Sü. 295
CTftMRIdk Sdhntfl. Marburg «. L. Donnerstag, bett 17. Derember 1931
Sette 9
• 295
ite In
« ei«
15 »i
leit!« m°rch
101t Ö 'timin uat b iunsi sei. ! ras i
) inti ra»
Pird । ichkl!
entli* •d)Ib®
9t0i anla» itnia ufti; geeig«
dner 5 tebeih ti rch Sä
teilt fe. artci egien
v $ 6lNz> bis
1U St,
• ?Ui Muni« !«Uh trag’
es r terejj ’POlfl
Fms öpkr l« »
t 3 lg S
und
Sv» m
ärt, j
ictntji ■ift Mül ren !
boi cht ° -eist ordit ifcit
sehen. Abei
;rat i eie: I verne idsch» richtet öesB >ohl b snee» :b.
Metel
für S
Rci-!
Part-' über! Zobr.Ü
Met« uch ! mg « Beten iroa jfcnhä tallin! ;cn 1
icbef1 nnbn> wer» ; nlä'51 enta« ut in« HlUl® igeH ,t S
rats! rrteiü
Die neue Rowerorönuns
<ym Kaufmännischen Verein sprach gestern abend im Hotel Ritter Dr. ©all» weit vom Sinzelhandelverband Hessen- Kassel und Waldeck zur neuen Rotverord- nung. Das starke Interesse an dem Thema kam in dem außerordentlichen Besuch der Veranstaltung zum Ausdruck.
Der Vorsitzende des Kaufmännischen Vereins. Buchdruckereibesitzer Eucker, wies in seinen Degrüßungswotten darauf hin. wie schwer die Rotverordnung die Kaufmannschaft getroffen habe, vor allem, daß sie gerade vor Wechnachten kam. Weihnachtszeit sei rat allgemeinen Erntezeit für den Kaufmann, diesmal könne aber von einer Ernte keine Rede sein. Dr. Eallweit wies in seinem Vortrag zunächst darauf hin, daß es schwer sei, über dte Rotoerordnung ein klares Bild zu gewinnen. so lange nicht die Ausführungsbestimmungen erschienen sind. Auf eins müsse man aber besonder achten: Die Notverordnung stelle unter Umständen einen Wendepunkt in der deutschen Wirtschaft dar. Sie set die Willensäußerung, das Wirtschaftsprvblem als eine Einheit zu erfassen. Brüning set anscheinend gewillt, die Wirtschaft nach seinen Plänen zu reorganisieren. Die Notverordnung bedeute die Preisgabe des Privatkapitalismus zugunsten des Staatskapitalismus. Allerdings trage seiner Ansicht nach der Kapitalismus selbst mit Schuld hieran, denn ohne den Zusammenbruch der Danat- bank set eine derarttge Notverordnung wahrscheinlich vielleicht nie möglich gewesen. Diese Auswirkung der Notverordnung hätten die meisten wohl übersehen, man müsse darüber staunen, wie verhältnismäßig ruhig die Notverordnung hin- genommen worden ist. Auf der andern Seite müsse man wieder zugestehen, daß viele Maßnahmen der Notverordnung nötig waren, um unsere Währung nicht zu gefährden und die Kaufkraft zu stärken, niemand aber habe derartige einschneidende Maßnahmen erwartet.
Dr. C a l l w e i t ging dann näher auf die einzelnen Desttmmungen der Notverordnung ein, aus denen wir nur einige herausgreifen wollen. Bet den Steuerfragen dürfe man vor allen Dingen die Herabsetzung der steuerlichen Verzugszinsen nicht zu niedrig einsetzen. Die Herabsetzung set eine wesentliche Entlastung für den Gewerbetreibenden. Dagegen set die Erhöhung der Umsatzsteuer von
Stoettag im Kaufmännischen Verein
0,85 auf 2 Prozent, die Brüning als letzte Reserve bezeichnete, für den Einzelhandel untragbar. Daher müsse er alles versuchen, die Phasenpauschalierung durchzusetzen, d. h., daß allein nur die Hersteller der Ware und nicht noch einmal der Wie- derverkäuser mit der Umsatzsteuer belastet wird. Die Dechandlungen in dieser Richtung hätten bereits begonnen, es bestehe die Hofftmng, daß die Phasenpauschalierung im Einzelhandel bis zum 1. April nächsten Jahres durchgesetzt ist. im ersten Vierteljahre müsse allerdings der Gewerbetreibende die Steuer in voller Höhe tragen. Bei der Umsatzsteuer wies der Redner besonders darauf hin, daß diejenigen Abschlüsse, die vor dem 1. Januar 1932 getätigt werden, nicht unter die Erhöhung der Umsatzsteuer fallen. Neu setdieReichS- f lucht steuer, die vorsieht, daß solche Personen, die Deutschland verlassen, 25 Prozent ihres Vermögens abgeben müss- sen. Wer diese Abgabe umgehe, mache sich nach seiner Rückkehr nach Deutschland strafbar. Bei der Hauszinssteuer ser die Besttrnmung wichtig, daß sie durch Kapitalabfindung abgelöst werden kann. Bet den Real steuern bestehe die Besttrnmung, daß sie da, wo sie unter hem LandeSfatz liegen (wie z. B. in Marburg) noch erhöht werden können. Die angeordnete zehn- prozentige Senkung der Markenwaren bedeute, daß die Kaufleute von heute ab unter scharfer Kontrolle stehen. Glücklicherweise habe der Reichskommissar für Preisüberwachung, Oberbürgermeister Dr. Gördeler, einen guten Blick für Wirtschaftsfragen. Mit der Preissenkung allein
Filmschau
Capitol. Mehr als 12 Jahre sind vergangen, fest die alte Armee abgeschaftt wurde. Sie ist nicht mehr. Nur Erinnerungen sind übrig geblieben und werden auch nie verwischt werden können. Ja, sie übertragen sich auch aus diejenigen, die nie den bunten Rock getragen haben. Die aktive Dienstzest war eine ernste Zeit für alle diejenigen, die die Ehre hatten, zwei oder drei Jahre ju dienen. Aber auch schöne Stunden gab es. Besonders im Manöver, wo die Soldaten mit den Bürgern des Landes wieder in engere Fühlung tarnen. Der Film „Schön ist die Manöoer- jeit", der zur Zeit im Capitol über die Leinwand läuft, ist dazu angetan, ein kleb nes Stück aus den schönen Stunden wieder- zugeden. Nach den Strapazen der Feld-
fei es aber nicht getan, Hand in Hand mit ihr müßte auch die Senkung der Tarife gehen. Die Maßnahme, daß alle Tarifverträge gekündigt werden müssen, sei gleichsam ein Eingeständnis, daß die gesamte Lohnpolitik der letzten Jahre etn Mißgriff gewesen ist. Bei der Neuregelung des Zwangsvollftteckungsderfahrens sei besonders die Besttrnmung wichttg, daß land- und sorsttoittschaftliche Grundstücke nicht verkauft werden dürfen, wenn die (Hristenz des Eigentümers dalmvch gefährdet wird.
Zusammenfassend wies Dr. Callwett noch einmal auf die Auswirkungen der Notverordnung auf den Einzelhandel hin. M n- tragbar sei jedenfalls dte Erhöhung der Amsatzsteuer. Gelinge es nicht, die Phasen-Pauschalierung durch- Mführen, werde es so kommen, daß die Umsatzsteuer in die Preise einkalkuliert wird. Das Publikum sei immer wieder aufzuklären, daß nach dem 1. Januar 1932 eine generelle lOprozentige Preissenkung niemals kommen kann, da die Preise bei den meisten Waren schon gesenkt seien. Auf der anderen Seite sei es aber Pflicht des Kaufmannes, die Maßnahmen der Regierung nach bestem Können zu unterstützen, denn die Notverordnung sei der letzte Schrei eines darniederliegenden Volles.
Die Ausführungen wurden mit starkem Beifall aufgenommen. An den Vortrag schloß sich eine rege Diskussion, in der wettere Einzelfragen der Notverordnung besprochen wurden. s—r.
Übung sehnte man sich immer nach einem Bürgerguartier, wo ein oder mehrere junge Mädchen waren. Liebe ist nun einmal auch durch noch so strammen Dienst nicht aus dem Herzen der Soldaten zu bringen. Eine solche Manöver-Episode bekommt man m dem Film zu sehen. An der ganzen Angelegenheit sind Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften beteiligt. Es entwickeln sich ur- komische Szenen, die zu lauten Lachsalven Veranlassung geben, besonders bei denjenigen, die nie ein Manöver mitgemacht haben. Mehr aus dem Inhalt des Films zu verraten, würde dazu beitragen, den Besuchern des Theaters den Reiz an der ganzen Sache zu nehmen. Gesagt sei nur noch, daß Paul Heidmann den Einjährigen spielt. Fast zwei Stunden wird köstlicher Humor geboten, den jeder bei der heutigen Zett gut gebrauchen kann.
—n.
• Aufrechterhaltung der Anwartschaft in der Angestelltenver- l.cherung. Für die Zeit vom 1. Januar 1926 an ist zur Aufrechterhaltung der Anwartschaft erforderlich, daß jeder Versicherte vom 2. bis 11. Kalenderjahre seiner Versicherung jährlich mindestens 8, vom 12. Äq» lenderjahre an jährlich mindestens 4 Beitragsmonate nachweist. Die Anwartschaft erlischt zunächst, wenn diese Mindestzahl nicht erreicht wird. Sie lebt aber wieder auf, wenn der Versicherte die erforderlichen freiwilligen Beiträge innerhalb der zwei Kalenderjahre nachentrichtet, die dem Äalenber« jahr der Fälligkeit folgen. Es können also die etwa noch erforderlichen Beiträge für das Jahr 1929 noch bis zum 31. Dezember 1931 nachentrichtet werden. Der dem Reichstage vorliegende Entwurf eines Gesetzes zum Ausbau der Angestelltenversicherung sieht allerdings vor, baß alle Anwartschaften bis zum 31. Dezember 1929 als aufrechterhalten gelten sollen, auch wenn in einzelnen Jahren zu wenig Beiträge ober keine Beiträge entrichtet wurden. Da aber noch ungewiß ist. ob und in welcher Form dieser Entwurf Gesetz wird, empfiehlt es sich, die zur Aufrechterhaltung der Anwartschaft erforderlichen Beiträge bis zum Schluffe des Jahres 1931 nachzuentrichten. denn nach (Eintritt des Versicherungs- Unfalles ist die Nachentttchtung freiwilliger Beiträge regelmäßig unzulässig. Tie freiwilligen Beiträge werden nicht zurückgezahtt, auch wenn sie wegen einer etwaigen späteren Gesetzesänderung nicht notwendig gewesen wären. Freiwillige Beiträge sind in der dem jeweiligen Einkommen entsprechenden Eehalts- llasse. mindestens aber in Klasse B zu ent« richten. In Klasse B können Beittäge nur von solchen Versicherten geleistet werden, die ohn-» Einkommen sind, oder deren Einkommen tm 'Jionat den Betrag von 100 RM. nicht übersteigt. Zu jeder weiteren Auskunft ist die Geschäftsstelle des Ortsausschusses der Vertrauensmänner der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte Marburg (Lahn), Wörth- strahe 17, bereit. Sprechstunden täglich von 19—21 Uhr, Sonntags von 9—13 Uhr.
Das FrankWtt Mis-AMMw
Freitag, den 18. De^mber.
6.15: Wetterbericht. — Anschließend: Morgengymnastik. — 7.15: Schallplatten-Konzert. — 12.05: Schallplatten-Konzert. — 16.00: Unterhaltungs-Konzert. — 17.05: Konzert des Städtischen Kurorchesters Wiesbaden. — 18.40: „Aus neuen Kunst- und Silber» büchern", Vortrag. — 19.05: „Die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung. Ihre Aufgaben und ihre Organisationen'', Vortrag. —19.40: „Schluch- see-Werk", Funkbericht. — 20.10: „Die Fledermaus", Komische Operette in drei Akten. — 22.20: Zeitangabe. Wetterbericht
Verlag Dr. C. Hitzeroth.
Hauptschriftleiter und veranlwortlich für Po- littk und Feuilleton: Dr. Ernst Scheller: für Kommunalpiu... Pi ovtnz und Lokales. Lothar Schneider, (amtlich in Marburg.
Die neue Lesmona SO 10 • Auch ohne Mundstück, dick und rund • Konzernfrei 1
k
" -.V- V
5010
MilmaMmnimmg
Von Martha Frohwein-Büchner.
(Schluß.)
Und noch ein Kind steht vor meinen Augen, das mir besonders bemitleidenswert erschien pir Weihnachtszeit. Ueberall in den Häutern war Weihnacht gefeiert worden, und am ersten Feiertag sah man soviel neue Mützen und Mäntel und Puppen auf der Straße wie eben nur einmal im Jahr. Nur ein lleines Mädchen von fünf Jahren etwa schaute mit einem Gesichtchen in all die Pracht, auf dem deutlich geschrieben stand: was habe ich denn verbrochen, daß ich allein leer ausgehe? Es fiel mir gleich auf, und ich fragte es: „Nun Lisbethchen, was hat dir denn das Ehrist- kind beschert?" „Gar nii, gar nii“, sagte es ganz verzweifelt, „ich weiß auch gar net, wie das kommt, bei euch is es gewese, in de ganze Nachbarschaft war's, nur bei uns is es vorbeigefloge." Es war wirklich herzzerreißend, das mitanzuhören, glücklicherweise ober fand ich einen Balsam auf die Wunde. Eine fromme Lüge war's, zu der ich griff. „Lisbethchen, denk nur mal an", sagte ich, »bet uns hat's ja allerhand für dich hinge- legt und mir gesagt, ich solle dir bestellen, es batte keine Zeit mehr gehabt, zu euch zu fliegen, und damit nahm ich's an der Hand und bescherte ihm alles, was ich auftreiben konnte. Die Seligkeit, die sich da über das Gesichtchen verbreitet bedeutete die schönste Weihnachtsstimmung, die es überhaupt geben kann.
Nun ist's ein Weilchen still. Da hebt die Weihnachtsstimmung noch einmal an. „Nun, und das Kriegsjahr 1917, wo dein Achtzehnjähriger draußen vor dem Feinde stand?" »Ach, Gott ja", seufzt die Träumerin, „das war die schlimmste Zeit meines Lebens. Kem Stündchen ruhigen Schlaf hatte ich da- wols. Immer wieder schreckte ich auf aus wüsten wirren Träumen, und der schrecklichste von allen war der so oft wiederkehrende. Ein blutiges Schlachtfeld, auf dem der Kampf tobt. Ich sehe meinen Jungen mitten im Getümmel. ich sehe eine Granate durch die Luft schwirren, die ihn treffen muß, ich will ihn
warenen, will ihn schützen, aber sie hat ihn weggerissen, der Kopf fliegt vorn Rumpfe, und dieser Kopf öffnet noch einmal die Augen, und flüftert m unsäglichem Jammer: „Mutter, Mutter". Die- >er Traum machte das Schreckliche immer noch schrecklicher, und alle die Stunden unsäglicher Angst fliegen in dieser Dämmerstunde noch einmal durch die Gedanken. Sie hatte so gar nichts von einer Selbenmutter gehabt, die kleine Frau, obgleich's ihr alle Leute zu getraut hatten. Sie selbst kam sich ganz schlecht und erbärmlich vor, nachdem sie einmal eine wirkliche kennen gelernt hatte. Die bekam von einer geflüchteten Elsässerin von dem Jammer erzählt, daß ihr Mann draußen an der Front fei, und mit ihr jammerten und klagten noch andere Frauen und Mütter, und jede hielt ihr Los für das beklagenswertste. Die Heldenfrau aber entgegenete mit blitzenden, begeisterten Augen: „Ach, wie seid ihr kleingläubig und verzagt, ich be- baure täglich aufs Neue, daß ich nicht mit draußen sein kann und mit im Kampfe stehen darf." Und als eine der Elsässerinnen meinte: „Ja Madame, sie haben gut schwätzen, sie haben niemand draußen", bekam sie die Antwort: „Ich habe mein einziges Kind dem Vaterland gegeben, und ich pabe’s gern getan." Mit fester Stimme sagte sie's, wenn auch die Augen einen Ausdruck hatten, als schauten sie in eine andere Welt. Den Augenblick werde ich nie oergeflen, und wenn ich hundert Jahre alt werde. Wie jämmerlich kam.ich mir vor, die immer wieder über dem eigenen Ich das große Ganze vergaß.
Doch das war wieder ein Seitensprung aus der Weihnachtsstimmung heraus. Also es war 1917 für? vor Weihnachten. Zum ersten Mal sollten wir feiern ohne unseren Aeltesten, und in unserem Herzen war keine Weihnachtsstimmung, tm Gegenteil — wäre nur erst das Fest vorbei, gings durch den Sinn. Die Weihnachtspäckchen nach der üblichen vorschriftsmäßigen Größe waren gepackt, das war alles, was man für den fernen Jungen tun konnte. Zwei Tage vor dem heiligen Abend war's. Da ertönt die Flurglocke, und ich wische mir noch schnell einmal über
das verweinte Gesicht, um zu offnen. Da steht, müde und schmutzig vom langen Weg, mit schwer bepacktem Tornister, ein Tannen- zweiglein an der Mütze, mein Junge vor mir. So aas von Freude, von Seligkett, läßt sich aber nicht beschreiben, das kann man nur erleben, aber jetzt gab's Weihnachtsstimmung, das ist klar."
Es ist dunkel geworden draußen, es wird nun doch allmählich Zeit, das Licht ein- zuschalten, da flingts noch einmal: „Und diesmal, und heute?" Dräuende Wolken überall. Nein, aber nein, ich lasse mir die Weihnachtsstimmung nicht verderben durch Politik und schwarze Schatten. Bleibt auch der Gabentisch leer, ein strahlender Ehristbaum soll uns doch zurückversetzen in's Kinderland, in's Märchenreich, denn so muß es sein beim deutschen Weihnachtsfest. Und es ist, als ob bas silberne Glöckchen im Schrank ein leises feines Klingen hören ließe, ja — es gehört auch zur Weihnachtsstimmung. ja, es gehört sogar ganz beträchtlich bazu. Ist's boch das Glöckchen, bas schon ben Großeltern bett Heiligen Abend eingeläutet und das seitdem in jedem Jahr seine Schuldigkeit getan hat. Wieviel Kerzenklanz, wieviel Weibnachtsfreude hat sich schon drin gespiegelt. Jetzt wariet's drauf, daß es blitzblank geputzt wird, bann fühlt es sich wie neu geboren. Unb plötzlich hat die Weihnachtsstimmung es in der Hand, und roieber klingt's unb:
Weihnachtsstimmung, Zuaendbilder, Der Erinnerung holden Traum, Kmberglück und bunte Märchen Breitst du aus im engen Raum.
In dem Ofen brummt das Feuer.
Sieb, in seinem hellen Schein
Sitzt die Alte in dem Lehnstuhl, Und Dornröschen schlummert ein.
Siehst du dort am Knusperhäuschen Naschen die zwei Kinderlein?
Siehst du, wie die böse Here Hänsel sperrt und Gretel em?
Kleine Maid im roten Käppchen Trippelt dort ein Stückchen weiter. An dem Arme hängt das Körbchen, " Und der Wolf ist ihr Begleiter.
Dort Frau Holle klopft die Betten, Schüttelt sie in alter Frische, Und Schneewittchen mit den sieben Zwergen sitzt am Abendtische.
Hörst du Aschenputtel locken?
Siehst du dort das bunff Gewimmel: Helft, ihr Täubchen, Linsen lesen. Kommt ihr Vöglein unteren Himmel. Auf dem Tisch geht was spazieren. Was für ein possierlich Ding.
Ist das nicht ein Heines Männchen? Ja, das ist bet Däumerling.
Von dem Berg am Schranke drüben Rollet Käs auf Käse nieder — Tut das wohl bas Katerlieschen?
Ach, du armer, armer Frieder.
Aus dem Schrank ertönt Musike, Gänzlich ohne Harmonie, Doch die Bremer Musikanten Allbekannt, die spielen sie Haben sie auch ihre Stücke Musikalisch schlecht gesungen. Ist die Gais mit sieben Jungen Fröhlich doch herumgesprungen.
Und sie wackeln mit den Ohren, Und sie wirbeln mit den Beinen. Weil der böse Wolf im Brunnen Liegt mit rill den Wackersteinen. Rote Funken wirst das Feuer.
Hast du Augen wohl zum Schauen: Siehst du Christkind unb die Engel Eine golb’ne Brücke bauen?
Weihnachtslieber, süße Weilen Schicken sie durch's ganze Zimm«, Heber all ben alten Möbeln Liegt em lichter Märchenschimmer. Weihnachtsstimmung. Sugenbbilber, Der Erinnerung holden Traum, Kinderglück unb bunte Märchen Breitst bu aus im engen Raum.
Probieren geht über Studieren. Mehr cts 6 Millionen Menschen gebrauchen täglich die herrüch er- frischende Chlorodont-Zahnpaste zur (Erlangung schöner wecher Zähne. Tube 50 Pf. Versuch überzeugt. Hüten Sie sich vor mmderweriigen, billigen Nachahmungen