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Hitler nochmals Lei Hindenburg?

Der Anzeigenpreis betrügt für den 11 gespalt. Zeilenmillimeter 0.08GM.,sog.kl-in-Anz-igen und Familienanzeigen bei Barzahlung 0.07 GM., amtl. und auswärtige AnzeigenO.10 GM. Grundslbriftr §olvnel. Bei schwierigem Sah so» wie bei Platzborschrift 50*1, Auf» schlag. Sammelanzeigrn 100*/« Aufschlag Reklam.-Millim. 0.40 GM. Grundschrifl > Petit. Jeder Rabatt gilt al« Barrabatt. Ziel 5 Tage. Offertes-Gebühr: 25 Pfg bei Zustellung der Anaebote einschl. Porto 60 GM. Belege werde» berechnet. LrMung«orl Marburg.

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Nr.M66.MkS. Marburg a. Lahn

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Anzeiger für (bas frühere knrheffifche) Oberheffe«

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg,

Uf ^perheMsch« Zeitung- er» Vfy, ftch«mal wöchentlich. Be- monatlich 2. 20GM.au«. ^ßl. Zostellung«gebüdr. durch ZfefTZ-45 GM. Für etwa durch Maschinenbefekt oder «le»

Sreigniffe «»«fallende fuggKt» wird kein Cefa* ge» *2» Verlag. Dr. 6 Stheroth. der Unib-Buchdrolterei Sag. Koch. Marti 21/23. ^sprecl r: 0t«. 54 und Skr. 55. a^scheckkontv: Amt Frankfurt jjt. iRt. 5015. Sprechzeit . Attaktiou von 1011 and

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8. Die Ministerpensionen

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Es grenzt an Lächerlichkeit, wenn uns unsere Gegner unterschieben, datz wir die Tributfrage mit kriegerischen Mitteln lösen zu wollen. Mr wollen keinen Krieg, aber wir wollen Gleichberechtigung des Deutschtums in der Welt. Es besteht für mich kein Zweifel, datz der National­sozialismus in der nächsten Zukunft im Reiche mit legalen, verfassungsmäßigen Mitteln zur Macht kommen wird. Ein gegen Bolschewismus und Marxismus immunisiertes Deutschland werde, fuhr Hitler fort, nicht nur das Vertrauen in die deutsche Lebens- und Wirtschaftskraft wie­derherstellen, sondern auch in politischer Hinsicht ein Faktor sein, desien Freund­schaft für die anderen Wert und An­ziehungskraft besitzt.

Zu den politischen Fragen des euro­päischen Ostens erklärte Hitler, sie könnten nur in dem Gesichtswinkel unserer Ein­stellung zu Frankreich beurteilt werden.

In der österreichischen Frage werden wir, fuhr Hitler fort, den Standpunkt des Selbstbestimmungsrechtes unseres Vruderstammes nie aufgeben,

ob nun wirtschaftliche Donausöderations­pläne oder dynastische Interesien von an­derer Seite dagegen aufgeboten werden. Ein Krieg europäischer Staaten unter­einander hietze heute so viel, wie dem Bolschewismus Tür und Tor öffnen. Mit dem ersten Kanonenschutz würde gleich­zeitig die bolschewistische Revolution ihre erste Visitenkarte in den europäischen Hauptstädten aller Länder abgeben.

ie in politische« Kreisen verlautet, soll nationalsozialistische Parteiführer Her heute vom Reichspräsi- ,ten empfangen werden. Nach einer ren Version habe Hitler tatsächlich um neuen Empfang beim Reichs- nt nachgesucht, doch sei ein bestimm-

Termin für die Besprechung bisher verabredet worden.

München, 11. Dez. Der Führer der ionalsozialisten, Adolf Hitler, ge­lte heute mehreren Vertretern sudetendeutschen Nationalsozialistischen Stschen Arbeiterpartei eine Unterredung, er eine sehr ausführliche Darstellung nationalsozialistischen Politik gab und besonders eingehend mit derdeutsch- lischen und der deutsch-fran- ssischen Frage befatzte.

m Inland vollzieht sich gegenwärtig, krte Hitler, ein bedeutsamer Umschwung der öffentlichen Meinung. Frankreich Mit seiner Militär- und Eoldpolitik auf besten Wege, sich zum Weltschuldigen Machen. Auch in Amerika und Italien st die antifranzösische Strömung von zu Tag.

ist ein verhängnisvoller Irrtum zu 6en, man könne Deutschland auf rzehnte hinaus zum WeltsNaven iedrigen. Die Unhaltbarkeit der Stationen wird heute auch in ien, England und Amerika er­kannt.

Die 12 Punkte

Das Zentrum lehnt voraussichtlich nicht ab

Erklärungen zur Außenpolitik

Die wachsende Isolierung Frankreichs

im Sinne bw Gutachtens des MM^'chssparkommissars zahlreiche Funk- teils abgebaut, teil auf die mitt« 6n Behörden übertragen. Zahlreiche " .. puen werden teils sofort, teils mit der kam ^rrwaltungsreform gestrichen.

e; . .7- Das Gehalt des Staatsprä- Renten wird auf 12 000 Mark fest-

die Höchstgehälter und Pensionen in Staat und Gemeinden werden mit der Matzgabe herabgesetzt, datz die Höchstgrenze 12 00V Mark beträgt.

9. Die Zahl der Landtagsabge­ordneten wird auf30herabgefetzt.

10. Die Bezüge der Landtagsabgeord­neten werden auf den Satz der wirk­lichen Ausgaben herabgesetzt.

11. Die Kultur- und Schulpoli­tik wird bewutzt auf christlich-nationale Grundlage gestellt und sofort schärfster Kampf gegen Schund und Schmutz und gegen die marxistische Kultur­zersetzung ausgenommen.

12. Die hessische Regierung tritt im Reichsrat eine Politik entschlossensten na­tionalen Wider st andes, gegen Unterdrückung und Ausbeutung und für jede Möglichkeit einer aktiven Freiheits­politik ein.

Diese vorstehenden Forderungen bilden ein unmittelbares Mindestprogramm. Nur wenn ihre Durchführung der NSDAP, möglich gemacht wird, ist diese in der Lage, die Verantwortung zu übernehmen. Wenn dieses Programm vom Zentrum abge­lehnt wird, so mutz in einer neuen Be­fragung das Volk entscheiden, wem es das Schicksal des Landes künftighin anver­trauen will.

Wie verlautet, wird die Antwort des Zentrums nicht ablehnend sein. Sie soll heute bekannt gegeben werden.

u n ch e n, 10. Dez. Die Reichsstelle NSDAP, gibt als Mindestforde- »gen der Nationalsozialisten für eine Uigung der NSDAP, an der h e s - sichen Regierung folgende Punkte nnt:

L Die Zahl der hessischen Minister auf einen den Staatspräsidenten beschränkt. Der Staatspräsident wird der NSDAP, gestellt.

2. Sämtliche Ministerien werden zu Dem Staatsministerium (mit einer Abteilung für Inneres, Finanz, und Bildung) vereinigt.

3. Sämtliche Staatsrats st ellen n sofort gestrichen.

t Die hessische Gesandtschaft beim wird sofort aufgehoben und eine mit einem Herrn besetzte Ee- stsftelle ersetzt.

ä. Alle Parteibuchbeamten die vorgeschriebene Fachbildung wer- sofort ohne Ruhegehalt entlassen.

8. In der Zentralverwaltung

Hoovers Botschaft

Prüfung des ganzen Schuldenproblems - Vorah lehnt ab

Washington, 10. Dez. Präsident Hoover hat vor dem Kongreh seine dritte Botschaft über die Antzenpolitik Amerikas verlesen.

Es sei notwendig, so heißt es in dieser Vot- schast, dah die Ratifizierung des Hoover-Mo­ratoriums vor dem 15. Dezember stattfinde, dem Tage, an dem die nächste« europäischen Schuldenzahlnngen fällig würden. Eine ge- wisie Anzahl der Schuldnerftasten könne nicht vor der Wiederbelebnng ihrer Wirtschaft Zah­lungen leisten. Es sei unnütz, die Augen vor einer so klaren Tatsache zu verschließen. 3n gewissen Fällen sei es daher nötig, neue zeit­weilige Vorkehrungen zu treffen. Er empfehle dem Kongreß die Bildung einer Kommission für die ausländischen Schulden, die eine Prü­fung des ganzen Schuldenproblems vorneh­men solle. Zugleich unterstreicht Hoover er­neut, dah er eine Schuldenstreichung nicht bil­lige, und empfiehl wiederum den Beitritt der Bereinigten Staaten zum Weltgrrichtshos.

Da^ Schuldenfeierjahr", so erklärte Hoover bei der Empfehlung der Vorlage,hat eine allgemeine Wirtschastspanik abgewendet und war daher ein notwendiger Schritt." Die De­pression der Weltwirtschaft habe die euro­päischen Völker stärker als Amerika betroffen. Das Schuldenfeierjahr habe den Zweck, den Schuldnernationen Gelegenheit zur Wieder­holung zu geben.Ich empfehle dem ameri­kanischen Volk im eigenen Interesse ein kluger Gläubiger guter Nachbarn zu sein."

Senator Borah zur Sonderbotschast Hoovers.

ft. Washington, 11. Aug. Der Vor­sitzende des Senatsausschusies für auswärtige Angelegenheiten, Senator Borah, gab gestern eine Erklärung ab, in der er sich

gegen die Verlängerung des Hoover-Mo­ratoriums und gegen eine Revision der

Kriegsschulden

auf Grund der Zahlungsfähigkeit der Schuld­ner aussprach. Er erklärte, Europa habe es

bisher unterlaffen, das Moratorium zu be­nutzen, um Angelegenheiten in Ordnung zu bringen, die es in Ordnung bringen müsse, be­vor eine wirkliche Erholung möglich sei. Eine neue Ernennung des Ausschusses für auswär­tige Schulden sei nicht am Platze, da dieser Ausschuß gar nichts zu tun haben würde.

Ich vermag kein Zeichen dafür zu ent­decken", so erklärte Borah,bah Europa beabsichtigt, seine Rüstungen zu vermin­dern oder die Reparationsfrage auf ver­nünftiger Grundlage zu regeln." Wir haben die Kriegsschulden bereits herab­gesetzt und auf ungefähr 7 Milliarden Dollar, die uns zustande^ verzichtet. Angesichts der gegenwärtigen politischen Lage würde eine Neuregelung auf Grund der Zahlungsfähigkeit auf eine allgemeine Streichung der Schulden hinauslaufen.

Amerikanische Blätter über den Inhalt des französischen Memorandums.

fk. Washington, 11. Dez.Balti­more Gun berichtet über den Inhalt des französischen Memorandums, das Claudel gestern dem Staatssekretär S t i m s o n über­mittelte. Frankreich sei bereit, einer Vermin­derung der Reparationszahlungen zuzustim­men, falls Amerika gleichzeitig einen Schul­dennachlatz gewähre.

Als Gegenleistung verlangt Frankreich

die Zusicherung Deutschlands auf Einhal­tung der internationalen Verträge.

Damit dürfte wieBaltimore Sun" er­klärt der Versailler Vertrag ge­meint sein. Frankreich betrachte die augen­blickliche Unsicherheit in der Weltwirtschaft als eine ungeeignete Zeit für eine endgültige Neuregelung und könne sich nur auf eine vorläufige Herabsetzung einlassen.

Evening Star" bemerkt, datz Hoover durch seinen Antrag auf Einsetzung einer Kriegs­schuldenkommission deutlich die Absicht zu er­kennen gegeben habe, den Nachlaß an die Alliierten nur auf einer Prüfung ihrer Zah­lungsfähigkeit zu basieren.

Keine Reichstagseinberufung

Die Haltung der Wirtfchastspartei

Derlin, 10. Dez. Wie dem Nach­richtenbüro bes DDZ. erklärt wird, be­schäftigte sich die Reichstagsftakiion der Wirtschaftspartei in einer mehr­stündigen Sitzung am Donnerstag mit ihrer Stellungnahme zur neuen Notverord­nung. Die einzelnen Bestimmungen des umfangreichen Notverordnungswerkes wur­den ausführlich erörtert. Man kam zudem Ergebnis, dah die grohe Mehrzahl der neuen Bestimmungen angesichts der ge­waltigen Finanznvt der öffentlichen Hand für die Wirtschaftspakte! er­träglich sei. Ganz besondere Bedeu­tung kommt jedoch nach Meinung der Wirtschaftspartei der baldigen Realisie­rung der sogenannten Phasenpauschalie- rung zu. Diese Phasenpmlschalierang sei imstande, dem Gewerbe die Erhöhung der Umsatzsteuer erträglicher zu machen. Die berufsständischen Vertreter von Handel und Gewerbe seien bereits für den 15. Dezember zum Reichsfinanzminister Diet­rich eingeladen, um mit ihm diese wichtige Nngelegenhest zu erörtern. Die Reichs­tagsfraktion der Wirtschastspartei sah von einer endgültigen Beschlußfassung ab, weil am Freitag der Reichsparteiausschuh der Wirtschaftspartel als maßgebendes Gre­mium noch Stellung zu nehmen hat. Man

kann jedoch damft rechnen, daß die Wirt­schastspartei die Einberufung des Reichstages im jetzigen Augenblick nicht rnitmachen wird.

Auch der Vorstand der sozialdemokrati­schen Reichstagsfraktion beschäftigte sich am Donnerstag mit der neuen Notverord­nung, um die Sitzung der Gesamtfraktion über dieses Thema, die am nächsten Mon­tag stattsindet, dorzubereiten.

Der Eewerkschastsring zur Notverordnung.

Derlin, 10. Dez. Der Vorstand des Gewerkschaftsrings faßte in seiner heutigen Abendsitzung zur Notverordnung eine Ent­schließung, in der es u.a. heißt: Der Entschluß der Regiemng, durch die Not­verordnung vom 8. Dezember zur Siche­rung der Kaufkraft endlich gegen alle Fak- toren der Produktionskostengestaltung ener­gisch vorzugehen, entspricht der vom Ge- werkschaftsring von Anbeginn der Abbau- oktionen der Reichsregierung gegenüber vertretenen Forderung. Mit einer weite­ren einseitigen Vorleistung der Löhne und Gehälter müßte der Schrumpfungsprozeß der deutschen Wirtschaft in eine unüber­sehbare Katastrophe einmünden. Der Ge­werkschaftsring muß verlangen, daß ör Schlichter angewiesen werden, ihre En-