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Nr. 1
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Nach dem Weihnachtsfest dauert es immer eine gewisse Zeit bis das Eetreidegeschäft wieder seinen normalen Gang angenommen hat. Das wird in diesem Jahre ganz besonders der Fall sein. Vielfach glaubt man an ein stärkeres Wachsen des Angebots seitens der Landwirtschaft zum Beginn des neuen Jahres. Weder die Brot- noch Futtergetreide- preise können dem Landwirt einen besonderen Anreiz bieten, seine Ware gerade jetzt zum Markte zu bringen, wenn nicht die dringende Geldnot dazu zwingt. Der Vollstreckungsschuh schützt ihn zwar vor Zwangsverkäufen andererseits sind aber die Kreditmöglichkeiten des Landwirts dadurch außerordentlich beschränkt, sodack er bares Geld kaum anders als durch Barverkäufe erhalten kann. Sollte aber, was wohl wahrscheinlicher ist. das Angebot keine besondere Zunahme erfahren, so können wir wohl langsam mit einem Steigen der Brotgetreide preise aus das durch die Versorgungslage gegebene Niveau rechnen, besonders, da die Brotpreisverbilligungsaktion endlich zu bestimmten Maßnahmen geführt zu haben scheint und dadurch ein Teil der Ungewißheit von dem Markte genommen ist.
Man setzt in die neueingeführte Gerstenstützungsaktion, von der wir bereits berichteten, im allgemeinen die Hoffnung, daß fie unserm Eerstenmarkt eine nicht unerhebliche Entlastung bringen wird, welche stch all- mäblich in etwas günstigen Preisen auswirken dürfte. Besonders fühlbar wird sich diese Entlastung in den süddeutschen Anbaugebieten, sowie Hessen und Thüringen machen. Dagegen ist die Situation auf dem Hafermarkt trostloser wie je. Da wir zuviel Hafer im In- land haben und dieses Futtergetreide nur für bestimmte Futterzwecke verwendbar ist, es fast unmöglich, die überschießenden Vorräte zu nur einigermaßen genügenden Preisen abzu
setzen, wenn nicht ein Export ermöglicht wird. Das könnte sehr wohl geschehen, wenn man die Ausfuhr von Hafer mit der Einfuhr von zollverbilligtem Mais in irgend einer Weise verkoppelte. Dieser alte Vorschlag der Landwirtschaft ist in letzter Zeit wieder in den Vordergrund des Interesses gerückt worden.
2m Kartoffelgeschäft erwartet man keine Aenderungen. Der Markt für Vieh und viehwirtschaftliche Produkte wird weiter schwach bleiben, wenn wir uns nicht endlich zu energischen Antidumpingmaßnahmen entschließen. Die Situation wird _burdj den Währungsverfall des Auslandes für uns dadurch immer unhaltbarer, weil nicht nur die valutaschwachen Länder dauernd mit den Preisen heruntergehen, sondern auch ein großer Teil der valutabeständigen Gebiete, sich bereits durch kehr protektionistische Maßnahmen geschützt hat
SeNMlmil
Sonnabend, den 2. 2anuar.
Reformierte Gemeinde. 20.30 Uhr: Abendmahl, Pfr. Dr. Ritter.
Sonntag, de« 3. Januar.
Pfarrkirche. 10 Uhr: Gottesdienst, Gottesdienst, Pfr. Dr. Geller: 17 Uhr: Gottesdienst, Pfr. Bork.
Elisabethkirche. 10 Uhr: Gottesdienst, Prof. D. Rade: 14 Uhr: Gottesdienst, Pfr. Dr. Geller.
Reformierte Gemeinde. 10 Uhr: Gottesdienst, Pfr. Dr. Ritter: 17 Uhr: Gottesdienst Pfr. Veerhoff.
Selbftändtge ev.-luth. Gemeinde, Michaels-Kapelle. 10 Uhr: Gottesdienst. Diskonts s.-Mutterhaus „Hebron" Wehrda. 10 Uhr: Gottesdienst, Pfr. Dr. Schulz.
Katholische Kirche. 6.30 Uhr: Hlg. Messe: 7.30 Uhr: Hlg. Messe mit Predigt und gemeinsamer hl. Kommunion der Männer und Jünglinge: 9.30 Uhr: Hochamt mit Predigt: 11 Uhr: Hlg. Messe mit Predigt: 18 Uhr: Segensandacht.
Neuapostolische Gemeinde, Heu- singerstraße 5. Gottesdienste: Sonntag 16 Uhr: Mittwoch 20.30 Uhr.
Methodistengemeinde, Wörthstt. 15a. 9.30 Uhr: Gottesdienst: 11 Uhr: Sonn- tagsschule: 20.15 Uhr: Gottesdienst: Dienstag und Freitag 20.30 Uhr: Allianzgebetsversammlungen.
Baptistengemeinde, Pllgrimftern 6. 15 Uhr: Gottesdienst.
Stadtmission, Reitgasf« 5. Sonntag 8.30 Uhr: Morgenandachl: 20.30 Uhr: Evangelisation: Mittwoch und Sonnabend 20.30 Uhr: Allianzgebetstunde.
Landeskirchl. Gemeinschaft Mar- bur g - S ü d", Schwanallee 47. Sonntag 8 Uhr: Morgenandacht: 10.30 Uhr: Sonn- tagsschul«: 20.30 Uhr: Evangelisation. Allianz-Gebetrwoche 20.30 Uhr: Montag Süd-Gemeinschaft: Dienstag Methodistengemeinde: Mittwoch Stadtmission: Donnerstag Süd-Eemeinschatt: Freitag Me- thodistengemernde: Sonnabend Stadt- mission.
Die Ehrt st engeme in schäft (Bewegung f. religiöse Erneuerung), Nikolaistt. 1. 10 Uhr: Feier der Menschenweihehand- lung._____________________________________
Amtlicher Sonntagsdienst
am 3. Januar:
San.-Rat Dr. o. S e u singer, .Ketzerbach 14, Fernspr. 46.
Dr. Müller, Wilhelmstt. 2, Fernspr. 358.
Zahnärztlicher Sonntagsdienst
am 3. Januar:
Zahnarzt Eckhardt, Wörthstraße 31, Fernsprecher 783.
Für Mitglieder der Allgem. Ortsttanlenkasse: Zahnarzt Dr. Ruez, Wilhelmstt. 2, Fernsprecher 902.
(Sprechstunde von 10—11 Uhr.) Sonntagsdienst und Wochendienst der Apotheken
vom 3. bis 9. Januar: Einhorn-Apotheke.
Gottesdienst der israelitischen Gemeinde.
Sonnabend, den 2. Januar.
Dorabend 16.25 Uhr: 8.30 Uhr: 16 Uhr:
Ausgang 17.25 Uhr. An Wochentagen 7.15 Uhr: 19 Uhr.
Stabt. Bekanntmachung
Durch eine Anordnung des Herrn Regierungspräsidenten in Kassel ist der dies- jährige Beginn der Inventurausverkäufe in Marburg a. d. Lahn einheitlich auf Montag, den 11. Januar, festgesetzt worden.
Marburg, den 2. Januar 1932. (19
Der Oberbürgermeister als Ortspolizeibehörd«.
gez. Müller.
):( D« gute Ruf des TogÄ, den es als Mittel zur Bekämpfung von rheumatischen und Nerven-Schmerzen genießt, findet sich nt verschiedenen klinischen Berichten bestätigt, die in der medizinischen Presse erschienen sind. In objettioer Weise wurden zahlreiche Fälle von Rheuma, Eicht und Nervenschmerzen besprochen, in denen Togal ganz vorzügliche Drenste leistete. Togal scheint danach bei den genannten Krankheiten von großem Nutzen zu sein.
Verlag Dr. T. 5 itzeroth. Hauptschriftleiter und verantwortlich für Po« litit und Feuilleton: Dr. Scheller (beurl.); für Kommunalpolitik, Provinz und Lokales Lothar Schneider, sämtlich in Marburg.
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