie Kleine sofort Kleider bekommt. Auch soll sie essen, bevor wir aufbrechm. Vorwärts beeile Dich!"
Die Wilden überließen mich mm ihren Fraum und machtm sich wieder an ihre Mahlzeit, bei der wir sie gestört batten. Sie aßen aus ausgebölten Stücken ungesäuerten Brots; was sie aßm, sab aus wie große Stücke gekochten Aals. Der Anblick machte Mich schaw bern, aber bie Männer mären,, wenn auch mager, boch so kräftig und stämmig, daß man auf den Gedankm kam, Schlangmfleisch fn sehr reich an Vitaminm. Bald war auch bas Mädchen fertig unb kam, von Lal Ram an der Hand geführt, zu mtt.
„Mr brechen besser schnell auf", meinte jener; auch ich hielt ben Rat für gut, wünschte aber nicht ben Einbruck von (Sie zu machen. Mit gleichgültiger Miene trug, sch ihm daher auf, die Ponies zu holen; fünf Minuten später hatte uns ber Walb ausgenommen. Fünf Tag« barauf trafen wir in Delhi ein, am Abend saß ich bereits roieber auf ber Klub- Veranda unb trank Zitronenwasser. 3rgenb jemanb erwähnte zufällig bie Schlangenesser. Ein Pflanzer steckte sich eine Zigarre an und lachte laut auf.
„Schlangenesser! So ein Unsinn!" meinte er. „Das ist alles nur blödes Geschwätz."
Ich lachte mit und dachte dabei an das zierliche Mädel, das nicht weit von uns friedlich schlief . . .