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Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg
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Folgenschwerer Entschluß
Preußen greift ein
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Verschiebung der Abrüstungskonferenz?
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Der Anzttgenprei« beträgt fikk ben 11 gespalt. Zeilenmillimeter 0.08 GM., sog. kleine Anzeigen und FmnNienanzeigen bei Barzahlung 0.07 GM., amtl. und auswärtige AnzeigenO 10 GM Grundschrist: §olonel Bei schwierigem Satz sowie bei Platzdorschrift 50*1. Aufschlag. — Sammelanzeigen 100% Aufschlag Reklam.-Millim. 0.40 GM. Grundschrist > Petit. Jeder Rabatt gilt al« Barrabatt Ziel 5 Lage. Offerten-Gebühr: 25 <Pfg„ bei Zustellung der Angebote elnschl. Porto — 60 GM Belege werden berrchvel. Erfüllung«»« Marburg.
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inds voraus und betonte: „Nichts ist kNWtscher als die Annahme, Deutschland
Eiasturzuaglück im Vatikan.
Im Vatikan hat sich am Dienstag abend eine schweres Einsturzunglück ereignet, wodurch die Räume der apostolischen Bibliothek und in dieser wertvolle Handschriften beschädigt worden. Es wird mit 5 Todesopfer gerechnet.
Der Beschluß der preußischen RegierÄNg, die ostpreußische Landwirtschaftskammer aufzulösen, ist, wie die „TU." von besonn lderer Seite erfährt, weder auf Der» anlassung des Reichspräsidenten noch der Reichsregierung erfolgt. Der Reichspräsi» dent ist der Auffassung, daß die Ange» legenheit beigelegt war. Es geht dies auch schon daraus hervor, daß der Reichspräsi» dent auf den Brief des Vorsitzenden der ostpreußischen Landwirtschaftskammer, Dr. Brandes, in dem dieser ihm den letzten Beschluß des Vorstandes der Landwirt» schaftskammer mitteilte, geantwortet hat. daß damit für ihn die Sache beigelegt sei weil er ja auch annehme, daß die Kammer selbst bei chrer Vollversammlung im Ja» nuar den gleichen Beschluß fassen werde. In diesem Schreiben war bekanntlich außer einer Ergebenheits-Kundgebung für den Reichspräsidenten die Mitteilung enchal» ten, daß die Vollversammlung der Land» Wirtschaftskammer sich noch einmal mit dieser Angelegenheit befassen werde. Der» Handlungen zwischen der preußischen Re» gierung und der Reichsregierung in der Angelegenheit haben nicht stattgefunden.
Zur Auflösung der Ostpreußischen Land» Wirtschaftskammer schreibt die Pressestelle der Reichsleitung der NSDAP., daß die Entschließung der Kammer ohne Zweifel die tatsächliche (Stimmung der schwer lei» denden deutschen Landbevölkerung zum Ausdruck bringe. Ohne die Person des Herrn Reichspräsidenten von Hindenburg antasten zu wollen, wie es ja auch in dem Beschluß der Landwirtschaftsiarnm-er kei» neswegs geschehen sei, sieht die NSDAP, doch keine Veranlassung, eine solche De» fühlsäußerung der schwer um ihr Dasein ringenden ostdeutschen Landbevölkerung zu unterbinden, umso weniger, als man in Berlin offenbar befangen in der Not» verordnungSmaschinerie keine rechte Vor» stellung von der wirklichen Stimmung im Lande zu haben scheine.
Zur Auflösung der LandwirtschaftSkam» mer durch die preußische Staatsregierung schreibt die nationalsozialistische „Preu» ß i s ch e Zeitung": „Nicht klarer konnte die preußische Staatsregierung ihre Liebe zur ostpreußischen Landwirtschaft dokumen» tieren, als durch die Bestrafung der ge» wählten berufsständischen Vertreter. Die Auflösung der Landwirtschaftskammer ist der entscheidendste Sieg, den der Nationalsozialismus in Ostpreußen jemals da» tongetragen hat."
Die deutschnationale „Ostpreußische Zeitung" erklärt: „Dieser Schlag gegen die ständische Selbstverwaltung in Preußen wird in der ostpreußischen Bevölkerung ein Gefühl aufkommen lassen, das zu charakterisieren durch Notverordnung verboten ist. Was hat der Oberpräsident der Provinz Ostpreußen, der als erster berufen ist, die wirkliche Stimmung der Provinz in Berlin zu Gehör zu bringen, getan, um jenen Männern Gerechtigkeit ustderfahren zu lassen, die bisher lediglich aus Sorge um das Schicksal der Provinz stets uneigennützig gearbeitet haben?"
Die „KönigsbergerAllgemeine Zeitung" sagt in einem „Demütigung?" überschriebenen Leitartikel: „Diese ©traf* Maßnahme der preußischen Staatsregierung wird aller Voraussicht nach das genaue Gegenteil von dem erreichen, was sie bezweckt. Sie wird die Radikalisierung der Landwirtschaft in Ostpreußen nur beschleunigen."
lediglich um eine Anfrage über die An, sichten der beteiligten ausländischen Regierungen handele.
Die meisten Regierungen, so fährt der Korrespondent fort, seien der Ansicht, daß ein verfrühter Zusammentritt der Abrüstungskonferenz nicht angebracht sei, weil die Regelung der europäischen Finanz- und wirtschaftlichen Schwierigeiten im Augenblick viel wichtiger sei und weil die internationale Atmosphäre gerade jetzt alles andere als günstig sei. Bisher habe aber noch keine Regierung den Mut gehabt, von sich aus die Verschiebung der Abrüstungskonferenz auf einen besseren Zeitpunkt vorzuschlagen.
Die Unabhängigkeit -er Mandschurei proklamiert.
fk. Moskau (über Kowno), 23. Dez Nach einem amtlichen Sowjet-Bericht aus Mukden hat dort eine Beratung aller nach dem japanischen Einmarsch eingesetzten neuen Provinzregierungen in der Mandschurei stattgefunden. Die Konferenz beschloß eine „unabhängige föderative mandschurische Republik" zu proklamieren.
Berlin, 22. Dez. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, hat sich die Staatsregierung wegen des bekannten Beschlusses der Landwittschaftskammer vom 15. Dezember genötigt gesehen, die ostpreußische Landwirtschaftskammer aufzulösen und den LandeSkulturamtSprüfi- denten Pauly in Königsberg zum Staatskommissar für die zwischenzeitliche Verwaltung zu ernennen.
im Rahmen der französischen These, die bekanntlich auf der Achtung des Arning-Planes beruhe. Nur der Wortlaut, dieses Berichtes weiche in einigen Punkten von der französischen Auffasiung ab. Die Sachverständigen hätten zwar die rhnen erteilten Befugnisse nicht überschritten und keine Vorschläge darüber gemacht, in welcher Weise die Regierungen nunmehr eingreifen müßten. Sie wiesen aber darauf hin, daß die augenblickliche Krise in ihrem Ausmaß und ihrer Dauer den Rahmen der im Boung-Plan für den Zahlungsaufschub vorgesehenen Klausel bei weitem überschreite. Sie seien deshalb der Auffasiung, daß die interessierten Regierungen die Lage in ihrer Gesamtheit erneut prüfen müßten.
fk. London, 23. Dez. Der englische Botschafter in T o k i o hat am 17. Dezember de/ japanischen Regierung eine Role überreicht, in der nach der „Time s" gesagt wird, daß die englische Regierung die Eröffnung der Abrüstungskonferenz am 2. Februar für sehr wünschenswert hatte. Gleichzeitig aber w,rd darauf aufmerksam gemacht, daß gewtsie Regierungen eine Verschleppung der Konferenz im Hinblick auf die bevorstehende N^parationskonferenz sür wünschenswert hielten. Die japanische Regierung sei zu diesem Punkt um ihre Ansicht gefragt worden und werde mitietlen, daß sie mit dem Wunsch Englands über* einstimme, die Konferenz wie verabre.'et eröffnet zu sehen, aber gegen eine leichte Verschiebung des Datums würden ferne Einwendungen erhoben werden, falls d'es den eurrpäischen Staatsmännern besser liegen würde. Eine Reutermeldung setzt hinzu, daß das Datum des 2. Februar »m Hinblick auf die Reparationskouferenz, die im Januar beginne, und angesichts der oe- vorstehenden Wahlen m Frankreich uto Deutschland ungelegen sei. Hierzu bemerkt der diplomatische Korrespondent das „D a i l h Telegraph" ergänzend, daß ähnliche Schritte noch in verschiedenen anderen Hauptstädten von den englischen Botschaftern unternommen vorden seien. In englischen Kreisen betont man, daß dieser Schritt nicht etwa einem -nglischen Vorschlag zur Verschiebung der Abrüstungskonferenz gleichkomme, sondern daß e» sich
nat nahm am Dienstag spät abends das »ratorium mit 69 gegen 12 Stimmen an. Vorher wurde der Antrag des Senators »h n s o n der die Einbeziehung der
»geschützten Zahlungen in das Mora-
Washington, 23. Dez. Der
6fe .ObetbeflW Zeitung' er. Aetnt sechsmal wöchentlich. Be» monatlich 220GM.au«. Meßt 3ustellung«gebllbr, durch Post 2.65 GM Für etwa durch streik. Maschtnendefekt oder eie» feit täte Gretgntff, «-«fallen d« Kammern wird fetn 6r1ae geleistet Verlag. Dr. § ptderoth. fto<f der Unto«9?ud>6tutffte( geb Aug. Koch. Mark, 21/23. gttitfW’ c: Nr 54 uub Ri. 55. Postscheckkonto: Amt Frankfurt 19R Rr 5015. — Gt>rech,eit m Redaktion von 10—11 und
Vtl—1 Uhr.
Der Haag Sitz der Reparationskonferenz?
fk. L o n d o n, 23. Dez. „Times" zufolge verlautet, daß die britische und die französische Regierung sich dahin geeinigt habe, den anderen interessierten Regierungen vorzuschlagen, die Reparationskonferenz der Regierungen nach dem Haag mgesähr für Mitte Januar einzuberufen.
titatar Gote (Oklahoma) sagte die ahlungse in stellung Deutsch-
Neue Verschärfung in Basel
Frankreichs fortgesetzte Verschleppungstaktik
ff. Basel, 23. Dez. Infolge eines französischen Versuchs, in dem entscheidenden Teil des Eutach ichtes den Standpunkt ^ankreich» in der Tributfrage ausschlaggebend zur Geltung zu bringen, ist es zu M e i n u n g s v e r - schiedenheiten, insbesondere zwischen Frankreich und England, und damit zu neuen Schwierigkeiten gekommen. Die Sitzung des Redaktionskomitees mutzte unterbrochen werden. Es soll versucht werden, in einer sür Mittwoch vormittag angesagten Vollsitzung die Schwierigkeiten zu überwinden.
Einer französischen Agenturmeldung aus Basel zufolge hält sich der Bericht der Sachverständigen, juristisch gesehen, völlig
de 31- oder 40 Jahre lang Reparationen Frankreich zahlen. Die Reparationen eine St r a f e, die auf der angeb - en Schuld Deutschlands am
eltkriege beruht und aus einem mit ert- und Bajonettspitze erzwungenen trage. Deutschland ist utorc. sch nicht zur Zahlung ver- l - m t e t. Deutschland wird die Schuld ückwrisen, ganz gleich ob durch schiemus oder Kou. munis- 16."
3m Rahmen der Senatsaussprache über Moratorium wurde ein Antrag einze- t, das Moratorium solle nur mit "r: smcänlung angenommen werden, dag in Moratorium mehr g r - i h r 1 würde und jede S ch u l d : n • eichuug oder Schuldeuherab- tzuug unterbleibe.
iese auch vom Repräsentantenhaus be- fiene Zu sa Verklärung die sich n künftige Revisionen oder Annullie- g der Kriegsschulden wendet, wurde Senat ohne jede Erörterung billigt. Somit hat die Vorlage G e- tz e s k r a f t erhalten. Vor der Abstim- img wurde ein Ergänzungsantrag, tn 8 die Revision des Versailles ttrages als Vorbedingung des ldenfeierjah..s gefordert wurde, vom at a b g e t e h n t.
n der elfstündigen Senatsdebatte iiler Hoover Mo atorium wurde ein Z u - tzantrag des Senators Ship - edabgelshnt, Amerika soll die Be- ptung des Versailler Vertrages von ^utschlands Alleinschuld am ege feierlich als falsch ver- r t c n
ie Ablehnung dieses Antrages bedeutet e sachliche Stellungnahme des Senats, m bei einer Aenderungder Errang zum Moratorium hätte die 8ze Vorlage wieder an das Repräsen- tenhaus zurückgehen muffen, was Z'st stet hätte. Die Senatoren waren nsn f langen Ausschuß- und Plenarsitzung er« pst und wollten zum Meihnachtssest nach le fahren.
• Wa shi ngton, 23. Dez. Präsident oer hat General Dawes ’um Führer ^amerikanischen Abordnung für die Ad- Äungskonferenz ernannt
tDDti nium forderte, mit 66 gegen 12 Stim- len zurückgewiesen. Der demokratische
Kein neues Moratorium!
Die Einschränkungsformel zum Hoover-Moratorium wird Gesetz — Widerruf der Kriegsschuldlüge abgelehnt
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Anzeiger für (das frühere kurhessische) Overhessen
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