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Wog, m 7. StZMibkr 1931

Ofe .Oberhessische Sdhtttg* « j^fnt sechsmal wöchentlich. Be- A-spreis monatlich 2.20®9R.<öt#. rtfifgL Zustellungsgebübr, durch

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Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberhessen

Rr.A88S.SMg Marburg o. LM

Der Anzeigenpreis beträgt für den 11 gespalt. Zeilenmillimeter 0.08 GM., sog. kleineAnzeigeu und Famllienanzeigen bei Barzahlung 0.07 GM., amtl. und auswärtig« AnzeigenO.10 GM. GrundschriftX §olonel. Del schwierigem Satz so» wie bei Platzdorschrift SO®!. Auf­schlag. Sammelanzeigen 100®/, Aufschlag Reklam.-Millim. 0.40 GM. Grundschrift > Petit. Jeder Aabatt gilt al« Varrabatt Ziel 5 Lage. Ssferten-Sebührr 25 Pfg^ bei Zustellung der Angebote einschl. Porto 60 GM. Belege werden berechn«!. Erfüllungsort Marburg.

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.

Das Ausland horcht auf

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Die Erklärungen Adolf Hitlers und Rosenbergs finden in England, Amerika und Frankreich stärkste Beachtung

Große Wirkung

Neue Erklärungen

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Machtergreifung durch Hitler vollziehe sich auf legalem Wege. Zum ersten Mal in der deutschen Nachkriegsgeschichte gelingt es einem deutschen Politiker, psychologische Fehler zu vermeiden und er sei sogar klug genug, sich schon jetzt im Auslande Sympathien zu sichern.

Opposition 0, auf den Christl.-Sozialen Volks- dienst 1, Sozialdemokr. 7, Zentr. 3 Deutsch- nationale 3, Frauenliste 0. Einheitsliste 3, Na­tionalsozialisten 7, Kommunisten 6 Mandate.

Das charakteristische Merkmal der Eemeinde- ratswahl ist das Anschwellen der na­tionalistischen Stimmen, die sich seit der letzten Reichstagswahl, also innerhalb Jahresfrist, mehr als verdoppelten, während die Parteien der Einheitsliste, Demo­kraten, Deutsche Volkspartei, Volksrechtspartei und Nationale Volksgemeinschaft, um mehr als die Hälfte zusammengeschmolzen sind. Die Sozialdemokratie hat sich als- die stärkste Partei behauptet, aber ihre Stimmen sind um nahez^u 9000 zurückgegan­gen, während die Kommunisten einschließlich der Kommunistischen Opposition ihre Stim­menzahl um 5700 zu erhöhen vermochten.

ieTimes betont, daß die Ansichten iis über die Tribute Gemeingut des stn deutschen Volkes seien.

Der Eindruck der Hitlererklärung in Amerika.

ie Unterredung Hitlers mit den eng- kn und amerikanischen Berichterstattern inden Vereinigten Staaten ks Aufsehen erregt und wird rn der ge­rn Preffe an hervorragend^* Stelle «gegeben. Besondere Beachtung fin- «e Erklärung Hitlers, daß die Natio­nalisten, wenn sie die Macht erlangt Nr, die privaten Auslandsschulden nicht ^gnen würden, sondern lediglich die Höhlungen bekämpfen wollten. Die Ehrungen Hitlers sind für die Oeffent- N Amerikas umso bedeutungsvoller, die gestrigen Kursabschlags an der N>rker Börse auf die unsinnigen, lei- n spät dementierten Gerüchte zurllck- «en sind, daß Deutschland unverzllg- vn.Vollmoratorium erklären und den -trndard aufheben werde.

ik französische Presie über die Lage in Deutschland.

Ein Interview Hugenbergs

Deutschland lehnt weitere Tributzahlungen ab

Rosenberg hat London verlassen.

London, 7. Dez. Der Chefredakteur des völkischen Beobachters", hat gestern abend London mit dem Hoek- van-Holland-Expreg »ieder verlassen. Bor der Abfahrt erklärte Rosenberg, er habe mit seinem Besuch keine politischen, son­dern nur rein geschäftliche Zwecke verfolgt.

Mehrere Londoner Sonntagsblätter bringen, wiederum in großer Aufmachung Interviews ihrer Berliner Berichterstatter mit Hitler, so vor allem ,,S u n d a y E r a p h i c". Das von diesem Blatt ver­öffentlichte Interview ist bereits inzwischen

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das chen- iweis

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Mehr als verdoppelt

Neuer Wahlsieg der Nationalsozialisten - Erfolge der DN VP.

Dr. Hugenberg gewährte dem Ber­liner Vertreter desResto del Car­lino", Bologna, eine Unterredung, in der er u. a. ausführte:

| Italien ist das erste Land gewesen, das ! die Anmöglichkeit der Tributverträge und der neu gezogenen Grenzen ebenso er­kannt hat wie die Gefahr, di« in der An­gleichheit der Rüstungen der einzelnen Staaten Legt.

«Auch in den anderen Ländern wächst diese Erkenntnis. Die Welt schuldet den amerikanischen Historikern Dank dafür, daß sie dazu beigetragen haben, die Lüge von der deutschen Kriegsschuld za entlarven. Alle unparteiischen Beobachter sind darin einig, daß Deutschland nach einem 13jährigen Prozeß der Lkrssaugirng völ­lig lerstungsunfShig ist.

Wir schulden dem Auslande ungefähr SO Milliarden iu Gold. Auf der ande­ren Seite verlangen die Franzosen eine Fortsetzung der Tributleistungen. Eines schließt aber das andere aus.

Frankreich fordert den Dorrang der poli­tischen vor den kommerziellen Schulden. Das Tributshstem und der französische Mi­litarismus sind untrennbar verbunden. Deutschland aber, gerade weil es seinen kommerziellen Verpflichtungen Nachkommen will, soweit es in seinen Kräften steht, muß weitere Tributzahlungen ablehnen.

Es muh mit größter Entschiedenheit aus­gesprochen werden: Tribute oder Schul­den! Jeder Versuch, DeutfcUand zu wei­

teren Tributzahlungen zu zwingen, wird die Hoffnung der deutschen Gläubiger ver­nichten müssen.

Aber auch wenn wir von Tributen be­freit werden, ist das Schuldenproblem noch schwer genug. Ansere Schulden sind in großem Amfange unproduktive Schulden. Trotz alledem wollen wir uns über die Rückzahlung dieses Riesenkapitals in einem anständigen Vergleich mit unseren Gläu­bigern einigen. Die Gläubiger mühten die deutsche Ware annehmen.

Mich in der Abrüstungsfrage begrüßen wir die Erklärung Mussolinis, daß er die Angleichhert der Röstungen in Europa als die schwerste Gefahr für den Frieden an­sieht. Führt die kommende Abrüstungs­konferenz nicht zu einem Ergebnis, das die Abrüstungsgleichheit wieder herstellt, dann ergibt sich für Deutschland das Recht, die notwendigen Schritte zu ergreifen, um die Gefahren der RüstungsunAeickHeit zu be­seitigen. Gerade wir Rationalisten erseh­nen nichts so sehr als Frieden für unfer Volk, für Europa und die Welt.

Stuttgart, 6. Dez. Bei der heutigen Eemeinderatswahl wurden von 266 749 Wahl­berechtigten 209 048 Stimmen abgegeben. Dis Wahlbeteiligung betrug rund 78,4 Prozent. Bei der letzten Reichsiagswahl am 14. Sept. 1930 betrug die Zahl der Wahlberechtigten 261497, die Zahl der abgegebenen Saiwmey 212 752 oder 84,8 Prozent. Es entfielen auf die Kommunistische Opposition 4037 (Reichs­tagswahl 0), Christl.-Sozialer Volksd. 9075 (11332), Sozialdemokraten 46810 (5 5 6 02), Zentr. 18186 (19 074), Deutsch- nationale 19525 (18 0 06), Frauenliste 4760 (0), Einheitsliste, bestehend aus Demo­kraten, Deutscher Volkspartei, Volksrechts­partei, Nationale Volksgemeinschaft 23104 (49998). Nationalsozialisten 44599 (213 20), Kommunisten 37 803 (36189).

Von den neugewählten 30 Eemeinderats- mitgliedern entfallen auf die Kommunistische

uch ..Finanzial News" erblickt ts Alarmierendes in der Aeusterung, er sich keinen politischen Erpressungen rwerfen wolle. Die Revision des Ver- tt Vertrages werde bei den kommen- Lrrhandlungen eine große Rolle spie- müsien, weil Hitler weite Kreise des scheu Volkes hinter sich habe. Anstatt Mndnisse auf wirtschaftlichem Gebiete »amen, die politischen Fesseln aber zu vigen, sollte man gerade diese Fesseln _. t um in Deutschland einen aus freien

" Wen entstandenen Willen zur Erfüllung finanziellen Verpflichtungen aus-

^ariser Morgenpresie beschäftigt sich j^ttb mit der Lage in Deutschland und H aus Berlin berichten, daß das Ver- £ zwischen der Reichsregierung und Sozialdemokraten in ein gespanntes eingetreten sei. Die Lage wäre Hwieriger, als die Marxisten dem Et seine unklare Haltung gegenüber *ttionalsozialisten zum Vorwurf mach- DasPetit Journal" spricht Zu stand äußerster Nervosität, J«)on daraus zu ersehen sei, daß , ,8 '^chskabinett sich genötigt sehe, einen 1 An politischen Waffenstillstand zu

^eren. Man wolle auf diesem Wege p, die erregten Gemüter zu be- n)en. DasOrdre" erklärt, die

Mhrend einige der englischen Berichte »Berlin eine starke Nervosität der sozial- mkratischen Kreise über die Absichten lers widerspiegeln, erklären einige nnzzeitungen, daß die Aeußerungen lers keineswegs Grund zu Besorgnissen en. Ein genaues Studium der Worte lers, so sagt dieFinancial im es", zeigt, daß Hitler es keineswegs staatsmännischen Einsichten fehlen lasse, räe Ansichten über die Erfüllung der watschuldenverpflichtung seien befriedi- id. Seine Darlegung, daß Deutschland ie wahnsinnige hohen politischen Schul­zahlen könne, ohne das Wirtschafts- m in der Welt völlig durcheinander zu gen, stimme mit den Ansichten anderer ändiger Leute überein. Die Ab- vmg der politischen Schulden als Mit- , aus Deutschland politische Zugestünd- i herauspressen zu wollen, sei feines» r gleichbedeutend mit einer Weigerung, lhaupt keine Tribute zahlen zu wollen.

von der Presiestelle der Reichsleitung der NSDAP, als in wesenüichen Teilen un­zutreffend wiedergegeben bezeichnet worden.

S u n d a y Referee" veröffentlicht ein Interview des in London weilenden Beauftragten Hitlers, Rosenberg, in dem dieser wiederum betont, daß die National­sozialisten ihr Ziel durch rein verfassungs­mäßige Mittel zu erreichen gedächten. Eine Aenderung der Verfasiung von Weimar sei von ihnen nicht beabsichtigt. Rosenberg wandte sich darauf außenpolitischen Fragen zu und betonte zum Schluß, daß die unge­heuren Zahlungen aufgrund des Versailler Vertrages jeden vernünftigen Plan für in­dustrielle Sanierung unmöglich machten. Eine Erklärung der nationalsozialistischen

Parteileitung.

Die Presiestelle der Reichsleitung der NSDAP, teilt mit: Das in der englischen ZeitungS u n d a y E r a p h i c" ver­öffentlichte Interview ihres Berliner Be­richterstatters mit dem Führer der NSDAP., Adolf Hitler, ist in wesent­lichen Teilen unzutreffend wie­dergegeben. Der Berichterstatter des englischen Blattes hat offenbar seiner Phantasie breitesten Spielraum gelassen. Eine aufsehenerregende Rede des Reichs­tagsabgeordneten Gregor Strasier.

Stuttgart, 6. Dez. Der national­sozialistische ReichstagSabgevrdnete Gregor Strasser hielt am Freitag abend in einer großen nationalsozialistischen Ver­sammlung in der Stadthalle eine durch ihre Schärfe Aufsehen erregende Rede. Nachdem Strasser die Hauptziele der Na­tionalsozialisten: Kraft, Brot, Arbeit fol­gendermaßen erläutert hatte: Kraft im Innern zur Abrechnung, nach außen zur Aenderung der allen Verttäge, Kraft durch Weckung von Wehrkraft und Wehrgeist, Brot durch ©tärEung der Landwirtschaft, Arbeit durch Neuord­nung der Wirtschaft, Arbeitsbeschaffung, Umsiedlung von der Stadt zum Land, Eigenheime, Arbeitsdienftpflicht, sagte er u. a.: Niemand wird gezwungenHeil Hitler! zu rufen, wenn wir an der Macht find. Wer aber dann nochHeil Mos­kau!" ruft, wird zusammengeschlagen. Eine Einigung in unserer Innenpolitik gibt es nicht. Komme uns keiner mit Bürgerkrieg oder Mitleid. Mit uns hat man nie Mit­leid gehabt. Die Knute Severiugs hat uns stahlhart gemacht, wie wir sein müssen, um mit chm abzurechnen. Wir werden hart sein, unerbitterlich hart, brutal, wenn es gilt, mit dem zwölfjährigen Schmutz aufzuräumen. Aber wir wissen auch, daß der Appell an die deutsche Ehre stärker ist als der Appell an die Feigheit. Wir weichen keinen Millimeter zurück, denn das wäre der Beweis, daß wir unrecht gehabt hätten. Der nationalsozialistische Reichs­tagsabgeordnete erklärte, es würde für Frankreich ein Risiko bedeuten, in ein von den Nattonalsozialisten regiertes Deutsch­land einzumarschieren unddie Feinde Unserer Feinde", sagte Sttasser weiter, sind unsere Freunde". Dem Völkerbund unseren tiefsten Respekt, aber wir werdet uns mehr sn Japan ein Beispiel nehmen Ans wird niemand antasten, und wir wer- den in Ruhe den neuen nationalsozialisti­schen Staat aufbauen, wenn diemarxi­stische Pest" ausgerottet ist. Dann wird Arbeit und Opfer der alleinige Wett­messer sein über uns alte.