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Nr. 1

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Oberhessische Zeit»««, Marburg a. L, Sonnabend, den 2. Jam«« 1932

Seite 11

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Mer nicht nur der Franzose, sondern auch der Bolschewist ist davon durchdrungen, daß da« zuverlässigste Mittel, das heutig« Deutschland zu vernichten, di« Vernichtung de« Mittelstandes. Deutschland wäre nie in die furchtbare Krise hineingeraten. wenn

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3. 10*1, Uhr: Wohnhaus in Rachels- Hausen, Rr. 16. mit Garten 5.54 ar grob, Eigent. ZimmermannLudwig Lang und Fra« Katharina geb. Gartb.

4. 10'f, Uhr: Wohnhaus in Günterod Nr. 11, mit Garten, 4,34 ar grob und 19 ar Acker und Wieke. Eigen­tümer Dachdecker Reinhold Burk.

5. 10*1 Uhr: Wohnhaus in Weiden­bausen. Schulstrabe Nr. 1751 mit Garten, 4.64 ar grob, Eigentümer Arbeiter Ludwig Weih II.

6. 11 Uhr: Wohnhaus in Erdbau­bausen. Petersburg Nr. 23 mii Laden und (Barten. 5,75 ar groß, Eigent. Schlosser Friedrich Kulic und Frau Elisabetb geb. Michel.

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nicht ein« kurzsichtige Polittk den Mittel­stand und insbesondere den Althausbesitz zu Grunde gerichtet hätte. Auch selbst Dr. Brüning sagte in einer seiner Reden: Schließlich muß man damit aushören, aus einem Teil der Bevölkerung Steuern her- auszupressen.

Also die Erkenntnis ist auch hier da. Wie steht nun die Notverordnung hierzu? Won der Nutzanwendung ist man in Deutschland vorerst noch ziemlich weit ent­fernt. Hoffen wir, daß das neue Hahr endlich auch hier Erkenntnis und Wandel bringt. 3tur die Senkung der ungeheuren Steuerlast kann wieder DesitzfreudiAett und neues Leben bringen und der ArbettS- lofigkeit steuern. Die Wirtschaft und ins­besondere den Hauptträger des Mittel­standes. den HauSbesitz, von den Bin­dungen zu befreien und wieder lebensfähig zu machen ist die dringendste Aufgabe Des Staates für chie kommende Zett.

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Am 12. Januar 1932 versteigert das Amtsgericht an Eerichtsftelle:

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2. 10 Ubr: Wohnhaus in Runzbau- len, Evreth Nr. 80. mit Laden und Garten. 10,29 ar grob. Eigent. Schlosser Philips Becker.

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senkung beträgt aber nach Schätzung 600 Millionen, somit bleibt am 1. Januar ein Minus von 420 Millionen. Diese 420 Millionen sollen ab 1. April durch die HauSzinssteuerennäßigung Gegenleistung sinoen. was aber ebenfalls nicht fttmmt. Die Hauszinssteuer wird im DoWetrag mit 1,6 Milliarden angenommen, das

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* Bewährte Mittel der häus­lichen Gesundheits-undKranken- pflege. Von Dr. med. H. Malten, leiten­der Arzt der Anstalt für Nerven- und Stoff­wechselkranke in Baden-Baden. Mit Bildern. Soeben erschienen im Süddeutschen Verlags­haus (5. m. b. H. Stuttgart, Birkenwaldstr. 44. Preis nur Mark 1.25. Die meisten schweren Krankheiten beginnen mit kleinen Gesundheitsstörungen, deren rechtzeitige Be­seitigung viel Leid und Unglück verhindern kann. Hier hat die häusliche Eesundheits- und Krankenpflege eine wichtige Aufgabe, ebenso aber auch bei akuten und chronischen

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daß jene geistige und gewerbliche Mit­telschicht. die ttadittonsgemäße Trägerin beS Staatsgedankens war, ihre völlige Hingabe an den Staat im Kriege völligen Aufgabe ihres Vermö, zahlte und proletarisiert wurde."

würde 320 Millionen ergeben, wenn nicht die preußische Notverordnung dem ent­gegenstände. welche die am 1. April 1981 gewährte Ermäßigung anrechnet und so­mit die Neichsermäßigung um ein Drittel kürzt. Der HauSbesitz ist allo wieder ein­mal der Geschädigte und das nennt man Schutz dem Privateigentum.

Der Alchausbesitz hat seit Bestehen des Hauszinssteuergesetzes schon nahe zu 10 Milliarden HauSzinssteuer bezahlt, das ist mehr wie das Reich Re parattonen feit dieser Zett bezahtt hat, und bei dieser Be­lastung wundert man sich noch wenn das Ausland keine Selber mehr gibt und der absolut unrentable Althausbesitz entwettet ist. Diese Entwertung ist aber der Ruin des deutschen Mittelstandes.

Elemenceau prägte bi« Worte: »Der wertvollste Erfolg des Krieges ist die Ber- nichtung des deutschen Mittelstandes".

Dr. Stresemann sagte in Oslo: „Der größte Verlust Deutschlands im Krieg« und in der Nachkriegszeit bestand darin.

Krankheiten, wenn es gilt, die Verordnungen des Arztes zu unterstützen. 3n dem vor­liegenden Büchlein zeigt der bekannte Arzt Dr. Malten, welche umfassenden und tief- K" iden 'Heilwirkungen man mit ganz ein« Behandlungsmitteln erzielen kann, wenn man sie richtig cm zuwenden versteht. Leibwickel, Vackungen und Wechselfutzbad sind die Grundmittel der häuslichen Behandlung. Was man alles mit diesen einfachen Mah- nahmen bei den häufigsten akuten und chroni­schen Krankheiten erreichen kann, das zeigt diese umfassende Darstellung eines erfahrenen Arztes.

** Der Höllenbund. Ein heiterer Roman von Max Kronenberg. Verlag Otto Janke, Leipzig. Mit flottem, mehrfarbigem Schutzumschlag. Broschiert R.H 3.—, Ganz­leinen 4,50. In rasendem Tempo, unter reichlichem Zusatz von Humor, Witz, Satire und Ironie, bei ständigem Szenenwechsel, wir­belt die Handlung vorüber. Berlin. Palermo, Lissabon und eine einsame Azoreninsel sind die Stationen. Mit der Sehnsucht nach einem ge­ruhigen Dasein beginnt der Roman und endet mit einem in voller Treibhausblüte modern­sten Zirkusbetriebes eröffneten mondänen Seebad. Und der Höllenhund lacht dazu über die Torheiten der Menschen, die immer die gleichen find.

Hochschulnachrichten.

X Wie wir hören, hat Prof. Dr. med. vet. h.c. Wolfgang Heubner in Heidelberg den an ihn vor einiger Zeit ergangenen Ruf auf den Lehrstuhl der Pharmakologie an der Universitär Berlin als Nachfolger von Prof. P. Trendelenburg angenommen.

X In München verschied am 27. Dezem­ber der Honorarprofessor für Geschichte an der dortigen Universität, Direktor des Neuen Realgymnasiums daselbst, Dr. Heim. Wie« leitner im Alter von 57 Jahren.

Settens des Marburger Grunb- unb Hausbesitzervereins wird »ns geschrieben:

3n dem Artikel »Wirtschafts­schrumpfung und Verwaltungs- k ost en in Nr. 303 der „Oberhessischen Zerrung ist dem Verfasser, Herrn Lehnert, ein Irrtum bei dem Dettag der ZinS- senkung unterlaufen, der doch Wohl der Berichtigung bedarf, um nicht die Auffas­sung auflommen zu lassen, daß dem Alt­hausbesitz mit oer ZinSsenkung ein Vor­teil zugewendet würde, der den er­zwungenen Nachlaß von 10 Prozent der FriedenSnuete reichlich nicht nur aufhebe, sondern weit übersteige.

Die Gesamtbelastung des Alt­hausbesitzes wird mit etwa 15 Milli­arden eingeschätzr. Der Zinsennachlaß be­trägt im Durchschnitt 2 Prozent gleich 300 MMonen Zinsen. Don diesen 15 Milliarden sind aber mindestens 12 Mil­liarden Aufwertungshypotheken, die mit 1 Prozent höher verzinst werden wie seither gleich 120 Millionen Zinsen. ES ergeben sich also nicht, wie Berichterstatter schreibt, 500 Millionen Gewinn für den Hausbesitz, sondern nur 180 Millionen. Die Miet­

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lichften Dank.

Marburg, den 2. Januar 1932.

Danksagung.

Für die vielen Beweise der Teilnahme bei

dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen,

für die trostreichen Worte des Senn Pfarrer

Ur. Geller, für die Kranzspenden, den Senn

Ehrenträgern der Freiw. Eanitatskolonne

lagen mir auf diesem Wege unseren berg

Statt Karten

Gestern nachmittag entschlief sanft nach einem

arbeitsreichen Leben, nach kurzer, schwerer

Krankheit, im 61. Lebensjahre, meine hebe

Mutier, Schwiegermutter, Großmutter, Schwä­

gerin und Tante

Frau Agnes Brunner Wwe

geb. Köhler

Marburg (Neustadt 3), den 2. Januar 1932.

In tiefer Trauer:

Frae Marie Herzog, geb. Brunner

G. Herzog

W. Herzog

Hans Söndgen, Diegenstrake 30.

Die Beerdigung findet Montag, den 4. Januar 1932, 2 Uhr,

von der FnedhofskapeUe aus statt.

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die „Oberhessische Zeitung“ seit über 60 lahren das Heimatblatt Oberhessens ist und fast in jedem Hause gelesen wird.

ist nadi wie vor die „Kleine Anzeige“ in der „Oberhessischen Zeitung“ für alle Gelegenheit des täglichen Lebens der beste, billigste und beguemste Vermittler.

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