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Anzeiger für (bas frühere kurhesfische) Oberheffen

Nr.N7«i.Zakn>.

Mardurg a. LWi

Der Anzeigendreis beträgt ffte den 11 gespalt. Zeilenmillimeter 0.08GM.,soq. kleine Anzeigen und Familienanzeigen bei Barzahlung 0.07 GM., amtl und auswärtige AnzeigenO 10 GM. Grundschrift: §olonel Bei schiviertgem Sah f»» wie bei PlaKvorschrist 50» Auf­schlag. Sammelanzeigen 100/, Aufschlag Reklam.-Millim 0.40 GM. Grundschrist, Petit. Zeder Rabatt gilt als Barrabalt Ziel 5 Tage. Offertea-Sebnfcr: 25 Pfg., bei Zustellung der Angebote einschl. Porto 60 GM Belege Inerden berechn«!. Erfüllung«»« Marburg.

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.

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Frankreich gibt nicht nach

-ine Havaserklärung zur Tagung des Baseler Ausschusses - Nur vorübergehende Hilfsmaßnahmen werden zugefiänden

Präsident Beneduce

Romreise Hitlers?

Lasel, 7. Dez. Der Beratende Aus-

ch hat in seiner Eröffnungssitzung, die

il fast zrveiktiindigsr Verspätung begann, |15 italienische Mitglied des Ausschusses, toi. Beneducc, zum Vorsitzenden ge- ijihlt. Professor Veneduce hat an den (r andlungen des sog. Wigginausschusses, m August in Basel über die Kredit- Deutschlands beraten und eine unter Namen Layton-Bericht bekanntge- ene Untersuchung über diese Frage 6t hat, teilgenommen. Wie verlautet, er amerikanische Vertreter Siewert Wahl zum Präsidenten des Ausschusses' chnt.

lürung der französischen Regierung.

Paris, 8. Dez. Havas meldet: Zur iöffnung der Arbeiten des Beratenden ^lderausschusses in Basel hat die iran­ische Regierung den beteiligten Regie- |Q igen ihre Ansicht über viS Re- >L ritionsfrage mitgeteilt.

' n'e ist der Auffassung daß irgend eine

Änderung der im Youngplan festge- egten Grundsätze nur bei gleichzeitiger

icrabsetzung der zwischen den Re- ierungen bestehenden Schulden mög- ch ist, von der Deutschland Nutzen

haben würde.

Mkreich nimmt die deutsche Forderung » die Lage im Reich im Namen ' s Poungplanes z u unter- 4en, da, nachdem Deutschland im eg den Bedingungen des Youngplanes A estimmt hat, selbe Forderung auf Ein- .^o ijung des Ausschusses den ordnungs- ligen Schritt eines Schuldners darstellt, seine Verpflichtungen zu erfüllen nicht. Da die Weltkrise die deutsche hiungsunfähigkeit zum Teil erklärlich Heinen lägt, erkennt Frankreich die bvendigkeit an, dem Reiche zu Hilfe zu nr.en, wie es dem Geist des kürzlich in sthingion veröffentlichten Communiqu^s vreche. Hinsichtlich der Arbeiten des seler Ausschusses hat sich Frankreich seine »dlungsfreiheit bewahrt, da ihnen der it der deutschen Forderungen nicht zur de» gültigen Erläuterung unterbreitet wor-

ük.

s sieht die Notwendigkeit, das gegen­wärtige Moratorium im Geiste der !»grsiändnisie an die deutsche Lage zu lkrlängern. Frankreich besteht jedoch

»II «i der Aufrechterhaltung der Repa- H eiionrzahlungen, da kein Beweis da- är gegeben kst, dass Deutschland stetig ül« » einem Krisenzustand bleiben wird. __Hinblick darauf, daß die Finanzen des llo i s nicht geeignet sind, um eine e n d - > it.ig e Prüfung vorzunehmen, kann

»i« gegenwärtige Untersuchung nur s einer vorübergehenden Lage Essigen, und es werden nur einst- Uige Maßnahmen Abhilfe nett.

iw einer späteren internationalen gat "klserenz wird man dann die Zah- " **«»fähigkeit zu prüfen haben. 776 isanzösische Negierung lehnt es ab, die ^Nlär der kurzfristigen Schulden an- HMncnnen, bemerkt aber, daß die Frage

in Wirklichkeit überhaupt nicht zur Debatte steht, denn die Reparationen und Privat- schulden sind nur Elemente des funda­mentalen Problems der Zahlungsfähigkeit und der Achtung vor den Verbindlichkeiten. Schließlich betont die französische Regie­rung die Notwendigkeit, oaß der Beratende Sonderausschuß für die Zurückführung der ins Ausland geflüchteten deutschen Kapi­talien eintritt.

Der Führer der deutschen National­sozialisten, Hitler, hat in einer Unter­redung mit dem Berliner Vertreter desCor- riere della Sera" die Stellungnahme der Nationalsozialistischen Partei zur katholischen Kirche näher umschrieben.

Er betonte dabei, die Nationalsozialistische Partei könne weder katholisch noch protestan­tisch sein, sondern wolle mit beiden Re-

Riesige Verluste

Die Deckung der Pfund-Verluste der Bank von Frankreich

fk. Paris, 8. Dez. Wie amtlich be­kannt wird, haben Ministerpräsident La­val, Außenminister V r i a n d und Fi­nanzminister F land in die Absicht, am Mittwoch vor dem Finanzaüsschuß der Kammer eine Erklärung über das zwischen dem Staat und der Bank von Frankreich zur Deckung der durch den Pfundsturz er­littenen Verluste getroffene Abkommen abzugeben. Am heutigen Dienstag wird der mit der Bank von Frankreich getrof­fene Abkommensentwurf der Kammer zu­gehen. Bekanntlich handelt es sich dabei um Maßnahmen, die der Emission erlau­ben, ihre durch denVerlustvonetwa 2,4 Milliarden Franken zerstörte Bilanz wieder herzustellea.

DasJournal" führt in diesem Zu­sammenhang aus, daß die Bank von Frank­reich bei der Stabilisierung Der Valuta über 140 Millionen Pfund Sterling bezw. 17,3 Milliarden Franken in englischer Währung verfügt habe. Heute betrage

der Pfundbefitz nur einige 60 Millionen, das heißt in französisch 7,4 Milliarden Franken. Wenn man eine Entwertung des Pfundes mit 33 vom Hundert annehme, so werde damit der Verlust von mehr als 4,4 Milliarden Franken erreicht. Diese Tatsache sei von gewisser Seite ausgenutzt worden, um auch Frankreich als von der Finanzkrise betroffen hinzu stellen und dke Streichung der Kriegsschulden als das kleinere Hebel zu fordern. Um diese Pro­paganda angesichts der internationalen Finanzverhandlungen die Spitze abzu­brechen, habe sich die französische Regierung zu einem Eingriff entschlossen. Zuletzt hebe das Blatt hervor, daß die französische Wäh­rung durch den Verlust der Bank von Frankreich in keiner Weise betroffen werde.

In gleichem Sinne hebt dasPetit P a r i s i e n" hervor, daß die Regierungs­vorlage dazu bestimmt sei, einer Lage ein Ende zu bereiten, die vom Auslande gegen Frankreich ausgenutzt werde. Finanz­minister Flandin habe die Absicht, im Interesse des Landes eine möglichst rasche Erledigung zu fordern.

Die Wahlen in

ürttemberg

Unerwartete Verluste des Zentrums

Stuttgart, 8. Dez. Nunmehr liegen auch die Ergebnisse der Eemetnderatswahlen von Ravensburg, Friedrichshafen. Tübingen und Reutlingen vor. Be­sonders auffallend find die Verluste des Zentrums in Ravensburg und Friedrichshafen, die bisher zu den stärksten Stützen des Zentrums zählten. Hier büßte das Zentrum je zwei Mandate ein. Die Wahlbeteiligung betrug durchschnittlich 74 bis 76 Prozent.

Ravensburg: Sozialdemokraten 1 (1), Nationalsozialisten 2 (0), Natir le Wähler- vereinigunä 2 (2), Zentrum 4 ^j, Kommu­nisten 1 (0), Handels-, Gewerbe- und Bürger­verein 2 (3) Mandate.

Friedrichshafen: Sozialdemokraten 3 (4), Zentrum 8 (10), Demokraten 3 (3), Kom­munisten 1 (1), Freie Wühlervereinigung 2 (2), Deutsche Volkspartei und Deutschnatio­nale 1 (1), Nationalsozialisten 2 (0) Mandate.

Tübingen: Sozialdemokraten 3 ^4), Kommunisten 1 (0), Ehristl.-Soz. Volksdienst [ 2 (1), Volkspartei 3 (4), Deutschnationale 6 S, Nationalsozialisten 4 (0), Zentrum 3 (3), mokraten 6 (9).

Reutlingen: Sozialdemokraten 4 (6), Christl.-Soz. Volksdienst 1 (0). Zentrum 1 (1),

Haus- und Grundbesitz 4 (0), Demokraten 1 (5), Volkspartei 0 (2j, Kommunisten 1 (0), Ueberparteiliche Wählervereinig. 1 (0), Bür- gerpartei 0 (1), Nationalsozialisten 2 (0) Mandate.

Stuttgart, 7. Dez. Die gestrigen Ee- meinderatswahlen hatten in den größeren Städten, soweit die Zahlen bis jetzt vorliegen, folgendes Ergebnis:

Ulm: Sozialdemokraten 3 Sitze (bisher 5), Kommunisten 2 (0), Zentrum 4 (4), Deutsch­nationale 3 (5), Nationalsozialisten 7 (0), Christl.-Soz. Volksdienst 1 (0), Listenverbin­dung Demokraten und Deutsche Volksp. 2 (4).

Heilbronn: Nationalsozialisten 3 (0), Deutschnationale 1 (2), Christl.-Soz. Volksd. 1 (0), Zentrum 1 (1), Demokraten 3 (5), So­zialdemokraten 5 (6), Kommunisten 1 (1).

Ludwigsburg: Christl.-Soz. Volksdienst 1 (1), Bürger!. Vereinig. Deutschnationale u. Deutsche Volksp. 3 (4), Sozialdemokraten 2 (2), Zentrum 1 (1) Kommunisten 2 (1), Na­tionalsozialisten 5 (0), Demokraten 1 (5).

Göppingen: Sozialdemokraten 5 (6), Christl.-Soz. Volksd. 1 (1), Kommunisten 1 (1), Demokraten 5 (7), Zentrum 1 (1), Na­tionalsozialisten 2 (0).

Tigibnen im FriedenIeben. Das Zentrum werd'e als pol (tische Partei be - kämpft und nicht als Vertreterin der katholi­schen Religion, als die es sich ausgebe. 3m Gegenteil sei die praktische Politik des Zen­trums unchristlich.Wir haben die Hoff­nung", sagte Hitler,daß die katholische Kirche sich eines Tages weigern wird, das Zentrum als ihre ermächtigte Vertreterin anzuerkennen."

Hitler bestritt, daß Rosenberg sich auf der Heimreise von London nach Paris begeben werde. Dagegen wollte er die Nachricht von einer Romreise weder bestreiten noch be­stätigen. Es sei nicht wahr, daß die Füh­lungnahme mit dem Ausland den Abschluß von Geheimabkommen bezwecke.

3m übrigen bestätigte Hitler seine Sym­pathie für Italien, das zuerst den Kriegsgeist aufgegeben und durch Vermittlung Musso­linis der Welt den entschlossenen Willen ge- , zeigt habe, den wahren Frieden durch Re­vision der Verträge und' Abrüstung zu er­reichen. Es werde von der Haltung Frank­reichs abhängen, ob sich Deutschland mi+ ihm verständigen könne.

Oesterreich erteilt Hitler Dmcheeise- senehmtgung.

Wien, 7. Dez. Zu den Blättermeldun­gen über beabsichtigte Auslandsreisen Hitlers wird mitgeteilt, daß Hitler von der öster­reichischen Regierung die Genehmigung zur Durchreise durch Oesterreich nach Italien er­halten hat. '

Beruhigung iw Wallstreet.

Neuyork, 7. Dez.New York Ti- m es" schreiben in ihrem Leitartikel, die von Hitler Ende der vorigen Woche abgegebene Erklärung, daß die Nationalsozialistische Par­tei für Zahlung der Prioatschulden sei, aber die Reparationen nicht anerkennen werde, sek in Neuyorker Finanzkreisen als bedeutungs- vokk betrachtet worden. Die Erklärung werde die Neuyorker Finanzkreise von ein em Teil! ihrer Befürchtungen befreien. Hitlers Er­klärung sei dazu bestimmt, eine eventuelle Er­schütterung der ausländischen Finanzzentren bet einem etwa möglichen Faschistenstredch in naher Zukunst alyuschwächen.

. Obwohl man in Neuyorker Finanzkreisen m den letzten Wochen eine wachsende Nervo­sität wegen Deutschland bekundete, seien jetzt eng an Geschäften mit Deutschland beteiligte Wallstreet-Bankiers optimistischer eingestellt. Man hoste, daß anstelle des jetzigen Still­halteabkommens em neues befriedigendes er» Zi-elt werden könne. Die zuversichtliche Hal­tung werde roeüer auf die wachsende Heber» zeugung zurückgeführt, daß in der Repara­tionsfrage eine befriedigende Lösung erreicht werden könne.

Vernehm»»« von Dk. Best.

Darmstadt, 7. Dez. Reichsanwalt Zöll­ner aus Leipzig führte am Montag die Ver­nehmung von Dr. B e st zu Ende. Tr. Best ist nach Mainz zurückgekehrt, lieber das Ergebnis der Vernehmung war von amtlicher Sette bisher nichts zu erfahren. Es steht le­diglich fest, daß Dr. Best die Frage, ob er mit seinem Dokument beabsichtigt hatte, die gegenwärtige Republik zu stürzen, mtt Nein beantwortete.

Auch Schäfer- Offenbach ist vom Ober­reichsanwalt eingehend vernommen worden. Schäfer fürchtet für seine persönliche Sicherheit und hat dem Vernehmen nach polizeilichen Schutz erbeten. Wie man lagt, fürchtet er weniger Angriffe von national-, sozialistiicher als besonders von k o m m u -! n i st i s ch e r Seite. Trotzdem beabsichtigt er, sein Landtagsmandat auszuüben und will der morgen statstindenden Sitzung des hessischen Landtages beiwohnen.