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Oberhessisch« Zeitung. Marburg e. L.. Mittwoch, den 6. Januar 1932

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Tagung des Bundes Deutscher Bibelkreise

Die Reichsoertretertagung des Bundes Deutscher Bibelkreise begann am Sonnabend morgen im Melanchthonhaus. Neben der Reichsleitung waren fast sämtliche Landesver­bände vertreten; der österreichische Bund, des­sen Vertreter absagen mutzte, hatte neben einigen reichsdeutschen Bundesfreunden auch schriftlich Grütze des Gedenkens gesandt.

Nach der Eröffnung der Tagung wurden die verschiedenen Berichte über tue Arbeit des Bundes im vergangenen Jahre gegeben. Durch den Reichswart Pastor Udo Smidt: der Bund an der Schwelle des Jahres 1932: Höhe­punkt des Bundeslebens war die Pfingsten in Greiz stattgefundene Reichstagung, die von 2000 BKlein besucht gewesen. Entscheidend für die Aelterenarbeit war das vergangene Jahr durch die Tagung der Alt-BKler im Bundesheim Beneckenstern, auf der die Ein­gliederung der Aelterenschaft (Jungmann­schaft) in den Bund beschlossen wurde. An wichtigen anderen Tagungen nahm der Bund teil: so an der Weltbundestagung der Jugend­arbeit in Toronto (Kanada) und an der 20. Weltbundkonferenz in Cleveland. Aus den Berichten der Geschäftsstelle, der Wirtschafts- stelle und des Verlages sei noch erwähnt, daß die 1930 eingeführte einheitliche Vundestracht sich überall durchgesetzt hat.

Am Nachmittag, nachdem über Mittag die Ausschüsse getagt, wurde aufgrund eines kur­zen Referates von Jugendpfarrer Griesin­ger (Ulm) eingehender über die Jungmann­schaftsarbeit gesprochen. Ihre Eingliederung in den Bund bedeutet nicht eine Verschiebung des Schwerpunktes der Arbeit des Bundes nach der schulentlaffenen Jugend hin, sondern ist nur die organische Weiterbildung des bündischen Gedankens"; nach ihm sollen auch die die Schule verladenden BKler dem Bund« erhalten bleiben. Neben einem einheitlichen Bundesausweis für jedes Glied wurde auch ein Bundesabzeichen geschaffen in Gestalt des bereits im Landesverband Niedersachsen ge­tragenenSchwertkreuzes". Es wird neben dem silbernen Kettchen nur auf dem Aermel der Reichstracht getragen.

Am Abend hielt Pastor Olt mann sein Referat über: Sinn oder Wahnsinn in der Not der Gegenwart. Er führte etwa aus: die heutige Lage ist für den heutigen Menschen »adurch gekennzeichnet, daß er den Sinn eines Levens verloren bat. Dazu haben ge- ührt: Volksnot (Volk ohne Raum!" politi-

che Zersplitterung) und soziale Not (entstan­den durch überspitzte Zivilisation und Indu­strialisierung). Verschieden find die Versuche der Sinngebung der Gegenwart. Es seien drei herausggriffen: Bolschewismus, National­sozialismus, die Geschichtsdeutung Oswald Spenglers. Dom Evangelium aus ist zu die­sen Versuchen zu sagen, daß fie alle drei nicht sehen die Eottgelöftheit des Menschen. Er bleibt also letzten Endes doch im Wahnsinn. Sinn seines Lebens erhält et aber nur von Gott her. Der Mensch, der so von Gott den Sinn seines Lebens erhält, sieht in jeder Not der Gegenwart das Gericht Gottes und warte im Kampf mit der Welt auf denKommen­den Herrn".

Der Sonntag begann mit einer Morgen­feier in der St. Michaelkapelle.

Das dritte Hauptreferat hielt Pastor Otto Weber, Leiter der Theologischen Schule in

Wuppertal-Elberkeld, über: He gegenwärtige Lage der Jugend und die Aufgabe unserer Verkündigung: auch die Jugend ist nicht un­berührt geblieben vomUmbruch der Zeit". Ihre Beurteilung der Umwelt ist im Lauf der leiten 40 Jahre verschieden gewesen. Der Weg hihrte von dem nach außen hin sich ab­schließenden lediglich im Gegensatz zm Wett stehenden Jugendkreisen über die durch den Krieg aufgebrochene Jugendbewegung, die Bindungen an Geschichte und Tradition in romantischem Individualismus völlig ab­lehnte, zu der heute nach neuen Bindungen suchenden Jugend, die in ausgeprägtem Maße aktivierend eingreifen will in das Leben um fie und so ihr Leben zu gestalten sucht. Die heutige Jugend, di« zuchtvolle Einordnung in den Bund will, gerät dadurch leicht in bte Gefahr, diesen absolut zu setzen, wie fie das auch weithin mit de» Begriffen Volkstum, Staat und Raste tut. Die bewußte und ge­sunde Ablehnung des Individualismus birgt jedoch die Gefahr in sich, persönliche Verant­

wortung und Entscheidung des Einzelnen zu verdrängen.

Demgegenüber mutz die heutige Verkündi­gung zu verantwortlicher persönlicher Ent­scheidung aufttfen. Voraussetzung dafür ist allerdings eingehende Auseinandersetzung mit dem, was an Strömungen in Geschichte und Gegenwart vorhanden.

Die weiteren Besprechungen galten den Vorbereitungen des 51jährigen

Bestehen des Bundes. Es soll im nächsten Jahre gleichzeitig als Reichstagung des Bundes begangen roerben. Für die nächsten 2 Jahre wurde die Reichsleitung gewählt.

Als Abschluß der Tagung war der Fest­abend gedacht, den die Marburger Gruppe gemeinsam mit der Reichsvertretung im Saal des Philippshauses veranstaltete.

Zur Eröffnung des Abends wurde eine Schubert-Sonate (G-Dur) in ausgezeichneter Weise vorgetragen. Darm erfolgte mit dem trotzigen LiedeWeit laßt die Fahnen wehen . . der Einmarsch der Jungen. Es war ein eindrucksvolles Bild, 100 Jungen in der einheitlichen Bundestracht zu sehen. Die Begrüßung des Führers der Marburger Gruppe, Ludwig Hamel, galt den Reichs­vertretern, den Eltern und Freunden, dem Reichswart Udo Smidt, dem Lan- deswart des Landesverbands Lahn-Fulda, dem Marburg angehört, Georg Kappner und endlich den BKlern aus Gießen und Wetz­lar, die am Festabend teilnahmen. Nach einem Vorspruch, der das Wollen der Jungen Mm Ausdruck bringen sollte:die Freiheit und das Himmelreich gewinnen keine Hal­ben!^, sprach Udo Smidt: Unser Bund ist nicht ein Bund, der gestern gegründet, morgen schon wieder in alle Winde zerfliegt. Wir habm eine 50jährige Geschichte hinter uns. Von den ersten 10 BKlern bis zum großen Bundestreffen in Greiz 1931 war es em langer Weg. Die äußere Gestalt hat sich jeweils verändert, das Wollen ist das gleiche: gam jung sein. An einem Wort des großen indischen Führers Gandhi wird klar, was daneben aber noch unser Ziel und An- liegen ist: den Blick für das Wesentliche, das Ganz-Andere", nicht ja verlieren! Darauf den Blick der Jungen lenken, das wist unser Bund.

Dach einer kurzen Pause iourHe dann der Film von dem Treffen der 2000 BKler in Greiz gezeigt. Die Bilder ver­mochten es, einen glänzenden Eindruck von dem Leben dieses Treffens zu geben. Und schließlich spielte die Spielschar der Gruppe einer der Münchener Laienspiele, die verstorbene Gerechtigkeit" von Franz Lorenz. Es muß zunächst gesagt werden, daß dies Spiel offenbar nicht zu den besten Her Münchener Laienspiele gehört. Gs muß aber anerkannt werden, daß die Spie­ler wenn auch manches hätte vielleicht anders dargesteW werden können mit Hingabe und @rnft spielten und oft mit beachtlichem Verständnis darzustellen wuß­ten. Der ganze Festabend war entstanden aus der Initiative der Jungen selbst. Gr hat ganz sicherlich ein starkes Echo gefunden.

Die Reichsvertketertagung schloß einige Stunden später. Auch fie bedeutet einen wichtigen Abschnitt In der Geschichte des Bundes Deutscher Dibelkreise. tk.

MlkMkbültsmw f6t He W beduttlM Bevölkerung

2m Rahmen der Winterhilfe hat die Reichsregierung weitere Mit­tel zur Verfügung gestellt, um für die nächsten Monate neben der Fleischoerbil- lignng eine Kohlenverbilligung für die hilfsbedürftige Bevölkerung durch­zuführen.

Die näheren Bestimmungen enthält ein Erlaß des Reichsarbeitsministers und des Reichsministers des Innern vom 23. De­zember 1931. Danach find zur Teilnahme an der Kohlenverbilligung berechtigt alle

Hauptunterstützungsempfän­ger der Arbeitslosenversiche­rung und der Krisenfürsorge, die Familienzuschläge erhalten, ferner die von der öffentlichen Fürsorge laufend als Hauptunterftützte in offener Für­sorge Unterstützten, die einen eigenen Haushalt führe«, und schließlich Emp­fänger der Zusatzrente nach dem Reichsoersorgungsgesetz, soweit ste einen eigenen Haushalt führen und ausschließ­lich auf Rente und Zusatzrente angewie­sen find. Es werden Bezugsscheine ausgegeben, die nicht übertragbar find, und zwar für die Hauptunterstützungs­empfänger der Arbeitslosenversicherung und der Krisenfürsorge durch die Arbeits­ämter, für die von der öffentlichen Für- 1

Versammlung -er R.S.D.A.P.

3um ersten Mal trat gestern in einer gro­ßen öffentlichen Versammlung der neue Spiel- marmszug der NSDAP, vor die Oeffentkich- teit und überraschte die Zuhörer durch den schneidigen Vortrag vonPreußens Gloria". Dann sprach der Reichstagsabgeordnete Dr. Lev aus Köln über das Thema:Brüning oder 5hier?" Er führte etwa folgendes aus: Wir sind in em Jahr emgetreten, das unter allen Umständen die Entscheidung brin­gen wird. Das ganze Volk ist fieberhaft erregt über den Ausgang des gigantischen Kampfes, der seit einigen Jahren entbrannt ist. Es ist kein gewöhnlicher Kampf um Krisen- ober Kabinettsfragen, sondern ein Kampf, der darüber entscheiden wird, welche von den beiden Richtungen in Zukunst m Deutschland herrschen wird. Brüning habe gesagt, die NationafioziMsten verdankten ihren Zulauf nur der wirtschaftlichen Not, sie seien das Heek der Nervösen und Ver­zweifelten. Wer sei beim aber heute ner­vös? Doch wohl jener verängstigte Haufe, der überlege, mtt wekchm Mitteln er sich seine Futterkrippen erhallen könne. Die Natio­nalsozialisten dagegen seien nicht nervös, beim es gebe keine Macht der Wett, bie ihnen den Sieg entreißen könne. Heber dasWann" brauche man sich den Kopf nicht zu zer­brechen. vielleicht müsse man sogar dankbar -ein, daß Herr Brüning als Platzhalter noch einige Notverordnungen erlasse.

Der Nattonalsozilüismus sei nicht das künstliche Produtt weniger Menschen. Er sei der Protest des deutschen fiebensroertes gegen den Liberalismus des vergangenen Jahr- Äunberts und sein Produtt, den Marrismus. Der Nationalsozialismus sei im Schützengra­ben geboren worden, er sei die Zusammenfas- ffung des großen Wollens von 191418. Die Revolution von 1918 sei der gemeinste und reaktionärste Verrat an diesem großen Wol­len gewesen. Sie habe weitere Zersetzung des Volkes, seelenlose, glaubenlose, religions­lose Herrschaft derVernunft" gebracht. Der wirtschaftlich Schwache werde niedergehalten und ausgenutzt, kein gemeinsames Ziel, kein wahrer Glaube hafte das Volk zusammen, ein Voll, welches sich aus solcher Not nicht zur organischen Ordnung zurückfinde, müsse Untergeben. Möge das herrschende System noch so wissenschaftlich begründet sein, die na­türliche Ordnung der Dinge lasse sich nicht aufheben. Ein falscher Begriff der Bildung habe bas Volk gespalten. Der Gebildete wisse und nutze nicht mehr, sondern er wisse etwas anderes. Entscheidend sei, was die Menschheit braucht. Es gebe nur eine Bildung, das ist die Bildung des Her­zens und des Charakters.Der Krieg ist über ein Volk hereingebrochen, das in falschen Begriffen lebte, bas zerrissen war in Klas­senhaß und Kastengeist. Als die Soldaten dann bie ersten Toten sahen, in diesem Augenblick ging etwas Neues in ihnen vor. Denn der Tod ist schwer, wer erzählt, daß her Heldentod etwas Leichtes, ja beinahe Abenteuerliches ist, der weiß nnhts von dem großen Opfer, bas die Hingabe des Lebens bedeutet. Wer die Kameraden sterben sah, der bekam einen neuen Wertmesser für bas Leden. Was galt da ein Mensch mit einem Sack voll Gold, mit einem hohen Titel? Ein halbes Kommißbrot, ein halber Becher voll Wasser war mehr Wert als alles Gold und alle Titel, der eine gute Kamerad war mehr wert als bas ganze internationale Pro­letariat. Reichtum, Standesdünkel unb Klassenhaß fielen ab. Es gab nur eine Frage, hast du Mut, kannst du opfern, kannst du dein Leben emsetzen? So kam eine revolutionäre Umwälzung in das Leben der Frontkämpfer."

Aber nachdem das Schicksal die deutsche Nation so unerbittlich hart mitgenommen hatte, kam der 9. November. Da kamen die Leute, bie ungestraft behaupteten, bie Hel­den wären für einen Dreck gefallen. Mtt einem Papier, mit ber Weimarer Verfassung, wollte man aus ber Wett schaffen, was 4V- Jahre lang ber eherne Griffel geschrieben hatte. Diese Revolution war kern Anfang, kein Frühling, keine Erneuerung. Eine Re­volution ber Erneuerung hat nichts mit ber Magenfrage zu tun. Aushungerung macht em Volk mübe unb hoffnungslos, eine Hun­gerrevolution enbet im Bäcker- unb Metzger­laben. Wahre Revolutionen sind die Sehnsucht nach Ehre, Freiheit und Vater­land. Als in der französischen Revolution die europäischen Mächte glaubten, Frankreich liege nun wehrlos am Boden, da kam das fanatische Bekermtnis der Franzosen zum Va­terland auf, das die Fahnen Frankreichs sieg­reich über die Grenzen trug. Die Freiheit ist ein hohes Gut, Revolutionen verlangen einen Blutzoll. Das deutsche Volk hat 4* 1 * */? Jahre lang schwerste Mutopfer gebracht. Aber dann kam der Zeitabschnitt, wo das Volk mübe würbe und erschlaffte. Den wah­ren Kämpfer löste der Schwätzer und Ge­schäftemacher ab. Der Soldat ging an die Arbeit, die Heimkrieger erzählten. Scheide­mann und Erzberger u. a. aber machten Po- littt, erst Fttckwerk, kamt Notverordnungen am laufenden Band. Es ist die Zeit des Konvents, der Tatenlosigkett unb Schwatz­haftigkeit, bet Not unb des Elends. Das Schicksal ist hart. Nach den Opfern des Krieges legt es den Böllern bie Schaube ber Knechtschaft unb Tatenlosigkeit auf. Wo Treue unb Glauben war, herrscht Schiebung unb Hehlerei. Wo Glaube war, herrscht Gottlosigkeit, wo Zucht unb Ordnung war, ist ein zügelloses Volk."

Da war einer unter den Milliouim Sol­daten, der alles daran setzte, den letzten Widerstand zu sammeln. Er holte den Bauern vom Pflug, den Arbeiter aus der Fabrik, den Stubenten von der Hochschule. Und da be­sam es: Hoffnung kehrte wieder, Ordnung und Zucht kehrten ein in ben Reihen derer, sich erneut freiwillig zu ihr bekannten.

Auf alle Fragen des Schicksals hatten sie nur eine Antwort: Wir glauben an Deutsch­land! Und so wird die Revolution, die 1914 Begann, jetzt ihre Vollendung und Krönung finden, auf die Zeit des Konvents folgt Adolf Hitler."

Brüning verordnete in diesen Tagen einen Weihnachtsfrieden. Aber man kann einen Frieden nicht verordnen. Zwischen Gut und Böse, zwischen Wasser und Feuer wird es nie einen Frieden geben. Auf der Linken sind Millionen, die Deutschland Haffen, die be­wußt im Sime Moskaus ihr Vaterland ver­raten wollen. Auf ber anderen Seite sind Millionen, die alles für ihr Vaterland opfern wollen, ihren Beruf, ihre Stellung, ihr Leben. Zwischen diesen Bewegungen kann es keinen Frieden geben. Die Re­

gierung war immer nur lau. Auf "der einen (Seite verurteilte man traft des Rechts den Massenmörder, auf der andere Seite schützte man die Propagandisten des § 218, die den Massenmord predigen. Auf ber einen Seite bestrafte man den armen Teufel, der einen Sack Kartoffel stahl: auf der anderen schickte man die Katzenellenbogen. Sklaret u. a. in ein Sanatorium. Das wird das Volk nie begreifen, kein Weihnachtsfriede kann daran je etwas ändern. Aber unserem Volk wird einmal ein wahrer Weihnachtsfrieden kommen. Die Seele wird über die Materie liegen. Der Ruf nach Ehre, Freiheit und Vaterland wird das Lmd erfüllen. Denn Deutschland muß leben, und wem wir sterben müssen."

Die Versammlmg dankte dem Redner mit stürmischem Beifall. Dr. S.

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r. Frank furt, 6. Jan. Auch ber he» lige Vormittagsverkehr an ber Börse zeE bisher eine recht ruhige, aber nicht unfreim> liche Haftung. Die stetige Neuporker Bott unb ber gute Staub ber beuüchen Werv fanb Beachtung. In Anbetracht ber bisho ungeklärten Lage ist man zurückhattenb.

r. Berlin, 6. 3an. Die Umsatz^ tätigtest am Produktenmarkt ist stetig. Inlandsangebot für Weizen ist crusrei' chend. Die Lieferungspreis« liegen AM. niedriger. Hafer stetig.

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Fttorschau

Und das ist die Hauptsache.

Capital. Der Film, dessen Dite eigeuKch nichts Ueberragendes verimsta läßt, tÄffcht nach der angenehmem Seite hin. Das Mamrskript hat Epffoder /die ausgezeichnet sind. Aogffftur 3c May mixt hier mst Tempo und Schm» einen Kostümball zusammen, daß eine» schwindelig vor den Augen wird. And hie auf hem Kostmnball entfpeimt sich aller Hand. Gin Generaldirektor, 7 (Zähre glück kich verheiratet, läßt sich in dem Trub« mit einer Malschülerin treiben. Sein Gattin fällt daher der korrekten Detonchei eines Fürsten heim, der in Wirklichkeit eil bekannter Hochstapler ist. Rechtzeitig er scheint die Kriminalpolizei und Rene er hüll ihren Schmuck und ihren Mann za rück. Aur das hübsche ©irf geht leer an bei ber Geschichte. Ursula Grabley ebn neuer Stern am Himmel des Films, is mit ihrem ursprünglichen Temperament eil wahrer Genuß. Dora Gregor ist seriös« große Dame, Harry Liedtft Der Ehemann in Röten, prachtvoll bei maulende Wallburg mtt seinem Schwip und der hochhervschoMche Diener Ti e d t» kes.

Der Film ist mit großem Aufwand ge dreht und kann durchaus gefallen, ft

Tagesauzeiger.

Mittwoch, den 6. 3®äior.

Cafe Spangenberg, Bahnhofstr.: 20 Uhr Konzert.

Cafe Markees, Reitgasse: Ab 16 u. 20 Ahr Konzert.

Cafe Vetter, Reitgafft: 20 Uhr: Konzert Stabtkeller: Ab 20 Uhr: Großes Bockbier« fest unter Mivoirfimg von Charlotü Schütze und Toni ©rsjfäta.

Capitol, Biegenstraße: 17 und 20.15 Uhr Eine Ballaacht".

Kamera, Kasernenstr.: 17 und 20.15 Uhr Der verjüngte Adolar".

Dierschutzdeiein Marburg: 20.15 Uhr in Fronhof": Versammlung.

Techniker-Verein: 20.30 Uhr: MvnatSveo samnÄung.

tige Bezugsschein mit zwei aufje ein« Zentner Kohle lautenden Abschnitte» wird tm Laufe dieses Monats ausgegebe» werden. Eleichzeittg gelangt ein weite

rer vier Wochen umfassender Bezugsschein für verbilligtes Fleisch zur Ausgabe.

Polizeiliches. Entwendet tourt» in ber ReujahrSnacht in einem Caft eh Herrenmantel, braun gemustert, zwe Knopfreihen, in den Taschen ein Paa braune Lederhandschuhe, ein Schlüsftlbunt und zwei weiß« Taschentücher. Witteil hingen über den Derbleib erbittet die Kn, minalpolizei.

* Bon der Universität. Amtli, wird die Versetzung des ord. Professor Dr. jur. Friedrich Klausing ü Frankfurt a. M. in gleicher Eigen schast nach Marburg bestätigt. Ei übernimmt hier den Lehrstuhl für deut sches bürgerliches Recht.

Reformierte Gemeinde. Dt üngeküNdigche Freizett mit dem Thein Das Geheimnis der Kirche nach bee Gpheftrbrftf" beginnt am kommende Sonntag mit dem Abendgottesdienst um 1 Uhr. Anschließend kurze Versammlung i her Sakristei. Die Freizeit dauert bi Mn Sonntag, dem 17. Januar, tägl« 20.15 bis 22 Uhr. Amnellnmgen mrrrn Pfarrer Dr. Ritter entgegen.

sorge laufenden unterstützten Personen unb für bie Empfänger von Zusatzrentz nach dem Reichsversorgungsgesetz durch dtz Dienststellen der öffentlichen Fürsorge.

Bezugsstellen für verbilligte Kohlei find alle Kohlenverkaufsstellen, die sich be reit erklären, den Bezugsschein in Zahlun zu nehmen und den sonst gegebenen Vor schriften zu entsprechen. Die Verkauft stellen werden durch Aushang fenntlü gemacht. Jeder Berechtigte kann monat lich zwei Zentner verbilligtes Kohlen erhalten. Der verbilligte Preis mutz für den Zentner 30 Reichspfennigi unter dem Tagespreis oder, sofern fL Unterstützungsempfänger durch Preisnach lasse bereits Verbilligungen erzielt find 30 Reichspfennige unter diesen verbillig ten Preisen liegen. Die Verbilligung wiü für alle Arten von Kohle, auch Braunkohlenbriketts, gewährt.