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Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberhessen

to.29466.Mre.

Marburg ß. W«

Der Anzeigenpreis beträgt für den 11 gespalt. Zeilenmillimeter 0.08 SM., sog. kleine An,eigen und gamllienanzeigen bei Barzahlung 0.07 GM., amtl. und auswärtig« Anzeigen 0.10 GM Grundschrift: Aolonel. Bei schwierigem Satz so­wie bei Platzdorschrist 50'1» Auf­schlag. Gammelanzeigen 100*1» Aufschlag Reklanu-Millim 0.40 GM Grundschrift, Petit. Zeder Rabatt all» al« Barrabatt Ziel 5 Lag«. Offerten-Kebübr: 25 Pfg^ bei Zustellung der Angebote einschl. Porto 60 GM Belege werden berechmi,LrsüÜMs4»«W«bur-.

Anzeiger der amtliche« Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.

Amerika streicht keine Schulden

Der amerikanische Kongreß und die Frage der Kriegsschulden Lebhafte Opposition gegen Hoover

Bankkrach in Amerika Gewerkschaften bei Brüning

fl. London» 16. Dez. Am Dienstag haben zehn weitere amerikanische Banken ihre Schalter geschlossen. Durch die Zah- langseinstellung der Federal-National-

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Die Schuldenabkomme« mit den Alli­ierten seien keine internationalen Ver­träge, soweit Amerika in Frage komme, sondern Finanzgesetze Amerikas, uud die könne Hoover nicht antasten.

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kückzusühren ist, find neun weitere dem Verband angeschlossene Bankinstitute im Staate Masschusetts betroffen worden. Seit Anfang des Jahres haben 1200 Lanken in Amerika ihre Schal­tern schrieben müssen.

-fk. Washington, 16. Dez. Die gestern fälligen Raten der alliierten Schulden an Amerika im Gesamtbetrags von 31 Mil­lionen Dollar als Abzahlung

schon lange die Streichung der aunerren Schulden im Interesse Deutschlands geplant hätten, so wäre HooverniezumPrä- deuten gewählt worden. Mac Fad- den Fraktionskollege C h i p e r f i e l d wies diese unerhörte Beschuldigung zurück und lieg die Bemerkungen fallen, Mac Fadden sollte der Nachwelt als ab­schreckendes Beispiel erhalten werden, wie tief ein Abgeordneter sinken könne.

Im Finanzausschuß desllnter- h a u s e s, der zur Zeit den Moratoriums­gesetzentwurf berät, erklärte Unterstaats­sekretär Mills, es wäre eine ewige Schande für Amerika, wenn der Kongreß das Moratorium ablehne, da im Juni 276 Parlamentarier, darunter mehr als % Senatoren, dem Präsidenten Hoover auf desien Anträge ihre Zustimmung zu sei­nem Plane erklärt hätten.

Heute wird Staatssekretär Stirn« son im Ausschuß gehört werden uud morgen wird die Vorlage an das Plenum gehen.

Nach Ansicht des Fraktionsführers ist das Moratorium deswegen in eine so feind­liche Atmosphäre geraten, weil die Son­derbotschaft des Präsidenten mit der Frage einer weiteren Reduzierung oder Verzöge­rung der Zahlungen verknüpft worden sei. Die Majorität des Kongresses und die öffentliche Meinung Amerikas haben volle Sympathie für Deutschland, doch sieht

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m Lank in Boston, die auf außergewöhn- firfi starke Abzüge in den letzten Tagen zu-

auf die Schuldbeträge und 9 2 Mil­lionen Dollar Zinsen sind nicht gezahlt worden. Die Regierung der Bereinigten Staaten betrachtet indessen die vckuldner deswegen nicht als im Verzug efindlich. Dafür tobte eine um fo heftigere ..edeschlacht im Bundeskon- ^vlltr.H g r e ß, besonders im Unterhaus, wo der D°on ® ä^geotbnete Mac Fadden, der gegen die Ratifizierung des Hoover-Moratoriums agitiert, sich in maßloser Weise gegen Prä- ßdent Hoover und dieprodeutschen Ban­kiers in Rewyork" ausließ. Mac Fadden, bet mit Zusammentritt des neuen Kon­gresses als Republikaner und Mitglied der 'Minderheit nicht mehr Vorsitzender des Bankausschusses ist, diesem aber noch an- kkAlü gehört schrie, Hoover habe seinen Amtseid ' fI,:® verletzt, als er mit fremden Regierungen ein Moratorium beschloß.

>rstrad Wenn picht die deutschen internationalen :___Bankiers in Rewyork, nämlich Kuhn, Loeb

& Campe, Seligmann und Paul Warburg

NE schon lange die Streichung der alliierten

man nicht ein, warum auf Kosten der amerikanischen Steuerzahler den Alliierten geholfen werden soll, die so gewaltige Sum­men für Rüstungen ausgeben.

Die Washingtoner P o st" ver­öffentlicht hierüber eine Zusammenstellung des Kriegsamtes. Danach hätten 1930 für Rüstungen ausgegeben: Großbritannien 608, Frankreich 547, Italien 322, Polen 123, Rumänien 67, Jugoslawien 47, Tsche-

Derlin, 15. Dez. Der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund teilt mit:

Die Besprechung der Gewerkschaftlichen Spitzenverbände und Beamtenbünde, die am 14. Dezember 1931 beim Reichs­kanzler stattfand, galt den verhängnis­vollen Auswirkungen der Not­verordnung auf die Lage der Arbeit­nehmerschaft und der Beamten. Die Ge-

Gandhi besucht die Jungfaschisten in Rom

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Gandhi in einem Feldlager derBalillas".

Anläßlich seines Besuches in Rom stattete Madatma Gandhi auch der faschistischen Jugend­organisation (Balilla) einen Besuch ab. Er lieb sich durch eines der Zeltlager führen und wohnte den Übungen der Knaben bei.

choslowakei 41, Belgien 23 Millionen Dol­lar. Dieser Summe von 1779 Millionen Dollar ständen die diesjährigen Schulden­beträge dieser Staaten an Amerika mit insgesamt nur 243 Millionen Dollar gegenüber.

Man gebe 1779 Millionen Dollar für Kriegsrüstungen an» «ad wolle 243 Millionen Dollar Schulden nicht be­zahlen, und Frankreich, das 22 Pro­zent feines Eefamtbndgets für Kriegs­rüstungen ausgebe, bringe sich mit sich selbst in Widerspruch, wenn es seine« Premierminister nach Washington entsende mU der Absicht, die Kosten des europäischen Krieges den ameri­kanischen Steuerzahler« anfzulegen, Im Senat wartet man die Erledigung des Moratoriums durch das Unterhaus ab, bevor man die Beratung im Ausschuß beginnt, da Finanzgesetze stets zunächst durch das Unterhaus gehen müsse. Trotz­dem wurde auch im Senat von Rist und anderen eine Streichung der inter- allierten Schulden schroff ab­gelehnt.

Wallstreet Journal" über den Finanz- kampf zwischen Frankreich und England.

fk. Rewyork, 16. Dez.W all - ft r e e t Journal" schreibt: In amerika­nischen Finanzkreisen wird vielfach ge­glaubt, daß gegenwärtig eine schwere Schlacht zwischen der Bank von England und der Bank von Frankreich im Gange ist. Man ist der Meinung, daß die Bank von England planmäßig Sterling ver­kauft, um Dollarguthaben für die Rege­lung des am 31. Januar 1932 fällig wer­denden 75-Millionen-Dollar-Kredits der Vundesreservebank zu bilden, und um durch Niedrighalten des Sterlingkurses den britischen Ausfuhrhandel zu fördern. Zu gleicher Zeit nimmt die Bank von Frankreich Sterling-Ankäufe vor, um den Kurs des Pfundes in die Höhe zu treiben und dadurch die Verluste zu vermindern, die die in London eingefrorenen Frank­kredite durch Entwertung des Pfundes er­litten haben.

Philadelphia in Zahlungsschwierigkeiten.

fk. Rewyork, 16. Dez. Die Stadt Philadelphia ist zum ersten Male seit 50 Jahren in Zahlungsschwierigkeiten ge­raten. 25 000 städtische Angestellte sind noch ohne Dezembergehalt, das nicht recht­zeitig bereit gestellt werden konnte

werkschaftsvertreter führten insbesondere aus, bah die Rotverordnung die Arbeit­nehmer und Beamten vor allem deshalb schwer belaste, toeil die Preis­senkung der Lohn- und Gehaltssenkung nicht vorangehe. Sie verwahtten sich ferner gegen die ourch die Rotverordnung festgelegte Sonderbehandlung der Berg­arbeiter und der Gemeinde- und Staats- arbeiter, durch die der Lohn dieser Ar- beftergruppen zum Teil erheblich unter den Stand vom 10. Januar 1927 herab sinke. Nachdem die Reichsregierung den Weg der Deftationspolitik beschritten und Löhne und GekMter auf den Stand vor der Ratio­nalisierung zurückgedrückt habe, müsse die Regierung nunmehr die Preissenkung auf der ganzen Linie schnell und durchgreifend in die Wege leiten und alle Tarifverträge für allgemein verbind­lich erklären. 'i

lieber die Besprechung der Gewerk­schaftsführer beim Reichskanzler berichtet Der Deutsche" noch eine Reihe von Einzelheiten. Die Bertteter des Gewerk­schaftsbundes wandten sich besonders gegen die empsindlichen Kürzungen der Berg­arbeiterlöhne und der Löhne der Arbeiter in den öffentlichen Betrieben. Ebenso hart sei die Lage vieler Angestellten. Eine Besserung der Geschäftslage auf dem Bin­nenmärkte sei direkt abhängig von einem vollen Erfolg bei der Auflockerung und Senkung der Preise der Lebensmittel und Bedarfsartikel, der Tarife für Verkehr. Sttom, Gas und Wasser und von einer gut durchgeführten Miets- und Zinssenkung sowie von einer Preisminderung bei den llrftoffen. Der Reichskanzler wies in sei­ner Entgegnung u. a. darauf hin, daß wir in einer strukturellen Krise stehen und Dinge machen müssen, die andere Länder durch Verlassen des Goldstandards einfacher machen könnten. An der Senkung der Bergarbeiterlöhne sei man wegen der not­wendigen Preissenkung bei der Kohle lei­der nicht vorbeigekommen. Ebenso könne man auch die Löhne der öffentlichen Ar­beiter nicht unberührt lassen, wenn ein Teil der Beamtengehälter noch, weiter ge­senkt werde.

Der Vizekanzler bemerkte dazu, daß es besser sei, eine organisierte Senkung dieser Löhne zu vollziehen, als daß später durch leistungsschwache Gemeinden die Löhne willkürlich noch stärker gemindert würden. Der Reichsarbeitsminister bemerkte zu den Bergarbetterlöhnen, daß wir vor der Frage standen, ob wettere 80 oder 90 000 Berg­arbeiter eittlassen werden mühten, oder ob man durch Lichn- und Preisauflockerung die Wetterbeschäftigung derselben erreichen will. Zur Arbettsbeschaffungsfrage führte der Kanzler aus, daß für 250 Millionen Mark durch die Reichsbahn Vergebungen erfolgen, daß die Gesellschaft für Arbeits­beschaffung mit 400 Millionen Mark in Betracht komme, und daß schließlich die Länder und Gemeinden gehallen werden müßten, aus der Hauszinssteuer, insbeson­dere auch aus den Rückflüssen nach wie vor Mittel für den Wohnungsbau zu gebe«. Besonderes Gewicht wäre auf die Durch­führung der Preissenkungsvorschriften ge­legt. 3n Sonderheft werden auch die öffentlichen Tarife alsbald eine Herab­setzung erfahren.

Der Reichsorbeitsminister hob besonders hervor, daß die Regierung unbedingt die kollektiven Arbeftsverträge halten will. Der