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Post 2 ^5 GM. Für etwa durch streik, Maschinendefekt oder eie- „gtatt Lretgutss» ausfallende jjhoBMtn wird kein Ersatz ge» I f^ftet Verlag, Dr. § ditzervtb. . der Untd-Buchbruekerel «et Sag. Koch. Markt 21/23. »rnsvre ' r: Nr. 54 und Nr. 55. s^lscheckkonlo: Amt Frankfurt tgR. Nr. 5015. — Sdrechzekt - M Redaktion von 10—tl and

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Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberhessen

Rk.M 60*. Marburg o. Lahn

Der AnzelgenvrelS beträgt flkv den 11 gestalt. Zeilcnmillimeter 0.08 GM., sog. kleine Anzeigen und Familienanzeigen bei Barzahlung 0.07 GM., amtl. und auswärtige AnzeigenO.io GM. Grundschrift: §olonel. Bei schwierigem Gah so­wie bei Platzdvrschrifl 50*1. Auf­schlag. — Sammelanzetgen 100*1« Aufschlag Reklam.-Milltm. 0.40 GM Grundschrifl, Petit. Jeder Rabatt gilt als Barrabalt. Ziel 5 Tage. Offerten-Sebühr: 25 Pfg.. bei Zustellung der Angebot» einschl. Porto —60 GM. Belege werden berechueuErsüllungrorl Marburg.

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.

Um Goldstandard und Reparationen

auf Amerika, Kanada, Südafrika, Australien und Indien

Rückwirkungen des Abgehens Japans vom Goldstandard

Das waffenlose Deutschland

Krise der Reparationen

Die Untersuchungskommission in der Mandschurei

Schwere Schiffskatastrophe

statt, an der Layton-England, Rist-Frank- reich, Francquis-Belgien, und Melchior- Deutschland teilnahmen. Die Besprechung dürfte der Ernennung des Redaktion's- komitees für den Ausschutzbericht gegolten haben.

Aus französischer Quelle wird aus Basel gemeldet, datz die Tributkonferenz der Negierungen zum 15. Januar einberufen werden solle. Der Ort der Tagung ist noch nicht bestimmt.

Die Beobachter der fremden Gesandtschaften und Legationen besichtigen die -erhörte südmand­schurische Bahnstrecke.

Die europäischen und amerikanischen Mächte hatten bei Ausbruch des chinesisch-japanischen Krieges in der Mandschurei ihre diplomatischen Vertretungen angewiesen. Beobachter in das Kampfgebiet zu schicken. Unser Bild zeigt die erste Aufnahme von der Tätigkeit der Delegierten, deren Berichte für die Stellungnahme der Vertreter im Völkerbundsrat von größter Wichtigkeit waren. Der Völkerbund wird jetzt selbst eine Kommission nach der Mandschurei entsenden, um einen abschließenden Bericht zu erhalten.

Der Newyorker Korrespondent des Iaily Telegraph" meldet, dag das lbrehen Japans vom Goldstandard wegen tt Rückwirkung auf die Wahrung der Srigen Länder und auf die amerikanische hsfuhr nach Japan in Amerika starke Be­ruhigung hervorgerufen habe. Der ja- einsche Schritt werde als eine Auflsh- <mg gegen die Deflationswirkung ange- chen, die sich aus der Aufrechterhaltung «6 Goldstandards unter den heutigen Ver- ßltnissen ergeben. Man glaubt, datz k-nada das nächste Land sein werde, dag p Goldstandard verlassen müsse. Der pmdische Ministerpräsident Bennett Vbt jedoch die in Newyork umlaufenden suchte in Abrede gestellt und erklärt, h Angelegenheit sei seit seiner Rückkehr N England überhaupt nicht erörtert petzen.

sJn Südafrika hat der Einflutz der Krise, die sich für das Abgehen Süd- frikas vom Goldstandard einsetzen, zuge- fcntnen.

fon australischen Kreisen wird befürchtet, fe die Bedeutung Japans als Käufer von Wralischer Wolle zurückgehen werde.

f?ie Baumwollspinner in Bombay sind kr die Entscheidung Japans erregt und Mrchten eine sehr ungünstige Rück- Irkung auf ihre Industrie. Der Vor- xnde der Spinnerei-Vereinigung fordert p der indischen Regierung die soforttge tchebung von Anti-Dumpingzöllen.

Bit Rachmittagssitzung des Beratenden ! Sonderausschusses.

Masel, 14. Dez. Der Beratende Son- dausschutz hat heute nachmittag die Aus- Hache über die Einwirkungen der Repa- Pionszahlungen auf die Weltwirtschafts- ■e fortgesetzt und abgeschlossen. In der uchmittagssitzung wurde insbesondere kr den Sturz der Preise im Verhältnis p Kaufkraft des Goldes und über die an­kernde Steigerung der Zolltarife ge- Wchen.

Berlin, 14. Dez. Reichswehrminister Dr. Groener gewährte einem Vertreter eines amerikanischen Kvrrespcndenzbüros ein Interview, in dem er sich mit den Fra­gen der Abrüstung befaßte.

Auf die Frage, ob man den sog. Wehr­verbänden — Stahlhelm, Reichsban­ner, SA. — einen militärischen Wert als Reserve der Reichswehr beimes- fen könne, erwiderte der Minister, die Behauptung von einem militärischen Wett der Verbände sei eine Legende. Dr.

Dampfer „Trapani", der den „Teseo" ge­sichtet hatte, zu Hilfe zu eilen, konnte aber infolge des Unwetters nichts ausrichten. Ein Schlepper war ebenfcMs gezwungen, m den Hafen zurückzukehren. Zwei Dampfer ge­langten nacheinander in die Nähe des „Te­seo", der sah um 18 Uhr 20 Meilen von der Insel Tavolara (Sardinien) entfernt be­fand. In der Nacht traf der Kreuzer „Trieste" ebenfalls an der Unfallstelle ein. Er versuchte vergeblnh, den „Teseo" ins Schlepptau zu nehmen, da das Unwetter es nicht gestattete, Rettungsboote auszusetzen. Um 9.30 Uhr ist der „Teseo" gesunken. Der gröhte Teü der Besatzung ist gerettet worden dank des Opfermutes der Hüfsschiffe. Der Kreuzer „Ancona" ist an der llnfall- stelle geblieben, um nach weiteren Opfern zu suchen. Die übrigen Schiffe smd in den Hafen zurückgekchtt.

Rom. 14. Dez. Der Tender der rta- lienischen Kriegsmarine „Teseo" (das ehe­malige österreichische HSfsschiff „Herkules") ist bei der Insel Tavolara in der Nähe von Sardinien gesunken. Von der Be­satzung, die etwa 140 Mann zähüe, haben nach den amtlichen Meldungen 30 d e n T o d in den Wellen gefunden. Auch der deut­sche Dampfer „Trapani" hat sich an dem Rettungswett beteiligt

Amtlich wird dazu noch gemeldet: Am Sonntag um 11 Uhr gab der Tender der ttalienischen Kttegsmarine ,,Teseo" Notsig­nale. Er meldete: Mastbruch. Steurrhavatte. Wasser im Kesselraum, gelöschte Kessel und stehengebliebene Maschinen. Zur Hilfe wur­den fofott mehrere Schiffe entsandt. Gleich­zeitig erhielten die Kreuzer „Trieste" und „Ancona" Befehl, an die Unfallstelle zu. eilen. Um 17. Uhr versuchte der deutsche

Grvener führte weiter aus: Der militättsche Wett kann nur auf sorgfältiger militä­rischer Schulung und Waffenübung beruhen. Beide Voraussetzungen fehlen bei den deurschen Wehrverbänden, sind dagegen z. D. bei den polnischen Wehrverbänden vorhanden. Deutschland kenne keine militärische Jugendausblldung wie die Nachbarstaaten. Den deutschen Wehrverbänden fehlt es außerdem an WaffenjederArt. Die allen Kriegs- «oaffen mußten vernichtet werden, neue dürfen nur für die Zwecke der Reichswehr von wenigen genau bestimmten Fabriken und nur für die Reichswehr angefertigt werden. Auch die Reichswehr selbst ver­fügt nur über e i n e G a r n i t u r von Waf­fen, so daß also eine Bewaffnung der Ver­bände aus Reichswehrbeständen unmöglich ist. Die Reichswehr unterhält keine Beziehungen zu irgendeinem Wehr­verband.

Auf die Frage nach dem militäri­schen Wert der deutschen Zivil­flugzeuge uno der französischen Forde- rung auf Schaffung einer Völkerbunds- lustfivtte erwiderte der Reichswehrmini­ster u. a.: Selbst, wenn ein Umbau für militättsche Zwecke theoretisch möglich wäre, was bedeutet die geringe Anzahl derartiger umgebauter deutscher Flugzeuge gegen die französische Miliiärlustflotte, die nach den Worten des französischen ßuft- sahrtminifters über 2800 Flugzeuge ohne Reservebestände umfaßt

Auf die Frage, wodurch Deutsch­land sich in seiner nationalen Si­cherheit bedroht fühle, verweist der Reichswehrminister auf den gewaltigen Un­terschied zwischen den Rüstungen sei» nerNachbarn und seiner Entwaffnung. Hinter den aktiven Fttedensheeren der Nachbarn Deutschlands, die fast eine Mil­lion stark seien, stünden nahezu 10 Mil­lionen ausgebildeter Reserven, für die eine ungeheure Bewaffnung und Ausrüstung in den Arsenalen bereit liege. Die Grenzen der Nachbarn seien außerordentlich stark befestigt, wahrend Deutschland an seiner Westgrenze eine entmilitarisierte Zone habe und auch an der Ost- und Südgrenze keine Befestigungen anlegen dürfe. GS gibt keine Lösung der Sicherheitsfrage, so­lange Deutschland den Gefahren der ü b e r- mächtigen Offensivrüstungen seiner Nachbarn ausgesetzt ist. „Sicher­heit durch Abrüstung" und nicht „erst Sicherheit, dann Abrüstung" heißt di« Parole für die Abrüstungskonferenz 1932 und für die Gesundung der Wett in wittffchastttcher, politischer und moralischer Hinsicht"

Amerikanische Einladung an Hindenburg?

Washington, 14. Dez. Der Abge­ordnete Collins (Demokrat) forderte in einer Rede im Repräsentantenhaus den Präsidenten Hoover auf, Reichspräsi­dent von Hindenburg sofort zu einem VesuchinWashington einzu­laden. Deutschland sei bisher von den Ver- einigten Staaten „nebensächlich" behandelt worden.

Mit bitteren Worten wandte sich Collins dagegen, datz die Washingtoner Regierung denDeutschen nicht die gleiche Gelegenheit zur Darlegung ihres Standpunktes gegeben habe wie den Franzosen. „Warum hat Hoover den deut­schen Standpunkt zurückgewiesen, warum hat er das Vorhandensein dieser edlen Station, die 28 v. H. unserer Bevölkerung stellt^ unbeachtet gelassen?." _»

Wie verlautet, hat das holländische ttschutzmitglied C o l i j n in seinem Ve- A über die funitionsstörenden Wirkun- 8 der politischen Zahlungen die Ein- irkung der Reparationen auf die Welt- irtschaftskrise außerordentlich klar und vrucksvoll geschildert. Er betonte u. a., 6 verschiedene Staaten in steigendem “fce durch die infolge der Reparations- Zungen notwendig gewordene Steige- °tg des deutschen Exports zu Abwehr- Hnahmen gezwungen worden feien. Das Ke System habe zu einer empfindlichen °rung des Güteraustausches zwischen ® Ländern und damit des gesamten Ktwirtschaftshandels geführt. Colijn be- ^delte das Problem ebenso freimütig objektiv wie seinerzeit im Wirtschafts- Schutz der Völkerbundsversammlung int kttember d. I., wo seine Ausführungen dasselbe Thema ebenfalls sehr stark Wet worden sind. Seine Entwicklung 'letzten Monate hat die Richtigkeit sei- * damaligen Ausführungen und War­ten nur noch bestätigt.

Rertraittiche Besprechung in Basel.

2;a I e I, 14. Dez. In den späten Abend- °^en fand beim Vorsitzenden des be= *”oen Sonderausschusses, Professor "’^uce, eine vertrauliche Besprechung

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