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Roniag, hkN 30. Rev. 1931

pir .Obrrdessisch« Srttung* rr- fätiTt s-ck«mal w Schon tlich. Be- jugöprei< monatlich 2.20®9R.au<- f^firfi! Zustrllung-gebübr, durch pi« Pos! 2.45 GM Für ettoa durch gtteif, MaschtnrndefekI ob« eie« »entart Lretgntffe auefaOenbe Nummern wird 'ein Stfa» ae« leidet Verlag. Dr. 6 t>t»erotb, ptnrf der Unw-Buchdruckerei Job Äug. Koch. Markt 21/23. Herusdre t: Nr 54 uub Nr. 55. Postscheckkonto: Amt Frankfurt t <5? Nr 5015. Svrech,ett «er Redaktion von 1011 und

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Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberhessen

St. 280 66.<!nw*.

Marburg n. Komi

Der Anieiqenvrei« beträgt für den 11 gespalt. Zeilenmillimeter 0.08 GM .sva. kleineAn,eigen und Familienanieigen bei Bartablung 0.07 GM. amtl und auswärtige Anzeigen 0 10 GM Grundschrift: §olonel Bei schwierigem Satz so­wie bei Planvorschrift 50' « Auf­schlag -* Sammelanzetgen 100*!« Aufschlag Neklam.-Millim 0.40 GM. Grundschrift - Petit Zeder Rabatt gilt al« Darrabatt Ziel 5 Tage. Ofkerken-Kebübr: 25 Pfg.. bei Zullellung der Angebote einschl. Porto fiO GM Gelege werden berechnet. Lrjüllungovrt Marburg.

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachnngen Mr Stadt und Kreis Marburg.

Der Oberreichsanwalt beantragt Voruntersuchung

indem Honen

WegenVorbereitung zum Hochverrat" im

Zusammenhang mit den Vorfällen in Hessen

rüden, osition ; nicht

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Die Boxheimer Konferenz

Flandin in London

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Berlin, 29. Nov. In dem Strafver­fahren wegen der bekannten Vorgänge in Hessen bat der Oberreichsanwalt die Eröffnung der gerichtlichen Vorunter­

suchung wegen Vorbereitung zum

Hochverrat beantragt. Zum Unter«

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.DerMontag nimmt Bezug auf die Ankündigung der NSDAP., selbst eine Untersuchung der Angelegenheit vorzu- bchmen, und hält es für wahrscheinlich, » auch mit bestimmten Folge­rungen innerhalb der Part'ei- rrganisation der NSDAP, zu rechnen ist.

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i ftichungsrichter ist von dem Reichsgerichts­präsidenten der Reichsgerichtsrat Z o e l - ler bestellt worden.

:. Zu der Anordnung der Vorunter- lsuchung wegen Vorbereitung zum Hoch­verrat im Zusammenhang' mit den Vor­fällen in Hessen meldet dieM o n t a g s - post'", daß mit der Durchführung des Er- Mttlungsverfahrens sofort begonnen wer­den soll. Die an der Boxheimer Kon­ferenz Beteiligten, die das Doku­ment des Herrn Best mitberaten haben, Kerben schon in diesen Tagen in L e i p - $ vernommen werden.

sDer Entschluß des Oberreichsanwalts, die runtersuchung zu beantragen, muß, der Montagspost zufolge, alsein Erfolg der ton gewertet werden, die die hessische itaatsregierung unter - Führung des ^Staatspräsidenten Adelung bei der Ke i ch s r e g i e r u n g unternommen hatte «ad die sich auf das schärfste gegen die Art und Weise wandte, wie die hessischen Vor­gänge vom Oberreichsanwalt zunächst be- -irteilt wurden. Das Blatt weist darauf ^hm, daß auch die preußische Regierung '.beim Reichsjustizminister ihre schweren Be- Wniste (!) zum Ausdruck gebracht hatte.

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Das Problem der Führerauslese.

Der Leiter der Deutschnationalen Presfe- sielle, Hans Brosius, veröffentlicht MTag einen Artikel unter der lieber- DriftDie Bilanz von Boxheim, in dem er nach einer Schilderung der be= rannten Vorgänge in Hessen grundsätzlich D2<M Stellung nimmt. Er führt u. a. aus: Der Vorgang habe ober noch eine andere Seite, die nicht nur die Aationalsozia- Wen, sondern die gemei nsame vache oer nationalen Front an- KEh e. Vor allem sei das Dokument des Dr. ?est nicht vor irgendjemand, sondern von ^nem Führer verfaßt worden, der gerade wen zum Abgeordneten gewählt worden Ft, als Arkundenfälscher entlarvt worden.

Das ist es, so führt Brosius weiter aus, "ras die gesamte nationale Front angeht, «cht nur die Partei, die es unmittelbar «tnfst, das Problem der Führer- Auslese. Eine so gewaltig angewach- Me Bewegung, wie die nationalsozia- Miche, kann sich nicht davor schützen, daß minderwertiges sich anhängt. Sie kann muß aber dafür sorgen, daß sie vor duhrern bewahrt wird, die mit ihr die Fnze nationale Bewegung diskreditieren, «uch nach einer anderen Richtung sei das Nmeint. Die dielen Entgleisungen ^dnerischer und journalisti- Per Art, die sich gerade in letzter Zeit Unterführer der Aativnalsozialisten ins- «wndere gegen die Deutschnatio- '«l e n und ihren Führer, sowie auch ge-

den S ta h l h e l m geleistet haben, und ^von den nationalsozialistischen Führern ^ifellos mißbilligt werden, kommen eben­es auf das Konto unMlänglicher Füh­

rerauslese. Disziplinlosigkeit und politische Unreife schädigen nur eine Bewegung, ebenso wie Minderwertigkeit. Im Zeichen der Harzburger Front glauben wir, ein Recht zu haben, diese Gedanken, die nicht von heute sind, gelegentlich eines Falles auszu sprechen, der uns Deutschnationale nicht unmittelbar angeht.

Dr. Best wird aus dem Amt entfernt.

Auf Grund der bekannten Vorfälle hat der hessische Justizminister den Gerichts­assessor Dr. Werner Best mit sofortiger Wirkung außer Verwendung gesetzt. Best i kehrt in den hessischen Justizdienst nicht I mehr zurück. |

§Bie Havas aus London berichtet, hatte der französische Finanzminister Flandin am Sonntag Unterredungen mit dem früheren Außenminister Lord Reading, ferner mit dem Direktor der Westminster Bank und dem jetzigen Außenminister, dem Handelsminister und dem Schatzkanz­ler. Bei dieser Gelegenheit habe der fran­zösische Finanzminister die französische Auf- 'fastung hinsichtlich der Regelung der gegenwärtigen Finanzschwierigkeiten und der Wiederherstellung des Vertrauens, die eine langfristige Anlegung der ver­fügbaren Kapitalien ermöglichen würde, zur Kenntnis gebracht.

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ahlsieg der N.S.D.A.P.

Das Wahlergebnis in Birkenfeld

Im Oldenburgfschen Landesteil Bir­kenfeld fanden am Sonntag Landes­ausschuß- und Eemeindewablen statt, die ruhig verlaufen find. Rach dem vorlie­genden amtlichen Ergebnis find die Nationalsozialisten mit 12 Sitzen (1) d i e stärk st e Partei ge­worden. Außerdem haben erhalten: Sozialdemokraten 3 (6), Zentrum 4 (5), KPD. 3 (1), Landliste 2 (6), Bürgerliche Liste 1 und die Staatspartei 0 (1).

Sm alten Landesausschuß besaß die Volkspartei 3 und die. Wirtschaftspakte! 2 Sitze.

Eemeindewahlen:

Idar-Stadt: SPD. 689 Stimmen, 2 Mandate, bisher 6; KPD. 454 Stimmen, 1 Mandat, bisher 1; NSDAP. 2907 Stim­men, 12 Mandate, bisher 9; Dürgerliste 838 Stimmen, 3 Mandate, bisher 8.

Oberstein-Stadt: SPD. 1784 Stimmen, 8 Mandate, bisher 10; Zentrum 527 Stimmen, 2 Mandate, bisher 2; SAP. 129 Stimmen, 0 Mandate, bisher 0; Bür­gerblock 1129 Stimmen, 5 Mandate, bis­her 10; NSDAP. 1393 Stimmen, 6 Man­date, bisher 0; KPD. 688 Stimmen, 3 Mandate, bisher 1; Staatspartei 151 Stimmen, 0 Mandate, bisher 2.

Die Kraft des Bauemtums

Der Vorrang des Inlandsmarktes

Düsseldorf, 28. Nov. Die am Sonnabend abgehastene Hauptversamm­lung des Vereins deutscher Eifenhütten­leute beschloß Generu»öirebtor Dr. V ö g- l er mit etnign Bemerkungen. Man müsse immer wieder überrascht Jein diesen Eindruck habe er aus den vorange­gangenen Vorträgen gewonnen über die gewaltige Kraft, die heute rein zah­lenmäßig im Bauerntum ruhe. Wenn man sich vergegenwärtige, welche hohen Anteile die insgesamt 20 Millionen Klein­bauern einschließlich der Angehörigen an der Gesamtbevölkerung darstellen, dann werde klar, daß sich hier neue Möglich­keiten für die Wiederherstellung der Wirt­schaftlichkeit des Landes auftun. Dr. Vögler verwies auf frühere Ausführun­gen, die er im November 1924 in der FrageIndustrie und Landwirtschaft" ge= Macht hatte. Damals hatte er u.a. ge­sagt:

Es wird viel zu wenig beachtet, wie sehr der deutsche Snlandsmarkt von einer kauflräftigen Landwirtschaft ab­hängig ist.

Es ist von größter Bedeutung für die Lage der Industrie, wie viel die 25 Mil­lionen betragenden deutschen Landbewoh­ner kaufen können. Es ist dies eine wich­tigere Frage als die Entwicklung der Lage auf dem Ausfuhrmarkt. Der Ruf Deutschland muß ausführen" fänat an.

ganz falsche Vorstellungen in den Köpfen hervorzurusen. Ich stimme denen zu, die nicht in einer Verschärfung der Ausfuhr, in einer Erstarkung des Inlands- marktes das wünschenswerte Ziel sehen. Es ist viel leichter, wirtschaftlich und politisch gedacht, die Handelsbilanz durch verringerte Einfuhr statt durch ver­stärkte Ausfuhr zu verbessern. Gerade vom industriellen Standpunkt aus ist für uns die starke Durchbildung der landwirt­schaftlichen Technik von größter Bedeu-

. Er habe keine Veranlassung, ir­gend ein Wort von diesen Ausführungen zuückzunehmen. Seine besondere Befrie­digung drückte er über die Fortschritte in der Mechanisierung der Landwirtschaft aus, besonders über die Tatsache, daß heute die deutsche Landmaschinen-Indu- strie in jeder Weise den Wettbewerb mit dem Ausland ausnehmen könne. In die­ser auf richtigen Voraussetzungen aufge­bauten Gemeinschaftsarbeit zwischen In­dustrie und Landwirtschaft müsse fortge­fahren werden. Die Arbeitslosen-Fraae werde sich ganz von selbst regeln. Es würden Jahrzehnte vergehen, bis das an­gestrebte Ziel der Mechanisierung des bäuerlichen Betriebes erreicht fei. Vögler streifte noch kurz die FrageGroßbetrieb Kleinbetrieb" in der Industrie und be­merkte, daß man heute viel zu sehr den Großbetrieb sehe. Man denke nickt daran, daß auch heute noch den Kern der mitt­lere und Äleinhe trieb behaut» >

Die französische Presse mißt der Lon­doner Reise des französischen Finanzinini» sters um so größere Bedeutung bei, als Flandin entgegen allen amtlichen franzö­sischen Versicherungen sowohl den eng­lischen Außenminister als auch den Han­delsminister gesehen hat. Die Londoner Vertreter der großen Pariser Blätter glauben schon zu uststen, daß die Bespre­chungen sich auf die Frage der Zoll­tarife, der Reparationen und der Stabilisierung des eng­lischen Pfundes ausgedehnt hätten. Nur der Londoner Berichterstatter des Petit P a r i s i e n" behauptet aus­drücklich, beauftragt zu sein, die Gerüchte, Flandin habe auch die juristische Frage behandelt, als unwahr zu erklären. Der französische Finanzminister kehrt im Laufe des heutigen Montag nachmittag nach Paris zurück.

Finanzfragen im Vordergrund.

fk. London, 30. Nov. Die privaten und geheimen Verhandlungen zwischen dem französischen Finanzminister Flan­din und dem englischen Außenminister Sir John Simon, dem Handelsmini­ster Runciman und dem Schatzkanzler Sir Chamberlain dauerten bis Mit­ternacht. Sie fanden, wie derDaily H e r a l d" herausgefunden hat, in einem Zimmer im HotelMetropol statt, das im Auftrage eines Herrn John Simon vorbestellt war.

Flandin unterrichtete, wie dieT i - m e s" meldet, die Vertreter der franzö­sischen Presse vor dem Esten dahin, daß sei Besuch rein privater Natur sei. Er habe nicht die Absicht, Verhandlungen zu füh­ren, und werde auch nicht die Frage der englischen Zolltarife erörtern. Hinsichtlich der finanziellen Fragen werde er sich auf die Erläuterung des französischen Stand­punktes^ beschränken, wie er von dem Mi­nisterpräsidenten L a v a l in der Kammer­rede dargelegt worden sei. Die französische Regierung habe den Wunsch, mit England zusammen zu arbeiten, um eine Lösung der Krise zu finden, die durch die deutsche Zahlungsunfähigkeit verursacht worden sei. Nach derM o rni n g Po st" findet am heuttgen Montag eine Kadinettssitzung statt, bei der die Ergebniste der Bespre­chungen erörtert werden sollen.Daily H e r a I d" zufolge sollen die während des Wochenendes begonnenen Besprechungen auf dem 'üblichen diplomattschen Wege fortgesetzt werden, aber es sei wahrschein­lich, daß noch weitere Zusammenkünfte beider Nationen stattfindew würden. Die Londoner Preste rechnet fast durchweg da­mit, daß der französische Handylsminister R o l l i n schon in den nächsten Tagen nach London zur Erörterung der Zoll- und Handelsvertragsfragen kommen wird.

Franzöfisch-englifche Wirtschafts- besprechungen.

Der diplomatische Korrespondent des Daily Telegraph meldet der fran­zösische Fotschaster in London sei ange­wiesen worden, Verhandlungen mit der britischen Regierung über die neuen Einfuhrabgaben emzuleiten. Der französische Handelsminister werde dem­nächst London besuchen, um die Eröffnung der Verhandlungen persönlich zu über­wachen.

In der Reparationsfrage weist der Korrespondent darauf hin, daß La­val zwar eine Priorität der kommerziel­len Kredite gegenüber den Reparationen nicht anerkennen will, daß er aber auch nicht ausdrücklich einen Vorrana der Re-