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die ganze Sklarek-Affäre, in die er hineingezogen worden fei, satt hätte und darum aus dem Leben scheiden wolle. Schüning soll bereits vor einigen Tagen Selbstmordabsichten geäußert haben.

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den 11 gespült. Zellemnillimeter 0.08 GM.,sog. NeineAnzeigea und FamIIienanzeigen bei Barzahlung 0.07 SM., amt!, und answSrtig« Anzeigen 0 10 SM Srundschrtflr §olonel Bei schwierigem Satz so» tote bei PlaKborschrtft 50*1» Auf» schlag. Sammelan,eigen 100*/* Aufschlag Oleklam^Millim. 0.40 SM. Srundfchrtfl > Petit. Jeder Rabatt gilt al« Barrabatt Ziel 5 Tage. Offertes-Gebühr: 25 Pfg^ bei Zustellung der Angebote einschl. Porto 60 SM Belege werden berechnet. Erfüll«! g«orl Marburg.

ren, ohne politische Garantien zu erhalten.

In der Frage des Vorrechtes der Tri­bute vor den Privatschulden ist. von eng­lischer Seite auf die Gefahr aufmerksam gemacht worden, die hierbei für die All­gemeinheit entstehen könnte, nämlich auch soweit das englische Pfund in Frage komme. Flandin habe, wie derDaily Herald" meldet, erklärt, daß ein Vor­recht der Tribute nicht gleichbedeutend mtt einer Ungültigkeitserklärung der Privat­schulden sei. Er habe dabei an der An- ftcht festgehalten, daß die Banken, die Deutschland Geld geliehen haben, den Poungplan kannten. Er sei daher recht­lich nicht zulässig, daß diese Schulden zu- rückgezahtt wurden.

Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberhessen

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg,

Dienstag,

hen 1. Dezember 1911

Die Pariser Morgenblätter widmen der Londoner Reise des Finanzministers Flandin breitesten Raum. Das bis­herige Schweigen ist durch die Erklärungen gebrochen worden, dis Flandin nach sei­ner Rückkehr der Presse gegeben hat und aus denen deutlich hervorgeht, daß in den verschiedenen im Vordergrund des In­teresses stehenden Fragen zwischen Frank-

Berliu, 30. Nov. Der General­direktor Schüning wurde vormit­tags um 9 Uhr im Schlafzimmer seiner Villa vor dem Ankleidespiegel mit einem Schuß in der rechten Schläfe von seiner Hausangestellten tot aufgefunden. Um 8 Uhr früh war seine Fra» weggefah­ren, um in der Stadt Besorgungen zu er­ledigen. Um 8.30 hatte Schüning nach der Hausbedienung geklingelt »nd sie mit einem Auftrag fortgeschickt. Bei ihrer Rück­kehr fand sie ihn tot auf. Er hatte einen Brief an seine Angehörigen hinterlasien, in welchem er zum Ausdruck bringt, daß er

nixh 14,75 DM.), der holländische Gulden auf 8,40 und der Schweizer Frank auf 17 52V2. Die vom Pfund stark beeinfiuß- ten Devisen wie Athen, Konstantinopel, Kopenhagen, Stockholm und L>Äo haben ebenfalls heute durchweg Diefftkurse er­reicht.

Neue Zölle in England

London, 30. Nov. Das Handelsamt hat soeben eine weitere Notverordnung erlasien, nach der vom 4. Dezember ab auf folgende Waren ein SOprozentiger Wert­zoll erhoben wird: Elasslasche» und Elas- krüge (mit Ausnahme von Elaswareu für wisienschaftliche Zwecke), Kohlenelemente, Garne, ganz oder teilweise aus Wolle, einschl. Mohaire, Alpacca, Kaschmir Ko­kosmatten »nd Vorleger, Haushaltsleinen einschl. Tischtücher «nd Handtücher, ganz oder teilweise aus Leinen, ferner ganz oder tettweise aus Jute hergeftellte Gewebe, Sportgewehre, Sportflinten sowie Teile davor, Lustdruckgewehre, Luftdruckflinten und Pistolen. Löffel und Gabeln für den Hausgebrauch, soweit nicht aus Edel­metallen hergestellt.

Starker Rückgang des englischen Pfundes.

ei al News- meldet, die BereitwiMg- kett Frankreichs angedeutet haben, Eng- land mit einer Anleihe unter die Arme,» greife». Die Annahme eines solchen Kre­dites würde aber die gleichzeittge An­nahme des französische« Standpunkt« i« der Tribut- »nd Kriegssch'.ldenfrage in sich geschlosien habe«. Ei» solch« Abkom­men hab« aas englischer Seite keine Gegen­liebe gesunden.

Die englischen Minister haben ferner zu verstehen gegeben, daß sie keineswegs die Stabilisierung des Pfund« übereilen wollten. Wie der diplomatische Mitarbei­ter desDaily Telegraph" meldet, hat Flandin darauf hingewiefen, daß es für Frankreich schwieriger wäre, Deutsch­land finanzielle Unterstützung zu gewäh-

zwischen den Ministerien handelt es sich um einen privaten Meinungs­austausch, bei dem auf beiden Seiten festgestellt wurde, daß man sich nicht ohne Zustimmung der Kabinette festlegen könne. Die Erörterung der Zoll- und Handelsvertragsfragen trat in den Hinter­grund, da Flandin hierfür nicht zuständig ist. Hauptpunkt der Besprechung war die Erörterung der europäischen Lage vom finanziellen und politischen Stand­punkt aus.

Flandin hat besonderes Interesse für die Stabilisierung des englischen Pfundes ge­zeigt und hierbei auf die Gefahr einer In­flation hingewiefen. Er soll, wieF i n a n-

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Unter französischem Druck

Tiefstand des englischen Pfundes

' England für Streichung der Reparationen

Weitgehende Forderungen aus taktischen Gründen Flandin bietet Kredite zur Stabilisierung des Pfundes an

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lieber die englische Einstellung zu den j verschiedenen Fragen berichtet der Lon-

,£>bet&effitoe Zeitung' et- Heini srchemal wöchentlich. Be- ^^xrei« monatlich 2.20©OT.au<- schließt. Zustcllung«gebabr. durch Post 2.45 GM ^ürettoa durch Streik. Waschinendefekt oder ele- gjrntett Ereignisse ausfallende Mumrnern tote» feto Ersatz ge­leistet Verlag, Vr. § pitzervtb,

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d demjenigen Frankreichs abweiche und die | kockmende Regierungs - Konferenz noch 1 manche harte Nuß zu knacken haben

Der im Sklarek-Prozeß fo schwer be­lastete Generaldirektor der Berliner Hafen- und Lagerhaur gesellschaft (Behala), Wil­helm Schüning, Stadttat von Ber­lin, bevor er Generaldirektor der durch Sn Wirken als Stadttat zu so verdächtiger

tote aufgeschlossenen Gesellschaft wurde hat sich erschossen, weil erdie Sklarek- Affäre, in die er hineingezogen wurde, satt habe". Sonst nichts keine Zeile der Rechtfertigung oder des Eingeständ­nisses. Aber der Schuh, mit dem er seinem Leben ein Ende machte, bedeutet gleich­wohl eine 'Aufhellung des Dunkels, durch das die Richter in Moabit sich nun schon sett mehr als sieben Wochen hindurchguar­beiten trachten.

Der 53jährige Generaldirektor war nicht der Mann, sich von einer Sache, in die er schuldlos hineingezogen wäre, zermürben zu lassen. So weiß man nun, was man davon zu hallen holl, daß er sein Einge­ständnis, anrüchigeProvisionen" von den Sklareks erhallen zu haben, nachträglich zu widerrufen sich anschickte. Er hat seine offenbaren Verfehlungen auf eine Weise gebüßt, die manhonorig" zu nennen pflegt; vielleicht wäre es honoriger ge­wesen, die Mühsal auf sich zu nehmen, an der Wiedergutmachung des ungeheuer­lichen Anrechts mitzuwirken, das die Ber- fchacherung unschätzbarer Werte für ein Butterbrot an die Behala für die Gesamt­hell der Berliner Steuerzahler bedeutet. Diese Aufgabe bleibt nun also den neuen Hütern der Berliner Berwaltung zu lösen; es wird schwer sein, hier das natürliche Rechtsempfinden gegen die Buchstaben wahrscheinlich raffiniert gefügter Verträge durchzusetzen.

3n dem Augenblick, als die Nachricht von dem Selbstmord des Generaldirettors Schüning im Moabiter Gerichtssaal be­kannt wurde, stand der ehemalige zweite Bürgermeister Berlins, Scholtz, vor seinen Richtern ... als Zeuge nur, aber es wird ihm dabei weniger wohl gewesen sein, als manchem Angeklagten. Auch er vermag nichts zur Aufklärung der Dinge beizutta- tragen. Auch er gehört, wie sein ehe­maliger Oberbürgermeister, zu denen, dre nichts gewußt haben, die sich nichts gedacht haben, die sich nicht erinnern können. Er ist immer der Ansicht gewesen, und möchte das gar zu gern auch heute noch sein daß man seinen Mitarbeitern im Magisttat und in der Verwaltung unmög­lich etwas Böses habe zuttauen können. Er setzt sich mit seinen Richtern ausein­ander über Jahre und Daten, die im ein­zelnen wichttg sein mögen, die für das Ganze aber sehr viel weniger besagen, als eine Verfügung, die er selbst am 19. September 1927 erlassen hat und die, wie Rechtsanwall Dahn ettlätt, folgender­maßen lautete:3n der Bilanz der Ber­liner Anschaffungsgesellfchast per 31. März 1926 ist ein Warenposten von 444 297 RM. ausgenommen, der gar nicht der B. A.G., sondern einer fremden Firma gehört. Diese Bilanzfälschung war durch die Haupt­prüfungsstelle nicht bemertt wyrden. Es ist bei der Hauptprüfungsstelle anzufragen, welche Vorkehrungen getroffen sind, um derartige Fälschungen in Zukunft zu ent» decken." Das ist alles, was der Bürger­meister der Aeichshauptstadt bei der Ent-

doner Sonderberichterstatter desJour­aals" sowie der außenpolitische Bericht­erstatter desE x c e l f i o r" übereinstim­mend, daß die englische Regierung bei der kommenden Konferenz die völlige Streichung der Reparationen imd der interallierten Schul­den verlangen werde. Ma« stehe eng­lischerseits aus dem Standpunkt, daß nur eine derarttge Maßnahme geeignet sei, die Wiederbelebung des internattonalen Mark­tes zu garantieren.

DerE x c e l f i o r" glaubt, daß die eng­lische Regierung absichtlich einen sehr wei­ten Raum gezogen habe, um in den kom­menden Verhandlungen eine größere Handlungsfreiheit zu haben.

Finanzminister Flandin hat noch tn den späten Abendstunden des Montag ein­gehende Besprechungen mit dem Gouver­neur der Bank von Frankreich ebenso wie mit den beiden stellvertretenden Gouver­neuren und einer Reihe anderer hoch­stehender Finanzbeamten gehabt.

Verschiedene Beamte des französischen Handelsministettums haben sich nach London begeben, um dort die ein­leitenden Besprechungen mit ihren Kol­legen vom englischen Handelsministerium aufzunehmen. An diesen Besprechungen werden außerdem 'die Vertreter einer Reihe anderer Länder teilneymen, die ebenfalls durch die englische Schutzzoll­politik stark in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Handelsminister Rollt n selbst wird voraussichtlich erst zu den ent­scheidenden Besprechungen nach London reisen.

Nach Mitteilungen der Londoner platter über den Besuch des französi­schen Finanzministers Flandin tn Lonvon, hat an den Unterredungen mtt den eng- «schen Ministern auch der Reparations­und Finanzsachverständige des englischen Schatzamtes Sir Frederik Leith Roß reilgenommen. Ferner war auch der Ver­treter der englischen Kohlendergwerksbe- stßer, Evons Williams, erschienen, it dem hauptsächlich die englischen Be­schwerden über die französischen Maßnah- men gegen die englische Kohleneinfuhr be- iprochen wurden. Bei der Unterredung

Berlin, 30. Nov. Das englische Pfund hat heute seit der Suspendierung des Goldstandards einen Reko-rdtiefftand erreicht. Der bisher niedrigste Kurs nach dem 19. September war 3,48 gegen den Dollar und zwar am 25. September, wäh­rend am Tage nach der Suspendierung des Goldstandards, nämlich am 21. Sep­tember, die Notiz 4,00 lautete/Letzter Kurs vor dem 21. September 4,8590.) Bereits in den letzten Tagen lag das Pfund recht schwach, und man behauptete in englischen Finanzkreisen, daß nur französische Abgaben der Grund für diese Schwäche wären. Auch heute fanden an den konti­nentalen Mätzen wiederum französische Pfundverkäufe statt so daß sich das Pfund bis auf 3,383/t ab schwächte. Abgesehen von den französischen Verkäufen drückte die Ungewißheit über die von verschiedenen Ländern beabsichtigten Gegenmaßnahmen infolge der englischen Zollechöhungen fer­ner aber auch die wahrscheinlich bevor- stchende weitere Erhöhung des englischen Notenumlaufs. Sämtlichen führenden De­visen gegenüber hat das Pfund heute neue Tiefstkurse, den stärksten Gewinn hat aber der französische Franc zu verzeichnen ge­habt, der auf 86,13 gegen das Mund an­zog, nachdem er noch mit 90Vs heute mor­gen eröffnet hatte. Die Reichsmatt zog in London auf 14y* an (die heutige amtliche Notierung des Pfundes in Berlin betrug

_ Chamberlain sowohl über Repa- 756 ratio nen wie auch über interna-

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raste fristige Kredite gesprochen zu haben, cku« Denn auch diese Besprechungen rein pri-

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reich und England sehr ernste Mei- tati nungsverschiedenheiten b e- stehen. Flandin selbst gebe zu, mit Außenminister Simon und Schatzkanzler

Daten Charakter getragen hätten, so habe Wtt bei dieser Gelegenheit doch den Ein­druck gewonnen, als ob de Standpunkt der englischen Regierung wesentlich von